Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Die Corona-Rochade und der verzweifelte Jakob: Das Manifest der Lügenpresse

Hadmut
13.12.2020 20:58

Eine Selbstentlarvung.

Die Corona-Rochade hatte ich ja schon eingehend und mit Beispielen beschrieben: Am Jahresanfang hat der ganze linke Komplex das Thema Corona-Virus ignoriert und alle, die davor warnten, als „rechte Verschwörungstheoretiker” und „Populisten” beschimpft und heftig darüber gespottet, dass die schon mit Schutzmasken vor dem Mund in der Stadt herumliefen – quasi die Steigerung des Aluhutes.

Als man dann irgendwann merkte, dass das schief geht und das doch ernst ist (obwohl man das eigentlich schon im Januar wissen konnte, dass da was Übles passiert, jedenfalls ich habe in der Zeit schon beruflich und im Blog gewarnt und erste Maßnahmen ergriffen, und ich bin nicht mal Arzt, alles basierend auf ausländischer Berichterstattung), hat man dann urplötzlich die Positionen gewechselt: Auf einmal hatte man umgekehrt Corona-Leugnung mit rechten Verschwörungstheoretikern identifiziert, gleichgesetzt.

Könnt Ihr Euch noch an Jakob Augstein erinnern? Herausgeber des Freitag, fällt immer wieder damit auf, zutiefst überzeugter Linker zu sein, immer wieder mal mit linkem Schwachsinn zu hadern und trotzdem nichts draus zu lernen? So völlig erkenntnisfrei?

Der nun hat die Corona-Rochade entweder nicht schnell genug mitbekommen, oder hat dann doch nicht die geistig-charakterliche Wendigkeit sekündlich wechselbarer Beliebigkeit modernern Linker, der Übergang zum Corona-Hohepriester mit dauerhafter Beschimpfung aller Skeptiker ist ihm nicht so gelungen, was ja auch schwer wäre, nachdem man sich als Herausgeber vorher so als Corona-Skeptiker festgelegt hat und sich dann auf einmal als solcher mitten in der Rechten-Projektion des linken Mainstream wiederfand.

So hatte der ja lange Zeit getöbert, dass nur der schwedische Weg der richtige sei, und gefordert, dass wir das so wie in Schweden machen. Bis der schwedische Weg zusammengefallen ist wie ein Kartenhaus. So etwa:

Double-Trouble aus Corona-Ignoranz und Migration, beides linke Mainstream-Positionen, ersteres vorübergehend, aber Vorrübergehen schon eingetroffen, letzteres auch vorrübergehend, aber noch nicht eingetroffen. Im verlinkten WELT-Artikel heißt es

„Es fühlt sich an wie ein Kriegsgebiet“, beschreibt Nuri Kino die Lage. Der Syrer spricht nicht etwa von seinem Herkunftsland. Sondern von Schweden. 34 Menschen, die er persönlich kannte, seien dieses Jahr an Covid-19 gestorben, schreibt er in einem Artikel für die Online-Zeitung „Kvartal“. Er selbst wurde vor Kurzem nach einem schweren Krankheitsverlauf aus dem Krankenhaus entlassen. Kino wohnt in Södertälje, einer Kleinstadt vor Stockholm, wo besonders viele Migranten wie er aus Syrien oder dem Irak leben.

Interessante flüchtlingsrechtliche Frage: Wo ist eigentlich die Sterblichkeit höher? Syrien oder Schweden? Kann man die Migration von Syrien nach Schweden dann noch als „Flucht” kategorisieren?

Staatsepidemiologe Anders Tegnell hatte im Frühjahr Herdenimmunität angestrebt. Noch im Juli behauptete er, Schweden mit seinem Sonderweg würde in einer möglichen zweiten Welle viel besser dastehen als Norwegen. Doch in der vergangenen Woche, als sich schon andeutete, dass sich die Situation dramatisch verschlechtern würde, gab er auf einmal indirekt Migranten wie Kino die Schuld für die starke Verbreitung des Virus. Und trat damit eine Diskussion in Schweden los.

Läuft nicht so gut im Wunderland Schweden, dem von Augstein so gepriesenen.

So ein einfaches „da haben wir uns geirrt, da lagen wir falsch”, das geht bei Linken nicht, denn sie sind ja die unanzweifelbaren Künder der Wahrheit, die Gesalbten ihrer Ideologie. So eine banale Erkenntnis wie, dass es wohl falsch war, was sie da predigten, das funktioniert nicht. Marx und seine Jünger sind unfehlbar. Eher neigt man dazu, die Wirklichkeit zu beschimpfen und verantwortlich zu machen, sich nicht Marx zu unterwerfen.

Der nun (Augstein, nicht Marx) hat im öffentlich-rechtlichem Alibi-Hinterhof 3sat eine Sendung fabriziert, quasi so eine psychotherapeutische 1-Mann-Selbsthilfegruppe, um mit seiner kognitiven Dissonanz darüber umzugehen, die sich aus der Corona-Rochade ergeben, nämlich

  • warum er sich in einer Position wiederfindet, die man nunmehr Rechten zuschreibt, ohne seine Position geändert zu haben (aber so ist er halt, der linke Diskurs: tagesaktuell anders)
  • die Art und Weise, mit der Linke ihr Wahrheit durchdrucken, nachdem er nun unversehens mal selbst in die Defensive geraten ist.

Titel: Die Wahrheitskrise. Wenn’s nicht so läuft, wie Augstein und die Linken es gepredigt haben, dann lagen nicht etwa sie falsch, sondern dann hat die Wahrheit eine Krise.

Das liegt daran, dass Linke immer allem, was ihnen nicht passt, Krisen unterstellen. Die Männlichkeit hat eine Krise, die Rechten haben Krisen, und so weiter. Das liegt an dem erblichen Schwachsinn der Frankfurter Schule mit ihrer debilen „Kritischen Theorie”, aus der sie unterstellen, dass sie nur etwas kritisches Geschwätz absondern müssen, und damit dann alles in Krisen verfalle, weil ja alles nur gesellschaftlich sozialisiert sei und sofort zusammenfällt, wenn man es nur durch Geschwätz entlarve. Genau das versucht man ja nicht nur bei und durch „Gender” (und es funktioniert einfach nicht), und man dachte in den ersten Monaten auch, dass das mit Corona genauso liefe, dass man das einfach durch dummes Geschwätz nach Marx-Horkheimer wegblubbern könnte.

Nun sucht Herr Augstein also die Wahrheit, was gewissermaßen an Herrn Rossi erinnert, der das Glück suchte.

Zwar kommen beide rum, aber so wenig, wie Herr Rossi das Glück fand, findet Augstein die Wahrheit. Während Herr Rossi auf eine Fee mit Zauberkräften trifft, trifft Herr Augstein eine Philosophie-Professorin, Elke Brendel. Lehrstuhl für Logik und Grundlagenforschung, Projekt “Abductive Methodology in the Philosophy of Logic” im Rahmen der DFG-Forschungsgruppe “Inductive Metaphysics”, und er meint, niemand wäre besser geeignet, was Wahrheit angeht. Ausgerechnet Philosophie, die in der Neuzeit für einige Zeit so ziemlich das dümmste ist, was über den Forschungsetat an Steuergeldern partizipierte. Begonnen hatte es, als jeder, der wirklich etwas konnte und wusste, die Philosophie verlassen und eigene Fakultäten wie Mathematik aufgemacht hat, und die übrig blieben, die zu gar nichts nutze waren. Geendet hat es, als sie auf der Dummheitsrangliste von ihrer eigenen Mutation und Metastase Gender Studies auf Platz 2 verwiesen wurden.

Mehr als Geschwätz und Ahnungslosigkeit kommt nicht heraus.

Geradezu realsatirisch wird es, als er sagt (ab 0:11:30) dass Leute das Wort „Wahrheit” benutzten, obwohl sie „in Wahrheit” nur ihre Interessen dahinter versteckten und es „in Wahrheit” nicht so genau wüssten. Wenn das so ist, was sagt es dann über ihn, der i diesem Satz ständig und unzählige Male das Wort „Wahrheit” einsetzt? Man verwende den Begriff „Wahrheit” nur, um gewisse Assoziationen beim Publikum hervorzurufen (das kennen wir ja von „Fakten” und „Faktencheckern”, da versucht man auch, über den Begriff als solchen von vornherein vorzugegeben, dass man derjenige sei, der Recht hat).

Sie ist Professorin, aus Steuergeldern bezahlt, aber mehr als leeres Geschwätz bekommt sie auch nicht hin.

Und dann trifft er sich mit Prantl, der von der Süddeutschen. Ausgerechnet die linke Süddeutsche zu „Wahrheit”.

Augstein meckert (0:19:00), dass es eigentlich immer ganz viele Wahrheiten gäbe, und plötzlich sollten wir uns einer einzigen totalen Wahrheit unterordnen.

Das Gespräch mit Prantl verläuft so erkenntnislos wie ein Kauf einer Süddeutschen.

Dann trifft er eine Line Niedeggen (nie gehört) von „Fridays for Future”, die sich zutiefst empört darüber gibt, dass man jetzt, in der Corona-Pandemie, plötzlich auf Wissenschaftler hört, sie bei Fridays mit ihrem Greta-Hört-auf-die-Wissenschaft-Geschrei aber nicht ernst nimmt. Auf einmal wollten alle immer die „neuesten Erkenntnisse” haben.

Und dann spielt (0:22:11) Augstein seine volle linke Dummheit aus: Er fragt, ob es wegen der „Volatilität der Wissenschaft” (es geht eigentlich durchweg darum, die Wissenschaft als instabil und wankelmütig hinzustellen) nicht notwendig sei, dass wir politisch handeln, dass die Politik sich über die Wissenschaft einfach hinwegsetzt.

Damit ist Augstein eigentlich immer noch als Corona-Leugner unterwegs, nur formuliert er es anders, nämlich dass die Wissenschaft nicht glaubwürdig wäre und sowieso nur eine statt vieler Wahrheiten verkünde, es also erforderlich sei, politisch und nicht wissenschaftlich zu handeln, sich also darüber hinwegzusetzen.

Und dann erhebt er noch den Vorwurf, dass es der Wissenschaft egal sei, wie man darauf reagiere, wenn sie irgendwas als wahr verkünde.

Verlogenheit

Bei 0:33:18 poltert Augstein, dass es eine Erfindung der „neuen Populisten” wie Donald Trump wäre, dass man einfach so lügen könne und es passiere nichts. Sie würden essentielle Begriffe wie Wahrheit, Aufrichtigkeit, Lüge einfach so zur Auflösung bringen. Sie wären da alle total erschrocken gewesen.

Das ist erstaunlich, denn nur wenige Minuten vorher hatte er noch den Standpunkt vertreten, dass es eine absolute Wahrheit gar nicht gäbe, sondern viele Wahrheiten, jeder seine eigene, und dass man sich aus politischen Gründen über die zu volatile Wissenschaft einfach hinwegsetzen müsse. Und dann wirft er Leuten wie Trump vor, genau das zu tun, was er eben noch für sich selbst forderte.

Und dann behauptet er, es sei – wegen Trump – superwichtig, an einem Begriff wie „Wahrheit” festzuhalten, sich diesen von den „Populisten” nicht aus der Hand schlagen zu lassen.

Und Wahrheit bedeute eben nicht, dass alle auf einer Wahrheit vertrauten, sondern man sich die Zeit und den Mut nehme, „Dinge wohlwollend anzuzweifeln”.

Er will also das gleiche tun, wie Corona-Leugner, aber bei ihm ist es „wohlwollend”, bei anderen ist es „Populismus”.

Er meint, die Wissenschaft treffe Aussagen, die auch Wahrheitscharakter haben könnten, aber was die Gesellschaft damit mache, müsse der Gesellschaft überlassen bleiben. (Sahen das die Nationalsozialisten nicht genauso?).

Im Prinzip macht er nichts anderes, als um der Ideologie Willen für eine gesellschaftlich-politisches Recht zur Lüge einzutreten. Die Medien müssten es diskutieren, die Wähler müssten es an der Wahlurne sanktionieren. (Oh. Drischt man nicht gerade in Sachsen-Anhalt wegen der Ablehnung der Rundfunkbeitragserhöhung wieder mal darauf ein, dass irgendwer macht, was der Wähler wollte?)

0:35:21: „Das heißt, die wissenschaftliche Wahrheit transformiert sich dann ja zu einer gesellschaftlichen Wahrheit. Und das ist nicht das Gleiche.”

Das ist der sozialistische Anspruch auf die Lüge. Die gesellschaftlich-politische Wahrheit, gemacht durch die Medien, sei eine andere als die wissenschaftliche Wahrheit.

0:35:50: „Vielleicht sollten wir alle versuchen […], diesen intellektuellen Prozess durchzumachen, dass der Wissenschaftler liefert keine Wahrheit, die im politischen Prozess, im medialen Prozess, im gesellschaftlichen Prozess 1:1 anwendbar ist. Denn das ist nicht seine Aufgabe. Das ist nicht sein Produkt. Man darf deshalb auch mit diesem Wunsch sich nicht an ihn wenden. Und zwar völlig egal, welcher Wissenschaftler das ist. Am Schluss muss sowieso ein Politiker, die Medien, die Gesellschaft, also die deliberative Demokratie, dieses Problem lösen. Und dann eben ihre eigene gesellschaftliche Wahrheit daraus erzeugen.”

Was ist das, wenn nicht der Anspruch einer Lügenpresse, bei Bedarf zu lügen, und das dann „Wahrheit” zu nennen?

Und worin unterscheidet es sich von dem, was Corona-Leugner gerade machen? Oder von dem, was man Trump vorwarf?

Warum ist es einmal eine „gesellschaftliche Wahrheit” und einmal „Populismus” und „Lüge”?

Augstein und der Feminismus

Ich schreibe das ja nicht einfach nur so. Ich habe das ja schon miterlebt, im Blog beschrieben (und es gibt oder gab sogar eine Videoaufnahme auf Youtube davon), wie ich mit dem Brachiallinken Augstein auf einer Netzwerk-Recherche-Konferenz mal zusammengerasselt bin, weil der dort einen extrem tiefenverlogenen Feminismus samt Frauenquote und -förderung propagierte und durchdrücken wollte.

An diesem ganzen Gender-Schwachsinn konnte man das sehr gut sehe, wie man jahrelang, jahrzehntelang die Wissenschaft angegriffen, in Abrede gestellt, als böswilliges ausgrenzendes Machwerk böser weißer alter Männer diffamiert und außer Kraft und Bedeutung gesetzt hat.

Genau deshalb wettert Augstein auch hier gegen die Wissenschaft: Weil er ein sozialistischer Berufslügner, Herausgeber von Lügenpresse ist. Dieser Film ist nichts anderes als Lügenpressemanifest. Der Anspruch, dass die Medien eine andere, willkürliche politische, mediale „Wahrheit erzeugen” müssten, könnten, dürften. Die Wissenschaft sagt eines, und Politik und Medien hätten einfach – woher auch immer – Recht und Aufgabe, eine beliebige andere „Wahrheit” als wahr hinzustellen.

Bewertung

Augstein im Besonderen

Augstein zerreißt’s gerade an seiner eigenen Dummheit, Ideologisierung und Gewohnheitsverlogenheit. Er macht einen Film darüber und sendet ihn auf 3Sat.

Bisher war der das gewohnt, wollte das so, hat das bei Gender voll durchpraktiziert, dass die Medien wider alle Wissenschaft politisch gewünschten Schwachsinn in die Gesellschaft drücken. Das sieht der so als seine Aufgabe und Stellung an.

Und jetzt plötzlich geht das nicht mehr.

Was der da sagt, ist nichts anderes, als dass die Medien sogar die Aufgabe und Pflicht hätten, Lügenpresse zu sein. Mit dem Zweck, der Gesellschaft eine „Wahrheit” aufzudrücken, die keinen wissenschaftlichen Ursprung hat.

Etwas anders formuliert: Er sieht es als Aufgabe der Presse an, der Gesellschaft die politisch gewünschte statt der wissenschaftlichen Wahrheit aufzuzwingen. Das sahen Honecker und Mielke übrigens genauso.

Insofern wäre „Lügenpresse” schon ein Pleonasmus, weil „Medien” an sich damit ja schon die Lüge unterstellt, weil ihr Daseinszweck schon darin bestehe, dass man nicht direkt der Wissenschaft zuhört.

Und die Auffassung, dass Wissenschaft nicht die Wahrheit liefere, weil es nicht „deren Aufgabe” sei, als ob Wahrheit der Beauftragung bedürfe, ist schon ziemlich das Eingeständnis, dass er einen regelrechten konstituierenden Lügenauftrag der Medien sieht. Nur mit der Besonderheit, dass er die Lügen der Politik und Medien dann als „Wahrheit” bezeichnet.

War das nicht der Name der kommunistischen Zeitung „Prawda”? (Prawda heißt auf deutsch Wahrheit)

Trifft es da nicht wie die Faust aufs Auge, dass er sich mit Prantl berät, dessen Käseblatt man auch als „Prantl-Prawda” schmäht?

Man sollte sich in Erinnerung rufen, dass Augstein selbst lange vesuchte, COVID-19 als unbeachtlich abzutun und den schwedischen Ansatz zu favorisieren, das alles nicht so ernst zu nehmen, einfach alles offen zu lassen und sich in die Straßencafes zu setzen.

Die Frage, wieviele Tote Augstein damit auf dem Gewissen hat, wurde noch nicht gestellt.

Linke und Medien im Allgemeinen

Zwanzig, dreißig, vierzig Jahre hatte man daran gearbeitet, Wissenschaft zu zertrümmern, Wissenschaftler abzuschaffen, weil der Sozialismus, der Kommunismus, der Marxismus, die Frankfurter Schule keine andere Quelle der „Wahrheit” duldet, als ihre eigenen Lügen.

Erst kam Klein-Greta daher und blubberte in ihrer autistischen Kleinmädchen-Naivität, dass man doch nur noch auf „die Wissenschaft” hören möge, weil sie irgendwelchen Blubberkram von Universitäten für „Wissenschafŧ” hält. Es ist zwar dämlich, den Ausstoß heutiger Universitäten und Professoren noch für „Wissenschaft” zu halten, aber damit kam das eben wieder ins Gerede.

Und dann wurden wir frontal von Corona überrollt, und von einem Moment auf den anderen sind Biologen und Mediziner wieder ganz vorne und ganz wichtig, obwohl man doch gerade die am meisten gehasst, bekämpft und verleumdet hatte, weil sie die marxistisch nicht zu akzeptierende Lüge verbreiteten, dass es zwei Geschlechter, Männchen und Weibchen gäbe, und die sich biologisch unterschieden.

Der große Hass- und Verleumdungskrieg setzte an, und man wird in aller Öffentlichkeit als Lügner diffamiert, wenn man von Männern und Frauen spricht, schon allein deshalb, weil man auf „Biologismen” setze. Biologistisches allein schon überführe einen als rechten Populisten, Lügner, Verschwörungstheoretiker.

Gender wurde als Wahrheit verkündet. Wenn man – wie ich – nach Auskunft ersucht, sogar klagt, wie sie darauf eigentlich kommen, was die Quelle ihrer „Wahrheit” wäre, bekommt man keine Antwort. Weil es eben eine dieser politisch diktierten und von der Wissenschaft abweichenden sozialistischen „Wahrheiten” ist, die per Lügenpresse in die Gesellschaft gedrückt werden.

Und anfangs wollten die sich ja auch jetzt nicht auf Wissenschaft einlassen. Deshalb stand es anfangs so, dass Linke das Virus auch hier ignorierten und alle Vorsicht und Warnung als rechten Populismus und Fremdenfeindlichkeit abtaten.

Dann verlief das aber so, dass man es politisch nicht mehr leugnen konnte, und in Orwell’schen Behauptungsrochade (Eurasien war nie im Krieg mit Ozeanien) hat man schnell die Positionen getauscht, jetzt ist der Mainstream auf Maske und die bösen Rechten sind nunmehr die Corona-Leugner.

Das ist bitter.

Denn beim Greta-Klima hatte man es nur mit Klima-Heinis zu tun, und sich mit denen seit Bitterfeld auch nicht mehr so direkt gefetzt. Das war jetzt nicht so direkt konfrontativ, zumal man das Klima-Gedöns ja marxistisch selbst angezettelt hatte und das ein linkes Projekt war.

Nun aber kam da so ein ungeplantes Virus, das man nicht unter politischer Kontrolle hatte und gegen das Stasi-Agitprop auch nicht hilft.

Und auf einmal werden ganz plötzlich Biologen und Ärzte wieder total wichtig und maßgeblich, ist die Presse wider Willen gezwungen, die ständig zu interviewen und zu präsentieren. Und dann reden die auch noch so Zeugs, dass so fachlich und kompliziert ist, dass sich Journalisten nicht wie sonst als Besserwisser aufspielen können. Zumal die Impfstoffe eben auch von Ärzten und Biologen und nicht von der Süddeutschen kommen.

Auf einmal ist die ganze Diffamierungsarbeit von 30 – eigentlich 50 – Jahren futsch, und die Maschinerie für politisch diktierte Wahrheiten funktioniert nicht mehr.

So gesehen ist die Corona-Pandemie geradezu ein Glücksfall für alle Nicht-Sozialisten und Nicht-Medien-Heinis, weil sie geraderückt, was wichtig ist und was nicht.

  • Ärzte und Biologen sind wichtig.
  • Philosophen und Geschwätzmedien sind es nicht.

Oder um es noch genauer zu sagen: Wir hatten jetzt ein ganzes Jahr lang, in dem Philosophen erwiesenermaßen und offensichtlich völlig nutzlos und bedeutungslos waren.

Und wir hatten, woran ich dringend erinnern möchte, größten Schaden, vor allem auch wirtschaftlich, weil uns die dummen, verlogenen Medien und die Politik anfangs in die Irre geleitet und die Corona-Pandemie als rechte Verschwörungstheorie, Populismus und Fremdenfeindlichkeit hingestellt haben, weil das die „gesellschaftliche Wahrheit” sein sollte, und wir damit wertvolle Zeit verloren haben, die wir gut hätten nutzen können, wenn wir fähige Politiker gehabt hätten.

Corona als Sieg der Natur, der Naturwissenschaft und der Empirie über das dumme Geschwätz der Medien.

Man sollte sich diese Sendung archivieren. Als Manifest der Lügenpresse.

Man muss sie gar nicht als Lügenpresse beschimpfen. Das tun sie eigentlich schon selbst, man muss ihnen nur mal zuhören.