Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Akademiker für Fridays for Future

Hadmut
16.12.2020 17:46

Ein Leser hat sich mit der Frage beschäftigt, warum eigentlich erwachsene Leute zum Fridays for Future-Dumpfsinn gehen.

Sein verblüffendes Ergebnis:

Unsere sozialistischen Universitäten haben inzwischen eigene Studiengänge, mit denen man dann gar nichts anderes mehr kann als Fridays-for-Future. Beschreibt etwa die TAZ:

Noch hat Jule Hanstein ihr eigentliches Studium nicht begonnen – und dennoch fühlt sich die 20-Jährige ganz gut mit ihrer Entscheidung. Seit zwei Monaten ist sie in Lüneburg im Studiengang Umweltwissenschaften eingeschrieben, im aktuellen Semester geht es um methodische Grundlagen und andere Einführungskurse.

Ab April kann Hanstein Vorlesungen zum Abbau chemischer Stoffe in der Umwelt besuchen, Seminare zur Mensch-Umwelt-Beziehung aus politikwissenschaftlicher Sicht belegen oder sich für den Schwerpunkt Nachhaltigkeitsmanagement entscheiden. Auch Kurse zum Umweltrecht, zur Umweltethik oder Umweltphysik stehen zur Wahl.

Opferwissenschaft, wie Gender, nur mit Erde statt Frau.

So verschieden die Fachbereiche sind, die den Studiengang Umweltwissenschaften ausmachen: Alle Veranstaltungen haben das Ziel, die Studierenden zu einer „grundlegenden Transformation der Gesellschaft“ zu befähigen, wie die Hochschule es formuliert. „Wollen Sie dazu beitragen, Strategien für eine sichere, lebendige und gerechtere Zukunft zu entwickeln?“, beginnt die Beschreibung des Bachelorstudiengangs auf der Universitätswebsite.

Auf die Frage antwortet Jule Hanstein ohne zu zögern: „Die Klimakrise ist die Problematik unserer Zeit.“ Deshalb möchte sie sich später in ihrem Beruf für den Schutz des Klimas und der Umwelt engagieren. Das Studium soll sie darauf vorbereiten.

Master in Fridays-for-Future-Aktivistimus.

Vor zwei Jahren wurde Deutschland von der Bewegung Fridays for Future erfasst. Viele der Schüler:innen, die damals für das Klima auf die Straße gingen, sind mittlerweile an den Unis und wollen Klimaschutz zum Beruf machen – darauf deutet eine Umfrage der taz hin. Sie zeigt, dass die Nachfrage an „Klimastudiengängen“ steigt.

So zählt beispielsweise der Masterstudiengang „Climate Physics“ der Universität Kiel heute ein Drittel mehr Studierende als noch vor fünf Jahren. Die Studierendenzahlen des Masters „Klima- und Umweltwandel“ an der Universität Mainz haben sich in demselben Zeitraum fast verdoppelt. Auch der Master „Klima- und Umweltwissenschaften“ in Augsburg verzeichnet kontinuierlich steigende Studierendenzahlen.

Und so weiter und so fort.

Jetzt kann man natürlich schlecht aus der Distanz beurteilen, ob die da richtig was lernen, also Umweltschutz zu machen, oder ihn nur zu fordern. Ob es da um Wissen oder politischen Fanatismus geht. Denn es stinkt schon sehr danach, als ob das der Versuch wäre, Marxismus als Naturwissenschaft auszugeben.

Man wird sehen.

Ich bin mal gespannt, ob die Leute dann gesucht sind, oder ob man sie dann irgendwann einstellen muss, weil es irgendwann eine Pflicht dazu wie bei Datenschutzbeauftragten gibt, oder ob man dann irgendwann CO2-neutrale Hartz-IV-Anträge für sie braucht, weil das letzte, was man noch braucht, Berufsnervensägen sind.