Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Verblödung 2.0: Die Revolution frisst ihre Mütter

Hadmut
7.6.2019 21:05

Universitäten als totalitäre Orte größtmöglicher Dummheit und Ideologiekonformität.

Die FAZ schreibt verwundert über das Wüten der Geister, die sie selbst mit rief: Diversität als Monolog und Herrschaftsinstrument

Man schreibt über die TU Dortmund und darüber, wie dort im Zeichen und Namen der Diversität alles ein einen uniformen Einheitsbrei gepresst wird. Man meuchelt die bisherigen Geisteswissenschaften (löffelt die Suppe halt aus, die Ihr Schwätzer Euch eingebrockt habt…) und ersetzt sich durch „Diversitätsforschung”.

Das Institut für deutsche Sprache und Literatur der TU Dortmund hatte einen guten Ruf: Seine Studien zum Wandel der Sprache im digitalen Zeitalter oder zur Mehrsprachigkeit haben die germanistische Forschung ein gutes Stück vorangebracht. Vor einigen Jahren hatte sich das Institut zudem ein Forschungsprofil gegeben, das unter dem Titel „Differenz und Variation“ eine enge Kooperation zwischen Sprach- und Literaturwissenschaftlern vorsah. Von DFG-Gutachtern wurde dieser Verbund als Alleinstellungsmerkmal der Dortmunder Germanistik gelobt.

Doch das Institut für deutsche Sprache und Literatur existiert seit mehreren Wochen nicht mehr. Es wurde am 4. April von der Rektorin, Ursula Gather, aufgelöst. Dasselbe Schicksal ereilte das Institut für Anglistik und Amerikanistik.

Sprache – Literatur – Anglistik – Amerikanistik – gut, kann weg. Wird sowieso gerade alles neu konstruiert und auf politisch korrekt gebügelt.

Wer bei den Dozenten und Mitarbeitern der ehemaligen Institute nachfragt, stößt auf eine Atmosphäre der Einschüchterung. Das Rektorat droht jedem mit juristischen Schritten, der sich ohne Abstimmung mit der Pressestelle äußert. Zitieren lässt sich deshalb niemand, Fragen werden nur nach der Zusicherung von Vertraulichkeit und von außerhalb der Diensträume beantwortet.

Das ist so die Erkenntnis, die ich damals aus dem Streit mit der Uni mitgenommen habe: Vornerum machen sie auf Freiheit von Forschung und Lehre. Schaut man hinter die Kulissen, dann findet man ziemlich viele Leute, die einem hinter vorgehaltener Hand voll bestätigen, dass man sowohl fachlich, als auch bezüglich der kriminellen Vorwürfe Recht hat, aber es traut sich keiner mehr, das Maul aufzumachen. Vor mir hatte sich Andreas Pfitzmann dagegen gewehrt, dass man ihm die Promotion zerschlug, und dem hat man noch geholfen, deshalb ist der noch durchgekommen. Danach hat man sie alle, einen nach dem anderen, erledigt. Die haben kaum noch Papers und kaum noch Forschungsanträge durchbekommen.

Deshalb blubbern die auch alles das Klima-Lied. Weil jeder erledigt wird, der es nicht tut.

Und da liest sich das nun wie eine klassische Intrige:

Aussagen und Dokumente, die dieser Zeitung vorliegen, fügen sich zur Chronik einer Demontage. Ihren Anfang nimmt sie 2017, als die Literaturwissenschaftlerin Gudrun Marci-Boehncke geschäftsführende Direktorin des Instituts für deutsche Sprache und Literatur ist. Mit zwei Kolleginnen, der Literaturwissenschaftlerin Sigrid Nieberle und der Linguistin Barbara Mertins, hat sie nicht nur gemeinsame Forschungsinteressen im Bereich Diversität. Die drei Professorinnen versuchen auch, die Aufgabenbereiche und die Personalstruktur des Mittelbaus zugunsten ihrer Lehrstühle zu verändern. Das scheitert am Widerstand im Institut und am Personalrat.

Fällt Euch auf, dass da nur von Frauen die Rede ist?

Zum Bruch kommt es am 4. Juli 2018: Bei einer Institutskonferenz erklären die drei Professorinnen ihren sofortigen Austritt aus ebendiesem Institut. Zugleich verkünden sie ihre Absicht, ein „Institut für Diversitätsstudien in Kognition, Literatur, Sprache und Medien“ zu gründen, das gleichrangig neben den anderen Instituten der Fakultät stehen soll.

Der sozialistische Schwachsinn galoppiert und vernichtet alles andere. Denn letztlich ist das nur verkleideter Marxismus. Da geht’s um nichts anderes als überall nur Marx zu sehen.

Die Mehrheit der Mitglieder begrüßt die Inhalte der geplanten Diversitätsforschung, äußert sich aber kritisch zur Gründung eines eigenen Instituts. Sie sieht angesichts des günstigen institutionellen Umfeldes keine Notwendigkeit dafür, befürchtet stattdessen eine Auflösung der Germanistik und eine Gefährdung der Deutschlehrerausbildung.

Diese Bedenken sind berechtigt: Zwar bekunden die drei Professorinnen ihre Absicht, die Studierfähigkeit des Fachs weiterhin zu gewährleisten. Doch seit ihrem Austritt aus dem germanistischen Institut hat sich gezeigt, dass die Praxis anders aussieht. Da sie sich nicht mehr am gemeinsamen Institutsmanagement beteiligen, sondern für die Zulassung zu ihren Lehrveranstaltungen eigene Regeln definieren, geraten Studenten immer wieder in schwierige Situationen und beklagen sich bei der Beschwerdestelle der Universität.

Es kam, wie es kommen musste.

Man hat die Universitäten per Quote, Frauenförderung und Geisteswissenschaftlerwahn mit Leuten geflutet, die an einer Universität nichts verloren haben, und sie gleich unkündbar durchverbeamtet. Und die machen nun nichts als Blödsinn und alles kaputt. Klapsmühle. Wissenschaft gibt es nicht mehr, da geht es nur noch um Machtspiele und darum, das lebenslange Gehalt mit so wenig Arbeit wie möglich zu nutzen.

Und die so genderfreundliche FAZ reibt sich verwundert die Augen, was für einem absurden Theater sie das Wort geredet hat.

Bedenke, was Du bestellst. Es könnte Dir geliefert werden.

Und immer dran denken: Diese Klapsmühlen und Erpressungszentren sind es, auf deren Aussagen sich die Politik und Heinis wie Rezo berufen.