Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Der besondere Sexismus des ZDF

Hadmut
24.12.2017 13:04

Da machen sie immer auf Gender und Political Correctness und Abkehr von Sexismus und Frauenbildern, und dann das:

Die WELT hat einen Artikel über Moderator und Bodybuilder Marcus Thomas. (Um ehrlich zu sein: Ich könnte mich nicht erinnern, den Namen schon mal gehört oder das Gesicht schon mal gesehen zu haben, sagt mir gar nichts.) Der hat Kraftsport und Bodybuilding betrieben, sich dabei mit Doping (Steroide) kaputt gemacht und ein Buch darüber geschrieben.

Wie kam er dazu? Der war (siehe die Fotos) früher ein dünnes Handtuch, so’n Spargeltarzan. Dazu schreiben sie

Marcus Thomas moderierte unter anderem den „ZDF-Fernsehgarten“ und das „ARD-Buffet“, spielte zudem in mehreren TV-Serien mit. Vor sieben Jahren entdeckte der 44-Jährige den Kraftsport als Leidenschaft für sich und legte rund 16 Kilogramm zu – obwohl er „Hardgainer“ ist, also jemand, der nur schwer zunimmt.

Jetzt hat er ein Buch geschrieben: „Vom Leichtgewicht zur Muskelmaschine – Wie ich als Hardgainer zum Muskelpaket wurde“ (Riva). […]

Die WELT: Herr Thomas, wie genau kamen Sie zum Kraftsport?

Marcus Thomas: Ich habe mich schon in meiner Jugend als zu dünn empfunden und bis deshalb mit 17 Jahren Mitglied in einem Fitness-Studio geworden. Dann habe ich 20 Jahre trainiert – ohne wirklichen Plan und somit auch ohne wirkliche Erfolge. 2008 bekam ich vom ZDF zur Moderation des „Fernsehgartens“ das Feedback, dass man sich mehr körperliche Präsenz von mir gewünscht hätte.

Ständig geht es um die Diskussion, dass Werbung oder Sendungen wie Germany’s Next Topmodel Frauen zu Hungerhaken machen und Mädchen ein falsches Körperbild vermitteln würden. Alles muss jetzt mit dicken Frauen (curvy models, plus size models) angereichert werden, damit junge Mädchen zu einem „gesünderen” Körperbild gelangen.

Wenn aber ein Normalo – der ja nun durchaus nicht faul war, sondern sich schon sportlich betätigt hat – im Fernsehen steht, dann reicht das nicht. Dann will man „körperliche Präsenz” haben. Und die ganz sicher nicht wegen männlichen Zuschauern. (Außerdem: … Fernsehgarten … ) Die Damen wollen Anregendes sehen.

Und so greift der Mann eben zu Doping und macht sich kaputt.

Ist aber kein Thema. Das Opfermonopol ist weiblich.