Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Saufen, Kiffen, Fi…

Hadmut
6.6.2019 1:40

Pfff.

Die Neuseeländer regen sich gerade auf:

weil sich eigentlich die Australier darüber aufregen, dass Amerikaner irgendwo in der Wüste von Nevada an geheimem Ort ein Spezialbordell nach dem Schema „All you can fuck” und unter dem Motto „Alles muss raus” eröffnet haben. In Nevada ist Prostitution erlaubt, und ziemlich bizarr.

Ich bin 1999 mal mit einer Busrundreise durch Amerika gefahren und die Männer der Gruppe sind in Las Vegas wirklich alle 3 Meter angequatscht worden, ob wir nicht hier, ob wir nicht da, wir müssten doch mal mit der, oder am besten gleich mit dreien vögelnderweise in der verspiegelten Strech-Limousine durch Las Vegas gondeln. Die stecken einem dann immer so kleine Visitenkarten zu, auf denen dann Name, Foto, Maße, herausragende Eigenschaften und Fähigkeiten angepriesen werden. Wir haben die dann gesammelt und abends im Hotel Quartett damit gespielt, wie früher auf dem Schulhof mit Karten von Autos, und wer mehr PS, Höchstgeschwindigkeit und sowas hat. Da stach halt dann die Oberweite oder sowas. Black Mamba und so. Erstaunliche Verhältnisse für amerikanische Verhältnisse.

Nun haben sie da also ein neues Bordellkonzept, und es ist, naja, lesenswert. Man überweist 6000 Dollar und bucht einen Flug nach Las Vegas. Man wird dort am Flughafen mit dem Heli abgeholt und in das geheime Bumscamp geflogen. 50 Teilnehmerplätze gibt es, 100 Damen warten dort. Jeder bekommt seine zwei persönlichen (man darf tauschen), die sich dann drei Tage lang um das Wohlergehen des Gastes kümmern. Dazu gehören auch Reiten (auf Pferden!), Spielcasinos, Essen, sie sagen sogar, dass das dort sehr Alkohol- und Marihuana-freundlich wäre, und natürlich die Hauptattraktion: Man darf vögeln, soviel man will und kann. All inclusive. Was die Nudel hergibt. Wie ein König werde man behandelt.

Drei Tage/Nächte lang.

Ohne Unterbrechung.

Ist aber wohl nur ein einmaliges Event, ein fester Termin. 50 Plätze gibt es. Und wahrscheinlich die Straßenhuren von Las Vegas.

Und das führt nun in Australien und Neuseeland zu Aufregung.

Jetzt bin ich mal gespannt, ob sie das Geschäftsmodell übernehmen. Als ich das erste Mal in Australien war, kam dort im Fernsehen ein großer Bericht darüber, dass sie dort gerade das weltweit erste Bordell eröffnet hatten, das als AG geführt und an der Börse gehandelt wurde. Da konnte man Aktien kaufen.

Nun überleg ich, ob das nicht ein Geschäftsmodell für’s Saarland wäre.