Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Ungesundes

Hadmut
31.10.2021 16:34

Boah.

Also da ich hier auch für Geister und Hexen keine Elternersatzspeisung vornehme, gibt es bei mir nur das einschlägige ungesunde Süßzeugs. Kann man nehmen oder bleiben lassen.

Fehlte mir gerade noch, dass die Leute bei mir Bestellungen abgeben, was ich zu verschenken habe und was nicht. So dieses linke Öko-Milieu, das sich von den Nachbarn noch durchfüttern lässt.

Und das Zeug erst anzunehmen und dann zu „entsorgen“ halte ich für eine absolute Frechheit, das ist dann schon sittenwidrige Schädigung. Dann sollte man die Kinder gar nicht erst losschicken. Was sie, glaube ich, rechtlich auch nicht dürfen, denn Eigentümer der Süßigkeiten sind mit der Schenkung die Kinder und nicht die Eltern. Die Eltern dürfen darüber nicht eigenmächtig verfügen und das Kind im Vermögen schädigen. (Genau genommen können sie es, brauchen dazu aber die Zustimmung des Vormundschaftsgerichts.) Was sie können, ist die Annahme der Schenkung verweigern, weil zustimmungspflichtig. Sie können also die Annahme der Schenkung verweigern, was aber heißt, dass sie die Süßigkeiten – normales Sachenrecht – zurückgeben müssen. Im Prinzip dürften sie die Kinder dann gar nicht alleine losziehen lassen, weil darin nämlich schon eine Genehmigung liegt, sondern müssten mitgehen und dann die Annahme verweigern. Aber annehmen und wegwerfen geht meines Erachtens nicht, damit machen sie sich gegenüber Schenker und Kind im Prinzip schadensersatzpflichtig. Das Süßzeugs kostet ja auch.

Erinnert mich an einen Vorfall vor vielen Jahren bei Metro in Karlsruhe. Die hatten Samstags manchmal solche Verkostungsstände, wo die Hersteller Proben kochten, die man probieren kann. Sehr lecker und mit einer Runde konnte man sich echt sattfressen.

Ich stand an einem Stand, weiß nicht mehr genau, irgendwas Schwäbisches gab es da. Irgendwas mit geschmälzten Maultaschen in der Pfanne gebraten, irgendwas, was so richtig supergut schmeckte. Da kam ein Vater mit seinen zwei Kindern auf den Stand zu, und man sah denen so richtig an, wie denen voller Vorfreude das Wasser im Mund zusammen lief. Als auf einmal deren biestige, hexengleiche, dürre Mutter dazwischendraht und in einem fürchterlichen Brachialton irgendwo zwischen schwäbisch und badisch die Frau vom Stand anfuhr „Des mögen wir nicht!“

Da dachte ich mir, wenn ich Richter wäre, bekäme der Mann für Mord bei mir stark mildernde Umstände. Am besten würde es wie ein Unfall aussehen.

Die Kinder haben mir so richtig leid getan.

Ist wohl auch so, dass solche Kinder dann psychisch krank und fett werden, weil sie nie lernen, mit Süßigkeiten umzugehen und sich dann heimlich damit versorgen und vollfressen.