Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Silvesternacht Köln: Feministinnen fordern Ausgangssperren für Männer

Hadmut
19.1.2016 21:08

Jetzt geht’s los.

Eine feministische Hetzwebseite, die sich selbst für die führende feministische Seite in Kanada hält, zieht Konsequenzen aus den Vorgängen in Köln:

It’s time to consider a curfew for men

Ausgangssperren für Männer. Von Meghan Murphy.

Und wie immer bei Feministinnen, sind Männer (vor allem, wenn sie weiß und heterosexuell sind), die einzige Menschheitsgruppe, die sich die totale Verallgemeinerung winziger Stichproben gefallen lassen muss:

You’ve had your chance, bepenised ones. And you’ve blown it. What you’ve proven, time and time again, is that you cannot be trusted to behave yourselves after dark. In Germany, about 1000 men are reported to have arrived to the Cologne Cathedral area on New Years Eve, intending to sexually assault and mug as many women as possible. The CBC reports, “Some 121 women are reported to have been robbed, threatened, or sexually molested there by gangs of mostly drunk men between 18 and 35 years old while out celebrating.” Similar attacks took place in Hamburg and Stuttgart as well.

Jaja. Frauen und Statistik. Die Täter hatten einen Penis, also sind alle Penisträger dran schuld. Koninzidenz, Kausalität und Korrelation, schon wieder mal.

Klar, dass sie natürlich eine feministische Lösung dafür haben:

There are solutions: a feminist revolution; real consequences for men who rape, harass, and abuse women; ensuring women are financially independent and that they are able to leave abusers safely; a cultural shift that addresses male entitlement, porn culture, and the objectifying male gaze; an end to masculinity and, more broadly, gendered socialization that says men are actors whereas women are passive recipients of men’s “action” — that is, the idea that men are to “get” sex from women, which positions coercion as a normal and expected part of heterosexual relations… All of that. All of that would help.

Wieder mal gar nicht von Realität getrübt.

Konsequenzen für Vergewaltiger. Gern. Aber dafür müsste man sie halt erst mal haben. Und was sollen die Konsequenzen sein? Das schlimmste, was wir haben, ist Knast. Eine Frage des Maßstabs. Für Leute aus afrikanischen Kriegsgebieten Luxusurlaub.

Frauen sollen ihre Peiniger verlassen können. Nur: Das in Köln waren alleinstehende Männer und die Frauen nicht deren Ehefrauen. Und auch bei ihrem anderen Beispiel der Studentinnen, die in ihrem Dorm überfallen werden, geht’s ja nicht um verheiratete Paare.

Porn Culture: Tja, die Leute kommen aus streng islamischen Ländern, da steht auf Pornographie die Todesstrafe. Da gibt’s keine Pornos.

Gender-Sozialisierung: Das, was sie da nennt, haben wir hier eigentlich nicht. Aber nach Köln haben die Frauen alle passiv Schutz bei Männern gesucht. Doch biologisch?

Die Erziehung und Sozialisierung der Leute? Nicht in Deutschland und nicht in Kanada. Sondern in Afrika und Arabien. Kleiner geographischer Unterschied.

Ich kann der Dame daher nur dringend empfehlen, ihre Konsequenzen konsequent anzuwenden und ihre Vorschläge in Marokko oder Afghanistan persönlich vorzutragen. Da wird man ihr sicherlich interessiert zuhören. Ducken, wenn die Steine fliegen.

In the meantime, women live in fear.

Wegen der Vorgänge in Köln haben sie Angst in Kanada. Dafür gibt’s Ärzte.

We are attacked by large groups of drunk, aggressive men while ringing in the New Year. We double lock all our doors and windows but still can’t sleep at night.

Hätte man den Frauen in Köln vorher sagen sollen: Fenster und Türen verschließen.

In the meantime, we are not safe and men — most men — are given free reign to behave however they wish, as most men who rape, harass, and abuse are not punished.

Ach so. Nicht alle Männer. Nur die meisten.

While, yes, men are violent during the day and while, yes, a curfew would not resolve the problem of patriarchy and male violence against women, it does, in a way, address entitlement and privilege. While, in some ways, my argument here began facetiously, the more I consider the idea of a curfew for men, the more it makes sense.

Ausgangssperren helfen zwar nicht, weil Vergewaltigung tagsüber stattfindet (klar, die Silvesterfeier in Köln fand nachmittags statt. Tatsächlich. Da war’s in Kanada so um 16, 17 Uhr oder so.) Aber einfach mal um allen Männern eins reinzudrücken. Wer diese Ausgangssperre durchsetzen soll? Frauen? Männer?

Und mit dem Denken ist das so eine Sache. Normalerweise sollte man durch Denken den Unsinn in der Sache erkennen. Wenn das Nachdenken wie hier aber zum gegenteiligen Prozess führt, also in die entgegengesetzte Richtung, ist das ein ganz deutliches Indiz, dass man dabei was richtig falsch macht, und es vielleicht lieber bleiben lassen sollte.

Why should men, if they have proven time and time again that they cannot — will not — leave women alone, stop harassing, raping, drugging, stalking, catcalling, groping, flashing, be permitted to move about freely in this world? We — women — are the ones who suffer and who feel afraid.

Irgendwie hat die nicht mitbekommen, wer das in Köln eigentlich war. Irgendwie glaubt die, wir machen hier sowas selbst. Woher sonst will sie wissen, dass die das nicht zum ersten Mal gemacht haben? Immerhin war das für viele der Leute sicherlich erst die erste oder zweite Silvesternacht in solcher Umgebung.

Permitted to move around freely in this world? Eigentlich sind sie das ja nicht, die reisen ja oft illegal herum. Irgendwie hat die gar nichts begriffen.

And who is it we fear? Is it other women? Is it ghosts (Ok, yes, sometimes, if you are me, it is ghosts — but only while sleeping in large, old, creaky houses)? Is it a genderless, faceless, bodiless being? No. It is a male. A male with a penis that he may or may not use as a weapon.

Huuuuu

“What real impact would a curfew have?” you might ask. Certainly it would send the message that we are taking men’s behaviour seriously and that it is no longer acceptable. Certainly it would allow women to move about more safely at night — on campus, in their homes, at bars, at the bus stop. Certainly it would name the problem. It would say, unequivocally, “The problem is you, men. You are the problem, and therefore, it is you who must be stopped.”

Oh ja, die komplett männerfreie Stadt, in der sich Frauen frei bewegen können.

Ich kenne Frauen, die sich ohne Mann keinen Meter rauswagen würden.

Und ich kenne Frauen, die gar nicht wüssten, wozu sie nachts noch unterwegs sein sollten, wenn’s da keine Männer mehr gibt. Wozu in eine Bar?

Am bus stop? Wer fährt nachts die Busse?

Think of it as a mass grounding for men. After a designated period of time, we’ll allow them back on the streets after dark to see how it goes. If the sexual assaults and harassment continue, well, it’s back to the curfew.

I mean, really, they asked for it.

Öhm, ja.

Ich würde sie dann gerne mal nach Neukölln, oder Wedding einladen, auch Hamburg, Düsseldorf, Köln oder so, und mir das einfach mal anschauen, wie sie den Männern dort klarmachen will, dass die abends nicht mehr rausdürften. Oder noch besser: Kabul oder Kairo. Das lade ich dann auf Youtube hoch.

Leute, lacht nicht. Das ist Kanada. Die sind so gegendert wie Saudi-Arabien islamisch ist. Die kommt da mit sowas durch. Zeigt aber wieder mal, wie dämlich und ungebildet das alles ist.


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