Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Munition und Sprengstoff

Hadmut
3.7.2020 16:33

Ich habe Informationen bekommen. Anmerkung

Ich habe einen anonymisierten und nicht rückverfolgbaren Hinweis zu der Sache mit dem KSK und der fehlenden Munition und dem fehlenden Sprengstoff bekommen. Es hört sich wie ein Insiderhinweis an. Auf Wahrheit kann ich es nicht prüfen.

Meine Darstellung der lückenlosen Überwachung der Munition vom Hersteller bis zum Verschießen sei richtig. Und wichtig. Gerade darin läge nämlich der Knackpunkt. Man könne solche Mengen nicht abzweigen, ohne schon beim Hersteller Einfluss auf die Produktionslose zu nehmen. Ich habe jetzt zwar keine Ahnung, wie die Munitionsproduktion abläuft und wie die Produktionslose dort gehandhabt werden, aber vor 35 Jahren (meine Grundwehrzeit) war das noch so, dass da jede einzelne Kiste nachvollziehbar war. Und ich glaube, mich erinnern zu können, bei den Handgranaten und Panzerfaustraketen sogar jedes einzelne Exemplar, das weiß ich jetzt aber nicht mehr so genau. Es war immer ein erheblicher Papier- und Verwaltungskram, da auf den Schießstand zu gehen, da saß immer einer mit Stuhl und Tisch daneben, der nur für die Buchführung zuständig war.

Der Informant meint, solche Munitionsmengen seien nur dann abgreifbar, wenn man schon beim Lieferanten (er nennt die in Betracht kommenden Lieferanten, ich lasse die Namen aber aus Rechtsgründen hier mal weg) Einfluss auf die Losnummern und Mitwisser hat.

Ich kann mir allerdings – ohne massive Schlamperei und Mängel auf Bundeswehrseite zu unterstellen – nicht vorstellen, wie ein Mitwisser beim Hersteller das anstellen sollte. Selbst wenn man volle Innenkenntnis hätte, würde das ja nicht bedeuten, dass man das Zeug später unbemerkt stehlen könnte. Es würde ja trotzdem fehlen. Man kann ja auch nicht unbemerkt Autos klauen, nur weil man die Fahrgestellnummer kennt. Nicht mal dann, wenn man eine Schlüsselkopie hat. Das Auto fehlt trotzdem. Es müsste also schon mehr dahinter stecken. Vielleicht Dubletten? Lieferungen mit gleicher Seriennummer? Da könnte man auf den Gedanken kommen, dass es doch viel leicht wäre, einfach ein paar Kisten mehr herzustellen und direkt rauszutragen. Dagegen dürfte es aber Sicherheitsmaßnahmen geben. Die aber würden auch wieder greifen, wenn jemand mehr Rohmaterial verbraucht, als er dann an Seriennummern herausgibt.

Es sei denn … ein anderer Kommentator schrieb mir, wie man professionell Sprengstoff klaut. Man streckt ihn. Man kann Sprengstoff angeblich so „verlängern”, dass er für Übungszwecke immer noch ausreichend „Bumm” macht, und keiner merkt, dass von Masse und Volumen her etwas fehlt. Weil Masse und Volumen wieder stimmen, das Zeug halt nur nicht mehr so rein, sondern gestreckt ist.

Kann man aus derselben Menge an Rohstoffen ein paar Kisten mehr herstellen und die unter derselben Seriennummer mit ausliefern? So nach dem Schema 100 Seriennummern, aber 102 Kisten? Und nach Buchhaltung sind alle 100 Seriennummern vorhanden und ordnungsgemäß auf dem Truppenübungsplatz verballert oder irgendwo im Lager? Aber 2 Kisten stehen halt woanders?

Sprengstoff vielleicht. Munition eher nicht. Man kann die Hülsen ja nicht mit Schokolade ergänzen. Aber ich glaube mich erinnern zu können, dass ich von einem Vorderladerschützen, der seine Pistolenkugeln selbst goß und dazu alte Gewehrkugeln aus dem Holzstapel hinter den Zielscheiben pulte, um sie einschmelzen und wiederverwenden zu können und das Material nicht neu kaufen zu müssen, erfuhr, das Metall an der Munition sei nicht sicherheitsrelevant und es sei auch nicht verboten, das herzustellen. Es gehe da nur um das Pulver. Ich habe damals im Grundwehrdienst mehrfach gesehen, wie Gewehrmunition aufging oder von jemandem mutwillig aufgemacht wurde, also das Geschoss von der Hülse getrennt wurde. Da ist ein Granulat drin. Im Normalfall und Übungsbetrieb würde das nicht auffallen, wenn in jeder Patrone ein, zwei Körnchen fehlen. Reicht für Pappscheiben und „weiche Ziele” noch allemal. Selbst wenn es jemand merkt, man wird es für überaltert halten. Die Überlegung, ob man unauffällig und an den Sicherheitsmaßnahmen vorbei zusätzlichen Sprengstoff oder zusätzliche Munition herstellen und „ausliefern” könnte, wäre eine Frage, die zu bewerten man Kenntnisse benötigte, die ich nicht habe. Dass die Aussage, dass Munition fehlen könnte, mich auch als ahnungslosen Laien und Spekulationsschreiber nicht davon überzeugt, dass sie da so genau wissen, was sie tun, hatte ich erwähnt.

Das sind jetzt wüste Spekulationen meinerseits. Die bittere Wahrheit ist: Ich weiß nicht, wie das gemeint sein könnte und was davon zu halten ist. Der Punkt ist: Zumindest so, wie AKK es darstellt, ist es eher unwahrscheinlich. Da scheint mehr dahinter zu stecken.

Nun sagt mir aber jemand, das mit dem Mitwisser sei so abwegig nicht. Denn viele Mitarbeiter bei Waffen- und Munitionshersteller seien ehemalige Militärs, auch KSK, die sich einen ruhigeren Job suchen. Man kennt sich und so.

Und jetzt wird das brisant. Es gäbe da Verbindungen zu Logen. Das wird etwas konkreter ausgeführt, aber ich decke da mal das Seidentuch des Quellenschutzes darüber. Sagen wir es mal so: Ich hatte schon mal mit Logennetzkwerken zu tun. Damals beim Uni-Krach, da hat mir ein Professor unter der Hand gesteckt, wo da die Korruptionsnetzwerke laufen, in denen das Absägen von Leuten besprochen wird und warum da andere Mitmachen müssen. Auch Rektorwahlen und so weiter. Wenn mir das jetzt nun einer so sagt, erscheint mir das plausibel.

In einer dieser Logen gebe es nun ein konkretes Netzwerk, an dem auch KSK, Hersteller und andere Militärs verwurschtelt sind, und das mit den aktuellen Ereignissen zu tun haben könnte.

AKKs aktuelle Anti-KSK-Aktion wurde aber fast wie eine geheime Kommandosache durchgezogen: Sehr plötzlich und nur mit einem ungewöhnlich sehr kleinen Kreis von Eingeweihten. Da ging es um Überrumpelung.

Es gebe da Aspekte, die meine Mutmaßung, dass AKK da attackemäßig einen Putsch habe verhindern wollen, zu bestätigen scheinen. Wobei mir nicht klar wird, ob sie die Vermutung eines Putsches oder nur die Vermutung von AKKs Ansinnen, einen solchen zu verhindern, bestätigen.

Aber die in der Presse veröffentliche Version ist wohl nur die ziemlich weichgespülte Version.

Irgendwas ist da richtig faul.

Und auch die Frage, ob das Faule da von rechts kommt, würde ich mal offen lassen.

Man muss sich in Erinnerung rufen, dass der Laden in den letzten Jahren von Ursula von der Leyen, Katrin Suder und den einschlägigen Unternehmensberatungen gebügelt und frisiert wurde, besonders, was das Beschaffungswesen betrifft. Und die sind ganz sicher nicht rechts.

Anmerkung:Weil mir jetzt gar so viele schreiben, wieviel unpraktikable Arbeit es sei, Gewehrkugeln aufzumachen, zwei Körnchen zu entnehmen und sie wieder zuzumachen: Das habe ich nicht gemeint. Die bekommt man auch manuell nicht wieder brauchbar zu. Mir ging es beim Öffnen einer Patrone nur darum, woher ich weiß, was da drin ist.

Die Überlegung bezog sich darauf, ob ein Mitarbeiter eines Herstellers mehr Munition herstellen kann, ohne dass das bei den Sicherheitsmaßnahmen für den Rohstoffverbrauch auffällt. Es ging mir darum, in die Patronen von vornherein weniger einzufüllen als spezifiziert, weil die geringere Geschossenergie beim Schießen auf Pappscheiben nicht auffällt.