Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Der Krieg der Neo-Bolschewisten

Hadmut
29.11.2019 12:50

Der rot-grün-linke Krieg gegen die Bevölkerung und warum wir alle „Faschisten” sind.

Jemand schickte mir einen Screenshot:

Die Seite antifa-berlin.info ist gerade nicht oder nicht mehr erreichbar. Diesen Textausschnitt habe ich dann aber unter https://antifa-nordost.org/9166/antifa-heisst-revolutionaerer-kampf/ gefunden.

Offenbar sind sie im Krieg gegen die Demokratie und uns alle, und sie nennen uns alle „Faschisten”, damit sie sich selbst „Antifaschisten” nennen können und nicht „Antidemokraten”, „Terroristen” oder „Bolschewisten” nennen müssen. Die Namenswahl beruht auf Eigenmoralisierung.

Statement der [NEA]: Antifa heißt revolutionärer Kampf!

Antifa heißt revolutionärer Kampf!
Boykottiert die neoliberale „Antifa ist Liebe“ Hipster-Show!

„Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom Faschismus schweigen“
– Max Horkheimer

Offenkundig an der Frankfurter Schule orientiert. Neuauflage der RAF. Denn aus den Bezügen zu Friedrichshain-Kreuzberg und der TAZ wird deutlich, dass es ihnen vor allem um Kampf und Gewalt geht, und sie Eigenjustiz betreiben:

2) Die staatlichen Sicherheitsbehörden machen bekanntermaßen keine Antifa, noch Bekämpfen sie Faschist*innen, sondern das genaue Gegenteil. Sie (BND und VS) entstanden unter Mitwirkung von Alt-Nazis in der BRD. Ihr Auftrag: Die Bekämpfung der Linken in West und Ost – auch mit faschistischen Paramilitärs. 4 Daran hat sich nach 1990 nichts geändert. Im Gegenteil sollte seit dem NSU spätestens klar sein, dass der Sicherheitsapparat über das V-Leute-Wesen in den Aufbau von Neo-Nazi-Szenen verwickelt war. Der „Nordkreuz-Skandal“ zeigt, von was wir ohnehin ausgehen: Dass die eher wenig linken Institutionen Polizei, Militär und Geheimdienst mit im braunen Sumpf hängen.

Bemerkenswerterweise haben sie natürlich kein Impressum – eigentlich hat fast das gesamte linke Webseitenspektrum kein Impressum und tritt auch in den Social Media weit überwiegend unter Pseudonymen auf – und sagen auch nicht, was „Faschismus” als Begriff eigentlich genau sein soll. Hauptsache Bekämpfen. Und dann eben diese Aussage:

3) Genau deshalb ist der bürgerliche Staat und seine Sicherheitsapparate unser ausgemachter Feind. Er erledigt ganz sicher nicht „unsere“ Arbeit. Das Logo der antifaschistischen Aktion hat eine revolutionäre Tradition. 5 Als Kommunist*innen, Sozialist*innen und Anarchist*innen wollen wir den Bruch mit dem Kapitalismus, den Sturz der herrschenden, bürgerlichen Kaste und stattdessen: Rätedemokratie und Sozialismus. Wir sehen den Faschismus nicht als grundverschieden zur bürgerlich liberalen Demokratie, sondern als deren menschenverachtende, gewalttätige Zuspitzung.

Der bürgerliche Staat und seine Sicherheitsapparate sind der „ausgemachte Feind”. „Sturz der herrschenden, bürgerlichen Kaste und stattdessen: Rätedemokratie und Sozialismus.”

Als ob Stalin, Mao, Pol Pot, die DDR nicht menschenverachtend und gewalttätig gewesen wären. Wie oft muss man die Fernsehsendungen von vor 30 Jahren über die Mauer, die Selbstschussautomaten und die Flüchtlinge zeigen?

Faschismus wird als inhaltsgleich mit der „bürgerlich-liberalen Demokratie” gesehen, Ziel ist eine bolschewistische Sowjetunion. Das hatten wir ja 1918 schon mal, Liebknecht vom Berliner Stadtschloss. Kein Wunder, dass sie in Berlin das Stadtschloss wieder aufgebaut haben, geht alles von vorne los.

Und was eine Räterepublik mit Demokratie zu tun haben soll, konnte mir auch noch keiner erklären. Was vielleicht daran liegt, dass sie auch nicht erklären, was sie unter „Demokratie” verstehen, aber das gehört ja zu der in diesen Kreisen üblichen Rabulistik, Begriffe unklar zu lassen und sie nach Bedarf ständig zu ändern.

4) Die AfD ist in diesem Kontext Auswuchs der Krise der bisherigen bürgerlich-liberalen Ordnung. Sie ist Ausdruck von Teilen des Staatsapparats (Mehrheitlich Polizist*innen, Soldat*innen und Unternehmer*innen. Wer hätte das gedacht…), die die liberale Ordnung der Dinge im Kapitalismus, durch seine völkisch-nationalistische Variante ersetzen will. An diesem ihrem pro-kapitalistischen (klassisch faschistischen) Charakter ändert auch der Zuspruch von Teilen der Arbeiter*innen und Erwerbslosen oder ihre vorgeschobene Sozialdemagogie nichts.

Logik scheint nicht so ihr Ding zu sein. Einerseits sehen sie die AfD als Auswuchs der „bisherigen bürgerlich-liberalen Ordnung”, und für gewöhnlich bezeichnet man das ja auch alles als „konservativ”, also erhaltend, und nennt sich selbst „progressiv” und äußert, die Änderung zu wollen, dreht das dann aber plötzlich herum und sagt, die wollten da nun „die liberale Ordnung der Dinge im Kapitalismus, durch seine völkisch-nationalistische Variante ersetzen”.

Ja, was denn nun? Wollen sie nun erhalten oder verändern?

Wenn man der AfD nun vorwirft, die liberale Ordnung der Dinge ersetzen zu wollen, warum ist die Antifa dann nicht einfach mit dem konservativen Erhalt der Ordnung der Dinge einverstanden? War das nicht immer der Standpunkt alles Linken, „progressiv” zu sein und alles zu ersetzen, was jetzt ist?

Stringenz, Widerspruchsfreiheit, Verständlichkeit sind die Sache Linker nicht. Einfach rausblubbern, ohne dass ein Satz zum anderen passt. Siehe:

Revolutionärer Kampf –
Zur Politisierung und Organisierung gegen Kapitalismus und bürgerliche Herrschaft

Es bleibt dabei:
Nieder mit den herrschenden Zuständen!
Für ein revolutionäres Gedenken an Silvio Meier!

Ja, was denn nun? Eben noch geben sie sich konservativ und werfen der AfD vor, die bestehende Ordnung ersetzen zu wollen, nun schreien sie Zeilen später selbst „Nieder mit den herrschenden Zuständen!”

Und gegen die „bürgerliche Herrschaft” – also des Idioten Marx’ Kampf gegen die Bourgeoisie – während man sich gleichzeitig von Faschisten ernähren lässt, denn selbst arbeiten kann man ja nicht, sonst wäre man ja beim Klassenfeind.

Ob irgendwer außer ihnen den bolschewistischen Blödsinn auch haben will, wird nicht gefragt. Sie wollen das gegen alle durchkämpfen und nennen das dann „Demokratie” – wenn alle das zu tun haben, was eine kleine, schwachsinnige, ideologische und vor allem stinkend faule und parasitär lebende Minderheit sich aussucht. Wie die Schweine bei Orwell.

Ich fände das alles ja noch plausibel und akzeptabel, wenn sie einfach mal darstellen würden, wie die Gesellschaft dann aussehen und funktionieren soll, warum es bei uns funktionieren soll, obwohl es in den letzten 100 Jahren noch nie funktioniert hat, und dann zu sagen „Wir wollen das, wer will das auch?”

Das tun sie aber nicht. Wie immer bei Linken, ist nicht erkennbar, was und wohin sie eigentlich wollen, außer wüsten Beschimpfungen und Gewalt ist da nichts. Man hört da immer nur die hohlen Phrasen, was sie nicht mehr wollen. Aber wie es dann weitergehen soll, das erfährt man nicht. Aber blind zustimmen und sich fügen, das soll man. Mir konnte bis heute nicht ein einziger erklären, wie eine linke, sozialistische Gesellschaft überhaupt funktionieren können soll. Ich habe das ja schon oft beschrieben, auch mal anhand von Mietautos, dass Sozialismus/Kommunismus schon aus elementaren spieltheoretischen Überlegungen heraus nicht funktionieren kann. Kurioserweise versuchen sich ja manche Linke damit aus der Affäre zu ziehen, dass der Kommunismus bisher nicht funktioniert, weil es einfach die falsche Sorte Mensch war, man müsste den zum Kommunismus passenden Menschen erst noch entwickeln. Weshalb wir hier ja auch gerade in einem großen Gen- und Zuchtexperiment sind. Der ganze Heimat-, Migrations-, Genmder-, Durchmischungsscheiß ist ja nichts anderes als der verzweifelte Versuch, einer Menschheit jegliche Eigenschaften auszutreiben, um endlich zu einem synthetischen eigenschaftslosen Menschen zu gelangen, der am Sozialismus teilzunehmen hohl genug ist. Leute, die einfach so arbeiten, ohne dafür noch einen Grund zu haben. Wie in „Schöne neue Welt”. Ich erinnere an die Experiment-Aussage von Yascha Mounk in den Tagesthemen:

Kommunismus hat nie funktioniert und kann nicht funktionieren, schon elementare Überlegungen würden das erfassen, aber statt einzusehen, dass sie in ihrer Ideologisierung einer bekloppten Schnapsidee, erdacht von Idioten, Korrupten und Saboteuren, aufgesessen sind, wollen sie einen neuen Menschenschlag züchten, der sich in den Kommunismus einfügt. Sie wollen eine neue Menschenrasse, den Kommunisten, züchten, weil sie alle anderen für zu dumm halten, und beschimpfen alle, Rassisten zu sein.

Halten wir die Aussage fest, dass sie unsere Demokratie und unser Bürgertum bekämpfen und abschaffen wollen und sie deshalb mit dem Faschismus gleichsetzen, damit die alten Begrifflichkeiten passen und es begrifflich nicht so auffällt, was sie eigentlich vorhaben. Wie damals beim Schwenk von Mussolini zu den Amerikanern als Staatsfeind, als man einfach beim Begriff Faschismus blieb, damit man es nicht so merkt und man es nicht neu erklären muss.

Es sind also erklärte Staats- und Demokratiefeinde.

Wie ist es dann zu erklären, dass die SPD sich brüstet, die Feinde der Demokratie mit allen zur Verfügung stehenden rechtsstaatlichen Mitteln zu bekämpfen, wenn sie die Antifa pampert, finanziert, unterstützt, obwohl die doch selbst sagt, die Demokratie zum Feind zu haben?

Muss man die SPD im Allgemeinen und Martin Gerster im Besonderen dann nicht als Lügner einstufen?

Wenn wir schon bei dummen Reden sind, kann man auch den Grünen Tobias Lindner betrachten:

440 Stellen „gegen Rechts” will er im BKA haben, bekommt aber nur 300. Schrecklich. Wo man solche Stellen doch zur Versorgung des eigenen Parteiumfeldes so braucht. Da haben sie halt nicht fleißig genug Hakenkreuze gemalt, um alle 440 Stellen zu bekommen.

Im Gesamtzusammenhang, vor allem mit der Gleichsetzung von Faschismus und demokratischer Bürgerschaft, könnte man das so verstehen, dass SPD und Grüne daran mitwirken, die demokratische Mittelschicht zu bekämpfen und abzubauen. Und die ganze Politik läuft ja auch darauf hinaus, den Mittelstand abzutöten und nur noch ein gehorsames, dummes, befehlsampfangendes Proletariat zu errichten.

Bleibt eine zentrale Frage:

Wenn ihnen so am Sozialismus gelegen ist und sie Demokratie und Bourgeoisie für so unerträglich halten, warum sind sie dann überhaupt hier und nicht in sozialistischen/kommunistischen Ländern wie Nordkorea, Vietnam, Venezuela?

Weil die meisten dieser Länder längst zusammengefallen sind und man in denen, in denen der Sozialismus noch haust, einfach nicht leben will. Ausgerechnet die, die am meisten auf Demokratie und Kapitalismus schimpfen, wollen dann selbst schon gerne in deren Annehmlichkeiten leben.

Wie die Schweine in Orwells Animal Farm, die andere haben schuften lassen und sich selbst in die Betten der Menschen gelegt haben, die sie zuvor als Kapitalisten vertrieben hatten.