Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Entweißung

Hadmut
19.11.2019 0:36

Dash wäscht so weiß, weißer geht’s nicht. Das war gestern.

Titel Thesen und Demente bejubelt gerade das bevorstehende Ende der weißen Dominanz. Kolonialisierung sei übel, das müsse rückabgewickelt werden.

Nun, da hätte ich grundsätzlich nichts gegen einzuwenden.

Zuerst sollte man natürlich Fernsehzwangsgebühren und überhaupt die Steuern abschaffen, die zahlt in Afrika ja in den meisten Gegenden auch niemand. Wovon auch. Und da, wo man sie zahlt, sind sie Werk des Kolonialismus. Also weg damit.

Ich fände es auch entspannend, wenn Vergewaltigung risikolos und Tagesordnung würde, das ist dort in den Townships auch so gängig.

Wenn man Afrika dekolonialisieren will, sollte man auch gleich Strom und Internet und gemauerte Häuser wieder abschaffen, was natürlich bitter für Angela Merkel wäre, die doch meint, wir sollten sie als Vorbild in Digitalisierung nehmen.

Auch Jeans, Hemden, Kleider, die Tracht der Herero sollte man ihnen wieder abnehmen, auch die Autos und die Straßen und die Krankenhäuser – alles Ergebnisse der Kolonialisierung. Und natürlich die Schrift.

Man sollte auch alle Flüchtlinge sofort wieder nach Afrika packen, denn ohne Kolonialisierung wüssten die ja in den meisten Ländern nichts von Europa. Die nordafrikanischen Piraten wussten das, sonst nichts. Als ich in Namibia war, fragte mich einer, wie lange man da so von Deutschland mit dem Auto zu ihnen so fährt.

Man sagt zwar immer und gerne (was neulich ja widerlegt wurde), dass der Mensch in Afrika entstanden sei, dort also am längsten existiere, aber bis vor der Kolonialisierung waren sie etwa auf Steinzeitniveau, die Bronzezeit vielleicht vereinzelt. Worauf beruht die Annahme, dass das in den letzten 100 Jahren ohne Kolonialisierung anders gewesen sei? Ich habe mal einen Diercke-Schulatlas von 18×0 gesehen, da war Afrika meistenteils nur eine Küstenlinie und ein großer weißer Fleck mit Aufschrift „Größtenteils unerforscht”. Wie weit wären die Stämme wohl heute, in Anbetracht der Tatsache, dass man mir in Namibia 2011 sagte, dass die da gerade alle fleißig Englisch büffeln, damit sie endlich mal miteinander reden könnten. Es gäbe da bis heute (also 2011) benachbarte Stämme, die sich mal gesehen haben, aber nicht ein einziges Wort miteinander sprächen, weil sie kein Wort der anderen Sprache verstehen könnten. Die haben es in x0.000 Jahren Menschheitsgeschichte nicht geschafft, mit ihren Nachbarn zu sprechen. (Zum Vergleich: Die Aborigines in Australien haben eine stammesübergreifende gemeinsame Hochsprache entwickelt.) Ach ja, Schrift hatten sie auch nicht. Ein paar Felsmalereien haben sie mir gezeigt. Dafür haben sie Medizinmänner, die empfehlen, im Falle von AIDS sofort eine weiße Frau oder Jungfrau zu vergewaltigen, weil es der Krankheit bei denen besser gefällt und die Krankheit dann umzieht und überspringt. Dann ist man geheilt. Und wenn ich mir eine Frau kaufe, solle ich sie nur mit Kühen und Schafen, aber keinesfalls mit Ziegen bezahlen, sonst reden die nachher zuviel.

Sowas wie Fernsehen oder gar Titel Thesen Temperamente gäbe es da gar nicht.

Und dann kommen die Armleuchter da an und feiern den Abschied von der Dominanz des weißen Mannes.

Dann sollten sie sich erst mal selbst abschalten und sich ihrer Kleidung entledigen und auf Häuser aus Stein verzichten.

Ich finde es immer so absurd, wenn solche Knalltüten, voran der Moor, das Ende der weißen Kultur predigen, dabei aber völlig übergehen, dass alles, was sie sind und was sie ernährt, darauf beruht. Die nächste Sendung dann im Baströcken auf dem Dorfplatz.

Es wäre mal überhaus interessant, aber politisch heikel, die Welt mal darzustellen wie sie wäre, wenn die Europäer Europa nie verlassen hätten.

Dann gäbe es heute halbwegs moderne Zivilisationen nur in Europa und Asien, vor allem China, Japan, Indien, Arabien. Im Prinzip entlang der Seidenstraße.

In Afrika und Australien würde noch das Leben auf Steinzeitniveau herrschen und in Nordamerika würden sie noch mit Pfeil und Bogen Büffel jagen. Die Majas und die Inkas hätten was zu bieten gehabt und einen mittleren Stand erreicht.

Zwar gab es in Nordafrika schon mal große Kulturen mit Wissen, die alten Ägypter, die Phönizier und entlang so bis Karthago, siehe etwa die alten Sagen um Odysseus und so weiter, altes Testament und so. Die waren mal gut drauf. Die Bibliothek von Alexandria galt mal als der gelehrteste Ort der Welt, und die Pyramiden waren architektonische und technische Meisterleistungen. Hochkulturen, als die Germanen noch im Wald hausten. Wilde Barbaren, wie von Caesar beschrieben, während er sich in Ägypten edel mit Kleopatra vergnügte. Die alten Ägypter hatten schon Hirn- und andere Operationen und Intubationen drauf, Navigation obendrein. Und die biblische Arche Noah lässt auf profunde Kenntnisse im Schiffsbau zu alttestamentarischen Zeiten schließen. Aber übriggeblieben ist davon auch nicht viel. Die pharaonische Beschneidung. Danach kam nichts mehr.

Na, dann mal los.