Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Dämlichstes Mainboard der PC-Geschichte

Hadmut
23.7.2015 22:26

Wie bescheuert kann Marketing eigentlich sein?

Neulich gab es in den USA von der Polizei ja schon die Warnung vor iPhone-Hüllen in Pistolenform, die in der Hosentasche so aussehen, als hätte man eine Knarre in der Tasche. Und wenn man das Handy zieht, wird der Polizist natürlich versuchen, schneller zu schießen. Liest sich wie aus dem Zubehörversand für Darwin-Award-Bewerber.

Vielleicht nicht ganz so unmittelbar gefährlich, aber genauso dämlich sind PC-Mainboards mit Kühlkörpern in Pistolenform. Sehen auf dem Röntgenbild beim Reisen richtig problematisch aus.

Nachtrag: Das Ding heißt auch noch „Assassin 2”.

14 Kommentare (RSS-Feed)

Brr
24.7.2015 0:38
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Die einen finden es dämlich, die anderen hochprofitabel.
Mit “dämlichen” Dingen wird fast alles Geld verdient.
Würden sich die Menschen völlig rational verhalten, bräche die Wirtschaftsleistung mindestens um 90% ein.


Joe
24.7.2015 0:50
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Selbstgebaute PCs landen heutzutage zu 80 % im Kinderzimmer eines Neun- bis Zwölfjährigen. Das ist die Zielgruppe von dem Quatsch. Deshalb auch die lego-typischen Farben.


marketingopfer
24.7.2015 8:54
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Lol wie geil

will… haben… sofort…!!1!1


Josh
24.7.2015 9:20
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> Nachtrag: Das Ding heißt auch noch „Assassin 2”.

Und mit einer Verpackung, die aussieht, wie ein Munitionskoffer. 😉

Scheinbar wurde das Teil schon vor drei Jahren auf den Markt gebracht und wird inzwischen nicht mehr verkauft.


Missingno.
24.7.2015 9:38
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Also die Boards mit den Heatpipe-“Achterbahnen” fand ich ja noch ganz lustig, bezweifle aber schon da, dass das dem Maximum an Effizienz dient.

> Selbstgebaute PCs landen heutzutage zu 80 % im Kinderzimmer eines Neun- bis Zwölfjährigen.
Woher hast du denn diese Zahlen?
Ich würde vermuten, dass die PC-Selbstbauer deutlich älter sind und das nicht (nur) für den Nachwuchs machen. Wer ist sonst die Zielgruppe von dem Quatsch “überteuerter Komplett-PC mit extra viel Bling Bling”?

> Deshalb auch die lego-typischen Farben.
LEGO-typische Farben? o.O Zumal LEGO vermutlich auch eher ältere Semester wieder ansprechen dürfte.


Fredi
24.7.2015 9:51
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@Joe: 9-12 eher weniger, das richtet sich eher an die Teenager bis Mitt-Zwanziger (Profi-)Gamer-Gruppe, die sich sowas leisten können.

Als “dämlich” würde ich das Marketing allerdings nicht bezeichnen, dieses Pseudo-Martialische ist eben hoch im Kurs bei einigen Computerspielfans. Viele moderne Gehäuse haben Fenster in den Seiten, das Aussehen vom Mainboard spielt schon seit Jahren durchaus eine Rolle, zumindest im Gaming-Bereich. Da sind knallige Farben, Beleuchtungen und abgedrehte Formen schon seit Anfang der Naughts im Kommen, als Case-Modding so richtig im Trend lag.
Dass diese Mainboards Probleme bei der Röntgenkontrolle am Flughafen machen ist ein Problem, dass höchstens ein paar wenige Zocker betrifft, die öfters mal mit dem kompletten Rechner reisen. Die Rechner sind ja nicht dafür da, mit auf Flugreisen zu gehen, das passiert also nicht allzu oft.


33com
24.7.2015 10:29
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… eigentlich ich wollte eben anmerken dass das dämlichste Mainboard, das ich je besaß eins von Gigabyte war; bei dem da BIOS ziemlich Mist war und die Elkos in Rekordzeit platzten.
Und prompt lese ich dass es sich bei dem Teil oben auch Gigabyte handelt.


pjüsel
24.7.2015 16:15
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vielleicht wäre ein Link auf die Originalquelle geschickter:
http://winfuture.de/news,88093.html


Hadmut
24.7.2015 17:27
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> vielleicht wäre ein Link auf die Originalquelle geschickter:

Ich zweifle, ob die Originalquelle deutsch wäre.


Joe
24.7.2015 21:56
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@Missingno, @Fredi
Das war nur die ironisch überspitzende Feststellung beruhend auf anekdotischen Beobachtungen in einschlägigen Foren. Im Smartphone-Zeitalter sparen die Kids auch nicht mit Fotos beim Angeben mit ihren Spielzeugen und da findet man dann eben in der Mehrheit alterstypisch eingerichtete Kinderzimmer vor. Kennzeichnendes Merkmal ist übrigens, daß der knallbunte, lärmende Bigtower mit Sichtfenster im Military-/Alien-/Wasauchimmergeradeangesagtist-Design dabei wie ein Desktop neben dem Monitor auf dem Tisch steht, damit die Kumpels von der Schule ihn auch in voller Pracht bewundern können.

Unter dem Aspekt ergibt es Sinn, was die Chinesen von Gigabyte da treiben.

Mädels schrauben übrigens so gut wie gar nicht am Rechner. Irgendwas ist da bei der Gendererziehung wieder schiefgelaufen. Naja, und sobald diese für junge Männer interessanter werden, hört die PC-Bastelei üblicherweise auch auf. Bei normalen Studenten sind dann auch schon mehrheitlich Fertig-PCs (nämlich fast nur noch Notebooks) vertreten.


pjüsel
24.7.2015 23:57
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> Ich zweifle, ob die Originalquelle deutsch wäre.
oh, falsch ausgedrückt. Das mit der vermeintlichen Originalquelle war auf Shortnews bezogen 🙂


jannndh
25.7.2015 2:04
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nach den cor kommentatoren vermute ich das es sich um eine spezielle Hardwarevariante im assasin2 Gewand handelt.

ob man das mag, dahingestellt.

wenn man mal überlegt welch verschiedene optikversionen es allein beim N64 gab


Werner
28.7.2015 11:49
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@Joe:
Und nach dem Studium dreht sich die Sache wieder, man knallt das Kack Laptop ohne Leistung und ohne Erweiterbarkeit doch in den Schrottcontainer (oder verkaufts/verschenkts) und baut wieder selbst.
Zum einen muss man das Ding nicht mehr dabei haben, zum anderen hat man mehr Geld und kann sich auch was anständiges Hinstellen – von der Stange gibts da nichts vernünftiges. Und man hat wieder Zeit für ein Hobby…

Ins Kinderzimmer stellt man wenn überhaupt eine alte Büchse.

Der Artikel zeigt aber vor allem eins: Die Unzulänglichkeit deutscher Zollbeamten. Die Zerstörung war 100% sinnlos. Vermutlich zerdengeln sie auch Wasserpistolen wenn sie welche finden.


Missingno.
31.7.2015 14:10
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http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/handtasche-101~_v-videowebl.jpg
Diese Handtasche, mit einer eingearbeiteten Pistolensilhouette in Originalgröße, kam am Bremer Flughafen nicht durch die Handgepäckkontrolle. Die Besitzerin musste sie abgeben, denn derartige Gegenstände dürfen nur im Koffer des Reisegepäcks transportiert werden, teilte der Pressesprecher des Bremer Flughafens, Holger Jureczko, mit. | Bildquelle: dpa