Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Linkes Dilemma: In welche Richtung geht jetzt eigentlich Weltoffenheit?

Hadmut
22.7.2020 15:48

Leser fragen – Danisch weiß es auch nicht.

Also, es ist ja schon so, dass mich viele Leser inzwischen längst als Autorität und Rechtsgelehrten in Fragen der political correctness und allen Lebenslagen und Weltproblemen moderner Progressivität ansehen und bei mir gebloggte Korrektheits- und Rechtsgutachten, sowas wie Gender-Fatwas anfordern. Fühlen tue ich mich da eher wie Radio Eriwan.

An mich wird nun die Frage, das Ersuchen nach einem Rechtsgutachten, herangetragen, in welche Richtung denn nun die Toleranz, Weltoffenheit und politische Korrektheit auszulegen wäre.

Den Anlass als Ursache des Problems liefern Netflix und die Türkei.

So berichten kurz der ORF und lang die WELT von einem Konflikt:

Der US-amerikanische Streamingdienst Netflix hat die Produktion der türkischen Dramaserie „If Only“ abgesagt. Medienberichten zufolge verweigerte die türkische Regierung dem Streaminganbieter die Filmlizenz, weil in der Serie eine homosexuelle Figur vorkommt. Ece Yörenc, die türkische Drehbuchautorin der Serie, sagte laut „Financial Times“, dass die Dreharbeiten in der vergangenen Woche am Vorabend des geplanten Drehbeginns abgesagt worden seien, weil die Regierung sich weigerte, eine Lizenz zu erteilen. „Wegen eines homosexuellen Charakters wurde die Drehgenehmigung für die Serie nicht erteilt. Das ist sehr beängstigend für die Zukunft“, sagte Yörenc dem türkischen Filmportal „Altyazi Fasikul“.

„If Only“ sollte die Geschichte einer unglücklich verheirateten Frau erzählen, die in der Zeit zurückreist, um neu anzufangen. Laut der Drehbuchautorin seien darin keine homosexuellen Sexszenen vorgesehen, nicht einmal ein physischer Kontakt. Dennoch habe das türkische Kulturministerium, das alle Drehbücher international geförderter Produktionen überprüft, die Streichung der homosexuellen Figur aus dem Skript gefordert, wie die „Financial Times“ berichtete. Netflix lehnte dies nach eigenen Angaben jedoch ab und sagte die Dreharbeiten stattdessen vollständig ab.

Verschiedene Leser wollen nun wissen, ob die political correctness und die Weltoffenheit nun zugunsten Homosexueller oder des Islam auszulegen ist, wie man sich also zwischen Homophobie und Islamophobie zu entscheiden habe.

Weiß ich nicht.

Politisch ist allerdings festzuhalten, dass Frauenrechte von vorvorgestern und LBXQKXZ? von vorgestern und Klimafragen von gestern sind, Homosexuelle in Priorität, Aktualität und Gewicht inzwischen noch unterhalb von -1,7 Gr liegen. (1 Gr ist die Aktualitäts- und Wichtigkeitsmaßeinheit Greta.)

Dazu kommt, dass die Schwulen und Lesben es bisher schlicht versäumt haben, einen Staat zu gründen und einen Präsidenten zu wählen, es also schon an der völkerrechtlichen Rechtsposition und der Aufnahme diplomatischer Beziehungen scheitert.

Auch finanziell sind Homosexuelle im Hintertreffen. Sie bohren zwar allerhand, nur eben nicht nach Erdöl.

Sie besitzen auch keine Langstreckenraketen, Atomwaffen oder ähnliches.

Letztendlich ausschlaggebend dürften dann aber eher pragmatisch-strategische Erwägungen sein: Überlegt Euch, von wem Ihr auf’s Maul geschlagen bekommt, wenn Ihr nicht gehorcht.

Das wird zusätzlich verstärkt durch den Umstand, dass die Reproduktionsrate Homosexueller vernachlässigbar niedrig ist.

Insofern dürfte anlagestrategisch das Pendel zugunsten des Islam als die zukunftsträchtigere Variante ausschlagen.

Das erscheint mir auch auf philosophischer Ebene als Gerechter: Denn die Schwulen haben sich ja stark für die linke Politik ausgesprochen und/oder sich einspannen lassen. Sie waren dumm genug, sich vor den marxistischen Karren spannen zu lassen. Dagegen haben sich die Muslime (außer mit der Einreise nach Europa) nie zugunsten der Homosexualität ausgesprochen.

Auch daher wäre nach dem Rechtsgrundsatz „Bedenke, worum Du bittest. Es könnte Dir gewährt werden.” zugunsten der Muslime zu entscheiden. Die Homosexuellen haben an ihrer Verfolgung selbst mitgebaut und mitgewirkt. Mit jeder einzelnen bekloppten Regenbogenfahne. Und jeden, der sie gewarnt hat, haben sie als Rechten und Nazi beschimpft. Kommt davon, wenn man mit dem Südpol denkt. Dann sollen sie jetzt halt mal erleben, was so richtig Rechte sind. Mal die Maßstäbe wieder kalibrieren. Vielleicht merken sie dann, dass die, die auf herkömmliche Grundrechte bestanden, letztlich ihre Verbündeten waren, und sie sich da über solche Aktionen wie Art. 3 GG ihr eigenes Grab geschaufelt haben.

Für die Zukunft empfehle ich generell, künftig nicht mehr so nahe an Hochhäusern vorbeizulaufen.

Wie in allen Fragen der political correctness kann sich das aber täglich ändern, auch rückwirkend.