Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Revolutionen

Hadmut
3.6.2020 16:50

Eine Anmerkung zu den Plünderungen und Brandschatzungen in den USA und der Verfassungssabotage hier durch Verfassungsrichter.

Oder: Geschichte wiederholt sich.

Ich zitiere mal aus Wikipedia. Ist zwar eine linke Müllhalde, aber damit eben auch das Abbild linker Sichtweisen.

(Man vergleiche Naturkatastrophen wie „Harter Winter” mit „Corona” und „Klima”)

Februarrevolution 1917

Der russische Staat machte während des Ersten Weltkrieges eine enorme Wirtschaftskrise durch. Die Erfordernisse der modernen Kriegsführung veranlassten das Zarenreich zum Ausbau der industriellen Kapazitäten. Zu deren Finanzierung wurde nach dem Scheitern von Kriegsanleihen schließlich vermehrt Geld gedruckt. Das löste im zweiten Kriegsjahr eine signifikante Inflation aus. Bis Ende 1916 verteuerten sich Arbeit und Güter um durchschnittlich 400 %. Dadurch wurde wiederum die Nahrungsmittelproduktion der Großgrundbesitzer nahezu lahmgelegt, da diese auf die Beschäftigung von Lohnarbeitern angewiesen waren.

1916 verschlechterte sich die Ernährungslage der Bevölkerung beträchtlich. […]

Die weitere Verschlechterung der Versorgungslage der Bevölkerung im harten Winter der Jahre 1916/1917, Zwangseintreibungen und ein neues, fehlgeschlagenes Ablieferungssystem verstärkten die Unzufriedenheit. 1917 kam es in den Industriezentren zu Hungerrevolten, Streiks und Demonstrationen. Deren Anlass war unter anderem der 12. Jahrestag des Petersburger Blutsonntages am 9. Januarjul./ 22. Januargreg.. Die Verhaftungen von Regimekritikern konnten der revolutionären Stimmung nicht entgegenwirken, sondern führten nur zu einer stärkeren Radikalisierung.

Mittlerweile füllten sich die Petrograder Straßen mit zahlreichen hungernden und aufgebrachten Menschen, da die Lebensmittelversorgung ins Stocken geriet. Bereits nachts standen Menschen in langen Schlangen um Brot an. Es kam zu vereinzelten Plünderungen. Die Eröffnung der Duma am 14. Februarjul./ 27. Februargreg. wurde von einer Großdemonstration begleitet, die diese zu energischen Maßnahmen auffordern solle.

Am 19. Februarjul./ 4. Märzgreg. brach in den Putilow-Werken, einem Petrograder Rüstungsbetrieb, ein Streik aus. Daraufhin verfügte die Direktion die Aussperrung von 30.000 Mann. Prompt kam es zu einer Protestdemonstration gegen die katastrophale Versorgungslage. Lawinenartig dehnten sich die Proteste auf andere Betriebe aus, der Generalstreik wurde proklamiert. Tausende demonstrierten mit roten Fahnen auf dem Newski-Prospekt.

Die Arbeiterkomitees hielten es für unwahrscheinlich, von der Armee die notwendige Unterstützung für eine großangelegte proletarische Revolution zu bekommen. Daher verfolgten sie die Idee einer friedlichen Volksbewegung. Es war kein gezielter Aufruf für Streiks geplant, um gewaltsame Zwischenfälle mit der gefürchteten Polizei zu vermeiden. Aber es zeigte sich bei den ersten Zusammenstößen, dass die Soldaten größtenteils bereit waren, zum Schutz der Zivilisten (unter denen sich auch viele Soldatenfrauen befanden) gegen die Polizei aber auch vor allem gegen die eigenen Offiziere vorzugehen. […]

Am 21. Februarjul./ 6. Märzgreg. berichtete die täglich erscheinende Börsen-Gazette, dass auf der Petrograder Seite Plünderungen von Bäckereien begannen und sich dann auf die ganze Stadt ausweiteten. Durch die Straßen ziehende Menschenmengen stünden vor Bäckereien und Backwarengeschäften und schrien „Brot, Brot“.

Oktoberrevolution 1917

Die Oktoberrevolution (russisch Октябрьская революция в России, Oktabrskaja Rewoljuzija w Rossii) vom 25. Oktoberjul./ 7. November 1917greg. war die gewaltsame Machtübernahme durch die kommunistischen Bolschewiki unter Führung Wladimir Iljitsch Lenins in Russland. […]

Sie führte zu einem mehrjährigen Bürgerkrieg und nach dessen Ende 1922 zur Gründung der Sowjetunion, einer Diktatur der Kommunistischen Partei Russlands. […]

In realsozialistischen Ländern gewöhnlich als Große Sozialistische Oktoberrevolution (russisch Великая Октябрьская социалистическая революция Velikaja Oktjabr’skaja socialističeskaja revolucija)[1][2] und als Wendepunkt der Menschheitsgeschichte glorifiziert, betrachteten die Gegner der Bolschewiki die Oktoberereignisse als bloßen Staatsstreich, dessen Ergebnisse sich erst nach einem blutigen Bürgerkrieg verfestigten. […]

Ökonomisch näherte sich Russland dem Zusammenbruch. Die kriegsbedingte Inflation brachte eine Verdreifachung der Lebenshaltungskosten gegenüber 1913 mit sich. Lohnerhöhungen und Mehreinnahmen durch Überstunden glichen die Preissteigerungen für die Arbeiter nur zum Teil aus. Auch der Achtstundentag und erste Maßnahmen zum Mutterschutz, die das Exekutivkomitee des Petrograder Sowjets im April 1917 mit den lokalen Unternehmern vereinbart hatte, stimmten die Arbeiter nicht friedlicher. Die Folge war im Mai 1917 eine Streikwelle, die sich bis zum Oktober 1917 steigerte, als sich über eine Million russische Arbeiter im Ausstand befanden. Dies verschlechterte die Wirtschaftslage weiter, weshalb die Unternehmen aufgrund von Verlusten und Nachschubproblemen begannen, ihre Belegschaften in Urlaub zu schicken oder zu entlassen. […]

In der Führung der Partei der Bolschewiki war umstritten, ob sie sich an den Wahlen zur Verfassunggebenden Versammlung beteiligen oder stattdessen auf einen gewaltsamen Aufstand setzen sollte. Lenin drängte in seinem finnischen Versteck die Partei zur Übernahme der alleinigen Regierungsmacht, da er die Zeit für günstig hielt, die schwache Position der Regierung auszunutzen. In einem Brief schrieb er Mitte September:

Es wäre naiv, eine ‚formelle‘ Mehrheit der Bolschewiki abzuwarten. Keine Revolution wartet das ab. Auch Kerenskij und Co. warten nicht, sie bereiten die Auslieferung Petrograds [an die Deutschen] vor. Gerade die kläglichen Schwankungen der Demokratischen Konferenz müssen und werden die Geduld der Arbeiter Petrograds und Moskaus zum Reißen bringen! Die Geschichte wird uns nicht verzeihen, wenn wir die Macht jetzt nicht ergreifen.“

Die meisten anderen führenden Bolschewiki waren aber dafür, die Macht demokratisch auf die Sowjets übergehen zu lassen, und wollten zu diesem Zweck den II. Allrussischen Sowjetkongress abwarten, der für den 20. Oktoberjul./ 2. November 1917greg. einberufen war. […]

Wütend erwiderte Lenin, abzuwarten sei „vollendete Idiotie oder vollendeter Verrat“. Man dürfe sich „nicht von der Stimmung der Massen leiten lassen, sie ist wankelmütig und nicht genau zu berechnen“. Es gelte vielmehr den Allrussischen Kongress vor vollendete Tatsachen zu stellen und die Revolution durch ihn legitimieren zu lassen. Das Zentralkomitee verabschiedete schließlich mit neunzehn gegen zwei Stimmen eine Resolution, die alle Parteikader darauf verpflichtete, „den bewaffneten Aufstand allseitig und tatkräftig vorzubereiten“.

Ich glaube, ich weiß, was hier gerade abläuft.

Ich schreibe das ja schon seit einiger Zeit, dass ich den starken Eindruck und Verdacht habe, dass die den Prozess des Weltkommunismus, dem vor 100 Jahren die italienischen und deutschen Nationalsozialisten, der zweite Weltkrieg, dann McCarthy und der kalte Krieg in die Quere kamen, zum 100. Jahrestag fortsetzen wollten.

Man könnte sogar vermuten, dass man die Corona-Krise, die gewisse Ähnlichkeiten mit den Krisen durch Naturkatastrophen und die Folgen des ersten Weltkrieges vor 100 Jahren hat, ausnutzen will. Denkt man etwas weiter, könnte man auch Fridays for Future als den Versuch ansehen, zumindest das Gefühl einer Krise und Katastrophe – um das Gefühl geht es ja – zu reinszenieren.

Lenins Prinzip war, eben nicht den demokratischen Weg zu gehen, sondern vollendete Tatsachen gegen die Mehrheit zu schaffen.

Bedenkt man, dass wir voll sind von alternden DDR-Kadern, Stasi, SED, die alle auf Marxismus-Leninismus abgerichtet wurden, altersbedingt aber ihre letzte Chance sehen, sieht eigentlich alles, Gender, Migration, Klima, die Randale in den USA, Soros, und was noch alles dazugehört, aus, als wollte man die russische Revolution von 1917 fortsetzen und in Europa, besonders Deutschland, und den USA durchziehen.

Die Parallelen – teils künstlich hergestellt, teils suggeriert, teils zufällig ergeben – der Bedingungen sind gerade verblüffend deutlich. Quasi wie so ein Horoskop, nach dem gerade Sonne, Sterne, Planeten total günstig stehen, und die Leute „Jetzt oder nie” glauben lässt.

Meiner Einschätzung nach wird die Klima-Erwärmung das geringste globale Problem des 21. Jahrhunderts.

Ich glaube auch nicht, dass das 21. Jahrhundert jemals enden wird. Ein paar Menschen wird es sicherlich noch geben, aber ich glaube nicht, dass sie noch Zeitrechnung und die in unserem Kalendersystem betreiben werden.