Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Leichte Richtungsänderungen in der Presse?

Hadmut
20.8.2015 9:55

Zwei Pressemeldungen, die normalerweise feministisch zensiert worden wären, haben mich heute etwas erstaunt. [Nachtrag]

Der Tagesanzeiger schreibt darüber, wie absurd die feministische Zensur an den amerikanischen Universitäten inzwischen läuft.

Im amerikanischen Elfenbeinturm kracht es vernehmlich. Immer lauter werden die Beschwerden derjenigen, die an den Hochschulen eine gefährliche Mischung von Identitätspolitik und politischer Korrektheit beobachten. Ziel der neuen Bewegung sei es, «den Campus in eine Sicherheitszone zu verwandeln, wo junge Erwachsene vor Ideen und Wörtern geschützt werden, die ihnen Unwohlsein bereiten», so Lukianoff und Haidt. […]

Mitschuld an der vergifteten Atmosphäre trägt neben Social Media, auf denen bisweilen regelrechte Zensur-Mobs organisiert werden, auch die Obama-Administration. Sie verschärfte die Vorschriften zum Schutz von Frauen und Minderheiten an den Universitäten derart, dass sogar «nicht willkommene Sprache», etwa die Anmache einer Studentin durch einen Studenten, zum justiziablen Fall werden und die Uni in Schwierigkeiten bringen kann. Oft werden Hochschulen in diesem Klima zu Komplizen der Gedanken- und Sprachpolizei und laden zum Beispiel Redner wie IWF-Chefin Christine Lagarde oder Ex-Aussenministerin Condoleezza Rice nach Studentenprotesten wieder aus. Mindestens 120 Reden wurden seit 2009 auf diese Weise verhindert.

Bestrebungen, Studenten im Klassenzimmer zu schützen anstatt sie herauszufordern, seien «infantilisierend und anti-intellektuell», warnte die Vereinigung amerikanischer Uni-Professoren, ein Ende der politischen Korrektheit ist jedoch nicht in Sicht. Im Gegenteil: Zusehends werde die neue Zensur institutionalisiert, befürchten Greg Lukianoff und Jonathan Haidt.

Schält sich immer mehr heraus, dass wir uns in Obama massiv getäuscht haben und der nicht das ist, wofür wir ihn hielten.

Eigentlich hätte man Obama zur Rede vor dem Brandenburger Tor ein- und dann am Tag der Rede „wegen Protesten und politisch inkorrekter Sprache” wieder ausladen müssen.

Der Tagesspiegel schreibt gar über grassierende häusliche Gewalt gegen Männer.

Heute ist Udo Brehm einer von geschätzt einer Million Männern in Deutschland, die regelmäßig häusliche Gewalt erleiden. Jedes fünfte Opfer von Gewalt durch den Intimpartner, heißt es in der polizeilichen Kriminalstatistik, ist ein Mann. Es gibt Frauenrechtlerinnen, die sagen, man solle das nicht überbewerten, darunter seien Frauen, die sich nur wehren, weil sie selber geschlagen werden, manchmal erstatteten Männer auch Gegenanzeigen aus rein taktischen Gründen. […]

Rechtsmediziner sprechen von einem gängigen Muster. Frauen versuchen auf diese Weise, ihre physische Unterlegenheit auszugleichen. Die Hausfrau, die das Nudelholz schwingt – eine gewisse Komik verbindet sich mit diesem Bild.

Was mich daran erinnert, dass alle drei Fälle von häuslicher Gewalt, die ich in Nachbarschaften bisher bemerkt habe, von den Frauen ausging (zweimal haben sich Männer dabei allerdings erfolgreich gewehrt, einmal habe ich die Polizei gerufen, weil eine ältere Frau ihren altersschwachen, gelähmten und völlig wehr- und hilflosen Mann im Rollstuhl vermöbelt hat).

Ist aber bemerkenswert, dass solche Meldungen in unserer Presse überhaupt noch auftauchen.

Nachtrag:

Möglicherweise ist eine leichte Abkehr von der political correctness auch nur wieder eine neue Form des Opportunismus und Zeitgeistes. Im Tagesanzeiger gibt es noch einen Artikel über Donald Trump, in dem beschrieben wird, wie der sich ein ums andere Mal danebenbenimmt, ausgerechnet im bigotten Amerika, und trotzdem an Beliebtheit gewinnt – weil eine Mehrheit von Amerikanern die Schnauze voll hat von der political correctness.

Denn ihr Amerika, ihre amerikanische Kultur liegt unter Dauerbeschuss. «Heterosexuelle weisse und christliche Männer führten dieses Land, und haben das ziemlich gut gemacht», versucht Kevin Drum im Onlinemagazin «Mother Jones» das Denken der Trump-Wähler zu analysieren. Inzwischen aber «will jede Minderheit ein Stück vom Kuchen, und für ihre Probleme schieben sie die Schuld auf «weisse Überlegenheitskultur» oder «Vergewaltigungskultur» oder «Heterokultur», so Drum über die Nostalgiker.

Natürlich kommen auch Kriminelle aus Mexiko über die Grenze, darüber maulen aber darf niemand. Dass Islamisten 9/11 angerichtet haben, ist glasklar, doch ist keinem erlaubt, ein schlechtes Wort über Muslime oder den Islam zu sagen. Und jeder weiss, dass Afroamerikaner mehr Verbrechen als Weisse begehen, darüber zu reden aber ist tabu. «Ein gewisser Prozentsatz der Bevölkerung hat genug von der politischen Klasse und den Medien», weil sie sich stets politisch korrekt verhielten, meint der rechte Radiotalker Rush Limbaugh.

Dabei muss man zwei Umstände berücksichtigen: Nämlich den, dass unsere Medien Angst vor sinkenden Umsätzen und Leserverdruss haben. Und den, dass sie sich immer an den USA als Vorbild orientieren und das nachahmen.

Wenn also Journalisten im deutschsprachigen Kulturraum D/Ö/CH mitbekommen, dass die Leser in den USA keinen Bock mehr auf den Politmüll haben und deshalb dort die Medien verschmähen, könnte das – insbesondere durch Donald Trump – durchaus dazu führen, dass man hier die Pressefähnchen in einen anderen Wind hängt – wenn auch nur testweise.

34 Kommentare (RSS-Feed)

bn
20.8.2015 10:01
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Ich war neulich in der Notaufnahme rum. Dort wurde ein älterer Mann eingeliefert der von seiner Frau mit der Bratpfanne traktiert wurde, und sie ihn auch aus dem Fenster schmeissen wollte.

Alles hat nur gegrinst als der seinen Fall den Polizisten schilderte.

Wäre das eine Frau gewesen wären sie alle empört gewesen “Oh Gott wie schrecklich, die arme Frau, so ein Schwein als Mann,…”


Rechnungsprüfer
20.8.2015 10:42
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Gewalt gegen Männer nimmt im Alter zu. Das wissen alle, die sich mal mit dem Thema beschäftigt haben. Hilfsangebote gibt es für Männer kaum, schon gar nicht staatlich Finanzierte, wie es sie für Frauen gibt. Eigentlich wären dafür die Gleichstellungsbeauftragte zuständig, aber die werden da sicher nichts machen, weil sie sonst ihren Job verlieren, wie es in Gießen bereits passiert ist.


Fan der Antike
20.8.2015 10:54
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Ich denke nicht das die “Medien” in irgendeinerweise umschwenken werden. Donald Trump ist ein Medienhype wie Obama seinerzeit, voll durch kalkuliert und am Ende für einen Beobachter ein hundertprozentiges Produkt des Umstands, welcher im Gedanken zum Ausdruck kommt: “Es gibt nicht die Guten und die Bösen, es gibt nur die Bösen, aber manche von denen stehen auf unterschiedlichen Seiten”.

Es ist möglich das die Politiker wie in der Vergangenheit sichtbar, Aspekte und Taktiken des großen Bruders USA adaptieren, aber nüchtern betrachtet haben die Vorgänge in den USA nur den Effekt die Massen (die dumm genug sind sich darauf einzulassen, aber auch keine Wahl haben) zu beschäftigen, während es vorraussichtlich in Deutschland genauso laufen wird.


El_Mocho
20.8.2015 10:58
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Bei SPON werden zu Flüchtlingsthemen keine Kommentare mehr ermöglicht.

Offenbar bekommen sie allmählich mit, was im Land so läuft.


Manfred P.
20.8.2015 11:22
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Dass die Leute nach 25 Jahren P.C. die Schnauze gestrichen voll davon haben, stimmt doch aber.

Insofern gibt die Presse ein zutreffendes Bild von der Stimmungslage.

Die Sache ist ja auch, WIE man die Kritik äußert. Alles zu verbieten, was irgendwie entfernt beleidigend sein könnte, ist verrückt, aber deswegen ist das andere Extrem der Hetzpropaganda nicht in Ordnung.

Z.B. hörte ich letztens auf YouTube zufällig, weil von YouTube automatisch als folgendes Video abgespielt, die Pressekonferenz zur Vorstellung der dritten Gruppe von Astronauten.

Ein Reporter fragte: “Was there a negro boy unter the final applicants?” (War nicht der Fall.)

Klar, negro darf man heute nicht mehr sagen, aber das war in dne 1960ern noch üblich. Aber ist negro boy nicht ein bisschen des Guten zuviel, wenn man von Testpiloten redet?

Es ist doch auch ein Unterschied, wenn man fragt: “Haben Sie einen Türken in Ihrer Belegschaft” und “Haben Sie einen Türkenlümmel in Ihrer Belegschaft”.

Das erstere ist korrekt, das andere nicht, denn es beinhaltet eine Diffamierung. Und das sollte man nicht unbedingt dulden.

Wie gesagt, nicht umsonst sprachen die Römer von der goldenen Mitte.


[…] Leichte Richtungsänderungen in der Presse […]


Maxwell
20.8.2015 11:29
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@ Rechnungsprüfer

“Gewalt gegen Männer nimmt im Alter zu. Das wissen alle, die sich mal mit dem Thema beschäftigt haben.”

Ich würde eher sagen: Gewalt gegen pflegebedürftige Menschen, ganz unabhängig vom Geschlecht. Besonders im Zusammenhang mit Demenz kommt es da zu innerfamiliären Gewaltdynamiken wo eine Heimeinweisung für alle Seiten die bessere Lösung ist. Arbeite in dem Bereich, hab da schon viel gesehen.

Männer, die sich trotz meist deutlich überlegener Körperkraft schlagen lassen, verstehe ich nicht. Klar schlägt man niemanden der schwächer ist, speziell Frauen. Und klar: Als Mann ist man in der Regel nicht so empfindlich, man kann vielleicht bei Frauen über manche Dinge hinwegsehen die man von einem anderen Mann so nie hinnehmen würde. Aber in den geschilderten Fällen geht es schon um grundlegenden Selbstschutz. Man lässt sich nicht mit der Faust ins Gesicht schlagen, oder mit Gegenständen traktieren. Das ist viel zu gefährlich, auch wenn eine verhältnismäßig schwache Person solche Angriffe ausführt. Das da keine dem Selbstschutz dienende Aggression durchkommt zeigt mir, dass mit solchen Männern was nicht stimmen kann. Sind die auf Überlebensunfähigkeit konditioniert? Testosteronverarmt? Oder wissen die so wenig über Frauen, dass sie nicht begreifen, dass diese unter Umständen mal Führung oder Dominanz durch den Mann erfahren wollen? Das sie vielleicht eine Reaktion dem Mann abringen wollen, den sie vielleicht mehr als “Männlein” erleben?


anonKlaus
20.8.2015 11:45
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Die spannenden Zeiten kommen erst noch, denn diese verfettete, feminisierte und infantilisierte Gesellschaft wird den jährlichen Import von 1.000.000 Fachkräften aus kulturfremden Menschenfabriken kaum überleben.
Damit erledigt sich das homogene Deutschland und die amerikanisierung schreitet fort:
https://en.wikipedia.org/wiki/White_flight

Da wünscht man sich doch jemanden wie Connory im Hause Merkel:
https://www.youtube.com/watch?v=oo0d1zTAFKA


Gästle
20.8.2015 12:29
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OT: Die Botschaft der USA hat eine Ausschreibung für „Unterstützung im Bereich Social Media“ laufen: http://germany.usembassy.gov/about/contracts/
https://drive.google.com/file/d/0B4xHZbr3vgOmbkVIbWhPYllNVE9taVBCSXcyZlJLN2NNN0hn/view?pli=1

Es handelt sich um 8 Teilprojekte, u.A. Project 4 – Create a social media campaign each quarter focused on social issues, including:
LGBT rights; immigrants, integration, and tolerance; and Countering Violent Extremism (CVE).
Project 8 – Monitor external blogs and social media platforms where important discussions related to our Integrated Country Strategy (ICS) mission goals are taking place. Notify the Social Media Team when these discussions are taking place and provide recommended responses.
https://drive.google.com/file/d/0B4xHZbr3vgOmUFFSREFnaTR6ZFJoVG9QX3hqTGRBcDR3T2U0/view?pli=1

Ich finde es bemerkenswert, das solche Manipulationsaktionen derart offen angeleiert werden während gleichzeitig das selbe Vorgehen Russland vorgeworfen wird. Vielleicht bekommen Sie das hier auch einmal zu spüren, Ihre Äußerungen sind der transatlantischen Freundschaft nicht gerade zuträglich.


FocusTurnier
20.8.2015 12:51
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@rechnungsprüfer

Das war in Goslar (Monika Ebeling). Oder gab es auch was in Giessen?


Bärle
20.8.2015 13:16
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Ja, selbst die große Politik ist auf der Suche nach dem Verblödungsvirus. So suchen die Amis inzwischen öffentlich nach Trollfahndern, die sie vor Desinformationen schützen sollen.
https://drive.google.com/file/d/0B4xHZbr3vgOmbkVIbWhPYllNVE9taVBCSXcyZlJLN2NNN0hn/view


albjaga
20.8.2015 13:26
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@ Maxwell: Das Problem für die Männer, möglicherweise noch Väter, ist der Nachweis. Wenn er 185cm, 100kg, von ihr, 165cm, 50kg zuerst geschlagen wird, sich dann wehrt und sie bleibende Spuren hat ist der weitere Ablauf ganz einfach: Sie ruft die Polizei, er bekommt Platzverweis, die Kinder bleiben selbstverständlich bei der Mutter und er zahlt Unterhalt ohne eine Chance die Kinder wieder zu sehen. Dazu bekommt er noch ein Verfahren wegen Körperverletzung. Denn wer glaubt schon, daß die arme schwache Frau angefangen hat.
Also machen Männer das mit, allein schon der Kinder wegen.


Gerd
20.8.2015 13:37
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Trump sollte man nicht unterschätzen.

Nach mehreren Hass-Artikeln in der deutschen Systempresse, ist es ganz still geworden. Denn die haben behauptet, dass der bald weg vom Fenster ist. Das Gegenteil ist der Fall. Besonders beliebt bei Frauen, aber auch bei Männern zieht er allen Konkurrenten davon.

Wenn der das PC-Unwesen in den USA beendet, hat das auch Auswirkungen auf Deutschland. Irgendeiner muss mal den Anfang machen.

Trump macht vernünftige Einwanderungspolitik und will sich auch mit Putin arrangieren. Vielleicht hat der linksradikale Spuk bald ein Ende.


Ceo
20.8.2015 14:00
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Obama bestätigt halt die Vorurteile was man gegenüber Schwarzen hat.

Infantil, Primitiv, Anti-Intellektuell, Agressiv, Gewaltätig, mit Zweierlei Maß messen, Realitätssinn verloren, Antisozial…

“Ich liebe schwarze Menschen, aber ich hasse Nigger!” – Chris Rock

…dan diesem Satz ist mehr Wahrheit dran, als es Linken und Rechten lieb ist!


Maxwell
20.8.2015 14:05
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@albjaga

“Problem für die Männer, möglicherweise noch Väter, ist der Nachweis. Wenn er 185cm, 100kg, von ihr, 165cm, 50kg zuerst geschlagen wird, sich dann wehrt und sie bleibende Spuren hat ist der weitere Ablauf ganz einfach:”

Stimmt, noch dazu tendieren Frauen stärker zu Verletzungen und blauen Flecken, auch wenn der Mann nur abwehrt. Aber wenn sich ein Muster der Gewalt abzeichnet, dann kann etwas dagegen unternommen werden. Smartphones z.B. haben phantastische Aufzeichnungsfunktionen. Im Netz gibt es Videos von Leuten die angegriffen und provoziert werden, dabei ganz cool reagieren während der Angreifer (nicht selten Frauen) sich selbst demontiert. Sowas hilft.

Davon abgesehen kann es helfen zu bluffen, indem man besonderen Radikalismus simuliert: Wenn das kleine Zornbündel auszuckt kann man mal ganz ruhig aber mit größtem Nachdruck und physischer Präsenz klar machen, dass man – so ein bestimmter Punkt überschritten wird – für nichts mehr garantieren kann und ungeachtet aller Konsequenzen massivste Schritte einleiten wird. Sofern das Gegenüber noch einen Funken Verstand besitzt wird es einlenken – das ist quasi das beziehungstechnische Äquivalent zur nuklearen Abschreckung.

Durch solche Ansätze zieht man unmittelbare Grenzen, zeigt das man sich zu helfen weis. Auch wenn man einstecken musste wird man so nicht zum Opfer. Bullies oder Leute mit entsprechenden Tendenzen geben nämlich auf, wenn sie auf harten Widerstand stoßen. Gefährdet sind dann freilich die nächst Schwächeren, z.B. die Kinder, betagte (Schwieger-)Eltern usw.

Mittel- und längerfristig sollte man dann natürlich daran arbeiten, die Beziehung wieder in ruhigere Gewässer zu bringen. Liebe, Respekt und so tolle Sachen halt. Unter Umständen müssen gewisse Stressfaktoren oder sogar medizinische Faktoren angegangen werden. Ich denke nicht das man physische und psychische Gewalt überdramatisieren sollte. Solche Probleme können behoben werden.


Jan Lul
20.8.2015 14:19
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“Männer, die sich trotz meist deutlich überlegener Körperkraft schlagen lassen, verstehe ich nicht. […] Das da keine dem Selbstschutz dienende Aggression durchkommt zeigt mir, dass mit solchen Männern was nicht stimmen kann.”

Frauen, die den Mann geschlagen haben, dürfen trotzdem die Kinder behalten, und beziehen weiter Alimente.
Männer, die die Frau geschlagen haben, werden vollautomatisch durch die Justizmühle gedreht, dürfen ihre Kinder nicht mehr sehen, müssen aber weiterzahlen.

Ein Hämatom an der Frau reicht.


JohnDoe15
20.8.2015 14:42
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Ich denke die Schreibhuren haben Angst um ihre Umsätze. Noch mehr Angst haben sie vermutlich vor dem Verlust der Deutungshoheit ihrer veröffentlichten Meinung. Deswegen halte ich den Schwenk nicht für echt. Das sieht mir wie ein Versuch aus sich zu läutern und demontrativ zu zeigen “Wir berichten doch?!”. Man kann es aber auch wie netzpolitik.org machen und die “alternativen” Inhalte abgrasen. Das ist dann alter Wein in neuen Flaschen. Solange die Flasche nur hip ist kümmert der Geschmack des faulen Weins nicht.


BananenHund
20.8.2015 15:18
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Männer, die sich trotz meist deutlich überlegener Körperkraft schlagen lassen, verstehe ich nicht. Klar schlägt man niemanden der schwächer ist, speziell Frauen. Und klar: Als Mann ist man in der Regel nicht so empfindlich, man kann vielleicht bei Frauen über manche Dinge hinwegsehen die man von einem anderen Mann so nie hinnehmen würde.

Du hast das wahrscheinlich noch nicht selbst erlebt. Ich habe (Helfersyndrom) dummerweise meine damalige Freundin bei mir einziehen lassen, bei der nach und nach eine schwere Borderline-Problematik deutlich wurde. Also Gewalt nicht in Sachen “sich selbst ritzen” sondern mich verhauen.

Es wurde immer schlimmer. Zunächst kommt man da noch mit der Körperkraft gegenan. Aber die “Waffen” wurden fieser. Es ging zunächst los mit “Noch drei Ohrfeigen, und ich schlage zurück … drei … zwei … Zack!” – hab sie direkt unter dem Rippenbogen getroffen. Da bleibt jedem erstmal die Luft weg. Ging noch. Ist wieder runter gekommen.

Dann kam’s so weit, dass ich eine fuchtelnde Furie (in der einen Hand ein Locher, in der anderen Hand ein Schuh) mit ausgestrecktem Arm von meinem Gesicht fernhalten musste. Sie hat sich voll mit ihrem Hals auf meinen Arm gestürzt und wollte dann die Polizei anrufen, weil ich sie angeblich gewürgt hätte. Die roten Stellen hätten Ihr recht gegeben.

Irgendwann habe ich mich einfach nur noch in mein Büro eingesperrt, damit ich nachts nicht wachgeprügelt werde. War gar nicht toll, sich in der eigenen Wohnung nicht mehr sicher zu fühlen.

Ist glücklicherweise glimpflich ausgegangen, ich hab ihr ne Wohnung gesucht und die Kaution gezahlt. Eigentlich würde ich sagen “Ich Vollidiot”. Aber wenn ich darauf vertraut hätte, dass es gerecht hätte laufen KÖNNEN, wäre ich gekniffen gewesen.

Sozial geächtet und der Arsch auf ewig. Da hab ich’s lieber teuer werden lassen.

Ernsthaft – Wenn Du ein Mann bist, der sich nur schützt – nicht einmal wehrt – hast Du verloren. Punkt.


Beelzebub
20.8.2015 16:02
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@ Manfred P.

Das Wort “negro” war bis in die 1960er nicht nur bei Weißen (die ja bekanntlich alle latente Rassisten sind) üblich.

Auch Martin Luther King hat dieses oh so böse Wort in seiner bekannten Rede – “I have a dream” – nicht weniger als 15 mal verwendet.

War Martin Luther King also in Wahrheit ein verkappter Rassist?


hans
20.8.2015 16:16
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Ich habe in Costa Rica drei Anzeigen wegen haeuslicher Gewalt beommen, immer von meiner Ex-Frau. Am Anfang wurde ich von der Polizei misshandelt und aus meinem eigenem Haus geworfen, das mittlerweile meine Ex besitzt. Sie hat mich spaeter noch zweimal angezeigt. Und niemals, nie nie nie, war von Schlaegen die Rede, nur “er ist gefaehrlich, er beschimpft mich, er bedroht mich”. Obwohl die aelteste Tochter und die direkten Nachbarn zu meinen Gunsten aussagten, blieb es dabei, ich war auf einmal ein Gewalttaeter, der in den Knast muss wenn er sich der Ehefrau oder Exfrau naehert.
Ich war zerstoert und verstoertund hauste wie Dreck ein Jahr aufder Strasse, voellig verweifelt. .
Jetzt, 5 Jahre spatere, bekam ich meine 4. Anzeige,weils meine Ex stoert, dass die Tochter ein gutes Verhaeltnis zu mir hat. Ich haette sie,die Ex, auf der Strasse (!) beschimpft und bedroht. Haeusliche Gewalt!
Es war das erste mal, dass ich gewonnen habe. Es war eine Richterin. Die sagte, ein Mann, der eine Frau mit 6 Kindern heiratet, kann nicht schlecht sein.
Dennoch, es herrscht Rassismus gegen Maenner.


LeLiLu
20.8.2015 16:23
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@Rechnugsprüfer: Name the oxymoron:
“Eigentlich wären dafür *die* Gleichstellungsbeauftragt*e* zuständig”


Pete
20.8.2015 17:36
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Zu Hadmuts erstem Zitat irgendwie passend:
http://www.heise.de/tp/artikel/45/45752/1.html

Man wird es noch weit bringen…


Manfred P.
20.8.2015 18:09
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@Beelzebub

Ich sag ja, “negro” war noch üblich, aber “boy” war früher die übliche Anrede für einen Sklaven. Das muss dann echt nicht sein.

Chuck Yeager berichtet, dass es einen schwarzen Testpiloten gegeben hat, der aber den Cut nicht geschafft hat.

Also sagte Yeager der NASA: “Wenn ihr den schwarzen Piloten wollt, dann müsst ihr auch alle anderen nehmen, die besser qualifiziert sind!”

Das wollte die NASA dann nicht. Der schwarze Testflieger wollte Yeager daraus einen Rassismus-Strick drehen, zumal er aus West Virginia stammt. Da ist Yeager dann so richtig pissig geworden, denn er hat sich ja für den Schwarzen eingesetzt, ihm Nachhilfe geben lassen, wollte aber die besser qualifizierten Piloten nicht abfucken.

Jedenfalls hatte man damals ein Einsehen, dass da kein Rassismus am Werke war.


Ceo
20.8.2015 19:20
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Eine Warnung an alle Männer!

@ BananenHund

Wieso lässt man sich mit Borderlinern ein??!

@ hans

Wieso lässt man sich mit Niggern ein??!

Seit ihr beide noch ganz bei Trost?! Ich hab ne ganze weile in einer geschlossenen Psychatrie gearbeitet und hab beides erlebt!

Vorallem weder das eine noch das andere ist heilbar! Vergesst es einfach!

Ich will nicht sagen “Menschenmüll”, aber es kommt in der Praxis einfach sehr nahe ran…

Eine Warnung an alle Männer!

[Hinweis des Blog-Inhabers: Sorry, der Dreck ist mir durchgerutscht, als ich das in der U-Bahn auf der fehlerhaften App moderiert habe.

@Ceo: Ich will solchen Dreck hier nicht haben. Du fliegst hier raus. Und wenn jemand wie Du so explizit Spaß dran hat, Leute als „Nigger” zu bezeichnen, dann hat man entweder einen enormen Dachschaden und gehört zur Kategorie Charaktermüll der übelsten Sorte – oder ist eine Medienagentur, die mir hier das Blog versauen will. Egal, was von beidem: Ich lasse mir hier nicht ins Blog kacken.

Warum können sich die Leute nicht zivilisiert artikulieren?]


Maxwell
20.8.2015 19:47
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@ BananenHund

“Du hast das wahrscheinlich noch nicht selbst erlebt. Ich habe (Helfersyndrom) dummerweise meine damalige Freundin bei mir einziehen lassen, bei der nach und nach eine schwere Borderline-Problematik deutlich wurde. Also Gewalt nicht in Sachen “sich selbst ritzen” sondern mich verhauen.”

Ich habe meine Erfahrungen. Es geht darum das man a) Beweismaterial schafft (Audi/Video) welches schon im Vorfeld der Absicht zur Lüge das Wasser abgräbt b) maximale Selbstbeherrschung in der Situation, Souveränität c) konsequenter Selbstschutz bis hin zu adäquater Gegengewalt

Sich nicht zu wehren weil man die mehr oder weniger voreingenommene Polizei und Justiz fürchtet bringt rein gar nichts. Das ermutigt notorische Gewalttäter(innen).

Was mich erstaunt: Polizei und Justiz sind oft extrem ineffektiv wenn es darum geht wirkliche Gewalttäter, gerade auch männliche, aus dem Verkehr zu ziehen. Je böser um so dauerhafter verursachen solche Typen enorme Probleme. Ich vermute auch die trauen/können sich vor allem dann durchgreifen wenn der Mann hinreichend “systemkonform angepasst” erscheint/verhält. Ist aber nur mein Eindruck.


Rainer
21.8.2015 1:02
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Häusliche Gewalt ist zwischen Männern und Frauen gleich verteilt. Wenn man genauer hinschaut überwiegt die weibliche Gewalt.

Die folgende Literaturliste untersucht 343 wissenschaftlichen Untersuchungen; 270 empirische Studien und 73 Bewertungen und / oder Analysen. Die Ergebnisse zeigen, dass Frauen in sozialen Beziehungen gewalttätiger Männer sind.
http://www.csulb.edu/~mfiebert/assaults_bib343_201307.doc

Da nicht jeder .doc Dokumente lesen kann habe ich ein PDF daraus gemacht:
http://www.wgvdl.com/wp-content/uploads/assaults_bib343_201307-DE-Titel.pdf

Das ist aber keine Erscheinung der Neuzeit. Die Fakten sind lange bekannt.

Aus einer Opferbefragung des Frauenministeriums 1992 geht hervor, dass die eigentliche Opfer häuslicher Gewalt ältere Menschen und vor allen Dingen Kinder sind. Die Studie war leider nicht lange online. Zum Schluss haben sie Papierkopien verschickt weil das PDF alle war!

Opfer damals waren:
Männer 214.000
Frauen 246.000
Ältere 340.000
Kinder 1.400.000

Zusammenfassung hier:
http://www.wgvdl.com/frauengewalt-gegen-kinder


Hadmut
21.8.2015 10:02
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> Zum Schluss haben sie Papierkopien verschickt weil das PDF alle war!

Gute Güte!


Werner
21.8.2015 1:38
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> Schält sich immer mehr heraus, dass wir uns in Obama massiv getäuscht haben und der nicht das ist, wofür wir ihn hielten.

Getäuscht wurden. Den Friedensnobelpreis erhielt er als Vorschußlorbeeren für das, was er ganz bestimmt noch tun würde

https://de.wikipedia.org/wiki/Friedensnobelpreis#Nominierung_und_Vergabe

– und wofür wir ihn also halten sollten. Also keine Kritik, bitte, ja? Er war bestimmt der Erste, der international dafür ausgezeichnet wurde, als was er geboren wurde. Man hätte nach der Logik auch JF Kennedy dafür auszeichnen können, daß er als katholischer Ire das selbe Amt erreichte. Aber damals war man wohl noch nicht so weit 🙂


Werner
21.8.2015 1:41
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Wie heißt nur das Wort, das ich suche? Ach ja: Vor-Urteil.


Werner
21.8.2015 1:45
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Für’s leichteres Verständnis der Einschätzung des Vergleichs:

http://www.jfklibrary.org/JFK/JFK-in-History/JFK-and-Religion.aspx


LeLiLu
21.8.2015 17:10
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@Ceo:
Aber sonst noch ganz klar im Hirn? Oder hat die Arbeit so abgefärbt?
Nur weil Du ein paar Schwarze (oder wie man sie heute nennen muss) *in*der*Psychiatrie* kennenlerntest verurteilst Du nun pauschal Schwarze? Auch noch als “Nigger”?!
Was bist Du? Genetisch und auch sonst überlegener Arier? Besserdeutscher? Oder nur ein kleines selbstgerechtes A…loch?

Ceo schrieb:
>Wieso lässt man sich mit Niggern ein??!

>Seit ihr beide noch ganz bei Trost?! Ich hab ne ganze weile in einer
>geschlossenen Psychatrie gearbeitet und hab beides erlebt!


Hadmut
21.8.2015 19:32
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@LeLiLu:

Ich bitte um Nachsicht, dass mir der Dreckskommentar durchgerutscht ist. Ich hab das oben entsprechend kommentiert.


Hustenstorch
23.8.2015 11:00
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Richtungswechsel? Nee der Zensor war pinkeln.


Knirsch der Hirsch
24.8.2015 21:13
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Interessante Diskussion,
konnte allerdings die aufkeimende Thermik zwischen einigen
Beteiligten nicht recht zuordnen.
Eventuell hat sich da jemand einfach nur im – zum Glück – historischen Wortgebrauch verkalkuliert, für seine
Darlegungen von gesellschaftlichen Entwicklungen ?

Jendenfalls fehlt mir noch das hinreichende Gefühl, aus den
hier von einigen formuliertem gleich einen Charakter
destillieren zu können.

Was ich sagen will: Das Prinzip “Opfergeschichten herstellen” ist
mir von Seiten unserer überaus tatkräftigen, östrogenblasierten Existenzbegleiterscheinungen nur allzu bekannt,
und ich fände es äußerst legitim, wenn dem endlich mal eine
angemessene Ausdrucksform gegenüberstände.
Gerecht wäre es aus meiner Sicht z.B. wenn Falschbeschuldigungen
mit exakt dem gleichem Strafmaß geahndet würden,
wie die entsprechende vermeintliche Straftat.

Und nicht nur so irgendwie aktuell justizlich.
Ist ja nicht zum aushalten.
Aber, auch unseren derzeitigen enormen Deppen im entsprechenden
Ministerium wird man wohl auch dafür nicht gewinnen können.
Gut, das es Blogs wie diesen gibt, sonst kommt man sich
ja bald echt nur noch vor wie der Mann im Mond.
Contenance, Leute.

Und noch ein Themenwechsel, den die fantastisch inferiore Heidi Klum
neulich bei mir …triggerte…, in ihrem von aller Welt als
ach so humorvoll betrachteten Wortwechsel mit Donald Trump:
Was sagte sie zu ihm, zwischen den Zeilen ?
Er wäre ein Phädophiler ?

Lustig. Umgekehrt wieder mal “nicht vorstellbar”
Wo leben wir ? Da leben wir.