Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Noch drei Wochen Demenz und dann Schluss?

Hadmut
15.10.2020 0:54

Mmmh. [Nachtrag]

Ist das jetzt Fake, oder geschnitten oder echt? Trump-Wahlkämpfer meinen, dass Joe Biden sich für den Senat bewirbt, anscheinend nicht mehr so genau weiß, wofür er eigentlich kandidiert:

Folgt man dem Tweet, kommen da noch mehrere solcher Szenen.

Andererseits bekomme ich in letzter Zeit viele Links auf (mehr oder weniger gute) Deep Fakes, mit denen man in Videos oder Filmausschnitten die Gesichter austauscht. Muss ich mal zusammenstellen. Gerade eines gesehen, wo ein falscher Tom Cruise reinkommt, was man an ein paar Stellen sehen kann, weil das Gesicht dann doch nicht ganz passt, dafür erklären sie dann, wie es gemacht wird. Die Software gibts, man muss nur solange vor der Kamera Grimassen schneiden und möglichst viele Gesichtsmuskeln bewegen, bis die Software gelernt hat, wie das eigene Gesicht funktioniert. Das nochmal mit möglichst langen Filmausschnitten des anderen, und los gehts. Sie haben eine Menge Kinofilme (in Ausschnitten) nachträglich korrigiert. Beispielsweise gibt es die neuen Star-Trek-Filme mit den Gesichtern der alten Kirk-, Pille- und Spock-Darsteller, verblüffend gut und nur noch sehr schwer als Fälschung zu erkennen. Oder den nicht so gelungenen Auftritt der Fake-Leia am Ende von Rogue One nochmal mit aktueller Software gemacht. Irgendwo sang Hitler ein keckes Duett mit Stalin. Und so weiter und so fort.

Wenn man bedenkt, wieviel und was heute alles gefälscht wird, und das besonders bei der US-Wahl, weiß man nicht mehr, ob das stimmt, weil man Videos nicht mehr glauben kann.

Im Prinzip würde es ja auch schon reichen, den Ton zu ersetzen. Kann ja sein, dass das Video echt, aber der Ton falsch ist.

Allerdings wäre in beiden Fällen damit zu rechnen, dass da irgendwer sofort dem Trump-Wahlkampfteam Fälschung vorwerfen würde, denn die Bidens wissen ja selbst, was und was nicht. Das Fehlen von Widerspruch und Vorwurf deutet auf die Echtheit hin.

Ist Biden so senil, so dement, dass er nicht mehr weiß, was er da eigentlich macht, und nur noch von Telepromptern abliest?

Geht es da nur noch darum, dass der noch drei Wochen bis zur Wahl durchhält?

Wisst Ihr, woran mich das erinnert?

Kennt noch jemand Dallas? Mit J.R. Ewing? Schauspieler Larry Hagman?

Hagman spielte mal in einem (eher erfolglosen und hier ziemlich unbekannten) Film, war wohl auch nur ein Fernsehfilm, einen schwerkranken Polizisten, der nur noch wenige Tage zu leben hatte, aber dem noch ein paar Tage fehlten, um einen Renten- und damit auch Witwenrentenanspruch für seine Frau zu erwerben, damit sie versorgt und nicht mittellos ist. Die Kollegen wissen das, und stützen ihn. Obwohl er nur noch Blut hustet und sich kaum noch bewegen kann, halten sie ihn von allen Einsätzen frei und lassen ihn nur noch im Streifenwagen sitzen, damit er möglichst noch die paar Tage durchhält. Er schafft es aber nicht und sitzt irgendwann tot im Streifenwagen.

Deshalb versuchen sie, noch für ein paar Tage zu so tun, als lebte er noch. Tun so, als würde er Funksprüche absetzen, erwähnen ihn in Einsatzberichten oder schreiben sie für ihn, und tun alles, damit es so aussieht, als sei er noch im Dienst. Einen Arzt, der was auf dem Kerbholz hatte und ihnen noch einen Gefallen schuldig ist, finden sie auch, der einen falschen Totenschein auf das passende Datum ausstellt. Der streng-fiese Vorgesetzte wird aber argwöhnisch und merkt, dass er ihn niemals sieht und er immer unter den seltsamsten Ausreden bei der Morgenbesprechung fehlt, und da sonst manches nicht stimmt.

Der Film entwickelt sich zum Kampf der Polizisten gegen ihren Vorgesetzten. Ihm vorzugaukeln, dass der Kollege noch lebt. Jeder seiner Aktionen und Nachforschungen irgendeinen Trick entgegenzusetzen. Man gibt sich alle Mühe, aber am vorletzten Tag vor Erreichen des Rentenanspruchs kommt der böse Vorgesetzte hinter den Schwindel, sie fliegen auf.

Der Film endet damit, dass am letzten Tag, an dem er hätte anwesend sein müssen, die Morgenbesprechung stattfindet, die Laune am Nullpunkt ist, der Ton eiskalt, alle niedergeschlagen, und als der fiese Chef die Anwesenheitsliste vorliest, zu der jeder „Anwesend!” rufen muss, dann doch dessen Namen aufruft, obwohl er ja nun weiß, dass er tot ist. Während alle nur noch deprimiert schweigen, und sich fragen, was das jetzt soll, wie zynisch das jetzt ist, ruft der Chef dann selbst für ihn „Anwesend!” und hakt die Anwesenheit für den letzten erforderlichen Tag ab.

Irgendwie kommt es einem vor, als müsste Biden noch gerade bis zum Tag der Wahl durchhalten, keinen Tag länger. Bis die Frau den Versorgungsanspruch hat. In diesem Fall die Vizekandidatin.

Nachtrag: Der Film heißt im Original „Last of the Good Guys”, im Deutschen „O’Malley, bitte melden” (der sterbende Polizist hieß O’Malley), und war von 1978. Und es haben sich Altersgenossen gemeldet, die ihn damals auch gesehen haben.