Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Drei Sorten Nachkriegslinke

Hadmut
21.2.2018 1:01

Schauen wir mal auf die Zeit ab den 1960ern. [Nachtrag 2]

Dass es verschiedene Linke gibt und die sich auch gegenseitig bekriegen, wie etwa die Ost-Linken gegen die Antideutschen und so, habe ich ja schon erwähnt und mich ausgiebig darüber gewundert. Gehen wir das mal im Ansatz an.

Die Ostblock-gesteuerten Linken

Dass wir die Aus-Raider-wird-Twix-sonst-ändert-sich-nix-SED unter dem Namen der Linken im Bundestag haben, ist bekannt. Die leben also noch. Auch die Stasi sei noch ziemlich in Form, die wären noch aktiv und organisiert, sagte mir kürzlich jemand mit Einblick.

Dass der Terror der frühen 70er Jahre durch die RAF von der DDR zumindest unterstützt, womöglich geplant war, ist bekannt, denn die RAF fand in der DDR Unterschlupf, Übungs- und Ausbildungsmöglichkeiten und schließlich auch Tarnidentitäten zum weiteren Leben. (Kurios: Die RAF war ja auch in Karlsruhe basiert. Ein Hauptgrund dafür, warum ich in Karlsruhe studiert habe, war, dass meine Großeltern – ich habe ja schon über die Abenteuer meiner Großmutter erzählt – damals im Haselweg in Karlsruhe wohnten. In direkter Nachbarschaft wohnten irgendwelche Verwandten des späteren Terroristen Christian Klar, und just an dem Tag, als meine Großeltern dort einzogen, war der gerade da zu Besuch und half meinen Großeltern, das Sofa ins Wohnzimmer zu tragen. Und bekam dafür ein Stück Kuchen von meiner Großmutter. Sie meinte mal, sie könne das mit der RAF ja gar nicht verstehen, so ein netter, hilfsbereiter, guterzogener junger Mann sei das gewesen, sie könne sich das gar nicht vorstellen, dass der sich so verwandelt habe…)

Was inzwischen auch – jedoch nicht so weithin – bekannt ist, dass die Studentenrevolten im Westdeutschland aus der DDR gesteuert und initiiert waren. Eigentlich sind die ganzen 68er ein Artefakt, das aus der DDR gemacht wurde, und dazu passt die RAF ja auch genau – inhaltlich wie zeitlich. Kommt wohl auch nicht von ungefähr, dass die Studentenorganisationen der Berliner Universitäten ihre Logos neulich in welche geändert haben, die sehr nach RAF aussehen. Und die Unterwanderung des Bundesverfassungsgerichts aus aus dieser Szene erfolgt.

Bemerkenswert ist dabei besonders der Tod von Benno Ohnesorg im Juni 1967, zu dem es bei Wikipedia heißt:

Sein gewaltsamer Tod machte Ohnesorg in ganz Deutschland bekannt und trug wesentlich dazu bei, dass sich die westdeutsche Studentenbewegung der 1960er Jahre bundesweit ausbreitete und radikalisierte. Sein Todestag gilt als Einschnitt der westdeutschen Nachkriegsgeschichte mit weitreichenden gesellschaftspolitischen Folgen.

Danach schlug die Republik massiv nach links um, wir leiden bis heute unter dem Irrsinn der 68er. Der wesentliche Punkt ist aber, dass der, der ihn erschoss, West-Berliner Polizist Karl-Heinz Kurras, von dem sich nach der Wende herausstellte, dass er geheimer Mitarbeiter der Stasi war.

Erwiesen ist seit 2011, dass er auf Ohnesorg ohne Auftrag, unbedrängt und wahrscheinlich gezielt geschossen hatte.

Es sieht also gewaltig danach aus, als hätte die Stasi beide Seiten gesteuert. Als hätte sie einerseits die Studenten aufgehetzt und mobilisiert und dann selbst einen erschossen, um die da so richtig in Wut und Rage zu bringen und zu Gewalt und Radikalität anzustacheln. Und doof, blind und fanatisch, wie die 68er nun mal waren, hat das auch wunderbar funktioniert. Denken war nicht deren Sache, obwohl sie sich ja als Geisteswissenschaftler für die größten Denker hielten.

Es ist davon auszugehen, dass die gesamte linke Welle an den deutschen Universitäten – und das gleiche sieht man ja gerade in den USA – von der Stasi gesteuert und motiviert war. Ich weiß, dass in meiner Studienzeit der Staatsschutz an den Universitäten, auch in Karlsruhe, die linken Studentengruppen beobachtete, weil man wusste, dass die aus der DDR gesteuert wurden. Und es stinkt gewaltig danach, dass die derzeit wieder voll aktiv sind.

Britisch gesteuerte Linke?

Ich habe einen riesigen Haufen Leserhinweise und -kommentare bekommen, und möchte da mal einen Aspekt herausgreifen. Ich hatte ja in den Mussolini-Artikeln erwähnt, dass laut Leserhinweis in der Printausgabe stand, dass die Antifa von einem britischen Agenten unterwandert worden sei, die Leser haben auch Online-Artikel gefunden.

Der Mann heißt Mark Kennedy, 1969 in London geboren, und benutzte den Tarnnamen Mark Stone.

Auch der scheint hier systematisch Leute aufgehetzt zu haben, und sogar deutsche Behörden hätten ihn explizit angefordert. Die Sache ist an sich seltsam.

Nun wies mich aber ein weiterer Leser auf diese Webseite hin. Eine Partei, von der ich noch nie gehört habe und die ich auf den ersten Blick nicht einordnen kann, schreibt, behauptet etwas, was sehr interessant wäre, falls es denn stimmt. Nämlich dass die Briten mit Geheimdienstmethoden die „Antideutschen” aufgebaut hätten.

Wir erinnern uns, über die Antideutschen hatte ich ja schon einiges geschrieben und darüber, dass die die anderen Linken angreifen. Die stehen für amerikanische und israelische Politik ein und greifen jeden frontal an, der dagegen etwas sagt. Was ein hinreichender Quell für Konflikte ist, denn herkömmliche Linke sind auf die USA jetzt nicht unbedingt gut zu sprechen, und spätestens seit die auf Islam abfahren, auch nicht mehr auf Israel. Dazu gehörte ja auch die allseits bekannte Anne Helm, ehemals Piraten, inzwischen sitzt sie für die LINKE im Abgeordneten-Haus von Berlin, und wurde bekannt, weil sie als Titten-Girl in Femen-Manier in Dresden „Thanks Bomber Harris” skandierte. Seit sie ihre Brüste wieder bedeckt hat, ist mir nichts erwähnenswertes mehr zu Ohren gekommen, außer dass sie mich in einem Vortrag mal als geschichtsrevisionistischen Verschwörungstheoretiker ausgab, und mir Begriffe unterstellte, die ich nie benutzt habe, und Aktivitäten in rechten Gruppen der Piraten, mit denen ich nie etwas zu tun hatte. Verleumdung und frei erfundene Behauptungen gehören offenbar zum Handwerkszeug, aber sie war so unglaubwürdig, dass nicht mal das linksradikale Publikum ihr das glaubte. Intellektuell gesehen hätte sie beim Zeigen ihrer Brüste bleiben sollen. Die Darbietung war zwar dürftig, aber immer noch besser als wenn sie etwas sagt, was sie selbst formuliert hat. Aber es reichte, um sich als Abgeordnete der LINKEN zu qualifizieren. Denn die gehören zu der rot-rot-grün-Gang, die in Berlin aus Gender-Gründen sexistische Werbung verbieten will, weil die Verbindung aus weiblichen Körperteilen – wie eben Brüsten – mit sachfremden Themen dringend unterbunden werden müsste. Man wolle für die Freiheit der Frau eintreten, und als wichtigste Maßnahme sieht man – wie so oft – an, Frauen erst mal Berufstätigkeiten und ihren Willen zu verbieten.

Schon daher wäre das pikant, wenn die Thanks-Bomber-Harris-Titten-Nummer von den Briten lanciert worden wäre. Da könnte man sich dann mal mit V2-Lampions oder sowas revanchieren oder dem Botschafter mal einen Luftschutzhelm schenken. Oder ne Gasmaske.

Jedenfalls behaupten die auf dieser Webseite nun,

Nach dem Fall der Berliner Mauer bildete sich die Bewegung der sog. „Antideutschen“. Sie zeichnen sich vor allem dadurch aus, daß sie Kritiker der amerikanischen und israelischen Kriegspolitik sowie der räuberischen Aktivitäten der sog. Hedgefonds als Antisemiten angreifen und dabei auch oft, wie der Bundesverfassungsschutz 2005 schrieb, „bei ihren Anschlägen die Grenze zu terroristischem Gewalthandeln überschreiten.“ Ein Team von EIR und LaRouche-Jugendbewegung fand interessante Zusammenhänge.

Im Winter 1989-90, als die ganze Welt den Fall der Berliner Mauer, die Befreiung der DDR und den absehbaren Zusammenbruch der Sowjetunion feierte, begannen überall in Deutschland auf linken Kundgebungen hirnrissige Transparente aufzutauchen. Die Demonstranten, die diese Transparente hochhielten, gehörten zur gewaltbereiten linken Szene der „Autonomen“ in Deutschland, der „Antifa“ („Anti-Faschisten“). Ihre Transparente und Plakate enthielten Slogans wie „Viertes Reich – nie Wieder!“ und „Bomber Harris – tu’ es wieder.“ Letzteres bezog sich auf den Marschall der königlich-britischen Luftwaffe, Sir Arthur Travers „Bomber“ Harris, auch bekannt als „Schlächter Harris“, den Planer der großangelegten britischen Bombenangriffe auf zivile Ziele in Deutschland im Zweiten Weltkrieg, bei denen Millionen deutsche Zivilisten umkamen und zahllose Städte zerstört wurden, die aber wenig dazu betrugen, die deutsche Militärmaschinerie zu beeinträchtigen.

Der gewalttätige Haß auf alles Deutsche, insbesondere die Aussicht auf ein wiedervereinigtes Deutschland, der diesen extremen Flügel der Antifa charakterisierte (sie nannten sich schon bald selbst die „Antideutschen“), spiegelte genau die Rhetorik und die Politik der britischen Tory-Regierung Margaret Thatchers und einiger der führenden Propagandisten der City of London in den britischen Medien aus jener Zeit wider.

Ich war mal als Schüler dreimal in den Osterferien zu Sprachreisen in England, und ich kann mich so dumpf entsinnen, dass da in der Presse eine ganze Menge Leute wirklich schlecht auf Deutsche zu sprechen waren. Und dass das irgendwie mit Thatcher zusammenhing.

Am 31. Okt. 1989 verfaßte Connor Cruise O’Brien einen hysterischen Angriff auf die Perspektive eines in Zukunft wiedervereinigten Deutschlands. In einem Artikel der Londoner Times fauchte er: „Wir bewegen uns auf ein Viertes Reich zu, einer pangermanischen Einheit, welche das gesamte Bündnis der deutschen Nationalisten befehligt… Nationalistische Intellektuelle werden erklären, daß wahre Deutsche über den Holocaust keine Schuld, sondern Stolz über das große, mutige und heilende Vorgehen empfinden sollten – ich befürchte, daß das Vierte Reich, wenn es kommt, der natürlichen Neigung entspricht, seinem Vorgänger ähnlich zu werden.“

Am 12. Nov. 1989, wenige Tage nach dem Fall der Berliner Mauer, veröffentlichte die Sunday Times zum gleichen Thema ihren Leitartikel unter der Schlagzeile „Das Vierte Reich“. Das Sprachrohr des anglo-holländischen liberalen Establishments schrieb in apokalyptischen Wendungen: „Das Ergebnis [der Wiedervereinigung] wird eine deutsche Wirtschaft sein, die doppelt so groß wie jede andere ist… […] Das Vierte Reich wird wirtschaftlich boomen und in diesem Zusammenhang zu Europas wirtschaftlicher Supermacht werden. … Wo wird da Großbritannien bleiben?“

Ab Juli 1990 wandte sich die britische Regierung unter Margaret Thatcher unmittelbar diesem Thema zu. Am 12. Juli gab Handels- und Industrieminister Nicholas Ridley dem Spectator ein provozierendes Interview. Auf derselben Seite war ein Cartoon von Bundeskanzler Helmut Kohl mit Hitler-Schnauzbart und der Bildunterschrift abgedruckt: „Das Unaussprechliche über Deutschland aussprechen!“ Als Ridley gebeten wurde, eine Aussage von Bundesbankchef Hans Tietmeyer über den möglichen Nutzen einer gemeinsamen europäischen Geldpolitik zu kommentieren, schimpfte er: „Das ist nur ein deutscher Vorwand, um ganz Europa zu übernehmen. Er muß durchkreuzt werden… Offen gesagt, man könnte ebenso seine Souveränität an Adolf Hitler abtreten.“

Was zu überprüfen wäre, ich weiß eben nicht, ob man dieser Webseite trauen kann. Aber es hört sich passend an.

Unausgesprochen blieb, was die Autoren der britischen Propaganda offensichtlich im Kopf hatten, nämlich das, was der amerikanische Staatsmann Lyndon LaRouche auf seiner historischen Pressekonferenz in Westberlin im Oktober 1988 vorausgesagt hatte: Deutschland werde nach seiner baldigen Wiedervereinigung eine Führungsrolle beim wirtschaftlichen Umbau des nachkommunistischen Mitteleuropa und Rußlands spielen. LaRouches Ideen drückten sich auch in den Bemühungen von Deutsche-Bank-Chef Alfred Herrhausen aus, der auch einer der engsten Wirtschaftsberater von Kanzler Kohl war. Herrhausen wurde im Dezember 1989 ermordet. Der bis heute nicht aufgeklärte Mord wurde einer terroristischen Zelle der nichtexistenten „dritten Generation“ der Rote Armee Fraktion (RAF) angelastet. Damals hatten LaRouche und andere britische Geheimdienstkreise beschuldigt, vor allem angesichts der vorausgegangenen wilden Kampagne Londons gegen Deutschland und der weit zurückreichenden britischen Erfahrungen bei der Erzeugung und Kontrolle terroristischer „Countergangs“, einschließlich nominell „linker“ Terrorzellen in Deutschland, die Bankiers und Industrielle von Walter Rathenau (1923) bis Jürgen Ponto (1977) und Hanns-Martin Schleyer (1977) ermordet hatten.

Womit wir schon wieder bei der RAF wären. Oder vielleicht doch nicht?

War die RAF von östlichen Geheimdiensten aufgebaut und bewusst unübersichtlich aufgebaut worden (es gab ja mal ein Interview mit Ex-Terroristen, die sagten, dass man da absichtlich nie wusste, was andere machen, was man als Vorwand dafür ansah, Aussagen gegen andere zu verweigern, aber vielleicht stimmte es ja auch einfach, denn die Stasi hätte das sicher so gebaut, darin waren die gut), und nach deren Ende einfach von westlichen Geheimdiensten weiterimitiert worden, um denen dann die Morde in die Schuhe zu schieben, die so gut ins Schema passten? Wenn man Atomtechniker im Iran umlegt, warum dann nicht auch Finanztechniker in Deutschland?

Ich kann mich noch erinnern, dass damals in der Presse etwas stand, dass dieser Anschlag ungewöhnlich präzise und stark ausgeführt worden war, eigentlich nicht terroristisch, sondern militärisch. Einen gepanzerten Mercedes so übel zuzurichten, ohne dabei die ganze Umgebung in die Luft zu sprengen, durch eine sehr präzise Sprengladung, ausgelöst durch eine Lichtschranke, spricht nicht nur für hohe Sachkunde, sondern eben auch gegen die RAF, so als habe sich jemand sehr exakt an Befehle gehalten und keine Unbeteiligten verletzt. [Nachtrag: Laut der ARD-Dokumentation war der Anschlag so unglaublich präzise, dass er Herrhause in einem fahrenden, gepanzerten Auto so massiv und genau traf, dass er keine Überlebenschance hatte, den Chauffeur im selben Auto aber verschonte. Er wurde nur leicht verletzt.] Und das zur RAF nicht passe. Damals wusste man noch nicht, dass die RAF in der DDR steckte und von der abhängig war, und Ende 1989 waren DDR und Stasi nun wirklich mit was anderem als RAF-Morden beschäftigt. Berücksichtigt man die Verbindung RAF-DDR, die man damals noch nicht kannte, dann passt das überhaupt nicht mehr zur RAF. Und dass die noch groß Anschläge unternommen hätten, wenn sie doch wussten, dass die DDR als Unterschlupf wegfällt, darf man auch bezweifeln. Zumal das mit der RAF nie bewiesen und aufgeklärt wurde, das beruhte auf Bekennerschreiben.

Der SPIEGEL schrieb 2014 über eine ARD-Sendung über das Attentat, dass man außer Widersprüchen, unglaubwürdigen Zeugen und einem unpassenden Bekennerschreiben nichts herausgefunden habe, außer über den Bombentyp:

Denn allein schon die technische Präzision des Attentats war ungewöhnlich, die Bombe höchst raffiniert. Sie war konstruiert wie eine panzerbrechende Mine, schreibt die “Süddeutsche Zeitung” am Samstag. Die Bombe bestand demnach aus sieben Kilogramm TNT-Sprengstoff und einer gewölbten Kupferplatte. Weiter heißt es dort, durch die Explosion habe sich die Platte zu einem großen Projektil verformt, das den Wagen mit unvorstellbarer Wucht durchschlug. Herrhausen starb durch Splitter der gepanzerten Tür.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die RAF bei ihren Anschlägen wesentlich weniger komplexe Waffen benutzt. In Zusammenarbeit mit dem deutschen Fraunhofer-Institut EMI und einem ehemaligen CIA-Agenten im Nahen Osten erstellte Koch nun eine neue Theorie. Demnach gibt es einen Zusammenhang mit dem Libanon.

Nur acht Tage vor dem Attentat auf Herrhausen starb der damalige libanesische Präsident René Moawad auf ähnliche Weise – laut Koch war er das erste Opfer dieser damals noch neuen Terrorwaffe.

Die ARD teilte vor Ausstrahlung der Dokumentation mit, dass der frühere CIA-Agent Robert Baer die zeitliche Nähe beider Attentate nicht für einen Zufall hält. Er ist demnach davon überzeugt, dass es eine logistische Allianz hinter der RAF gab, die ihr bei der Planung des Herrhausen-Attentats half.

Verbindungen der RAF in den Nahen Osten sind lange bekannt. Die Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) hatte sich mit den deutschen Linksterroristen, der nordirischen IRA und anderen kleinen terroristischen Gruppen verbündet.

Naja, also ganz neu war das nicht. Ich war 1985/86 bei der Bundeswehr in einer Pioniereinheit, und wir haben damals schon gelernt, dass man Stahl mit Hilfe von Kupfer sprengt, die sogenannte Kupfer-Stahl-Sprengung, und es wichtig ist, das Kupfer in einer Art Becherform anzuordnen und mit Sprengstoff zu umgeben, weil sie dann eine Art Plasmastrahl bildet, der härtesten Stahl durchdringen kann. Sei aber nicht so ganz einfach, das so richtig gut zu treffen. Allerdings hatten wir das damals auch nicht als Aufgabe, präzise kleine Sprengungen ohne Kollateralschäden vorzunehmen. Pioniere nehmen gerne das größere Wumms. Und hätten sich im Fall des Falles einfach irgendwo irgendwelche Starkstromkabel rausgerissen, um an Kupfer zu kommen. Viel hilft viel.

[Nachtrag 2:Das ist jetzt hochinteressant: Ich habe bei der Beschreibungen dessen, was ich damals – vor über 30 Jahren – mal bei der Bundeswehr gehört, aber nicht selbst ausprobiert habe, einen wesentlichen Fehler gemacht. Ich habe nämlich zwei Sprengtechniken versehentlich vermischt und verwechselt. Das eine ist die Kupferstahlsprengung, die nichts mit Becherform zu tun hat, und bei der auch kein Plasma entsteht, sondern einfach Kupfer stark beschleunigt wird und aufgrund seiner Masse wie ein Projektil wirkt. Und zweitens die Hohlladung, bei der man eine Art Becher aus Sprengstoff formt, der wohl einen Plasmastrahl erzeugt. Wenn ich so drüber nachdenke, glaube ich mich nun auch erinnern zu können, dass sie was sagten, dass man auch eine Kupfermünze unter den Sprengstoff pappen könnte. Ich habe das in meiner Erinnerung vermischt, weil ich das nie selbst gemacht habe und außer dem, was man mir damals erzählt hat, und ein paar Dingen, die ich damals gesehen habe, keine Ahnung vom Sprengen und mich damit nie befasst habe. Der Brüller aber ist: Laut dem ARD-Film hat die RAF in ihrem Bekennerschreiben denselben Fehler gemacht und die Sprengladung fälschlich als Hohlladung bezeichnet, obwohl sie eine Kupfersprengung war. Daraus folgert man im Film, dass die RAF von dieser überaus schwierigen Sprengtechnik keine Ahnung haben konnte, und ein zwar nach Papier und Drucktechnik authentisches Bekennerschreiben ablieferte, aber die angeblich eigene Bombe nicht verstanden hatte. Sie meinen, diese Bombe habe von jemand gebaut werden müssen, der über beträchtliches militärisches Expertenwissen verfügt, und das hatte die RAF einfach nicht. ]

Ein wesentlicher Punkt ist dabei, dass Herrhausen ziemlich tief in Gesprächen und Geschäftsanbahnungen mit den Russen war und am Vorabend des Attentats ein Gespräch mit dem russischen Botschafter hatte. Wenn die RAF aber von der DDR und der Stasi gesteuert war, warum sollten die dann 1989 einen umlegen, der mit den Russen gerade dicke Geschäfte vornimmt? Das wäre ja genau gegen deren Interessen gelaufen, denn DDR und Russen betrachteten sich ja als Brüder.

Wenn aber die Briten Angst hatten, dass sich die Deutschen mit den Russen verbünden und zu einer Wirtschaftsmacht würden, dann hätte da das Herrhausenattentat genau reingepasst. Hinterher einfach ein RAF-Bekennerschreiben veröffentlicht und alle glauben, die RAF war’s.

Zurück zu dem Artikel über die Antideutschen:

Hinter den antideutschen Schlägertrupps und dem internationalen Netzwerk von Denkfabriken, Intellektuellen und politischen Drahtziehern, das die Operationen der Antideutschen unterstützen, steht die größere Absicht, das wirkliche Deutschland in der Tradition der deutschen Klassik zu vernichten – das Deutschland von Moses Mendelssohn, Gotthold Ephraim Lessing, Abraham Kästner, Friedrich List, Friedrich Schiller, Johann Sebastian Bach und Ludwig van Beethoven.

Mit dem Mittel der Kollektivschuld aller Deutschen für die Verbrechen Hitlers und der Nazis versucht der von London gesteuerte Apparat davon abzulenken, welche Rolle britische Bankiers wie Lord Robert Brand von Lazard Brothers London und der Chef der Bank von England, Montagu Norman, bei der Machtergreifung Hitlers gespielt haben. Ohne Rückendeckung durch den britischen „Round Table“ und seine Verbündeten an der Wallstreet, wie Averell Harriman, Prescott Bush, die Brüder Dulles von der Kanzlei Sullivan und Cromwell sowie der französischen synarchistischen Bankierskreise (um Lazard und die Banque Worms) hätte Hitler niemals die Macht ergreifen können. Deutschland hätte sich dann in den 30er Jahren mit den Vereinigten Staaten unter Präsident Franklin Delano Roosevelt zusammentun können, um Amerika und Europa aus der Großen Depression und der fortbestehenden Plage des anglo-holländischen Kolonialismus herauszuführen.

Falls das so stimmt. Ich vermag die Seriosität dieser Parteiwebseite nicht einzuschätzen.

Womit wir dann wieder bei meinen Blog-Artikeln der letzten Tage zu der Frage sind, ob Hitler überhaupt genuin oder ein von anderen produziertes und finanziertes Artefakt war. Ich schreibe dazu in den nächsten Tagen noch einen Artikel, weil ich einen großen Haufen interessanter Hinweise von Lesern bekommen habe. Vieles deutet darauf hin, dass man damals a priori Hitler gegenüber dem Stalinismus bevorzugt und als Gegenmittel eingesetzt haben könnte. Eine interessante Parallele zwischen Hitler und Herrhausen wäre dann aber, dass man beidesmal mit Gewalt versucht hätte, den Einfluss der Russen zu verhindern.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) beschrieb in seinem Jahresbericht 2005 den antideutschen Flügel der größeren Autonomengruppierungen so:

„Eine Sonderrolle im Spektrum auch des gewaltbereiten Linksextremismus nehmen Positionen ein, deren Ausgangspunkt die kompromißlose Ablehnung der Existenzberechtigung einer deutschen Nation und daraus resultierend der Kampf um die Abschaffung des deutschen Staates ist. Die Anhänger dieser Ideologie – die so genannten Antideutschen – konnten sich in den letzten Jahren stärker positionieren und trugen zu einer deutlichen Polarisierung im linksextremistischen Gefüge bei. Der grundlegende Richtungsstreit trat im Zusammenhang mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt und der Intervention der USA und ihrer Verbündeten im Irak wieder in den Vordergrund… Die ,Antideutschen’ unterstellen eine den Deutschen innewohnende Anlage zur Nationenbildung, die automatisch zur Vernichtung anderer Ethnien führe. Sie vertreten die Überzeugung, die Bundesrepublik habe die nationalsozialistische Vergangenheit weder aufgearbeitet noch bewältigt, sondern nur verdrängt, und phantasieren eine als Demokratie getarnte Neuauflage des Dritten Reiches herbei.“

„Oberstes Gebot zur Vermeidung eines neuerlichen Holocaust sei daher“, so das BfV, “die Auflösung des deutschen Volkes in eine multikulturelle Gesellschaft. ,Antideutsche’ fordern unbedingte Solidarität mit dem Staat Israel und befürworten alle Maßnahmen, die dessen Bestand als Refugium für die Überlebenden des nationalsozialistischen Holocaust sichern und Gefahren von ihm abwenden. Dazu gehört auch der Krieg der USA und ihrer Verbündeten gegen den Irak, der in den Augen traditioneller Linksextremisten eine imperialistische Aggression darstellt. So finden sich bei Demonstrationen des ,antideutschen’ Spektrums häufig israelische, amerikanische und britische Nationalfahnen; typisch sind Parolen und Transparente wie ,USA – Antifa’, ,Stalingrad ’43 – Wir danken der Roten Armee!’ und ,Bomber Harris – do it again!’.

Die ,antideutschen’ Positionen provozierten im linksextremistischen Spektrum eine ideologische Konfrontation von ungewöhnlicher Schärfe. Die Auseinandersetzungen vor allem in einschlägigen Internet-Portalen sind häufig haßerfüllt. In der Praxis führte dieser Konflikt bereits zur Auflösung auch langjährig bestehender Gruppenzusammenhänge bis hin zu tätlichen Übergriffen bei Veranstaltungen und Demonstrationen.“

Und wieder Bomber Harris. Es wäre dabei völlig blödsinnig und kontraproduktiv, sich wie Anne Helm nackttittig nach Dresden zu stellen und sich „Thanks Bomber Harris” auf’s Gebrüst zu schreiben. Aber wahrscheinlich wissen die doofen Fußtruppen ja gar nicht, was sie da machen und worum es geht. Irgendwo aufgeschnappt und nachgeplappert.

Immerhin würde es zum Berliner Abgeordnetenhaus passen, wenn da Leute drinsitzen, deren Ziel die Zerstörung und wirtschaftliche Zersetzung Deutschlands als Staat ist. Sowas machen die ja besonders gern.

Das würde im Prinzip heißen, dass die „Antideutschen” zwar als Linke und unter Linken auftreten, aber keine Linken sind. Ich hatte mich ja in früheren Blogartikeln schon gewundert, und geäußert, dass ich das nicht verstehe, warum sie einerseits sagen, Linke zu sein, andererseits aber Linke bekämpfen, für den großen Kapitalisten USA und für Israel sind. Hört sich unlogisch an. Ergibt aber Sinn, wenn die gar keine echten Linken sind, sondern das nur deren Legende ist. Die Masche könnte aufgekommen sein, als es – falls das so war – gelang, das Herrhausen-Attentat der RAF in die Schuhe zu schieben. Dann wäre das einfach nur Sabotage einer anderen Macht, die als Linksextremismus getarnt ist. Was funktionieren würde, weil Linke so doof und so extrem sind, dass sie das nicht mal richtig merken, wenn Fremde da einfach mitspielen.

Gefährlich ist, dass man mit dieser Strategie zur Vermeidung eines neuen Holocaust im Prinzip das wiederholt, was damals wesentlich zu Hitler und dem Holocaust geführt hat, nämlich eine sozialistische-kommunistische Übernahme. Aber es hat ja keiner gesagt, dass die Aktionen von Geheimdiensten schlau und sinnvoll seien.

Und dann findet sich hier ein Textstück, was hier eigentlich mein drittes Kapitel eröffnet:

Der vielleicht widerwärtigste Sprecher bei der Potsdamer Konferenz war Lars Rensmann, ein Schützling von Markovits von der Universität Michigan, der auch ständiges Mitglied beim Moses-Mendelssohn-Zentrum an der Universität Potsdam ist. Im unverständlichen Kauderwelsch der Frankfurter Schule ging Rensmann mit dem Betrug von der deutschen Kollektivschuld hausieren und erzählte den Zuhörern: „Das Abstrakt-Allgemeine, die universellen Prinzipien bürgerlicher Vergesellschaftung, sind zu begreifen als Eigenschaft des Konkreten – der konkreten Ermordung von sechs Millionen Juden durch deutsche Täter.“ Rensmann zitierte den Gründer der Frankfurter Schule, Theodor Adorno: „Nationalismus geht, so Adorno, fast immer mit Antisemitismus einher.“ Er verurteilte Nationalismus im allgemeinen und den deutschen Nationalismus im besonderen und erklärte: „Bindend ist unter ihnen das Bedürfnis nach einer kollektiv-narzißtischen Erhöhung durch eine positive Identifikation mit der deutschen Nation.“ Er lobte Goldhagens Verurteilung des „durchschnittlichen“ Deutschen und schloß: „Die deutschen Judenmörder waren zumeist nicht autoritär-agressiv bzw. untertänig-konformistisch oder antisemitisch bzw. verdrückt sadistisch gegenüber Juden, sondern beides.“

Die amerikanisch gesteuerten Linken

Wenn wir gerade bei Universität Michigan sind: Da war auch die Verfassungsrichterin Baer. Und, ich weiß es jetzt nicht genau, irgnedein anderer. Es gibt da zwar meherere Universitäten, die ähnlich heißen und die man leicht verwechselt. Man sagte mir aber, das mache nichts, sowieso alles die gleiche Suppe. Die gelten nicht nur als von Geheimdiensten so durchseucht, dass es schon zu Handgreiflichkeiten auf dem Campus gekommen sei, weil die so aufdringlich unter ausländischen Studenten zu rekrutieren versuchten. Irgendwo stand auch, die würden da besonders gerne Professuren als Tarnidentitäten für Auslandsaktivitäten erzeugen.

Und toll ist, dass die da auch schon die Frankfurter Schule erwähnen, weil die eine ideologische Hexenküche sind und etwa solche Aussagen wie dass aus jedem Nationalstaat durch die kollektiv-narzisstische Erhöhung Antisemitismus und Nazis entstünden.

Ich habe schon anhand Michael Kimmels beschrieben, dass Feminismus/Genderismus im Prinzip exakt das detailgenaue Gegegenteil, Negativbild der Nazis sind, gerade so gebaut, als wolle man denen den Lebensraum entziehen.

Und daraus drängt sich auf, dass die gezielt daran arbeiten, Deutschland als Staat aufzulösen und mit Immigration zu durchmischen. Womit wir ziemlich flott wieder bei meinen Artikeln über die Fake-Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts rauskommen, die sich die Kläger einfach selbst casten und die Beschwerden selbst schreiben. Kein Wunder, dass Baer trotz geistiger Leistungen, die als unauffindbar zu bezeichnen noch sehr geschmeichelt wäre, an amerikanischen Universitäten als Honorarprofessorin und führender Kopf angesehen wird. Und irgendwie stößt man immer auf Soros.

Zweifellos kommen hier Inhalte, der ganze Feminismus- und Genderquatsch, über den Teich herüber.

Komisches Dreiecksverhältnis

Es ist schwer einzuordnen.

Eigentlich sind diese britischen und amerikanischen Linken das gegenteil der ostblockorientierten, weil die einen für und die anderen gegen die Russen sind.

Inhaltlich wären sich die britischen und die amerikanischen sehr ähnlich und lägen nahe bei einander, aber mit dem knalligen Unterschied, dass die amerikanischen Linken tatsächlich links sind, während die britischen das eigentlich gar nicht sind, sondern sich als solche nur ausgeben.

Es würde aber erklären, warum die sich untereinander so spinnefeind sind, obwohl sie vorgeblich und letztlich sogar tatsächlich in vielerlei Hinsicht das Gleiche wollen. Ich hatte ja neulich in irgendeinem Artikel mal irgendeine Quelle zitiert, wonach die Linken ein großer Haufen ganz unterschiedlicher Leute sind, die völlig zerstritten sind und die eigentlich überhaupt nichts eint außer dem gemeinsamen Feindbild Rechte, von dem sie inzwischen existenzabhängig sind.

Wer nicht vorkommt

In dieser ganzen Suppe kommen zwei Personengruppe eigentlich nicht vor:

Das sind echte Linke, die wirklich daran glauben und niemandes Agenten und keine Lügner sind. Irgendwie lügt da alles, was man findet.

Und das andere sind Nazis. Die müssen zwar da sein, aber nur symbolisch als fiktives Feindbild.

Mir kommt das so ein bisschen wie „Trooping the colors” vor. Früher bestanden Heere aus zusammengewürfelten Söldnern, denen man erst mal die eigene Flagge zeigen und vorführen musste, damit sie überhaupt wissen, mit wem, für wen und gegen wen sie kämpfen sollen, und den wiedererkennen. Man hat den Eindruck, als würden Nazis hier in dieser Weise die Rolle eines Gegners einnehmen. Hauptsache, da hängen irgendwo Hakenkreuze, damit man dem Haufen sagen kann „das ist der Gegner”. Dass da deshalb viel vorgetäuscht wird.

Verschwörungstheorien?

Man wird es als Verschwörungstheorie abtun.

Was man nicht tun wird, ist, eine Erklärung für das zu liefern, was hier in den letzten 50 Jahren passiert ist.