Ansichten eines Informatikers

Mikroislamisierung: Schwein im Plusquamperfekt

Hadmut
20.1.2019 11:29

Heißt es nicht immer, es gäbe hier keine „Islamisierung”? [Update: Es soll Satire sein]

Vorsichtshalber nochmal als Screenshot:

Eine Mikroaggression, so, so. Die Redewendung gibt es aber schon viel länger, als wir hier Veganer oder Muslime haben.

Und „Schwein gehabt” heißt auch nicht, dass man Schnitzel oder Schwein süß-sauer zum Mittag hatte, sondern dass man einfach Glück gehabt hatte, denn bei uns ist das Schwein (das übrigens ziemlich intelligent ist) ein Symbol des Glücks. Und läuft insofern auch weder Veganern noch Islamisten zuwider, den beiden ist das Schwein nicht pers se verboten, auch nicht es zu besitzen oder zu berühren, nur es zu essen. Diverse Leser schon schrieben mir, dass ihnen der Döner-Türke oder -Araber ihres Vertrauens erklärte, dass es vom Islam her kein Problem darstelle, Schweinefleisch zuzubereiten und auch zu verkaufen. Nur selbst essen dürften sie es nicht.

Da haben wohl sowohl Bildung, also auch Integration versagt. Was nicht wundert, da die Autorin ja Erziehungswissenschaften und Genderei an der Humboldt-Universität studiert. Zu dem Komplex habe ich schon genug geschrieben.

Der Deutschlandfunk hatte mal was zum Glücksschwein:

Unser Schwein hat eine ebenso lange wie ruhmvolle Geschichte. Vielen Göttern gereichte das Borstenvieh zur Ehre: Die Babylonier opferten dem Schweinegott Tammuz, in Indien steht bis heute der hinduistische Gott Vishnu hoch im Kurs. Eine seiner Verkörperungen ist ein Keiler. Auch die Ägypter und die Hellenen huldigten der Wutz.

Naturgemäß war der Eber auch den Germanen heilig, ein Symbol der Stärke und Fruchtbarkeit, später für Wohlstand und Reichtum. Von seiner Bedeutung in Mythen und Religionen ist nur noch seine Rolle als Glücksschwein geblieben – aber das ist ja auch das Beste, was einem widerfahren kann. Da haben die Säue noch mal Schwein gehabt.

In der Religion spiegeln sich natürlich auch die Lebensumstände der Menschen wider. Das Schwein als Allesfresser und Bewohner des Unterholzes eignet sich nicht als Vieh für Nomaden; die suchen offene Weidegründe für ihre Herden, die sich vom Gras der Steppen ernähren. Wenn das Schwein domestiziert wird, dann steht es logischerweise für Sesshaftigkeit. Deshalb verachten Nomadenvölker das Schwein der Ackerbaukulturen.

Und der Islam war wesentlich von Nomadenvölkern geprägt. Die bevorzugen Kamel.

Aber anscheinend wird das aus der HU heraus eine islamistisch-maoistische Kulturrevolution betrieben.

Was mal wieder brachial selbstwidersprüchlich ist, denn die Autorin bezeichnet sich ja selbst als „LBGT Activist, sapiosexuelle & Genderfluide muslimah”, und das ist eine Aggression gegen den Islam, nicht nur eine Mikroaggression. Denn Schwule sind im Islam gar nicht drin, die darf man nicht nur lediglich nicht essen.

Beachtlich auch die Selbstbezeichnung „Bodyshaming Artist”, woraus man wohl schließen darf, dass das Profilfoto nicht echt ist und der reale Anblick auf uns hier wirken könnte, wie Schweineschnitzel zum Mittagessen für Islamisten. Vielleicht sollten die von der Humboldt es mal mit „Brainshaming Artist” versuchen?

Erstaunlich auch, das Festhalten am Zustand des 7. Jahrhunderts und einem als unverrückbar angesehenen 1400 Jahre alten Schriftwerk als „progressiv” anzusehen. Naja, relativ betrachtet zu Babyloniern und den alten Germanen…

Sagen wir es mal so:

Im Gegensatz zur Religion der Berliner Humboldt-Uni-Sekte sind bei uns Toleranz, Weltoffenheit und Diversität angesagt. Wir sind hier kein rein monostrukturell islamisches Land. Wir öffnen uns auch für Chinesen, Inder, manchmal sogar noch für Deutsche. Und bei denen ist das Schwein positiv besetzt. Deshalb darf man das Wort „Schwein” hier noch erwähnen und muss sich nicht ausschließlich nach islamischen Vorgaben richten.

Zumindest früher hatten wir noch ab und zu mal Schwein gehabt, im Plusquamperfekt. Heute nicht mehr so. Woran das liegen mag?

Update: Leser schreiben mir, es sei Satire.