Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Dumm Dumm gib mir Gum Gum

Hadmut
11.6.2019 15:36

Was macht man bei Regen?

Also viele Bilder zu zeigen schaffe ich hier aus Zeitgründen jetzt nicht. Video schon gar nicht, denn die Internet-Bandbreite ist hier einfach zu dünn.

Gestern war Mistwetter, hat den Tag über, teils sogar deutlich, geregnet. Eigentlich wollte ich ja erst ans Südende von Manhattan und ein paar Außensehenswürdigkeiten sehen, habe dann aber etwas vorgezogen, was ich später machen wollte, den Besuch im Naturkundemeseum. Das aus dem Film „Allein im Museum”.

*Proppenvoll*

Ich habe noch nie ein Museum gesehen, das so gestopft voll war. Ich habe die mal gefragt, ob das da immer so voll sei. „Voll?” fragten sie. Das sei doch gar nichts, das sei gerade mal ihr Grundrauschen, der Normalzustand. Ich sollte mal kommen, wenn es richtig voll wäre.

Und man merkt auch, dass der Film dabei eine entscheidende Rolle spielt, denn die Leute fragen immer wieder nach Ausstellungsstücken aus dem Film. Ich habe aber praktisch nichts mehr davon entdeckt, die bauen ja auch ständig um. Die Dinosaurierskelette sind noch da, und Teddy Roosevelt sitzt in seiner Ausstellung auf einer Bank, aber nicht auf dem Pferd.


Eigentlich wollte ich das auch von außen mal fotografieren, ist aber wegen des starken Regens ausgefallen.

Ich muss aber sagen, dass sie das wirklich schön gemacht hatten, das Museum ist wirklich toll, wenn auch vom Niveau her relativ flach, eben für die Allgemeinheit gemacht.

Der gute Eindruck des Museums wurde dann am Ende aber deutlich getrübt, als ich mich von Hungers wegen in Zusammenhang mit dem Regen dazu verleiten ließ, im Museums-Food-Court zu essen. Das hätte ich bleiben lassen sollen. Erst mal hatten sie nur noch dreckige Tablets und schon nur noch wenig Essen übrig. So fettige Pommes und sowas. An einem Buffet waren aber noch ein paar Reste übrig, die genießbar aussahen, also habe ich mir davon etwas genommen und auf einen popeligen Pappteller gegeben. Dazu noch einen Becher für die Getränkespender, wo es aber auch nur gefärbtes Zuckerwasser gab.

An der Kasse bin ich bald umgefallen. $21.66 wollten sie für den Fraß. 16.19 für das Essen, 3.70 für das gefärbte Zuckerwasser und 1.77 Steuer. Ob das stimmen könne, fragte ich erstaunt. „Ja, das sei »BIO«”. Damit lässt sich dort (ach, nee, hier, ich bin ja da) offenbar dick Kasse machen.

Ich hätte das Preisschild genauer anschauen sollen. Der mir niedrig erscheindende Preis, von dem ich mich habe leiten lassen, bezog sich auf ein viertel Pfund als Einheit.

Geschmeckt hat es dann auch nicht sonderlich, alles in dieser Soße geschmacklich erwürgt, aber dafür war auch kaum was dran. Das Huhn war bio, aber nicht glücklich, und das wenige Fleisch konnte man mit dem labbrigen Plastikmesserchen auch nicht abtrennen. Die Zinken der Gaben bogen sich beim Zustechen zur Seite weg.

Das ist dann eigentlich doch das Amerika, wie ich es kenne: Einerseits machen sie schöne Museen, es bleibt aber intellektuell flach, und das Thema Essen ist einfach ein Problem.