Ansichten eines Informatikers

Knapp am Totalausfall vorbei?

Hadmut
16.1.2019 23:47

Na, wunderbar.

Der österreichische Standard schreibt, dass Europa vergangene Woche knapp der Katastrophe durch einen flächendeckenden Stromausfall entgangen ist.

Hört man hier so gar nicht, oder stand das irgendwo?

Millionen Haushalte in Europa mitten im kalten Winter ohne Strom: Dieses Szenario hätte vergangene Woche beinahe eintreten können. Das zeigt die Stromnetzfrequenz, die letzten Donnerstag gegen 21 Uhr auf 49,8 Hertz abgesunken ist. […]

Passiert dann zusätzlich etwas – vergangene Woche etwa ein Kraftwerksausfall in Spanien -, dann trennt das Stromnetz nur mehr wenig von einem umfassenden Blackout, der bei 48 Hertz einsetzt. […]

Zwischen 49,8 Hertz und 48 Hertz scheine es noch viel Spielraum zu geben, allerdings “gehe es dann relativ schnell, und zwar nicht linear, sondern exponentiell”, sagt Saurugg zum STANDARD. Binnen weniger Sekunden drohe ein Totalausfall.

Stimmt. Denn 49,8 zeigt, dass das Netz die Belastung nicht mehr leisten kann und schon weich wird. Wenn es dann schon überfordert ist, dann kann es sehr schnell zusammenbrechen.

Ich habe mal vor über 10 Jahren in Karlsruhe einen mehrstündigen Stromausfall miterlebt. Von drei Umspannwerken hatte eines einen Kurzschluss, die beiden anderen haben sich sofort abgeschaltet, um keinen Schaden zu nehmen. Man konnte das zwar nach – meiner Erinnerung nach so um die zwei, drei Stunden – wieder einschalten, aber bis dahin gab es schon das enorme Verkehrschaos, weil die Leute dann auch nicht mit Autoscheinwerfern und Verkehrsschildern fahren können, und hinterher war die Fernwärme kaputt, weil durch den Pumpenausfall irgendwas geplatzt ist.

Jetzt stellt Euch mal vor, wir hätten den Schneefall von Bayern hier flächendeckend oder einfach mal -15 Grad.