Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Japan schafft Sozial- und Geisteswissenschaften ab

Hadmut
18.9.2015 20:47

Das ist doch mal ne Meldung:

Die Times Higher Education berichtet, dass der japanische Bildungsminister die Universitäten angewiesen hat, die Sozial- und Geisteswissenschaften dicht zu machen oder in etwas umzuwandeln, was einen gesellschaftlichen Nutzen hätte.

Strike!

(Danke für den Link)

158 Kommentare (RSS-Feed)

Gerd
18.9.2015 21:06
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Die Privatuniversitäten werden das weiter anbieten. Dort muss man aber auch bezahlen – was auch einen gesellschaftlichen Nutzen hätte.


Horsti
18.9.2015 21:10
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Jawoll! Das würde der Autorin auf Zeit Online in ihrem Genderwahn sicherlich schlaflose Nächte bereiten:

http://www.zeit.de/kultur/2015-08/gender-studies-mangelnde-solidaritaet-geisteswissenschaften-10nach8


Geluckt
18.9.2015 21:18
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Ein weiteres Indiz, dass die dekadente Gesellschaft in Japan immer mehr dem Untergang entgegengeht. Ich finds super, dass der Kapitalismus in Japan so scheitert, vielleicht können wir daraus die richtigen Schlüsse ziehen, dass wir etwas weniger dekadent/überheblich werden.


Butterbrot
18.9.2015 21:19
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Geil! Leider wirds das bei uns nie geben.


Klaus
18.9.2015 21:29
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Naja, so ganz toll finde ich das nicht.

Es gibt / gab schon gute Geisteswissenschaftler, z.B. Immanuel Kant.

Aber letztendlich auch hier ein notwendiger Schritt. Die Geisteswissenschaften in dieser Form haben sich überlebt.

cu


Stefan
18.9.2015 21:33
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Ohne den Hintergrund zu kennen: Ich würde es für Deutschland nicht begrüßen. Es würde letztlich nur diejenigen treffen, die sich um Wissenschaftlichkeit und Redlichkeit bemühen. Es gibt so viele interessante Themen, die parallel zur Biologie untersucht werden müssten (das schreibt übrigens auch Prof. Axel Meyer, der gerade für sein Genetik-Buch so gelobt wird).

Ein Kahlschlag der Sozialwissenschaften träfe die falschen! Dagegen hätten all die unwissenschaftlich und unredlich wirkenden GenderiXe ihre Stellen bei der dunkelroten Lobby, bei grün lackierten Stiftungen oder beim Staat schon sicher.


Frank
18.9.2015 21:34
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@Butterbrot

>bei uns nie geben

Kommt noch!
Wenn der Laden hier zusammenbricht landen die ganzen TraumataAufarbeiter aus der NichtsnutzIndustrie auf der Strasse.
Dann gilt nur noch Das wofür Jemand bereit ist mit Gold zu zahlen.


Rox
18.9.2015 21:43
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Na ja, ich finds nicht so klug, Literatur, Kunst, Geschichte usw. sind ja ein Teil des Menschseins. Aber ich würde den Geldhahn abwürgen, wo bloß spekuliert wird, womit durchaus auch Teile der Soziologie, Politikwissenschaften usw. fällig wären.

Ach wie ich die Empirie liebe, seit ich ständig mit diesem Spinner-Gelabere zu tun habe. Irgendwie ist es ein Schritt zurück ins mittelalterliche Denken, was die machen.


Hadmut
18.9.2015 21:47
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> Na ja, ich finds nicht so klug, Literatur, Kunst, Geschichte usw. sind ja ein Teil des Menschseins.

Ja.

Aber was tragen denn die Universitäts-Geisteswissenschaften dazu noch bei?


Rox
18.9.2015 22:12
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Oh, ich kenne etliche Profs., die verzweifelt um Empirie in der Forschung kämpfen, also Geisteswissenschaftler meine ich.
Das wäre doch ein lohnendes Ziel.


Hadmut
18.9.2015 23:38
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> Oh, ich kenne etliche Profs., die verzweifelt um Empirie in der Forschung kämpfen, also Geisteswissenschaftler meine ich.

Wenn die Geisteswissenschaften in einem Zustand sind, dass „etliche Profs verzweifelt um Empirie kämpfen”, dann ist da sowieso nichts mehr zu retten.


Gutartiges Geschwulst
18.9.2015 22:46
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@Rox: “Na ja, ich finds nicht so klug, Literatur, Kunst, Geschichte usw. sind ja ein Teil des Menschseins.”

Stirbt der Geist, wenn die Zahlung ausbleibt?


Ugah Ugah
18.9.2015 22:47
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Wir haben einfach zu viele dieser Schwafelfächer und werden auch nicht weniger sondern mehr. Sowas gehört an die VHS, zu den Esoterik- und Vegankochkursen, wo sich sonst auch genug gelangweilte Weiber rumdrücken. Dort können sie dann gegen Bezahlung mit diesen Mist ihre Freizeit totschlagen aber nicht an staatlichen Unis Gelder für ihre Laberhobbies abgreifen.


Fry
18.9.2015 23:14
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Zwischen den beiden Polen, einerseits Schwafelei als Wissenschaft zu würdigen, andererseits Bildung nach dem wirtschaftlichen Nutzen zu bewerten, muss es doch einen Mittelweg geben.

Ich finde jetzt schon schade, wie Musikschulen und Musikhochschulen ständig um ihre Budgets kämpfen müssen. Wie auch Stadttheater, Opernhäuser usw.

Da gibt es einen erhaltenswerten Bereich, den die Privatwirtschaft alleine nicht erhalten würde.


Fritz
18.9.2015 23:17
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Falls hier auch mal die Sozialwissenschaften abgeschafft werden sind die selber schuld dran, denn die haben es nicht nur zugelassen von den Gender-Wahnsinnigen verseucht zu werden, sie haben die geradezu mit offenen Arme empfangen!
Eine Rückabwicklung ist nicht mehr möglich, das muss erst mit Stumpf und Stiel ausgerottet werden bevor man dann anfangen kann es wieder neu aufzubauen.


Incognito
18.9.2015 23:18
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Interessant ist auch, dass Rechts- und Wirtschaftswissenschaften – zumindest teilweise – ebenfalls davon betroffen sind. Einen Nutzen für die Privatwirtschaft haben Absolventen dieser Fächer meist sehr wohl. Müsste man dann nicht im gleichen Zuge das gesamte Rechts- und Wirtschaftssystem umkrempeln, damit daraus auch tatsächlich ein gesellschaftlicher Nutzen hervorgeht?


Jsoh
18.9.2015 23:35
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> Es gibt / gab schon gute Geisteswissenschaftler, z.B. Immanuel Kant.

Mal abgesehen, daß das schon 200 Jahre her ist und nichts mit der momentanen Situation zu tun hat: Kant war nie an einer Uni und konnte seine Thesen auch ohne “Leer”veranstaltungen aufführen.


Jsoh
18.9.2015 23:37
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> Es würde letztlich nur diejenigen treffen, die sich um
> Wissenschaftlichkeit und Redlichkeit bemühen.

Warum?

> Ein Kahlschlag der Sozialwissenschaften träfe die falschen!

Noch einmal: Warum?


Trollversteher
18.9.2015 23:40
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@Fritz

Als jemand der Geisteswissenschaften eigentlich verteidigt muss ich dir trotz allem zustimmen. Der ganze Bereich ist zu sehr ein Auffangbecken für “Irgendwas studieren” Typen geworden und zusammen mit Bologna ist die Qualität der Lehre einfach unterirdisch.

Man sollte aber auch im Hinterkopf behalten dass z.B. Soziologie unter der Soviets verboten war. Gerade Japan könnte von aufrichtiger Gesellschaftsforschung profitieren – Stichwort 2. Weltkrieg.


Manfred P.
18.9.2015 23:44
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Ganz ehrlich, historische Forschung abzuschaffen fände ich gänzlich verfehlt.

Geschichte ist ja nicht nur spannend und unterhaltsam, sondern lehrreich für heutige Politik. Die heutige Politik leidet ja gerade unter mangelndem historischen bzw. zu sehr eingeengtem historischen Bewusstsein.


Manfred P.
18.9.2015 23:46
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@Fry

Sehe ich genauso. Im übrigen stellen die Japaner Leute als Beamte an, die traditionelle Handwerkskünste pflegen, z.B. Schwerter schmieden.

Das hat auch keinen gesellschaftlichen Nutzen, denn man ballert sich heutzutage mit Sturmgewehren über den Haufen.

Dennoch denken die Japaner, dass es wertvoll ist, alte japanische Traditionen am Leben zu erhalten.


Manfred P.
18.9.2015 23:50
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@Gutartiges Geschwulst

>Stirbt der Geist, wenn die Zahlung ausbleibt?

Tja, das ist die Frage. Ein fähiger Mann braucht auch die Muße, seiner Forschung nachgehen zu können.


Krischan
19.9.2015 0:14
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Ich glaube, Hadmuts Überschrift ist nicht ganz korrekt, und auch die Times Higher Education ist da nicht ganz eindeutig: weiter unten im Artikel ist die Rede von “Social Sciences and Liberal Arts”, also nur bestimmte Geisteswissenschaften. Mathematik ist ja auch eine Geisteswissenschaft, und die wird ja wohl kaum gemeint sein.


Der/Anarchist
19.9.2015 1:02
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@Jsoh

Natürlich war Kant an einer Universität, als Student und Lehrkörper, sogar Rektor der Universität Königsberg.


ST_T
19.9.2015 1:09
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@Hadmut

Naja, der Bildungsminister übersieht mal wieder das Problem. Nämlich das auf einen MINTler in Japan im Schnitt 4-5 Anwälte und/oder irgendwelche Soziologen, Psychologen oder Banker kommen.

Früher haben die Unternehmen dann immer im “On-the-Job”-Training die Leute ausgebildet. Die Universität war eigentlich nur für das soziale Prestige verantwortlich. Gute Uni bedeutete guten Job bedeutete ein Leben lang ein gutes Auskommen.

Seit etwa zehn Jahren ändert sich das System radikal. Offenbar merkt man mittlerweile auch, das die Ausbildung an den Universitäten selbst der letzte Mist ist und eigentlich nur die vorherigen Prüfungen und das gnadenlose Aussortieren effektiver sind als die Universitäten selbst.

Ändert nichts daran, dass die Mehrheit der von den Universitäten kommenden Japaner wegen der miserablen Ausbildung kaum auf das Berufsleben vorbereitet werden.


Ecke
19.9.2015 2:07
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>Immanuel Kant.

Eine Schwalbe (bis 1804) macht 200 Jahre später noch keinen Sommer.


JohnDoe15
19.9.2015 4:24
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>active steps to abolish [social science and humanities] organisations or to convert them to serve areas that better meet society’s needs”

Meine Kenntnis der japanischen Gesellschaft ist beschränkt. Ich vermute aber mal, dass japanische Geistes~ und Sozialwissenschaftler auf dem japanischen Arbeitsmarkt ähnlich erfolgreich vermittelt werden können wie hiesige Wissenschaftler auf dem hiesigen Markt.

Das “or convert them” erlaubt das Unterkommen in anderen Fakultäten der Universität. Das kann auch nach hinten losgehen.

Man überlege sich mal folgendes: Plötzlich sitzen da lauter Blockwarte in den Fakultäten die kontrollieren ob alles durchgegendert ist. Warum die da sitzen? Ihnen wurde per Gesetz eine Stelle geschaffen.


DarkynanMP
19.9.2015 4:26
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Incognito
18.9.2015 23:18

“Interessant ist auch, dass Rechts- und Wirtschaftswissenschaften – zumindest teilweise – ebenfalls davon betroffen sind. Einen Nutzen für die Privatwirtschaft haben Absolventen dieser Fächer meist sehr wohl.”

Welchen? Würden nicht Wochenendkolloquien ausreichen, in denen in irgendeinem Kurhotel über Prozeßkostenoptimierungsmodelle referiert wird?

“Müsste man dann nicht im gleichen Zuge das gesamte Rechts- und Wirtschaftssystem umkrempeln, damit daraus auch tatsächlich ein gesellschaftlicher Nutzen hervorgeht?”

Es dürfte ausreichen, die Rechtsbeugung zu beleben und dann auch ausreichend einzusetzen.
Dann spurt die Justiz auch wieder richtig.


EinInformatiker
19.9.2015 6:29
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>> Dennoch denken die Japaner, dass es wertvoll ist, alte japanische Traditionen am Leben zu erhalten.

Ich denke das geht in die richtige Richtung. Japan ist eine gesündere Gesellschaft, dá sie stark Traditionen pflegt. D.h. in Japan gibt es noch ein organisch gewachsenes Sozialgefüge auf Tradition basierend (unvollkommen ausgedrückt). Je stärker jeder einen bestimmten Platz hat, desto stabiler ist eine Gesellschaft. In einer solchen Gesellschaft besteht naturgemäß kein Bedarf an Sozialwissenschaft weil man sich gemäß des traditionellen Rahmens verhält es also kaum abweichendes Verhalten gibt Aber man kann sicher auch gegenteilig argumentieren, dass es extreme Verkrustungen gibt usw. Aber wir können Japan ohnehin nicht kopieren, Also ist das bei uns nicht anwendbar. Obwohl ich könnte mir allerdings vorstellen, dass die künftige Diktatur (also die in der es nach Leuten wie George Soros) läuft die Sozialwissenschaften abschafft. Wenn also jeder als reiner Sklave im System seinen Platz hat. Das wäre das Leben formal wieder so organisiert wie in einer traditionalen Gesellschaft.


@Trollversteher

Man sollte aber auch im Hinterkopf behalten dass z.B. Soziologie unter der Soviets verboten war.

Satire? Sowjets schreibt man. Diese Anspielung auf Adenauers Aussprache läßt den Verdacht der Satire aufkommen.
Wenn sie verboten war, dann war die westliche Soziologie verboten. Mehr Gesellschaftswissenschaften als die betrieb doch keiner. Das nannte sich Marxismus-Leninismus und behauptete ebenfalls, das Ei der Weisen zu sein. Da hat nur ein Spinnerverein den andern Spinnerverein verboten. Und, was haben wir davon? Nichts als Kosten! Leid für Millionen Menschen.

Auffallend ist, daß beide Seiten die Unterschiede zwischen Menschen abstreiten. Was Galton vor hundert Jahren untersuchte, das darf nicht wahr sein. Und das wird heute als Wissenschaft verkauft. Ich habe gerade Genie und Vererbung von Galton entdeckt.
https://archive.org/details/genieundvererbun00galt
Was damals untersucht wurde, das wird durch die heutige westliche Soziologie und den Marxismus bestritten. Schon seltsam! Wenn die sich einig sind, dann lügen sie.

Menschen sind nunmal unterschiedlich. Ihre Eigenschaften, wie ihre Intelligenz, werden vererbt. Intelligenz ist kein Skalar. Man kann sie nicht skalar messen. Das ist im Ansatz schon idiotisch. Man muß nur auf die Straße gehen, um zu sehen, daß alle Menschen unterschiedlich sind. In Bezug auf Fingerabdrücke und genetische Ausstattung wird dieses Wissen wie ein Mantra, wie eine Monstranz, herumgetragen. Warum aber gibt es keine Geschlechter, keine Hautfarben, keine Unterschiede in der Intelligenz? Es darf sie nicht geben — frei nach Christian Morgenstern. Was ist mit den vielen Eigenschaften, die wir nicht so deutlich sehen, den unterschiedlichen Gesichtern, den unterschiedlichen Leistungen in Mathematik, Kunst, Sport…? Die dürfen nicht wahr sein!

A) Die grundlegenden Eigenschaften werden sicher vererbt.
B) Die grundlegenden Verhaltensweisen werden vererbt und kulturell weitergegeben.
C) Damit die Selektion Futter hat werden diese fest vererbten Eigenschaften in kleinen Varianten weitergegeben. Dies hat die Entwicklung so eingerichtet. Das ist Absicht, ein Ergebnis der Entwicklung, sonst KÖNNTE sich nichts entwickeln.

Carsten

[Griechenland]
“Nun sollte man meinen, dass, wer eine Währungsunion gründet, sich zunächst einmal mit der Geschichte und den gemachten Erfahrungen befasst und daraus seine Schlüsse zieht. Nicht so unsere Politiker. Diese vorübergehend gewählten geschichts- und skrupellosen Figuren leben politisch in den Tag hinein und steuern so das Schicksal von Millionen Menschen ‒ in diesem Fall von 320 Millionen Bürgern der Euro-Länder ‒ sehenden Auges in die Katastrophe. Mit der Missachtung der finanziellen Nichtbeistandsklausel in Artikel 125 des EU-Vertrages wurde auch noch der Stöpsel aus der europäischen Finanzbadewanne gezogen, sodass nun das europäische Volksvermögen durch den griechischen Ausguss gespült wird ‒ Politik ohne Worte.”
Gerhard Wisnewski


Hadmut
19.9.2015 10:59
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@Carsten Thumulla:

> Satire? Sowjets schreibt man.

Nee. Englisch schreibt man es soviet.


Josh
19.9.2015 8:10
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> Ich finde jetzt schon schade, wie Musikschulen und Musikhochschulen
> ständig um ihre Budgets kämpfen müssen. Wie auch Stadttheater,
> Opernhäuser usw.

Was hat das mit den Geisteswissenschaften an der Uni zu tun?

Musische und kulturelle Veranstaltungen und Einrichtungen (und dazu würde ich die japanischen Schwertschmiede hinzuzählen) sind (bis zu einem gewissen Grad) natürlich unterstützend- und erhaltenswert.

Einige Leute schmeissen hier (bewußt oder unbewußt) völlig verschiedene Dinge in einen Topf, um zu begründen, daß man die momentan an der Uni gelehrten Geisteswisschenschaften behalten müsse.


Knirsch der Hirsch
19.9.2015 9:36
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> Na ja, ich finds nicht so klug, Literatur, Kunst, Geschichte usw. sind ja ein Teil des Menschseins.

Ja.

Aber was tragen denn die Universitäts-Geisteswissenschaften dazu noch bei?

Noch ? Schaut man sich die Biographien diverser Geistesgrößen
der Geschichte an, stellt man eine Tendenz fest: An den Uni’s
ihrer Zeiten waren sie bestenfalls geduldet, wenn nicht verlacht.

Und OT 2015 dazu, von z.B. den üblichen Nietzsche / Schopenhauer
usw. Hasserinnen: Idioten sterben nun mal einsam.

Übrigens auch ein Klarheitsvorteil geistiger Art männlicher Denker.
Sie können sich ihre Soziobubble nicht einfach selbst gebären,
und darin dann die Königin spielen.


Munifex
19.9.2015 9:50
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Und was schaffen wir nach den Geisteswissenschaften ab?


Hadmut
19.9.2015 10:51
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> Und was schaffen wir nach den Geisteswissenschaften ab?

Den Genderismus in der Politik.


Rox
19.9.2015 10:41
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Hadmut schrieb:
[i]>Wenn die Geisteswissenschaften in einem Zustand sind, dass „etliche Profs verzweifelt um Empirie kämpfen”, dann ist da sowieso nichts mehr zu retten.[/i]

Au Backe, der war ein Treffer. Na warten wir’s mal, ob die ersten lauten Proteste aus der Ecke der Biologen plus diese Meldung aus Japan dazu führen, dass die empirischen Geisteswissenschaftler ihre Diplomschamanen loswerden wollen.

So könnte man es als Feigheit sehen oder wohlkalkulierte Vorsicht, dass sie den Mund nicht aufmachen. Aber wenn’s ums Ganze gehen sollte, könnte es interessant werden.


Sören Hader
19.9.2015 10:55
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Ich finds schon erstaunlich, dass aus dem Gender-Studie-Hass ein regelrechtes pauschales Geisteswissenschafts-Bashing wird. Aber ich kenne viele MINT-Absolventen, die wirklich alle Geisteswissenschaften sehr skeptisch sehen oder auf Kriegsfuß mit stehen. Übrigens die Freiheit der Wissenschaft, die sogar im Grundgesetz verankert ist, scheint nach Ansicht von einigen nicht sonderlich schützenswert zu sein, die sofort den Geldhahn zudrehen würden, sobald sie den Wissenschaftszweig als sinnlos ansehen, oder glauben er liefert zu wenig ROI ab.


Hadmut
19.9.2015 11:07
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@Sören Hader:

> Ich finds schon erstaunlich, dass aus dem Gender-Studie-Hass ein regelrechtes pauschales Geisteswissenschafts-Bashing wird.

Naja, irgendwann muss man ja mal an die Täter und nicht nur die Tat.

Beim Bankraub wird ja auch der Räuber und nicht das Geld eingeknastet.

> Aber ich kenne viele MINT-Absolventen, die wirklich alle Geisteswissenschaften sehr skeptisch sehen oder auf Kriegsfuß mit stehen.

Warum wohl?

> Übrigens die Freiheit der Wissenschaft, die sogar im Grundgesetz verankert ist, scheint nach Ansicht von einigen nicht sonderlich schützenswert zu sein,

Du bist ein Dummkopf. Ein ziemlicher Dummkopf.

Denn in der Verfassungsrechtsprechung (und bei jedem mit Verstand) ist bekannt und geklärt, dass man Wissenschaft nicht schon dann ist, wenn man sich so nennt. Es reicht nicht, einfach „Wissenschaft” zu rufen um Freiheit reklamieren zu können. Man muss gewisse Mindestinhalte erfüllen. Und die erfüllen die „Geisteswissenschaften” nicht.

Sinnlosigkeit ist ja nicht der einzige Vorwurf. Unsinnigkeit, Inhaltslosigkeit, Unwissenschaftlichkeit, Dummheit, Willkür sind noch weitere Attribute.


Werner
19.9.2015 11:15
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Man könnte sagen, diese Gesellschaft hier wurde mit Gender Mainstreaming sturmreif geschossen, dessen ideologischer Vorhut der politische Feminismus war und ist – und das ging unglaublich schnell: Eine einzige Generation war dazu nötig…

Eine Gesellschaft, die sich nur noch um ihre Minderheiten und Randgruppen kümmert, verliert ihr Zentrum. Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die behinderteste Minderheit im Land? Eine solche Gesellschaft wird immer überrannt von anderen, die sich ihrer Mehrheiten sicher ist. Das Prinzip heißt verwirren und ablenken, Grundlage aller Betrügerei.

Ich weiß zwar nicht, ob die Japaner damit die Gefahr von GM abschaffen wollen oder sie gar nicht erst eingeführt haben, aber vielleicht haben sie etwas beobachtet bzw. gemerkt? Auf jeden Fall lassen sie ungern Fremdes ins Land. Die erzwungene “Öffnung” durch die Amerikaner wird von Vielen bis heute als Vergewaltigung verstanden. Und das bei allem Fortschritt, den sie brachte – eine Folge war Japans Beteiligung am zweiten Weltkrieg.

Jede Gesellschaft hat die Regierung, die sie verdient, hieß es mal. Man wird deshalb nie umhin kommen, auch von seinen Gegnern und Konkurrenten lernen zu müssen. Auch wenn es weh tut. Auch wenn es gegen die eigenen (erlernten!) Prinzipien geht. Das Vorgehen: Mache eine geistige Liste von den Prinzipien, nach denen Du lebst. Verlierst Du insgesamt oder irgendwo? Dann setzte davor eine Negation, ein negatives Vorzeichen, wie auch immer. Und jetzt?

Don’t feed the trolls in real life either.


Trollversteher
19.9.2015 11:23
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>Sinnlosigkeit ist ja nicht der einzige Vorwurf. Unsinnigkeit, Inhaltslosigkeit, Unwissenschaftlichkeit, Dummheit, Willkür sind noch weitere Attribute.

Und das ist den Geisteswissenschaften selbstverständlich eigen und hat gar nichts mit den Leuten die diese Fächer leiten zu tun. Hattest du nicht vor einiger Zeit über die unsinnigen, inhaltslosen und unwissenschaftlichen Papers aus China berichtet? (Ernste Frage, kann sein dass ich da gerade was verwechsle.)

Dort wo Wirtschaftlichkeit und/oder Ideologie die Macht übernehmen wird keine Wissenschaftlichkeit mehr Fuß fassen können. DAS ist das Problem unserer Universitäten.


Sören Hader
19.9.2015 11:28
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@Josh: “Einige Leute schmeissen hier (bewußt oder unbewußt) völlig verschiedene Dinge in einen Topf, um zu begründen, daß man die momentan an der Uni gelehrten Geisteswisschenschaften behalten müsse.”

Also ich habe eher den Eindruck, dass einige Leute nicht wissen, was alles zu den Geisteswissenschaften gehört.


Hadmut
19.9.2015 11:50
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> Also ich habe eher den Eindruck, dass einige Leute nicht wissen, was alles zu den Geisteswissenschaften gehört.

Stimmt.

Woher auch?

Weder wissen das die Geisteswissenschaftler selbst noch waren sie je zu einer konzisen Darstellung in der Lage, was sie da machen, und vieles müssen sie ja verbergen.


Frank
19.9.2015 11:31
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@Manfred P

Historische Forschung wird doch garnicht betrieben, allenfalls Volkspädagogische Geschichtsfälschung.


Sören Hader
19.9.2015 11:58
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@Hadmut: “Naja, irgendwann muss man ja mal an die Täter und nicht nur die Tat.

Beim Bankraub wird ja auch der Räuber und nicht das Geld eingeknastet.”

Und was hat das mit dem pauschalen Geisteswissenschafts-Bashing zu tun?

“> Aber ich kenne viele MINT-Absolventen, die wirklich alle Geisteswissenschaften sehr skeptisch sehen oder auf Kriegsfuß mit stehen.

Warum wohl?”

Ich denke, dass da ein stückweit Arroganz der MINTler den Dingen gegenüber steckt, die nicht aus ihrer Gedankenwelt stammen. Sie halten den Wissenschaftlichkeitsanspruch ihres eigenen Fachgebietes für den Goldstandard und universell auf alles andere übertragbar. Dabei wird übersehen, dass beispielsweise in der Mathematik und den Naturwissenschaften ein völlig anderer Umgang mit Beweisbarkeit vorhanden ist. In den Naturwissenschaften kann man Naturgesetze nicht so einfach durch mathematische Umformungsschritte aus Axiomen oder anderen Naturgesetzen herleiten. Umgedreht sind empirische Nachweise in der Mathematik nutzlos.

Zum Teil liegt die Skepsis gegenüber den Geisteswissenschaften auch darin begründet, dass solche Fächer bei den MINTlern spätestens im Studium nicht mehr vorkommen. Das war in früheren Zeiten auch mal anders und hielt es für notwendig, dass sich Naturwissenschaftler auch gut in Fächern wie Philosophie und Geschichte auskennen. Ein Bertrand Russell konnte hervorragende Leistungen in beiden “Welten” vollbringen und erhielt noch den Literaturnobelpreis. Die Spezialisierung der Fachgebiete in der Neuzeit ist bekannt und war auch notwendig, hat aber auch zu oft zu Abgrenzung verschiedener Fachbereiche geführt und zu einer gewissen Wagenburgmentalität. Was man nicht oder nur schlecht kennt, kann man gut schmähen.

“Du bist ein Dummkopf. Ein ziemlicher Dummkopf.”

Ich steh nicht so auf Trash-Talk. 😉 Im übrigen, eigene Wissenschaftsdefinitionen oder subjektive Einsortierungen nach dem Motto “Du bist eine Wissenschaft” und “Du bist keine Wissenschaft” bringen hier überhaupt nicht weiter, wenn man sich nicht vorher auf allgemeinverbindliche Definitionen einigen kann. Jedes Grundrecht könnte man auf die Art aushebeln, indem man behauptet, es gehöre gar nicht zur schützenswerte Gruppe. Auf die Art konnten auch totalitäre Regime bestimmte Wissenschaftsdisziplinen verbieten oder verhungern lassen.

“Man muss gewisse Mindestinhalte erfüllen.”

Dann definiere mal, welche das wären und zeige, dass diese Mindestinhalte auch allgemein anerkannt werden.


yasar
19.9.2015 12:38
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> Übrigens die Freiheit der Wissenschaft, die sogar im Grundgesetz verankert ist, scheint nach Ansicht von einigen nicht sonderlich schützenswert zu sein,

Das hei0ßt aber nicht, daß die Wissenschaftler Anspruch auf Alimentierung haben. 🙂


Sören Hader
19.9.2015 15:08
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Ja und nein, Yasar. 🙂 Zumindest würde ich dem nicht uneingeschränkt zustimmen. Aus dem Grundrecht kann man keine staatliche Finanzierung ableiten, stimme ich Ihnen absolut zu. In der Praxis sieht es so aus, dass Universitäten vom Staat Geld erhalten, um damit Forschung und Lehre zu betreiben. Wenn die Uni meint, sie wolle das Geld u.a. für bestimmte Schwerpunkte ausgeben, dann kann der Staat nicht kommen und zum Beispiel verlangen, dass keine Geisteswissenschaften mehr betrieben werden dürfen. Anders sieht es natürlich bei den Drittmitteln aus, wo das Geld stark zweckgebunden ist.

Das ist ja der zunehmende Konflikt, dass es immer weniger “pauschale” Gelder für Unis und Institute gibt, über die sie frei verfügen können, sondern das immer mehr über Drittmittel läuft. Der Konflikt besteht darin, dass viele Fachrichtungen (auch politisch gewollt) immer weniger finanziell ausgestattet werden. Ja, manchmal muss Wissenschaft auch mal zweckfrei sein, auch wenn sich immer alles dem Effizienzgedanken unterordnen soll.

Nun sagte Kant ja mal “Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde”. Wenn ich nun so sehe, wie hier sich User über bestimmte Fachrichtungen äußern und deren offizielle Absetzung fordern, bin ich wirklich froh, dass deren Maxime nicht zum allgemeinen Gesetz wird. Dann hätte im Vergleich dazu die DDR eine nahezu freiheitsliebende Wissenschaftspolitik betrieben. 😉


Günter Buchholz
19.9.2015 15:53
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So einfach ist das alles nicht. Denn es kann nicht um die Frage gehen, ob die unterschiedlichen Untersuchungsfelder Natur, Gesellschaft und Kultur wissenschaftlich bearbeitet werden müssen, denn das müssen sie selbstverständlich weiterhin, sondern es kann nur um die Frage gehen, was im einzelnen mit welchem Aufwand wissenschaftlich bearbeitet werden soll. Es geht also um ein Allokationsproblem. Dabei geht vor allem darum, das zu beenden, was unsinnig ist und zu stärken, was sinnvoll ist. Beispiel: methodisch seriöse soziologische Forschung ist sehr wohl sinnvoll und gesellschaftlich nützlich.

Da die Beziehungen zwischen Männern und Frauen in biologischer und sozioökonomischer Hinsicht von den Naturwissenschaften und den Sozialwissenschaften bereits erforscht werden (z. B. Sexualwissen-schaft) und auch offen für neue Forschungsfragen sind, auch für frauenspezifische, besteht überhaupt kein Bedürfnis für “Gender Studies”, die bisher nur behauptet aber nicht nachgewiesen haben, dass sie überhaupt eine Wissenschaft sind. Diesbezügliche Evaluationen von Forschung und Lehre sind jedenfalls nicht bekannt, und soweit sie bekannt sind, handelt es sich um eine Farce:
https://cuncti.net/wissenschaft/510-braucht-unsere-gesellschaft-gender-studies

Da der Gender-Begriff für das Verständnis des Verhältnisses zwischen Männern und Frauen überflüssig ist, fragt sich, warum er überhaupt aufgetaucht ist. Die Antwort lautet: einzig und allein deswegen, weil der Genderbegriff benötigt wird, um Homoerotik als Verhaltensweise der Sexualität gleichzustellen und den Übergang zur “Neuen Normalsexualität” einzuleiten, der in vollem Gange ist, wenngleich er umkämpft bleibt:
http://frankfurter-erklaerung.de/2015/09/katholische-kirche-bischof-koch-homosexualitaet-ist-beschraenkt-und-nicht-gelungen/
und
http://frankfurter-erklaerung.de/2015/09/ministerpraesidentin-kramp-karrenbauer-und-die-buchstabenmenschen/

Die Gender Studies dienen zwar nicht nur, aber doch im wesentlichen der Normalisierung der Homosexualität, insbesondere des Lesbianismus.
Das aber ist ein politisches Ziel und kein Forschungsprogramm.

Da Hochschulen Institutionen der Wissenschaft sind, dürfen sie nicht nicht-wissenschaftlichen Zwecken dienen. Nicht einmal der Gesetzgeber ist aus dieser Perspektive rechtlich befugt, so etwas zu tun. Hat er aber getan. Ich halte bereits die Einrichtung der Gender Studies und sämtlicher Gender-Professuren für rechtswidrig. Und da die Gleichstellungspolitik insgesamt verfassungswidrig ist, gehört das sowieso alles komplett aufgehoben.


Kaffeetrinker
19.9.2015 17:14
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Als WISSENSCHAFT wäre es ja ok. Aber es ist halt in den meisten Fällen nur Meinung und Durchsetzen selbiger. Und ob das dann der Gesellschaft nützt…


boes
19.9.2015 17:21
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@Trollversteher
>Man sollte aber auch im Hinterkopf behalten dass z.B. Soziologie unter der Soviets verboten war. Gerade Japan könnte von aufrichtiger Gesellschaftsforschung profitieren – Stichwort 2. Weltkrieg.

Klingt wie ein Gute Idee, die Japaner müssen auch lernen, dass die Luftangriffe auf unverteidigte Zivilbevölkerung, ganz zu ihrem Besten war!
Major Tibbets, Futatabi sore o okonaimasu! Altes Piratinnenlied.

@Manfred P.

>Ganz ehrlich, historische Forschung abzuschaffen fände ich gänzlich verfehlt.
Historische Forschung ist nicht notwendig! Das Ergebnis wird in der BRD fertig formatiert vom Gesetzgeber geliefert.
Sie glauben ich übertreibe?
Fragen sie nach, zb. beim Briten David Irving. Oh ich vergaß, der ist ja haram!
Und wurde dafür zurecht überfallen und verprügelt, sein Übersetzer ermordet, Buchhändler bedroht usw.
Geschichte ist ja nicht nur spannend und unterhaltsam, sondern lehrreich für heutige Politik. Die heutige Politik leidet ja gerade unter mangelndem historischen bzw. zu sehr eingeengtem historischen Bewusstsein.


A Stranger in a strange World
19.9.2015 17:27
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@Günter Buchholz

> methodisch seriöse soziologische Forschung ist sehr wohl sinnvoll
> und gesellschaftlich nützlich.

Sie hätten nicht zufällig noch ein konkretes Beispiel einer methodisch seriösen soziologischen Forschung und/oder einer gesellschaftlich nützlichen soziologischen Forschung zur Hand?

Ohne ein solches Beispiel ist Ihre Aussage nämlich ebenso korrekt und ebenso irrelevant wie die unbestreitbar korrekte Aussage, dass alle Marsmenschen Tango tanzen können.

> besteht überhaupt kein Bedürfnis für “Gender Studies”, die bisher
> nur behauptet aber nicht nachgewiesen haben …

Ihre Diagnose ist vollkommen zutreffend, allerdings zu eng gefasst. Das Problem ist nämlich das die Gender-Studies sowohl ersteres wie auch letzteres mit den Wirtschaftswissenschaften gemeinsam haben. Bei deren spektakulären 99,9…% Fehlprognosen fällt es schwer, gelegentliche Treffer nicht einfach dem simplen Effekt der großen Zahl zuzuschreiben.

> Die Gender Studies dienen zwar nicht nur, aber doch im wesentlichen
> der Normalisierung der Homosexualität, insbesondere des
> Lesbianismus.

Der übliche, viel zu kurz reichende Griff in die Klischee-Kiste. Es gibt viel zu wenige Homosexuelle, als das eine überwiegend auf Lesben ausgerichtete Veranstaltung den Einfluss haben könnten, den die GS tatsächlich haben. Tatsächlich profitieren _alle_ Frauen von den GS, nur deswegen haben die GS den Einfluss, den sie haben.


Sören Hader
19.9.2015 18:32
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Also mich würde ja schon mal interessieren, warum so viele hier mit Geisteswissenschaften immer “Gender Studies” assoziieren.


Hadmut
19.9.2015 19:15
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@Sören Hader:

> Also mich würde ja schon mal interessieren, warum so viele hier mit Geisteswissenschaften immer “Gender Studies” assoziieren.

Warst Du eigentlich schon mal an einer Universität?

Hast Du Dich mit dem Thema überhaupt mal irgendwie beschäftigt? Oder blubberst und trollst Du nur?


Sören Hader
19.9.2015 19:42
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Yepp, ich war an einer Uni, Hadmut. Und zu meiner Schande muss ich sogar gestehen, dass ich darüber hinaus promoviert habe. Ich geb ehrlich zu, studiert habe ich an einer TU, also weniger geisteswissenschaftlich-lastig. 😉

Weiß nicht, ob ich es schon geschrieben habe, “Gender Studies” interessiert mich nicht die Bohne. Deshalb werde ich mich dazu auch nicht äußern. Schon mal sorry vorab, wenn mein Desinteresse bezüglich diesem Thema bei anderen Leuten Gefühle verletzten sollte. Aber nach der Überschrift zu urteilen, geht es hier in dem Thread um Sozial- und Geisteswissenschaften und nicht explizit um “Gender Studies”. Ich selbst bin als MINT-Absolvent auch an Themen wie Philosophie, Psychologie, Politik und Geschichte interessiert. Darüber hinaus habe ich bei meiner beruflichen Arbeit sehr oft mit Fragestellungen zu tun, die an den ethischen Bereich grenzen und mir immer wieder bewusst machen, dass es in der Zukunft in der industriellen Fertigung nicht nur um technische Fragen geht, sondern wie die Arbeitswelt für die Menschen mal aussehen wird. Ohne interdisziplinäre Zusammenarbeit kommt man bei dieser Fragestellung nicht weiter, da ist nicht nur das Wissen von Technikern, Maschinenbauern, Informatikern usw. gefragt, sondern auch von Arbeitspsychologen und Soziologen. Diese künstliche Abschottung einzelner Arbeitsbereiche und Wissenschaftsgebiete wird in Zukunft wieder abnehmen, so hoffe ich. Deshalb habe ich auch wenige Berührungsängste mit den Geisteswissenschaften.


Nash
19.9.2015 20:31
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Guten Abend allerseits! Bisher war ich lediglich ein fleißiger Leser von Hadmuts Beiträgen, aber hier sehe ich mich mal genötigt, meinen eigenen Senf abzugeben. Was manchem “Sowi-Basher” sicher nicht klar sein wird, ist die schlichte Tatsache, dass sich die Sozialwissenschaft aus mehreren weiteren Wissenschaften, wie beispielsweise der Wirtschaftswissenschaft, zusammen sezt, und als Teilgebiet letzterer gehört die Volkswirtschaftslehre /Nationalökonomie. Dessen Sprache ist durch und durch die Mathematik, was manche hier scheinbar als einzigen Indikator für eine gute Wissenschafte gelten machen. Des Weiteren halte ich VWL-Erkenntnisse für ihn höchsten Maße wichtig für die Weiterentwicklung einer Gesellschaft.

Lange Rede, kurze Frage: Gilt die Kritik einiger(aller?)hier an den SoWis auch für die VWL?


Hadmut
20.9.2015 12:28
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@Nash:

Dir ist aber schon klar, dass gerade die Ökonomen im Ruf stehen, mit frei erfundenen Theorien zu arbeiten, die überhaupt nicht mit der Realität übereinstimmen? Und dass die sich deshalb gegenseitig zerfleischen?

> Des Weiteren halte ich VWL-Erkenntnisse für ihn höchsten Maße wichtig für die Weiterentwicklung einer Gesellschaft.

Es gibt eine Menge Leute, die die Auffassung vertreten, dass das nicht der Fall sei, weil die „VWL-Erkenntnisse” schlicht falsch und frei erfunden wären.

> Lange Rede, kurze Frage: Gilt die Kritik einiger(aller?)hier an den SoWis auch für die VWL?

Mmmh, eigentlich müsste man für die nochmal ein separates Bashing eröffnen, da fehlt mir aber die Zeit.


Christian
19.9.2015 20:34
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Und die nächste Runde im Geisteswissenschaftler-Bashing – wenn’s denn gut tut…
Die Geisteswissenschaften sind so bekloppt wie die Gesellschaft – stimmt. Aber es würde nichts nützen, sie abzuschaffen – die Gesellschaft bliebe bekloppt.
Das ist das Eine.
Also wenn schon – dann wieder wissenschaftliches Arbeiten und kein Alimentieren von Gender- und anderem Schnickschnack.
Falls sich hier irgendwann mal ein gesellschaftlicher Umbruch (kein Umma-Umbruch – ein anderer) ereignen sollte, wären Geisteswissenschaften, die den Namen verdienen, auch wieder denkbar.
Solange das nicht der Fall ist, sollte man sich halt mit Leuten wie Gunnar Heinsohn, Manfred Kleine-Hartlage, Nikolaus Fest u.a. trösten.
Schönen Abend
C


Hadmut
20.9.2015 12:26
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@Christian:

> Die Geisteswissenschaften sind so bekloppt wie die Gesellschaft – stimmt. Aber es würde nichts nützen, sie abzuschaffen – die Gesellschaft bliebe bekloppt.

Doch, es würde was nutzen.

Denn erstens würden wir viel Geld sparen.

Zweitens müssten sich die „Geisteswissenschaftler” dann um ihren Lebensunterhalt kümmern, anstatt vom Steuerzahler ausgehalten zu werden.


Manfred P.
19.9.2015 20:43
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>Historische Forschung wird doch garnicht betrieben, allenfalls Volkspädagogische Geschichtsfälschung.

Das halte ich für falsch. Z.B. waren es sogar Frauen, die in einer Studie nachgewiesen haben, dass der Mythos “Trümmerfrau” tatsächlich ein Mythos ist, und die Aufräumarbeiten in erster Linie von Männern erledigt worden sind.

Es mag sicher den einen oder anderen Historiker mit einer Agenda geben, das will ich gar nicht abstreiten. Aber es gibt genug Historiker, die einfach Licht ins Dunkel der Geschichte bringen wollen.


Manfred P.
19.9.2015 21:12
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>Hattest du nicht vor einiger Zeit über die unsinnigen, inhaltslosen und unwissenschaftlichen Papers aus China berichtet?

Letztens habe ich ein chinesisches Paper über exakte Diagonalisierung gefunden, das ein 95%-iges Plagiat eines amerikanischen Papers aus den 1990ern war.

Dummerweise kannte ich das amerikanische Original.

Das mit dem Kopieren nehmen die teilweise echt wörtlich.


Gutartiges Geschwulst
19.9.2015 21:30
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@Trollversteher:”Man sollte aber auch im Hinterkopf behalten dass z.B. Soziologie unter der Soviets verboten war.”

Wenn dem so ist, vermag es mich nicht zu überraschen. Sollte das Sowjet-System jemals wieder auferstehen, wird es dort sicherlich auch keine Gleichstellungsbeauftragten, Integrationsforscher, Genderforscher, Diskriminierungsbeauftragten, ProfessorInnen für interdiziplinäre Geschlechterforschung u.s.w. geben. Warum auch?
Systeme, die sich selbst für vollkommen erklären, haben logischerweise keine Verwendung für alimentierte Kritik an der eigenen Gesellschaftsform.
Ausschließlich der Kapitalismus, der böse, ist gleichzeitig potent, souverän und dämlich genug, um seine eigenen Ankläger zu ernähren.


@ A Stranger in a strange World

1) Zur Soziologie nenne ich die bespielhaft die Reichtumsforschung
http://www.uni-muenster.de/PeaCon/krysmanski/

2) Eine – was mein Fach angeht – selbstkritische Haltung ist mir selbstverständlich. Aber das Argument mit den Prognosen ist bestenfalls halb richtig: auch Meteorologen irren, ebenso Mediziner. Auch letztere sind mit Prognosen sehr vorsichtig, und sie wissen warum. Ökonomie ist keine Physik, sondern eine Sozialwissenschaft, und das bringt auch spezielle methodische Probleme mit sich, z. B. kann nicht experimentiert werden, so daß eine empirische Kontrolle theoretischer Aussagen schwierig und faktisch oft umstritten ist.

3) Lesben sind m. W. in den GS recht häufig, und das ganze wird als Frauenforschung ausgegeben, was sich ja anbietet und nicht völlig falsch ist, nützt den Frauen im allgemeinen aber wenig.
Die Praxis der Frauenbevorteilung (Quotenpolitik) hingegen ist entgegen der Gender-Ideologie eine komplett biologistische:
http://le-bohemien.net/2014/11/27/gender-mainstreaming-radikaler-biologismus/

4) Die Frauenpolitik wird bekanntlich durch Steuermittel massiv finanziert, und die feministische Lobbymacht ist unbestreitbar groß, ebenso die institutionelle Macht. Wo leben Sie? Wissen Sie das nicht?

5) Insgesamt finde ich Ihre kritischen Anmerkungen ziemlich schwach.


Asmodeus
19.9.2015 23:47
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Sören ist eben ein neuer Bilderbuch Schwede und somit von der weiblichen Kathdrale befugt Unfug zureden und Verwirrung unter Cis-fucks zu stiften!
Lang lebe die KAthedrale Sören und am Ende bekommste doch nur eine Mit Achselhaaren und Haarausfall 😀


Asmodeus
19.9.2015 23:53
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@Lesbianismus…
das Wort Lesbianismus stammt von den Lesben von der Insel Lesbos vor Grichenland wo die Lesben im Wasser Ihre Untriebe trieben…mit den Nymphen des Poseidon. Seither hausen dort die lebianischen Erinyes (Wasserlesben aka Feuchte Furien) im nahen Gewässer und ein grausamer Fluch beherrscht die Fluten noch heute… klingelingeling!


Fritz
20.9.2015 0:06
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@Günter Buchholz: “Die Gender Studies dienen zwar nicht nur, aber doch im wesentlichen der Normalisierung der Homosexualität, insbesondere des Lesbianismus.”

Deine “Normalisierung der Homosexualität” betreiben u.a. schwule Pinguine schon seit Jahrmillionen.

@Sören Hader: “Also mich würde ja schon mal interessieren, warum so viele hier mit Geisteswissenschaften immer “Gender Studies” assoziieren.”

Könnte an dem weiblichen 72% Anteil der Absolventen liegen, der ja fast geschlossen als gender-feministischer Block agiert.


Hadmut
20.9.2015 12:08
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> Deine “Normalisierung der Homosexualität” betreiben u.a. schwule Pinguine schon seit Jahrmillionen.

Ich habe noch nie gehört, dass Pinguine Gender Studies aufbauen und als Schulunterricht für ihre Jungen aufzwingen.

Pinguine haben auch keine Minister und müssen keine Steuern zahlen, um den politischen Schwachsinn zu bezahlen.

Mir wäre auch kein Fall bekannt, in dem schwule Pinguine andere wegen deren Meinung angegriffen hätten.

Und so nebenbei: Schwule Pinguine sterben einfach aus und fordern nicht von den anderen, mit Kindern versorgt zu werden.

Am wichtigsten ist für mich aber: Bei Pinguinen geht Homosexualität nicht mit Korruption einher.


Kaffeetrinker
20.9.2015 0:14
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Ich war an der Uni, ich bin Geisteswissenschaftler (nein, nicht „Gender“, das war da noch nicht verbreitet). Und es war schon zu meiner Zeit fragwürdig. Aber wir durften (im gewissen Rahmen natürlich) immerhin noch selbst denken, den jungen Leuten heutzutage wird ja gleich ein Trichter an den Kopf geschraubt.


anonKlaus
20.9.2015 0:21
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Ich arbeite im Ingenieurbereich im Ruhrgebiet, und es gibt an meiner TH jährlich massig an Abschlussarbeiten die die Unternehmen (also die Gesellschaft) weiterbringen. Hier arbeiten die Bildungsanstalten akzeptabel.

Im Vergleich dazu sind die Sozialwissenschaften schädlich für unsere Gesellschaft, denn ihre Konsequente Anwendung hat zur Kinderarmut und geistiger Degeneration geführt.

Deutschland sollte Japan in dieser Hinsicht folgen.


Kaffeetrinker
20.9.2015 0:31
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Nachklapp: Einen guten Aspekt hatte meine Unizeit aber – ich weiß dadurch, wie Geisteswissenschaftler ihre Studien zusammenschustern und was man dementsprechend auf ihre Ergebnisse geben kann. Ich hätte die Fähigkeit, zum gewünschten Ergebnis die passende Studie aus dem Hut zu zaubern, das ist nämlich gar nicht schwer.

Und daß man am besten der Meinung des jeweiligen Profs ist, ihn und seine Lieblingsveröffnentlichungen möglichst prominent zitiert um eine gute Note zu bekommen, das war auch damals schon so. In den Seminaren gab es noch durchaus mal freien Diskurs, aber auf die gewünschte ideologische Linie fand man dann schon irgendwann… wenn man nicht abbrach, was zu meiner Zeit 2/3 taten. Davon hatten allerdings die meisten (wie ich) das Studium mehr aus Verlegenheit begonnen, die meisten fingen eine Ausbildung an oder blieben (ungelernt) in ihrem Nebenjob.

Wie karrierebewußte junge Geisteswissenschaftler zu ideologischen Betonköpfen werden, kann ich auch nachvollziehen. Wes’ Brot ich eß, des’ Lied ich sing.


Hadmut
20.9.2015 12:02
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> wie Geisteswissenschaftler ihre Studien zusammenschustern und was man dementsprechend auf ihre Ergebnisse geben kann.

Ja.

Das ist genau das Problem.

Die machen Politik und schwindeln die Argumente dazu einfach zusammen, und halten das dann für „Wissenschaft”. Weil es eben für die meisten Leute schon als Argument gilt, wenn man etwas als „wissenschaftlich” bezeichnet.


EinInformatiker
20.9.2015 7:31
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Also ich seh das auch so: Die Sozial- und Geisteswissenschaften können natürlich als Wissenschaften betrieben werden. Wissenschaft kann demnach zunächst alles sein was wissenschaftliche Methode hat. Und in jedem Fall gibt es ueber die Gesellschaft, bzw. über sich selbst selbstverständlich etwas zu wissen. Wenn dieses Wissen mit wissenschaftlichen Methoden gewonnen wird, dann würde man also Wissenschaft betreiben. Ich habe die wissenschaftliche Methode freilich immer mit der rationalen Methode gleichgesetzt. Zwar kann man Bücher über die wissenschaftliche Methode schreiben (zu trennen noch von Wissenschaftstheorie, das ist dann noch umfangreicher), aber es kommt eigentlich auf nicht viel mehr hinaus las auf Logik, Experiment und Nachprüfbarkeit. Allerdings wird es dann im einzelnen dezidiert mit Korrelation, Varianz, also allgemein Statistik usw. Auch in der empirischen Sozialforschung. Und selbstverständlich gibt es in Politik und Gesellschaft fundamentale Erkenntnisse und selbstverständlich können und könnten Ergebnisse der empirischen Sozialforschung (so nennt sich das halt) nützlich sein. Ich will Beispiele anführen:
Selbstverständlich ist es nützlich sich darüber klar zu sein, dass eine Gesellschaft nur funktionieren kann wenn sie hinter einer Idee vereint ist und nicht mehrere unvereinbare Loyalitäten existieren, bzw. sich entwickeln. Das wußte schon Karl der Große als er gegen die Sachsen zog mit “Ein Reich ein Gott”. Auch der Islam weiß das. Und Aufgabe einer Wissenschaft ist es solche Erkenntnisse zusammenzufasen und wo das geht zu verallgemeinern. Eine allgemein gültige Erknntnis verinnerlicht würde uns das heutige Integrationsgefasel ersparen, obwohl die Probleme damit eben das Grundgesetz bestätigen. Das Problem ist allerdings, muß solche Erkenntnisse (und das ist in der Physik ebn anders) nicht anerkennen. Auch hier im Blog wird das nicht jeder anerkennen. Wissenschaft ist aber auch durch die Eindeutigkeit ihrer Ergebnisse bekannt, absteigend von Mathematik bis zu Biologie, wobei die Biologie noch immer relativ eindeutig ist. Bei der Biologie wird das Problem aber schon deutlich. Für mich ist sie zwar grundsätzlich verbindlich, aber es ist kein Zufall, dass sie von Genderisten angegriffen werden kann. Und in der Soziologie kann dann halt alles bestritten werden, eben auch wider jede Rationalität. Dem kann man nicht beikommen, außer in einer Gesellschaft die sich im wesentlichen einig ist, die sozusagen hinter einer oder der “richtigen” Idee vereint ist, bzw. in der die Autorität eine bestimmte Idee auszeichnet. Leider sind das meist Diktaturen in denen die Gesellschaftswissenschaft so sie existiert, ideologisch gleichgeschaltet ist.
In einer freien Gesellschaft könnten aber nicht nur verbindliche fundamentale Erkenntnisse über die Funktion von Gesellschaft nützlich sein. Man kann auch empirisches Wissen bereitstellen. Z. B. wäre es momentan für die objektive Beurteilung des Sachverhaltes nützlich, über die Herkunft und die Ursache von “Flüchtlings”strömen Bescheid zu wissen. Welche Bildung haben sie usw. Das könnte man empirisch ideologiefrei erheben. Macht man z. Teil ja, aber nicht dezidiert. Hier wäre also eine sinnvolle und nützliche Anwendung gegeben. Aber niemand macht es. Auch wäre es interessant Herkunft und Struktur der Antifa zu untersuchen. Leider macht das niemand. Wahrscheinlich würde bei einer mit wissenschaftlichen Methoden durchgeführten Untersuchung das herauskommen was man gefühlsmäßig eh weiß. Aber andererseits weiß ich nicht wirklich woraus die Antifa sich tatsächlich zusammensetzt. Ich kann so nur mutmaßen während empirische Sozialforschung eindeutige Ergebnisse liefern könnte. Also empirische Sozialforschung könnte mit entsprechenden Methoden valide Erkenntnisse bieten. Leider ist das Problem, dass sie ideologisiert und staatlich instrumentalisiert ist. D. h. damit nicht mehr wissenschaftlich betrieben wird. Obwohl wenn z. B. tatsächlich relevante Studien betrieben werden (also z.B. über Religiösität und Radikalimsus), so zeigt sich, dass die empirischen Ergebnisse schon methodisch korrekt gewonnen sind. Aber sie werden in der Darstellung dann politisch korrekt rüber gebracht. Wäre das nicht der Fall, so könnte die Öffentlichkeit ein ganz anderes Verhältnis zur Realität gewinnen.
Eine unabhängige Sozialwissenschaft könnte also nützlich sein. Leider gibt es sie nicht. Das ist das Problem. Und wenn das Problem nicht existiert wie in Japan (weil die noch stark hinter einer Idee vereint sind), dann benötigt man sie nicht.


Andreas
20.9.2015 9:40
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Du gewinnst mit diesem undifferenzierten Bashing aller Geisteswissenschaften sicher eine Menge Leser, aber du verlierst auch welche. Die Missstände, die es überall gibt, als Argument dafür zu nehmen, die Disziplinen ganz abzuschaffen und dies auch noch zu feiern, ist einfach nur dumm. Es fällt sicher leicht, aus der Schnittmenge Gender und Soziologie Beispiele zu finden, die das rechtfertigen würden, aber ganz offensichtlich fehlt Dir da der Überblick, sowohl für das, was Geisteswissenschaften umfassen, als auch für das, was sie tun. Das, was da in Japan passiert, ist katastrophal – es geht dabei nicht um Gender Studies(die in Japan einen absolut marginalen Stand haben). “Gesellschaftlicher Nutzen” wird hier von Leuten bestimmt, die Menschen vor allem als Konsumenten und Produzenten sehen und sich an Opposition stören. Geisteswissenschaft ist immer Sand im Getriebe, weil Sachen infrage gestellt werden. Und davon profitieren auch Leute außerhalb der eigentlichen Geisteswissenschaft, denn deren Meinung bildet sich auch auf Grund der Gedanken anderer.


Hadmut
20.9.2015 11:51
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@Andreas:

> Du gewinnst mit diesem undifferenzierten Bashing aller Geisteswissenschaften sicher eine Menge Leser, aber du verlierst auch welche.

Und mir geht es gewaltig auf den Sack, wenn da nur – wie immer – die Universalabwehrfloskeln aus der Mottenkiste rankommen. „Undifferenziertes Bashing” – lasst Euch mal was neues einfallen.

Schon mal aufgefallen, dass die heutigen Geisteswissenschaften praktisch keine Erfolge und Leistungen mehr vorweisen können und sich immer nur damit verteidigen,

  • Indem sie auf Leute verweisen, die meist so zwischen 200 und 2000 Jahre tot sind,
  • indem sie auf Leistungen außerhalb der Hochschule verweisen, Kunst und so
  • indem sie Kritik abwerten und »delegitimieren«, wie Du gerade hier,

aber nie mal sagen, wozu sie eigentlich noch gut sind.

Es läuft immer – wie jetzt bei Dir – darauf hinaus, dass man Kritik erst gar nicht äußern dürfe, und nie, ihr standzuhalten.

> Die Missstände, die es überall gibt, als Argument dafür zu nehmen, die Disziplinen ganz abzuschaffen und dies auch noch zu feiern, ist einfach nur dumm.

Nein, eine nüchterne Kosten-Nutzen-Abwägung.

Denn derzeit sind die Geisteswissenschaften ein übler Sumpf, der sich um die Futtertröge balgt, und nicht den geringsten Versuch unternimmt, diese Missstände abzubauen.

Davon abgesehen kann man die Geisteswissenschaftsmissstände in Deutschland nicht abbauen, weil

  1. die Idioten unkündbar auf Lebenszeit verbeamtet sind,
  2. man die Idioten unkontrolliert machen lässt, was sie wollen,
  3. man den Idioten faktisch ein Kooptationsrecht einräumt und sie selbst ihre Nachfolge-Idioten rekrutieren lässt.

Das bekommt man nicht mehr in den Griff.

Und als extrem-gemolkener Steuerzahler habe ich auch das Recht zu sagen, dass ich diese Korruptions-Idioten-Suppe nicht mehr bezahlen will.

> Das, was da in Japan passiert, ist katastrophal

Oder heilsam.

> “Gesellschaftlicher Nutzen” wird hier von Leuten bestimmt, die Menschen vor allem als Konsumenten und Produzenten sehen und sich an Opposition stören.

Na immerhin ist es mal ein Maßstab und Wertekriterium. Die Geisteswissenschaften sind ja so degeneriert, dass sie da gar nichts mehr haben. Ich halte es für völlig richtig, denen mal die Frage vor den Latz zu knallen, wozu sie eigentlich gut sind.

Denn das ganze Betroffenheitsgeschwafel – auch Deines – verdeckt ja letztlich nur, dass wir da zu enormen Kosten einen korrupten Molloch aus Leuten finanzieren, die ihre ganzes Leben lang nichts venünftiges Arbeiten, sich da die Eier schaukeln und vom Steuerzahler aushalten lassen. Die Geisteswissenschaften bestehen inzwischen zu weitaus mehr als 50% aus parasitären Gestalten.

Und von wegen Opposition:

Das ist genau das Problem. Dass die Opposition machen. Die halten sich inzwischen alle für Politiker.

Das ist aber nicht deren Aufgabe, die sollen Wissenschaft machen.

Es ist in einer Demokratie unerträglich, wenn aus öffentlichen Mittel – hier Wissenschaftsgelder – politische Strömungen finanziert werden.

> Geisteswissenschaft ist immer Sand im Getriebe, weil Sachen infrage gestellt werden.

Die Geisteswissenschaften tröten, posaunen, bestreiten, machen Propaganda.

Nur infrage stellen, das tun sie nicht. Ich könnte mich nicht erinnern, aus den Geisteswissenschaften schon mal eine Frage gehört zu haben, die diese Bezeichnung verdient hätte.

Das behaupten sie nur, weil sie sonst nichts vorzuweisen haben. Sagt sich halt leicht.

Davon abgesehen ist „infrage stellen” noch keine Wissenschaft. Wissenschaft ist, Antworten zu liefern. Das allein ist doch schon Merkmal des Krampfes und der Misere.

> Und davon profitieren auch Leute außerhalb der eigentlichen Geisteswissenschaft, denn deren Meinung bildet sich auch auf Grund der Gedanken anderer.

Meinungsbildung ist Politik und Presse, aber nicht Aufgabe der Wissenschaft.

Wissenschaft soll Wissen produzieren, nicht Meinungen.

Gerade das zeigt, wie entgleist der ganze Misthaufen ist.

Dein Kommentar ist so ein typisches Beispiel für einen eingebildeten Geisteswissenschaftler, der nicht weiß, was Wissenschaft ist, der glaubt, dass das, was er macht, Wissenschaft sei, und dem man erst mal ganz grundlegend erklären muss, wie dumm er ist. Weil er nie gelernt hat, was Wissenschaft ist. Weil er glaubt, dass Wissenschaft sowas wie eine Lebenslizenz auf Politik ist.


WikiMANNia
20.9.2015 10:04
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Zunächst das Persönliche. Mir ist schon mehrmals aufgefallen, dass Hadmut Mitdiskutanten beleidigt. Er mag Beiträge nicht veröffentlichen und damit das ihm zustehende Hausrecht ausüben, aber andere zu beleidigen steht ihm nicht zu. Ich halte es sogar für äußerst schädlich, weil mit diesen persönlichen Angriffen selbst das Niveau in den Kommentarspalten auf die Nulllinie runter zieht.

Zur Sache:
Ich halte den Einwand von @Sören Hader für berechtigt. Ich halte die Assoziation von Geisteswissenschaften mit “Gender Studies” für nicht weiterführend. Wenn Hadmut als Informatiker nichts mit Geisteswissenschaften anfangen kann, dann ist das sein gutes Recht. Es sagt aber nur etwas über Hadmuts persönliche Preferenzen aus und beweist erstmal gar nichts. Die Sozialwissenschaften mögen ihre Schwächen haben, gut, aber diese hätten sie auch, wenn die “Gender Studies” nicht aufgetreten wären. Womit zunächst einmal geklärt wäre, dass das nichts mit “Gender Studies” zu tun hat.

Nicht nur die Geisteswissenschaften haben ihre Schwächen, andere Fachbereiche habe es auch. Die Informatik beispielsweise. Hadmut selbst spricht es immer wieder an und beklagt es, dass die Informatik (zumindest in Deutschland) nichts auf die Reihe bekommt. Ja, wer braucht denn da die Informatik? Weg damit! Mit derselben Begründung, die auch gegen die Geisteswissenschaften verwendet wird.

Hadmut hat je nun viel gelesen, recherchiert und betont immer wieder, dass die GS nie etwas herleiten oder nachvollziehbar begründen.
Wenn man soviel Material gesammelt hat, dann muss man doch auch mal einen Schritt zurück machen, um das Material in der Gesamtschau besser zu sehen und zu erkennen, dass GS nichts mit “forschen” (= Wissenschaft) zu tun hat, aber umso mehr mit “wollen” (= Politik).

“Gender Studies” sollten also besser mit Politik assoziiert werden, denn mit Geisteswissenschaften.

Günter Buchholz Aussage

Die Gender Studies […] ist ein politisches Ziel und kein Forschungsprogramm.

Ich habe schon einige Male auf das
CIBA-Symposium
hingewiesen. Die Pharmaindustrie und Gentechnik werden ein Interesse daran haben, nach dem genverändertem Mais auch genveränderte Tiere und schlussendlich auch den genveränderten Menschen auf den Markt zu bringen. Für dieses Ziel müsste aber massiv das Denken der Menschen verändert werden und das moralische Ordnungssystem neu ausgerichtet werden. Und genau diese Aufgabe erfüllt Gender Studies nach meinem Dafürhalten.

Es gibt viel zu wenige Homosexuelle, als das eine überwiegend auf Lesben ausgerichtete Veranstaltung den Einfluss haben könnten, den die GS tatsächlich haben.

Die Anzahl der Schwulen und Lesben spielt keine Rolle. Die Rolle als Nützliche Idioten erfüllen sie trotzdem perfekt bei dem Ziel, der Mehrheit neue Werte und Normen aufzudrücken. Wenn alle Werte und Normen zerbrochen sind und kulturelle Prägungen zerschmettert, dann wäre der Weg frei auch für einen gentechnisch veränderten Menschen.

Deshalb frage auch ich mich, warum man sich hier so damit begnügt, auf die Geisteswissenschaften einzuschlagen und nicht auch mal in andere Richtungen weiterdenkt.


Hadmut
20.9.2015 13:01
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@WikiMANNia:

> Zunächst das Persönliche. Mir ist schon mehrmals aufgefallen, dass Hadmut Mitdiskutanten beleidigt. Er mag Beiträge nicht veröffentlichen und damit das ihm zustehende Hausrecht ausüben, aber andere zu beleidigen steht ihm nicht zu. Ich halte es sogar für äußerst schädlich, weil mit diesen persönlichen Angriffen selbst das Niveau in den Kommentarspalten auf die Nulllinie runter zieht.

Du gehst mir gewaltig auf den Wecker, denn von allen Leuten hier verursachst Du mir hier den meisten „Betreuungsaufwand” mit Deinen Kommentarkanonaden, von denen ich noch mindestens 20 oder 30 in der Moderations-Queue habe. Ich habe derzeit so viele Kommentare und so wenig Zeit, dass ich mit der Moderation kaum nachkomme, und werde von Dir mit Kommentaren zugeschüttet, die ich nicht, wie bei manchen anderen Leuten, nach oberflächlicher Prüfung schon durchlassen kann.

Deine Kommentar strotzen vor Streitigkeiten mit anderen Kommentatoren und vor rotzigen Pöbeleien mir gegenüber.

Man – und das heißt, ich, einige der Leser und auch eine Leute, mit denen ich mich schon persönlich unterhalten habe – bekommt den Eindruck, dass Du Dich für eine Art Oberaufseher in Feminismuskritik hältst und jeden runtermachst oder in Deine Schiene drücken willst, der nicht Deinen Vorstellungen entspricht.

Es geht mir gewaltig auf den Wecker, dass Du ständig versuchst, mir Vorschriften über die Gestaltung meines Blogs zu machen.

Ich mache Dir ja auch keine Vorschriften über den Inhalt Deiner Webseite.

Und ja, manche Leute – und darunter vor allem auch Du – spielen hier soviel Kommentar-Ping-Pong und kosten mich soviel Zeit, dass ich das ab und zu mal auf die deftige Weise einschränken muss.

Dazu gehört derzeit ein Sören Hader. Der ist von der Wortwahl und Ausdrucksweise stubenrein, den kann man problemlos freischalten. Aber inhaltlich ist er weitgehen nutzlos, trollt mir hier das Blog schon rein quantitativ zu, kostet mich extrem viel Zeit, ist erkennbar ideologisiert, aber nicht sehr helle, und meint, es wäre ein Argument, wenn er nur quantitativ viel schreibt und alle niederredet. Außer mir haben ihm schon mehrere andere Leser geschrieben, dass er viel Unfug blubbert und nicht nachdenkt, sondern nach dem Prinzip moving target immer irgendwie irgendwas anderes nachsetzen muss, und damit extrem nervt. Er kapiert’s aber nicht, wenn man es ihm auf normale Weise sagt.

Bei Dir ist das anders, Du wirst oft ausfällig, und man merkt Dir an, dass Du alles attackierst, was in Deinen Augen Deine Webseite und Deine Meinung als Leitmedium in Frage stellen würde. Ich empfinde Deine Kommentar nur sehr selten als nützlich, und oft auch nur als Eigenlob und Eigenwerbung.

Was mich mal wieder zu der alten Standardfrage bringt: Wenn Dir mein Blog und mein Stil nicht gefallen, was machst Du dann hier? Wenn Du meinst, dass Du besser weißt, wie man es darstellt, warum schreibst Du dann nicht einfach ein eigenes Blog als anderen Leuten Vorschriften zu machen?

> Ich halte die Assoziation von Geisteswissenschaften mit “Gender Studies” für nicht weiterführend.

Zur Information:

Ich bin als Informatiker mathematisch-naturwissenschaftlich ausgelegt. Deshalb hängt bei mir die Bewertung einer Aussage nicht oder nur sehr nachrangig davon ab, ob sie mir Vorteile verschafft, sondern ob sie Richtig ist.

Und die „Gender Studies” sind nunmal – personell, finanziell, inhaltlich, ideologisch, philosophisch, von der Beheimatung an den Fakultäten her – ein Produkt der Geisteswissenschaften.

Allen voraus dabei die Soziologen, die Philosophen, die Politik- und die Literaturwissenschaftler.

Gender Studies rekrutieren sich nicht nur hauptsächlich aus deren Personalpools, sondern basieren auch auf den Wissenschaftsbetrugsmethoden, die diese Fächer entwickelt haben. „Gender Studies” sind sogar im wesentlichen und ursprünglich nichts anderes als der Betrug, mit dem diese Fächer an mehr Geld und mehr Personalstellen kommen wollten, als sie hatten, nämlich die der anderen Fächer. Man hat massenweise Leute in die Universitäten gedrückt, die für ein Studium eigentlich viel zu blöd sind, und die reichern sich vorrangig in diesen Fächern an, weil man da beliebig schwafeln kann. Man muss inhaltlich fast nichts lernen, nur die Schwafeltaktik. Und diese überschüssigen Leute trotzdem in Karriere und Versorgung unterzubringen, das war und ist ein zentrales Ziel und Inhalt der Gender Studies: Leute an den Uni-Futtertrögen installieren, obwohl sie nichts können und nichts machen.

Im Laufe der Entwicklung kamen dann noch die Juristen hinzu, weil sich da eine Wechselwirkung ergab.

„Gender Studies” sind unmittelbares Produkt der Korruption und des Betrugs in diesen Fächern. „Gender Studies” können ohne die in diesen Fächern etablierten Schwindel-Methoden nicht existieren.

Das lief nur inzwischen aus dem Rahmen und deshalb tun jetzt viele so, als hätten sie damit nichts zu tun.

> Die Gender Studies […] ist ein politisches Ziel und kein Forschungsprogramm.

Und damit hat Günter Buchholz nicht nur völlig recht und das exakt beschrieben, sondern man findet auch, wenn man sich mal intensiv und sorgfältig damit beschäftigt, zwar selten und versteckt, aber doch immer wieder Einlassungen der Genderisten, und sogar der anderen besagten Fächer, vor allem der Soziologen, Philosophen und Juristen, dass sie ihre Inhalte auf politischer Ebene, und zwar allein dort sehen.

Mitunter verteidigen sie sich sogar gegen den Vorwurf der Unwissenschaftlichkeit damit, dass das ja gar nicht ihre Aufgabe wäre, weil sie Politik und nicht Wissenschaft betreiben.

> nach dem genverändertem Mais auch genveränderte Tiere und schlussendlich auch den genveränderten Menschen auf den Markt zu bringen

Ich glaube nicht, dass man Gender Studies mit der Fokussierung auf Gen-Mais adäquat behandeln kann.

> Deshalb frage auch ich mich, warum man sich hier so damit begnügt, auf die Geisteswissenschaften einzuschlagen und nicht auch mal in andere Richtungen weiterdenkt.

Erstens, weil meine Zeit begrenzt ist und ich das hier nur in meiner Freizeit mache, und mir nicht immer noch mehr aufladen oder es mir leisten kann, mich spekulativ zu verzetteln.

Zweitens, weil es nicht meine Aufgabe ist, alleine alles abzudecken, andere können auch was tun.

Drittens weil ich inzwischen das Gefühl habe, dass manche Leute massiv versuchen, mich davon abzugringen, und mir gerade das verdächtig vorkommt.


Sören Hader
20.9.2015 12:44
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@Kaffeetrinker: “Und daß man am besten der Meinung des jeweiligen Profs ist, ihn und seine Lieblingsveröffnentlichungen möglichst prominent zitiert um eine gute Note zu bekommen, das war auch damals schon so.”

Da würde ich jetzt mal ganz ketzerisch fragen, ist das in den MINT-Fächern soooooo anders? 😉


Norbert_G
20.9.2015 12:45
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Sehr gute Replik zum dummen Argument “Aber Homosexualität gibt es auch bei …”

“Am wichtigsten ist für mich aber: Bei Pinguinen geht Homosexualität nicht mit Korruption einher.”

Pinguine sind auch keine Sozialisten.
SOZIALISMUS in allen seinen Formen IST Korruption!

Warum zu den tieren schweifen? Praktizierte Homoerotik (wir wollen doch mal den korrekten Begriff benutzen!) gab es auch im antiken Griechenland.
Dennoch hat die damalige Praxis GAR NICHTS(!!!) mit der heutigen SOZIALISTISCHEN Verschwulung zu tun gehabt. Auch die damals Männerliebenden hielten den Helden- und Kriegerethos hoch. Für die heutigen Schwulen hätten sie nur tiefste Verachtung gehabt.
Wer (unterhaltsam) eine Ahnung bekommen möchte, lese “Rosen für Apoll” von Joachim Fernau …


Sören Hader
20.9.2015 12:53
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Es wird hier sehr oft von “wissenschaftlicher Methode” gesprochen. Aber wissen wir alle genau, was damit gemeint ist? Würden wir alle zu derselben Definition kommen? Wissenschaftliche Methodik ist kein Vorlesung, welche man im Studium hört. Man lernt es eher bei den Arbeiten an der Uni selbst. Es gibt auch keine universelle Methodik. Ein Mathematiker hat andere Werkzeuge und Vorgehensweisen als ein Historiker oder E-Techniker oder VWLer. Ich finde man sollte mit der absoluten Verwendung des Begriffs “wissenschaftliche Methode” vorsichtiger sein. Er ist nicht wirklich selbst erklärend.


Norbert_G
20.9.2015 13:01
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Nachtrag:
Wer Fernau nicht kennt, hier eine kurze Hörprobe:
https://www.youtube.com/watch?v=05tY4eJ8q3I


Werner
20.9.2015 13:15
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Manchmal findet man Perlen… die sind Perlen.

Über das hier:

http://andrewhammel.typepad.com/german_joys/2014/07/public-defecation-religion-and-iq-in-india.html

bin ich irgendwie hier gelandet:

https://hbdchick.wordpress.com/2014/07/18/stanley-kurtz-fest/
https://hbdchick.wordpress.com/2014/07/13/reverse-renaissance/

und habe festgestellt, daß man sich an

https://hbdchick.wordpress.com/about-2/
https://hbdchick.wordpress.com/2015/03/07/my-politics/
https://hbdchick.wordpress.com/2015/05/14/me-myself-and-i/

ein Leben lang abarbeiten kann.

Puh! (Von wegen “weichen” Wissenschaften und so)

@ Hadmut/Nash: VWL und BWL arbeiten zwar tatsächlich beide mit frei erfundenen Theorien (bzw. Unklaren Voraussetzung) – ähnlich wie Alchimisten und Astrologen, und es fehlt wirklich eine Ökonomisten-bashing-Blog. Dennoch sind sie MMN unterschiedlich zu behandeln – das schlimmste, was es gibt, sind BWLler in VWL-Positionen. Die gehen von den Voraussetzungen aus, die sie erst schaffen sollen, und der Hund jagt seine Schwanz im Kreis oder die Katze beißt sich in denselben: Folge: Absturzspirale.


Sören Hader
20.9.2015 13:22
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@Hadmut: “Schon mal aufgefallen, dass die heutigen Geisteswissenschaften praktisch keine Erfolge und Leistungen mehr vorweisen können”

Sie schreiben, dass Ihnen permanent “Undifferenziertes Bashing” vorgeworfen wird. Wenn ich aber sowas hier lese, dann bin ich schon “erstaunt”. Darf ich als Erstes mal fragen, aus welchen Erfahrungen heraus Sie diese Einschätzung abgeben? Inwieweit beschäftigen Sie sich mit den verschiedenen Gebieten der Geisteswissenschaften, sei es privat oder beruflich?

Die Geisteswissenschaften liefern u.a. Grundlagen zur Interpretation wissenschaftlicher Beobachtungen, gerade in der Biologie und Wirtschaft. Zudem, eine Interpretation von neurobiologischen Vorgängen, die man immer mehr mit bildgebenden Verfahren beobachten kann, ist nur durch Ansätze aus der Psychologie möglich, die man fachlich zwischen Natur- und Geisteswissenschaft einordnet. Es gebe da viele weitere Fälle zu nennen.

Wenn ich solche Sätze höre, wie “was haben uns je die Geisteswissenschaften gebracht”, dann fühle ich mich irgendwie an den Film, Das Leben des Brian erinnert 😉 https://www.youtube.com/watch?v=Qc7HmhrgTuQ

Was hinzukommt sind jede Menge Querverbindungen zwischen Natur- und Geisteswissenschaften. Bestimmte Fragen der menschlichen Natur bis hin zu gesellschaftlichen Phänomenen sind ohne diese beiden Aspekte nur schlecht vermittelbar. Allein mit geisteswissenschaftlichen Ansätzen ist die Psyche eines Menschen nicht erklärbar, genauso auch nicht mit rein medizinischen Ansätzen. Es braucht sehr oft beides.

“> Die Missstände, die es überall gibt, als Argument dafür zu nehmen, die Disziplinen ganz abzuschaffen und dies auch noch zu feiern, ist einfach nur dumm.

Nein, eine nüchterne Kosten-Nutzen-Abwägung.”

Okay. Dann sagen Sie uns doch mal, wie man den Nutzen einer Wissenschaftsdisziplin bestimmt?

“Und als extrem-gemolkener Steuerzahler habe ich auch das Recht zu sagen, dass ich diese Korruptions-Idioten-Suppe nicht mehr bezahlen will.”

Klar, wer sollte das auch verbieten?

“Nur infrage stellen, das tun sie nicht. Ich könnte mich nicht erinnern, aus den Geisteswissenschaften schon mal eine Frage gehört zu haben, die diese Bezeichnung verdient hätte.”

Ich vermute mal, dass Sie nicht taub sind. Dann haben Sie vermutlich mal die Frage gehört, ob wir einen freien Willen haben und inwieweit das Einfluss auf die Beurteilung beispielsweise von Verbrechen hat. Eine Frage, die man rein naturwissenschaftlich nicht beantworten kann. Das ist nur ein Beispiel.

“Dein Kommentar ist so ein typisches Beispiel für einen eingebildeten Geisteswissenschaftler, der nicht weiß, was Wissenschaft ist, der glaubt, dass das, was er macht, Wissenschaft sei, und dem man erst mal ganz grundlegend erklären muss, wie dumm er ist. Weil er nie gelernt hat, was Wissenschaft ist.”

Haben Sie es gelernt? Oder glauben Sie zu wissen was Wissenschaft ist, tragen aber in Wirklichkeit ein Weltbild vor sich, was wenig kompatibel mit den Weltbildern anderer Wissenschaftler ist und deshalb im Kampf mit ihnen stehen?


Hadmut
20.9.2015 16:46
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> Die Geisteswissenschaften liefern u.a. Grundlagen zur Interpretation wissenschaftlicher Beobachtungen, gerade in der Biologie und Wirtschaft.

Nöh.

Die tun zwar so, als wären sie wichtig, sind es aber nicht. Die Biologen kommen wunderbar ohne die aus.

Gerade weil die Geisteswissenschaften selbst nichts brauchbares hervorbringen, tun sie so, als bräuchte man sie um an Ergebnissen „herumzuinterpretieren”. Blödsinn.

Die wollen Politik machen und das „wissenschaftlich” nennen.

> Zudem, eine Interpretation von neurobiologischen Vorgängen, die man immer mehr mit bildgebenden Verfahren beobachten kann, ist nur durch Ansätze aus der Psychologie möglich, die man fachlich zwischen Natur- und Geisteswissenschaft einordnet.

Neuropsychologie, überhaupt die ernsthafte Psychologie, gehört zur Medizin, nicht zu den Geisteswissenschaften. Das behaupten die nur, weil sie auch als irgendwie wichtig dastehen wollen.

> Es gebe da viele weitere Fälle zu nennen.

Welche denn?

> Wenn ich solche Sätze höre, wie “was haben uns je die Geisteswissenschaften gebracht”, dann fühle ich mich irgendwie an den Film, Das Leben des Brian erinnert

Der exakt der richtige Umgang mit Hokus Pokus, der Volksfront von Judäa und der Religion war.

> Was hinzukommt sind jede Menge Querverbindungen zwischen Natur- und Geisteswissenschaften.

Die meines Wissens alle zum Nachteil und zur Last der Naturwissenschaften verlaufen, und in denen es darum geht, deren Gelder und Stellen abzuzocken.

> Allein mit geisteswissenschaftlichen Ansätzen ist die Psyche eines Menschen nicht erklärbar, genauso auch nicht mit rein medizinischen Ansätzen. Es braucht sehr oft beides.

Nein.

Der naturwissenschaftlich-medizinische Weg ist der richtige, die anderen sind nur Geschwafel und Politisierung. Sieht man beispielsweise an den Gender-Quatsch.

> Es braucht sehr oft beides.

Nein. Man braucht die Geisteswissenschaft nicht. Umgekehrt brauchen die Geisteswissenschaft solche Querverbindungen, um bei den Naturwissenschaften überhaupt noch irgendwelchen Sinn abschnorcheln zu können. Die hängen sich da parasitär dran und wollen mitverdienen.

> Dann haben Sie vermutlich mal die Frage gehört, ob wir einen freien Willen haben und inwieweit das Einfluss auf die Beurteilung beispielsweise von Verbrechen hat. Eine Frage, die man rein naturwissenschaftlich nicht beantworten kann.

Freilich kenne ich die Frage.

Und alles sinnvolle dazu kam bisher von den Hirnforschern und Neuropsychologen. Die Geisteswissenschaftler labern und spekulieren da nur ins Blaue, und das hilft gar nichts. Das schadet nur.

> Oder glauben Sie zu wissen was Wissenschaft ist,

Ja.

Habe ich in meinem Buch geschrieben, können Sie bei Amazon kaufen.

Müssen sie aber nicht. Es gibt auch eine Definition des Bundesverfassungsgerichts, die auch nicht schlecht ist.

> was wenig kompatibel mit den Weltbildern anderer Wissenschaftler ist

Das Weltbild von Geisteswissenschaftlern ist schon deshalb nicht wissenschaftlich, weil sie sich selbst weigern zu sagen, worin die Wissenschaft überhaupt besteht.

Wie das BVerfG (in der Zeit vor Baer) ganz richtig sagte, ist Wissenschaftlichkeit nicht abgeschlossen, man kann immer mit einem neuen Wissenschaftsmodell kommen, das ist offen. Aber man muss halt eines haben, das man erklären und überprüfen kann.

Mit einfach gar nichts daherzukommen, ist keine Wissenschaft. Einfach nur den Begriff zu rufen, reicht nicht.

Und in der Philosophie, in der Soziologie und bei Gender lehnen viele Wissenschaft sogar ab. Unsere Ex-Familienministerin Schröder hat in Soziologie ohne wissenschaftlichen Teil in der Dissertation promovieren können, sie schreibt einfach, dass sie Wissenschaft ablehnt und es deshalb gleich weglässt. Den Rest hat sie vom Mitarbeiter machen lassen.


ichBleibAnonymSorryHadmut
20.9.2015 13:34
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Ich finde das Ergebnis gut, den Ansatz aber verkehrt. Das ist ein großer Eingriff in die Wissenschaftsfreiheit (weiß nicht, ob das in Japan in der Form überhaupt existiert). Besser wäre es, wenn man nicht “gesellschaftlichen Nutzen” gefordert hätte – dies ist Ansichtssache, sondern wenn man die Einhaltung wissenschaftlicher Standards gefordert hätte. Dann kann Theologie, genauso wie Gender Studies, aber auch für Jura sieht es dann schlecht aus und es würde noch einige weitere treffen.


Knirsch der Hirsch
20.9.2015 13:39
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Für mich liegt die Grenze zwischen Analyse und Interpretation,
was Geistes – versus Naturwissenschaft betrifft.
Beides kommt in beidem vor, allerdings zu diametralen
Größenordnungen.
Es gibt durchaus nicht nur Nutzwerte, sondern auch künftige
Bluechips unter den empirischen, statistischen, oder sonstwie
wissenschaftlichen, unter GW titulierten Volksbefragungen.

Das Problem fängt erst bei der Interpretation an, hier sind die
Naturwissenschaften klar im Verifizierungsvorteil.
Wenn’s nicht durchgeht, war’s ne Wand.

In den verb-leidenden Geisteswischenschaften wird daraus ne Wandlung.
Da muss man schon sehr straight sein, angefangen beim
eigenen Messfehler. Die meisten Interpretationen sind
viel zu niederohmig. Aber deswegen haben die ja auch alle
den Akku leer. Hhaah


EinInformatiker
20.9.2015 13:41
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Vielleicht mal eine neutral beobachtende Anmerkung zur Nützlichkeit von Sozial- und Geisteswissenschaften. ich halte zwar das was nach einem sozialwissenschaftlichen Studium berufsmäßig gemacht wird weitgehend für Kokolores (wobei es Ausnahmen geben mag, die kenn ich aber nicht). Wenn man das mal außer acht läßt kann man hinsichtlich des Nutzens aber neutral auch zunächst einfach fragen: Kann man mit einem sozialwissenschaftlichen Abschluß seinen Lebensunterhalt verdienen, auch wenn es Kokolores sein sollte. Wenn ja, dann hätten die Leute an der Uni zumindest den Nutzen, dass sie Leute unterrichten, die die Gesellschaft an irgendwelchen Stellen benötigt. Wie gasagt, mag sein, dass das im Berufsleben reine Show-Positionen sind, die auch nur Geld kosten, aber es wäre halt ein Bedarf da. Also jenseits zusätzlicher Begutachtung dessen was dann da an Berufen herauskommt hätten die Sozialwissenschaften an den Unis insofern eine Berechtigung. Die Frage nach deren Wissenschaftlichkeit die freilich für die Installation an einer Universität gestellt werden muß ist davon freilich unberührt. Sollten freilich die Sozialwissenschaften keine Berufsperspektive bieten, so wären diese Bereiche wenn sie denn keine Erkenntnisse bieten auf ein Minimum zu reduzieren. Mit ganz starkem Nunerus Clausus, so dass dort nur die studieren die sozialwissenschaftlich über alles talentiert sind. Letzteres gibt es m. E. übrigens, Das stelle ich dann fest, wenn ich gute politische Analysen lese . Allerdings werden die nur von Leuten außerhalb der Uni geliefert.


Hadmut
20.9.2015 15:55
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> Kann man mit einem sozialwissenschaftlichen Abschluß seinen Lebensunterhalt verdienen, auch wenn es Kokolores sein sollte.

Ja. Der Staat zahlt sowas.

Was die Frage aufwirft, warum der Steuerzahler so oft für Kokolores zahlen muss.


Sören Hader
20.9.2015 13:44
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@Hadmut: “Man – und das heißt, ich, einige der Leser und auch eine Leute, mit denen ich mich schon persönlich unterhalten habe – bekommt den Eindruck, dass Du Dich für eine Art Oberaufseher in Feminismuskritik hältst und jeden runtermachst oder in Deine Schiene drücken willst, der nicht Deinen Vorstellungen entspricht.”

Nun, wenn das so ist, dann können die Leser das WikiMANNia auch selbst sagen. Und wenn die Leser finden, dass er ihnen auf den Wecker geht, dann haben die selbst die Möglichkeit das so zu schreiben. Es kann aber auch sein, dass es Leser gibt, die das ähnlich wie WikiMANNia sehen. Statt vorwegzugreifen, was die Leser hier angeblich über andere Leser denken, lassen wir sie einfach mündige Bürger sein und das selbst sagen, was sie denken. Nur meine Meinung dazu. Entscheiden werden und sollen Sie es, Hadmut, es ist Ihr Blog!!! Aber ich hoffe man darf noch schreiben, welche Meinung man selber hat.

“Dazu gehört derzeit ein Sören Hader. Der ist von der Wortwahl und Ausdrucksweise stubenrein, den kann man problemlos freischalten. Aber inhaltlich ist er weitgehen nutzlos, trollt mir hier das Blog schon
rein quantitativ zu, kostet mich extrem viel Zeit”

Okay, Sie müssen ganz alleine wissen, wofür Sie ihre Zeit aufwenden. Aber wenn Sie sagen, meine Postings kann man problemlos freischalten, wo liegt dann der Zeitaufwand?

“Außer mir haben ihm schon mehrere andere Leser geschrieben, dass er viel Unfug blubbert und nicht nachdenkt, sondern nach dem Prinzip moving target immer irgendwie irgendwas anderes nachsetzen muss, und damit extrem nervt. Er kapiert’s aber nicht, wenn man es ihm auf normale Weise sagt.”

Jo, ich hab das schon mitbekommen, dass mir das mehrere Leser geschrieben haben, so beschränkt bin ich nun auch wieder nicht. 🙂 Aber warum sollte ich jetzt ihre Einschätzung und die der anderen, als Maßstab nehmen, die mich überhaupt nicht persönlich kennen? Das mag Sie jetzt persönlich verärgern, aber ich höre doch lieber auf Leute, die mich über längere Zeit persönlich und beruflich kennen und nicht der Informationsreduktion des Internets unterliegen. Auch wenn die mich kritisieren (oder gerade dann), ist mir doch deren Einschätzung viel lieber, als von jemanden, der gerade mal seit ein paar Tagen Texte von mir liest, aber ansonsten nichts über meine Biographie, berufliche Ausbildung usw. weiß.


Hadmut
20.9.2015 15:54
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@Sören Hader:

> Und wenn die Leser finden, dass er ihnen auf den Wecker geht, dann haben die selbst die Möglichkeit das so zu schreiben.

Das haben sie auch schon oft getan. Da gab es schon viele und deftige Auseinandersetzungen.

Nur weil jetzt gerade wieder mal einer – wie Sie – neu dazukommt, müssen wir nicht alles wieder von Null anfangen und jedesmal die gleiche Leier neu beginnen.

Oder um es mal deutlich zu sagen: Leser, die WikiMANNia lesen und kommentieren wollen, sollen das gerne tun, aber eben dort, bei WikiMANNia. Hier ist Danisch. Der hat doch eigene Webseiten, wozu braucht er denn da meine?

> Statt vorwegzugreifen,

Sie sind ein Dummkopf und/oder Troll.

Es geht nicht um „vorweggreifen”. Dieses Blog besteht seit 9 Jahren und tausenden Artikeln, und dies sind Erkenntnisse aus der Vergangenheit.

Genau wegen solcher dummen – oder vielleicht auch subtilen – falschen Unterstellungen halte ich Sie inzwischen für einen Störer. Es gibt so Leute, die so tun, als müsste alles nochmal neu bei Null anfangen, nur weil sie gerade reinkommen.

> Aber wenn Sie sagen, meine Postings kann man problemlos freischalten, wo liegt dann der Zeitaufwand?

Man kann sie von der Wortwahl freischalten.

Trotzdem muss man sie lesen und all die blöden und lesertäuschenden Unterstellungen richtig stellen.

Ich überlege mir deshalb, ob ich Sie überhaupt weiter zulasse, denn beispielsweise an diesem Kommentar merkt man sehr deutlich, dass Sie überhaupt nichts beitragen, sondern nur stören und Zeit kosten. Betrachtet man Ihre Kommentar in der Gesamtschau, stellt man fest, dass Sie weder diskussionsfähig noch -willig sind und – wenngleich auch hinter normaler Wortwahl – nur ein Ideologieprogramm verstecken und desinformieren.

> Jo, ich hab das schon mitbekommen, dass mir das mehrere Leser geschrieben haben, so beschränkt bin ich nun auch wieder nicht.

Weitaus schlimmer:

Sie machen es trotzdem weiter. Und daher unterstelle ich inzwischen böswillige Absicht.

> aber ich höre doch lieber auf Leute, die mich über längere Zeit persönlich und beruflich kennen und nicht der Informationsreduktion des Internets unterliegen

Was, außer Stören, machen Sie dann hier?

> ist mir doch deren Einschätzung viel lieber, als von jemanden, der gerade mal seit ein paar Tagen Texte von mir liest, aber ansonsten nichts über meine Biographie, berufliche Ausbildung usw. weiß

Und warum gehen Sie mir dann auf die Nerven?

Was soll der Quatsch überhaupt?

Meinen Sie, weil niemand hier Sie persönlich oder ihre Biographie kennt, seien Sie immun gegenüber Kritik und Unbeliebtheit?

Meiner Lebenserfahrung nach haben Leute, die sich so aufdringlich, rechthaberisch und positionswechselnd benehmen wie Sie keine persönlichen Bekannten, die sich mit ihnen persönlich abgeben. Deshalb sitzen sie stundenlang am Computer und heulen anderen Leuten die Blogs voll.


Knirsch der Hirsch
20.9.2015 13:48
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verbleibenden


Werner
20.9.2015 14:02
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Das hier ist eine gute Zusammenfassung / ein gutes Beispiel, wozu man “weiche” Wissenschaften brauchen kann – wenn es denn vernünftig gemacht wird:

https://hbdchick.wordpress.com/2011/02/15/cousin-marriage-conundrum-addendum/

So etwas bräuchten wir mal auf deutsch… dringend!


Trollversteher
20.9.2015 14:08
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>Denn erstens würden wir viel Geld sparen.

Die meisten Geisteswissenschaften brauchen nicht mehr als einen Kuli und Papier um zu arbeiten. Natürlich kann man argumentieren dass es zu viele Lehrstühle dieser Art gibt – Da stimme ich zu – aber rein von den Kosten her lässt sich da nicht so viel sparen. Das größere Problem ist, dass bestimmte Leute auf x-verschiedenen Stellen sitzen und sich dafür bezahlen lassen.


Hadmut
20.9.2015 15:36
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> aber rein von den Kosten her lässt sich da nicht so viel sparen.

An Kosten für Papier und Kulis wohl nicht, aber an Personal- und Raumkosten.


Alexi
20.9.2015 14:10
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Meiner privaten und schulischen Erfahrung nach, unterscheidet sich Mathematik wenig von den Laberfächern.
In praktisch keiner Aufgabe waren die geltenden Axiome genannt oder die Begriffe und Symbole anständig definiert. Von den vielen verschiedenen Lösungen gibt diejenige am meisten Punkte, die am nächsten zum allgemeinen Konsens ist, am genehmsten ist oder dem ästhetischem Empfinden und der Stimmung des Prüfers entspricht. Man geht meist willkürlich, aber ganz selbstverständlich vom Zehnersystem aus. Und was außer empirischer Erfahrung sagt mir, dass es sich um ein zweidimensionales Koordinatensystem handelt, wenn zwei Achsen eingezeichnet sind?
Vielleicht gibt es ja mehr Achsen und man sieht sie nur nicht, genauso wie es mehr als zwei Geschlechter geben könnte. Das würde bedeuten, dass vieles was vorher als falsch angekreidet wurde, in Wirklichkeit richtig ist und die bisherigen Lösungen falsch sind.
Nein, wir _wollen_, dass es nur so viele Achsen und Dimensionen gibt, wie wir gerade brauchen. So viele wie uns nützlich erscheinen, um die Welt auszumessen, zu bebauen.
Es gibt zwar ein paar, die beschäftigen sich zum persönlichen Lustgewinn noch darüber hinaus, aber im Grunde gilt für die Mathematik das gleiche wie für die anderen Geisteswissenschaften: Sie machen Politik.


Hadmut
20.9.2015 15:35
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@Alexi:

> Meiner privaten und schulischen Erfahrung nach, unterscheidet sich Mathematik wenig von den Laberfächern.

> In praktisch keiner Aufgabe waren die geltenden Axiome genannt oder die Begriffe und Symbole anständig definiert.

Ja, Schule verblödet zusehends.

Geh mal an eine ordentliche Uni, die fangen nochmal komplett bei Null an und legen da sehr viel Wert auf exaktes und sauber definiertes Arbeiten. Im Vergleich dazu ist Schule wie Kindergarten.

> Man geht meist willkürlich, aber ganz selbstverständlich vom Zehnersystem aus.

Sorry, wenn ich Dir das mal so sagen, aber: In welchem Zahlensystem Du Dich bewegst, spielt eigentlich gar keine Rolle, weil es darauf nur in der schriftlichen Darstellung oder technischen Verarbeitung der Zahl, aber nicht zum Rechnen ankommt. Das Ergebnis ist bei fast allen Fragestellungen das gleiche, egal in welchem Zahlensystem man rechnet (nur der Rechenaufwand mag variieren), und dem Informatiker ist es damit letztlich sowieso wurscht, ob man im Zehner oder im Siebenunddreißiger-System rechnet. Deshalb gibt es auch keinen Anlass, sich über das Zehnersystem aufzuregen.

> Und was außer empirischer Erfahrung sagt mir, dass es sich um ein zweidimensionales Koordinatensystem handelt, wenn zwei Achsen eingezeichnet sind?

Ganz einfach: Es ist das einfachste Koordinatensystem, in dem man die Problemstellung überhaupt betrachten kann, und gewöhnliches Papier die billigste und einfachste Methode, es aufzuzeichnen.

Wenn Du das mal richtig lernst, ist dir das völlig egal, wieviel-dimensional das ist, da geht man nämlich oft einfach von einem n-dimensionalen Raum aus, ohne das n näher festzulegen. Und ob das dann zwei-, drei- oder 194733342-dimensional ist, ist egal. Warum also nicht die einfachste und billigste Darstellung wählen, in der man das Problem betrachten kann?

Zudem sind die meisten analytischen Fragestellungen des Lebens nun einmal zweidimensional.

Sorry, aber Du hörst Dich nicht wie jemand an, der sich in Mathe auskennt. Denn wer sich auskennt, stört sich an solchen Nebendetails nicht, denn für den ist die Dimension des Raums oder die Zahlenbasis völlig egal, weil er eh in allen bzw. mit beliebigen rechnet.

> Vielleicht gibt es ja mehr Achsen und man sieht sie nur nicht, genauso wie es mehr als zwei Geschlechter geben könnte.

In der Mathematik gibt es genaugenommen keine „Achsen”. Die gibt’s nur, wenn man was auf’s Papier malt. Und damit hat’s nur was mit der Darstellung, nicht mit der Mathematik selbst zu tun.

Außerdem ist der Vergleich so dämlich, dass man das nicht ernstnehmen kann. Vielleicht regnet’s nächste Woche gebratene Zwiebeln. Vielleicht vielleicht vielleicht.

Vielleicht gibt’s einen Planeten mit 92 Geschlechtern, aber wir sind hier auf der Erde, und da gelten was Geschlechter angeht, kein willkürlichen Gedankenexperimente, sondern die Empirie, was was wirklich da ist.

> aber im Grunde gilt für die Mathematik das gleiche wie für die anderen Geisteswissenschaften: Sie machen Politik.

So’n Schwachsinn.

Fragt sich, woher Du das überhaupt wissen willst, nachdem Du dich ja offensichtlich noch nie näher mit Mathe befasst hast.


Trollversteher
20.9.2015 14:23
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Bezüglich Soziologie in der Sowjetunion: Ich muss mich korrigieren. Die Soziologie war nicht direkt verboten, aber natürlich stark zensiert. Linksradikale die anderen das Wort verbieten wollen… Woher kennen wir das nur?


EinInformatiker
20.9.2015 15:03
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@Sören Hader:

> Also mich würde ja schon mal interessieren, warum so viele hier mit Geisteswissenschaften immer “Gender Studies” assoziieren.

Also als ich hier anfing zu lesen hatte ich auch zuerst die Vorstellung, dass der Feminismus- und Gender-Scheiß (wobei das für dieses kriminell korrupte Zeug eher eine Verharmlosung darstellt) eher eine eigene Erscheinung an den Unis sei. Ich wußte da ja auch noch kaum, dass es da eigenständige vorgebliche Professuren gibt ganz abgesehen davon, dass dort kranke Menschen als Profx tätig sind. (Aufmerksam wurde ich übrigens auf den Bloch hier weil ich die Äußerung von Baer (von einen Hadmut Danisch) zitiert fand, dass Leistungsanforderungen männlich seien. Das war nun der totale Freibrief jenseits jeder anderen kriminellen Machenschaften die mir so im Laufe der letzten 40 Jahre aus diesem Umfeld so untergekommen waren) Ich wußte zwar dass die Soziologie komplett (d. h. ich kenne fast, bzw. keine Ausnahmen) von “gruppenbezpogener Menschenlichfeindlichkeit” und “Rechtsextremisnus”forschung”” gekapert war, aber die Gender Studies hielt ich für eine separate Erscheinung. Aber ich habe mir dann mal u.a. den Fachbereich meiner ehemaligen Uni angesehen. Vor 40 Jahren war da eine Soziologie-Professorin tätig. Und da gings und gehts da jetzt aber in Memoriam zur Sache. Mit Hinweis darauf dass diese selbst dem Feminismus usw. usf Auftrieb gegeben habe (die hat sich wohl später auch explizit da engagiert, wie halt jede intellektuelle Frau das qua Frau halt machen muß und macht. Der Fachbereich wimmelte nur so von Feminismus und Gender-Veranstaltungen. Marx war nicht mehr, das war die Vorläuferideologie, die ein Kindergeburtstag gegen den heutigen Horror war. Das ist dann in der Tat die 3. Säule der totalen Ideologisierung der Soziologie, die also aus “gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit”, Forschungstellen für Rechtsextremismus (also für abweichende Meinungen) Feminismus und Gender steht. Wenn jemand deutschlandweit noch seriöse Professoren in der Soziologie kennt, bitte posten. Würde mich echt interessieren. Die müßten ja quasi Dissidentenstatus (auf Asylniveau) haben. Denn die wurden ja damals schon boykottiert.
Wobei der linke Studententerror zu meiner Zeit (5 Jahre nach dem Höhepunkt der 68-er) wohl relativ harmlos war (dann bis 77 immer mehr abebbte bevor er sich in den Grünen kanalisierte), und heute von der kriminellen Energie eher wieder mit dem der 68-er gleichzusetzen ist, wenn auch alles viel primitiver geworden ist und heute die Politik damit unter einer Decke steckt.


Gedöns
20.9.2015 15:36
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@Sören Hader
„Darüber hinaus habe ich bei meiner beruflichen Arbeit sehr oft mit Fragestellungen zu tun, die an den ethischen Bereich grenzen und mir immer wieder bewusst machen, dass es in der Zukunft in der industriellen Fertigung nicht nur um technische Fragen geht, sondern wie die Arbeitswelt für die Menschen mal aussehen wird.“//
Und welche Erkenntnisse gibt es da hinsichtlich der Arbeitswelt der industriellen Fertigung unter Berücksichtigung von LSBTTIQ mit muslimischen Migrationshintergrund? (Kann natürlich auch sein, daß die Zukunft eine ganz andere sein wird, was die Arbeitswelt und die Menschen dabei anbelangt – dann wird wohl Arbeitswelt und Freizeit wieder getrennt sein, möglicherweise noch tiefgreifender als früher …)
Oder anders gesagt: können manche Freizeitwissenschaftler nicht einfach nur in ihrer Freizeit forschen – man könnte viel Geld sparen …


Schwarzwälder
20.9.2015 15:37
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Waährend meines (erfolglosen) Jurastudiums in den 80 er Jahren saß ich mal mit einem Kommilitonen in einer langweiligen Vorlesung und wir beäugten so die anwesenden Studentinnen. Und ich, schon etwas älter kommentierte: “also für mich kommt nur eine Jungfrau in Frage” meinte der:”da wirst Du hier drin aber Pech haben”.

Gebts doch zu: ohne die Geisteswissenschaften wäre das Studieren (der Naturwissenschaften usw.)ein einziges büffeln und saufen.


Hadmut
20.9.2015 16:27
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> Gebts doch zu: ohne die Geisteswissenschaften wäre das Studieren (der Naturwissenschaften usw.)ein einziges büffeln und saufen.

Das Büffeln fiel mir leicht und das Saufen habe ich nie angefangen.


Der/Anarchist
20.9.2015 15:57
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Leider ist der Anspruch innerhalb der Geisteswissenschaften tatsächlich massiv gesunken. Auch wenn ich diese Feindschaft gegen die Geisteswissenschaften nicht unterstütze, war mein persönlicher Grund, mein Studium abzubrechen (Geschichte/Philosophie) der, dass beide Fächer stark unterwandert waren vom Feminismus. Ich war auf 4 verschiedenen Universitäten und der Frauenanteil lag in einigen Seminaren bei 90%. Wenn man glaubt, dass dieser Aspekt irrelevant sei, der irrt. Die Dozenten suhlten sich in ihrer Position und so “lernte” ich beispielsweise, dass der Unterschied zwischen Platon und Aristoteles der sei, dass Aristoteles ein Chauvinist/Macho sei (Uni Jena). Ich verliess das Seminar.

Ich habe x Beispiele, weil ich in vielen Seminaren war, von denen nur eine geringe Anzahl tatsächlich das ursprüngliche Fach erscheinen liessen. Interessant war aber dann, dass diese anspruchsvollen Seminare fast leer waren – und das auf einer Massenuni wie Köln.

In Köln wird z.B. in dem Hauptgebäude, in dem ein kleiner Trakt den “Philosophen” gehört, untentwegt Plakate von Gender-Studies ausgehangen, Werbung für Veranstaltungen und Seminare. Es ist einfach so, dass kein geisteswissenschaftliches Fachgebiet frei ist, alle werden von den Gender-Studies unterwandert; auch die Geschichtswissenschaft. Beispiel: Das Thema war Deutschland während der Französischen Revolution. Irgenwann musste unbedingt die “Männerrolle und Frauenrolle” während dieser Zeit angesprochen werden. Die Intention war klar (für die, die das nicht verstehen: nachdenken).

In einer Vorlesung (Philosophie) schwafelte der Dozent, dass man den Menschen nicht definieren könne wie z.B. Tiere durch das Geschlecht (männlich/weiblich), da es keine strikte Trennlinie gäbe…usw.

Es ist für mich traurig, mitansehen zu müssen, wie die Universitäten, wie diese korrupten und vor allem FEIGEN Professoren keinen Widerstand leisten, um ihre Fächer zu retten.

Wer heute noch den wissenschaftlichen Standard einhalten will, muss das ausserhalb der Universitäten tun. Aber auf akademischen Widerstand darf er rechnen…


Hadmut
20.9.2015 16:09
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> (Geschichte/Philosophie) der, dass beide Fächer stark unterwandert waren vom Feminismus.

Ja.

Und das wäre nicht möglich, wenn die eine Wissenschaft mit Qualitätsanspruch wären.

> Ich war auf 4 verschiedenen Universitäten und der Frauenanteil lag in einigen Seminaren bei 90%. Wenn man glaubt, dass dieser Aspekt irrelevant sei, der irrt. Die Dozenten suhlten sich in ihrer Position und so “lernte” ich beispielsweise, dass der Unterschied zwischen Platon und Aristoteles der sei, dass Aristoteles ein Chauvinist/Macho sei (Uni Jena). Ich verliess das Seminar.

Genau sowas meine ich. Da sitzen hauptsächlich die drin, die man in die Unis gedrückt hat, obwohl sie zu doof dafür sind.

Da ist nichts mehr übrig. Wozu soll sowas noch gut sein?

> Interessant war aber dann, dass diese anspruchsvollen Seminare fast leer waren – und das auf einer Massenuni wie Köln.

Ja klar.

Feminismus heißt vor allem, sich jeder Mühe und jedes Anspruchs zu entledigen.

> Es ist für mich traurig, mitansehen zu müssen, wie die Universitäten, wie diese korrupten und vor allem FEIGEN Professoren keinen Widerstand leisten, um ihre Fächer zu retten.

Meine Rede.

Und was ist das einzige, womit man korrupte und verbeamtete Feiglinge noch erreicht? Mit dem Dichtmachen.

> Wer heute noch den wissenschaftlichen Standard einhalten will, muss das ausserhalb der Universitäten tun. Aber auf akademischen Widerstand darf er rechnen…

Ja.


Schwarzwälder
20.9.2015 16:03
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Hadmut, erinnern Sie sich noch an Ihren Alltag als Student? Wenn es nicht die vielen Studentinnen der Sozial- und Geisteswissenschaften gegeben hätte! Wie wäre das Studentenleben der vielen Maschinenbau-, Informatik-, Physik-, Chemie-, Mathematikstudenten doch trostlos gewesen… . Grüße ein ex-Student


Hadmut
20.9.2015 16:17
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@Schwarzwälder:

> Hadmut, erinnern Sie sich noch an Ihren Alltag als Student?

Oh, ja.

> Wenn es nicht die vielen Studentinnen der Sozial- und Geisteswissenschaften gegeben hätte!

An meiner Uni gab es die nicht. Uni Karlsruhe.

Man hat die manchmal für Feiern, Tanzstunden usw. aus einer anderen Hochschule, an der es fast nur Frauen gab (ich glaube, es war Germersheim oder sowas) mit Bussen rangekarrt. Nett, bisweilen hübsch, aber doof.

> Wie wäre das Studentenleben der vielen Maschinenbau-, Informatik-, Physik-, Chemie-, Mathematikstudenten doch trostlos gewesen…

Ich fand’s jetzt nicht so trostlos. Zumals auch einige MINT-Studentinnen gab. Mein Kritik am Studium bezog sich auf ganz andere Elemente.

Insofern war ich ganz froh, dass man den Geisteswissenschaftsblödsinn dort kurz und draußen hielt.

Ich entnehme Ihrem Kommentar allerdings, dass auch an Ihrer Uni die Geisteswissenschaftlerinnen nur zur Verzierung, zur Unterhaltung und zum Sex da waren. Insofern stimmen wir da bezüglich deren Schwerpunkten überein.


derdiebuchstabenzaehlt
20.9.2015 16:11
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Was ich mich frage, würde es jemanden stören, wenn die Soziologen mal ein Jahr Urlaub machten oder streikten? Was würde fehlen? Wer vermisste diese Leute? 🙂


Gedöns
20.9.2015 16:59
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@Manfred P
„Das halte ich für falsch. Z.B. waren es sogar Frauen, die in einer Studie nachgewiesen haben, dass der Mythos “Trümmerfrau” tatsächlich ein Mythos ist, und die Aufräumarbeiten in erster Linie von Männern erledigt worden sind.“//
Ja und die Türken kamen erst, als Wiederaufbau und Wirtschaftswunder schon gelaufen waren.
Im Moment wäre (sehe ich nicht als Derailing!) es für bestimmte Geisteswissenschaftler lohnenswert zu erforschen, ob denn die gegenwärtigen Flüchtlinge, wie behauptet wird, auch die jährlich erforderliche Millionenstadt* selber aufbauen werden bzw. in geringster Weise überhaupt daran beteiligt werden können.** Aber da wird wohl hier in der Meinungsdiktatur wieder Forschung aus ideologischen Gründen verboten werden.
Im Moment höre ich nur:
„Die Deutschen werden für uns Häuser bauen, bald ziehen wir alle dorthin.”
http://www.epochtimes.de/welt/die-deutschen-werden-fuer-uns-haeuser-bauen-sagen-muslimische-migranten-a1268528.html
* China kann das – hier aber scheitert schon alles bei einem lumpigen Bahnhof (Flughafen, Oper usw. usf.) …
** von mir aus unter Berücksichtigung genderistischer Aspekte, die eine Genderbeauftragte dann schon im Baudezernat durchsetzt – nicht wahr Sören …?


Sören Hader
20.9.2015 17:18
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@Knirsch der Hirsch:

“Für mich liegt die Grenze zwischen Analyse und Interpretation,
was Geistes – versus Naturwissenschaft betrifft.
Beides kommt in beidem vor, allerdings zu diametralen
Größenordnungen.
Es gibt durchaus nicht nur Nutzwerte, sondern auch künftige
Bluechips unter den empirischen, statistischen, oder sonstwie
wissenschaftlichen, unter GW titulierten Volksbefragungen.”

Finde ich gut ausgedrückt. Es gibt jede Menge Querverbindungen und bestimmte Fragestellungen sind ohne Einbeziehung beider Gruppen nur schlecht beantwortbar. Übrigens die Nutzbarkeit von Wissenschaft finde ich nur sehr schwer bestimmbar. Deshalb sehe ich das sehr kritisch, wenn man angeblich nur “nützliche” Wissenschaften fördern will.

“Das Problem fängt erst bei der Interpretation an, hier sind die
Naturwissenschaften klar im Verifizierungsvorteil.
Wenn’s nicht durchgeht, war’s ne Wand.”

Selbst bei Naturwissenschaftlern selbst kommt es bei identischen Ergebnissen zu Interpretationsunterschieden. Es ist ja nicht so, dass es da immer nur eine grundlegende Sichtweise gibt. Und obwohl die Naturwissenschaften diesen enormen Verifizierungsvorteil haben, haben sich Gruppen wie Klimaskeptiker, Kreationisten oder Einstein-Abstreiter sehr lange gehalten.


Werner
20.9.2015 17:50
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Nun ja, doof ist das neue klug, und dämlich ist das neue herrlich… 😉


Sören Hader
20.9.2015 17:50
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@Hadmut: “Es geht nicht um „vorweggreifen”. Dieses Blog besteht seit 9 Jahren und tausenden Artikeln, und dies sind Erkenntnisse aus der Vergangenheit.”

Okay, okay, die Geschichte mit WikiMANNia hat wohl eine längere Vorgeschichte, war mir vorher nicht klar. Ja, dann streitet mal schön weiter…….natürlich auf seiner Webpage.

“Ich überlege mir deshalb, ob ich Sie überhaupt weiter zulasse, denn beispielsweise an diesem Kommentar merkt man sehr deutlich, dass Sie überhaupt nichts beitragen, sondern nur stören und Zeit kosten. Betrachtet man Ihre Kommentar in der Gesamtschau, stellt man fest, dass Sie weder diskussionsfähig noch -willig sind und – wenngleich auch hinter normaler Wortwahl – nur ein Ideologieprogramm verstecken und desinformieren.”

Es ist Ihr Blog, es ist Ihre Entscheidung. Sie müssen auch keine Angst haben, dass ich Zensur, Zensur schreie. Ich war selber lange genug Administrator einer Online-Selbsthilfegruppe, ich weiß schon was man alles zu hören bekommt, wenn man mal einen Beitrag löscht. Ich finde es nur interessant, wie wenig von der ursprünglichen Idee des Internets übrig geblieben ist, Plattformen mit einer großen Meinungsvielfalt zur Verfügung zu stellen. Das bezieht sich nicht auf diesen Blog, sondern generell, die Toleranz vieler Blogbetreiber ist ausgesprochen gering geworden. Statt Meinungsgruppen zu integrieren, bastelt sich jede Gruppe sein eigenes Internet und verteidigt seine Wagenburg mit Händen und Füßen. Naja, muss jeder selbst wissen. Als User finde ich es jedes Mal Kacke, dass man jedes Wort zehnmal vorher weichwaschen muss und totale Demut zeigen soll, damit sich der zuständige Admin ja nicht irgendwie angepisst fühlt. Ist das Ihre Wunschvorstellung, User die nicht “stören” und Ihnen nur nach dem Munde reden? Nennen Sie doch mal einen User hier, der Ihnen häufig widerspricht, den Sie aber in seiner Art voll und ganz akzeptieren.

“> Jo, ich hab das schon mitbekommen, dass mir das mehrere Leser geschrieben haben, so beschränkt bin ich nun auch wieder nicht.

Weitaus schlimmer:

Sie machen es trotzdem weiter. Und daher unterstelle ich inzwischen böswillige Absicht.”

Entschuldigung bitte, soll ich andere Texte schreiben, weil es Leser gibt, die meine Aussagen nicht gut finden? Nennen Sie es böswillig oder gut gemeint, aber klar, es ist Absicht, das ich meine Meinung schreibe. Die gefällt nicht jedem, auch nicht die Art, wie ich argumentiere, so what? Dürfen hier nur Leute schreiben, die angepasst (im Sinne der Mehrheitsmeinung) und gut gelitten sind?

“Was, außer Stören, machen Sie dann hier?”

Wenn Sie meine Beiträge als “Störung” empfinden, dann sagt das eine Menge über Sie aus, und nicht nur über mich.

“Meinen Sie, weil niemand hier Sie persönlich oder ihre Biographie kennt, seien Sie immun gegenüber Kritik und Unbeliebtheit?”

Nö, kann jeder machen wie er will. Er darf nur nicht erwarten, dass ich das unter den Umständen sonderlich ernst nehme. Für mich zählt Feedback im RL.

“Meiner Lebenserfahrung nach haben Leute, die sich so aufdringlich, rechthaberisch und positionswechselnd benehmen wie Sie keine persönlichen Bekannten, die sich mit ihnen persönlich abgeben. Deshalb sitzen sie stundenlang am Computer und heulen anderen Leuten die Blogs voll.”

Dann bin ich wohl die berühmte Ausnahme. 🙂 Dann geh ich mal zum Tanzen.

In diesem Sinne
S.Hader


Hadmut
20.9.2015 22:09
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> Ich finde es nur interessant, wie wenig von der ursprünglichen Idee des Internets übrig geblieben ist, Plattformen mit einer großen Meinungsvielfalt zur Verfügung zu stellen.

Sowas gab’s mal. Usenet / News. Kein Moderator, jeder darf alles posten.

Ist komplett schief gegangen.

Erst haben sich die Leute wegen einer Nichtigkeit (irgendwas mit Aquariumspflege) in die Wolle bekommen, was in einen fast alle Newsgruppen zu jedem Thema umfassenden langatmigen Krieg auslöste.

Und dann, weil alles nur noch mit Müll zugekleistert wurde.

Ergebnis: Alles tot, fast niemand benutzt das heute noch, obwohl einst das größte und umfassendste Informationsforum zu einfach jedem Thema und weltweit. Nicht mehr zu gebrauchen.

Die Sache mit der grenzenlosen Meinungsvielfalt hat noch nie funktioniert. Nicht mehr, nachdem andere als Informatiker ans Internet kamen.

> die Toleranz vieler Blogbetreiber ist ausgesprochen gering geworden.

Weil die Leute immer weniger in der Lage sind, brauchbare Kommentare zu liefern, und weil das Netz immer stärker für ideologische Agitation missbraucht wird. Die Leute kacken überall hin und akzeptieren es nicht mehr, wenn man ihnen sagt, dass was schlecht ist. Beobachten auch die Lehrer in den Schulen.

> Entschuldigung bitte, soll ich andere Texte schreiben, weil es Leser gibt, die meine Aussagen nicht gut finden?

Nein. Sie sollen andere Texte schreiben, weil ihre Aussagen nicht gut sind.

Und Sie sollten aufhören, massenweise Texte in Foren zu drücken, in denen die Leser Ihre Texte nicht gut finden. Sowas nennt man gemeinhin aufdringlich, kapieren die Leute aber heute nicht mal mehr dann, wenn man es ihnen sagt. Siehe Ihre Reaktion. Man sagt Ihnen, dass Sie nerven, und sie machen unvermindert weiter.

Als das Leben noch real war, hätten die Leute Sie einfach stehen lassen, aber das funktioniert in Foren nicht mehr.

Heute muss man die Leute schon mit dem Holzhammer raushauen, damit sie was merken.

> Für mich zählt Feedback im RL.

Und deshalb halte ich Sie für einen Störer und empfinde Sie als Belästigung. Wenn man Ihnen sagt, dass Sie nerven, setzen sie sich einfach darüber hinweg.


karnapas
20.9.2015 17:59
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Thema dieses Eintrags war ja Japan und die Abschaffung von Geistes- und Sozialwissenschaften dort. Hat denn Japan schon mal überhaupt Geistes- und Sozialwissenschaften betrieben ? Und in welchem Ausmass — oder ging’s um den Tenno ? Findet Ihr dieses — flach gesagt — Devote und psychisch-unterdrückt-aggressive in diesem Volk denn wirklich so klasse hins. erneuter Ausrichtung auf Kernkraft und militärische Präsenz : letzteres war im übrigen die a n g e s a g t e Nachricht ! Ich (der ich eine von den von Hadmut Danisch geschmähten Laberfächern studiert habe — zu denen er ja im weitestens Sinne leider keinen synaptischen Zugang hat…) erinnere mich nicht auf entsprechende wissenschaftl. Erkenntnisse ausgerechnet aus Japan, eher aus USA, GB, F und D.


Xinxi
20.9.2015 18:13
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Der englische Artikel macht es bewusst nicht besonders deutlich, aber die Regierung in Tokio hat den staatlichen Unis nur deutlich empfohlen, also “erlaubt”, Abteilung zu schließen, die zu wenige Studis anziehen, und die Mittel auf andere Bereiche mit höherem Finanzbedarf umzverteilen. Mehr ist das nicht! Ganz banal. Keine Ahnung, wieso das als “Kahlschlag der Geisteswissenschaften” durch die Weltpresse geht.


Trollversteher
20.9.2015 18:18
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>Die Dozenten suhlten sich in ihrer Position und so “lernte” ich beispielsweise, dass der Unterschied zwischen Platon und Aristoteles der sei, dass Aristoteles ein Chauvinist/Macho sei (Uni Jena). Ich verliess das Seminar.

Ich weiß schon warum sich mir damals in den Vorlesungen die Zehennägel hochzogen. Name des Dozenten noch bekannt?

Gerade Jena leidet sehr unser seiner extrem großen Antifa/Gender Brigade in und um die Uni.


Trollversteher
20.9.2015 18:23
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>Und das wäre nicht möglich, wenn die eine Wissenschaft mit Qualitätsanspruch wären.

So wie die chinesischen Plagiat-Papers “nicht möglich” sein dürften?


A Stranger in a strange World
20.9.2015 18:32
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@Günter Buchholz

> 1) Zur Soziologie nenne ich die bespielhaft die Reichtumsforschung
> http://www.uni-muenster.de/PeaCon/krysmanski/

Der erste Link führt zu einem telepolis-Artikel, in dem der Autor schildert, wie Superreiche prassen. Das Erkenntnis-Niveau entspreicht dem eines Yellow-Press-Artikels. Weitere Kostenproben haben ich mir verkniffen.

> 2) Eine – was mein Fach angeht – selbstkritische Haltung ist mir
> selbstverständlich.

Ich möchte Sie nicht persönlich attackieren, nach allem, was ich von Ihnen mitbekommen habe, sind Sie ein integrer Mensch. Aber solange die Professoren Sinn, Bofinger und Krugman bezüglich der Euro-Krise zu vollkommen gegensätzlichen Diagnosen und Handlungsvorschlägen kommen, hege ich den stillen Verdacht, dass die methodischen Grundlagen noch ein wenig Nacharbeit vertragen könnten. Eine Diskussion von Volkswirten erinnert mich immer an mittelalterliche Ärzte, die um ein Krankenbett herumstehen. Er eine empfiehlt Aderlässe um die Körperflüssigkeiten ins Gleichgewicht zu bringen, der zweite einen Tee aus getrockneter Krötenhaut um die Galle zu beruhigen, der dritte einen guten, alten Exorzismus weil diese Krankheit nur von Dämonen verursacht sein kann.
Tatsächlich leidet der Patient an Diabetes.

> auch Meteorologen irren, ebenso Mediziner.

Aber nicht systematisch. Der Homo Oeconomicus verhält sich systematisch anders als der Homo Sapiens. Weder die Meterologen noch die Mediziner bauen auf einem offensichtlich irrealen Axiom auf.

> 3) Lesben sind m. W. in den GS recht häufig

Das bestreite ich ja auch gar nicht. Aber wenn GS nur den 5% Lesben nutzen würden, dann sollte ihr Einfluss deutlich geringer sein als er real nun mal ist.
Tatsächlich helfen die GS jeder Frau, unberechtigt Vorteile abzugreifen. Die einen werden an besseren Männern vorbei befördert um die Frauenquote in Führungspositionen zu erhöhen, andere bekommen lebenslangen Unterhalt, dritte einen Job an der Uni oder bei der EU.

> 4) Die Frauenpolitik wird bekanntlich durch Steuermittel massiv finanziert,
> und die feministische Lobbymacht ist unbestreitbar groß, ebenso die
> institutionelle Macht.

Wenn Sie meinen Text noch mal durchlesen, werden Sie sicher feststellen, dass ich das diese Aussage keinesfalls bestreite. Tatsächlich würde ich sie noch deutlich schärfer formulieren.

> Die Praxis der Frauenbevorteilung (Quotenpolitik) hingegen ist entgegen der
> Gender-Ideologie eine komplett biologistische:

Dass die GS, im vollständigen Gegensatz zu ihrem angeblichen Anspruch, nichts als Frauförderung 2.0 sind (Aus Raider wurde Twix, sonst änderte sich nix) sollte eigentlich auch kein Anlass zum Streit zwischen uns sein.


yasar
20.9.2015 18:34
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Karslruher Uni und Geisteswissenschaftler? Es gab da eine Handvoll als Alibifunktion für das Studium Generale. Und Studentinnen waren auch an einer Hand abzählbar (und sind es heutzutage immer noch nach Aussage meines aktuell studierenden Juniors).

Damals in den 80ern kamen die Germersheiemr Sprachstudentinnen nach Karslruhe um einen abzubekommen. Heuzutage scheint die Pädagogische Hochschule die Funktion als “Frauenlieferant” übernommen zu haben (Aussage meines Juniors). .-)


EinInformatiker
20.9.2015 19:38
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Zu Alexi:

Also in der Schule wurde auch Ende der ^70-er in Mathematik nicht übermäßig exakt gearbeitet. Jedenfalls war das kein Vergleich dann zur Uni. Ich kann mich noch an eine Passage aus dem Mathebuch der Oberstufe erinnern wo stand: “Aus der Anschauung entnehmen wir folgenden Satz..”. Es handelte sich meine ich um den “Zwischenwertsatz” (Kurvendiskussion). Allerdings haben wir zum Schluß Körperaxiome gehabt und damit wurde auch rum bewiesen. Das schien mir allerdings so quer zum sonstigen Stoff, dass ich das nicht so richtig gerafft habe. Ich wußte nicht was das sollte. An der Uni war das dann Grundlage und man konnte sich gar nicht mehr vorstellen dass es anders ein könnte. Allerdings habe ich damals auch folgende Beobachtung gemacht, die sich später als sehr interessant erweisen sollte. Zur Vorbereitung aufs Abi hatte ich mir ein Bayrisches Schulbuch ausgeliehen. Das hatte wie ich später dann vergleichen konnte fast Uni-Niveau. Irgendwann (ich war ja damals noch links oder glaubte das zu sein) hörte ich dann, dass bayrische Abiturienten für den NC einen Malus bekamen, da sie einen besseren Notenschnitt hatten. Für mich war damals klar: Bayern ein “Rechts”staat (dfas Buch von Amery gleichen Titels hatte ich auch gelesen) und bei den Rechten warne die Anforderungen niedriger, deshalb die besseren Zeugnisse. Also Malus gerechtfertigt. So hegt das wenn man eigentlich kein Ideologe ist, aber doch einer Ideologie verfällt. An der Uni lernte ich dann einen bayrischen Kommilitonen kennen und da damals alle irgendwie links waren (freilich schon gegen die lächerlichen Spartakus und DKP) unterhielten wir uns auf links gegen Rechts und ich erwähnte das mit dem Malus und den m. M. n. geringeren Leistungsanforderungen in Bayern. Da widersprach der aber ganz vehement. Das wäre eine typisch linke Benachteiligung der Bayern. Nicht weil die Anforderungen niedrig seien, sondern weil nur die Besten ins Abi kämen sei der Schnitt in Bayern besser. War jetzt größtenteils eine kleine OT-Erinnerung, aber erwähne ich immer wieder um linke Ideologie und linksideologische Politik zu verdeutlichen.


EinInformatiker
20.9.2015 20:43
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>> Es wird hier sehr oft von “wissenschaftlicher Methode” gesprochen. Aber wissen wir alle genau, was damit gemeint ist?

Also eins weiß ich sicher: Ob die Sozialwissenschaften Wissenschavften sind ist unter vielen Aspekten strittig (Gegenstand, Ergebnisse, Wertfreiheit). Aber es gibt unstrittig bisher nur eine wissenschaftliche Methode und das ist die von Mathematik und Naturwissenschaften. Die ist auch nicht sehr komplex. Man beherrscht sie normalerweise naturwüchsig und muß sie nicht explizit herausarbeiten. Man kann das aber tun und insbesondere dann anderen Unternehmungen (Marxismus und Psychoanalyse z.B. die Wissenschaftlichkeit absprechen). Auch dem Gender-Studies, aber da steht ja jetzt erst mal die Herausgabe der Prüfungsordnung an. Und ob man das schafft hängt von den politischen Verhältmnissen ab. In der Wissenschaftstheorie wird es dann freilich sehr diffizil. Da ist dann theoretisch sehr schwer überhaupt zu begründen wie man zu theoriefreien Fakten kommt wo doch die Theorien auf eben diesen beruhen sollen. Aber letztlich kommt man eben doch zu mehr als Tautologien. (s. dazu Chalmers: Wissenschaftstheorie; Magueijo: Schneller als die Lichtgeschwindigkeit)) Mit der Wertfreiheit wirds schon formal aussichtslos. Aber in der Praxis haben die Naturwissenschaften damit keine Probleme.
Daraus hat eine Fraktion den Schluss und die Forderung gezogen, dass es nur eine Methode gibt, die der Naturwissenschaften. Und man hat auch nicht in Abrede gestellt, dass die Sozialwissenschaften damit zu Ergebnissen kommen können. Allerdings wie gesagt, das mit der Wretfreiheit ist gerade in den Sozialwissenschaften eine nicht zu knackende Nuß. Formal kann man es nicht lösen und praktisch da bisher auch nicht. Daraus könnte man die Konsequenz zeiehn, dass es sich nicht um Wissenschaften handelt. Nun wie gesagt, das ahben auch die nicht getan, die die eine einheitliche Mehtoe propagieren. Sie Sozialwissenschaften haben nun freilich aus der Not eine Tugend gemacht und für sich eigene Methoden reklamiert. Z. B. “The Operation Called Verstehen” (Ernest Nagel). Ich denke da ist schon was dran. Man unterstellt Menschen ja Absichten, Intentionen usw. (das haben phisykalische Objekte nicht, übrigens die Biologie benutzt die teleologische Erklärung, auch nicht üblich in der Physik) Nur sind das Heuristiken (also das Vertstehen) es ist keine explizierbare Methode. Es sei denn irgendjemand der hier für die Geisteswissenschaften spricht kennt sich da aus und kann die Methode expliziern. Ich habe es nie irgendwo explizit gefunden.

Zwischenergebnis: Sozialwissenschaften arbeiten mit eigenen Heuristiken, aber die Methode um Ergebnisse zu validieren ist die naturwissenschaftliche Mehtode. Es gibt keine eigene Erkenntnismehtoder der Sozialwissenschaften.

Jetzt kommt der letzt verhängnisvollste Schritt vollzogen von Habermas. Hatte der Marxismus seine “Erkenntnisse” einfach proklamiert und alle die sie bestritten als bürgerliche Ideologen abqualifiziert (auch bereits ein Verhängnis) wollte Habermas nicht so primitiv sein.
Er proklamierte auch eine eigene Methode( im Anschluß an den Positivismusstreit). Er nannte sie die “emanzipative Forschungslogik”. Das ist kein Witz und Habermas gilt als der berühmteste deutsche Nachkriegsphilosoph. Ich kann das jetzt nicht weiter ausführen, das wird hier zu lang. Aber ich denke im Prinzip werden die Verbindungen zum Genderismus und zur ideologischen Soziolgie klar. Im Grunde genommen ist emanzipative Forschungslogik lediglich ein Freibrief dafür, dass die Sozialwissenschaft noch von den Fakten, sondern vom gewünschten Ergebnis her betrieben wird. Also das was wir überall auch im Genderismus beobachten. Das alles legitimiert sich nur durch seine (politischen) Ziele. So wie Hadmut das immer wieder schreibt. Und zwar gilt das wie er völlig zu recht sagt für die gesamte aktuelle Soziologie.
Zum Abschluß kurz dazu, dass man Bewußtsein usw. nicht erklären kann. Es liegt nahe, dass man es tatsächlich nicht kausal erklären kann. Aber es ist wohl noch nicht bewiesen. Aber die Schwierigkeiten sind ausgemacht. Nur eins ist Humbug, amateurhaft: zu sagen, weil es nicht naturwissenschafftlich (also mit der einzigen Methode die wir explizieren können) erklärbar ist, benötigt man auch geisteswissenschaftliche Methoden. Es gibt diese Methoden nicht als explizite Methoden. Deshalb können sie auch in keinem Modell als Erklärung hinzugezogen werden. Ob sie trotzdem in machen Erklärungen ausreichen oder als ausreichend empfunden werden sei dahingestellt. So mag das Verhalten eines Menschen nicht naturwissenschaftlich erklärt sein. Aber trotzdem kann man meinen es in psychologischen Kategorien (Motive, Intentionen) hinreichend erklärt zu haben. Manchmal mag das gehen, aber für andere Probleme ist es Humbug zu behaupten man brauche beides. Das eine geht (noch) nicht und das andere gibt es dafür einfach (höchstens noch) nicht.


Nash
20.9.2015 21:04
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@Hadmut
“… im Ruf stehen, mit frei erfundenen Theorien zu arbeiten, die überhaupt nicht mit der Realität übereinstimmen…”

“…Es gibt eine Menge Leute, die die Auffassung vertreten…”

Schade, bisher habe ich deine Beiträge immer mit Freude gelesen. Deine Argumentation besteht hier aber selber nur aus “hat mal jemand gesagt, dem ich “idiologisch” nahestehe, alles muss es ja richtig sein.” So hätte auch ein Genderist argumentieren können :/


Hadmut
20.9.2015 21:42
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@Nash: Rechne mal nach, wieviele Stunden mein Tag hat, und ob mir das erlaubt, zu jedem einzelnen Kommentar die Quellen zu recherchieren, nur weil sich irgendwer sonst nicht wohl fühlt.

Oder wie ich so gerne sage: Ich weder Wunschkonzert noch Tanzbär. Ich lasse nicht alles stehen und liegen, um jedermann kostenlos Auskünfte zu recherchieren. Kannste ja auch mal selbst zusammengoogeln oder über die Suchfunktion hier im Blog suchen, habe ich nämlich auch schon mal irgendwo beschrieben.

Erwarte aber nicht von mir, dass ich Dir das Essen auch noch vorkaue, das Du hier kostenlos geboten bekommst.


Christian
20.9.2015 22:50
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Ich stimme zwar überhaupt nicht mit Dir überein, Hadmut, aber Deine unermüdliche Schreib- und Kampfesart nötigt mir Respekt ab – chapeau!
Was das “Abschaffen der GW” betrifft, würde das ein paar Gelder einsparen, die dann an anderer Stelle verbraten werden – außerdem würden dann Gender Studies künftig offiziell den Naturwissenschaften zugerechnet, da die Geisteswissenschaften ja nicht mehr da wären – willst Du das?
Und a propos bekloppt:
Die Schulen heute sind doch wohl auch bekloppt und zu reinen Indoktrinationsanstalten verkommen – da sollte man die auch abschaffen.
Und Eltern? Puh – angstgetriebene, die Kinder unnötig verhätschelnde Menschen – da sollte man auch die Eltern abschaffen.
Überhaupt Universitäten – Dummquatscheinrichtungen – die sollte man komplett abschaffen!
Hey…. da kommt mir eine Idee….
Schönen Abend + guten Start
C


Hadmut
20.9.2015 23:21
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@Christian: Ich danke zwar für das Lob (Ein Lob von Leuten, die nicht zustimmen, ist viel mehr wert als eines von denen, die zu hören bekommen was sie hören wollen.), aber stimme selbst auch Dir nicht zu.

Eltern, Schule und naturwissenschaftliche Fächer sind etwas, das momentan in einem miserablen Zustand ist, aber auf das wir nicht verzichten können, weil es ohne noch schlimmer wäre. Die müssen wir (wieder) verbessern.

Die meisten Geisteswissenschaften sind aber derzeit komplett nutzlos, und sie können nicht mal selbst sagen, wozu sie gut sein sollen. Sie wegzulassen wäre kein erkennbarer Nachteil.


EinInformatiker
20.9.2015 23:00
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Eine Klarstellung. Die Theorie von Habermas bzw. die Behauptung einer “emanzipativen Forschungslogik” ist offensichtlich korrupter politisch motivierter Unsinn. Gleichzeitig ist er der bekannteste deutsche Philosoph der Nachkriegsgeschichte. Damit eigentlich der einzige aktuelle Philosoph. Die anderen beschäftigten sich ja meist mit der Geschichte oder den ewigen Problemen der Philosophie ohne eigenen Beitrag. Wenn nun ausgerechnet der einzige originäre Beitrag (das Werk von Habermas ist freilich umfangreicher, aber der Rest ist m. E. auch nicht besser, zumindest unbewiesen) pure politische Ideologie ist, heißt das nicht, dass die unbekannten Philosophen durch die Bnak schlechter sind. Im Gegenteil die die ich kennengelernt habe, haben zumindest was von den Problemen der Philosophie verstanden und zu deren Interpretation und Erläuterung beigetragen. Was ich also sagen will. Da ich mich nunmal für Philosophie interessiert habe (hat nachgelassen) will ich durch das Beispiel Habermas die Philosophie nicht generell abwerten. Ich habe da vor 40 Jahren noch gute Leute gekannt. Und es gibt aktuelle auch wieder was, was zumindest methodisch seriös aussieht, hab ich aber noch nicht gelesen.


Hadmut
20.9.2015 23:18
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@EinInformatiker: Sie zitieren aber Habermas wie die Wahnsinnigen. Als ob’s ne Gottheit wäre.

Ich halte Leute wie Habermas für ziemliche Schwätzer. Die behaupten einfach irgendwas, und Papier ist geduldig.

Die bauen nie eine Brücke oder ein Flugzeug oder ein Rakete. Nie etwas, bei dem es irgendwie darauf ankommt, ob es stimmt oder willkürlicher Käse ist. Einfach nur irgendwas faseln.


Alexi
20.9.2015 23:04
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…habe verstanden. Aber ich sehe, dass sich Mathematik an dem orientiert, was nützlich und sinnstiftend ist. Warum sonst beißt man sich ausgerechnet an den Nachkommastellen von pi aus, man könnte ja auch eine beliebige andere irrationale Zahl hernehmen. Das liegt einfach daran, dass es mal einen praktischen Nutzen hatte und es Vorteile verschaffte, diese Zahl genau zu bestimmen. Jeder soll das gleiche Verständnis von dieser Zahl haben, damit wir als arbeitsteilige Gesellschaft gut funktionieren. Ist das kein politisches Ziel? Wenn Mathematik unpolitisch wäre, hätten sich nicht die Disziplinen prominent herausgebildet, die in unserem System nützlich und anwendbar sind, wie Algebra und Geometrie.

Sie kann, muss aber nicht poltisch sein. Das gilt dann aber auch für
Sozialwissenschaften. Dort scheint die Dimension zwar größer, aber das liegt daran, dass die Forschungsergebnisse näher an unserem täglichen Leben sind. Deswegen tauchen irgendwelche schwachsinnigen Artikel mit Verweis auf soziologische Studien z.B. in Wartezimmerzeitschriften viel eher auf, als mathematische Abhandlungen, obwohl die Mathematik in letzter Konsequenz einen viel größeren Einfluss auf unser Leben hat oder haben wird, da sie andere Fachrichtungen voranbringt wie z.B. Physik oder Informatik, was dann sowas wie Industrialisierung (historisches Beispiel) oder starke künstliche Intelligenz (zukünftiges Beispiel) hervorbringt.


Hadmut
20.9.2015 23:12
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@Alexi:

> Jeder soll das gleiche Verständnis von dieser Zahl haben, damit wir als arbeitsteilige Gesellschaft gut funktionieren. Ist das kein politisches Ziel?

So’n Quatsch.

Du hast keine Ahnung von Mathematik, interpretierst da irgendeinen politischen Käse rein und glaubst dann, Politik gefunden zu haben.

Als ob Du einem Spiegel vorwirfst, dass der dir so eine hässliche Person zeigt.

> Wenn Mathematik unpolitisch wäre, hätten sich nicht die Disziplinen prominent herausgebildet, die in unserem System nützlich und anwendbar sind, wie Algebra und Geometrie.

Ich habe noch nie so einen Blödsinn zum Thema Mathe gehört.


Sören Hader
20.9.2015 23:34
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“Weil die Leute immer weniger in der Lage sind, brauchbare Kommentare zu liefern, und weil das Netz immer stärker für ideologische Agitation missbraucht wird.”

Warum muss denn jeder Kommentar immer “brauchbar” sein? Das ist ein Blog, kein wissenschaftliches Kolleg. Man quatscht seine persönliche Meinung rein, dem einen gefällt’s, dem anderes nicht. Und dann kann man darüber diskutieren, wenn man dazu in der Lage ist und das will. Also so what. Zu Nash sagen Sie, dass Sie keine Zeit haben, Beiträge mit umfangreichen Quellenangaben zu schreiben und hier beschweren Sie sich wieder, dass nicht jeder brauchbare Kommentare schreibt.

Ich würde einfach viele Beiträge nicht so persönlich nehmen und nicht auf jeden Beitrag antworten, nur weil man glaubt, man müsse dem anderen unter die Nase reiben, dass man ihn für dumm hält. Man kann Aussagen einfach auch mal im wahrsten Sinne das Wortes auf sich beruhen lassen. Ist das denn so schwer?

“Nein. Sie sollen andere Texte schreiben, weil ihre Aussagen nicht gut sind.”

Dann schreiben Sie doch meine Texte selber. 🙂 Ich frage mich echt, ob Sie im Berufsleben genauso reagieren, wenn Sie Aussagen für schlecht halten. Und sagen Sie jetzt nicht, dass ist Ihnen bisher nicht passiert, dass Ihnen im Beruf schlechte Aussagen untergekommen sind.

“> Für mich zählt Feedback im RL.

Und deshalb halte ich Sie für einen Störer und empfinde Sie als Belästigung. Wenn man Ihnen sagt, dass Sie nerven, setzen sie sich einfach darüber hinweg.”

Deshalb? Verstehe ich jetzt nicht. Halten Sie Feedback im Netz für wichtiger als im RL? Es gibt immer Menschen, die einem sagen, dass man sie nervt. Und? Soll man sich nach denen richten, die einem das ohne jede Kenntnis im Netz schreiben, oder doch an denen, mit denen man unmittelbar zusammenarbeitet und zusammenlebt? Meine Priorisierung ist klar, aber bei Ihnen bin ich mir nicht mehr so sicher.


Hadmut
20.9.2015 23:49
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> Warum muss denn jeder Kommentar immer “brauchbar” sein? Das ist ein Blog, kein wissenschaftliches Kolleg. Man quatscht seine persönliche Meinung rein, dem einen gefällt’s, dem anderes nicht.

Nein.

Das ist hier nicht das Auskotzbecken auf dem Oktoberfest.

Was fällt Ihnen eigentlich ein?

Das ist mein Blog und keine öffentliche Latrine.

> Zu Nash sagen Sie, dass Sie keine Zeit haben, Beiträge mit umfangreichen Quellenangaben zu schreiben und hier beschweren Sie sich wieder, dass nicht jeder brauchbare Kommentare schreibt.

Hirnloser Tropf!

Schon mal aufgefallen, dass ich hier sehr viel mehr recherchiere und schreibe als andere, weil ich hier meistens einer gegen alle oder einer gegen viele schreibe?

Zumal ich hier die Themen vorgebe, und nicht für jedes Thema hüpfe und springe, das einer in den Ring wirft.

> Ich würde einfach viele Beiträge nicht so persönlich nehmen

Das ist aber mein Blog.

> Man kann Aussagen einfach auch mal im wahrsten Sinne das Wortes auf sich beruhen lassen.

Nein. Nicht wenn sie meiner Meinungsäußerung abträglich sind. Denn nur dazu dient dieses Blog. Das ist hier kein öffentliches Forum, an dem jeder mitschwätzen kann.

> Ich frage mich echt, ob Sie im Berufsleben genauso reagieren, wenn Sie Aussagen für schlecht halten.

Ja. Das ist mein Beruf.

> Halten Sie Feedback im Netz für wichtiger als im RL?

Nein.

Ich halte Sie für jemanden, der im realen Leben nicht mehr unterkommt und sich deshalb endlos und dauerhaft in anderer Leute Blog rumtreibt, das zuballert und sich einen Dreck darum schert, ob es andere Leute stört. Ich halte Sie für jemanden, der Kontakt nur noch durch Aufdringlichkeit und im Internet erreicht, wo andere nicht davonlaufen (können).

Ich bin aber nicht Eliza und keine öffentliche Therapiestelle.

> Soll man sich nach denen richten, die einem das ohne jede Kenntnis im Netz schreiben, oder doch an denen, mit denen man unmittelbar zusammenarbeitet und zusammenlebt?

Wenn man in anderer Leute Blog schreibt, sollte man sich nach denen und nicht nach irgendwelchen Dritten richten.

Offenbar haben sie zentrale Grundelemente von Benehmen und Höflichkeit nicht erlernt. Offenbar glauben Sie, dass man im Internet nach Belieben nerven und belästigen kann, mit der Ausrede, dass nur das echte Leben zähle.

Sie sind digital assozial. Leute wie Sie sind mir zutiefst zuwider.


Manfred P.
20.9.2015 23:49
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>> Lange Rede, kurze Frage: Gilt die Kritik einiger(aller?)hier an den SoWis auch für die VWL?

>Mmmh, eigentlich müsste man für die nochmal ein separates Bashing eröffnen, da fehlt mir aber die Zeit.

Ha, haha, wie wahr. 🙂


EinInformatiker
21.9.2015 0:02
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@ Alexi

Also die Nachkommastellen von PI berechnet man wohl kaum für die arbeitsteilige Gesellschaft. Das ist einfach ein Spiel. Das macht man weil man es kann. Und weil man neue Methoden gefunden hat die man ausprobieren will. Und die Stellen sind möglicherweise uninteressant. Obwohl wissen kann man es nicht. Vielleicht steckt ja darin ein geheimer Code für die Wirklichkeit. Der Zusammenhang von e, i, PI, und der Zahlen 1 und 0 (Eulersche Identität) ist schon Hammer, auch wenn er nur innermathematisch Bedeutung haben sollte. PI auf Stellenrekord nach dem Komma auszurechnen kostet übrigens auch Geld und ein Gewerkschafter würde eventuell meinen, dass man das besser woanders ausgeben sollte. Aber spielen ist besser als Gewerkschaft. Wenigstens etwas was einem im Ideologiestaat noch bleibt.


EinInformatiker
21.9.2015 0:17
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@Hadmut

Ich hatte Habermas eigentlich nur als jemand bezeichnen wollen, der möglicherweise das Rückgrat für die ideologische Soziologie geliefert hat. Das hat sich ja eindeutig z.B. im Poststrukturalismus fortgesetzt und hat im Marxismus seinen Anfang genommen. Aber klar, ich wollte es erst dabei schreiben: Man kann die Ideologisierung freilich auch unabhängig von der möglichen Quelle (also direkt) erkennen. D. h. um die Ideologie der Sozialwissenschaften zu erkennen muß man nicht die mögliche methodische Quelle kennen. Insofern kann man auf den Namen Habermas natürlich verzichten.


NurZurInfo
21.9.2015 1:10
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@Alexi: Sie haben nicht mal den Hauch einer Ahnung von Mathematik und machen sich dadurch lächerlich.

Mathematik ist die reinste Form von Wissenschaft, denn sie völlig losgelöst von der realen Welt und dennoch ist sie universell gültig.

Einer meiner Profs hat es mal so ausgedrückt: Ein Mathematiker schert sich einen Dreck darum, ob das, was er erforscht, irgendeinen praktischen Nutzen hat.

(Letzteres ist Aufgabe der angewandten Mathematik, der Physik und der Informatik.)

Von daher ist Ihre Assoziation zu Politik komplett dämlich.


Der/Anarchist
21.9.2015 1:33
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@Trollversteher

Den Namen des Dozenten kenne ich nicht mehr. 1. Weil ich tatsächlich schon nach der Einführungstunde, in der er diesen Schwachsinn abgelassen hatte, das Seminar verliess. 2. Ist das ganze 17 Jahre her.

Ich weiß nur, dass der Kanadier war. Ein Typ mit Brille.


Christian
21.9.2015 8:30
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Moin Hadmut,
das nächste Mal mache ich es deutlicher, wenn ich versuche, witzig zu sein – das Lob war aber ernst gemeint und es freut mich, dass Du es angenommen hast. 🙂
Da Du empirisch nicht belegen kannst, dass die Geisteswissenschaften unnütz sind (gäbe es solche Statistiken – ich fände sie sehr interessant), bleibt es halt beim Meinungsaustausch.
Persönlich vermute ich, dass Du halt das Pech hattest, nie mit Leuten, die Dir intellektuell/argumentativ/logisch das Wasser reichen können, zusammen zu treffen, was dieses bestimmte Thema angeht.
Ein Manfred Kleine-Hartlage könnte wohl ebensogut als Politikwissenschaftler über den Sinn seines Faches referieren wie ein Gunnar Heinsohn (Soziologe) über den Sinn des seinen.
Irgendwo in einem Faden war doch auch mal zu lesen, dass die schärfsten Kritiker von Gender aus der GW-Ecke kommen, oder?
Also kurz – Dein Blog ist echt klasse, Hadmut, ist er doch im täglich grauer werdenden Einheitsbrei aus “Hurra Deutschland!” und “Alles wird gut” ein notwendiges und sinnvolles Antidot.
Und wenn man schlussendlich an manchen Stellen anderer Meinung ist – dann ist das halt so.
Addendum: Ich weiss nicht, ob Sören Hader ein Troll oder “Silberengel” ist, aber mir scheint da eine Masche der bewussten Provokation Dir gegenüber zu bestehen – vielleicht muss man nicht auf alles reagieren?
Und noch etwas Derailing zum Schluss:
Der Herr Sinn meinte, dass der Mindestlohn für die Flüchtlinge gekürzt werden solle, da “deren Produktivität schlicht zu gering sei”. Diese offen rassistische Aussage (waren doch vor kurzem noch alles Fachkräfte) findet sich hier:
http://www.tagesschau.de/inland/fluechtlinge-arbeitsmarkt-107.html
Da liest man denn auch, der Anteil der Analphabeten liege in Afghanistan bei 50% (gut, heisst nicht, dass auch soviel Analphabeten unter den Flüchtlingen sind) und in Syrien läge der Anteil der Hochschulabsolventen bei sechs Prozent (bei uns liegt er bei 45%, meine ich).
Da zeichnet sich doch die Lösung ab: Die studierwilligen Flüchtlinge alle in die Gender Studies! Mei, des wär a Freud…. wahres (und wirres) Multikulti. 😀
Schönen Start in Berlin wünscht
Christian


Hadmut
21.9.2015 9:23
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@Christian:

> Addendum: Ich weiss nicht, ob Sören Hader ein Troll oder “Silberengel” ist, aber mir scheint da eine Masche der bewussten Provokation Dir gegenüber zu bestehen – vielleicht muss man nicht auf alles reagieren?

Was ist denn ein „Silberengel”? Der Begriff sagt mir nichts.

Aber ja, auf mich hat das auch wie eine Masche der bewussten Provokation gewirkt. Ich habe das mal eine Zeitlang mitgespielt, weil ich den Eindruck hatte, dass der zwar zu den hier angesprochenen Themen fachlich nichts in der Birne hat, aber eine Redetechnik anwendet, die sehr ähnlich zu der in Eliza angewendeten ist. Egal was, man sagt, er spielt Ping-Pong zurück und nimmt eine – unsubstanziierte und niemals belegte – Gegenposition ein und stellt einfach alles in Abrede. Nutzlos, nur Nervensäge und Provokateur. Die neusten drei Kommentare habe ich aber nicht mehr durchgelassen.

Da ich in den letzten Tagen plötzlich viel rechtsradikales Zeug hier reinbekommen und nicht durchgelassen habe, und das Abfallen dieser Kommentarwelle genau mit dem Auftauchen dieses Sören Hader zusammenfiel, kam mir der Gedanke, ob es da nun irgendwer auf eine andere Masche versucht. Das wollte ich mir mal anschauen. Denn ich habe den Eindruck, dass es da einige Leute gibt, die massiv versuchen, mein Blog zu diskreditieren. Ich bin neulich schon von Lesern gewarnt worden, dass da irgendwelche Pseudonyme auftauchen, die nie zuvor da waren, Zustimmung heucheln und dann so durch indirekte Kommentare versuchen, hier Begriffe unterzubringen, die in den rechtsradikalen Bereich gehören, wie diverse Personennamen oder „Holocaustleugner”. War mir zunächst selbst nicht so aufgefallen, aber aufmerksamen Lesern.

Irgendwer hat es da auf mein Blog abgesehen und kommt in verschiedenen Verkleidungen daher. Und mir drängte sich nach einiger Zeit der Verdacht auf, dass auch „Sören Hader” wieder nur eine neue Variante dessen ist.

> Die studierwilligen Flüchtlinge alle in die Gender Studies! Mei, des wär a Freud…. wahres (und wirres) Multikulti.

Das ist doch mal ne Idee. 🙂


EinInformatiker
21.9.2015 9:04
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Also ich habe bisher immer so geschrieben, dass die Soziologie zwar nahezu vollständig ideologisiert ist und damit Hadmut völlig recht gegeben. Aber das dann immer indirekt damit eingeschränkt, dass es nicht eindeutig ist Wissenschaft zu klassifizieren. Das stimmt auch irge3ndwo. Denn letztlich kann man formal nicht einmal Religion von Wissenschaft unterscheiden. Denn wo kommen die Axiome die Logiki und der Wahrheitsbegriff her? Für versierte theologisch orientierte Philosophen werden die Wahrheitskriterien, also das Unbedingte wie sie das nennen von Gott geliefert (übrigens hochkarätig geschrieben sind solche Abhandlungen).
Aber ehrlich gesagt für eine sinnvolle Diskussion darüber ob etwas Wissenschaft ist sollte nur gelten: Hat es eine Methode und gibt es eindeutige Ergebnisse (Verwertbarkeit ist nicht unbedingt notwendig). Da nutzt es nicht zu sagen, Ergebnisse wären auch in der Soziologie möglich. Tatsache ist, dass nichts unumstritten ist, es sei den es herrscht ein Regime, dass die Wahrheit von oben verordnet, so wie sich das bei uns in den letzten 30 Jahren auch entwickelt hat und jeden Tag weiter entwickelt. Und es ist auch richtig, dass die Soziologie ihre Methode nicht expliziert, bzw. dass keine Eindeutigkeit darüber besteht. Das zeigt sich auch daran, dass die Soziologen über ihre Methode gestritten haben, aber sich darüber offiziell nie geeinigt haben. D. h. sie wissen nicht ob sei eine eigene Methode haben. Nimmt man die Kriterien eindeutige Ergebnisse und explizit formulierte Methode hat man es also bei den Sozialwissenschaften nicht mit Wissneschaften zu tun.


Dirk S
21.9.2015 9:07
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@ Sören Hader

Übrigens die Freiheit der Wissenschaft, die sogar im Grundgesetz verankert ist, scheint nach Ansicht von einigen nicht sonderlich schützenswert zu sein, die sofort den Geldhahn zudrehen würden, sobald sie den Wissenschaftszweig als sinnlos ansehen, oder glauben er liefert zu wenig ROI ab.

Mal eine ganz einfache Frage: Steht im Grundgesetz, dass die Wissenschaft frei ist und der Staat diese nicht beeinflussen darf oder steht im GG, dass der Staat dazu verpflichtet ist, alles, was sich Wissenschaft nennt, finanzieren zu müssen?

Wenn ich mich recht entsinne, war es, dass die Wissenschaft frei ist, also der Staat den Wissenschaftlern nicht vorschreiben darf, woran sie forschen und zu was für Ergebnissen sie (nicht) kommen dürfen. Es steht aber nichts vom Geld drin, also muss der Staat, in diesem Fall die Gemeinschaft der Steuerzahler, nicht alles finanzieren.
Und da kommt dann der ROI ins Spiel, warum soll die Gemeinschaft der Steuerzahler Studiengänge finanzieren, die nur Verluste produzieren? Was soll es da für einen Grund für geben? Weil es den Leuten, die diese Studiengänge anbieten und nutzen gefällt? Es steht nirgendwo, dass “der Steuerzahler” jeden Mist finanzieren muss, nur weil es einige Leute mit Selbstbedienungsmentalität gibt, die gerne ihr Steckenpferd als Beruf finanziert haben wollen. Das ist nicht die Aufgabe des Staates.
Da steckt ein heute weit verbreiteter Denkfehler drin, Wissenschaftsfreiheit ist frei wie die freie Rede, ist aber nicht unbedingt von anderen bezahlt wie Freibier.

Finanzfreie Grüße,

Euer Dirk


EinInformatiker
21.9.2015 10:25
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Lange Rede, kurze Frage: Gilt die Kritik einiger(aller?)hier an den SoWis auch für die VWL?

Dieser Artikel hier (http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/53924-geld-aus-dem-nichts-mythos-oder-tatsache) zeigt, dass der gute Hadmut auch hier mit seiner auch von mir als wenig spezifisch empfundenen Antwort

Dir ist aber schon klar, dass gerade die Ökonomen im Ruf stehen, mit frei erfundenen Theorien zu arbeiten, die überhaupt nicht mit der Realität übereinstimmen?

ziemlich richtig liegt. Man muß sich aber die Mühe machen den verlinkten Artikel ze lesen. Im wesentlichen wird ausgeführt, das die VWL auf der Hypothetisch deduktiven Methode basiert (“frei erfundene Theorien”!) über die dann gestritten wird, aber keine Klärung herbeigeführt wird. Klären könne man an das nur durch die induktive Methode die auf empirischen Beweisen also Fakten beruht.
Wenn die VWL das nicht schafft zwischen konkurrierenden Theorien zu entscheiden, ist sie eben auch keine Wissenschaft. Freilich meinen die Autoren in einer strittigen Frage ein solches experimentum crucis für die verschiedenen Geldtheorien durchgeführt zu haben. Nur müßte das dann eben für die gesamte VWL zu erreichen sein. Letztlich ist es keine Problem Theorien frei zu erfinden (das fällt in den sog Entdeckungszusammenhang und da geht alles), aber für die Begründung muß es eine nachvollziehbare Methide geben.


Cargo Cult Science
21.9.2015 12:09
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Ein Aspekt der universitären Laberwirtschaft sollte noch erwähnt werden: Deren Funktion als destabilisierende, intellektuelle Giftküche. Dort werden politische Kampfbegriffe und Definitionen zusammengebraut und klugscheißend auf Wikipedia veröffentlicht, welche sich bequem für Rufmordkampagnien verwenden lassen, weil sie so gestrickt sind, daß auch schlichtere Gemüter nicht überfordert werden. Ohne diese universitär vorgekauten Phrasen wäre die gesamte öffentliche Gleichschaltungswelle kaum möglich.

Entscheidend dabei sind Funktionen und Titel, denn sie sollen Graubwürdigkeit durch Wissenschaft suggerieren. Die verwendete Methode ist das Argumentum ad verecundiam, also der Beweis durch Ehrfurcht (vor Professoren, Zeitungsleuten, Soziologen, Instituten, Vereinen usw.).

Illustrieren läßt sich das an eben diesen Wikipedia-Einträgen:
Deutschfeindlichkeit: KEIN EINTRAG
Antigermanismus: KEIN EINTRAG
Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit: All inclusive-Kampfbegriff für Denkfaule, »der Einstellungen im Bereich Rassismus, Rechtsextremismus, Diskriminierung und Sozialdarwinismus mit einem integrativen Konzept neu zu fassen versucht.«: Alles Nazis außer mich. »Argumente« sind Begriffserfinder Wilhelm Heitmeyer höchtselbst und seine Studie, die — oh Wunder — sein Vorurteil bestätigt. Nicht zu vergessen die Antonio-Amadeu-Stiftung von Stasispitzelette Anetta Kahane.
Islamfeindlichkeit: Ein ellenlanges Pamphlet reinsten Soziologengesülzes: Laut dem britischen Soziologen Chris Allen schafft Islamfeindlichkeit eine Wirklichkeit… / …den Islam als das negativ konnotierte „Andere“ konstruiert… — und natürlich dezent mit Antisemitismus gleichgesetzt; drunter machen wir’s nicht. Alles Sensibelchen übrigens: »Laut einer Studie aus dem Jahr 2012 ist allein die Wahrnehmung einer feindlichen Umgebung ausreichend, um eine negative Auswirkung auf die psychische Gesundheit von Muslimen zu bewirken, unabhängig davon, ob die Betroffenen persönliche Erfahrungen mit Diskriminierung gemacht haben.« — Das kann ja noch spannend werden.

Jeder Behauptung wird querbeet irgendein Name beigegeben, um ihr magische Kraft zu geben: Soziologen, Journalisten, Publizisten etc. Welchen Wert kann aber objektiv die Meinung eines Zeitungsschreibers für eine wissenschaftliche Definition haben? Warum soll man irgendeinen dieser Namen Autorität zubilligen?

Beim Eintrag von Ken Jebsen genau das gleiche: Nur Meinungen irgendwelcher, völlig irrelevanter Mietmäuler: Die Journalistin Anna Marohn bezeichnete in der Zeit Jebsens politische Statements als „krudes Geblubber…« — Was hat das in einem Lexikon zu suchen, außer um Rufmord zu betreiben?

Die Wikipedia-Eintragungen dürften alle aus der Soziologen-Ecke kommen und dienen dann (nicht nur) Journalisten als Referenz. Ich habe schon oft gesehen, daß bei Zweifeln an der Gültigkeit verwendeter Schlachtvokabeln auf’s Wiki als endgültige Instanz der Weisheit verwiesen wurde. Stellt sich die Frage, ob ohne Wikipedia der Geisteskargokult seine Habitate überhaupt hätte verlassen können.

Und in Japan ist man alles andere als blind. Dort dürfte man sehr genau wahrnehmen, was an US-Universitäten abgeht. Wenn die Ministerkinder in den Semesterferien ihres USA-Auslandsstudiums von Save spaces und Mikroagressionen erzählen, und dann auch ausplaudern, wo solcher Plunder ausgeheckt wird, so ist ist es völlig vernünftig, die Laberfakultäten an die kurze Leine zu nehmen, damit die auf keine dummen Gedanken kommen…


Hadmut
21.9.2015 19:39
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@Cargo Cult Science:

Guter Beitrag, Danke!


Christian
21.9.2015 12:28
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@Hadmut:
Silberengel hiess mal ein Kommentator im Gelben Forum, der einfach nicht greifbar war – wie ein Aal. Er brachte durchaus hier und da gute Argumente, aber wenn man ihn dann argumentativ mal packen wollte, wich er immer aus – rhetorisch dabei glänzend, aber zunehmend mich und andere irritierend, denn da kam auf jedes gute Argument dann eine neue Volte, ein Schwenker in eine ganz andere Richtung etc.
Am Ende wurde er dann beim Thema Sexualerziehung im Kindergarten gesperrt.
Sörens Stil hatte mich einfach an den erinnert.

Interessant, was Du zu Deinem Blog sagst – und ich fürchte, Deine Vermutung könnte stimmen (man versucht, Dich “zu packen”) und ich würde Deine Gegner gar nicht mal im rechtsradikalen Sumpf verorten…..
http://consciouslifenews.com/paid-internet-shill-shadowy-groups-manipulate-internet-opinion-debate/1147073/
Wünsche jedenfalls Skipper Danisch weiter so klare Sicht!
Frohes Schaffen
C


Hadmut
21.9.2015 19:36
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@Christian:

> und ich würde Deine Gegner gar nicht mal im rechtsradikalen Sumpf verorten…..

Das meinte ich ja auch gar nicht, sondern dass die Angreifer versuchen, mich als rechtsradikal zu „verorten”. Also dass linke Gegner versuchen, mir rechtsradikales Zeug per Kommentar unterzuschieben.


Der/Anarchist
21.9.2015 13:21
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@ Christian

Man muss kein Klein-Hartlage sein, oder ein Gunnar Heinsohn, um über den Nutzen seines Faches zu referieren. Denn wie ich oben bereits schrieb, muss man unterscheiden zwischen den ernsten Arbeiten eines Geisteswissenschaftlers und den Universitäten. Da ich damals meinen Schwerpunkt auf die Geschichtswissenschaft legte, weiß ich den Nutzen und Vorteil dieser Wissenschaft, wenn man sich ernsthaft mit ihr auseinandersetzt. Theoretisch ist die Geschichtswissenschaft, soweit die Quellen das zulassen, in der Lage, jede Lüge eines Ideologen zu entlarven. Voraussetzung ist, dass man als Historiker diszipliniert arbeitet, selber nicht in Ideologie verfällt und eine ordentliche Arbeit abliefert.

Wer vorsätzlich lügt, hat sein Fach verraten.

Erst gestern las ich, dass VW falsche Daten in Bezug auf die Abgaswerte der Diesefahrzeuge ablieferte. Dieser Bereich gehört in die Ingenieurwissenschaften, Fahrzeugtechnik. Was ist daran besser?

Die Nahrungsmittelindustrie kauft sich “Wissenschaftler”, die aus den Naturwissenschaften kommen, um einwandfreie Studien herauszugeben,die beweisen sollen, dass ihre von Chemie vollgestopften Produkte gesund seien.
Aus derselben Ecke stammen die unzähligen Medikamente, von denen oftmals erst später die Menschen erfahren, welche Nebenwirkungen die wirklich haben (bekanntes Beispiel Heroin aus den Bayer-Werken).

Wie in jeder Wissenschaft kommt es darauf an, inwieweit die Standarts eingehalten werden. Ich selbst habe einmal einen grottenschlechten Aufsatz in Geschichte abgegeben (lustlos geschrieben), der weitgehend nur aus Paraphrasen bestand. Natürlich wurde der als ungenügend an mich zurückgegeben. Doch derselbe Professor, der mir meine Arbeit zurück gab, scheint gut damit klar zu kommen, dass die Gender Studies ein Bestandteil der Universität zu Köln geworden ist. DAS ist das Problem.

Aber ist dieses Problem nicht nur eines unserer Zeit. Bekanntlich wurden die Universitäten während des 3. Reiches gleichgeschaltet. Dennoch gab es auch während dieser Zeit Wissenschaftler, die ordentlich gearbeitet haben.

In meinen Augen ist es individuelles Versagen in Verbindung mit Geld. Feigheit und politische Arschkriecherei werden eben gut alimentiert.


Gästle
21.9.2015 16:56
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@Danisch:
>Meinen Sie, weil niemand hier Sie persönlich oder ihre Biographie kennt, seien Sie immun gegenüber Kritik und Unbeliebtheit?

Sie müssen sich jetzt zuerst mit seiner Biografie und seinem Lebenswerk lückenlos auseinander setzen um ihn kritisieren zu dürfen. Dann würden Sie als wissender Mensch auch erkennen, dass er eine Kapazität auf seinem Gebiet ist und seine Aussagen somit weder kritisch betrachtet noch kritisiert werden dürfen. Dazu wird es nicht kommen, denn kurz bevor Sie diesen Punkt erreichen wird er ein neues Hindernis aufbauen.

Eine Kapazität ist er schon, aber im elektrotechnischen Sinne, er erzeugt Blindleistung.

@Hader:
> die Toleranz vieler Blogbetreiber ist ausgesprochen gering geworden.

Ich sehe das eher anders herum: Hierzulande wird immer unredlicher gearbeitet. Dazu gehört auch das Niederbrüllen/ absichtlich falsch verstehen unbequemer Redner. Als Moderator kann man nur verlieren, entweder man lässt den Mist nicht durch und generiert damit das Zensurgeschrei oder man lässt den Mist stehen und verwässert damit den Informationsgehalt, bringt sich in ein schlechtes Licht und vergrault seine bisherigen Gäste. Das ist ganz mieser Stil.

>Warum muss denn jeder Kommentar immer “brauchbar” sein? Das ist ein Blog, kein wissenschaftliches Kolleg.

Es ist ein Blog mit einem gewissen Anspruch und nicht ein Stammtisch nach der 6. Runde lecker Pilschen. Sie kommen hier neuerdings her und geben sich größte Mühe die Kommentare auf Schwafelologen-Niveau herunter zu ziehen. Das nimmt hier die letzten Tage stark zu. Aber weshalb? Bisher wurde Hr. Danisch mit Missachtung und Totschweigen bedacht. Plötzlich wird er von Leuten wie ihnen heimgesucht. Entweder ist er auf einer heißen Spur oder es liegt am neu aufgemachten Fass Zuwanderung. Das ist jedenfalls ein Hort links-grüner Meinungsabschneider, dieses Vorgehen ist eine ihrer bevorzugten Taktiken. Keine Position beziehen, auf die man festgenagelt werden könnte. Sie haben nur vergessen die Belege gegen Ihre Ansichten abzuqualifizieren, da nicht aus der richtigen Quelle stammend.

Das war jetzt das erste und letzte Mal, dass ich mich mit Ihnen auseinandersetze.


Hadmut
21.9.2015 19:25
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@Gästle: DANKE!

Treffende Worte. Genau das ist die Situation. Ich merke sehr deutlich, dass in letzter Zeit einige Leute versuchen, das Blog zu zersetzen.


O.
21.9.2015 18:15
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Hadmut, Dein einseitiges Einschiessen auf die Geisteswissenschaften (auch Sozialwissenschaften?) ist nicht gerechtfertigt.
Daß Wissenschaft Schrott produziert ist auch in anderen Bereichen leider sehr verbreitet.

Dazu gibt es seit Jahren Artikel, nur sind die zu Dir wohl nicht durchgedrungen … oder Du nicht zu den Artikeln… was an Deiner einseitigen Fixierung Deiner Kritik liegt.

Aktuell gibt es dazu diesen Artikel:
http://www.deutschlandfunk.de/wissenschaftsmuell-wenn-forschung-nicht-haelt-was-sie.740.de.html?dram:article_id=330956

Es gibt aber zu dem Thema aber wesentlich mehr.
Das findet man allerdings nur, wenn man Fehler nicht nur in Fachgebieten aufzustöbern versucht, die man als einzigen Hort der Schrottproduktion ansieht.
An dem Punkt bist Du leider ideologisch.


Hadmut
21.9.2015 19:16
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@O.

> Hadmut, Dein einseitiges Einschiessen auf die Geisteswissenschaften (auch Sozialwissenschaften?) ist nicht gerechtfertigt.

Och nöh, nicht schon wieder das alte linke Standard-Gesabbel aus der Universalargument-Mottenkiste. Wer Muslime kritisiert, muss sofort auch Katholiken kritisieren. Wem Fisch nicht schmeckt, muss sofort tadeln, dass Fleisch auch nicht schmeckt.

Allein für diese dämliche Beschwerde müssten die Geistes-/Sozialwissenschaften nochmal separat den Hintern versohlt bekommen.

> Dazu gibt es seit Jahren Artikel, nur sind die zu Dir wohl nicht durchgedrungen … oder Du nicht zu den Artikeln… was an Deiner einseitigen Fixierung Deiner Kritik liegt.

Artikel zu mir nicht durchgedrungen?

Sag mal, geht’s noch? Hast Du Demenz oder was?

Was meinst Du eigentlich, worüber ich die letzten 15 Jahre geschrieben und langjährig noch das Blog Forschungsmafia.de betrieben habe?

Ich schreibe jahrelang über Kritik an den technischen Fächern, besonders Informatik, und dann kommst Du Knalltüte um die Ecke und meinst, das wäre noch nicht zu mir vorgedrungen?

Geisteswissenschafter, was?


Alexi
21.9.2015 19:50
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Wissenschaft darf, muss sogar Schrott produzieren. Die Theorien, die sich am besten widerlegen lassen, sind sogar die besten. Wie soll man Wissen generieren, wenn man Fehlschlägen systematisch aus dem Weg geht indem man sie nicht sucht? Was daraus entsteht nennt man nicht Wissen, sondern Ideologie. Wenn 80% der Studien sich nicht reproduzieren lassen, was heißt das für die restlichen 20%? Na? Allein schon die Überschrift ist idiotisch: Wissenschaft “verspricht” nichts. Erfahrungsgemäß reichen auch ungefähre Erklärungen, Approximationen und nicht-durchgängige Logikschlüsse oft aus, Modelle zu entwickeln die sich in der Realität als besser erweisen als das was man davor hatte und daher nützlich sind. Abgesehen davon hat man was zum weiterentwickeln.

Ich frage mich auch, ob ein “konkreter Nutzen” überhaupt eine zwingende Voraussetzung dafür ist, ob etwas wissenschaftlich ist oder nicht, so wie es die Bildunterschrift andeutet. Und wenn ja, bekräftigt das meine These, dass die Mathematik politisch ist, sie ist nämlich stark nutzenstiftend für die Ideologie, die Wachstum, die Vermessung der Welt usw. zum Ziel hat. Die Mathematik die wir betreiben ist nicht losgelöst von diesen Fragestellungen, sie hat sich wahrscheinlich genau dafür gebildet.

Wenn kein konkreter Nutzen vorliegen muss, kann man natürlich immer noch die öffentliche Finanzierung der Geisteswissenschaften kritisieren, aber nicht die Geisteswissenschaften ansich.


Gedöns
21.9.2015 20:59
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Die gegenwärtigen Ideologen mit tiefer Verwurzelung in der Soziologie begreifen ja nicht einmal die einfachsten Dinge mehr oder leugnen sie – angefangen beim „actio gleich reactio“. Die Gegner eurer kruden Thesen sind die Kinder, die ihr selbst geboren habt, aber am liebsten abtreiben wollt bzw. gewollt hättet!
Hier eine andere einfache Wahrheit:
https://www.danisch.de/blog/2015/09/17/merkels-entscheidung/comment-page-4/#comment-97839
Es geht um 1 +1 = 2, daß die Soziologen anzweifeln – jegliche Vergleiche mit Mathematik und Naturwissenschaften sind hier deshalb schon regelrecht grotesk.
Selbstvergleiche der Soziologen mit wirklichen Wissenschaften sehen schon – im eigenen Saft völlig unkritisiert – so aus, als daß irgendein überbezahlter Hauptschulpullerpubs schon mal den Einstein probt und z.B. entdeckt, daß – ich zitiere: „3 nicht größer als 2“ ist u.ä.
@Sören Hader
Es gibt keine Freiheit des Pullerpubsens.


Christian
21.9.2015 22:40
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Servus Hadmut,
okay, verstanden – hatte gedacht, Du würdest Deine Gegner tatsächlich im rechten Spektrum verorten – aber ich sehe, Du siehst es so wie ich.
Schon irre – wir laufen da in ein 1933-Redux rein – und keinen kümmerts, außer son paar Blogger im Netz…
Na denn – schönen Abend
C
@Gedöns: Schreibt man Pupsen nicht mit zwei P?? Bin aber selber unsicher- ich täusche mich auch beim Pabst immer wieder… 😀
A propos – hier die Strafanzeige gegen Ratzinger – wer sie noch nicht kennt:
http://www.kanzlei-sailer.de/papst-strafanzeige-2011.pdf
Ach – doch mit P, klar.
Päpstliche Grüße
C


Cargo Cult Science
22.9.2015 8:24
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@Alexi schrieb:»…bekräftigt das meine These, dass die Mathematik politisch ist, sie ist nämlich stark nutzenstiftend für die Ideologie, die Wachstum, die Vermessung der Welt usw. zum Ziel hat.«

Nicht die Mathematik ist politisch, sondern die Ökonomen sind es, welche sich aus dem Fundus der Mathematik bedienen, um ihre Ideologien pseudowissenschaftlich zu untermauern. Andererseits ist es die Mathematik, die beweist, daß das Wachstumsmantra auf tönernden Füßen steht.

Stichwort: Exponentielles Wachstum
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Exponentielles_Wachstum

Beispiel: Lösung der Zinsgleichung über lange Zeiträume
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Josephspfennig

@Alexi schrieb: »Wenn kein konkreter Nutzen vorliegen muss, kann man natürlich immer noch die öffentliche Finanzierung der Geisteswissenschaften kritisieren, aber nicht die Geisteswissenschaften ansich.«

Warum erfolgt dieser Schritt Japans ausgerechnet jetzt? Steht das Land vor finanziellen Sonderausgaben, wie Deutschland, was es nötig macht, den Rotstift anzusetzen? Nein, innenpolitisch sehe ich da keinen Grund; außerdem hätten sie es dann wohl auch so geäußert. Das Argument vom ›fehlenden konkreten Nutzen‹ ist ein politisches Statement, um das Anliegen auch ohne Krise plausibel zu begründen. Ist es aber auszuschließen, daß in Wahrheit ›um konkreten Schaden abzuwenden‹ gemeint ist?

Wie mag das, was gerade in Europa und insbesondere in Deutschland abgeht, auf Außenstehende wirken? Erster Impuls: Die sind jetzt völlig durchgeknallt. Zweiter Impuls: Wie konnte das passieren? Nun ist es durchaus weise, aus Fehlern Anderer zu lernen, weil dies einem eigene schmerzliche Erfahrungen erspart; man muß nicht die Hand auf die Herdplatte legen, wenn man den Nachbarn dabei beobachtete und die entsprechenden Schlußfolgerungen daraus zieht.

Betrachtet man zusätzlich das Tohuwabohu in den USA, insbesondere an den Universitäten, und sucht nach einer gemeinsamen Ursache, dann dürfte man zwangsläufig die Geistes”wissenschaften” finden. Darüberhinaus kann ich mir vorstellen, daß manches westliche Konzept im Fernen Osten prinzipiell auf Unverständnis stößt. Ideen wie ›schafft ABC-Denken eine Wirklichkeit… / …das XYZ wird als das negativ konnotierte „Andere“ konstruiert…‹ oder auch ›die unsichtbare Hand des Marktes‹ erscheinen ohne christlichen Hintergrund (allmächtiger Gott als Heiliger Geist) absurd. Auch die Genderideologie ist genaugenommen von einem (un)heiligen Geist durchwirkt, der vom weißen Dämon/Gott/Mann bis in’s Vokabular getragen, nun durch Sternchen und Unterstriche exorziert werden muß: Am Anfang war das Wort…

Es gibt also durchaus Gründe, die Geisteswissenschaften westlicher Prägung ansich nicht nur zu kritisieren, sondern sogar abzulehnen, wenn man in ihnen das Reservoir zivilisatorisch-kultureller Schädlichkeit sieht, und in deren Fakultäten die potentiellen Wespennester großflächiger Ausbreitung des rationalisierten Absurden.


EinInformatiker
22.9.2015 9:52
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>> Es gibt also durchaus Gründe, die Geisteswissenschaften westlicher Prägung ansich nicht nur zu kritisieren, sondern sogar abzulehnen, wenn man in ihnen das Reservoir zivilisatorisch-kultureller Schädlichkeit sieht, und in deren Fakultäten die potentiellen Wespennester großflächiger Ausbreitung des rationalisierten Absurden.

Ein sehr guter Kommentar und ein treffendes Fazit. Ich hatte die Meldung nicht gelesen und weiß nun nicht, wie ernst diese war. Ich hatte freilich Japan nie mit Sozialwissenschaft in Verbindung gebracht und hatte das was dieser Kommentar explzit sagt implizit dadurch zum Ausdruck bringen wollen indem ich meinte, dass eine traditionelle Gesellschaft wie Japan sie noch weitgehend ist eben auch keine Sozialwissenschaft benötigt (genauso wenig wie übrigens der Islam). Denn in diesen Gesellschaften hat alles seine Platz, weil Religion (Tradition)und Gesellschaft eins sind. In Japan freilich ungefährlich (egal wie man von außen dazu stehen mag), während der Islam sein System aggessivst aubreiten will. Und ja die Sozialwissenschaft konnten nur im Westen entstehen, denn nur das Christentum ist eine vollständig säkularisierbare Religion, so dann damit auch alle anderen Traditionen zur Disposition stehen können. Kaum jemand sieht dieses Dilemma. Aber es ist das was uns einerseits die größten Freiheiten beschert hat, aber anscheinend auch das Genick brechen wird, zumindest (West)Europa. Als mir der Werteverfall ao beginnend mit 1998 klar wurde dachte ich, es würde reichen wenn man persönlich seine Werte (auch als nicht traditionales Individuum) bewahrt (bzw. sie einfach hat, denn man kann sich nicht dazu zwingen). Ich hatte seltsamerweise nicht daran gedacht, dass der Werteverfall ja gerade auch durch die Politik mit beeinflußt sein mußte, zumal mit so um 98 auch klar wurde, dass die SPD die Schulen und die Bildung bereits ruiniert hatte.


CountZero
22.9.2015 10:27
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@Cargo Cult Science:
> wenn man in [den Geisteswissenschaften westlicher Prägung] das Reservoir zivilisatorisch-kultureller Schädlichkeit sieht, und in deren Fakultäten die potentiellen Wespennester großflächiger Ausbreitung des rationalisierten Absurden.

Respekt! Für die Formulierung schlage ich Dich für den lokalen Rhetorikmeister 2015 vor!


Knirsch der Hirsch
22.9.2015 10:50
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@Sören Hader
>Übrigens die Nutzbarkeit von Wissenschaft finde ich nur sehr schwer bestimmbar. Deshalb sehe ich das sehr kritisch, wenn man angeblich nur “nützliche” Wissenschaften fördern will<

Ich auch. Gute Ergänzung.

Selbst darüber, was ein Dialog sein könnte, scheinen Menschen sehr unterschiedlicher Ansicht sein zu können.
Als ich mal merkte, das es z.B. nur die wenigsten goutieren, wenn man
stets das gedankliche Gegenmodell zückt, war es fast schon zu spät.
Dabei entsprach das nur meiner Auffasung von Beitrag.

Und ganz sicher ist es so, das Beziehungen im nicht virtuellen
Raum noch etwas mehr als jene hypokomplexen Möglichkeiten des
virtuellen bieten, son'st könnte man sich z.B.auch
die ganze Geschäftsfliegerei für das persönliche Meeting sparen.


Gedöns
22.9.2015 19:21
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@Christian
„A propos – hier die Strafanzeige gegen Ratzinger – wer sie noch nicht kennt:
http://www.kanzlei-sailer.de/papst-strafanzeige-2011.pdf “//
Ooch, jetzt hat Hadmut schon wieder den Beruf verfehlt: Anwalt der Anklage. 🙂


Gedöns
22.9.2015 19:35
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Japan hat sich wohl einfach nur den Westen angeschaut und erkannt, daß die Soziologie zwangsläufig in den Genderismus abrutschen muß. Und Zerstörung der Familie usw. und damit zusätzliche Absenkung der Geburtenrate (Schnauze halten taqyya-Grüne – genau darin besteht euer fanatische Wille) wäre kontraproduktiv:
https://de.wikipedia.org/wiki/Japan#/media/File:Population_of_Japan_since_1872.svg


redlope
23.9.2015 5:04
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Stimmt zwar, dass man da sicher einiges ändern und auch vieels ausdünnen muss… bzw. die Studenten besser daran erinnern, dass die wenigsten von ihnen später mit ihrem Abschluss etwas anfangen können.
Allerdings sind Geisteswissenschaften im Vergleich eher preiswerte Fächer, brauchen nur Bücher und Räume und keine teuren Apparaturen.

Die Verachtung, die den “Schwafelfächern” so allgemein von den NaWi und anwengungsbezogenen Studienfächern entgegenschlägt, mißhagt mir. Dann droht Fachidiotentum und eine Gesellschaft, die nicht reflektiert über ihr Tun und die Richtung, die sie einschlägt.
Totalitäre Systeme schaffen gern GeWi ab oder legen ihnen ein enges Korsett um, da man ja “das Ende der Geschichte” erreicht habe.
Ds ist dumm, selbstgerecht und gefährlich.

Allerdings besteht auch kein Zweifel daran, dass an den staatlich alimentierten Unis sich selten etwas tatsächlich Bahnbrechendes im Bereich GeWi entwickelt hat. Zuviel Postengeschachere, zuviel eigener Saft, zuviel Elfenbeinturm, zuviel Feigheit, zuviel Wichtigtuer.

Ich habe 1989/90 in Frankfurt/M u.a. Politikwissenschaften studiert… und wer bekam von der Wende in der DDR zu allerletzt etwas mit und war danach wirklich “sprachlos”? – genau, der Fachbereich Politikwissenschaften.
Man hatte seit den 70ern im eigenen Saft geschmort und nur die ewig gleichen Themen und Theorien wiedergekäut und verfeinert und Hofschranzen angelockt.
Das war der Sommer als ich beschloss, dieses Studium aufzugeben.
Aber ich habe seither nicht das Lesen + Denken aufgegeben.
Und ein Forum dafür wäre wünschenswert.


Werner
23.9.2015 10:14
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@ Christian

> http://consciouslifenews.com/paid-internet-shill-shadowy-groups-manipulate-internet-opinion-debate/1147073/

Tja, so wird man Intenet-Millionär! Natürlich nicht als Schreiberling, sondern als Geld abgreifender Chef und Organisator. Bezahlte Meinung gibt es eben nicht nur für Kaffeemaschinen. Danke für den Link. Ist gut beschrieben.


Dirk S
23.9.2015 13:48
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@ Der/Anarchist

Erst gestern las ich, dass VW falsche Daten in Bezug auf die Abgaswerte der Diesefahrzeuge ablieferte. Dieser Bereich gehört in die Ingenieurwissenschaften, Fahrzeugtechnik. Was ist daran besser?

Das ist aber Entwicklungstätigkeit und keine Forschung. Und in der Entwicklung sind die Regeln völlig anders. Ich habe in beiden Bereichen gearbeitet und das was bei VW gelaufen ist, ist zwar eine Sauerei aber leider nicht völlig ungewöhnlich. Ist nicht alles Gold, was so in Entwicklungsstuben zusammengekleistert wird…

Entwicklungsfähige Grüße,

Euer Dirk


Genervt
1.10.2015 12:34
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“Mal abgesehen, daß das schon 200 Jahre her ist und nichts mit der momentanen Situation zu tun hat…”

Und genau um so einem hohlen Geblabber entgegenzuwirken, braucht es beispielsweise die Philosophie als universitäre Disziplin.” Wenn Sie eine Ahnung von Philosophie hätten, würden sie wissen, dass Hakuban Shimomura hier, wie Sie auch, eine utilitaristische Weltsicht haben, die mit Kant und übrigens auch mit unserer demokratisch-“Freiheitlichen” Grundordnung aber auch nichts gemein haben. Aber solche Feinheiten sind für einen “Praktiker” wie sie völlig unnötig. Hauptsache ich filtriere alles durch meine eigene ganz persönliche Weltsichtbrille. Was das für die Realität bringt? Da wechsele ich jetzt mal in die Sprachwissenschaft hinüber. Der Begriff “Nützlichkeit” ist per se durch eine Vielzahl von Merkmalen definiert. Sie persönlich und ihresgleichen, die hier gegen die “nutzlosen” Wissenschaften wettern, haben genau eine Definiton von “Nützlichkeit”. Zu glauben, dass dies jedoch die einzig nützliche wäre, zeugt nur davon, dass sie keine Ahnung von Sprache von Kommunikationsform haben.