Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Die Sexy-Son-Hypothese

Hadmut
2.11.2019 13:17

Ein Leser bringt mich gerade auf etwas.

Nämlich die Sexy-Son-Hypothese, von der ich noch nie gehört habe. Die aber ins Bild passt.

Aus evolutionären und fortpflanzungstaktischen Gründen nämlich würden Frauen nicht etwa nur nach dem unmittelbar besten Vater schauen, also einem, der gut Futter ranschafft, viel Land/Geld hat, fürsorglich, nett und so weiter ist, also positive Eigenschaften hat, weil der nur für ihren Fortpflanzungserfolg gut sei. Sorgt halt für Futter und Nest.

Es gehe aber auch darum, dass ihre Söhne, also die nächste Generation, Fortpflanzungserfolg habe, und weil da ein Schönheitsmarkt herrscht, es primär darum gehe, schöne Söhne zu haben und die von schönen Vätern zu bekommen.

Das nun wieder ist hochinteressant, weil es zu anderen Beobachtungen passt.

Es ist ja schon oft beschrieben worden, dass Frauen je nach Stand des Zyklus ganz unterschiedliche Männer bevorzugen, mal den braven Nestbauer und mal den kriegerischen Macho. Immer wenn’s an die Fruchtbarkeit geht, den schönen wilden Mann, ansonsten den, der das Heim pflegt. Dass also zwei Männer grundsätzlich Teil der weiblichen Strategie sind? Einer für den Samen und einer für die Jahre danach?

Das kann ich auch aus zwei eigenen Erfahrungen bestätigten. Ich hatte mal auf einer Reise gleich zu Anfang mit einer ziemlich hübschen Frau angebändelt, offenkundig beiderseitiges Interesse, viel Spaß und so. Von einem Tag auf den anderen ignorierte die mich komplett und wandte sich nur noch den muskulösen Großmäulern zu, die sie vorher noch mied, roch aber auch ganz anders. Offenbar Hormone. Eine gute alte Freundin warnte mich mal. Man spreche ja unter den Frauen auch ständig über die Männer, und ich würde einhellig als Typ „Bärchen” gesehen. Das sei eben der Typ Mann, den man zahlen und arbeiten lässt und ihm Kinder unterjubelt, der typische Gehörnte.

Könnte es also sein, dass das Fremdgehen ein tief verankertes Prinzip ist, dass Frauen generell dazu neigen, sich von einer kleinen optoelitären Minderheit, die natürlich nicht alle heiraten und versorgen kann, nur den Samen zu holen, und die breite verfügbare Masse notgedrungen als Kuckucksväter einzuspannen?

Und das dann notwendigerweise zu Fremdenfeindlichkeit gegenüber Männern führt, weil das einfach den Markt und die Konkurrenzsituation kaputt macht?