Ansichten eines Informatikers

Von der Leyens Filzläuse

Hadmut
19.10.2018 21:17

Noch mehr zum Thema von der Leyen und IT-Sicherheit/Cyberkrieger.

Bei LinkedIn ist ein Artikel eines Gunnar Sohn erschienen (wusste gar nicht, dass da Artikel erscheinen… der Name könnte ein Pseudonym sein), der mehr zu den Vorgängen im Verteidigungsministerium beschreibt:

Bei den Stichworten McKinsey und Verteidigungsministerium werde ich direkt hellhörig. Da war doch was: Kostspielig scheitern mit Herkules. Die Bundeswehr wollte ihre Computertechnik ins 21. Jahrhundert bringen und kaufte dafür externe Berater ein. Rückblende: Auch griechische Helden bringen der Bundesregierung keine Kompetenz bei ihren ambitionierten Projekten in der Informationstechnologie. So das Mammutvorhaben der Bundeswehr mit dem martialischen Namen „Herkules“.

„Die überwiegende Mehrheit der Herkules-Nutzer glaubt mittlerweile sogar, die Bundeswehr hätte ihre Computertechnik ebenso gut selbst erneuern und managen können“, so die „Zeit“. Was vor etlichen Jahren mit Vorschusslorbeeren startete, mutierte zu einem Rohrkrepierer – auch was die Abhängigkeit gegenüber den externen Anbietern anbelangt.

Nach Analysen des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Bundeswehr verfüge das Militär nicht über umfassende Erfahrungen im Betrieb der stationären IT. „Im Klartext: Die interne Expertise im Umgang mit den Computersystemen geht stark zurück. Stattdessen ist die Truppe nun dauerhaft auf zivile Unterstützung von außen angewiesen“, schreibt die „Zeit“. Ein Fehler im System – nicht nur in der Bundeswehr. Statt IT-Spezialisten fest anzustellen und angemessen zu bezahlen, beauftragt man externe Berater mit satt dotierten Tagessätzen.

Die Cyberkriegertruppe gilt in der IT-Sicherheitsszene eh als eher ein Witzprojekt, denn welcher Sicherheitsexperte würde da arbeiten? Es ging ja schon herum, dass sie da inzwischen auf den ganzen Befehls- und Kommandokram verzichten, um überhaupt eine Aussicht auf Personal zu haben. Bisher hätten sie da im wesentlichen innerhalb der Truppe Leute hingeschoben, damit es nicht ganz so leer aussieht.

War das ganze Cyber-Ding also nur ein Vorwand, um einen dauerhafte Abhängigkeit von Beratern zu konstruieren und die Bundeswehr auf Jahre um Milliarden abzuzocken?

Denn schon bisher war rätselhaft, was die da eigentlich machen. Und wie das überhaupt funktionieren soll. Ich habe neulich schon geschrieben, dass sie einen Riesen-Angriff komplett verschlafen haben.

Ist deren Aufgabe am Ende gar nicht der Cyber-Krieg, sondern das Produzieren von Beraterhonoraren in unbegrenzter Menge und totaler Abhängigkeit?

Berater moderieren Schuldfragen

Und die nisten sich in den Behörden wie Filzläuse ein – mit Tagessätzen von 1.000 Euro und mehr. Besonders wenn aufwendige Technologie-Vorhaben des Staates aus dem Ruder laufen und in den Behörden das interne Gemetzel über Schuldfragen einsetzt, steigt die Laune der Consultants. Nachdem sie die Grabenkämpfe eine Weile beobachtet haben und womöglich dem ein oder anderen pfiffigen Beamten einfällt, dass hochbezahlte Berater zur Problemlösung eingekauft wurden, ist das Allheilmittel schnell gefunden: Ein Projektbüro in der Behörde, das ist die Lösung! Um effizient handeln zu können, zieht mit dem Berater mindestens noch ein pickliger Junior-Consultant mit ein und gemeinsam erfreut man sich am behördlichen Dauerstreit, der die Honorar-Uhr glühen lässt.

Ich hatte das im Artikel von vorhin schon angesprochen: Früher hat die Gender-Truppe um Baer von der Leyen in ihrer Naivität, Dummheit und Korruptionsneigung ausgenutzt, jetzt McKinsey, der Großunternehmer in Genderquatsch.

Und da wird jetzt abgemolken:

Aus sichereren Quellen wurde mir das Ende eines solchen Elends glaubhaft versichert. Nachdem das Projektbüro mit den öligen Worthülsendrehern protokollierte, bis die Finger wund und die Kassen voll waren, empfahl man der Behörde, das Projekt einzustampfen. Für das Aufsetzen eines gänzlich neuen Projektes stünde man natürlich gerne zur Verfügung. So etwas nennt man dann wohl einen Berater-Kreislauf.

Sowas nennt man inkompetente Quotenfrau.

Im Prinzip sorgen so die Schnösel im Dreiteiler selbst für weitere Beraterfälle. Und das ist auch in Zahlen belegbar. „Zwei Drittel des gesamten Beratungsumsatzes stammen aus Folgeaufträgen“, bemerkt der TV-Journalist Thomas Leif in seinem Opus „beraten & verkauft“.

Und sowas ist eben nur möglich, wenn an der Spitze eine hinreichend dumme Chefin sitzt, die auch noch arrogant genug ist, jeden zu meucheln, der auf Fehler hinweist. Ging mir ja damals auch so, als ich auf die Fehler in der Pornosperre hinwies. Die Kombination aus von der Leyens Inkompetenz, Unbelehrbarkeit und mordender Selbstherrlichkeit führt geradeaus in die Katastrophe.

Und da ist es mehr als nur pikant, dass von der Leyens Sohn David bei McKinsey arbeitet. Sie damit also zumindest indirekt in die eigene Familientasche abzockt.

Das würde noch lustig, aber ich denke, das verliert sich, weil in Bälde Merkel explodieren wird. Oder implodieren.