Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

„Es obliegt dem Mann, die Frau aktiv um Erlaubnis zu bitten.”

Hadmut
18.12.2017 21:27

Nein, wie romantisch. Er sinkt vor ihr auf die Knie, öffnet das Schmuckkästchen mit dem Diamantring, den er darbietet, und macht ihr einen Antrag, fragt sie ob sie möchte.

Neues aus Schweden.

Die Augsburger Allgemeine berichtet über einen neue Regelung in Schweden. Dort gilt es ab sofort schon als Vergewaltigung, wenn der Mann vorher den Beischlaf nicht beantragt und eine explizite Gestattung einholt. Sie muss nicht mehr „Nein” sagen, es bedarf der expliziten Freigabe.

Es obliegt dem Mann, die Frau aktiv um Erlaubnis zu bitten. Sonst droht eine Verurteilung wegen Vergewaltigung. Auch, wenn es zu keiner Auseinandersetzung, Gewalt oder anderweitiger Bedrohung vor oder beim Sex kam. Eine mündliche Genehmigung soll ausreichen. Wer aber sicher gehen will, sollte sich etwas Schriftliches geben lassen, kommentierten Schweden in Internetforen. Schließlich stünde sonst ja Wort gegen Wort.

Das neue „Einverständnis-Gesetz“ soll am 1. Juli 2018 in Kraft treten. Sämtliche Parlamentsparteien stehen dahinter. Die Einverständnisregel gilt dabei für alle. Sowohl für sich relativ unbekannte Paare als auch in langjährigen Beziehungen inklusive Ehen. Es beinhaltet auch gleichgeschlechtliche Beziehungen und sie gilt auch für jene seltenen Fälle, in denen Frauen sich an Männern vergehen.

Heißt: Ehelicher oder partnerlicher Beischlaf wird verkompliziert und zu riskant. Muss man sich klarmachen: Ausgerechnet solcher Geschlechtsverkehr, der ansonsten nicht nach Vergewaltigung aussieht, wird damit wegfallen. Für reguläre Vergewaltiger ändert sich dagegen nichts. Denn wer eine Frau so richtig vergewaltigt, mit Gewalt und Drohung und so, wo es dann sowieso klar ist, dass es eine Vergewaltigung ist, für den ändert sich ja nichts. Dass der dann keine Lizenz erworben hat, spielt dann auch keine Rolle mehr. Das heißt, nicht die Vergewaltigung, sondern der normale Sex in der Ehe wird gedrosselt.

Man könnte deshalb auf die Idee kommen, dass die in Schweden Vergewaltigung fördern wollen, weil das Gesetz tatsächliche Vergewaltigung nicht reduziert, normalen Sex aber schon.

Ich vermute, es wird nicht mehr lange dauern, und in Schweden gibt es mehr Vergewaltigungen als normalen Sex. Dass es leichter wird, auf der Straße von einem Fremden schwanger zu werden als zuhause vom eigenen Mann. Man könnte auf den Gedanken kommen, dass das die Absicht dahinter ist. Schon lange machen die den Eindruck, dass der Ehemann einer Frau für den Geschlechtsverkehr mit ihr schwerer bestraft wird als ein Fremder.

Es gibt jetzt nämlich auch die fahrlässige oder versehentliche Vergewaltigung:

Um mehr Personen verurteilen zu können, werden zwei neue Tatbestände eingeführt. Die „unachtsame Vergewaltigung“ und der „unachtsame sexuelle Übergriff“. Bereits jetzt ist die Gesetzgebung in Schweden scharf. So wurde etwa nach dem Wikileaks-Gründer Julian Assange wegen Verdachts auf „weniger grobe Vergewaltigung“ gefahndet. Was das hieß? Er benutzte kein Kondom bei einem ansonsten von den Frauen als einvernehmlich umschriebenen Sex. Danach waren sie auch zunächst, laut eigenen Aussagen, weiter mit Assange befreundet. Dann jedoch waren sie auf einmal der Meinung, missbraucht worden zu sein. Es wurde ein internationaler Haftbefehl ausgestellt.

Aber bitte, wenn die das so haben wollen…

Ich will allerdings nochmal auf die Duldungsstarre bei der Sau zurückkommen:

Oft beschreiben sie auch, dass sie beim Akt zwar völlig gegenwärtig waren, aber psychisch „eingefroren“ und es ihnen deshalb nicht möglich war „nein“ zu sagen.

Der Mann wird wegen Vergewaltigung verurteilt, weil die Frau meint, es sei ihr nicht möglich gewesen, „nein” zu sagen. Das heißt dann aber, dass ein „Ja” auch nichts wert ist und die sich dann auf einen psychischen Ausnahmezustand berufen werden, der ihnen die Urteilsfähigkeit nahm.

Wohlgemerkt: Sie meinen aber, dass Frauen jeden Beruf ausüben könnten, den auch Männer ausüben könnten, Pilot, Chirurg, Kriegsminister. Und gleichzeitig sagen sie, dass sie unter psychischem Einfrieren leiden, das ihnen unmöglich macht, „Nein” zu sagen. Meines Erachtens ist jemand, der von solchen Symptomen berichtet, nicht befähigt, ein Kraftfahrzeug zu führen oder ein Kind allein zu erziehen. Wie kommt man denn auf die Idee, Menschen, die von solchen Kontrollverlusten berichten, noch auf verantwortliche Stellen zu setzen?