Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Hirnschrittmacher

Hadmut
31.10.2021 0:01

Oh.

Ich hatte den Begriff „Hirnschrittmacher“ immer abfällig für die Techno-, Metal- und sonstigen Musikstile verwendet, in denen dumpfe, monotone Rhythmen dominant sind und der Rest eigentlich keine Rolle spielt. Ich habe das mehr so flapsig gemeint, aber darüber nachgedacht, ob da mehr dahinterstecken könnte, habe ich schon, weil es ja auch den Effekt der Photoepilepsie gibt – epileptische Anfälle, ausgelöst durch rhythmische Lichtblitze. Gefährlich bei Videospielen, soll aber auch verantwortlich dafür sein, dass Leute auf den früher üblichen Landstraßen mit Bäumen am Straßenrand gegen Bäume gefahren sind, weil die Fahrt bei niedrigstehender Sonne zu einem rhythmischen Aufleuchten führt und die Leute in so eine Vorstufe des epileptischen Anfalls geraten können, nicht mehr reagieren. Wenn das optisch geht, warum sollte es dann akustisch nicht gehen?

Kurioserweise habe ich gerade in einer Zeitschrift (c’t 2021, 23, S. 49) einen Hinweis gelesen, dass sie an der University of California San Francisco (UCSF, sehr erstaunlich, dass die überhaupt noch was forschen) einen Hirnschrittmacher gegen Depressionen gebaut haben.

Sie konnten bei einer Patientin mit schweren Depressionen ein bestimmtes Muster der Symptome erkennen, außerdem eine Hirnregion, deren Elektrostimulanz die Depression sofort lindert. Also haben sie der ein streichholzschachtelgroßes Gerät in den Schädel implantiert, das die Depression an irgendeinem Biomarker erkennt und für sechs Sekunden den besagten Hirnbereich mit einem Milliampere stimuliert.

Der Frau gehe es seither besser und sie beschreibt es, als hätte jemand einen Schalter im Kopf umgelegt.

Was ja wiederum zu meiner These passt, dass es viel Unbill im Hirn gibt, weil irgendwelche Hirnareale nicht genug funktionieren. Ich habe das ja so oft beschrieben, dass ich da auf feministischen/linken Veranstaltungen das Gefühl habe, dass denen ein Teil vom Hirn – organisch oder funktional – fehlt, dass die keine ratio haben und deshalb andere Teile wie die Amygdala durchdrehen.

Wenn das bei Depressionen so ist, dass da ein Teil im Gehirn nicht genug mitarbeitet und stimuliert werden muss, dann ist das zumindest schon mal grundsätzlich möglich, und es drängt sich der Gedanke auf, dass das auch bei anderen Vorgängen so ist.

Vielleicht gibt es dann ja irgendwann ein Implantant gegen Genderismus/Linksextremismus. Immer wenn eine gendert oder einer „Nazi“ ruft, könnte man vielleicht den rationalen Teil des Hirns per Stromstoß wecken, damit das wieder aufhört. Und ich meine das nicht als Spott, ich meine das ernst.