Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Zum Quotentotalunfall Ursula von der Leyen

Hadmut
22.10.2020 22:12

Scheint, als wäre ich nicht der einzige, der die Frau für unfähig, intrigant, großmäulig hält.

In der WELT schreibt ein Dennis Radtke, von dem es da heißt

Dennis Radtke ist Mitglied des Europäischen Parlaments, stellvertretender Bundesvorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) und Vorsitzender ihres NRW-Landesverbandes

und der schreibt über von der Leyen:

Ursula von der Leyen wird dabei ihrem Führungsanspruch bislang nicht gerecht. […]

Die Kommissionspräsidentin übt, auch und gerade mit Blick auf die weitere Entwicklung, eine Schlüsselfunktion aus. Nüchtern betrachtet hat Frau von der Leyen in den ersten 15 Monaten wenige Beiträge zur Verbesserung der komplizierten Ausgangslage geliefert und ist nur selten ihrem eigenen Führungsanspruch gerecht geworden.

Sie hat in diesen Monaten deutlich gemacht, dass sie an ihrem in Berlin kultivierten Politikstil nichts verändert hat: markige und/oder pathetische Überschriften nach außen, fehlende Kommunikation und Misstrauen nach innen, garniert mit dem völligen Ignorieren des Seelenlebens ihrer eigenen politischen Familie.

Wer in seiner Bewerbungsrede die Rolle des Parlaments hervorhebt, sogar ein Initiativrecht zusagt, dann aber beim Gipfel, der den Durchbruch in Sachen mehrjähriger Finanzrahmen und Corona-Rettungspaket bringen sollte, applaudierend zusieht, wie dies entgegen eindeutiger Beschlusslagen des Parlaments erfolgt und das auch noch als Erfolg feiert, nur um kurze Zeit später uns Abgeordneten zu erklären, dass dies eine bittere Pille sei – der demütigt die einzige unmittelbar demokratisch legitimierte EU-Institution.

Ist das nicht genau das, was ich seit 10 Jahren über von der Leyen schreibe?

Große Klappe, dicke Sprüche, pathetische Show, zu nichts befähigt? Alles beruht auf Ignoranz, Intriganz, Misstrauen, Leute aufhetzen?

Und trotzdem bekam sie – ohne je gewählt worden zu sein – den mächtigesten Posten der EU. Also ob das nicht genug über die EU sagt.

Das eigentliche Problem heißt aber nicht von der Leyen.

Das eigentliche Problem heißt Merkel.

Denn ohne Merkel wäre von der Leyen nie auf Bundesebene aufgetaucht. Und Merkel hat eine hohe Affinität zu universalunfähigen Leuten, um selbst als Einäugige unter den Blinden bestehen zu können.