Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

EU-Verblödung: Was Griechenland für Finanzen ist Österreich für Hirn

Hadmut
7.7.2015 19:26

Genderismus in Österreich entwickelt sich so langsam ja auch zum Running Gag in diesem Blog.

Mehrere Leser wiesen mich auf das da hin, einen Artikel zum aktuellen Stand der österreichischen Matura (heißt das eigentlich der/die/das Matura, oder ist das ein Wort ohne Artikel?), also deren Gegenstück zu unserem Abitur.

Scheint gerade komplett zu verblöden.

Und das, obwohl sie doch so gute Noten bekommen haben:

Im Fach Deutsch wurden nur drei Prozent der Schüler mit Nicht genügend beurteilt, ein sehr geringer Anteil. Bei näherer Betrachtung ist es jedoch verwunderlich, dass es überhaupt Fünfer gab.

Warum? Es war ein Ankreuztest. Aber nicht zum Ankreuzen für die Prüflinge, sondern für die Prüfer. Und da gab’s eigentlich kein Durchgefallen, was man hätte ankreuzen können.

Das Schockierende aber ist eben diese Bewertung. Diese musste mittels Ankreuzen durch die Lehrer erfolgen, je nach Textsorte und Kompetenzen. So etwa gab es im Bereich „normative Sprachrichtigkeit“, also Rechtschreibung und Grammatik, drei Bewertungsmöglichkeiten: „deutlich erkennbare Anwendung der Regeln der deutschen Rechtschreibung“; „weitgehend korrekt“ sowie „in hohem Maße korrekt“. Die Kategorien „ungenügend“ oder „nicht erkennbar“ gab es nicht. So ist es möglich, dass Maturanten, die schwere Rechtschreibfehler machten und auf Interpunktion weitgehend verzichteten, trotzdem positiv abschließen konnten. Manche Klassen durften sogar einen Computer verwenden – samt automatischer Rechtschreibkorrektur.

Hu, wie geil.

  • Es wird nichts verlangt.
  • Es gibt keine schlechten Noten.
  • Falls das noch nicht reicht, noch ne automatische Rechtschreibkorrektur.

Huahahahaaaa.

Aber war ja auch sonst schwer:

Da fielen einmal die wenig anspruchsvollen Themenstellungen auf: Die Zusammenfassung eines Textes ist bereits Schülern der unteren Klassen geläufig; etwas über Armut oder Familie zu schreiben, dazu benötigt man kein Vorwissen.

Rechtschreibung brauchte man nicht, Wissen brauchte man auch nicht. Brauchte man eine Meinung? Nein, die war auch vorgegeben:

Noch dazu waren manche Fragestellungen problematisch, etwa die Formulierung: „Nehmen Sie kritisch zum Bettelverbot Stellung.“ Ist es Maturanten bei einer derart suggestiven Frage noch möglich, sich positiv zum Bettelverbot zu äußern?

Also eigentlich nur noch eine Gesinnungskontrolle, der Rest wird nicht mehr geprüft.

Im Klartext: Ob jemand überhaupt Rechtschreibung und Grammatik beherrscht, ist bei der neuen Zentralmatura egal. Bei den Kompetenzen wird auch bewertet, ob Maturanten fähig sind, sinnerfassend zu lesen. Eine Kompetenz, die in der ersten Klasse Volksschule eingeübt wird und zwölf Jahre später eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte.

Großer Wert wird hingegen auf das Gendern der Texte gelegt. Das Binnen-I wird zwar nicht verlangt, dafür aber immer die männliche und weibliche Form. Maturanten, die nicht gegendert hatten, hatten wenig Aussicht, ein Sehr gut zu erreichen, selbst wenn Inhalt, Aufbau, Rechtschreibung und Grammatik dies nahegelegt hätten.

Auch auf das Layout wird beim BIFIE großer Wert gelegt, so etwa mussten die Schüler eine Leerzeile im handschriftlichen Text lassen, um einen Absatz zu kennzeichnen.

Also: Die Maturanten des Jahres 2015 müssen keine Ahnung von Literatur, von Rechtschreibung und Grammatik haben. Dafür achten sie auf das richtige Layout, können Texte anderer zusammenfassen und vor allem haben sie das Gendern erlernt.

Heißt im Klartext:

Das Volk wird dummgehalten, es wird nur darauf abgerichtet, das zu befolgen, was politisch diktiert wird. Die Politik hatte ein Problem, mit gebildeten Leuten mit eigener Meinung, also gibt’s jetzt nur noch Einheitsmeinung und gute Noten und Karriere für die, die brav nachplappern.

Das geht intellektuell schief. Sowas kann sich nicht halten.

Die Frage ist, wer und wessen Interessen dahinterstehen. Brachial-Gleichheit durch Zwangsreduktion auf das unterste geistige Niveau?

37 Kommentare (RSS-Feed)

Gedöns
7.7.2015 19:43
Kommentarlink

Wichtig wäre vielleicht noch, daß beim Stichwort „Nazi“ der Absolvent mit Pol-Pot-Abitur den Spaten hebt …


jakob
7.7.2015 20:22
Kommentarlink

Eine Anmerkung:

“Kritisch Stellung nehmen” ist eine Formulierung aus dem Deutschunterricht, die _nicht_ bedeutet dass die Stellungnahme negativ ausfallen muss.

Eine “Kritik” (z.B. eines Films) kann ja auch lobend ausfallen.

http://www.fkg.goettingen.de/upload/fachbereiche/deutsch/Deutsch_Operatoren.pdf


Hadmut
7.7.2015 20:37
Kommentarlink

> “Kritisch Stellung nehmen” ist eine Formulierung aus dem Deutschunterricht, die _nicht_ bedeutet dass die Stellungnahme negativ ausfallen muss.

Früher mal.

Heute eigentlich nicht mehr so.


jakob
7.7.2015 20:52
Kommentarlink

> Früher mal.

> Heute eigentlich nicht mehr so.

Das wäre an mir vorbeigegangen… Hast du dazu irgendwelche Quellen?

Der Advocatus Diaboli in mir denkt sich nämlich dass der originale Artikelschreiber die Aufgabenstellung absichtlich falsch verstanden hat, damit der Artikel dramatischer wird…


Niklas
7.7.2015 21:07
Kommentarlink

@Hadmut, @jakob,
Ich mache gerade die Fachhochschulreife in Niedersachsen und bei uns im Deutschunterricht bedeutet “kritisch” nicht zwangsläufig negativ. Glücklicherweise werde ich nicht herausfinden, ob sich das in naher Zukunft ändert.
Niklas


Gerald M.
7.7.2015 21:34
Kommentarlink

Maturaaufgaben für Deutsch aus den Jahren vor der “großen Bildungsreform” lassen sich im Internet finden. Einfach die Bewerber für eine Anstellung damit überraschen. Persönlich gebe ich Bewerbern Übungsaufgaben aus meiner Studienzeit aus dem Bereich Mathematik für Informatiker zum Knobeln (Kaiser TU Wien voriges Jahrtausend) … trennt ganz schnell die Spreu vom Weizen (darf man das heute überhaupt noch so sagen? 😉 ) …


Emil
7.7.2015 21:47
Kommentarlink

> Früher mal. Heute eigentlich nicht mehr so.

Genau. Ich denke mal, folgende Kritik wird in etwa erwartet: “Die rumänischen Bettlerbanden sind dringend benötigte Fachkräfte, die wir in unserem Land willkommen heißen müssen. Ein Bettelverbot greift in die EU-Gewerbefreiheit ein und ist auch sonst total Nazi.”

Kriege ich nun meine 1?


Hadmut
7.7.2015 23:06
Kommentarlink

> Kriege ich nun meine 1?

Nein. Du hast das Wichtigste vergessen und nicht gegendert. Ohne Gender keine 1, mit Gender immer 1.


JohnDoe15
7.7.2015 22:41
Kommentarlink

> “Kritisch Stellung nehmen” ist eine Formulierung aus dem Deutschunterricht, die _nicht_ bedeutet dass die Stellungnahme negativ ausfallen muss.

Mit dem kleinen Wort “Kritisch” wird dem Augenzwinkern des Dozenten Ausdruck verliehen. Frei nach dem Motto:
“Sie verstehen schon”

Hier wird der Situationsabhängige Bedeutungsspielraum der deutschen Sprache ideologisch umgedeutet und verengt. Das ist quasi Neusprech nur nicht so lästig auffällig

>duden.de sagt die Matura.


Zaza
7.7.2015 22:45
Kommentarlink

Oh, hinsichtlich der Finanzen ist Österreich schon so eine Art Alpen-Griechenland. Nur hat´s noch keiner gemerkt….


Freigeist
7.7.2015 23:04
Kommentarlink

Andreas
8.7.2015 1:00
Kommentarlink

So etwa gab es im Bereich „normative Sprachrichtigkeit“, also Rechtschreibung und Grammatik, drei Bewertungsmöglichkeiten: „deutlich erkennbare Anwendung der Regeln der deutschen Rechtschreibung“; „weitgehend korrekt“ sowie „in hohem Maße korrekt“.

Interesannte Bewertungkriterien. Bei uns gibt’s wenigstens noch den Fehlerquotienten.

Aber in anderen Bereichen sind solche Wischi-Waschi-Formulierungen leider auch bei uns an der Tagesordnung. Ist das noch niemandem aufgefallen?

Mit solchen “Kriterien” ist der Willkür Tür und Tor geöffnet. Und das hat einen Hintergrund: Damit kann man die politisch erwünschten voranbringen. So funktioniert der Marsch durch die Institutionen.


Manfred P.
8.7.2015 1:11
Kommentarlink

“Kritisch Stellung nehmen” heißt für mich auch nicht automatisch, dass man etwas kritisieren soll. Sonst hätte es ja wohl “Kritisieren Sie das Bettelverbot” heißen müssen.

Und “Kritik der reinen Vernunft” bedeutet ebenfalls nicht, dass Immanuel Kant die reine Vernunft scheiße fand.


Hadmut
8.7.2015 1:29
Kommentarlink

@Manfred P.:

Ja. Bei Dir und bei mir ist das so.

Aber frag mal Leute im Abiturientenalter, was die heute unter „kritisch” verstehen.


Ron
8.7.2015 1:37
Kommentarlink

Ich bin gerade versucht diesen Artikel meiner Freundin bei ÖSTERREICH zu schicken. Die ist definitiv nicht dumm, hat Germanistik studiert (Verschwendung ihres Intellekts, aber sei’s drum) und könnte demnach nur kotzen.

Ach was, ich mach’s einfach.


rjb
8.7.2015 1:56
Kommentarlink

@Andreas: Zumal es einem Text nicht anzusehen ist, ob der Verfasserich oder die Verfasserin (oder wie auch immer man das “gendegerecht” hinschwurbelt) Regeln der deutschen Rechtschreibung angewendet hat. Vielleicht beherrscht er (hier Minuspunkt wegen fehlenden Gendergekrampfels) ja einfach die Rechtschreibung gut genug, um auch ohne explizite Regelanwendung „in hohem Maße korrekt“ schreiben zu können (wie man [Genderminuspunkt] ja üblicherweise auch mehr oder weniger korrekt sprechen kann, ohne dabei an Regeln der Grammatik und Phonetik denken zu müssen). Bei mir war das bis zum Ausbruch der Rechtschreibreformiererei der Fall, seither ist es mir egal.


phaidros52
8.7.2015 6:05
Kommentarlink

Auch eine Versuchin: “Die rumänischen Bettlerbanden sind dringend benötigte Fachkräfte und Fachkräftinnen, die wir in unserem Land, unserer Ländin willkommen heißen müssen. Ein Bettelverbot, eine Bettelverbotin greift in die EU-Gewerbefreiheit*innen ein und ist auch sonst total Nazi.” (Anfang und Schluß nicht gegendert, da männlich und böse)

Krieg ich eine 1?


rjb
8.7.2015 7:44
Kommentarlink

Nachdem hier in der Überschrift die Wörter “Griechenland”, “Finanzen” und “Verblödung” erscheinen, und in diesem Blog gelegentlich auch blog.fefe.de erwähnt wird, ist das Folgende vielleicht nicht ganz off-topic:

Ich lese blog.fefe.de primär als Linksammlung, die Ansichten des Betreibers sind aus meiner Sicht durchwachsen, oft auf Mißverständnissen und Kurzschlüssen beruhend, aber oft auch zutreffend. Gestern hat Herr von Leitner aber ein Stücklein abgeliefert, das mich schier vom Hocker gehauen hat:
http://blog.fefe.de/?ts=ab628917

Er ist, offenbar zusammen mit einem Frank, wer auch immer das sein mag, auf die Idee gekommen, “wir”, womit anscheinend das hiesige Staatswesen gemeint ist, könnten doch mal eben die Zahlung der Zinsen auf die von diesem Staate aufgenommenen, bekanntlich nicht unbeträchtlichen, Kredite einstellen. Da die Gläubiger nach Leitnerscher Planung immerhin noch die Nominale zurückerhielten, wäre das nach Ansicht von Leitners keine Pleite, und es würde auch nur “die Reichen” treffen, sowie diejenigen, die so blöd waren, Lebensversicherungen abzuschließen (die ja ohnehin nicht mehr so wunderprächtig laufen). Letztere können aber immer noch notfalls auf die von den nicht mehr anfallenden Zinsausgaben finanzierten prachtvollen staatlichen Sozialprogramme hoffen.

Einwendungen gegen die geniale Idee erwartet Herr von Leitner weitgehend nur von Anhängern der C-Parteien, und für die hat er offenbar allerlei Bibelsprüche in petto, die die Leitnerschen Beiträge zur Volkswirtschaftslehre gegenüber gerade dieser Klientel mit definitiver Autorität unterstützen würden. Andersherum bedeutet das natürlich: Herr von Leitner entnimmt seine wirtschaftlichen Vorstellungen der Bibel.

Weshalb man sich, selbst wenn man diesen verstrahlten Vorstellungen soweit folgt, darauf verlassen sollte, von einem Staate über Sozialprogramme versorgt zu werden, nachdem dieser Staat durch die Leitnersche Beendigung der Bedienung von ihm freiwillig aufgenommener Kredite gezeigt hat, zu welchen einseitigen Willkürakten er in der Lage ist, bleibt rätselhaft. Weshalb sollte dieser Staat nicht, wenn es ihm zupaß kommt, sich eben irgendwelche Gründe einstellen, jene Sozialprogramme nicht genauso beenden, wie vorher die vertraglich vereinbarten Zinszahlungen? Etwa weil die Sozialprogramme zugunsten der Armen und der arm gemachten mit höherer Moralität ausgestattet sind als die Zinszahlungen an “die Reichen”? Vielleicht glaubt der Herr von Leitner ja in der Bibel auch vom Weihnachtsmann gelesen zu haben und hat das gleich in sein Theoriegebäude integriert. Und weshalb sollte man, falls man so wagemutig ist, Geschäftsbeziehungen mit jener Firma aufzunehmen, an der der Herr von Leitner irgendwie beteiligt zu sein scheint, sich darauf verlassen, daß diese vertrags- und vereinbarungsgemäß ablaufen und man nicht partiell mit Bibelsprüchen abgespeist wird, nachdem der Herr von Leitner womöglich zu der Einschätzung gekommen ist, man sei nach seinen Maßstäben zu reich?

Und zur Krönung das Update: Deutschland profitiere von den aus Griechenland “an uns” abgedrückten Zinsen, und nur daraus und dem momentan niedrigen Zinsniveau resultiere die “schwarze Null” im Bundeshaushalt. Es ist ja an der Struktur des “Euro-Raums” durchaus einiges krank. Aber das -woher hat denn Griechenland derzeit, bzw. jetzt eher nicht mehr, die Mittel für jene Zinszahlungen?- ist schon beeindruckend surreal. Immer wenn man meint, jetzt ist ein Gipfel des Blödsinns erreicht, tut sich der Blick auf ein neues Massiv auf.


Aber frag mal Leute im Abiturientenalter, was die heute unter „kritisch” verstehen.

Lass mich Raten… Kritisch ist, wenn keine Internetverbindung zur Verfügung steht oder der Fernseher nicht funktioniert 🙂


Missingno.
8.7.2015 10:14
Kommentarlink

Großer Wert wird hingegen auf das Gendern der Texte gelegt. Das Binnen-I wird zwar nicht verlangt, dafür aber immer die männliche und weibliche Form. Maturanten, die nicht gegendert hatten, hatten wenig Aussicht, ein Sehr gut zu erreichen, selbst wenn Inhalt, Aufbau, Rechtschreibung und Grammatik dies nahegelegt hätten.

Richtig müsste es natürlich heißen

“Großer Wert wird hingegen auf das Gendern der Texte gelegt. Das Binnen-I wird zwar nicht verlangt, dafür aber immer die männliche und weibliche Form. Maturantende(?) bzw. Maturantinnen und Maturanten, die nicht gegendert hatten, hatten wenig Aussicht, ein Sehr gut zu erreichen, selbst wenn Inhalt, Aufbau, Rechtschreibung und Grammatik dies nahegelegt hätten.”

Wobei man auch argumentieren könnte, dass weibliche Maturanten selbstverständlich auch noch gute Aussicht auf ein “sehr gut” haben, wenn sie nicht gendern, während es bei den männlichen Maturanten so oder so schlecht aussieht.


Dirk S
8.7.2015 10:38
Kommentarlink

@ Hadmut

Die Frage ist, wer und wessen Interessen dahinterstehen.

Das Interesse dahinter ist eigentlich ganz ehrenhaft, ebenso wie realitätsfern: Auch schwächeren Schülern einen höheren Abschluss zu ermöglichen.

Ich konnte die entsprechende Entwicklung im Land Bremen mitverfolgen (als Schüler und Vater): Um schwächeren Schülern eine “Chance zu geben”, hat man langsam aber stetig das Niveau und der Anspruch des Unterrichts gesenkt. Mit dem Ergebnis, dass die Durchschnittsleistung aller Schüler sank, auch die der besseren Schüler, während die schwächeren Schüler schwach blieben, eben nur alles auf niedrigerem Niveau.

Und da liegt der Denkfehler der Verantwortlichen: Schwache Schüler sind nicht schwach, weil das Unterrichtsniveau zu hoch ist und nur abgesenkt werden muss, sondern aus anderen Gründen (Motivation, geistige und/oder sprachliche Fähigkeiten, etc.).

Wollte man schwache Schüler wirklich fördern, so wäre der einzige sinnvolle Weg auch der teuerste: Kleinere Klassen und eine Auswahl der Schüler nach Leistungsfähigkeit (das 3gliedrige Schulsystem hat schon Sinn). Das will aber keine Regierung bezahlen und die Seperation nach Leistungsfähigkeit war schon zu meiner Schulzeit nicht politisch opportun und daher wurde (und wird) daraus nichts. Am Ende eine verschenkte Chance, den Schwächeren zu helfen und die stärkeren Schüler zu fördern.

Die allgemein fortschreitende Verblödung der Schüler ist in sofern nicht das eigentliche Ziel, sondern sie wird billigend in Kauf genommen, als Kollateralschaden sozusagen (und ist dennoch recht nützlich, so ist das nun nicht). Ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Niveaulospädagogik als gescheitert anzusehen ist. Nur, wer soll das gerade biegen, wenn auch die folgenden Lehrergenerationen der Verblödungsgeneration angehören? Ruhestand 107 für ältere Lehrer? Ruheständler in die Schulen? Das wird noch ein hartes Stück Arbeit für unsere Gesellschaft.

Wobei ich noch anmerken möchte, dass auch viel von den Lehrkräften selbst abhängt. Es gibt Lehrer, die können den Stoff gut vermitteln, so dass auch schwache Schüler gut lernen und es gibt pädagogische Nieten, bei denen lernt keiner was. Und natürlich viele Abstufungen dazwischen. Gerade da wäre mal eine Auswahl nach Fähigkeiten angebracht. Also, im Sinne der Schüler (und nicht des Parteibuchs).

Pädagogikfreie Grüße,

Euer Dirk


CountZero
8.7.2015 11:53
Kommentarlink

@rjb:
>Aber das -woher hat denn Griechenland derzeit, bzw. jetzt eher nicht mehr, die Mittel für jene Zinszahlungen?- ist schon beeindruckend surreal.

Habe den Eintrag bei fefe auch gelesen und schließe mich Dir an. Das ist alles ein ‘Zinszahlungen fressen Mittel für Sozialleistungen auf und sind deshalb böse!’-Geseiere ohne auch nur ansatzweise Ahnung davon, wie die Mechanismen tatsächlich funktionieren.

Die übliche Möglichkeit für Staaten, Geld zu leihen besteht darin, Anleihen zu begeben und auf dem Kapitalmarkt zu verkaufen.

Der Schuldner (z.B. Griechenland) erhält dann den Kurs, zu dem die Anleihe bei Ausgabe gehandelt wird (als Cash, den er ausgeben kann) und muß dafür bei Fälligkeit der Anleihe ihr Nominal an den Gläubiger zurückzahlen. Diese Rückzahlung ist in dem Sinne keine Zinszahlung, sondern eine Tilgung.

Oft, aber nicht notwendigerweise, zahlt der Schuldner auf die Anleihe auch sog. Kupons. Diese könnte man als ‘Zinszahlung’ interpretieren. Anleihen, die keinen Kupon zahlen, nennt man ‘Nullkuponanleihen’ (für die Banker ist in dem Fall 0.0 = NULL…). Der Kurs der Anleihe bestimmt sich aus dem Zeitwert der Kupon- und Tilgungszahlungen, auf die die Anleihe den Gläubiger verpflichtet. Üblicherweise ist der Kurs kleiner als die Summe aller Kupon- und Tilgungszahlungen. Darin besteht der Zinsgewinn des Gläubigers.

Eine Einstellung der Kupon-Zahlungen übrigens würde juristisch ebenfalls als ‘Zahlungsunfähigkeit’ (default) des Gläubigers zählen und den Absatz neu zu begebender Anleihen (=’frisches Geld’ für Griechenland, mit denen sie den Risikoberuflern wie Friseuren und Schriftstellern ihre Rente mit 50 zahlen könnten) äußerst schwierig machen: Die Kurse für Griechen-Anleihen würden abstürzen. Sch* Kapitalisten, verleihen einfach keine Kohle mehr, wenn’s aussieht, als würden sie die nicht mehr wiederkriegen…

>Deutschland profitiere von den aus Griechenland “an uns” abgedrückten Zinsen

Den Schwachsinn höre ich auch ständig. ‘Profitieren’ tun halt die Leute, die griechische Staatsanleihen halten und darauf Kupon-Zahlungen bekommen (Rentenfonds, Banken, Versicherungen, EZB, Erna Meier). Die Bundesrepublik profitiert vielleicht indirekt davon, indem die Leute mit den Griechenanleihen weiter brav ihre Steuern zahlen…

> und nur daraus und dem momentan niedrigen Zinsniveau resultiere die “schwarze Null” im Bundeshaushalt.

Tatsächlich wirds bitter für Schäuble (und für den Steuerzahler, seufz), wenn das Zinsniveau steigt… daher wird die Regierung alles daransetzen, das zu verhindern. In diesem Sinne ist das biblische ‘Zinsverbot’ ja bereits realisiert… und die Möglichkeit, selbst für Bedarf im Alter anzusparen, abgeschafft. Sehr soziale Politik, vielen Dank (ihr [nicht zitierbar])!


David
8.7.2015 12:08
Kommentarlink

Rechtschreibung und Grammatik ist eh schon nicht so toll in der Bevölkerung, habe ich den Eindruck. Da noch automatische Rechtschreibkorrektur zuzulassen finde ich doch ein starkes Signal in die falsche Richtung.

Genderisierungszwang ist indiskutabel.


Das ist es, was “Diversity” und “Inklusion” eigentlich meinen: Die Ausrichtung aller Bedingungen an den Leistungsschwächsten mit der “richtigen(TM)” Gesinnung…


John Doe
8.7.2015 13:29
Kommentarlink

“… trennt ganz schnell die Spreu vom Weizen (darf man das heute überhaupt noch so sagen?”

Klar. Aber die Spreu ist besser, denn die ist glutenfrei!


DrMichi
8.7.2015 14:57
Kommentarlink

rjb: Frank ist auch einer vom ccc.

Lies mal das da:

https://de.wikipedia.org/wiki/Schulden:_Die_ersten_5000_Jahre

Bei aller Häme: Lies das Buch. Wenn dir schon so ein Absatz zusetzt, dann kannst Du vor Wut nach dem Buch ein halbes Jahr nicht mehr richtig schlafen. Aber diese Sicht auf die Dinge ist wahrscheinlich korrekter als “machen wir Schulden, vergrössern wir einen Kuchen exponentiell. Für immer.”

Frag dich doch auch mal, wieso in so vielen Staaten die Umlagerenten immer noch funktionieren, während die Kapitalrenten Rohrkrepierer sind. Es müssten halt alle einbezahlen. Und die, die neu dazu kommen, kriegen halt weniger. Nicht einfach den Frauen plötzlich voll alles ausbezahlen. Oder dann halt die Steuern richtig eintreiben und Geldwäsche unterbinden. Und wenn mal ein Volk plötzlich auf den regulatorischen Geschmack kommt, werden sie im Ausland konsequent als Bölimann hingestellt. Siehe Ungarn. Türkei. Libyen. Cuba. Russland. Indonesien. Iran. Griechenland…


Alt Kölner
8.7.2015 18:09
Kommentarlink

@phaidros52
> Auch eine Versuchin: “Die rumänischen Bettlerbanden sind dringend

Gendern nach Profx Docktorx Larx Hornscheidtx vergessen.
Also
Auch einx Versuchx: “Dix rumänischen Bettlerbandx sind dringend benötigte Fachkräftx unserex Ländx , die wir unserx Landx willkommen heißen müssen. Ein Bettelverbotx greift in die EU-Gewerbefreiheitx ein und ist auch sonst total Nazi.”

Ich glaube langsam daran da die Genderisten an der HU Berlin einfache sed/awk Scripte benutzen um zu gendern.

Wann kommt endlich der Langenscheidt deutsch gender heraus ??


Manfred P.
8.7.2015 21:04
Kommentarlink

@ Missingno

Ganz falsch:

“Großer Wert und Wertin wird hingegen auf das Gendern der Texte und der Textinnen gelegt. Das Binnen-I wird zwar nicht verlangt, dafür aber immer den männlichen Formerich und weibliche Form. Maturantende(?) bzw. Maturantinnen und Maturanten, die nicht gegendert hatten, hatten wenig Aussicht und wenig Aussichterich, ein Sehr gut zu erreichen, selbst wenn Inhalt, Inhaltin, Aufbau, Aufbauin, Rechtschreibung, Rechtschreibungerich, Grammatik und Grammatikerich dies nahegelegt hätten.”


Konrad D.
8.7.2015 21:34
Kommentarlink

“Wann kommt endlich der Langenscheidt deutsch-gender heraus ??”

Gar nicht. Das wird dann dx Hornscheidt 🙂


reductio ad absurdum
8.7.2015 21:55
Kommentarlink

@Alt Kölner: Das ist dann nicht der Langenscheidt-Duden, sondern einfach nur “dx Hornscheidt”

Müsste man eigentlich “dx Hornxt” schreiben, weil “scheid” ist schon so extrem nah an Scheide, dass das triggeralarm geben könnte…!
Und das überbleibende “Horn” ist stark phallisch, triggergeddon!
Wir müssen auch an die schwachen Lämmchen denken, die bei kleinsten Wortungereimtheiten durch die Decke gehen müssen und biologisch nicht anders können.
Also wird jenes Wörterbuch einfach nur “dx xt” genannt. Wobei “t” ist auch wieder phallisch. Dann einfach nur “dx x”.


Gedöns
8.7.2015 23:15
Kommentarlink

@DrMichi
„Aber diese Sicht auf die Dinge ist wahrscheinlich korrekter als “machen wir Schulden, vergrössern wir einen Kuchen exponentiell. Für immer.” “//
Griechenland war nur der Erste und ohne die Finanzkrise von 2008 hätte Griechenland noch ein paar Jahre so weiter machen können, ohne daß jemand etwas gemerkt hätte. Dann wären sie etwas später die Ersten gewesen, aber auch nicht die letzten. Die Ursachen sehe ich genauso, wie in diesem Artikel beschrieben:
http://www.theeuropean.de/andreas-kern/10367-eine-kurze-geschichte-des-finanz-kapitalismus
Ich sehe das aber immer noch nicht dramatisch: exponentiell anwachsende Schulden mit Währungsreformen in ungewohnt kurzen Abständen – quasi ein zeitlicher Sägezahnverlauf der Schulden – könnten die allgemeine Perspektive sein. Das wirkt dann genauso wie Negativzinsen d.h., man will Bargeld möglichst schnell wieder loswerden und zwar für alles andere, als „Finanzprodukte“. Bargeld also als „Schwarzer Peter“, der noch bis zum Spielende ein Joker war – das muß sich nur noch ins Bewusstsein eingraben, daß jeder in seinem Leben (und das völlig ohne Kriegszeiten!) derartiges mehrmals erlebt. Das hätte dann sogar noch den Nebeneffekt, daß niemand mehr ein Interesse daran hätte, an künstlich selbst inszenierten globalen Finanzkrisen sich dumm und dämlich zu verdienen – im nächsten Moment ist die Knete nämlich sofort wieder weg.


rjb
9.7.2015 0:08
Kommentarlink

@DrMichi 8.7.2015 14:57

Gehe einfach davon aus, daß Deine Antwort auf meinen Beitrag eine völlige Themaverfehlung darstellt. Wo habe ich etwa behauptet, der Staat oder “wir” sollten uferlos Schulden aufhäufen?

Etwas detaillierter:
Gegeben zwei Welten, Welt1 mit Eigenschaften A, B, C…
und Welt 2 mit Eigenschaften X, Y, Z. Die Eigenschaften von Welt1 seien positiv, die von Welt 2 negativ. “Wir” befinden uns leider in Welt2, und möchten zu Welt 1 gelangen. Ein Herr von Leitner hat die Idee, die vordergründig prinzipiell realisierbar erscheint, als erstes mal Eigenschaft X gegen A auszutauschen, also zu einer Welt A, Y, Z zu gelangen. Sollte man das tun? Das hängt davon ab, ob die Welt A, Y, Z der Welt X, Y, Z vorzuziehen ist. Das ist aber eine durchaus offene Frage – wer das deshalb für selbstverständlich hält, weil die Welt A, Y, Z mit der rundum positiven Welt A, B, C mehr Gemeinsamkeiten hat als die rundum negative Welt X, Y, Z ist nun mal ein bißchen zu blöde, als daß man ihn Weltverbesserer spielen lassen sollte.

Setze nun für A ein: Der Begriff des Zinses ist unbekannt, für X. Es werden vielerlei Zinsen bezahlt. Oder noch konkreter: Gehe davon aus, daß “wir”, weil “Exportweltmeister” (was man nicht unbedingt toll finden muß) gegenüber dem Ausland Gläubiger sind, also von dort Zinseinnahmen haben, daß aber auch Ausländer gegenüber “uns” Gläubiger sind, und versuche mal darüber nachzudenken, was dann also mit Realisierung der Leitnerschen Idee passieren könnte in Sachen Exporte. Versuche auch einzusehen, daß selbst dann, wenn man die Rolle des Exportweltmeisters für schädlich hält, nicht unbedingt jeder beliebige Weg diese Rolle loszuwerden, empfehlenswert ist, weil es nämlich Kollatreralschäden geben könnte. Vielleicht wird Dir dann klar, weshalb solches Zeug wie das von dem Leitner einfach nur idiotischer Krampf ist.

Nebenbei, was das Zinsverbot im Koran betrifft, scheint das so zu funktionieren: Ahmed möchte ein Gummiboot, kann das aber im Moment nicht finanzieren. Deshalb geht er zur Koranbank. Die kauft beim Gummiboothändler ein Boot zu einem Preis x, und verkauft es dann weiter an Ahmed zu einem Preis x+y, Ware sofort, Zahlung zu einem späteren Zeitpunkt t oder in Raten oder so. Und es ist selbstverständlich y>0, sonst würden sich die Koranbankbetreiber mit etwas anderem beschäftigen. Ware gegen Zahlung und freie Preisgestaltung ist offenbar mit dem Koran vereinbar, aber wegen y>0 ist das doch etwas anderes als der free lunch, der linken Traumtänzern in ihrem Geschwalle über die Schlechtigkeit des Zinses vorzuschweben scheint.


Fernand
9.7.2015 8:03
Kommentarlink

Zu den von-Leitnerschen-Äußerungen:
Warum tilgt den niemand Staatsschulden anstatt nur Zinsen zu Zahlen?

Der Modus Operandi Einahmen zu erhöhen / Ausgaben zu verringern, nur um dann das frei gewordene Kapital in höhere Zinszahlungen zu stecken und somit mehr Schulden zu hebeln muss doch irgendwann zusammenkrachen?

Die Maastricht-Kriterien sollen das Wachstum der Gesamtschulden eines Staates auf 3% beschränken. Aber von Tilgung redet niemand, warum eigentlich nicht?


Dirk S
9.7.2015 10:13
Kommentarlink

@ Fernand

Aber von Tilgung redet niemand, warum eigentlich nicht?

Das hängt damit zusammen, dass Staatsanleihen nach ihrem Auslaufen durch neue Staatsanleihen abgelöst werden. Da die Anleihesumme imm gleich bleibt (es werden jährlich nur die Zinsen gezahlt, die Tilgung erfolgt nach Ablauf der Anleihe in einem Stück) hat der Wert (die Kaufkraft) der Anleihensumme üblicherweise durch Inflation während der Laufzeit abgenommen, also ist die zum Ablösen der alten Anleihe notwendige Anleihe weniger wert, also du kannst dir für das Geld weniger kaufen.

Als Bsp.: Für eine Staatsanleihe kannst du dir 10.000.000 Dauerlutscher kaufen. Nach 10 Jahren wird die abgelöst und duch die Infaltion kannst du dir für die selbe nominale Summe aber nur noch 9.000.000 Dauerlutscher kaufen. Das macht man nur lange genug und dann ist der Restwert der Anleihe nur noch einen Dauerlutscher wert, den man tatsächlich so bezahlen kann.

Das ist der Trick dabei, Staatsschulden werden einfach weginflationiert, kostet natürlich Zinsen, aber die fallen pro Jahr an, lassen sich recht gut budgetieren. Und deshalb muss GR ja auch seine Not-Kredite irgendwann nach 2030 wirklich bedienen. Dann sind die allenfalls noch einen Ouzo wert. Na denn “Jamas!”

Also, Tilgen braucht eigentlich kein Staat, das erledigt die Inflation für die.

Inflationsfreie Grüße,

Euer Dirk


Pete the Beat
9.7.2015 15:25
Kommentarlink

@Fernand:

weil durch Tilgung eines Kredites die Geldmenge sinkt. Wenn die Staatsschuld von 2Bio.€ getilgt wäre, gäbe es 2Bio. “weniger Vermögen”.
Man muß sich nur mal die Schuldenuhr von good ol’murica anschauen
http://www.usdebtclock.org/ 🙂 Da siehts doch hier noch ganz gut aus.


Gedöns
9.7.2015 22:31
Kommentarlink

@Fernand
Am Anfang holt sich der Unternehmer (über seine Bank) bei der Zentralbank einen Kredit und sofort ist ein Geldvermögen und Schulden (gegenüber der Zentralbank) in gleicher Höhe (noch bei ein und derselben Person) da. Nach einiger Zeit landet dann das Geldvermögen endgültig in Privat und die Schulden vor allem beim Staat (Unternehmen haben natürlich auch immer Kredite laufen, andere akkumulieren dagegen) – es bleibt aber alles exakt gleich groß:
http://www.finanzkrise-politik.de/bilder/finanzsystem/helmut_creutz_nr.034_0.43b.png
Das private Nettogeldvermögen ist dabei Anreiz für unternehmerische, aber auch für jegliche abhängige Tätigkeit und nebenbei entstehen ja auch Immobilien, Infrastruktur, Industrieanlagen – also ein Anlagevermögen; insgesamt ein Reinvermögen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Reinverm%C3%B6gen#/media/File:Reinverm%C3%B6gen.png
Und gerade das Anlagevermögen bleibt, selbst wenn der Staat dann irgendwann doch Insolvenz anmelden muß. Alles kein Drama – nur für Leute mit viel Geld und ohne Anlagevermögen (also Geldumlaufsgeschwindigkeitsbremsern). Und mit viel und schnell entstehendem Anlagevermögen bzw. viel Realwirtschaft, wird der Staat auch nicht so schnell insolvent und behält seine Kreditwürdigkeit usw. usf.
Die Geschichte vom Josephspfennig
https://de.wikipedia.org/wiki/Josephspfennig
kann zwar nicht funktionieren, aber das soll sie auch gar nicht. Es ist doch einfach nett vom Staat, daß er die notwendigen Schulden mitsamt Zinsen möglichst lange übernimmt, so daß letztlich auch mir ein privates Nettogeldvermögen möglich ist (übrigens: pro-Kopf-Verschuldung ist deshalb natürlich ein schwachsinniger Begriff – man liest die persönliche Verschuldung am Girokontostand zuzüglich Bestand unter dem Kopfkissen ab). Aber das geht nicht ewig – und eine regelmäßige Staatsinsolvenz sollte nicht als Katastrophe angesehen werden – ist sie ja auch nicht.
Insgesamt gesehen funktioniert der Kapitalismus also ziemlich genial, nur hemmungslose Umverteilung auf der einen und hemmungslose nichtproduktive Geldbereicherung auf der anderen Seite stören manchmal gewaltig.


[…] Herr Danisch findet auch wieder deutliche Worte zum Thema: EU-Verblödung: Was Griechenland für Finanzen ist Österreich für Hirn […]