Ansichten eines Informatikers

Rauchen, Saufen, Huren und die genetische Architektur der Risikobereitschaft

Hadmut
19.1.2019 11:36

Wieder mal eins auf’s Dach der Soziologen.

Die Universität Zürich habe genetische Erkenntnisse gewonnen, schreibt IDW Online:

Wissenschaftler der UZH haben zusammen mit einer internationalen Forschungsgruppe genetischen Varianten identifiziert, die mit Risikobereitschaft verbunden sind. Es handelt sich dabei um eine der ersten Untersuchungen, die Genvarianten mit Verhaltensweisen verknüpft, die für die sozialwissenschaftliche Forschung relevant sind.

Vergleicht man die DNA von zwei Menschen, sind über 99 Prozent des genetischen Materials identisch, während weniger als 1 Prozent variiert. Die Bereiche, die sich unterscheiden, werden als genetische Varianten bezeichnet und geben den Ausschlag für verschiedene individuelle Merkmale der jeweiligen Person, etwa die Augenfarbe, die Körpergrösse oder die Anfälligkeit für bestimmte Krankheiten. Einige dieser Genvarianten beeinflussen gewisse individuelle Merkmale direkt, die grosse Mehrheit führt jedoch bloss zu einer Veranlagung, die ein Merkmal mehr oder weniger wahrscheinlich macht.

Gene beeinflussen das Verhalten

Eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern, darunter Pietro Biroli, Christian Zünd und Ernst Fehr vom Institut für Volkswirtschaftslehre der UZH, identifizierte 124 bisher unbekannte Genvarianten in 99 Bereichen des menschlichen Genoms, die mit der Risikobereitschaft einer Person und ihrem Risikoverhalten verbunden sind. Um die ausschlaggebenden genetischen Varianten zu bestimmen, berücksichtigten die Forschenden einerseits die selbst-rapportierte grundsätzliche Risikobereitschaft von knapp einer Million Studienteilnehmern und andererseits deren Risikoverhalten (u.a. Rauchen, Trinken, zu schnelles Autofahren, wechselnde Sexualpartner).

«Mit unserer Studie konnten wir die genetische Architektur der Risikobereitschaft bestimmen und ermitteln, an welchen Stellen sich die Neigung zu riskantem Verhalten in unserem Genom befindet», erklärt UZH-Professor und Zweitautor Pietro Biroli, der die Studienanalysen geleitet hat. «Das bedeutet allerdings nicht, dass wir auf Basis der DNA einer Person sagen können, welches Risiko sie in einer bestimmten Situation eingehen wird. Denn während der Zusammenhang zwischen Genvarianten und konkretem Merkmal etwa bei der Augenfarbe sehr direkt ist, wird er im Falle der Risikobereitschaft auch von Umweltfaktoren beeinflusst.»

Schon wieder ein Fund dafür, dass Verhaltensweisen genetisch bedingt sind – also genau das Gegenteil dessen, was uns die geisteswissenschaftlichen Schwätzer seit Jahrzehnten einreden wollen. Der ganze Sozio-Gender-Quatsch entpuppt sich mehr und mehr als frei erfundener Humbug. Sie verschleiern das hier diplomatisch als „für die sozialwissenschaftliche Forschung relevant”.

Faktisch heißt es, dass man die Sozialwissenschaft der letzten 90 Jahre (und damit die gesamte) komplett verbrennen und bei Null neu anfangen kann.

Zusätzlich heißt es, dass man die Politik, besonders die linke, gleich mitentsorgen kann, denn die beruht ja auf diesem Haufen von Fake-Science.

Ich komme deshalb nochmal auf meine Dystopie von vor ein paar Tagen zurück und bekräftige sie:

Der offensichtlicher werden wird, dass sich die Soziologen und Genderdemagogen in eine frei erfundene Sackgasse manövriert haben und eigentlich nur Lügner sind, desto mehr werden sie auf das Gegenteil umschwenken und Eugeniker werden.

In voraussichtlich 10 bis 20 Jahren, und in deutlichen Ansätzen schon jetzt, wird die „Soziologie” eine Art Gesellschaftsdesignertum werden, das sich für die Ingenieure der Utopie hält. Man wird mit zunehmendem Wissen der Funktion der Gene immer stärker willkürlich-politisch vorzugeben, was „gute” und was „schlechte” Gene sind. (Und in ganz übles Fahrwasser kommen, wenn dann jemand herausfindet, dass Migranten irgendeines der als politisch schlecht einstuften Gene mit sich herumtragen.)

Im Prinzip ist man schon jetzt dabei, weil es ja schon seit ein paar Jahren immer stärker in die Richtung geht, Männer und männliches Verhalten als haram „toxisch” einzustufen und sich zu „detoxen”, und die Schuld an allem den Männern zu geben. Und am Teufelszeug Testosteron leide die Welt.

Was ist das, wenn nicht die Einteilung der Menschheit in solche mit guten und mit schlechten Genen?

Und was ist das Gerede von der Diversität durch Immigration, Mischung von Hautfarben und so weiter, letztlich anderes als das Unterfangen, eine Gesellschaft am genetischen Soll-Zustand utopischer Vorstellungen der am ideologischen Maßstab gemessen Idealgesellschaft auszurichten?

Was ist der Migrationsdruck, das Anti-Männer-Gerede und die Diversitätsidealisierung anderes als Eugenik?

Im Prinzip sind wir wieder so bei 1939, und wieder sind es die „Gesellschaftsingenieure”, die in die Katastrophe führen. Nur dass sie sich diesmal für „Antifaschisten” halten.

Es wird nicht mehr lange dauern, ach, eigentlich sind wir schon mittendrin, da wird man Männer, vor allem weiße Männer, für „erbkrank” erklären. Die Rede davon, dass das Y-Chromosom ein „verkrüppeltes” Chromosom ist, gibt es unter Frauen schon lange, und die Empfehlung, dass Weiße bitte davon absehen sollen, sich noch fortzupflanzen (politische Sterilisation) gibt es auch.

Es gibt so eine Volksweisheit: Dumm ist nicht der, der einen Fehler macht. Dumm ist der, der ihn ein zweites Mal macht.

Oder um dem Wahlvolk eine Weisheit aus dem Englischen als Hinweis zu geben: Fool me once, shame on you. Fool me twice, shame on me!

Die Mischung, Menschen in gute und schlechte einzuteilen und eine Gesellschaft nur aus Guten bauen zu wollen, zusammen mit genetischem Hokus Pokus ging schon mal ziemlich schief. Man wird es wiederholen, nur diesmal mit präzisen Kenntnissen über Genetik und den passenden Analyse- und Veränderungswerkzeugen.

Und rhetorisch sind wir schon mittendrin. Und wird schon ständig eingehämmert, was gute und was schlechte Menschen sein sollen, welche Verhaltensweisen politisch korrekt und mainstreamig sind und welche als untermenschig gelten. Wenn sich das jetzt noch signifikant mit Genen korreliert, dann bricht die Hölle los. Zum zweiten Mal. Dann werden die Toleranten, die Antifaschistischen, die Weltoffenen und die Moralischen wieder rote Armbinden tragen. Vermutlich diesmal nicht am Arm, sondern als Symbol auf ihrem Twitter-Account.