Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Für die Grünen bin ich ein Maskulist

Hadmut
18.7.2017 22:12

Die Steckbriefjagden gehen weiter. Update

Mehrere Leser haben mich darauf hingewiesen, dass ich auf einer Webseite der Grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung e.V. (wieso eigentlich -Stiftung e.V.? Ich war immer der Meinung, Stiftung und Verein sind verschiedene Rechtsformen) in einer Art Wiki geführt werde, worin es heißt, dass ich ein „maskulistisch orientierter Blogger“ sei, einen maskulistisch ausgerichteten Blog führe, als Autor bei Cuncti aktiv sei und die Frankfurter Erklärung unterzeichnet hätte.

Komischerweise haben mir schon Leser geschrieben, dass sie mich in der normalen Wikipedia eintragen wollten, und das von linken Überwachungskolonnen sofort wieder gelöscht worden wäre (ich will da eigentlich auch nicht drin stehen). In dieser Steckbrief-Seite werde ich dann aber doch geführt.

Und dann stimmt es nicht mal.

Wie ich schon oft erklärt habe: Weder ich noch mein Blog sind „maskulistisch“. Was auch immer das sein mag. Ich habe wohl wenig Zweifel daran gelassen, dass ich Feminismus für mit das dämlichste halte, was die letzten 100 Jahre so hervorgebracht haben. Da werde ich doch nicht den gleichen Schwachsinn mit ausgetauschtem Geschlecht selbst veranstalten. Ich interessiere mich nicht für Männerrechte, denn die gibt es genausowenig wie Frauenrechte. Es gibt nur Menschenrechte.

Ich bin und war auch nie bei Cuncti aktiv. Die haben mich ein paarmal gefragt, ob sie Artikel aus meinem Blog übernehmen können, und wenn mich Leute fragen, bin ich in den allermeisten Fällen auch einverstanden, weil ich das eh publiziert und damit in die Öffentlichkeit entlassen habe und ich ja auch andere Texte zitiere. (Ich mag’s nur nicht, wenn das in irgendwelche sehr ideologischen Seiten eingebunden wird oder wenn Leute die Texte einfach komplett klauen, nicht im Sinne eines Zitats, sondern einfach 1:1 abkupfern und dann so tun, als würde ich bei ihnen schreiben. Ein ganz frecher hat mal meinen Text 1:1 kopiert und sich dann als Co-Autor mit drauf geschrieben. Aber in der Netz-Szene gilt ja ohnehin die Sichtweise, dass Texte alle unter irgendeine Creative Commons-Lizenz gestellt werden sollten. Ich tue das zwar nicht explizit, aber da ich ja für das Blog und überhaupt von morgens bis abends auch open source-Software verwende, habe ich da im Allgemeinen nichts dagegen, solange das in vertretbarem Kontext bleibt und kein falscher Eindruck entsteht. Und bei Cuncti aktiv bin ich nicht und habe auch nie etwas für die geschrieben. Ich habe denen nur auf deren Anfrage gestattet, dass sie Texte übernehmen dürfen. Das ist nicht „aktiv“.

Frankfurter Erklärung: Weiß ich jetzt auf Anhieb nicht mehr. Normalerweise mache ich sowas gar nicht, in diesem Fall kann es schon sein, das müsste ich erst nochmal nachschauen. Es treten aber auch immer wieder (z. B. auf Twitter) Fremde unter meinem Namen auf.

Die ersten beiden Punkte sind klar falsch.

Die verbreiten da Falschinformationen. Waren das nicht auch die Grünen, die andere der Fake-News bezichtigen?

Und die Tatsache, dass die da nicht auf mein Blog, sondern auf mein Impressum verlinken, könnte man auch als direkte Aufforderung zu Straftaten und Gewalt auffassen. Was ganz gut dazu passt (siehe einen Blog-Artikel, der nachher noch kommt), dass vor einer wachsenden Kriminalität und Gewalttätigkeit Berliner Linksextremer gewarnt wird.

Sollte mir also irgendwas zustoßen oder passieren, dann wisst Ihr, aus welcher Ecke das kam oder wer zumindest besonders verdächtig ist.

Da muss man sich auch immer klar machen, wer dahinter steckt. Gerade noch haben die Grünen ja zu G20 noch behauptet, sie wären so friedlich und hätten mit Gewalt nichts zu tun?

Warum wird dann zuerst auf mein Impressum verwiesen? Wozu braucht man das, wenn nicht zur Anstiftung zu Straftaten und Gewalt?

Bemerkenswert ist nämlich auch, dass formal überhaupt nicht erkennbar ist, welchem Zweck diese Webseite dient. Einem journalistischen Zweck jedenfalls nicht, denn journalistische Inhalte habe ich da nicht gefunden. Der Meinungsfreiheit auch nicht, denn Meinungen äußern sie da ja auch nicht. Da geht es nur um Steckbriefjagden.

Wer steckt dahinter? Siehe Impressum:

Redaktion Agent*In

Henning von Bargen, Andreas Kemper, Elisabeth Tuider, eMail: redaktion-agentin@boell.de

Inhaltlich verantwortlich gemäß § 10 Absatz 3 MDStV, V.i.S.d.P.: Henning von Bargen, Leitung Gunda Werner Institut in der Heinrich Böll Stiftung

Und dann noch ein Witz:

Diese Website wird mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt. Dennoch können wir keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte geben.

Erstens ganz sicher nicht mit „größtmöglicher Sorgfalt“, denn das hätte geheißen, mich dazu zu befragen.

Zweitens ist man für die Richtigkeit seiner Publikationen verantwortlich und kann sich dem nicht entziehen, indem man eine „Gewähr“ verweigert. Man kann nicht verleumden und dann sagen, dass man da keine Gewähr übernähme.

Immer klarmachen: Die Grünen.

Wer wählt sowas?

Update: Es wird immer absurder. Laut der Böll-Stiftung würde der „Deutsche Gender Kongress“ auf meiner Arbeit beruhen.

Ich kenne den nicht, ich war da nie, ich habe mit diesem Kongress überhaupt nichts zu tun.

Und dann wird man – so wie neulich die amerikanischen Reporter beim G20 – auf der Straße von irgendwelchen Linksradikalen angegriffen und geschlagen, weil da irgendwer Falschinformationen in die linke Szene einschleust.

Und dann machen die Grünen immer so gerne auf Datenschutz…