Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Die individuumsruinierenden Kosten des Sozialismus

Hadmut
30.6.2019 16:14

Da erzählen sie uns immer, Sozialismus sei doch gut und gerecht für alle.

Ein Realitätscheck durch Blick an die Universitäten im transkulturellen Vergleich.

USA

Dass die amerikanischen Universitäten mit Bildung und Forschung eigentlich gar nichts mehr zu tun haben und letztlich nur noch sozialistische Betrugsaggregate nach dem Schneeballschema sind, habe ich schon oft beschrieben. Immer mehr Nichtstuer und Nichtskönner werden quersubventioniniert, indem man immer mehr unfähige Leute in die Universitäten drückt, ihnen für immer höhere Studiengebühren das Blaue vom Himmel der Akademiker verspricht, und immer mehr dieser Nichtskönner werden in den Universitäten zu horrenden Mondgehältern eingestellt, damit nicht so auffällt, dass sie auf dem freien Markt chancenlos sind, weil sie nichts können.

Jahrelang hat das funktioniert, weil man – wie beim jedem Schneeballsystem – einfach immer mehr Dumme anlockte, die dann alle hinten mit negativem Ergebnis (=abgezockt) herauskommen.

Jedes Schneeballsystem bricht zusammen, wenn man nicht mehr genug – heißt: immer mehr – Dumme findet.

Der Zustand ist in den USA nun erreicht. Firmen legen auf Hochschulabschlüsse keinen Wert mehr, weil nämlich wertlos. Leute, die sich eben noch ganz toll fühlten mit den schönen Roben und den schönen Doktorhüten (deshalb bekommt man da ja auch so eine schöne Robe zum Abschluss, damit man wenigstens das Gefühl hat, man wäre jetzt was), stehen auf einmal vor der Realität und bekommen gar keinen Job oder einen so niedrig bezahlten, dass sie – falls sie wenigstens so ein bisschen rechnen können – plötzlich merken, dass sie in ihrem Leben niemals so viel verdienen werden, um ihre Studienschulden abzutragen. Wie praktisch, dass Studienschulden von der Privatinsolvenz ausgenommen sind und nicht verfallen können. In Neuseeland wurden Neuseeländer schon an der Ausreise gehindert, weil sie ihre Studienschulden noch nicht bezahlt hatten. Sich abzusetzen geht da nicht.

Schaut man sich an, wo all das viele Geld aber hingeht, dann merkt man sehr schnell, dass es nicht etwa in Bildung und Forschung, sondern schlicht in Sozialismus läuft, nämlich dahingehend, im Zuge der Gleichmacherei jede Menge Leute, die an der Universität einfach komplett falsch sind, aufwendig durchzufüttern und dann mit dicksten Gehältern auszustatten.

Übrigens ist das nicht ganz, aber wesentlich Werk des Ex-Präsidenten Obama. Man kann über Trump sagen, was man will, aber sowas würde unter dem so nicht passieren.

Deshalb protestieren in den USA nun die Studenten, dass man ihnen die Schulden, die sie sehenden (aber dummen) Auges aufgenommen haben, doch erlassen möge. Zerohedge hat da nun einen schönen Artikel dazu, weil der linke Senator Bernie Sanders nun im nächsten sozialistischen Schritt des Problem-weiter-verschiebens die Schulden erlassen will. Wer’s stattdessen zahlt, ist mir jetzt unklar, aber normalerweise haben sie die Schulden nicht bei der Universität, die lässt nämlich nicht anschreiben, sondern bei irgendwelchen Banken oder Krediteinrichtungen. Aber anscheinend soll’s am Steuerzahler hängen bleiben.

While many agree removing financial responsibility on the part of the student is bad policy, the 45 million Americans holding student loans undoubtedly see debt forgiveness as attractive.

Burdensome student loan debt is indeed problematic. Studies show it has discouraged desirable economic activity such as starting a business or buying a home. But loan forgiveness will cause more problems than it solves.

Both Warren and Sanders propose to pay for their plans by raising taxes. Why should American taxpayers have to pay off loans that students took on voluntarily?

Two-thirds of Americans do not hold bachelor’s degrees. Their choice not to go to college, whatever the reason may be, in many cases may have involved a desire to avoid the high cost of higher education.

Zwei Drittel der Americaner hätten keinen Bachelor, wären nicht auf die Uni gegangen, aus welchen Gründen auch immer. Deshalb sei es sehr unfair, wenn die jetzt für den Blödsinn der anderen zahlen müssten.

These Americans are statistically less likely to earn as much as Americans who do hold bachelor’s degrees. It is regressive, or taking a larger percentage from low-income earners, to ask Americans who purposely avoided the high cost of college to pay for students who chose to take on mountains of debt.

Zudem verdienten sie ja im Mittel auch noch weniger.

Langer Rede kurzer Sinn: Man hat die amerikanischen Universitäten zum sozialistischen Experimentallabor gemacht, und der Sozialismus ist – wie immer – schief gegangen. Statt der sozialistischen Schlaraffenlandutopie haben sie etwas, was dicht am Totalschaden ist. Jede Menge Leute, die überhaupt nichts können und zu alt (und indoktriniert) sind, um überhaupt noch je etwas zu lernen und von irgendeinem Nutzen zu sein, und einen gesellschaftsgefährdenden Haufen Schulden. Nämlich das, was das der ganze Schwachsinn gekostet hat. Man ist auf die sozialistischen Märchen reingefallen, dass das alles irgendwie gratis und für umme zu haben ist, wenn nur alle mitmachen, und jetzt sitzt man auf der Rechnung.

Deutschland

In Deutschland lief es sehr ähnlich ganz anders, weil wir hier keine Studiengebühren haben, die Amis aber trotzdem nachgeahmt haben.

Die Freie Welt beschreibt das recht gut: Bildungsrepublik Deutschland: Mit 40 ist Schicht im Schacht – Ausbeutung einer ganzen Forschergeneration

Bei uns war man dämlich genug, das amerikanische Schneeballsystem quasi ohne Geld zu imitieren, weil man zu doof war zu merken, dass die sich da im Kreis herum betrügen. Wir sind so doof, dass wir den Betrug nachspielen und nicht mal merken, dass wir dazu eigentlich betrügen müssten, es sonst ja gar keinen Sinn ergäbe. Wir nennen das dann „Exzellenzuniversität”.

Während man in den USA vornehmlich andere betrogen hat, lief das dann bei uns eher auf Selbstbetrug hinaus. Der Schaden ist ähnlich, nur Nutznießer gab’s nicht mal.

Die (Selbst-)Betrugsmasche bei uns war die Nummer von der wundersamen Geldvermehrung: Man muss nur genug Leute in die Universitäten reindrücken, dann wird das schon irgendwie gehen, dass da mehr Leute beschäftigt werden, als es Stellen gibt. Etwa wie in dem alten Rechenwitz:

11 müde Wanderer kommen in eine Herberge, in der es nur 10 Betten gibt. Kein Problem sagt der Wirt, das schaffen wir.

Wir legen den 1. und den 11. vorrübergehend, nur für den Moment – gut merken! – zusammen in das erste Bett. Damit sind schon mal zwei in einem Bett. Einen Dritten packen wir in das zweite Bett, den vierten in das dritte, den fünften in das vierte, den sechsten in das fünfte, den siebten in das sechste, den achten in das siebte, den neunten in das achte, den zehnten schließlich in das neunte Bett, so dass wir das zehnte Bett noch frei haben, um den Elften, den wir anfangs vorrübergehend zum Ersten mit in das Bett gelegt haben, da jetzt wieder herausholen und ihm das zehnte Bett geben können, so dass nun jeder sein eigenes Bett hat.

So funktioniert die sozialistische Stellenvergabe an den Universitäten. Jeder glaubt, dass das so geht, jeder fällt drauf rein, aber es funktioniert natürlich nicht. Man kann nicht elf Leute in zehn Betten legen. Schon das ist nur Täuschungsrhetorik. Noch weniger kann man sie in drei Betten legen.

An den Universitäten merkt man nun, dass die Betten nicht für die reichen, denen man eines versprochen hat:

Die deutsche Hochschul-, Universitäts- und Forschungslandschaft ist kaputt reformiert worden. Den Preis zahlt eine komplette Generation von Wissenschaftlern. Mit teilweise katastrophalen Folgen für die eigene Biographie. Kein Land der Erde hat in jüngster Zeit in einem solchen Ausmaß intellektuelle Ressourcen vergeudet und Jungakademiker in die Irre geführt wie Deutschland. „Mit Anfang 40 werden viele Forscher nicht mehr gebraucht“ titelte die „Süddeutsche Zeitung“ kürzlich und trifft damit mitten ins Schwarze.

Es ist selten geworden, dass die Süddeutschen noch irgendwas trifft, aber wenn’s um’s Jammern im Namen ihres Klientels geht, geht’s gerade noch so.

Worum geht es? Die übliche Karriere eines Wissenschaftlers war es, während seines Studiums oder spätestens während seiner Zeit als Doktorand bereits in Forschungsprojekte eingebunden zu sein. Aufbauend darauf kam der nächste Schritt als wissenschaftlicher Assistent des Professors. Wer nicht habilitiert wurde, konnte immerhin Akademischer Rat werden, sozusagen als angestellter Wissenschaftler an der Universität weiter forschen oder Aufgaben in der Lehre übernehmen, als Universitätsdozent arbeiten.

Doch die Reformen der letzten zwei Jahrzehnte haben die Forschungslandschaft radikal verändert. Die einzigen, die Aussicht auf eine lebenslange Stelle haben, sind die Minderheit der Professoren. Alle anderen Forscher sind an Projektstellen, Stellen auf Zeit und auf Drittmittel angewiesen. So wollte man Geld sparen. Den Jungwissenschaftler auf Zeitstellen sind billiger als unbefristet angestellte Akademiker.

Die Folge: Ein perfides Ausbeutungssystem ist entstanden! Seit fast dreißig Jahren werden Jungwissenschaftler in Projekten auf befristeten Stellen ausgebeutet, wohl wissend, dass allein aufgrund des Zahlenverhältnisses nur wenige das Glück haben werden, einen Lehrstuhl als Professor zu ergattern.

So wird ihnen jahrelang die Hoffnung bereitet, in der Wissenschaft gebraucht zu sein. Doch mit Ende 30 oder Anfang 40, also in der Mitte des Lebens, dann, wenn viele schon Familien haben und Verantwortung tragen, werden sie vor die Tür gesetzt. Sie werden nicht mehr gebraucht, weil jüngere Forscher, Doktoranden und Postdoktoranden, nachrücken. Und weil befristete Stellen nicht endlos verlängert werden können. Für viele Betroffene bricht eine Welt zusammen. Denn als hochspezialisierter Akademiker ist es schwierig, anschließend in einem anderen Beruf unterzukommen. Man gilt als überqualifizierter Fachidiot.

Ein Schneeballsystem ohne Betrugsgeld, wir waren wirklich doof genug, das Betrugsschema der USA ganz ohne Geld nachzuspielen.

Man hat immer mehr Leute in die Universitäten gepumpt, ihnen immer mehr völlig nutzlose Studien aufgedrängt, und daran nicht mal was verdient. Nun hat man sie trotzdem an der Backe und muss Versprechen wie in einem Schneeballsystem einlösen, obwohl man keine Einnahmen daraus hatte. Heißt: Keiner wird mehr satt, jeder darf die Pizza nur sehen und riechen, und jeder darf mal abbeißen, aber nur einmal.

Und der Brüller daran ist: Die meisten dieser Aka-Depp-iker glauben fest an Marxismus und Sozialismus und halten sich auch noch für eine intellektuelle Elite, gar für die Kader im sozialistischen Sinne. Gehen dran kaputt und halten es für die größte aller Gesellschaftsformen. Gehen gegen Kapitalismus auf die Straße.

Schauen wir nochmal in die Süddeutsche:

Zukunfts- und Existenzängste sind nichts Ungewöhnliches unter deutschen Wissenschaftlern, die in Forschungsinstituten arbeiten oder dem akademischen Mittelbau angehören. Darunter fallen alle wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeiter an Hochschulen, die keinen Lehrstuhl innehaben. Neun von zehn ihrer Arbeitsverträge sind nach Angaben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) befristet, mehr als die Hälfte davon haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. An außeruniversitären Forschungseinrichtungen liegt die Befristungsquote nur einige Prozentpunkte niedriger.

“Das sind miserabelste Zustände, die von der Bildungspolitik sehenden Auges hingenommen werden”, sagt der Soziologe und Kulturwissenschaftler Peter Ullrich von der Technischen Universität Berlin. Das Argument, durch die Befristungen bleibe das System dynamisch und kreativ, hält er für nicht stichhaltig. Vielmehr führe es zu angepasstem Verhalten, weil sich niemand forscherisches Wagnis leisten könne. “Man macht lieber Projekte, die en vogue sind, mit denen man gut weiterkommt.”

Ein Soziologe und Kulturwissenschaftler von der TU-Berlin.

Habe ich schon erwähnt, dass ich Soziologen und Kulturwissenschaftler für das Dümmste halte, was auf dem frei zugänglichen Campus rumläuft?

  • Sie pumpen mehr Studenten in die Unis, als wir oder die Unis selbst an Soziologen und Kulturwissenschaftlern – falls überhaupt – irgendwie gebrauchen oder verwenden könnten.
  • Auf ein Besten-Prinzip lassen sie sich aber auch nicht ein, das wäre ja „Privilegisierung”, sondern sie wollen Gleichheit. Jeder hat die gleichen Rechte.

Was könnte da also anderes herauskommen als das derzeitige System? Zahl der Stellen dividiert durch Zahl der Bewerber = verdammt wenig.

Würde eigentlich jeder kapieren, nur eben Soziologen nicht.

Soziologen sind die Pest, die keiner will, aber sie kapieren’s nicht, weil sie glauben, sie kämen im Auftrag des Marx, und jeder müsste sie haben wollen und wichtig finden.

Ullrich ist einer der Gründer des Netzwerks für Gute Arbeit in der Wissenschaft, das zusammen mit GEW und Verdi die Kampagne “Frist ist Frust” ins Leben gerufen hat. Zusammen fordern sie, dass die Mittel aus dem nächsten Hochschulpakt, die zur Finanzierung zusätzlicher Studienplätze an die Hochschulen fließen, zu 100 Prozent für die Schaffung unbefristeter Stellen eingesetzt werden sollen.

Heißt: Er kann nichts, was irgendwer irgendwie brauchen könnte oder wollen würde, aber will vom Steuerzahler ausgehalten werden.

Nur mal zur Erinnerung: Da draußen herrscht Frachkräftemangel. Und die sitzen dan in ihren Deppenzirkeln und beschweren sich, dass sie nicht für’s Nichtstun lebenslang von anderen gefüttert werden.

Im realen Sozialismus wurden man für sowas wegen Arbeitsverweigerung bestraft.

Möglich gemacht werden Situationen wie diese durch das Wissenschaftszeitarbeitsgesetz, das eine zwölf Jahre andauernde Befristung erlaubt, sechs Jahre vor und sechs Jahre nach der Promotion. […]

“Ich weiß nicht, was die Leute gedacht haben, als sie dieses Gesetz gemacht haben”, sagt Roberta Marchionni. Nachdem ihr Vertrag an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften nach zehn Jahren endgültig nicht mehr verlängert wurde, klagte sie gegen ihren Arbeitgeber und das Wissenschaftszeitvertragsgesetz.

Ich schon. Man wollte genau solche Leute damit eigentlich verhindern. Leute, die nichts können, sich aber an den Universitäten festfressen, bis sie zu alt sind, um überhaupt noch irgendetwas zu lernen oder zu arbeiten.

Man hat die deutschen Universitäten zu sozialistischen Futtertrögen gemacht, die das sozialistische Paradies verhießen: Nichts können, nichts arbeiten, und doch bis zum Lebensende von anderen durchgefüttert werden.

Auf diese Weise haben wir es geschafft, ein Schneeballsystem samt Einsturz zu bauen, obwohl es nicht mal das Schneeballbetrugsgeld gab.

Die Amis sind vielleicht teils betrügerisch, teils dumm in gegenseitiger Ergänzung.

Wir aber sind nur dumm. Ohne uns zu irgendwas zu ergänzen.