Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Die George-Floyd-Straße in Berlin

Hadmut
26.6.2020 22:50

Der Wahnsinn galoppiert mal wieder.

In Berlin gibt es die Mohrenstraße. Und darin auch die U-Bahn-Station Mohrenstraße. Es gab schon viel Ärger um den Namen, weil die Linken sich ständig darüber aufregen, es gab auch mal irgendeinen Streit mit Dieter Hallervorden. Die hatten ihm früher schon mal wegen eines Theaterstücks mit Blackfacing übel Vorwürfe gemacht, und als man in Berlin vor ein paar Jahren mal die Ansagen der Haltestationen für kurze Zeit durch Ansagen gesprochen von Prominenten ersetzt hatte, würzte Hallervorden nach, indem er die Station Mohrenstraße ansagte. Die Linken drehen durch.

Was vor allem mal wieder zeigt, die dämlich Linke sind. „Mohr” ist keine rassistische oder abwertende Bezeichnung. Weder beim Sarotti-Mohr, noch beim Mohrenkopf oder in der Mohrenstraße. Es hilft nicht, sich einfach irgendeinen Mist auszudenken und die anderen dann dafür zu beschuldigen. Der Mohr ist ein Maure, aus Mauretanien. Wissen die meisten Linken nicht mal, ist ein Land in Afrika. Die Lautumschreibung der aktuellen Bezeichnung Islamische Republik Mauretanien auf arabisch lautet al-Dschumhūriyya al-Islāmiyya al-Mūrītāniyya. Daher kommt das Wort Mohr. Das ist nicht rassistisch. Die heißen so. Gegen das Wort „Mohr” zu sein ist islamophob und identitätsfeindlich. In der Robin-Hood-Version mit Kevin Kostner spielte Morgan Freeman den Mauren Azeem Edin Bashir Al Bakir. War zwar ziemlich Phantasy, beschreibt aber trotzdem recht gut, wie die Bezeichnung nach Europa kam. Im Arabischen sind Vokalverschiebungen normal.

Auf der einen Seite machen Linke ein Riesentheater mit ihrer Identitätspolitik und wollen, dass jeder nach seinem Willkürgeschlecht mit der Willküranrede anzusprechen ist, auf der anderen Seite verweigern sie Mauren ihre Individualbezeichnung. Ständige Selbstwidersprüche aus galoppierender linker Dummheit.

Vor allem ist es bekloppt, wenn sie zur Dekolonialisierung ständig fordern, Straßen nach Afrikanern zu benennen. Die Mohrenstraße ist aber schon nach Afrikanern benannt, und da wollen sie es abschaffen. Weil’s kolonialistisch sei. Was für ein Schwachsinn.

Und nun kommt die Grüne Antje Kapek daher, natürlich an Berliner Unis ideologisiert, und will die Mohrenstraße umbenennen, wie sie der TAZ erzählt: „Wir müssen Dinge verbessern“

Wobei mit dem Umbenennen von Straßen und Geschlechtern das Leistungspotential grüner Quotenfrauen bereits bis zum Anschlag ausgenutzt ist. Sowas macht man, wenn man wirklich gar nichts Konstruktives und nur rumnölen kann.

Ein Baustein für das Beharrungsvermögen von Vorurteilen können Straßennamen sein. Es gab jetzt im Zuge der George-Floyd-Proteste wieder eine Straßenumbenennungsaktion: Die lange kritisierte Mohrenstraße wurde über Nacht zur Georgy-Floyd-Straße umbenannt. Wäre das nicht was?

Ich sage ganz deutlich: Die Straße und der U-Bahnhof müssen umbenannt werden! Ich finde es unerträglich, wie hier der Kolonialismus in eine Wortschöpfung gegossen und Schwarze Anwohner*nnen wie Besucher*nnen dem täglich ausgesetzt werden.

Ah, ja. Deutschland ist zutiefst rassistisch und Schwarze sind hier wüsten Anfeindungen ausgesetzt (täglich!), weil es in Berlin eine Mohrenstraße gibt. Wie dämlich kann man eigentlich sein?

Die Grünen in Mitte haben gegen viele Widerstände die Straßenumbenennungen im Afrikanischen Viertel durchgebracht. Bei der M-Straße sind wir dazu gerade in intensiven Gesprächen, und ich bin sehr optimistisch. Politisch wollen alle die Umbenennung – die Frage ist nur, wie man sie am besten umsetzt. Dazu stehen wir auch seit Langem im Austausch mit Initiativen und Verbänden. Persönlich fand ich auch die Aktion mit der George-Floyd-Straße gut. Andererseits fordern Schwarze Aktivist*innen schon lange, die Straße nach Anton Wilhelm Amo zu benennen, dem ersten Schwarzen Akademiker Deutschlands. Und ich als Feministin wiederum fände es schön, wenn man sich auf eine weibliche Namensgeberin einigen würde, um gerade auch die Rolle Schwarzer Frauen in der Berliner Stadtgeschichte sichtbarer zu machen.

Aha. Es gibt nicht nur das N-Wort, sondern auch die M-Straße. Politiker direkt aus dem K-Garten.

Daraus machen dann andere Medien, wie etwa RBB, sie wolle die Straße in George-Floyd-Straße umbenennen, was sie nach dieser wohl Primärquelle aber nicht so wollte, wie man das jetzt allgemein durchzusetzen und darzustellen versucht. Anton Wilhelm Amo war damals, das hat man wohl nicht bedacht, als Sklave und „Kammermohr” verschenkt worden. Man sollte die Mohrenstraße also in Kammermohrenstraße umbenennen. Und ausgerechnet den wollen sie, damit man nicht mehr „Mohr” sagt? Aus der Wikipedia-Seite

Ab 1727 studierte er an der Universität Halle Philosophie und Rechtswissenschaften. 1729 verfasste er seine erste Disputation unter dem Titel De iure Maurorum in Europa in lateinischer Sprache (zu Deutsch: Über die Rechtsstellung der Mohren in Europa).

Toll. Sie wollen die Mohrenstraße als rassistischen Begriff loswerden und sie deshalb nach einem benennen, der als Jurist über die Rechtsstellung der Mohren in Europa geschrieben hat.

Ich persönlich wäre ja wirklich für George-Floyd-Straße.

Das fände meine volle Zustimmung.

Wie besser könnte man das rot-grüne Berlin charakterisieren als durch eine Straßenbenennung nach einem drogenabhängigen Gewaltverbrecher, der einer Schwangeren drohte, ihr das Kind aus dem Bauch zu schießen, und der noch mit dem Auto rumfuhr, obwohl er so voller Drogen war, dass er nicht mal mehr richtig stehen konnte?

Was könnte Berlin treffender beschreiben?