Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Das Wohnmobil

Hadmut
19.11.2018 10:09

Wohnung auf vier Rädern.

Stimmt nicht ganz. Die Hinterachse hat Zwillingsreifen.

Einige Leser hatten angefragt, ob ich das Wohnmobil mal näher zeigen kann, mit dem ich unterwegs bin. Klar. Habe ich vor ein paar Tagen mal aufgenommen:

Anmerkungen:

  1. Das Mikrofon ist in Ordnung. Was man da rauschen hört, ist das Meer im Hintergrund. Das Meer hört sich hier so an.
  2. Was ich vergessen habe, zu erwähnen: Das muss jeder selbst einschätzen können, ob er mit so einer Kiste fahrerisch klarkommt. In Australien hatte ich ein noch ein Stück größeres, allerdings sind dort die Straße auch noch breiter als hier. Ich habe mal vor 33 Jahren bei der Bundeswehr einen LKW-Führerschein gemacht, und ihn nie tatsächlich für LKW gebraucht, aber schon oft beim Fahren mit so großen Dingern gebrauchen können. Muss man aber nicht, ich habe auch schon Mutter-Tochter-Duos oder junge Mädels mit den Dingern prima fahren sehen, mir allerdings auch schon Stories angehört, wonach ältere (deutsche) Ehepaare hoffnungslos daran gescheitert sind.

    Es ist immer wichtig, einen Beifahrer dabei zu haben, der einen rückwärts einweisen kann. Das macht es viel leichter. Fährt man wie ich alleine, sollte man mit den Außenspiegeln und in diesem Fall der überaus wertvollen Rückfahrkamera (kleines Display auf dem Armaturenbrett) fahren können.

  3. Das Fahrzeug wurde von der (anscheinend neuseeländischen) Firma Talvor gebaut, die wiederum Tochter der australischen Mietwagenfirma Apollo ist. Die bauen sich ihre Mietwohnmobile also selbst.
  4. Ich habe mich ja schon öfters gewundert, warum da immer steht, dass das Wohnmobil auf einem VW oder einem Mercedes beruht. Können die sich nicht entscheiden? Auch kam mir das Cockpit seltsam vor. Der Bereich um das Lenkrad ist eindeutig Mercedes, eigentlich wie in der B- oder C-Klasse. Beim restlichen Armaturenbrett habe ich mich gewundert, denn eigentlich kam mir das so bekannt vor, aus dem letzten Wohnmobil in Australien, das auf VW beruhte. Kann man sich so falsch erinnern? Rätsels Lösung: Mercedes Sprinter und VW Crafter beruhen auf einer Kooperation und sind bis auf die Motoren und ein paar kosmetische Details wie das Frontgesicht nicht nur fast baugleich, sondern werden im selben Werk hergestellt. Deshalb ist es den Wohnmobilherstellern auch nicht so wichtig, ob sie nun einen Mercedes Sprinter oder einen VW Crafter drunterbauen, ist ja eh das gleiche und sieht nur von vorne leicht unterschiedlich aus.
  5. Ja, ich weiß, dass ich inzwischen eine ziemliche Wampe vor mir herschiebe. Musste schließlich auch einige Hosen neu kaufen.

    Die hatte ich aber nicht immer, die habe ich erst, seit ich in Berlin wohne und meine Freizeit vor dem Computer mit Bloggen verbringe (da könnt Ihr mal sehen, wie ich mich für Euch alle aufopfere.) Welche dieser Korrelationen man nun als kausal ansehen mag, bleibt dem Leser zur Übung überlassen.

    Bedauerlich ist, dass meine Physiognomie die Vorstellungen vieler Leser nicht trifft und sie enttäuscht. Ein Leser ließ entrüstet wissen, dass er sich nun von mir abwende, weil ihn nicht nur das Blog langweile, sondern auch meine körperliche Erscheinung nicht dem entspricht, was er sich unter meinen Texten so vorgestellt hatte. Mein Gesicht sei ihm zu teigig, und mit meinem plattfüßigen Gang will er – im Gegensatz zu mir – auch nicht leben.

    Immerhin: Nun ist es raus. Mein Coming Out. Ich habe seit meiner Kindheit Senk-Spreiz-Plattfüße.

    Und seien wir doch ehrlich: Wer liest schon noch die Texte eines Plattfüßigen? Als ob’s da auf die Wampe noch ankäme.

    Von weiteren Rügen, Mitleidsbekundungen und ähnlichem bitte ich abzusehen. Ich bin mir über meine körperliche Erscheinung voll im Klaren, spätestens seit ich Selfie-Videos anfertige.

    Weitere Anmerkungen dazu verkneife ich mir bis auf weiteres, da ich beschlossen habe, mich während meiner Urlaubszeit nicht mehr politisch zu äußern.