Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Schauspieler, Studium und linke Quersubventionen

Hadmut
2.10.2021 1:03

Hihi. Jetzt schreibt mir ein Hausverwalter (oder Makler oder ähnliches) über Schauspieler:

Ich hatte doch gerade gefragt, warum dieser Filmpreis-Heini ein Biologie-Studium zumindest angefangen haben will, aber damit ankommt, dass es Geschlechter nicht gäbe. Wo ich mich dann frage, ob der das überhaupt bis in die zweite Woche des Studiums geschafft hat. Kommt einer und erleuchtet mich:

Sehr geehrter Herr Danisch,

ich bin in [Stadt, anonymisiert] in der Immobilienbranche tätig und mache bei Vermietungen grundsätzlich keine Massenbesichtigungen, sondern nehme mir pro Interessent immer eine gute halbe Stunde Zeit, um die Leute etwas besser kennenzulernen.

Seit ca. 10 Jahren begegnen mir immer mehr „Studenten“, die eigentlich gar nicht studieren, sondern Schauspieler werden wollen. Die geben das im Gespräch auch meist ganz offen zu, dass sie eine Schauspielschule besuchen die sie selbst bezahlen müssen, und da es dafür keine staatliche Förderung gibt schreiben sie sich halt an einer Uni ein, um Bafög abzugreifen. Ich konnte da auch bei keinem irgendein Unrechtsbewusstsein feststellen, ganz im Gegenteil, die sind sogar stolz darauf und wissen genau welche Studiengänge an welcher Uni keine Leistungsnachweise erfordern.

Selbstverständlich will ich damit nicht sagen, dass das auf Herrn Donskoy zutrifft.

Mit freundlichen Grüßen

Das erinnert mich an eine nicht näher genannte Kanzlerkandidatin, die sich für Politologie eingeschrieben hat und auch so weit studierte, wie man da keine Leistungsnachweise bringen musste um zum Vordiplom zu kommen.

Wie weit kommt man denn im Biologie-Studium ohne Leistungsnachweise kommen? Worin besteht der erste Leistungsnachweis? Geschlechter?

Würde mich mal, jenseits der Schauspielerei, interessieren, wieviele leute sich noch immatrikulieren nur um BAföG abzugreifen.

Oder anders gefagt: Gibt es unter den Soziologen überhaupt noch ersthafte Studenten?

Man könnte da natürlich die Frage aufwerfen, wo man da zwischen Studenten und „Studierenden“ differenziert, wenn sie doch gar nicht studieren. Eigentlich müssten sie ja Von-BAföG-Lebende heißen.