Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Mecklenburg-Vorpommern und der Arsch von Nadine Julitz

Hadmut
13.6.2020 2:02

Neues vom Südpol.

Von SPD-Politikerinnen hört man generell eher weniger zu Fragen, wie wir die Digitalisierung vorantreiben, wie wir die Bundeswehr wieder in Gang kriegen, wie wir unsere Zukunft gestalten. Es sind durchgegenderte Quotenartefaktchen und genau so benehmen sie sich auch. Ich habe das schon so oft beschrieben, dass deren Erlebnishorizont auf eine Armlänge beschränkt ist und sie sich deshalb auf das Thema „untenrum” spezialisieren. Wenn man sonst nichts hat, wozu einem irgendwas zu sagen einfällt.

In Mecklenburg-Vorpommern kam es neulich, als ob die noch nicht nicht lächerlich genug wären, zu einem Eklat im Landtag. Anscheinend ist die SPD-Blondine Nadine Julitz im Mai im verdammt knappen Kleidchen zum Rednerpult gewackelt, von der AfD gab es eine Bemerkung zur Länge des Kleides – und den Rest könnt Ihr Euch im Prinzip vorstellen. Ich bin bei FOCUS drauf gestoßen, aber am besten schaut man sich ihren eigenen Tweet an:

Sie beklagt, man habe ihr auf den Arsch geguckt.

Und das läge nicht etwa daran, dass sie im kurzen Kleidchen vor versammeltem Landtag zum Rednerpult gewackelt und selbigen exponiert hat, sondern die AfD ist schuld.

Das Problem hatte ich früher schon mal beschrieben: Feministinnen bilden sich ein, sie könnten anderen Leuten verbieten, ihr normales Blickfeld einzunehmen, die müssten alle irgendwie weggucken.

Anscheinend ist der Arsch da wahrscheinlich noch das Auffälligste, was sie zu bieten hat, denn schaut man auf Wikipedia, sind die intellektuellen Werte eher dünn gesät:

Nach dem Abitur 2009 am Richard-Wossidlo-Gymnasium in Waren nahm Julitz ein Studium der Politikwissenschaften und des Öffentlichen Rechts an der Universität Rostock auf, das sie 2013 mit dem Bachelor of Arts abschloss. Im Anschluss folgte eine Tätigkeit als Sachbearbeiterin in der Ausländerbehörde des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte. Gleichzeitig wirkte sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Bundestagsabgeordneten Jeannine Pflugradt.

Julitz trat 2011 in die SPD ein. Sie war von 2011 bis 2014 Vorstandsmitglied und von 2014 bis 2016 stellvertretende Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Waren. 2016 wurde sie zur Vorsitzenden des Ortsverbandes gewählt. Seit 2015 ist sie auch Vorstandsmitglied des SPD-Kreisverbandes Mecklenburgische Seenplatte.
Julitz im Plenum des Landtages, 2019

Bei den Kommunalwahlen in Mecklenburg-Vorpommern 2014 wurde Julitz in die Warener Stadtvertretung gewählt. Sie ist seit 2015 Vorsitzende des Kultur-, Sozial- und Bildungsausschusses und seit Juni 2016 Erste stellvertretende Stadtpräsidentin der Stadt Waren (Müritz).

Ein Bachelor of Arts in Politikwissenschaft und Öffentlichem Recht.

Bei soviel Karriere nach so wenige intellektueller Leistung würde ich die Gründe dafür auch eher um den Süd-, als um den Nordpol herum suchen. Schaut man sich die Bilder im Internet so an, muss ich unwillkürlich an Udo Lindenberg und seine „Klavierlehrerin” denken: „Sie war so groß, war so barock, ganz breit der Arsch, ganz kurz der Rock…”. Hat wohl gereicht, dass alle gleichzeitig gucken konnten. Oder: Nicht mit jeder Figur ist es weise und von Vorteil, den eigenen Arsch zu thematisieren. Das kann vor allem dann ein unkluger Schachzug sein, wenn man den anderen sexuelle Motive vorwirft.

Will sie oder will sie nicht?

Sowas ist vor allem dann dumm und verlogen, wenn sie es als negativ empfunden hätte, dass ihr jemand auf den Arsch geguckt hätte. Hätte sie nämlich einfach die Klappe gehalten, hätte überhaupt niemand von der Sache Notiz genommen. Kein Mensch hätte sich unter den gegebenen Gegebenheiten je für ihren Arsch interessiert, der war ohne Belang.

Nachdem sie da jetzt aber ein großes Ding draus gemacht hat, kann sie sich gewiss sein, dass die nächsten 10 Jahre jeder wirklich zuerst ihren Arsch begutachten und bewerten wird, und nichts an ihr noch mit dessen Prominenz konkurrieren könnte. Eigentlich braucht sie sich in den nächsten 10 Jahren erst gar nicht mehr umzudrehen.

Warum hängt jemand seinen Arsch so in die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, wenn er sich doch – vorgeblich – so sehr daran stört, dass er Gegenstand der Betrachtung sei? Schaut alle her, ich will auf gar keinen Fall, dass Ihr dahin schaut!

Erinnert Ihr Euch noch an die Tussi, die einst Rainer Brüderle die Dirndl-Aufschrei-Affäre anhängte? Ich habe die mal in Berlin live erlebt. Die war ja auch abgehängt und deprimiert, weil sich bei ihr jeder vorranging vom – enttäuschenden – Füllpotential für Dirndl überzeugen wollte. Selbst schuld, wenn man selbst seine Problemzonen so exponiert und zum Republikthema macht.

Stellt sich die Frage: Wenn sie es nicht mag, dass man ihr auf den Arsch schaut, warum a) wackelt sich dann wissentlich im kurzen Kleid vor versammeltem Haus zum Pult und b) macht ihren eigenen Arsch zum Parlamentsthema?

Meiner Einschätzung nach ist die genau das Gegenteil dessen, was sie bejammert, nämlich Exhibitionistin. Die hatte gerade den unwiderstehlichen Drang, ihren Arsch in den Mittelpunkt zu stellen und dafür zu sorgen, dass ihr die nächsten 10 Jahre jeder auf den Arsch guckt, was ihr mit dessen Eigenschaften nicht gelungen wäre. Dazu drückt sie gerade ihre Hinterpommern jedem aufs Auge. Birgit Kelle schrieb dazu mal „Dann mach doch die Bluse zu”. Den Verzicht bekommen Frauen aber nicht übers Herz.

Logik

Sie sagt, sie habe die Bemerkung gehört, die anderen nicht, aber es hätten ihr alle „auf den Arsch geguckt”.

Wie denn, wenn’s nur sie gehört hat?

Davon abgesehen: Woher will sie das eigentlich wissen, wo die Leute hingesehen haben, wenn sie ihnen doch die Rückseite zugedreht hat?

Woher will sie wissen, dass die Leute nicht auf den Rücken, die Beine, das Stoffmuster oder den, der die Bemerkung hat fallen lassen, geguckt haben?

Hält die ihren Arsch für so wichtig und attraktiv, dass sie ihn für das Zentrum des Landtags hält?

Ist sie selbst arschfixiert und überträgt das von sich auf andere?

Und wenn sie schon so arschfixiert ist: Warum unterstellt sie dann, dass sie im kurzen Kleid zum Pult gehen kann, die Leute das aber einfach übersehen und woanders hingucken, und erst dann auf ihren Arsch gucken, als die AfD das Kleid angesprochen hat?

Als ob die Leute das nicht selbst sehen könnten, bevor die AfD das sagt. Als ob die Leute doof und blind wären und sich gesagt hätten, also wenn die AfD das jetzt nicht gesagt hätte, dann hätte ich das nieeee gemerkt, dass die ein kurzes Kleid anhat.

Wie dämlich kann eine Story eigentlich sein, die im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern aufgetischt wird? (Wie bekloppt es in deren Landtag zugeht, war ja schon öfters Thema hier im Blog, und es waren immer SPD-Frauen.)

Sexismus

Was mich an der Sache so besonders stört, ist diese abgrundtiefe Verlogenheit dieser SPD-Frauen.

Die denken, das wäre Sexismus gegen Frauen.

Schon mal für 20 Pfennig drüber nachgedacht?

Warum dürfen Frauen bei warmem Wetter da im luftigen Blümchenkleid rumlaufen, während die Männer mit bodenlangen Hosen, Hemd, Krawatte, Sakko antreten müssen?

Obwohl die Feministinnen ja sogar selbst behaupten, dass es ihnen in Büros zu kalt sei, weil Frauen es ganze 5° wärmer bräuchten als Männer, Männer somit also bei warmen Temperaturen stärker benachteiligt sind als Frauen?

Stellte Euch mal vor, ein Mann ginge da nur mit hochgekrempelten Ärmeln ans Rednerpult. Was der sich dann anhören müsste, weil die Arme frei sind.

Oder er ließe lässig die Hemdenknöpfe offen, vielleicht noch die Brusthaare raushängen. Was der sich anhören müsste. Während Frauen selbstverständlich im Guck-bis-zum-Südpol-Dekollete rumlaufen.

Oder mal die direkte Frage im direkten Vergleich:

Was würde mit einem Mann passieren, der dort im Landtag im kurzen Höschen antreten würde?

Sexismus ist nicht, wenn man Frauen auf den Arsch guckt, nachdem sie ihn unübersehbare exponieren und präsentieren.

Sexismus ist, wenn Frauen im Landtag in kurzen Klamotten rumlaufen dürfen und Männer nicht.

Männer würden sich damit mindestens einen Ordnungsruf, vermutlich einen Rauswurf einhandeln. Denkt mal dran, was los war, als Joschka Fischer gerade mal darin abwich, dass er weiße Turnschuhe anhatte.

Wo also bleibt da der Mann in kurzen Hosen?

(Ich muss da immer an die schwedischen – irgendwo Nordeuropa, ich glaube, es war Schweden – Lokführer denken, die durchgesetzt haben, im Sommer in der warmen Lok in kurzen Hosen fahren zu dürfen. Das hatte man ihnen ursprünglich verboten, es sähe nicht gut aus. Also kamen sie alle in Miniröcken, weil es dort irgendein Gendergesetz gibt, dass sicherstellt, dass man niemandem verbieten kann, einen Rock zu tragen. Die Bahngesellschaft lenkte ein und gestattete ihnen kurze Hosen.)

Warum plädiert die SPD, die doch sonst immer vorgibt, für Gleichheit zu sein, nicht für einheitliche Bekleidung? Frauen im Merkel-Hosenanzug? Oder alle im Mao-Anzug? Business-Kostüm? Alle gleich und das Problem wäre gelöst. Aber was bliebe dann denen, die jetzt schon nicht mehr haben als über Sexismus zu jammern?

Dieses SPD-Gender-Gesindel, das das „Privileg” hat (um man in Linke-Sprech zu blubbern), bei Hitze in kurzer, luftiger Kleidung herumlaufen zu können, beschwert sich noch über Sexismus, weil jemand auf ihren Arsch geguckt hat, als sie vor versammeltem Publikum damit wackelte.

Mit dem Hirn scheint sie nicht gewackelt zu haben, zumindest wurde nicht überliefert, dass es dazu Kommentare gegeben hätte.

Wer wählt sowas?