Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

vegetarisch – vegan – gynan

Hadmut
20.5.2015 22:40

Ideologisches Essen: Nach vegetarisch kam vegan. Nach vegan kommt… Ich wage eine Prognose.

Wenn ich mir die derzeitigen Ideologie-Krämpfe so ansehe, dann steigert sich das ja. Man sieht kaum noch vegetarisches Essen, jetzt muss das alles vegan sein. Neulich im Familienministerium hatten sie sogar als Nachtisch zweierlei Schokopudding: Vegan und normal.

Als nächstes kommt dann wohl »gynanes Essen« oder sowas: Lebensmittel, an deren Herstellung kein (weißer) Mann mitgewirkt hat. Weil doch im Moment so der Hass auf weiße Männer geschürt wird.

Nachteil: Davon wird es nicht sehr viel geben. Vorteil: Die meisten Femistinnen sind eh zu dick.

67 Kommentare (RSS-Feed)

Trinar Molat
20.5.2015 22:44
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wollepelz
20.5.2015 23:09
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Ich bin vegan. Veganes Essen kann auch wenig “exotisch” zubereitet werden. Ich stehe z. B. eher auf die s. g. Hausmannskost.

Die meisten Veganer sind leider etwas anstrengend.

Dass Veganer anstrengend sind, liegt aber in der Natur der Sache: Die allermeisten Veganer sind zugleich Feministen. Allein dies wäre ein Grund wieder umzusteigen. 😀

Ich fühle mich aber wohl damit. Also mit der Ernährung. Mit den Feministen sollte sich ein gesunder Mensch nicht wohlfühlen.


jannndh
20.5.2015 23:23
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Frutarier^^

Da gibts nur Äpfel und ähnliches was runterfällt.

Selbst Kartoffeln sind da tabu


Bert
21.5.2015 0:37
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Also ich ernähre mich auch vegetarisch und finde alles gut was uns von dem massenmäßigem Fleischkonsum wegbringt. Von daher finde ich es gut das es mehr und mehr Nicht-Fleischkonsumenten gibt. In unserer Wohlstandsgesellschaft ist diese Massentierhaltung hinzunehmen einfach unmoralisch. Schliesslich haben wir einen Verstand, der uns sagt das es den Tieren so nicht gut gehen kann, in solchen Umständen. Ob Feministinnen oder andere auf den vegetarischen/veganen Zug aufspringen ist mir egal. Hauptsache es machen möglichst viele. Was Feministinnen sonst für Zielsetzungen haben steht auf einem anderen Blatt und muss gesondert bewertet werden.


Alex
21.5.2015 0:47
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Du bist ein wenig spät dran, Hadmut. Die Entwicklung der ideologiegetriebenen Essstörungen ist schon deutlich weiter als “nur vegan”.

http://en.wikipedia.org/wiki/Freeganism


Die Ernährungsform ist eigentlich egal, es sind nur meistens Frauen und Linksversiffte mit zu viel Tagesfreizeit, die aus ihren persönlichen Vorlieben und Befindlichkeiten irgendeinen Quatsch machen, den sie dann als “Aktivismus” verkaufen wollen.

Im veganen Lager ist in der Tat der Feminismus- und Gender-Kram ein hirnzersetzendes Element. In der truefruits-Story kam da noch ein radikaleres Lager in Spiel, das irgendwie meint, man müsse ja auch dieses und jenes sein, unterstützen oder ablehnen, bloß weil man vegan lebt. Attila Hildmann wurde auch angefeindet, den ich selbst zwar auch in einigen Aspekten kritisch sehe, aber eben nicht so wie diese irren Hetzer von links. Da muss man sich über den schlechten Ruf von Veganismus nicht wundern, Hildmann hat das Ganze mal in einer Form präsentiert und promotet, die bei den Massen ankommt anstatt selbige nur zu beschimpfen und zu verlangen, dass sie ihr bisheriges Leben aufgeben und sich nur noch um deren Aktivismus-Müll zu kümmern hätten.

Ich habe mich anfangs immer noch nur als Vegetarier bezeichnet, weil man als Veganer meistens dann mit dieser irren Fraktion in einen Topf geworfen wird, die zu einer Fraktion namens “Total Liberation” gehören. Die wollen nicht einfach nur gegen Massentierhaltung und das drumherum sein, da geht es dann um Tierrechte auf Augenhöhe mit dem Menschen, natürlich Feminismus- und Gender-Quatsch, Anti-Rassismus, Anti-Faschismus etc.pp.

Kurzum, die wollen nicht einfach ein paar Dinge verbessern und dann den nächsten Schritt, die hätten am liebsten von hier auf gleich die Umkremplung der Welt nach deren Gusto. Natürlich funktioniert das nicht, sie werden als so irre betrachtet wie sie tatsächlich sind und da kommen dann Frust und Trotz ins Spiel. Deshalb kann man mit denen irgendwann gar nicht mehr reden oder diskutieren, weil da nur noch Ismen, Keulen und lauwarmes veganes Gepupse kommen. In der truefruits-Angelegenheit waren da Blogs wie indyvegan am Start, wo man nur noch kopfschüttelnd davor sass und dann den Tab im Browser wegklickte…


Fabian
21.5.2015 0:58
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Die USA sind uns ja immer etwas voraus und die Simpsons sind den USA immer etwas voraus, deshalb lautet die Antwort natürlich: Veganer Stufe 5!

https://www.youtube.com/watch?v=ETNQ3suMLZA


Hasso
21.5.2015 1:29
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Die Steigerung von vegan ist frutan.

http://de.wikipedia.org/wiki/Frutarier


Stephan Fleischhauer
21.5.2015 1:30
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Jaaaa! Frauen an den Herd!


LebensmittelInnen
21.5.2015 1:41
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Das ein böser weißer Mann den Feministinnen im Familienministerium das Essen wegfuttert, ist doch der eigentlich Skandal!


derdiebuchstabenzaehlt
21.5.2015 2:07
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@ Bert

” … und finde alles gut was uns von dem massenmäßigem Fleischkonsum wegbringt. ”

Ich würde ein Fahrsilo oder Selbstentleibung empfehlen … Du findest also wirklich ALLES gut, was diesem Ziel dient? ALLES?


Geluckt
21.5.2015 4:51
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Bitte verschont uns mit euren besseren Lebensweisen. Wenn ihr keine Religion sein wollt, dann lasst eure Mitmenschen in Ruhe. Wer mir hier mit besserer Moral kommt, wenn man weniger Fleisch isst, sollte besser sein dummes Mundwerk halten, besonders weil es in seinem Leben bestimmt Sachen gibt, die er nicht wissend unterstützt und dabei menschenverachtend ist, so dass der Schutz von Tieren nur scheinheilig und pseudomoralisch ist.


Peter Suxdorf
21.5.2015 5:44
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Ich finde Vegetarier, Veganer, Frutarier u.ä. richtig gut…Bleibt mehr Fleisch für mich…


Ich kenne einen Typen, der sich als Noganer ausgegeben hat, also einer, der NICHTS isst. Das dumme Ding: als dem die Hütte abgefackelt ist, haben sie nach den Löscharbeiten allerhand Nahrung bei dem in der Küche gefunden. Der Kerl hat allerdings auch einen gewaltigen Schaden. Der rennt immer mit einem Stofftier durch die Gegend und redet mit dem. Arbeitet übrigens bei einer Arbeitsagentur als “Berater”. Schöne, neue Welt.


Klaus
21.5.2015 6:33
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Das nächste dürfte wohl rein synthetische Nahrung sein.

Vegetarische Ernhärubng aus Gründen, ich will keine Tiere töten, ist meiner Meinung nach Unsinn.

Die Tatsache, dass Planzen uns so fremd sind (z.B. Nervensystem), bedeutet nicht, sie würden nichts fühlen. Erst im Laufe der modernen Forschung (z.B. Insekten sind Roboter, das geheime Leben der Pflanzen) wird klar, dass Pflanzen durchaus hochentwickeltes Leben sind. Nur halt ganz anders als wir.

cu


wollepelz
21.5.2015 7:26
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@Bert:
Es geht darum, dass man nicht ohne weitere Probleme in veganen Kreisen verkehren kann, wenn man eine Feminismusallergie hat.

Die meisten veganen Websites gendern doch schon wie blöde. Die einzigen, die eine Anweisung von oben haben, nicht zu gendern, ist der Vegetarische Bund, der Vebu. Die sind grundsätzlich vegan, gendern aber aus kommerziellen Gründen nicht. Das gemeine Volk will nämlich nicht gendern.

Ansonsten: Die ganze vegane Welt da draußen gendert und ist so gar schröcklich voller Vielfalt und Toleranz und Akzeptanz und Gleichstellung und…
Ich denke, das bekommt als Vegetarier nicht so direkt mit. Ich selbst lese vegane Seiten schon gar nicht mehr, weil ich es nicht aushalte.


Roland K.
21.5.2015 8:20
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Herrlich! Macht mir richtig Appetit auf ein Steak…….


HF
21.5.2015 8:28
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Auch das ist Teil der spätrömischen Dekadenz:
Das Imperium bröckelt, die Wirtschaft kriselt, die Steuerpächter betrügen den Staat und seltsame Kulte verbreiten sich.


quer
21.5.2015 8:33
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Ausweislich seines Gebisses, ist der Mensch ein Allesfresser. Die oberen Eckzähne (Reißzähne!)verweisen eindringlich auf das Bedürfnis, Fleisch zu essen (müssen).

Wer einen Salat ißt, muß wissen, daß er sich einen lebenden Organismus einverleibt. Denn wenn der Salat “tot”, also welk und vergilbt ist, ist er ungenießbar und schädlich.


Slartibartfast
21.5.2015 8:34
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Ich bin da bei Klaus: Die meisten essen doch kein Fleisch, weil sie Mitleid mit dem süßen Lämmchen haben und sie Fleisch nicht so lecker finden.
Mit der armen Sojabohne, dem gequälten Weizenkorn oder dem armen Hefebakterium hat keiner Mitleid. Das Mitleids-Argument zu Ende gedacht, wäre Frutarier die einzig gangbare Lösung (nur das Essen, was die Pflanze freiwillig hergibt). Dass damit wohl kaum der ganze Planet ernährt werden kann: Egal.
Die überwiegende Mehrheit an Vegetariern (egal welcher Stufe) die ich kenne, sind Gefühlsmenschen; für sie ist es nicht wichtig, das Ding konsequent und logisch durchzuziehen, sondern nur, dass ihre unmittelbaren Gefühle befriedigt werden. Wenn es eine Fernsehsendung über den Schlachthof gibt, wird halt wieder eine Woche kein Fleisch gegessen…
Die Überschneidung mit den Feministen ist deshalb nicht von ungefähr: Die schreien ja auch eher wegen der gefühlten Benachteiligung und nicht wegen einer real existierenden, messbaren Benachteiligung.


Maxwell
21.5.2015 9:04
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Also mir kommt die heterotrophe Ernährung moralisch sehr fragwürdig vor, quasi ein Makel der Natur und des Menschen speziell. Ich strebe eine autotrophe Ernährung an. Ich lege mir also Photosynthese per Symbiose zu, propfe mir Blätter ein und ernähre mich dann Solar. Allenfalls fehlende Nährstoffe substituiere ich durch moralische Überheblichkeit, dem Wundermittel das mich zusammenhält.


CountZero
21.5.2015 9:17
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@quer:
Die oberen Eckzähne (Reißzähne!)verweisen eindringlich auf das Bedürfnis, Fleisch zu essen (müssen).

Lt. David Geary bzw. dort zitierter Literatur ist die Funktion der Eckzähne beim Homo sapiens anscheinend nicht auf ‘Reißen von Beute’ (Großkatzen, Krokodile…) zurückzuführen, sondern auf ‘Male-male competition’.

Ein Vorfahre des sapiens (ich glaube erectus, habe aber meinen Geary gerade nicht da) hatte deutlich ausgeprägtere Eckzähne als sapiens, war aber reiner Pflanzenfresser(!). Die wissenschaftlich aktuell offenbar akzeptierte Erklärung ist, dass die Eckzähne bei Konkurrenzkämpfen mit Männchen der eigenen Art eine wichtige Rolle spielten.


der eine Andreas
21.5.2015 9:28
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der eine Andreas
21.5.2015 9:29
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o.T. Der große, böse Wolf bei Rotkäppchen wurde auch nur missverstanden 🙂
http://www.wulffmorgenthaler.de/strip/2015/05/16


Der/Anarchist
21.5.2015 9:29
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“Ich esse kein Fleisch, weil ich ein Gegner der Massentierhaltung bin”

Was ist das für schwaches Argument? Ich bin auch ein Gegner von Massentierhaltung und Eiern von kranken Batterie-Hühnern, dennoch verzehre ich Fleisch und Eier. Weil ich weder das Fleisch von Massentierhaltung, noch jene Eier von Batterie-Hühnern kaufe. Zwar bezahle ich für das Fleisch einen höheren Preis, aber aufgrund der Tatsache, daß ich nicht täglich Fleisch essen muss, akzeptiere ich die Ausgaben.


Rox
21.5.2015 9:34
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Hatten wirs nicht erst neulich, dass laut einer Studie die meisten Männer eher auf Frauen mit kleinen Pölsterchen stehen? Weiß aber nicht mehr wo.

An sich wäre “gynanes” Essen nicht mal unlogisch, da ganz extreme Kreise Männer ja bis hin zu richtigem Ekel ablehnen. Aber auch die nächste Stufe, also diese Geschlechts-Apartheid der Frauenhäuser, Frauencafés, “geschützten Bereiche” usw. gehen ja in die Richtung. Und sowieso solche Lehren, dass alleine schon die Anwesenheit eines einzigen Mannes zu einem anderen Verhalten der Frauen führt usw.

Fast unlogisch, dass es das noch nicht gibt … doch, grad mal geguckt, die gynozentrisch verfasste Sekte Brahma Kumaris hat sowas. Da muss zum Beispiel das Essen von einer Frau zubereitet worden sein und diese muss außerdem im Zölibat leben.


Hadmut
21.5.2015 18:20
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> Hatten wirs nicht erst neulich, dass laut einer Studie die meisten Männer eher auf Frauen mit kleinen Pölsterchen stehen?

Zwei Polster, um genau zu sein. Und die waren so klein nicht.


Cargo Cult Science
21.5.2015 9:53
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»Schliesslich haben wir einen Verstand…« — der sich aber nur deswegen herausbilden konnte, weil unsere humanoiden Vorfahren energiereiche Fleischnahrung bevorzugten. Der Betrieb eines komplexen Gehirns ist nämlich sehr energieintensiv. Damit es sich überhaupt entwickeln konnte, war sogar ein Energieüberschuß notwendig, den Fleisch allein gar nicht aufbrachte. Wahrscheinlich gab erst die Entdeckung des Feuers und seine dauerhafte Erhaltung zwecks Nahrungsaufschluß den notwendigen Enrgieschub.

http://www.spektrum.de/alias/evolution/menschwerdung-durch-kraftnahrung/829766

Darum sind wohl auch viele Radikalveganer so ungenießbar: Immer wenn bspw. Grillgeruch ihre Nase erreicht, signalisiert ihnen der eigene Körper: Haben will! Zur Rechtfertigung ihres schmerzhaften Verzichts tun sie nun unter Verwendung modischer Begriffsfragmente ihre Ernährungsweise ideologisch-aggressiv zur Weltanschauung religiotischer Prägung aufblasen…


Tut mir leid, Leute, ihr seid alle nicht auf der Höhe der Zeit. Lichtnahrung ist momentan der letzte Schrei:
Siehe hier: http://www.siegfriedtrebuch.com/dimensionssprung/lichtnahrung-3-jahre-ohne-essen/


Hadmut
21.5.2015 18:18
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> Lichtnahrung ist momentan der letzte Schrei:

Zitat:

Ich muss dazu sagen, dass Gaby ja nicht behauptet, absolut nichts zu sich zu nehmen. Aber ich behaupte, dass Kleinigkeiten wie gelegentlich ein Cappuccino, Gummibärchen oder ein Stück Schokolade nicht in die Kategorie Nahrung sondern Genussmittel fallen. Laut Ernährungstheorie reichen diese Mengen jedenfalls bei weitem nicht zur Erhaltung des Körpers aus. Ich hatte natürlich nicht die Möglichkeit zu überprüfen, wie viel Gaby wirklich isst. Aber abgesehen davon, dass ich solche Untersuchungen pietätlos finde, gibt es für mich auch noch so etwas wie Vertrauen. Gaby hat sich mit dieser Fähigkeit nie gebrüstet und bildet sich auch nicht viel darauf ein. Im Gegenteil: Sie versuchte sie geheim zu halten.

Lichtnahrung für Unterbelichtete. Mahlzeit!


Hasso
21.5.2015 10:09
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Zitat quer: “Ausweislich seines Gebisses, ist der Mensch ein Allesfresser. Die oberen Eckzähne (Reißzähne!)verweisen eindringlich auf das Bedürfnis, Fleisch zu essen (müssen).”

Gorillas haben auch Reisszähne, sind aber trotzdem Vegetarier.


Knut
21.5.2015 10:13
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Esst vegane Feministinnen!
Kein Tier, kein Tierprodukt, keine Massenhaltung, keine Monokultur, keine Schädlingsbekämpfung, kaum Antibiotika.
Alles gut!


TOPCTEH
21.5.2015 10:17
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Ich hätte ja gerne endlich den Proteinsequenzer in der Küche für ein schönes Stück Fleisch und für’s Gemüse den Saccharin-Zellulose-Sequenzer. Also wie in Star Trek “Steak mit Ofenkartoffel” sagen und *brzz* ist das Zeugs fertig. Wahrscheinlich gibt es dann aber wieder irgendwelche “aber die arme Energie wird benachteiligt”-SpinnerInnen.


Juergen Sprenger
21.5.2015 11:01
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Zurück zu den Wurzeln: Steinzeiternährung.

http://de.wikipedia.org/wiki/Steinzeitern%C3%A4hrung

Allerdings ist das dann weder vegan noch vegetarisch.


Manfred P.
21.5.2015 11:16
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Ist halt so die Mode.

Ansonsten können mich Veganer mal kreuzweise am Arsch, wenn sie mich missionieren wollen.

In dieser Welt fressen Lebewesen andere Lebewesen, um zu überleben.

Man kann sich mal im Teich anschauen, wie ein Koi kleinere Guppies einfach so wegfuttert.

Der pisst sich nicht ein von wegen vegan und blabla.

Ist zwar scheiße, wenn man gefressen wird, aber als Mensch hat man den Vorteil, dass man an der Spitze der Nahrungskette steht, und deswegen alle anderen frisst, statt gefressen zu werden.

Es sei denn, es kommt ein fieser Virus, der einen von innen auffrisst.

Kann man denn nicht mit Bakterien und Viren vernünftig diskutieren, dass es total unethisch ist, uns einfach so umzubringen?


Jan Lul
21.5.2015 11:22
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“Ausweislich seines Gebisses, ist der Mensch ein Allesfresser.”
Ausweislich seines einfachen Magens auch – oder haben Sie einen Pansen und käuen wieder? 😉

Ich esse trotzdem seit 1994 fast kein Fleisch, weil mir die Masthormone und die Fleischqualität auf den Senkel gehen. Wer mal frisches (nie tiefgefrorenes) Fleisch von Weidetieren oder auf der Jagd erlegten Tieren hatte, weiß was ich meine.

Bigott sind die Veganer auch noch: sie lassen sich gerne im Auto mit Vollederausstattung durch die Gegend kutschieren.


Christian
21.5.2015 12:26
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😀 Vegan ist bald wieder out und dann kommt….. Petran! Der neue Supertrend!

“Kein Bock mehr auf Vegan?
Die Pflanzen leiden ja auch!
Probiers doch mit PETRAN!
Freut Zähne UND den Bauch…..”

Petran natürlich von Petra = Stein (lat.).

Ja, Steineesser sind die Zukunft! Bis dann festgestellt wird – Mist, auch Steine haben ein Bewusstsein – dann wird (s. Trinar) auf Lichtnahrung umgestellt – bis man feststellt – auch das Licht hat ein…. man ahnt es schon.
Am Ende frisst man sich selbst, da am bekömmlichsten und garantiert KEINEM Wesen/Materie außer einem Selbst Schaden zufügend.
😀
Klingt gut?
Klingt gut!
Schönen Gruß
Christian


albjaga
21.5.2015 12:48
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Genau solche Äußerungen wie die obige von Bert sind es die Vegetarier und deren Steigerung so nervig machen.
Diese Überheblichkeit, man ist ja moralisch auf der richtigen Seite. Und gleichzeitig zu implizieren, dasß sich alle die Fleisch essen unmoralisch verhalten.
Und hier ist eben auch der Zirkelschluß zu all den anderen Guten: Seines Feministen, Atomkraftgegner, fanatische Umweltschützer und und und:
Sie stehen auf der richtigen Seite, sie sind die moralischen und wir die unmoralischen, schlechten Menschen.
Was erlauben sich diese Leute eigentlich? Wie kommt ein Bert dazu mir unmoralisches Verhalten zu unterstellen und zu behaupten ich würde meinen Verstand nicht richtig benutzen!


Daniel Frey
21.5.2015 13:46
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“Einen Veganer erkennt man nicht an seinen Essgewohnheiten sondern daran dass er ständig darüber spricht”

und

“Ein frischer Salat wird besonders schmackhaft wenn man ihn kurz vor dem Verzehr durch ein saftiges Steak ersetzt” 🙂


dentix07
21.5.2015 14:31
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@ quer
Nicht nur das Gebiß, auch der restliche Verdauungstrakt ist der eines Allesfressers: zu kurz für reinen Pflanzenfresser, zu lang für reinen Carnivoren.

Vielleicht sollte man den Vegetariern, Vagnern etc. mal wieder erzählen woher die grundlegende Idee dazu stammt, bzw. wer sie in Deutschland gefördert hat: Adolf und die Seinen nämlich!


prx
21.5.2015 14:45
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Ob vegetarisch oder vegan – die essen meinem essen das essen weg.


Zaphod B
21.5.2015 16:05
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Adolph Hitler war Vegetarier!

Stimmt zwar nur teilweise, bringt aber diese ganzen Esoterik-Spinner immer so herrlich auf die Palme. Aufgrund verstärkter Flatulenz empfahl der Leibarzt dem GröFaZ den Verzicht auf Fleisch. Die Nazipropaganda versuchte damit Hitler als vorbildlichen Asketen erscheinen zu lassen…

Anyway – wer vegetarisch, vegan, koscher, hahal oder weiß der Geier wie leben will soll das gefälligst mit sich selber ausmachen und alle anderen in Ruhe lassen!

Das Dumme ist nur, was allen drei Weltreligionen und Ideologien gemein ist, ist nun mal dass sie allesamt hochgradig intolerant von einem extremen Missionierungszwang besessen sind.


Hadmut
21.5.2015 18:42
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> Adolph Hitler war Vegetarier!

…und schrieb sich mit f. Hat der STERN damals herausgefunden.


Pete
21.5.2015 19:25
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Lass das nicht den Straubinger hoeren. Der hat vor einigen Jahren doch einen ach so tollen “Dokumenarfilm” (Am Anfang war das Licht) darueber durch die Kinos rollen lassen, ist von Oesterreichs hoechsten Stellen dafuer gebauchpinselt worden und die oesterreichische Filmbewertungskommission hat den Streifen fuer “besoders wertvoll” erklaert.
Dafuer gab es dann das “Goldene Brett vor’m Kopf” 2011.

Da muss ja war dran sein 😉 Bei soviel Auszeichnung…

Vielleicht war ja der Film wenigstens gut belichtet 😉

http://de.wikipedia.org/wiki/Am_Anfang_war_das_Licht


Schorsch
21.5.2015 20:15
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@Knut: Esst vegane Feministinnen!
Kein Tier, kein Tierprodukt,….

Soylent Green???

Schorsch


Männerstreik
21.5.2015 20:20
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Es gibt übrigens selten mehr Gedanken über das vermeintliche Sozialleben und die Empfindungen von Pflanzen als bei Diskussionen über Vegetarismsu / Veganismus, sobald irgendwelche Fleischfresser ins Spiel kommen. Ih wette, das sind die gleichen, die am Valentins- oder Jahrestag kein Problem damit haben, ihrer Holden die großzügig abgeschnittenen Geschlechtsteile des Rosenstrauchs – nichts anderes sind die Blüten – zum Geschenk zu machen. In der Hoffnung, dass sie dann mit deren Geschlechtsteil andere Dinge macht als abschneiden oder abbeissen.

Guten Hunger, Jungs! (Bei was auch immer….) 😛


Männerstreik
21.5.2015 20:45
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Bei “gynan” musste ich übrigens an einen Artikel denken, wo zwei durchgeknallte Lesben mit den Milchsäurebakterien aus ihrer Vagina aus Milch Joghurt gemacht hatten. Funktionierte zwar, aber natürlich hygienisch betrachtet niht so der Hit und eher ein Fall für eine Lebensmittelvergiftung. Hier der Link dazu:

http://motherboard.vice.com/de/read/fruehstueck-aus-der-scheide-222


Bert
21.5.2015 21:24
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@derdiebuchstabenzaehlt “Ich würde ein Fahrsilo oder Selbstentleibung empfehlen … Du findest also wirklich ALLES gut, was diesem Ziel dient? ALLES?”:

Ich glaube du weisst was ich damit meine. Natürlich würde ich dafür nicht die Menschheit beseitigen wollen um Massentierhaltung abzustellen, aber wie kannst du zu deinem persönlichen Vergnügen billigend in Kauf nehmen das die Tiere leiden? Ist der persönliche Luxus, also der gute Geschmack der ein paar Sekunden anhält wirklich höher zu bewerten als das komplette Leben eines Tieres?

@wollepelz: Natürlich bin ich auch gegen das gendern, nur ist das ein Problem welches nichts mit Verzicht auf Fleisch zu tun hat.

@Der/Anarchist “Ich bin auch ein Gegner von Massentierhaltung und Eiern von kranken Batterie-Hühnern, dennoch verzehre ich Fleisch und Eier. Weil ich weder das Fleisch von Massentierhaltung, noch jene Eier von Batterie-Hühnern kaufe.”:

Das ist ja schonmal ein guter Anfang. Zumindest räumst du damit ja ein das es schlimme Umstände in der Tierhaltung gibt und bist bereit ein Teil deines Verhaltens anzupassen um diese Umstände nicht noch zu unterstützen.

@Cargo Cult Science “»Schliesslich haben wir einen Verstand…« — der sich aber nur deswegen herausbilden konnte, weil unsere humanoiden Vorfahren energiereiche Fleischnahrung bevorzugten. Der Betrieb eines komplexen Gehirns ist nämlich sehr energieintensiv.”:

Das ist aber etwas zu kurz gedacht. Selbst wenn ich jetzt mal unterstelle das deine Behauptung stimmt. In der heutigen Zeit gibt es nunmal eine reichhaltige Palette an Ersatzlebensmitteln, die gabs zur Steinzeit noch nicht. Ich behaupte einfach nur das man heute kein Fleisch mehr konsumieren muss um nicht zu verhungern.
Für mich klingt das eher so als würdest du mit fadenscheinigen Argumenten versuchen deinen persönlichen Luxus zu rechtfertigen. Ist das wirklich das beste Argument das es pro Fleischkonsum gibt?
Lehrt uns nicht die Vernunft einen fundamentalen Respekt vor einem anderem Lebewesen, wenn es diesen Respekt nicht verwirkt? Klar, Feministinnen verspielen regelmässig diesen Respekt durch unlautere Methoden, aber was hat dir ein Tier getan?


Rainer
21.5.2015 21:36
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Alles was Beine hat kann man essen. Außer Tische und Stühle.


derdiebuchstabenzaehlt
22.5.2015 2:38
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@ Bert

> Ist der persönliche Luxus, also der gute Geschmack der ein paar Sekunden anhält wirklich höher zu bewerten als das komplette Leben eines Tieres?

Wenn jeder an sich selbst denkt, ist an alle gedacht …ausserdem esse ich nur tote Tiere … das nur, weil Du ja genau weißt, was für Fleisch ich kaufe.

Haustierrassen erhalten durch deren Nutzung, wo auch deren Verzehr zugehört, sagt Dir was? Kannst ja Tante Google fragen, wenn nicht.

Dies könnten übrigens mehr Menschen so machen, wenn nicht der Staat zB den Leute das Geld für nutzlos teure, auch grüne Veganerpolitik, aus dem Hosensack pressen würde.

PS: Findest Du es gut, eine solche CO2 Schleuder wie Deinen Compuder zu betreiben und entsprechend die Umwelt zu zerstören?


der eine Andreas
22.5.2015 10:32
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@Hasso:
Irrtum: Auch Gorillas sind keine reinen Vegetarier:
http://www.janegoodall.ch/index.php/menschenaffen/gorrillas


Cargo Cult Science
22.5.2015 12:21
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@ Bert:

»Selbst wenn ich jetzt mal unterstelle das deine Behauptung stimmt.« — Und da hatte ich extra den Link zu einem Artikel aus ›Spektrum der Wissenschaft‹ mitgeliefert, um zu dokumentieren, daß es keine Behauptung von mir ist…

»Für mich klingt das eher so als würdest du mit fadenscheinigen Argumenten versuchen deinen persönlichen Luxus zu rechtfertigen. Ist das wirklich das beste Argument das es pro Fleischkonsum gibt?« — Ich habe keine Rechtfertigung gebracht, sondern eine Erklärung für die extreme Neigung des Menschen zum Fleischkonsum.

Ich verspüre nämlich nicht die geringste Neigung, diesen ›persönlichen Luxus zu rechtfertigen.‹ Im Gegenteil: Dankbarkeit ist es, die mich beseelt, weil ich als erster einer langen Ahnenreihe nie diesem existenziellen Zwang unterlag und Hunger litt. Ersatznahrungsmittel durften ja meine Vorfahren schon zu Genüge verzehren.

Als Kriegsenkel, der die Barbarenzeit noch aus eindringlichen Schilderungen erster Hand kennt, betrachte ich Veganismus als Luxusproblem übersättigter Wohlstandsgeschöpfe. Letzlich sehe ich (nicht nur) in dieser Thematik einen weiteren Spaltpilz zur Verwirrung, Selbstbeschäftigung, Ablenkung und Disziplinierung des Publikums. Man soll im Klein-Klein der Unwesentlichkeiten den Blick für das Eigentliche verlieren:

“Abgeordnete der EVP [Europäische ›Volkspartei‹, konservatives Parteienbündnis im Europäischen Parlament] haben am Dienstag [21.4.2015] eine Anhörung über den Stand der EU-Russland-Beziehungen veranstaltet und angesichts des Konflikts mit Russland propagiert, dass es die beste Verteidigung sei, sich auf den Krieg vorzubereiten… »Wir müssen klar machen, dass wir für die von uns als existentiell erachteten Prinzipien von Europas Zukunft in den Krieg ziehen werden«…” ( http://m.heise.de/tp/artikel/44/44744/1.html )

Ja, das mögliche Leid der Tiere blende ich genauso aus wie es Veganer tun, die Medikamente einnehmen; schließlich wurden die alle im Tierversuch getestet…


Knut
22.5.2015 13:38
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@Schorsch
Soylent Green?
Aus toten Menschen?
So ohne Blut?
Nee, wenn ich in den Hals beiße muss der süße Saft fließen …
Ich bekomme gerade Durst. Mal sehen, ob noch ‘ne Projektleiterin rumläuft, die eh keiner vermisst.


St. Elmo
22.5.2015 14:19
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@ Bert
Das Argument man muss kein Fleisch konsumieren stimmt, gilt aber genauso für alle anderen Lebensmittel, man muss z.b. auch keine Tropenfrüchte konsumieren, für die die Regenwälder abgeholzt wurden. Die mit großen Frachtschiffen über den Ozean schippern welche mit Schweröl betrieben werden, dessen Förderung für immense Umweltschäden verantwortlich ist etc. pp.
Du siehst wo das Hinführt…

Aber wenn durch mein Fleischkonsum die Bauern in Südamerika, durch den Anbau von Tierfutter ein Einkommen erzielen, dass es Ihnen ermöglicht sich Bildung für ihre Kinder und medizinische Versorgung leisten zu können, durch ihre Einkommensteuern die Infrastruktur verbessert wird und der Lebensstandard in diesen Ländern steigt, sehe ich sogar sehr viele Vorteile im Fleischkonsum.

Und ich gönne mir diesen kleinen Luxus gerne, denn der macht das Leben erst Lebenswert. Die einen gönnen sich den Luxus Bio-Vegan, die anderen jetten um die Welt, für den nächsten ist der Luxus das Feierabend-Bier, mein Luxus ist hin und wieder ein leckeres Steak.


Hans
22.5.2015 14:29
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Billionen von Insekten (und viele Säugetiere), werden bei der Erzeugung von Gemüse, Getreide und Obst Jahr für Jahr vernichtet, egal ob Bio oder Konventionell! Denkt denn niemand an die Insekten?


Max
22.5.2015 16:30
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Rein formal liegt noch nicht einmal eine wie auch immer geartete “Verantwortung” des Verbrauchers für ein Tier vor. Er kauft Fleisch von einem Lieferanten und bezahlt dafür einen Preis. Es liegt somit ein Kaufvertrag vor. Das Tier ist übrigens lediglich eine Sache, intensive Tierhaltung verstösst nicht gegen Gesetze sondern geht mit diesen konform.

@bert:

schlimm anzusehen, was Ideologie so alles anrichten kann. Du bist das beste Beispiel dafür.


Robert W.
22.5.2015 16:41
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Dazu der passende Spruch:
Wann genau ist aus “Sex, Drugs & Rock’n Roll” eigentlich “Laktoseintoleranz, Veganismus & Helene Fischer” geworden?
😉

Im Bereich der Ernährung gibts schon seit langem einen ganzen Stall von diversen “Lehren” mit mehr oder weniger fanatischen Anhängern. Rohköstler, vegane Rohköstler (“Urkost”), Veganismus, Frutarier, Vegetarier in allen Abstufungen, Steinzeitkost, Lichtnahrung, usw. usf. (in grauer Vorzeit waren die Diskussionen in der Newsgroup de.alt.naturheilkunde diesbzgl. immer recht amüsant)

Nebenbei: es mag durchaus sein, daß einzelne dieser Nahrungsvorschriften gewisse Vorteile bei bestimmten Krankheiten haben. Daß das dann aber für alle gut zu sein hat, ist ein ekklatanter Fehlschluss.

PS: für ein schönes Rip-Eye-Steak (englisch bis blutig) lass ich jeden Salat stehen 😉


Bert
22.5.2015 19:02
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@derdiebuchstabenzaehlt: Sehr schwache Argumente, wenn man schon so wohlwollend sein will deine Aussagen als Argumente zu bezeichnen. Was soll dieser Quatsch mit den toten Tieren? Also dadurch haben die dann kein Leid in der Massentierhaltung zu erfahren? Und was hat das mit der Sorte Fleisch zu tun, die du isst? Müssen die tiere etwa nicht sterben?

“PS: Findest Du es gut, eine solche CO2 Schleuder wie Deinen Compuder zu betreiben und entsprechend die Umwelt zu zerstören?”

Erstens kostet das keine Leben und zweitens, bist du der Meinung das man ein Unrecht mit einem anderen entschuldigen kann? Wenn du mal deinen haltlosen Fleischkonsum flachhalten würdest könntest du damit wesentlich mehr für die CO2-Einsparung machen. Wieso stehst du nicht einfach dazu, dass du das Leid billigend in kauf nimmst? Aber da bellt wohl eher ein getroffener Hund…


Bert
22.5.2015 19:21
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@Cargo Cult Science “»Für mich klingt das eher so als würdest du mit fadenscheinigen Argumenten versuchen deinen persönlichen Luxus zu rechtfertigen. Ist das wirklich das beste Argument das es pro Fleischkonsum gibt?« — Ich habe keine Rechtfertigung gebracht, sondern eine Erklärung für die extreme Neigung des Menschen zum Fleischkonsum.”:

Naja, es gibt halt alle möglichen Neigungen. Manche bringen aufgrund ihrer Neigung gerne Menschen um, andere Tiere. Nur weil es eine Neigung ist, heisst es ja nicht das es unverzichtbar oder richtig ist.

“(…) weil ich als erster einer langen Ahnenreihe nie diesem existenziellen Zwang unterlag und Hunger litt. Ersatznahrungsmittel durften ja meine Vorfahren schon zu Genüge verzehren. “:

Also wenn man auf Fleischkonsum verzichtet ist die logische Folge unter Hunger zu leiden? Ich finde es überdies auch gefährlich alles andere als Fleisch als “Ersatznahrungsmittel” zu bezeichnen. Daran sieht man leider wie Fleisch-zentriert du zu sein scheinst.

“Als Kriegsenkel, der die Barbarenzeit noch aus eindringlichen Schilderungen erster Hand kennt, betrachte ich Veganismus als Luxusproblem übersättigter Wohlstandsgeschöpfe. “:

Mit dieser Aussage implizierst du aber das die “Vegetarier” auf Fleisch verzichten aus einem egoistischen Grund, nämlich weil sie es nicht mehr schmecken können bzw. mögen. Ich hatte gehofft mit meiner Aussage deutliche zu machen das meine Intention gerade nicht aus Egoismus erfolgt, sondern aus Tierliebe bzw. ethischen/moralischen Erwägungen. Von daher kann ich mich deiner Schlussfolgerung durchaus nicht anschliessen. Auch kenne ich keine anderen Vegetarier die aus dieser Motivation verzichten.

“Ja, das mögliche Leid der Tiere blende ich genauso aus wie es Veganer tun, die Medikamente einnehmen; schließlich wurden die alle im Tierversuch getestet…”:

Das Argument ist leider dahingehend falsch weil du versuchst von deinem eigenen “Unrecht” bzw. Unmoral abzulenken indem du auf andere zeigst. Die Frage ist doch eher ob Vegetarier die Wahl haben und wenn ja für was die sich dann entscheiden würden. Die zunehmende Vegetarisierung untermauert eher den Verdacht, dass viele Menschen, wenn sie die Wahl zwischen Fleisch und Ersatz haben, bewusst auf Fleisch verzichten. Bei Medikamenten geht das leider nicht so einfach.

Und was deine Vorfahren bzw. den Link angeht. Natürlich ist mir klar das wenn man vor der Wahl steht eher zu verhungern oder ein Tier zu töten um Fleisch zu essen, man sich natürlich für das Töten entscheiden muss – wie in der Steinzeit. Wenn es ums Überlegen geht handelt der Mensch instinktiv, aber in unserer heutigen Gesellschaft in Deutschland ist man zum Glück nicht mehr in der Situation. Soll heissen: Du verhungerst nicht sondern hast eine sehr reichhaltige Fülle an anderen Lebensmitteln.


Bert
22.5.2015 19:55
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@St. Elmo “Das Argument man muss kein Fleisch konsumieren stimmt, gilt aber genauso für alle anderen Lebensmittel, man muss z.b. auch keine Tropenfrüchte konsumieren, für die die Regenwälder abgeholzt wurden. Die mit großen Frachtschiffen über den Ozean schippern welche mit Schweröl betrieben werden, dessen Förderung für immense Umweltschäden verantwortlich ist etc. pp.”:

Ist aber etwas weit hergeholt. Die Verbindung zwischen Fleischverzicht und Tiertötung ist zwingend und stärker zu gewichten als irgendein Ölloch das sowieso gebohrt werden würde. Wieso aber macht aber die Ölbohrung denn jetzt die Tiertötung besser? Natürlich sind die Ölbohrungen/Fracking nicht so doll, aus vielen Gründen. Wenn wir aber heute aufhören würden Öl zu fördern würde unsere Wirtschaft morgen zusammenbrechen, der selbe Effekt würde beim Aufhören von Fleischkonsum allerdings nicht eintreten.

“Aber wenn durch mein Fleischkonsum die Bauern in Südamerika, durch den Anbau von Tierfutter ein Einkommen erzielen, dass es Ihnen ermöglicht sich Bildung für ihre Kinder und medizinische Versorgung leisten zu können, durch ihre Einkommensteuern die Infrastruktur verbessert wird und der Lebensstandard in diesen Ländern steigt, sehe ich sogar sehr viele Vorteile im Fleischkonsum.”:

Ein schönes Ansinnen. Aber wenn du die Bauern wirklich unterstützen willst, wieso spendest du dann nicht direkt das Geld dahin welches du für Fleisch ausgibst. Dann kommt garantiert mehr an als wenn das durch X Händlerketten geht. Aber das wirkt eh so wie ein vorgeschobenes Argument. Wenn du nämlich wirklich helfen wolltest und nicht nur an dich denken würdest, würdest du die Tiere da aussen vor lassen, weil du durch meinen Vorschlag ja viel mehr Gutes mit den selben Mitteln bewirken könntest.

“Und ich gönne mir diesen kleinen Luxus gerne, denn der macht das Leben erst Lebenswert. Die einen gönnen sich den Luxus Bio-Vegan, die anderen jetten um die Welt, für den nächsten ist der Luxus das Feierabend-Bier, mein Luxus ist hin und wieder ein leckeres Steak.”:

Bitte Vegan nicht mit einem Steak gleichsetzen, der Vergleich ist nicht statthaft, an dem einen klebt Blut und Leid (worum es ja die ganze Zeit geht) an dem anderen nicht. Es ist ja “okay” das du Fleisch konsumierst, nur bitte versuche es nicht mit irgendwelchen fadenscheinigen Argumenten zu rechtfertigen oder auf andere zu zeigen. Wenn du einfach zugeben würdest das du aus egoistischen Motiven unethisch handelst wäre ja alles gut.


Manfred P.
22.5.2015 21:10
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@Bert

Es ist nichts unethisches daran, ein Tier zu töten, um seinen Hunger zu stillen.

Es ist höchstens unethisch, Tiere massenhaft zu quälen, und tote Tiere nicht zu verzehren, sondern wegzuwerfen. Dann hat man das Tier sinnlos getötet, und das ist hochgradig unethisch.


derdiebuchstabenzaehlt
22.5.2015 21:13
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@ Bert

Hat keinen Sinn mit Dir … wer mir immer noch haltlosen Fleischkonsum vorhält, dem ist eben nicht zu helfen … und natürlich mussten die Tiere sterben, die ich esse, was denn sonst? Macht mir nicht das geringste schlechte Gewissen, habe sogar mal welche von denen selber geschlachtet! (Gänse und Fische) Macht mir nix aus. Manchmal “kannte” ich die Schweine, die ich esse sogar …

So, jetzt wünsche ich Dir noch einen feinen veganen Herzkasperl, vor lauter moralischer Empörung.

PS: Ist das Schwein erst tot, hat es viele Freunde!


Cerberus
22.5.2015 22:47
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> “@Schorsch
Soylent Green?
Aus toten Menschen?
So ohne Blut?
Nee, wenn ich in den Hals beiße muss der süße Saft fließen …
Ich bekomme gerade Durst. Mal sehen, ob noch ‘ne Projektleiterin rumläuft, die eh keiner vermisst.”

Gab es wohl schon, eine 14 jährige wurde 2003 in London warscheinlich zum Döner, oder besser Kebab verarbeitet und zum Verzehr verkauft…

http://www.blick.ch/news/ausland/abscheulich-wurde-charlene-14-zu-doenerfleisch-verarbeitet-id34095.html

http://en.wikipedia.org/wiki/Disappearance_of_Charlene_Downes

Und jedes Jahr sollen in diesem Land tausende Menschen verschwinden, und zwar spurlos!


Schorsch
23.5.2015 14:35
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@Cerberus

Hat jemand Eat the Rich (1988), GB mit Lemmy Kilmister zu ernst genommen?

Aber einen geilen Soundtrack hat der Film. 🙂


Schorsch
23.5.2015 14:38
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Korrektur, 1988 war De in GB ist rr bereits 1987 gestartet


Bert
23.5.2015 18:07
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@Manfred P “Es ist nichts unethisches daran, ein Tier zu töten, um seinen Hunger zu stillen.”:

Ich denke es ist unethisch aus den genannten Gründen Fleisch zu konsumieren, wenn man die Alternative denn hat. Z.B. wäre es auch unethisch den Regenwald abzuholzen bzw. Ölbohrungen anzustellen, wenn wir bspw. eine Zauberenergiequelle haben, die keine Nachteile in Form von Umweltzerstörung mit sich bringt.

Aber überdies ist es natürlich noch unethischer ein Tier nur zum Spass zu töten und es dann wegzuwerfen, das stimmt.

@derdiebuchstabenzaehlt “Hat keinen Sinn mit Dir … wer mir immer noch haltlosen Fleischkonsum vorhält, dem ist eben nicht zu helfen (…)”:

Häng dich doch nicht am Wort (“haltlos”) so auf. Selbst wenn du nur ein Tier pro Jahr durch deinen Konsum (indirekt) tötest, ist es schon zuviel und alle meine Argumente treffen zu. Ich habe hingegen noch kein stichhaltiges Argument gehört, wieso du unbedingt Fleisch konsumieren musst, bis auf den persönlichen Luxus natürlich. Dies ist aber – wie erwähnt – ein egoistisches Argument. Du stellst dich halt selbst höher als andere Lebewesen. Also mal Butter bei de Fische, wieso musst du unbedingt Fleisch konsumieren, was ist deine Motivation? Nicht zu verhungern kanns ja wohl nicht sein.

“So, jetzt wünsche ich Dir noch einen feinen veganen Herzkasperl, vor lauter moralischer Empörung.”:

Wieso wünscht du mir denn was schlechtes, womit habe ich das verdient? Was habe ich falsch gemacht das du mir was persönlich schlechtes wünscht? Obwohl du in meinen Augen unethisch handelst habe ich dir auch nichts schlechtes gewünscht.


derdiebuchstabenzaehlt
23.5.2015 22:06
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@ Bert

“Wieso wünscht du mir denn was schlechtes, … ”

Bin halt ein böser Wurm und Du verstehst weder Argumente noch Spaß … als wenn es mir ein Anliegen wäre Dir was zu wünschen. Allerdings solltest Du nicht so empfindlich sein, wenn Du Dich hier hochnäsig als der moralisch besser Mensch aufspielst.

Das Argument mit den alten Haustierrassen kannst oder willst Du nicht verstehen? Das Arument ist stichhaltig. Da Du es wohl nicht so mit google hast (trotz Deiner CO2 Schleuder Kompudder, der so sehrwohl auch indirekt tötet, sofern denn der Klimawandel tötet) hier eine Starthilfe: “Schützen durch nutzen, erhalten durch aufessen.”

http://www.abendblatt.de/hamburg/magazin/article119111415/Diese-Lippegaense-sind-die-letzten-ihrer-Art.html

Damit ist eigentlich klar, wenn Du Dich weigerst Tiere töten zu lassen, machst Du Dich am Aussterben seltener Tierarten mitschuldig. Und nun?