Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Vom Sagbaren zum Meinbaren

Hadmut
3.11.2019 22:26

Ist Euch der Paradigmenwechsel aufgefallen?

Bis vor einiger Zeit ging es immer um die „Grenzen des Sagbaren”. Beispielsweise auf den Journalistenkonferenzen wie Netzwerk Recherche ging es immer wieder darum, was „Sagbar” ist, und dass sich das immer weiter verschöbe. Da ging es noch darum, was man äußern darf.

Inzwischen gibt es wegen der diversen Eskalationen eine Diskussion um die Meinungsfreiheit, dass die Linken diese verletzen, und plötzlich ist nicht mehr die Rede vom „Sagbaren”, weil das ja offenkundig eine Festlegung wäre, was man sagen darf und was nicht. Jetzt sind wir beim Meinbaren. Also der Verschiebung in die Frage, ob etwas überhaupt unter die Meinungsfreiheit fällt. Jetzt ist es (Blogartikel von vorhin) dann erst gar keine Meinung mehr, wenn jemand nicht „Ich persönlich glaube” als Eingangsformel davorsetzt und sich selbst runterrelativiert, oder eben „Hass ist keine Meinung”.

Und was Hass ist, das legen selbstverständlich Linke eigenmächtig und für jeden Augenblick neu fest, die Maßstäbe wechseln ständig.

Es gibt noch einen anderen Punkt.

Vor noch gar nicht allzu langer Zeit und auch immer noch war es strengstens verboten, Gender Studies, Islam und so weiter zu kritisieren. Da hieß es „Safe Space”, und das Recht, sich nicht unwohl zu fühlen und der ganze Mist, zumal die Geisteswissenschaftler ja sowieso jede Kritik verbieten und mit Prügel belegen. Kein falsches Wort darf geäußert werden, niemand dürfe mit etwas konfrontiert werden, was er nicht hören will, schon gar nicht ohne Trigger-Warning.

Geht es aber – vor allem seit der causa Lucke – um die Meinungsfreiheit derer, die man als rechts ansieht, dann heißt es plötzlich, dass sie sich Kritik anhören und sie aushalten müssten.

Ständig wechselnde Maßstäbe, permanente Willkür. Immer der Opportunismus des Augenblicks.

Dieser ganze linke Komplex, diese ganzen Medien, alles so durchverlogen. Man muss ihnen nur zusehen, wie sie Standpunkte und Maßstäbe ständig wechseln.