Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Über Fake News und die Arbeitsweise von Journalisten

Hadmut
20.6.2020 18:58

Journalisten live beim Fake Newsen, Diffamieren, übler Nachrede zugesehen.

Ich möchte Euch mal zeigen, wie Leute denken und arbeiten, die sich für die Stütze der Demokratie halten und vom Steuer- oder Beitragszahler durchgefüttert werden wollen.

[Update: Bildformat für Apple-Nutzer ersetzt]

[Update: Ich verwende seit einigen Tagen im Blog das Bildformat webp statt png und jpeg, weil es deutlich stärker komprimiert, die Daten kleiner werden und damit das Laden deutlich beschleunigt wird. Apple-Benutzer beschweren sich aber, dass die Safari-Browser auf Mac und iOS die Bilder nicht anzeigen können – obwohl das webp-Format in früheren Versionen schon mal unterstützt wurde. Ich habe die webp-Graphiken durch png ersetzt.]

Ich habe ja erwähnt, dass ich eigentlich nicht mehr zu diesen Netzwerk-Recherche-Veranstaltungen fahren wollte, die normalerweise jährlich in Hamburg auf dem Gelände des NDR stattfinden. Ich war viermal dort, habe jedesmal ausführlich im Blog berichtet, und die Ergebnisse waren fast ausschließlich negativ. Ich halte diese Denkweise dieser Leute für dumm und korrupt. Man merkt ihnen an, dass sie noch nie irgendetwas produktives, evidenzorientiertes gelernt haben, und dass das alles ein großer korrupter Brei ist, der sofort auf jeden einprügelt, der auch nur im geringsten von der verordneten Linie für alle abweicht. Ich hatte das bei der Veranstaltung über Experten beschrieben, ganz übel über Feminismus und Pro Quote (damals haben sie volle zwei Tage auf einen Kolumnisten eingedroschen, der es wagte, leichte Kritik anzudeuten, und während sie auf political correctness und niemand falsch anzusprechen ging, hämmerten sie wie bekloppt auf Rainer Brüderle als „altem Sack” herum). Vorne erzählen sie, wie lächerlich es sei, dass man ihnen unterstellte, sie würden vom Kanzleramt Vorgaben bekommen, was sie schreiben sollen, während man hinten regierungsgeförderte Broschüren gereicht bekommt, die vorgeben, wie man gefälligst über Lesben und Schwule zu schreiben hat, oder im Hinterzimmer von den regierungsgeförderten „Neuen Deutschen Medienmachern” mitgeteilt wird, wie man was darzustellen hat. Alles im Blog beschrieben.

Ich war ja auch noch auf vielen anderen Journalistenveranstaltungen (einmal sogar auf einem Podium), und es bildet sich bei mir immer derselbe Eindruck: Ungebildet, verlogen, korrupt, aber auch unter starkem Druck und finanzieller Abhängigkeit (und Erpressbarkeit), zu jeder Sauerei gegen Kollegen bereit, politisch komplett ideologisiert, auf marxistisch gebügelt, schimpfen auf „Wahrnehmungsfilter” und „Echokammern”, sind aber selbst die größten darin. Und vor allem: Arrogant, überheblich, selbstgefällig, herablassend, selbstgerecht, selbstmitleidig, narzisstisch, machtbesoffen bis zum geht nicht mehr. Halten sich gleichzeitig für unfehlbar und es für normal, Pseudoprofessoren mit Beliebigkeitsstatements zu bringen, weil ihnen kompetente Leute zu riskant sind, politisch völlig einseitig zu bleiben. Leute, die sich sogar auf Podien damit brüsten, Leserbriefe, Kommentare und so weiter streng nach feministischen Kriterien auszufiltern. Und geben sich dann als Stütze der Demokratie, als viertes Bein aus.

Ein persönliches Interesse, dahin zu gehen, habe ich gewiss nicht mehr. Ich empfinde diese Leute als nur noch abstoßend, verkommen, widerlich.

Bestenfalls im Rahmen einer Kriegsberichterstattung wäre ich noch hingegangen, um zu zeigen, wie hundsmiserabel die arbeiten. Das war der Grund, warum ich nach 2017 auch 2018 dort war, mich noch gewundert habe, warum sie 2017 das große Deniz-Yücel-Befreiungstheater mit Kindergeburtstag und Topfschlagen veranstaltet, ihn nach dem Erfolg 2018 aber mit keinem Wort mehr erwähnt haben, als hätte er nie existiert. 2019 hatte ich auf sowas dann keine Lust mehr, ich bin lieber nach New York, Musicals anschauen. Das ist angenehm, da ist man dann gut gelaunt, wenn man rauskommt. Dieses Jahr wäre ich auch nicht hingegangen, deren Sterbe-, Jammer- und Selbstmitleidsgesänge von 2018 haben mir gereicht. Da es jetzt aber wegen Corona als Präsenzkonferenz ausfällt und stattdessen kleiner und virtuell stattfindet (was heißt kleiner: Bisher waren ja die meisten Räume dort viel zu klein, auf einmal können alle zuhören, die zuhören wollen, auch, weil es weniger Vorträge gibt und damit nicht mehr Vorträge parallel laufen, zwischen denen man sich entscheiden muss), habe ich mir doch ein paar angetan, man muss sich ja nur auf der Webseite anmelden und dann im Browser anklicken (sie machen das über edudip.com). Dann kann man zuhören, zusehen und in einem Chat-Fensterchen auch was dazu schreiben.

Generell geht es da natürlich ums Pressesterben im Allgemeinen und unter Corona-Bedingungen im Besonderen, und denen zuzuhören ist ungefähr so lustig und geschmackvoll, als hätte man ein Abo in einem Hospiz, jede Stunde im Zimmer irgendeines Sterbenden sitzen zu dürfen, um ihm beim Siechen, Jammern und Röcheln zuhören, zuschauen und zuriechen zu dürfen. Diese Leute gehen sehenden Auges bankrott, sterben vor sich hin, jammern und wehklagen, und kommen nicht im Ansatz, nicht im Geringsten auf die Idee, mal die Machart und Qualität ihres Produktes zu überdenken, wenn es sich nicht mehr verkauft. Die sind so selbstverliebt, dass sie die Schuld für ihren Untergang wirklich überall, bei allem und jedem suchen, nur niemals bei sich selbst. Die halten sich wirklich für genial, das beste und größte, was man haben kann.

So auch jetzt.

Allerdings gab es gestern einen Vortrag (das ist ein Dauerthema, dazu haben sie immer einen), der recht interessant war, nämlich über Presse- und Auskunftsrecht. Da habe ich auch was beigetragen, nämlich dass das Verwaltungsgericht Berlin (meine Auskunftsklage gegen die HU) anderer Meinung ist als sie, dass nämlich nicht jeder, der schreibt, Presse sei, sondern das nur an reale Vervielfältigungsstücke (Papier, CDROM) gebunden ist. Was auch wieder bitter ist, weil man ja gerade diskutiert, wie man den Print-Bereich loswerden kann (mit geht’s nicht mehr, ohne geht’s noch nicht).

Eben nun war ich in nr20 11: Fake News und Verschwörungstheorien – Wie kann ich sie erkennen und was dagegen tun?

Vortragende: Cristina Helberg von Correktiv, Interviewer: Claus Hesseling, irgendwie mit ARD/ZDF verbandelt.

Was ich von Correctiv halte, weiß der Leser. Ich habe schon mehrere Vorträge von Leuten von Correctiv gehört und das im Blog entsprechend beschrieben.

Und dann ging das da los.

Natürlich der böse Trump, die Mutter aller Lügner. Islamkritiker, Merkelkritiker, Migrationskritiker, Impfkritiker, alles böse Fake-Newser, gegen die man ankämpfen muss. (Bevor jemand fragt: Ich reise immer wieder, auch Tropen, Afrika, Asien, Australien, und habe sogar enorm viele Impfungen, eine wirklich lange, lange Liste von Impfungen, nahezu alles, was man impfen kann, und den vierten Impfausweis.)

Man sagte (zumindest soweit ich mich jetzt erinnern kann) aber nicht, dass deren Aussagen inhaltlich falsch wären, sondern brachte das über die Bildrecherche, dass die also irgendwelche Fakefotos oder von irgendwas anderem zeigten. Ein Beispiel war ein Foto eines völlig verdreckten Hauses mit völlig verdreckter Wiese und völlig verdreckter Rutsche mit der Unterschrift, dass die Regierung dafür gesorgt habe, dass da kein dreckiger Diesel mehr fahre. Irgendwas stimmte an dem Bild nicht. Oder ein Bild von Merkel mit kleinen türkischen Mädchen in hübschen weißen Kleidchen, wozu man behauptet hatte, dass Merkel da Kinderbräuten gratuliere. Das habe mit Bräuten da aber gar nichts zu tun, sondern wäre die Landes- oder Regionaltracht dort, die hätten sich einfach nur rausgeputzt und schön angezogen, weil wichtiger Besuch kam. Und noch irgendwas, wo es darum ginge, dass das Land hier islamisiert werde.

Und sowas stört mich ungemein. Ich halte die Vorgehensweise für unseriös.

Warum?

Aus drei Gründen. Oder sogar vier, auf den vierten komme ich unten zurück.

  • Es wird immer nur gegen rechts geprüft. Obwohl Linke über den Marxismus und den Poststrukturalismus (der Diskurs schafft die Wirklichkeit) sogar prinzipbedingt zwanghafte, notorische Lügner sind, und die Leninsche Umsturztaktik den Demokratiebruch aus der Minderheit und dazu auch Terror und Desinformation vorsieht, und man Luftschlösser in die Zukunft verspricht, während der Konservative immer an die Realität in Form des Bestehenden gebunden ist, wird hier allein in eine Richtung geprüft, nie in die andere. Nie wurde geprüft, ob der Gender-Geschlechterquatsch oder der Gender-Pay-Gap irgendwas mit Wahrheit zu tun hat.
  • Es wird nie die Aussage an sich geprüft, sondern mit solchen Bildern eine Art Stellvertreterprüfung vorgenommen, vom Thema abgelenkt, ein Nebenkriegsschauplatz aufgemacht. Auch wenn die Bilder noch so gefälscht sind und da noch so ein Idiot schreibt, ändert das ja nichts an der grundsätzlichen Frage, von der man einfach ablenkt.

    Dass Deutschland islamisiert wird, ist unausweichlich. Ich hatte ja schon diverse Artikel über die Geburtenraten und das vorgerechnet. (z. B. Das Geschwätz des Mascolo) Die Deutschen werden weniger, weil sie zuwenig Nachwuchs haben. Muslimische Frauen bekommen oft 5 bis 10 Kinder. Und das außerdem noch viel früher. Während deutsche Frauen ihre Kinder oft erst nach Studium und erster Karriere mit über 30 bekommen, legen Muslima nicht selten schon deutlich unter 20 los, haben also nicht nur eine deutlich höhere Reproduktionszahl, sondern auch eine deutlich kürzere Reproduktionszeit. Wenn man das in seiner Explosivität erfassen will, reicht es nicht, die Zahl der Kinder pro Paar zu messen (weil die viel schneller sind), sondern man muss ausrechnen, wieviele Kinder pro Frau pro Jahr geboren werden. In Afrika gibt es eine Frau, die liegt über 1. Die hat mehr Kinder, als sie in Jahren alt ist, weil ständig schwanger und weil Drillinge und Vierlinge dabei waren.

    Es hat aber noch keiner derer, die die Islamisierung oder den „Bevölkerungsaustausch” als Fake News hinstellen, gesagt, wo denn eigentlich die Anteils-Grenze (in Prozent) sein soll, bis zu der nicht von Islamisierung und Bevölkerungsaustausch zu reden sei. Und wie man diese Grenze dann durchsetzt. Wie will man diese Grenze implementieren? So, liebe Muslime, es reicht jetzt, Ihr seid jetzt genug, ab jetzt nicht mehr bumsen? Bitte alle die Pille nehmen? Man müsste doch jetzt nach Corona irgendwie mit Reproduktionszahlen umgehen können. Noch nie hat jemand von diesen Fake-News-Schreihälsen erklärt, wie ein Bevölkerungsaustausch, eine Islamisierung angesichts der Reproduktionszahlen selbst bei einem totalen sofortigen Einwanderungsstopp noch abzuwenden sein könnte. Weder kann man sagen, wo die Grenze sein sollte oder könnte, noch was passieren sollte, wenn die Grenze erreicht ist.

    Und die Frage, wie Merkel es mit Kinderehen hält – eben hat der Feminismus noch geschrien, wie schlimm Männer, Vergewaltigung, häusliche Gewalt sind, und dass man alle Männer aus den Häusern werfen müsse, man Frauenhäuser, Schutzräume braucht, und nun ist Islam die geschützte Gruppe, und auf einmal sind alle Argumente und Maßstäbe ins Gegenteil gekehrt. Eben hatte man noch gefordert, die Schulen trotz Corona wieder zu öffnen, weil man sonst häusliche Gewalt nicht in den Griff kriege (die dann übrigens auch nicht stattfand, das war auch fake), aber wehe dem, der die Frage nach dem Mindestalter für Eheschließung und -vollzug fragt. Der ist dann islamophob. Dabei halte ich die Frage nach dem Umgang der Bundesregierung mit Kinderehen – gestatten wir sie hier, oder erkennen wir im Ausland geschlossene Ehen an – für nicht nur seriös und legitim, sondern für sehr wichtig. Noch vor gar nicht allzu langer Zeit hat man sich öffentlich über die weibliche/pharaonische Beschneidung aufgeregt. Zu Recht. Aber nur, bis der Islam das marxistische Hauptthema wurde. Seither ist nicht nur ziemlich Ruhe an der Front, es wurde neulich irgendwo still und abseits berichtet, dass die Zahl von Mädchen, die in Deutschland leben und im Ausland beschnitten werden, oder sogar in Deutschland beschnitten werden, rapide steigt. Was macht die Presse? Prügelt auf jeden ein, der das Thema anspricht.

    Dieses ganze Correctiv- und Fake-News-Ding ist eine links Rabulistik-Strategie, um einen Nebenkriegsschauplatz aufzumachen, vom Thema abzulenken, ein ganzes Thema zu „delegitimieren”. Der Fachbegriff ist „Derailing”. Etwas zum Entgleisen zu bringen.

  • Das ist so eine gängige Technik, war auch bei der Stasi beliebt, unerwünschte Meinungen und Fragen zu „derailen”, zu de­s­a­vou­ie­ren, indem man einfach den gegnerischen Standpunkt kopiert, aber in den detektierbaren Fake überspitzt und ihn dann selbst angreift.

    Vor einiger Zeit ging mal so ein Ding rum, in dem es darum ging, dass die SPD die Antifa finanziert. Das haben die Antifa-Kritiker natürlich aufgegriffen und weiterverteilt, kommentiert und so weiter, und nachdem das dann alle mal hatten, hat man das als Fake enttarnt, Seitennumer und so weiter mit irgendwelchen Bedeutungen. Botschaft: Alle, die eine Verbindung zwischen SPD und Antifa sehen, sind Lügner und fallen auf den einfachsten Mist herein. (Esken bekannte sich gerade dazu, Antifa zu sein) Jeder, der noch irgendwie mit SPD-Antifa daherkommt, wird sofort als jemand klassifiziert, der auf diesen Fake und Verschwörungsmist hereinfällt.

    Im Worddokument fanden sich aber Dateipfade, die darauf schließen ließen, dass das Ding bei der SPD selbst geschrieben worden war.

    Es ist eine gängige Methode, und wurde in der Geschichte schon oft durchgeführt, den gegnerischen Standpunkt einfach false flag zu wiederholen und mit falsifizierbaren Aussagen anzureichern, um ihn rabulistisch zu erledigen. Man packt dem Gegner auf seine Aussage einfach false flag eine Falschaussage obendrauf, falsizifiziert sie dann als die seine und erledigt das ganze Ding. Ich hätte gedacht, das müsste einer von Schopenhauers 38 Kunstgriffen sein, aber da habe ich das jetzt nicht gefunden. Wird aber immer wieder gerne angewandt.

    Beachtlich ist nämlich auch, dass sie praktisch nie erwähnen, wer denn das falsche Bild in Umlauf gebracht hat. Erinnert sehr stark daran, dass beispielsweise auch Hakenkreuze überwiegend von Linken gemalt werden, um den Eindruck zu erwecken, da wären alle Nazis, da müssen man dringend was tun.

    Nicht selten nämlich werden auch mir von Fremden Fotos oder Informationen zugesandt, die einer Überprüfung nicht standhalten. Und so manches Mal hatte ich den Verdacht, dass man mir das unterjubeln wollte, damit ich drauf reinfalle und das im Blog bringe, um mich dann damit anzugreifen. Das war ja auch einer der Gründe, warum ich den Kommentarbereich geschlossen habe: Immer wieder gab es Kommentare, die für mich völlig unverfänglich aussahen, weil irgendein Name oder Begriff, der mir nichts sagte, darin genannt wurde. Dann stellt sich – dankenswerterweise durch Warnhinweis anderer Leser – heraus, dass das irgendwelches Nazisprech war, das man mir damit auf die Webseite packen wollte, damit die in Suchmaschinen gefunden und automatisch bewertet werden kann. Im Prinzip sind Leserkommentare mit untergejubeltem Nazisprech auch nichts anderes als eine Art Cross-Site-Scripting- oder Code-Injection-Attacke, nur eben auf politischer Ebene und nicht auf Javascript-Ebene.

    Und dann drängt sich das förmlich auf, dass man unerwünschte Kritik und politische Fragen einfach damit absägt, indem man sie – Leute und Agenturen gibt’s da genug – weiter wiederholt und eine leicht zu falsifizierende Fake-Information Huckepack draufpackt, um das ganze Ding unglaubwürdig zu machen.

Wie man leicht sieht, stehe ich den gängigen Methoden von Journalisten und Correctiv überaus kritisch gegenüber.

Egal, wieviele Fake-Bilder da in Umlauf sind: Ich würde gerne wissen, wie es die Regierung so mit Kinderehen und der Beschneidung/Verstümmelung von Mädchen so hält, und wie es demographisch überhaupt noch möglich sein sollte, dass es nicht zu einer Islamisierung und zu einem „Bevölkerungsaustausch” kommen könnte. Die Regierung überschlägt sich mit drakonischen Maßnahmen gegen „Hate Speech” und „Beleidigung”, aber Kinderehen und Beschneidung scheinen sie nicht zu stören.

Und wenn dann jemand wie Correctiv daherkommt und aufzählt, welche Bildchen im Internet Fake sind, dann jubeln Journalisten über die Entlarvung. Ich dagegen sehe nur Ablenkungsnebelkerzen, die Weigerung des gesamten Presseapparates, die Frage zuzulassen.

Für mich ist das Lügenpresse in voller Aktion.

Beispielsweise brachten sie das:

und hielten das für Fake-News (obwohl die Temperaturen niedriger sind, werden sie als glühend rot dargestellt), weil das grüne Bild ja aus einer 3-Tage-Vorhersage entnommen worden seien, und da gälten eben andere Farben. Und zogen das dann ins Lächerliche, weil Leute behaupteten, ihnen würde (ich weiß nicht mehr, was es war) irgendwas weggenommen, wenn sie ihre Meinung äußerten. (Meine Anmerkung rechts: ihre social media accounts werden weggenommen.)

Und deshalb hatte ich da Fragen gestellt:

Die zweite Frage wurde sogar kurz drauf vom Moderator aufgegriffen, aber nicht so als Frage gestellt, sondern so sinngemäß wie „wird Ihnen das nicht oft vorgeworfen?” Antwort von ihr sowas in der Art wie ja, wir werden oft als rot-grün-versifft beschimpft.

Es wird also nicht die Frage beantwortet, sondern die Frage als unzulässig klassifiziert, Framing. Man darf erst gar nicht fragen, ob Fake News überhaupt gleichmäßig untersucht werden. (Was ich vor allem deshalb grotesk finde, weil das Lügen, die Fake News bei Linken ja fester Bestandteil der Ideologie sind, Poststrukturalismus, Marxismus, die alle davon ausgehen, dass nicht die Rede die Wirklichkeit zutreffend oder unzutreffend beschreibt, sondern der Diskurs die Wirklichkeit erst macht, es also Lüge und Wahrheit nicht gibt, sondern nur Diskurse, die politisch passen, und solche, die es nicht tun.) Zumal mir als mathematisch-naturwissenschaftlich orientiertem Menschen der Umgang der Presse mit Trump völlig verlogen vorkommt. Ich halte die Presse im Vergleich zu Trump für den weitaus größeren Lügner.

Weil sie also nun sagte, dass sie immer wieder als rot-grün-versifft beschimpft werden, fragte ich

Und dann kam irgendwas, das bekomme ich jetzt aus dem Gedächtnis nicht mehr zusammen, so in die Richtung Linke sind die Wahrheit und alle anderen Lügner und Faker.

Und dann gingen die auf Angriff. Genau wie dort vor Ort, wenn man die falschen Fragen stellt. Sowas wie damals, als ich dort in diese Neue-Deutsche-Medienmacher-Veranstaltung geraten bin, dort unerwünschte Fragen gestellt hatte und dann aus dem Publikum angegriffen worden war. Die sind nacher sofort nach vorne gerannt, um beim Rausgehen auf meinen Eintrittsausweis zu schauen, wer ich bin und woher ich komme, eine sagte, sie wolle sich bei meinem Medium über mich beschweren. (Es kam aber nie eine Beschwerde über mich bei mir rein.)

Und der kommt nun und behauptet einfach so, ohne irgendeinen Bezug, dass „Sachen belegt seien”.

Mal abgesehen davon, dass ich als Informatiker und Naturwissenschaftler unter „belegt” etwas ganz anderes verstehe als Journalisten, ist für mich etwas nicht belegt, wenn einer behauptet, es sei belegt, sondern wenn ich die Belege einsehen und überprüfen kann.

Außerdem ging es irgendwie darum, dass es sowas bei Linken ja nicht gebe, und wie soll sowas „belegt” sein? Reine Rabulistik, Framing, Abwertung.

Mir konnte noch nie jemand erklären, wieso und warum die Presse – oder gar der zwangsbeitragsfinanzierte öffentlich-rechtliche Rundfunk – irgendwie dafür zuständig oder damit beauftragt sein sollte, die Aussagen anderer Leute auf „Wahrheit” (=Übereinstimmung mit der politischen Linie) zu prüfen. Die Öffentlich-Rechtlichen haben einen solchen Auftrag nicht in den Staatsverträgen, und die Presse ist privatrechtlich. Keiner von beiden ist von irgendwem irgendwie zu einer Wahrheitsinstanz oder einem in das Privat-, Presse- oder Rundfunkrecht ausgelagerten Wahrheitsministerium berufen worden. Politischer Aktivismus, Agitation, Zersetzung gehören nicht zu deren Aufgaben. Grundsätzlich ist Lügen nicht einmal verboten. Wenn drei Häuser weiter einer irgendwas lügt und ich bin nicht selbst davon betroffen, geht mich das auch nichts an. Ich bin nicht aktivlegitimiert und habe keinerlei Durchsetzungs- oder Richtungsstellungsanspruch oder irgendeine Verurteilungskompetenz. Woher wollen die sie dann haben? Anja Reschke faselte mal, sie wären vom Gespent von Hugh Greene damit beauftragt, das Volk zu erziehen. Wer als normaler Mensch in einer Verkehrskontrolle sowas sagt, muss zum Klapstest.

Und jetzt komme ich auf den vierten Punkt zurück.

Was mich nämlich auch stört, ist, dass man jegliche Kritiker als Fake-Newser hinstellt, weil sie ihre Fragen und Aussagen mit irgendeinem Bild verzieren, das sie sonstwoher haben, während es in der Presse gang und gäbe ist, irgendwelche Agentur- oder Symbolbilder zu verwenden. Wie oft hat man schon Berichte über irgendeinen Polizei- oder Feuerwehreinsatz gesehen, die mit irgendeinem Blaulichtfoto verziert waren, das mit der Sache nichts zu tun hat?

Wie oft wurden Kriegsbilder mit Fake-Fotos verziert? Neulich gab es irgendwo mal einen Bericht über eine Familie, die nur davon lebt, Reportern Kriegsbilder zu stellen. Die haben da irgendwo einen kaputten Panzer aus dem vorletzten Krieg und kaputte Waffen hinter dem Haus, und jedesmal, wenn einer Bilder braucht und zahlt, kippen die einen Kanister Benzin über den Panzer und zünden ihn wieder an.

Klickt einfach mal durch die Tagespressewebseiten, da findet Ihr je nach Nachrichtenlage auch locker 30, 40, 50 tagesaktuelle Berichte, die als Aufmacher mit „Symbolbildern” oder „Archivbild” verziert sind. Sowas hier zum Beispiel. Oder gerade zu den Vorgängen in den USA, wo man Bilder aus der falschen Stadt zeigte. Oder das eines bewaffneten Wächters an einer autonomen Zone, bei dem Wächter und Zone aus zwei Bildern zusammenmontiert worden waren.

Könnt Ihr Euch noch an die Frau in der lila Bluse erinnern, die uns als Frau im Handwerk hingestellt wurde, und auch in Presseartikeln als Symbol für Frau in Elektronik vorkam, an der wirklich alles Fake war? Die den Lötkolben am heißen Ende in der Hand hielt, dann noch mit einem primitiven Riesenbrateisen an einem Mainboard rumschmurgelte, ohne die zweite Hand zu gebrauchen, kein Werkzeug, keine Ersatzteile, kein Lötzinn, der völlige Schwachsinn, und der Hintergrund auch nur nachträglich einkopiert? Wenn es um Frauenförderung geht, sind die Maßstäbe plötzlich andere.

Mal eine grundsätzliche Frage:

Warum ist es bei Journalisten und politisch korrekten Themen völlig normal, geduldet, Handwerk, als Aufmacher irgendein Fake-, Archiv-, Symbol- oder Agenturfoto reinzupappen, aber bei „Rechten” dann plötzlich fiese Fake-News?

Müsste man von der Presse nicht eigentlich fordern, auf ein Bild zu verzichten, wenn sie kein authentisches Bild haben? Fällt die penetrante Verwendung von Bildern, die nicht zum Artikelinhalt gehören, nicht unter Click-Bait, den sie erlauben und gutheißen, weil sie selbst davon leben, davon bezahlt werden? Auf einmal ist es gut, wenn es auf ihrem eigenen Konto landet?

Also stellte ich eine Frage. Ergebnis:

Ich habe einfach nur nach unterschiedlichen Maßstäben gefragt, und werde in ähnlicher Weise zusammengetreten, wie ich das damals bei der Feminismus-Tagung von Netzwerk Recherche beobachtet hatte, weil da einer ausgeschert war.

Man muss sich mal die Maßstäbe bewusst machen: In der Jammerarie eine Veranstaltung früher hat man noch eine vom SPIEGEL interviewt und beklatscht, obwohl der SPIEGEL bei Relotius ja auch als Serien-Fake-News-Blatt entlarvt worden war, das wissen musste, dass der das zusammenlügt. Trotzdem hält man den SPIEGEL für vornehm, seriös, ein Top-Blatt.

Ich habe über 14.000 Artikel geschrieben, und die Leser wissen, wieviel Mühe ich mir geben und Zeit darauf verwende, alles mit Quellenangaben und Erklärungen zu belegen, und werde da als Fake-Newser und Lügner abserviert, weil sie auf einen einzigen Artikel davon zeigen.

Wegen eines einzigen von über 14.000 Artikeln werde ich da als „falschmeldungen” kategorisiert. Der Brüller kommt noch.

Zumal ich von der Correctiv-Schreibe über mich noch gar nichts wusste, da ad hoc auch erst mal nicht antworten konnte (zumal ich ja versucht habe, zuzuhören).

Da behauptet einer einfach irgendwas in deren Journalistenversammlung, blubbert einen Link, und sofort ist man erledigt, wird ausgelacht. Man stellt eine Frage, und wird einfach von hinten in die Kniekehlen zusammengetreten, weil die Frage politisch nicht gefällt.

Einfach nur ein Link, und die Behauptung, ich sei „fact checked” und hätte eine Falschmeldung verbereitet.

Henrik Merker
Der Blog Hadmut Danischs wurde von correctiv bereits fact checked, Fazit: falschmeldungen. https://correctiv.org/faktencheck/2018/07/18/nein-eu-vereinbart-nicht-aufnahme-von-bis-zu-300-millionen-migranten-aus-afrika-5

Sara Hillen
LOL

Cristina Helberg
https://toolbox.google.com/factcheck/explorer/search/list:recent;hl=de

Niklas Wieczorek
Schade, Hadmud Danisch… vielleicht treiben Sie auch irgendwelche tieferen Emotionen an?!

Henrik Merker
* https://correctiv.org/faktencheck/2018/07/18/nein-eu-vereinbart-nicht-aufnahme-von-bis-zu-300-millionen-migranten-aus-afrika-5

Wer sind diese Leute?

Henrik Merker:
Anscheinend der hier, wenn keine Namensgleichheit vorliegt, Autor bei der ZEIT, Mitglied bei Reporter ohne Grenzen und im Deutschen Journalisten-Verband. Bei Störungsmelder, arbeitet anscheinend für den MDR.
Sara Hillen:
Keine Ahnung, wer das sein soll. Nichts greifbares gefunden.
Cristina Helberg:
Im CORRECTIV.Faktencheck-Team
Niklas Wieczorek:
Bei den Kieler Nachrichten gibt es einen Redakteur dieses Namens. Und bei Twitter einen passenden Account.

Im Prinzip ein Sozialverhalten wie bei einer kriminellen Straßengang. Auf bloßen Zuruf eines Bandenmitglieds sind die sofort bereit, einen – ohne ihn zu kennen oder zu wissen, worum es geht, oder gar „Belege” – sofort zusammenzutreten.

Tribalismus in Reinkultur, archaisches Verhalten im Zivilisationsstand vor der Steinzeit: Da verhält sich einer nicht rudelkonform, beißt ihn sofort raus.

Der Super-Brüller

Und jetzt kommt’s.

Was schreiben die denn da nun eigentlich bei Correctiv über mein Blog, das sie da angeblich fact checked haben, mit dem Fazit, dass ich „falschmeldungen” verbreiten würde :

Als Quelle für die Behauptung, die EU habe darin beschlossen, 300 Millionen afrikanische Migranten aufzunehmen, nennt „Journalistenwatch“ einen Artikel der Website „Sciencefiles.org“, sowie einen Artikel des Blogs „Danisch.de“ von Hadmut Danisch. „Sciencefiles.org“ und „Danisch.de“ berichten zwar über die „Marrakesh Political Declaration“, jedoch nicht über eine Zahl von angeblich 300 Millionen Afrikaner, die nach Europa migrieren sollen. Das Gerücht wurde allem Anschein nach von der Website „Schweizer Morgenpost“ am 6. Juli 2018 in die Welt gesetzt. Eine Quelle für ihre Aussage nannte die „Schweizer Morgenpost“ jedoch nicht.

Sicherheitsscreenshot:

Da steht nicht einmal, dass ich irgendwelche Unrichtigkeiten verbreitet hätte.

Da steht, dass Journalistenwatch Unwahrheiten verbreitet und u.a. eine Seite meines Blogs als Quelle angegeben habe, die Behauptung bei mir aber gerade nicht steht.

Da ist nicht mal der Vorwurf mir gegenüber, irgendetwas unrichtig behauptet zu haben. Da geht es um Journalistenwatch und darum, dass die Danisch als Quelle angegeben hatten und Correctiv schreibt „Beim Danisch steht’s aber nicht”.

Die haben da einfach gegoogelt, „Danisch” auf den Webseiten von Correctiv gefunden und einfach ins Blaue behauptet, ich sei „fact checked” mit „Fazit: falschmeldungen”.

Und wen Correctiv einen als Falschmelder brandmarkt, dann muss es auch stimmen. Bewerft ihn mit faulen Tomaten!

Macht Euch das klar: Ausgerechnet in einer Veranstaltung über die Bekämpfung von Fake News, in der sie sich als die Fakten Checker aufspielen, diffamieren sie mit Falschinformationen.

Das Prinzip Bananenspinne

Wie kommt sowas?

Es ist nicht das erste Mal, dass ich sowas beobachte oder es mir selbst widerfährt.

Als ich noch in München gewohnt habe, war ich damals mal Mitglied in einem Berufsfotografenverband. Hat mich Geld gekostet, aber gar nichts gebracht. Ich hatte damals versucht, Kontakt und Anschluss an Fotojournalisten zu bekommen und war mal (so irgendwann zwischen 2010 und 2012) zu einem Stammtisch von Natur- und Reisefotografen in München gegangen, wo man halt in einer Kneipe um einen Tisch herumsaß und sich unterhielt.

Zunächst hat man mich da als Fremden erst mal freundlich aufgenommen, aber schon schräg geguckt, als ich mich vorstellte und auf Frage sagte, dass ich kein ausgebildeter oder hauptberuflicher Journalist, sondern Informatiker bin. So „ah, ein Nerd und Computerhocker”. Wie man sie aus dem Kino kennt.

Das plätscherte dann so ein, zwei Stunden vor sich hin. Ich habe zwar nicht so viele Reisen gemacht und Fotoerfahrung wie die Leute, die da waren, aber mit Wissen über ferne Ländern und Reisen kann ich mithalten, und was Technik der Fotografie und Profiequipment angeht, konnte ich zumindest mit denen da ganz locker mithalten (oder sie eigentlich in die Tasche stecken).

Man unterhielt sich so, auch über Viecher, giftige, und wie man sie fotografiert, und die Gefahr, weil mal einer irgendwas mitgeschleppt hat, und ich erwähnte so beiläufig, dass sie neulich einen Supermarkt schließen mussten, weil in Bananenlieferungen eine Bananenspinne aus Südamerika mitgekommen und aus einem Karton gekrabbelt sei. Und die Viecher seien sehr gefährlich und richtig tödlich.

Schlagartig war ich da dann der Depp, der Lügengeschichten erzählt. Das sei ja noch wilder als die „Spinne in der Yuccapalme”. Ein damals populäres Buch, das Urban Legends unterhaltsam listete, aber als erlogen kategorisierte. Jahre später überprüfte mal irgendwer die Stories und fand, dass die meisten tatsächlich auf wahren Begebenheiten beruhen. Grundsätzlich aber hat die Spinne in der Yuccapalme allen Selbstgefälligen die Vorlage, das Framing gegeben, alles, was ihnen nicht passt, als Urban Legends abzutun und den Begriff populär gemacht.

Man musste als nur „Der hat Bananenspinne gesagt” und „Spinne in der Yuccapalme” rufen, und schon war unverrückbar für alle klar, dass ich ein Aufschneider, Lügner und Märchenerzähler bin, der sich wichtig tun will, indem er das Blaue vom Himmel lügt.

Und aus dem Ding kam ich auch nicht mehr raus. Das war nicht nach 5 Minuten vergessen, sondern ich war unwiderruflich – weil nicht Journalist – als unheilbarer Lügner und nicht ernstzunehmender Spinner in die Ecke gestellt. Egal was ich sagte, es wurde nur noch ausgelacht.

Nun begab es sich aber, dass ich damals eines der ersten richtig brauchbaren Android-Handys dabei hatte. Das war sehr ungewöhnlich, denn Smartphones steckten damals erst in den Kinderschuhen, das hatte und kannte man noch nicht so. Niemand rechnete damals damit, dass jemand in der Kneipe so ein Ding aus der Tasche zieht und den Webbrowser anwirft.

Nachdem das also nicht besser wurde und ich aus der Lügner-Ecke nicht mehr rauskam und nur noch ausgelacht wurde, jedesmal „Ja, hahaaa, die Bananenspinne!”, dass es die wirklich gibt. Der Begriff „Bananenspinne” ist zwar unwissenschaftlich und ungenau, wird – heute – auch nicht mehr verwendet, ist aber zutreffend und bezeichnet die Gattung Phoneutria, die als besonders aggressiv und hochgiftig gilt. Sie ist nicht die giftigste aller Spinnen(arten), aber nach manchen Webseiten die tödlichste, auf deren Konto von allen Spinnenarten die meisten Toten gehen, weil so aggressiv und mit großer Reichweite. Manche stehen im Ruf, zu springen und im Sprung zu beißen. Sie sind nicht mal auf Bananen festgelegt, kommen da aber eben auch vor, und können problemlos den Transport von Südamerika nach Europa bis in den Supermarkt überleben. Der Wikipedia-Artikel listet gleich eine Reihe von Zeitungsartikeln über evakuierte und zerlegte Supermärkte auf. Da darf dann auch niemand mehr rein, bis die Spinne gefunden ist, notfalls wird der ganze Supermarkt mit Gas geflutet. So gefährlich stuft man die Viecher ein. Sie heißen nicht Bananenspinne, weil sie Bananen mögen, sondern weil sie im Zusammenhang mit Bananen besonders gefährlich sind, weil man sie damit in die Supermärkte trägt.

Das habe ich denen damals gezeigt, auch den damaligen Bericht über einen Fall (ich weiß nicht mehr, ob es diese Fälle waren: Giftspinne klettert in Supermarkt aus Bananenkiste oder 30 Mann jagen giftige Bananenspinne in Supermarkt).

Stimmung irreparabel auf eisig. Nicht in der Lage, einen Fehler einzuräumen oder einzusehen. Einzusehen, dass es diese Spinnen und diese Vorfälle wirklich gibt.

Obwohl ich noch dort an Ort und Stelle belegen konnte, dass das alles stimmte, was ich sagte, und sie das Lachen und die Einstufung als Lügner nicht aufrecht erhalten können, wollten die partout nicht mehr zurück. Ich war unwiderruflich der aus dem Rudel ausgestoßene (bzw. gar nicht erst reingelassene). Keine Chance mehr, da irgendwie noch anerkannt zu werden, obwohl ich nachweislich richtig lag. Eine Tussi ruft „Spinne in der Yuccapalme” und es ist unwiderruflich aus. Es war nicht mehr möglich, diesen Leuten noch etwas mitzuteilen, was noch nicht Teil ihres abgeschlossenen und ausgehärteten Weltbildes war. Schluss, aus, zu. Völlige Wahrnehmungssperre. Nur noch Selbstbestätigung.

Ich habe mir dann den Spaß gemacht, in der Wunde tief zu bohren und zu fragen, was für Reise- und Naturfotografen (darum ging es da nämlich) die eigentlich sein wollen, wenn sie nicht in der Lage sind, so eine Aussage über Tiere auch nur entfernt richtig einzustufen. Und – das tut besonders weh – sie von einem Informatiker und Nerd überholt werden.

Wenn die sich einmal ad personam festgelegt haben, kann nichts und niemand, kein Beleg und kein Beweis, sie wieder davon abbringen. Die sind nicht rational. Die sind rein tribalistisch, rudelmäßig programmiert und deren „journalistische Tätigkeit” ist in Wirklichkeit nur die Rudelverwaltung.

Ich bin da nie wieder hingegangen. Ich hielt diese Leute für unfassbar dumm. Unter Informatikern kenne ich so ein Verhalten – außerhalb von Universitäten – überhaupt nicht. In 30 Jahren nie erlebt. Bei Journalisten, Feministen, Geisteswissenschaftlern allgemein ständig und immer wieder. Bei denen beruht das Verhalten vorrangig und mit weitem Abstand auf archaischem Rudelverhalten: Wer gehört dazu, wer nicht.

Journalisten

Man kann sich das – vor allem als ingenieur-/naturwissenschaftlich orientierter Mensch – nicht vorstellen, wie diese Leute im Journalismus ticken, denken, arbeiten, sich verhalten, wenn man sich nicht ausgiebig unter sie gemischt hat, ihnen beim Arbeiten und in ihrem Sozialverhalten zugesehen hat.

Es ist eine Variante dessen, was ich bei Feministinnen beobachtet habe. Ich habe ja schon so oft geschrieben, dass ich bei denen immer den Eindruck habe, dass denen ein Teil des Gehirnes, nämlich der für das Rationale, nicht gewachsen ist (und ich hatte mal einen Blogartikel über die Entdeckung eines Eiweißes , der genau das bestätigt.) Und ich habe schon oft über die Amygdala geschrieben, die für das Rudelverhalten und die Freund-Feind-Kennung zuständig ist und vergrößert sein und zu krankhaften Überreaktionen führen kann.

Ich habe immer wieder den Eindruck, dass diesen Leuten nicht nur die Ratio fehlt, sondern die an einem krankhaft übersteigerten Tribalismus, einer übersteigerten Rudelfunktion, vermutlich einer Amygdala-Überfunktion leiden. Wenn man sich anhört, wie diese Leute reden und schreiben – z. B. hatte ja Anja Reschke mal behauptet, sie hätten einen Erziehungsauftrag oder sowas in der Art – dann halten die sich für so eine Art Rudelverwalter – Blockwart, Sittenwächter, es gibt viele Bezeichnung – der ganzen Welt, deren Aufgabe es ist, über die soziale Rudelkonformität zuwachen und jeden wegzubeißen, der nicht rudelkonform ist. Ich habe nicht den Eindruck, dass das noch irgendwas mit Wahrheit oder Berichterstattung zu tun hat, sondern mit einem – meinem Empfinden nach krankhaft übersteigerten – Rudelverhalten zu tun hat.

Und genau das habe ich auf deren Konferenzen im NDR immer wieder beobachtet: Da geht es nur noch darum, jeden raus- oder totzubeißen, der nicht rudelkonform ist, wie in einem Wolfsrudel. Wahrheit oder Gegenbeweis interessiert die nicht mehr.

Man kann sich das nicht vorstellen, wie borniert, arrogant, überheblich, selbstherrlich, egozentrisch, selbstverliebt, irrational – und oft eben auch dumm, inkompetent, ungebildet – solche Leute sind, wenn man sie nicht persönlich erlebt hat, sich nicht unter sie gemischt hat. Das ist nur noch Rudeldynamik.

Ich bin mir nicht sicher, ob der Journalismus – in einer anderen Veranstaltung wurde ja gesagt, dass man lange Zeit mit wenig Aufwand sehr, sehr viel Geld verdient habe – als Futtertrog solche Leute mit unzureichender ratio und defektem Sozialverhalten anzieht, ob er sie durch deren Verhalten dort macht, oder durch Auslese selektiert.

Ich halte diese Leute nicht nur für fachlich inkompetent und charakterlich ungeeignet, Journalismus zu betreiben, sondern auch für mental unbefähigt. Im Prinzip sehen wir hier das, was die Geisteswissenschaften als Bodensatzsammler an den Universitäten, in die man längst jeden stopft, dann an Ausschuss aus dem Outlet entlässt.

Oder anders gesagt: Die, die am lautesten „Vielfalt” schreien, sind nicht nur auf eine einzige Sichtweise eingeschränkt, sie sind nach meiner Einschätzung grenzenlos einfältig. Wir sind von einer Gesellschaft der körperlichen Arbeit und der Anwesenheitszeitenarbeit zu einer Leistungs- und Wissensgesellschaft geworden, und da sammelt sich, was bei Leistung und Wissen nicht mithält.

Epilog

Ich wollte diesen Artikel eigentlich fertigkriegen, bevor die nächste Veranstaltung los ging, zu der ich mich angemeldet hatte. Ich habe es aber nicht mehr geschafft.

16:30 Liveschaltung per Videokonferenz zu Elmar Theveßen, ZDF, Leiter von deren Studio in Washington. Einer von denen, die man mit seinen Beiträgen zwangsweise finanzieren muss.

Es ging um die Lage in den USA.

Dazu könnte einem einiges einfallen, aber eigentlich hat er nur auf Trump geschimpft und darüber gejammert, wie schlimm man da mit den Journalisten umgehe, wie pauschal man sie da gleich bewerte und beschimpfe. Wieder mal die alte Selbstbestätigungsleier vom bösen Trump und den armen, armen Journalisten. Und die Frage, ob Trump seine Abwahl – die sicher sei – überhaupt akzeptieren werde, oder ob er sie ablehnt und einfach im Amt bleibt. Als ob in den USA nicht gerade was völlig anderes passiert sei und vor sich gehe.

Ich frage mich da immer, was sich das ZDF – wenn es nicht eine Tarnmarke der US-Demokraten-Partei ist – da überhaupt groß einzumischen hat. Ist doch deren Sache, wie die ihren Präsidenten wählen. Dasselbe ZDF hatte den Ossis mal vorgehalten, dass sie sich zu Migration nicht zu äußern hätten, weil sie in ihren Bundesländern keine Migranten hätten und davon nicht betroffen seien. Als ob sich Ossis zu Bundes-, Euro- und Weltangelegenheiten erst gar nicht äußern dürften. Wie aber kommen wir als Deutsche dann dazu, uns in die US-Wahlen einzumischen?

Vor allem störte mich sehr, dass Theveßen da beklagte, wie übel man Journalisten beschimpfe und pauschalisiere. Was man aber gerade mit den Polizisten in den USA tut. Und wie es so meine Art ist, habe ich es gewagt, eine nicht rudelkonforme Frage zu stellen. Die Reaktion erfolgte sofort: