Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Spenden ist schwer…

Hadmut
19.8.2015 12:07

Herrje. Ist das schwer, politisch korrekt Gutes zu tun.

Man solle spenden, heißt es. Nicht nur Geld, sondern auch Sachgüter.

Sogar die Berliner Stadtreinigung empfhielt auf ihren Webseiten, doch mal zu überlegen, welche Dinge man spenden kann, bevor man sie wegwirft. Eigentlich eine tolle Idee.

Ich habe auch – bedingt durch die Umzüge und die berufs- und persönlichkeitsbedingte Ansammlung von zuviel Krempel, den man nicht mehr braucht, aber auch veränderte Lebensgewohnheiten schon einen Haufen Zeugs gespendet. Als ich noch in Unterföhring wohnte, gab es dort auf dem Wertstoffhof eine Sammelecke, in der man brauchbare Dinge jedweder Art abstellen und sich auch daraus was nehmen konnte. Da habe ich vieles abgestellt, nachdem ich mich mal sehr gefreut habe, dass ich mit einer originalverpackten und unbenutzten Eismaschine einem Familienvater mit wenig Geld eine Riesenfreude bereiten konnte, weil ich das Ding eh nicht mehr verwenden konnte, denn nach dem Umzug hatte ich einen kleineren Kühlschrank, in den das Ding nicht hineinpasste.

In Berlin gibt es ein (Pseudo-)Kaufhaus, das von Sachspenden lebt: Die Dinge werden billig an Bedürftige verkauft, gleichzeitig wird irgendwelchen Leuten mit persönlichen Problemen durch leichte Verkäufertätigkeiten wieder ein langsamer Einstieg in ein Berufsleben gebaut. Da habe ich auch schon zwei Autoladungen voll Zeugs abgegeben.

Aber manchmal kommt man sich dann doch nur verarscht vor.

  • In einer Gemeindebibliothek hieß es, Buchspenden würden sehr gerne angenommen. Also habe ich da mal zwei große Kisten Bücher hingefahren. Wollten sie nicht. Würden sie sowieso nicht in den Bestand aufnehmen, sondern Buchspenden würden auf dem Flohmarkt verhökert, um dann vom Erlös neue Bücher zu kaufen. Sie hätten aber schon zuviel.
  • Ebenfalls in einer Gemeinde hieß es, sie unterhielten ein Möbellager für Bedürftige. Man solle brauchbare Sachen doch bitte, bitte spenden. Habe ich vor einem Umzug, bei dem ich Möbel nicht mitnehmen konnte (hat sich nicht gelohnt, weil Transport einmal durch Deutschland und mehrmonatige Einlagerung mehr kostet, als die Möbel wert waren), tun wollen und angeboten. Nöh, keine Lust, ihr Lager wäre voll. Also ist mein genial bequemer Bürosessel in der Werkstatt des Hausmeisters gelandet, und der Rest auf dem Sperrmüll.
  • Heute ist gerade der dritte Versuch gescheitert, zwei ältere, aber völlig intakte PC (immerhin mit Dual-Core und 4GB RAM, Festplatten, ein CDROM, HDMI-/DVI-Ausgang) und zwei ältere LCD-Bildschirme zu spenden. Jo, alle schreiben und bitten sie, man möge doch bitte brauchbare PC spenden. Eine Schule für sozial Benachteiligte: Bettelt um Spenden, aber wenn man anbietet, kommt keine Antwort. Nicht interessiert. So eine allgemeine Stelle für Spenden zugunsten armer Leute: Nöh, die wollten sie auch nicht. Dritter Versuch bei einer Stelle, die benachteiligte Kinder mit Zeugs versorgt, und ebenfalls auf der Webseite um PC-Spenden bittet: Schroffe Antwort, nöh, könnten sie nicht abholen. Dabei wollte ich sie nicht mal abholen lassen, sondern hätte sie noch hingefahren.

Mir geht dieser Spenden-Krampf inzwischen auf den Sack.

Klar, die Zustände entstehen, weil viele das Spenden als eine Methode missbrauchen, kostenlos ihren Müll abholen zu lassen. Wegfahren oder abholen lassen kostet bei korrekter Entsorgung ja Geld, und man sieht ja, wieviel Sperrmüll einfach irgendwo abgestellt wird. Da kommen sicher viele auf die Idee, ihren Müll einfach zu „spenden”.

Aber wenn sie die Sachen nicht wollen, dann sollen sie halt aufhören, auf Webseiten darum zu bitten. Und wer’s dann nicht nötig hat, Gebrauchtes anzunehmen, ja der soll dann halt neu kaufen.

Mir wird das langsam zu blöd. Ich werde meine Sachen, die mir im Weg rumstehen, auch wenn sie noch brauchbar sind, künftig einfach wieder zum Müll (Wertstoffsammelhof) fahren. Mit Schlenker zum Billig-Kaufhaus, das liegt auf dem Weg. Sollen die sich nehmen, was sie wollen. Ich habe die Zeit nicht, jedem noch hinterherzurennen und zu fragen, ob er PCs geschenkt haben möchte.

Mir geht dieser Gutmenschen-Krampf inzwischen sowas von auf den Wecker.

47 Kommentare (RSS-Feed)

Ceo
19.8.2015 12:15
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Vorschlag:

High End Computer, Bücher, Koran, Bibeln, intakte Möbel,etc. etc. etc.

…EINFACH DEM SATAN SPENDEN! —> V E R B R E N N E N

Das dann noch filmisch auf Youtube stellen und es gibt auch noch eine Klickorgie, weil man ja pöse pöse war… Youtube aber zahlt aber umso besser, umso mehr Gutmenschen an der Tastatur Amok laufen! 🙂

Ein Plusgeschäft! Finanziell und Pluspunkte bei Satan… Herr Danisch! Man weiß nie wann man beides mal brauchen kann! 😉 *ggg*


Ceo
19.8.2015 12:46
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@ Herr Danisch

Entschuldigen Sie das ich das hier rein schreibe, aber haben sie das gesehen?

http://www.rtdeutsch.com/27909/der-fehlende-teil/netzpolitik-org-alles-nur-heuchelei/

(In Anlehnung)an Ihren Beitrag nehemen die Netzpolitik.org ja regelrecht auseinander! Das bestätigt alle Vorwürfe und Verdächtigungen die sie bisher in ihrem Post hatte! 😉

Das ist der Hammer der RT Beitrag! 😀


derdiebuchstabenzaehlt
19.8.2015 12:47
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@ Hadmut

Das mit den Buchspenden kann am Alter der Bücher liegen, alte Rechtschreibung und politisch nicht zeitgemäß. War aber beim Büchervernichtungseintrag schon Thema.

Allerdings ist es schon eine Frechheit, zu Spenden aufzurufen und dann die Spendenwilligen abzubügeln.


Monika
19.8.2015 13:00
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Ja, ist schwer – hier am Lande auch. Das Lagern ist das Problem. Wir haben in der Kreisstadt jemanden, der kommt aus Bulgarien und sammelt Sachen – nicht nur für Bulgarien, wo er sie einmal im Jahr hinfährt, Bedürftige können auch dort abholen. Dennoch muß er hie und da Annahmestop machen. Halle voll. So was nennt man Überflußgesellschaft.
Man bräuchte so eine Onlinebörse, so eine Art ebay zum Verschenken – gibt es ja schon, ebay kleinanzeigen. Evtl könnte man so was aber nur für “zu Verschenken” aufziehen und nicht kommerziell.
Zu den Rechnern – evtl braucht mein Neffe einen, der wohnt in Berlin, ich frage ihn mal.


Johanna
19.8.2015 13:14
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Hatte ich vor ca. fünfzehn Jahren (noch zu DM-Zeiten) auch mal: Wir hatten ein altes Bett aus dem Kinderzimmer meiner Tochter, so eins typisch für die siebziger Jahre. Unten eine Holzbox zur Aufbewahrung von Bettwäsche oder sonstigem Krimskrams, über einen klappbaren Federmechanismus darüber eine fest angebrachte solide Federkernmatratze. Das ganze bespannt mit einem groben roten (siebziger Jahre!) Stoff; Grundform eines in die Länge gezogenen Pilzes. Die älteren kennen solche Gestelle sicher noch.

Das Bett war in einem einwandfreien Zustand, die Federn hart und an ihrem richtigen Platz, durch Matratzenschoner und Auflage auch extrem sauber. Stand davor ca. 15 Jahre unbenutzt herum und unsre Tochter wollte es nicht mehr, zumal man es ihr in die USA hätte schicken müssen.

Bei uns bittet eine sogenannte “Nachbarschaftshilfe” im gesamten Landkreis um Möbelspenden. Die haben auch eine Art Sozialkaufhaus. Mein Mann hat dort angerufen und gefragt, ob die so ein altes und nicht mehr zeitgemäßes Teil überhaupt wollten, was zunächst freudig bejaht wurde.

Irgendwann standen dann zwei Personen vor der Tür, dem Auftreten und Aussehen nach irgendwo zwischen Hermes-Paketbote und Serienverbrecher. Jedenfalls nicht den etablierten Umgangsformen entsprechend. Die nahmen das Bett unter die Lupe, rümpften die Nase und sagten nicht mehr als: “Äääh, neee…”, setzten sich in ihren Nachbarschaftshilfe-Lkw und fuhren weg.

Also haben wir das Ding bei der nächsten Sperrmüllabfuhr auf den Hof gestellt (das war noch zu einer Zeit, als nicht jeder einzeln seinen Sperrmüll anmelden musste). Am Abend klingelt es an der Tür und ein Herr mittleren Alters im Anzug steht mit gezückter Visitenkarte vor der Tür. Er sei Tischlermeister und Antiquitätenhändler, ob er uns wohl das schöne Bett aus den Siebzigern da draußen abnehmen dürfe. Er war sogar bereit, 50 Mark dafür zu bezahlen und war sich sicher, dass er nach einer Reinigung und ein paar Ausbesserungen dafür einen Kunden finden werde. Wir haben es ihm dann geschenkt.

Heute kommt bei uns ALLES, was noch verwertbar erscheint, auf E-Bay-Kleinanzeigen. “Zu Verschenken für Selbstabholer.” Und davon gibt es reichlich. Man lernt viele nette Menschen kennen, die mit diesen Sachen etwas anzufangen wissen oder bei älteren Dingen sogar etwas interessantes zur Geschichte des Teils sagen können.


Axel Kugler
19.8.2015 13:20
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Ist mir auch letztens so ergangen. Ich habe mal wieder meinen Kleiderschrank ausgemistet, und dabei etwa 4 Säcke noch tadellose T-Shirts, Hemden und Jeans zutage gefördert. Ich wollte das ganze nun lieber direkt bei einer Flüchtlingsunterkunft bei uns abgeben, damit es ohne viel Bürokratie oder Umwege (Caritas-Altkleidersammlung) an die Flüchtlinge vor Ort verteilt werden könnte. Nachdem ich 2 Tage lang fruchtlos herumgesucht und -telefoniert habe, ging es doch letztendlich in die Altkleidersammlung- Klappe zu und Goodbye Charity Event.

Find ich persönlich sehr schade, wenn es einem unnötigerweise so schwer gemacht wird zu helfen. Traurigerweise passt die kafkaeske Bürokratie voll ins Bild unserer gesamtdeutschen Flüchtlingspolitik


DrMichi
19.8.2015 13:26
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Unbegreiflich das mit den Rechnern. Planet13 würde sich hier die Finger lecken, wenn jemand alte Arbeitsgeräte mit 4GB Ram abgäbe. Und lange täten die auch nicht herumstehen, vielleicht zwei Stunden oder so. Selber erlebt.

Muss an der Stadt liegen.


Dirk S
19.8.2015 13:56
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@ derdiebuchstabenzaehlt

Allerdings ist es schon eine Frechheit, zu Spenden aufzurufen und dann die Spendenwilligen abzubügeln.

Auch bei Spenden gilt: Nur bares ist wahres!

Schließlich hat man auch da das eine odere andere Pöstchen zu finanzieren.

Postenfreie Grüße,

Euer Dirk


hans joseph
19.8.2015 13:59
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Auch Arme haben Ansprüche:

Wollte schon öfters komplette Wohnungseinrichtungen spenden.
OT Caritas: “Alles älter als 10 Jahre nimmt uns keiner ab, am besten zeitgemäss modern” also wie neu ausm Laden aus der aktuellen Einrichtungshaussaison. Ja gehts noch?

Einmal diverse Möbel in Lokalblatt zum verschenken reingesetzt, Anrufe, ich ,öchte das doch bitte zu dem Herren fahren, ca. 60km weit weg damit er erst mal anschauen können. Nö mach ich nicht, da wurde der noch sauer und unverschämt.

Einmal 5 Fahrräder in ca 20km entferntes Kinderheim gefahren, vorher Termin ausgemacht, dann hin. Angekommen, keiner wusste Bescheid als ich dort aufschlug, keiner wollt beim ausladen helfen, ja dann leckt mich doch am A* und bin wieder mit den Rädern heim.

So könnte ich noch einige Geschichten zum Thema Spenden erzählen, bei mir wandert seitdem alles AUSNAHMSLOS in den Sperrmüll und was noch gut aussieht wird vorher unbrauchbar gemacht, weil ich da auch wieder einige Erfahrungen dazu gemacht habe.


Bernd
19.8.2015 14:20
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Kenne ich das Problem, früher habe ich das alles bei ebay Kleinanzeigen reingestellt, aber das endete in der Regel nur in Katastrophen. Leute, die Termine vereinbaren und dann doch nicht kommen, unzählige Anfragen die dann doch im Sande verlaufen, unfreundliche Leute, etc . . .

Danach bin ich einfach übergegangen, mein altes Zeug für 1€ bei ebay reinzustellen, frei nach dem Motto, wer es abholt oder den Versand übernimmt kanns haben. Seitdem die jetzt auch Gebühren für Versandkosten aufschlagen und ich bei 1€-Auktionen draufzahle sehe ich das auch nicht ein. Seitdem verschenke ich so was im Freundes/Familienkreis und wenns keiner will wirds recyclet. Je nach Objekt auch thermisches Recycling (Lagerfeuer).


Morpheus
19.8.2015 14:45
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Gibt es in Deutschland keine vorgezogene Recyclinggebühr die beim Kaufpreis dabei ist und die einen berechtigt Elektroschrott gratis bei einer Sammelstelle abzugeben?


Hadmut
19.8.2015 17:24
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> und die einen berechtigt Elektroschrott gratis bei einer Sammelstelle abzugeben?

Klar. PCs auf dem Recyclinghof abzugeben ist einfach und kostenlos.

Aber schade drum, wenn sie noch tadellos funktionieren. Sind mir halt zu groß und zu sperrig (damals war ich über die „kleinen” praktischen Gehäuse ganz begeistert, heute haben sich die Maßstäbe verschoben), und haben noch Festplatten und CDROMs mit ATA-Flachbandkabel (die Boards aber haben auch SATA). Und die schnellsten sind sie halt auch nicht mehr, obwohl sie zum Surfen und Mailen locker reichen.


Thomas
19.8.2015 14:46
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OT:

Wieder eine Jammerarie über Medienkritik, wieder in der ZEIT: http://www.zeit.de/politik/2015-08/luegenpresse-pegida-motive/komplettansicht

Und wieder fällt auf: Es sind immer dieselben Tricksereien.

Konkrete Kritikpunkte werden falsch wiedergegeben. Keine “oft nur klammheimliche Korrektur von Fehlern” wurde an den Medien beanstandet, nein, Fehler wurden aktiv geleugnet, bis man sich damit offensichtlich der Lächerlichkeit preisgegeben hat, dann halbgar bagatellisiert und schließlich eiligst unter den Teppich gekehrt.

Es gibt alibihafte Scheinzugeständnisse (“alles nicht schön am Journalismus”), die umgehend wieder zurückgenommen werden. (Im übernächsten Absatz ist Medienkritik plötzlich nur noch ein “Vorteil” und eine “Fehlwahrnehmung.)

Es wird nicht auf die Kritik eingegangen (einziges Scheinargument: “zu radikal”), sondern die Kritiker anhand unbelegter Mutmaßungen über ihren Geisteszustand diskrediert. (Kritik sei kein Indiz für Defizite auf medialer Seite, sondern der Versuch einer “Selbsterhöhung” der Kritiker.)

Neben der Psychologisierung (“Rauslassen des zuvor gehemmten Machttriebs”, “Psychodynamik”) dürfen natürlich die Belegung mit pejorativen “buzzwords” (“Mob”, “Ressentiments”) und “guilt by association” (erst PEGIDA, dann der sog. Schwarze Block und schließlich Lenin – was für ein Sprung!) nicht fehlen.

Eine inhaltliche Auseinandersetzung fehlt erwartungsgemäß völlig, stattdessen wird auf die dramatische Ausdrucksform (die mittlerweile nötig ist, um sich überhaupt Gehör zu verschaffen) abgehoben.


Thomas
19.8.2015 14:50
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Korrektur: Vorurteil, nicht Vorteil

Im übernächsten Absatz ist Medienkritik plötzlich nur noch ein “Vorurteil” und eine “Fehlwahrnehmung.


LeserJ
19.8.2015 14:53
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Offtopic:

“Gute” Gewalt ist in Ordnung:

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/die_rwe_belagerung_falsches_journalistisches_traenendruesengas

Die “Qualitätsmedien” sinken immer tiefer.


Ceo
19.8.2015 15:13
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@ Johanna und ihr Schrottbett

Also ehrlich. Das ihr Bett Schrott war, lese ich schon trotz ihrer euphemistischen Berschreibung heraus!

Viele viele Menschen denken auch das ihr letzter Schrott, stets das wundervollste und schönste und gesellschaftlich Wertvollste wäre auf der ganzen Welt!

Egal ob es sich um müllige Gegenstände, runtergekommene Mietwohnungen oder müllige noch runtergekommenere scheiß Kinder handelt!

Schrott wird subjektiv glorifiziert! Eine verkappte Projektion auf sich, wäre sonst die Folge. Und darum geht es. Wer will schon gerne nur Müll besitzen oder besessen haben?

Egal wie gesagt, ob Sach-, Immobilien oder Menschenmüll!


Gereon
19.8.2015 16:17
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Stells bei eBay Kleinanzeigen als ‘Zu Verschenken’ ein.
Es kommen Leute, die es brauchen und holen es auch noch selber.

Alle, die Dir suspekt vorkommen oder sich nicht artikulieren können, kann man im Vorfeld selbstherrlich aussondern. Und der Kram ist weg.
Die PCs hätte ich sofort geholt, weil ich noch Server für meine Ü-Kameras baue.

Ich hab fast meinen ganzen Haushalt so zusammengestellt, hab drei Ledergarnituren (eine fürn Garten eine in der Werkstatt und eine im Wohnzimmer) und alles Top.


Manfred P.
19.8.2015 16:19
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Die Dualcores könnte man immer noch in Beowulf-Clustern mit Programmen mit trivialer Parallelisierung verwenden…


Jan Lul
19.8.2015 16:46
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Liegt an der Stadt…

In Berlin hab ich früher alles was brauchbar war, einfach unten auf dem Gehweg mit Zettel stehen lassen, war nach längstens 4h weg.

Rest zur BSR.

Hadmut, wenn du eien “Entsorgungs-Ohrwurm” brauchst: auf Youtube Shredder-Videos gucken 😉 das könnte die Lösung für so viele real Probleme sein… 😉 einfach shreddern…

https://www.youtube.com/watch?v=GvMC7cNXhFE


Victor
19.8.2015 17:09
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@Monika

> Man bräuchte so eine Onlinebörse, so eine Art ebay zum Verschenken – gibt es ja schon, ebay kleinanzeigen. Evtl könnte man so was aber nur für “zu Verschenken” aufziehen und nicht kommerziell.

Das gibt es schon seit Jahren: http://alles-und-umsonst.de/

Ich habe es umzugsbedingt auch erst kürzlich wieder erlebt, dass auf Webseiten zwar um Spenden gebeten und sogar angeboten wird, diese abzuholen. Bei einer konkreten Anfragen kommt dann aber nur eine Absage oder der Hinweis, man solle die Sachen doch selber vorbeibringen (war gerade bei sperrigen Möbeln mit meinem Auto nicht zu bewerkstelligen ist).

Selbst wenn ich Sachen gegen Portoerstattung über das Internet verschenke, melden zwar viele Leute ihr Interesse an, letztendlich abnehmen möchte mir die Sachen dann aber doch niemand.

Bücher, die ich verschenken möchte, nehme ich mittlerweile mit zu IKEA. Dort stehen im Eingangsbereich (zumindest in den Häusern, die ich bislang besucht habe) ein oder zwei Billyregale, in die man seine Bücherspende stellen und auch Bücher mitnehmen kann.


Marcus Junge
19.8.2015 17:16
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“Mir geht dieser Gutmenschen-Krampf inzwischen sowas von auf den Wecker.”

Einfach mal Tele 5 einschalten und den Werbeblock abwarten, da läuft andauernd: “Wir zeigen hier ein kleines Negerlein, es weint in die Kamera und dann erzählen wir dazu eine Tränchengeschichte (die wir frei erfunden haben).”

Und jetzt her mit deinem Geld, die Hilfsindustrie muß gemästet werden und in Afrika ist die Bevölkerungsexplosion noch immer nicht gewaltig genug.

Gesteigert wird das dann nur noch, wenn danach die Tele 5 eigene Werbung “Ich bin Tolerist” kommt. Kotzen bis der Arzt die Infusion legt (wegen Flüssigkeitsverlust in lebensbedrohendem Umfang).


Anmibe
19.8.2015 18:12
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Das Problem kenne ich auch. Ich hatte mal eine längeres Gespräch mit jemandem von so einer Oragnisation. Zumindest bei den Möbeln hängt es an der Anspruchshaltung der Empfänger, daß selbst vollkommen intakte Möbel nicht ins Lager genommen werden, weil die Bedürftigen die Möbel als zu unmodern empfinden und nicht abnehmen. Es geht ihnen offenbar noch gut genug, um nach Mode auswählen zu können. Man möchte Neues haben. Überflussgesellschaft eben. Gerade die Jungen wollen auch oftmals quasi sofort komplett voll eingerichtete Wohnungen. Sich Dinge erst im Laufe der Zeit anzuschaffen stößt auf Unverständis, so von wegen „menschenwürdiges Wohnen“.


Jan Lul
19.8.2015 18:29
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@DrMichi: Wann ist bei Planet13 eigentlich der Männertag? Ich mein ja nur:

“Zudem ist es jeden Mittwoch von 10.00 bis 18.00 Uhr nur für unsere weiblichen Gäste offen. Mittwochs ist der Frauentag. Damit geben wir den Frauen mehr Raum, welchen sie zu vermissen begannen. Nun können sie in Ruhe arbeiten. Internetzugang, Surfen, Chatten, Schreiben, Scannen, in der Kaffee-Ecke eine Pause machen und mit anderen Frauen reden. Der Frauentag wurde ein besonderer Treffpunkt der Frauen im Planet13.”


Jan Lul
19.8.2015 18:34
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“Sich Dinge erst im Laufe der Zeit anzuschaffen stößt auf Unverständis, so von wegen „menschenwürdiges Wohnen“.”

Da waren die paar Wochen auf Gomera echt charakterbildend… nur die Hippies haben gestört.


LeLiLu
19.8.2015 18:44
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@Jan Lul: Danke, das fragte ich mich auch! Das sind offensichtlich sexistisch diskriminierende Betreiber dort bei Planet13…

@Ceo: Wow, Du hast ganz schön die grosse Fresse, dafür dass Du es nie gesehen hast. Und ja, solange “der letzte Schrott” sauber und funktionsfähig ist, ist er gut genug als Geschenk an Bedürftige.


Klaus
19.8.2015 19:06
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@Hadmut
Wie kann man von Unterföhring (München, oder?) nach Berlin ziehen, freiwillig?

cu

P.S.
Sorry Berliner, aber bei euch möcht ich nicht tot überm Zaun hängen.


Hadmut
19.8.2015 19:09
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> Wie kann man von Unterföhring (München, oder?) nach Berlin ziehen, freiwillig?

Berufliche Gründe. Persönliche Gründe. München ist mir auch auf den Wecker gegangen. Ich hätte allerdings nicht gedacht, dass sich Berlin so sehr verschlechtert hat, seit ich das letzte Mal hier war.


olav
19.8.2015 20:26
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Die Erfahrung mit den Büchern hatte ich vor ein paar Jahren in Vorbereitung eines Umzuges auch gemacht: Die Stadtbibliothek wollte keine geschenkten Bücher. Die meisten habe ich dann entsorgt, einen Teil hat ein Kind aus der Verwandtschaft genommen. Der Stress mit Auktionen erstellen und Versand organisieren lohnt sich nicht. Heute schaffe ich mir ohnehin fast keine gedruckten Bücher mehr an.


Jan Lul
19.8.2015 20:34
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“München ist mir auch auf den Wecker gegangen.”

Bei mir war die Entwicklung: Landkind -> München(neben der Uni) -> Berlin -> München (am äussersten Rand der S-Bahn).

Und ich überlege, ob ich nicht kurz vor den tschechischen Zaun ziehen soll (also wirklich und tatsächlich in Sichtweite davon, und die österreichische Grenze einen Fußmarsch weit weg).

Stadt ist tot. Ich habe dort am Schluß mehr Zeit damit verbracht Dingen und Menschen aus dem Weg zu gehen, als sie treffen zu wollen. Wenn man ein Stück Land mit Internet drauf hat und über das Internet arbeiten kann, braucht man Stadt nicht mehr.

Alles was ich (vor Jahrzehnten) an München mal toll fand, gibt es nicht mehr: Lokale draussen und Biergärten sind ab 22:00 Uhr zu, und wer am Quartalsende mal zu Fuß oder mit dem Fahrrad quer durch die Stadt unterwegs war, weiß dass es um die liberalitas bavariae auch schlecht bestellt ist, wenn man von der Landshuter Alle bis in die Schellingstrasse dreimal kontrolliert und gefilzt wird, obwohl man stocknüchtern ist. Schillikon Valley? Alles weg, und das große türkisblaue C hat im Laden nur Fertigware, für Elektronikteile bleibt nur das Internet. Und für ab und zu in einer gehobenen Kulturveranstaltung muss ich nicht in München wohnen, andere Städte haben auch schöne Opern.

“Was Neues™” (neue Anreize) finde ich nicht mehr in einer Stadt, sondern auf Reisen, im Netz, oder beim gewissenhaften Selbststudium eines selbstgewählten Themas. Gerade dafür lässt einem die Stadt aber selten Ruhe.

Stadt ist für mich eine Sammlung von Menschen, die sich gegenseitig beim Prokrastinieren unterstützen und sich gegenseitig mit ihren aufgeblasenen Problemchen auf den Wecker gehen.

Stadt hat so große Fixkosten, dass man permanent Kohle machen muss, nur um nicht gesellschaftlich abzustürzen.

Land bietet so geringe Fixkosten, dass man auch mal einen Auftrag ausschlagen kann, wenn der Preis zu weit gedrückt wurde.

Ländlichstes Land ist die Garantie für ein ruhiges, stressfreies Leben, weil die Emanzen alle in ihren (Groß-)Stadtwohnungen sitzen, einer Katze nach der anderen eine Glatze streicheln und sich benachteiligt fühlen. Ohne Auto kommen sie nicht hier heraus, und gehen deshalb den anderen Großstädtern aus die Nerven. 😉

Das allereinzige was in der *Groß*-Stadt noch besser ist als anders wo, ist die medizinische Versorgung.


Max
19.8.2015 21:03
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@Jan Lul

dann brauchst du aber auch ne entsprechende Infrastruktur, und die ist teilweise auf dem Land so was von beschissen. Im Schwarzwald hast du Gegenden ohne Handyempfang oder max. im Edge Modus. Das ist nichts mit 4 G.

Ich warte mal auf den Tag, das sie Glasfaser durch den Wald ziehen. Wahrscheinlich dann in 200 Jahren.
http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/breitband-internet-im-schwarzwald-abgehaengt-13111878.html


Joe
19.8.2015 22:17
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Klar. PCs auf dem Recyclinghof abzugeben ist einfach und kostenlos.

Aber schade drum, wenn sie noch tadellos funktionieren. Sind mir halt zu groß und zu sperrig (damals war ich über die „kleinen” praktischen Gehäuse ganz begeistert, heute haben sich die Maßstäbe verschoben), und haben noch Festplatten und CDROMs mit ATA-Flachbandkabel (die Boards aber haben auch SATA). Und die schnellsten sind sie halt auch nicht mehr, obwohl sie zum Surfen und Mailen locker reichen.

Die kann man an spezielle Nischen-Interessenten abgeben, die NSA-freie Hardware suchen. 😉

Spaß beiseite, es gibt absolut keinen Mangel an veralteter IT, eher gibt es einen riesigen Haufen Elektroschrott, den keiner mehr will, nicht einmal mehr in Afrika. Das gleiche gilt für den Gebrauchtwagenexport: Dort gehen unsere alten Benze rüber, aber absolut niemand dort würde dir ein fahrbereites Ford Modell T abnehmen, obwohl es ja auch von A nach B fährt.

Spenden kann man 3-4 Jahre alte abgelegte PCs, was dann eine sinnvolle Restnutzungsdauer von 2-3 Jahren ergibt. Bei PATA, Floppy & Co kann man aber die Grenze ziehen. Für Laien habe ich folgende Faustregel: Wenn das Gehäuse weiß-beige daherkommt, ist der Kram zu alt.

Beim Thema “Surfen und Mailen” haben wir inzwischen die erfreuliche Situation, daß man dafür schlicht keinen PC mehr benötigt, ein Smartphone zum Preis eines Wocheneinkaufs genügt, auch Netbooks sind mittlerweile spottbillig. Während man auf vielen gut gemeinten “Hardwarespenden” mangels zeitgemäßer CPU-Befehlssätze nicht einmal mehr den Flash-Player zum Laufen bekommt (die Zeiten, wo man sowas wie einen i287 noch emuliert hat, sind vorbei).

Selbst habe ich letztes Jahr zwei voll funktionsfähige Flatscreen-Röhrenmonitore (plus eine kleinere Röhre) und einen reparierbaren Laserdrucker entsorgt. Bin froh, daß das Geraffel kostenfrei abgeholt wurde, denn auf der Straße sah das aus wie bei einer gewerblichen Büroauflösung. 😀 LCDs sind inzwischen billiger als die Röhren jemals waren und Laserdrucker gibt es ab 30 € nachgeschmissen. Nur für zwei historische PCs (Ein Koffer-Portable Baujahr 1985 und ein Laptop ohne Festplatte von 1989) habe ich einen Abholer gefunden, der dafür durch halb Deutschland getingelt ist. Dafür muß man dann aber exakt wissen, wo die Zielgruppe unterwegs ist, um die Sachen an den Mann zu bringen.


Wile E Coyotee
19.8.2015 22:58
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@Jan Lul
ganz so erimitisch wohne ich noch nicht, aber bin von München aus persönlichen Gründen auch aufs Land gezogen.
War eine super Entscheidung.
Frische Luft, Spaziergänge mit meinem Hund.
Das einzige was stört ist die Anflugschneise des Flughafens.

Mein nächster Umzug würde evtl in den Osten oder ins Auslang gehen, wo die Fixkosten noch niedriger sind.

Schnelles Internet ist aber Vorraussetzung (mind. 16M) damit ich arbeiten kann.
Bin zum Glück in einer gutbezahlten Festanstellung.


Monika
19.8.2015 23:06
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@Victor

Das gibt es also schon. Bei http://alles-und-umsonst.de/ gibt es für ganz Bayern keine 10 Angebote. Es fehlt scheints an der Akzeptanz oder der Bekanntheit. Da gefällt mir ebay kleinanzeigen besser. Ich träume ja immer davon sowas aufzubauen, würde lokal anfangen – ich weiß, was die Leute hier wegwerfen und wie sie es bedauern. Lokal könnte man es besser bewerben und bekanntmachen. Ich hab mal für einen Umzug eine Art Verschenkseite für Familie und Freunde aufgebaut (die sah übersichtlicher aus, als http://alles-und-umsonst.de/), aber um es allgemein nutzbar zu machen, bräuchte es doch noch einiges an Arbeit.

Wenn ich mal groß bin. Sowas liegt mir wirklich am Herzen


Jan Lul
20.8.2015 0:57
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@Max:
“Ich warte mal auf den Tag, das sie Glasfaser durch den Wald ziehen.”
Ich würde mir das ja selbst ziehen, aber es peert keiner. Fragt man bei T-Offline um ein peering an, dann wird einem ein autonomes System am diametral entgegengesetzen Ende der Republik als Übergabepunkt angeboten – so halten die sich Mitbewerber vom Hals.

Du willst in Schweden wohnen, oder in Rumänien, da machen sie FttH, ziehen Leerrohre mit dem Grubber in den Boden und blasen die optischen Fasern ein, und du kriegst eine gewittersichere sauschnelle, *symmetrische* Internetverbindung.
Du kannst wie in den 90ern deine Dienste selbst unter dem Schreibtisch hosten!

Noch krasser geht es nur in Südkorea und Japan zu. Da entschuldigt sich schon mal ein Gastgeber, weil es “nur” 100MBit gibt.

Bei uns müsstest du für so etwas vorher die Telekom komplett erschiessen, weil in deren Vorstellungswelt kann Internet ohne Kupfer gar nicht funktionieren.

Man hätte der T-Offline das Netz wegnehmen sollen bei der Privatisierung.


feel'n good on a wednesday
20.8.2015 1:17
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Falls Rechner noch vorhanden würde ich gerne einen gespendet bekommen. Ich hätte definitiv verwendung dafür. Mein derzeitige Laptop ist technisch leistungschwach, da billig gekauft und mittlerweile ungebräuchlich geworden. Ich wette keiner wird euch begegnen, der mehr gedult am Pc hat als ich ^^. Für den Transport würde ich selbsverständlich aufkommen.


Hadmut
20.8.2015 9:41
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> Falls Rechner noch vorhanden würde ich gerne einen gespendet bekommen.

Was Du willst, nennt man „schenken”, nicht „spenden”.

Ich hatte eigentlich vor, die Rechner an Leute zu geben, die sich keinen Rechner leisten können, nicht, die nicht wollen.


Henson
20.8.2015 8:22
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Solche Erfahrungen mußte ich auch schon machen; das führt leider oft dazu, daß viele Leute auch wirklich brauchbare Sachen wegschmeißen bzw. vernichten, weil sie der Meinung sind „das nimmt eh keiner“ (ist ja auch oft so).

Ich habe das Glück, in meiner Nachbarschaft jemanden zu haben, der privat für einen Ort in Weißrußland Sachspenden sammelt und der die Sachen – wenn er einen LKW voll hat – dort hinbringen läßt. Da bekomme ich auch direkt ein Feedback, ob er die Sachen brauchen kann oder nicht und die Menschen dort (in Weißrußland) sind eigentlich für alles dankbar. O-Ton meines Bekannten „Die leben dort in ärmlichsten Verhältnissen wie wir hier auf dem Dorf kurz nach dem zweiten Weltkrieg, die haben gar nichts“. So kann es auch gehen, direkt an diejenigen die es brauchen können.


peter
20.8.2015 8:29
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Der Spendenversuch war einfach Mikroaggression.
http://mobile2.tagesanzeiger.ch/articles/22631883


LeLiLu
20.8.2015 16:34
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>Ich hatte eigentlich vor, die Rechner an Leute zu geben, die sich keinen Rechner leisten können, nicht, die nicht wollen.

@Hadmut:
Hmm, IMHO uncool. Wenn die (Vertreter Der), die sich Keinen leisten können deinen “Schrott” nicht wollen – warum nicht an jemanden geben, der die Ressourcen schont und Deinen “Schrott” wenigstens aus “niederen Beweggründen*” nimmt?

* jene <400 EUR für ein *deutlich* moderneres/schnelleres System zu sparen. BTW: Warum, glaubst Du, will/muss er diese <400 EUR sparen? Für einen Porsche?


jannndh
21.8.2015 1:35
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@Hadmut

mach doch mal eine Liste mit dem was du loswerden willst.

hier lesen genug leute mit die es entweder grad gut gebrauchen können,

denen es in ihrer Sasmmlung fehlt,

die nix verkomnmenlassen, ( auch ein alter Rechner hat das Recht auf sein Gnadenbrot^^)

Zum Thema Gebrauchtwarenkaufhäuser u.ä.

die haben ja leider nur wenig Platz. da ist keine Logistik dahinter.
deswegen kann es vorkommen das man im stöbereck vorbeikommt, und die haben quasi nichts. in dem moment kommt dann auch der aufruf wir suchen alles.
Ist das Kaufhaus aber voll, da kannste denen eine nagelneue Schrankwand anbieten, die nehmens nicht ab. ist ja klar speicher voll.

Was als alternative bleibt: Kleinkram kann man recht problemlos an Flohmarkthändler loswerden

Elektro/ Elektronic: kleinanzeigenteil in der Regionalen Onlinezeitung.
da treffen sich die passenden Leute

Spenden tu ich nur arbeitszeit oder wenn ich sehr sehr gut drauf bin, und zu mehr als 100% vom Projekt überzeugt bin auch geld.

Funfact am Rande:

ich war letztens in Erfurt zu Besuch.
Am Brunnen vorm Anger eins saß ein Punker und hatte ein Pappschild vor sich. Text darauf: Ich brauch Geld für Bier.

Der Kerl hat beides von mir bekommen, ich hab paar flaschen sternburger geholt. ( er hat sich nicht beschwert das es Naturalien gab)

Und ich hab den eindruck, viele Einrichtungen haben das mit dem wir nehmen Spenden entgegen nur dastehn, um eben gut dazustehn


Hadmut
21.8.2015 10:13
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> mach doch mal eine Liste mit dem was du loswerden willst.

Ich wollte hier eigentlich keinen Sperrmüll eröffnen.


Peter
21.8.2015 9:42
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Ich würde die Rechner gegen Aufwandserstattung beide nehmen, Du bekommst Verpackung und Porto von mir.
Wenn Du noch Interesse hast, die abzugeben.
Tel.: [entfernt]. Ich betreibe ein Fitnessstudio und möchte um 2 Rollentrainer mit VR erweitern, dafür brauche ich 2 mindestens XP-fähige Rechner mit eigener GraKa und >=2GB RAM. Habe aber keine Lust, komplett Neue zu kaufen, weil die weder ins Netz müssen noch sonstige Spielereien brauchen. Da läuft ein einziges Programm stationär, fertig.
Danke im Voraus…


Hadmut
21.8.2015 10:11
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> Ich würde die Rechner gegen Aufwandserstattung beide nehmen

Beide weg, beide samt Bildschirm gestern abend vergeben.

> Ich betreibe ein Fitnessstudio und möchte um 2 Rollentrainer mit VR erweitern, dafür brauche ich 2 mindestens XP-fähige Rechner mit eigener GraKa und >=2GB RAM.

Sorry, wenn ich Dir das mal als Profi so sage, aber: Für einen Geschäftsbetrieb verwendet man keine alten Bastelrechner, die schon einige Jahre auf dem Buckel haben, das ist unsinnig und am falschen Ende gespart. Zumal man bei neuen Rechnern die Umsatzsteuer zurückbekommt und die Ausgaben von der Steuer absetzen kann.


Peter
21.8.2015 12:54
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Ich kenne mich kaufmännisch schon sehr gut aus, ich wirtschafte aber nach der Devise, daß ich nur das Geld ausgebe, das ich auch habe.
Freiwillig Schulden machen ist das Dümmste, das es gibt, man begibt sich nicht ohne Not in die Hände von skrupellosen Gangstern, und Kreditinstitute sind nichts anderes!! (Habe lange genug in der Branche gearbeitet, um das beurteilen zu können. Bin ausgestiegen, alsich gesehen habe, wie Familien ruiniert wurden, weil die erst zu hohe Kredite aufgedrängt bekamen und der “freundliche Banker” plötzlich überhaupt kein Verständnis mehr hatte, als die Raten in der Finanzkrise nicht mehr tragbar waren. Meine Schwiegermutter sollte noch Anfang des Jahres, mit 75, eine Prolongation über 18 Jahre unterschreiben, obwohl sie mehr Guthaben hatte als Restschulden. Auf die Frage, warum das nicht verrechnet würde, sagte der Bankster, ohne rot zu werden, das wäre gesetzlich verboten!!!! Der wußte nicht, daß ich das mal gelernt hatte…)
Und warum sollte ich für 2 Rechner, auf denen kontinuierlich das gleiche Programm läuft, die in keinem Netzwerk sind, keinen Virenangriffen ausgesetzt sind, die nicht aktualisiert werden müssen und auf denen nichts gespeichert wird, richtig Geld in die Hand nehmen, wenn ich das Geld ansonsten in ordentliche Fitnessgeräte investieren kann, die einer ganz anderen, mechanischen, Belastung ausgesetzt sind?


LeLiLu
21.8.2015 17:14
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@Hadmut: Die TelNo von “Peter” könnte man als freundlicher, daten- und persönlichkeitsschutzorientierter Blogger noch entfernen.


peter
23.8.2015 11:12
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Meine Tel. wars nicht (Klarstellung nur um Peter vor Bashing-Anrufen zu schützen)


Masochist
29.8.2015 20:09
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> Es ist eine unfassbare Geschichte, die mein Kollege Alexander Drechsel heute recherchiert hat: Da planen zwei bundesweit tätige Unternehmen zusammen mit einem Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes eine kreative Hilfsaktion für Flüchtlingskinder und die Idee schlägt derart ein, dass das „Generalsekretariat“ des Roten Kreuzes sich nichts lieber wünscht, als dass alles nie passiert wäre.

http://www.swr.de/blog/recherche/2015/08/27/spendenaktion-fuer-fluechtlingskinder-zu-erfolgreich-rotes-kreuz-hofft-auf-ende/

> „Da ist in der Kommunikation etwas schief gelaufen – wir rufen als Bundesverband nicht zu Sachspenden auf, weil das nicht zu handeln ist. Wir hoffen, dass die Aktion nicht weiter läuft“, sagt DRK-Bundessprecher Dieter Schütz gegenüber dem SWR.

Mir scheint eher, dass man die relative Ineffizienz der Geldspende für ihren Spender bei den Hilfsorganisationen gerne in Kauf nimmt, um selbst möglichst effizient die eigenen Beschaffungsnetzwerke für die letztendlichen Sachleistungen füttern zu können.