Ansichten eines Informatikers

Die seltsamen Vorstellungen der Verlegerin Julia Becker

Hadmut
24.2.2022 14:15

Jetzt gehen sie auf Springer-Chef Mathias Döpfner los.

Der Springer-Verlag mit BILD und WELT war ja noch so etwas wie die letzte Bastion derer, die überhaupt noch, wenigstens manchmal von dem linken Mainstream-Theater etwas abwichen. Ich hatte ja schon öfters mal gesagt, dass die BILD zum führenden deutschen Investigativ-Magazin aufgestiegen ist. Aber nicht, weil sie irgendwie besser geworden wäre, sondern durch relative Verschiebung, weil die anderen so schlecht geworden sind.

Nachdem man BILD-Chef Julian Reichelt feministisch abgeschossen hat (ausgerechnet eine Journalistin hatte mich ja gerade dafür beschimpft, dass ich genau sowas im Blog beschreibe), geht die regierungstreue Weiblichkeit nun auch auf Springer-Chef Mathias Döpfner los.

Die erzlinke Süddeutsche Zeitung zitiert die Verlegerin der Funke-Gruppe (so eine Bad-Bank der Presse, die man aus Medienschrott zusammencontainert hat) Julia Becker:

Kann Springer-Chef Mathias Döpfner nach der Reichelt-Affäre angemessen die Interessen der deutschen Zeitungsverleger repräsentieren? Als Präsident vom Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) ist diese Lobbyarbeit seine Aufgabe – auch auf europäischer Ebene. Die Funke Mediengruppe aus Essen positioniert sich in der Frage sehr viel deutlicher, als es die anderen deutschen Verlagseigentümer tun. In einem Statement, das der SZ vorliegt, fordert sie Döpfners Rücktritt als Verleger-Präsident – und droht nun auch öffentlich mit dem Austritt aus dem Verband.

[…]

Für den Konzern von Verlegerin Julia Becker steht fest: “Wir halten die hier geforderte Trennung von Präsidentenamt und Person für nicht haltbar. Deshalb erwarten wir eine personelle Neuaufstellung an der Spitze des BDZV.” Man sehe “die Werte, die wohl jedes dem Journalismus verpflichtete Verlagshaus auszeichnen”, nicht mehr ausreichend repräsentiert. “Zudem haben wir Sorge, dass die Glaubwürdigkeit der gesamten Branche gefährdet ist.” Funke hatte bereits bei der Verbandssitzung mit dem Austritt gedroht. Damit “wollen wir ein deutliches Zeichen setzen, dass sich etwas ändern muss”, heißt es in dem Statement.

Von welcher „Glaubwürdigkeit“ faselt die da?

Unsere Presse hat keine Glaubwürdigkeit mehr.