Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Joe Kaeser und Annalena Baerbock

Hadmut
13.6.2021 13:40

Ging doch neulich quer durch alle Medien:

“Größte Glaubwürdigkeit für Erneuerung” Ex-Siemens-Chef Kaeser wirbt für Baerbock als Kanzlerin

Klare Positionierung des ehemaligen Siemens-Chefs Joe Kaeser: Er wirbt in einem Gespräch vehement für die grüne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock – und bescheinigt ihr “die größte Glaubwürdigkeit für nachhaltige Erneuerung”.

Kleines Detail, was dabei nicht so erwähnt wurde:

Konzernspaltung – Joe Kaeser soll Aufsichtsrat von Daimler Truck führen

Der frühere Siemens-Chef Joe Kaeser bekommt eine führende Rolle bei Daimler: Er zieht als designierter Vorsitzender in den Aufsichtsrat der Lkw-Sparte ein, die bald als eigene Firma an die Börse geht.

Und was macht die Fabrik, in deren Vorstand Baerbocks Vater Jörg Baerbock ist? Vor allem Druckluftbremsen für LKW.

Und? Ist Daimler Kunde bei Wabco?

Aber ja:

Daimler-Auszeichnung für Nfz-Zulieferer WABCO

Der Nutzfahrzeugzulieferer WABCO (Westinghouse Air Brake Company) ist von der Daimler AG ausgezeichnet worden. In der Kategorie Partnerschaft hat das Unternehmen für 2016 einen der „Supplier Awards“ erhalten, mit denen Daimler Trucks einmal jährlich Spitzenleistungen seiner Zulieferer gemessen an Qualität, Kosten, Liefertreue und Innovationskraft prämiert. WABCO wurde demnach aufgrund der „herausragenden globalen Systempartnerschaft mit Daimler Trucks im Bereich elektronischer Bremssysteme, Sicherheitsausstattung und Antriebsaggregate“ geehrt. „Sicherheit, Effizienz und Vernetzung – WABCO und seine Technologien verbessern unsere Lkw in allen drei Aspekten“, so Dr. Marcus Schoenenberg, Leiter Einkauf Nutzfahrzeuge bei Daimler Trucks, anlässlich der Preisübergabe. Das WABCO-Team erfülle stets verlässlich alle getroffenen Vereinbarungen, selbst in herausfordernden Zeiten.

Da ist es doch nur naheliegend, wenn der neue Aufsichtsratsvorsitzende von Daimler Truck das Töchterchen des Vorstandes seines Superzulieferers lobt, nicht nur der Gegenseitigkeit unter Freunden wegen, sondern weil man so dann auch gleich gute Verbindungen ins Kanzleramt hätte.