Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Ich hab den Beruf verfehlt

Hadmut
20.5.2015 23:50

Hedgefonds-Manager mit gutem Draht zur EZB hätt ich werden sollen…

10 Kommentare (RSS-Feed)

Masochist
21.5.2015 0:57
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Falsches Spiel, klar, aber ich sehe das in einem etwas anderen Licht, nämlich als (für die EZB kostenlose) Kursmanipulation im Währungskrieg mit den USA:
Die EZB hat ihren geldpolitischen Kurs im Mittel nicht geändert, sondern die Anlagenkäufe nur aus den umsatzschwachen Monaten heraus verschoben. Es ist im Vorhinein fraglich, ob eine solche Nachricht den Wechselkurs, der eine Perspektive auch über den Sommer hinaus abbildet, erkennbar bewegt hätte. Eine solche Bewegung nach unten kann sich die EZB aber nur gewünscht haben, weil die Anlagenkäufe gerade, sichtbar bei Eur/Usd und Bund-Future, zu verpuffen drohten. Um sie zu erreichen, muss man großen Adressen, die momentan bullische, andere große Adressen in ihre Stop-Orders treiben können, dazu verleiten, einen Abwärtsimpuls im bestehenden Aufwärtstrend zu generieren. Bei einer geordneten Veröffentlichung hätte der Markt im Mittel vielleicht gesehen, dass währungspolitisch alles beim Alten bleibt, und den Aufwärtstrend beim Euro fortgesetzt.


Jens
21.5.2015 4:17
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Wie passen eigentliche Rechenschaftspflichten gegenüber der Öffentlichkeit damit zusammen, in kleinem Kreis unter Chatham-House-Regeln aus dem Nähkästchen zu plaudern?


ein anderer Stefan
21.5.2015 8:09
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Jens: Rechenschaftspflicht? Öffentlichkeit? Muhahaha. Da geben die Herren doch einen Dreck drauf. Hat man doch bei der Einweihung des neuen Geldpalasts in Krankfurt gesehen, dass die Öffentlichkeit der Feind ist, der Plebs, der Pöbel, den es auszusperren, zu bekämpfen, kleinzuhalten gilt. Um mal Helmut Kohl zu zitieren: “Wir lassen uns doch nicht von der Straße regieren!” Die Geldpolitik zielt vor allem darauf ab, dass die Reichen immer reicher werden. Da kann so eine kleine “Panne” halt schon mal vorkommen…


Juergen Sprenger
21.5.2015 10:56
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Es gibt zumindest eine theoretische Möglichkeit derartige Auswüchse gewaltfrei, im Rahmen der bestehenden Gesetze und ohne direkte Mitwirkung politischer Parteien zu beseitigen.

Praktisch wird das vermutlich daran scheitern, daß die Mittelschicht lieber nach unten tritt und nach oben buckelt statt sich zu organisieren.


Schwärmgeist
21.5.2015 11:05
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@ein anderer Stefan: Ja, viele Menschen werden immer reicher, die Schere zwischen arm und reich geht immer weiter auseinander. In den Siebzigern konnte ein Müllmann den Homer-Simpson-Traum leben, mit Ehefrau und zwei Kindern, zwei Autos, Zahnspangen für die Kinder, und es hat funktioniert. Heute ist das nicht mehr so. Heute leben viele als Aufstocker und schuften sich einen Wolf bei DHL und werden trotzdem nicht angestellt. Da geht vieles schief. Andererseits, meine Chefs sind immer Porsches und Ferraris gefahren, da haben aber auch viele Leute mit guten Jobs versorgt, ich gönne diesen Leuten ihre Ferraris, ich bin da nicht neidisch, denn sie waren immer gute Arbeitgeber. Auch die Mitarbeiter von Ferrari freuen sich wohl, wenn sie plötzlich etwas zu tun haben.


Manfred P.
21.5.2015 11:07
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Wie jetzt, bei den Banken gibt es Korruption? *kopfkratz*


Roland S.
21.5.2015 12:25
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Bei einem durch und durch gezinkten System ist ja nichts anderes zu erwarten. Ich warte eigentlich nur darauf, dass es endlich zusammenbricht.


Gedöns
21.5.2015 20:39
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@ein anderer Stefan
„Die Geldpolitik zielt vor allem darauf ab, dass die Reichen immer reicher werden. Da kann so eine kleine “Panne” halt schon mal vorkommen…“//
Hmm, müssten eigentlich ganz besonders böse weiße Männer sein – das hat aber die heuchelnden und verlogenen Feministen/ Genderasten (darum geht es hier im Blog vor allem) noch nie interessiert. Die Ursachen dafür wurden und werden hier oft diskutiert:
1. Es geht in Wahrheit bei allem immer und einzig und allein gegen den verhassten Westen – siehe z.B. auch hier:
https://www.danisch.de/blog/2015/05/20/totet-alle-weisen-manner/comment-page-1/#comment-81417
Wenn also die aggressivsten Teile des Finanzkapitals im Sinne der Leninschen Revolutionstheorie (Verelendung der Massen) erfolgreicher Wüten, als die Kommunisten, so ist das sehr willkommen:
@Roland S: „Bei einem durch und durch gezinkten System ist ja nichts anderes zu erwarten. Ich warte eigentlich nur darauf, dass es endlich zusammenbricht.“// Ja, darauf hofft links-grün sicher auch sehnsüchtig – das sagte ich gerade.
2. Wie mein Nickname schon andeutet, gab und gibt es wohl schon lange ein Stillhalteabkommen zwischen der Finanzoligarchie und den Feministinnen/ Genderasten („freie Hand für mich bei der Entfesselung der Finanzmärkte im Gegenzug für freie Hand und meine Stimme bei jeglichem Gedöns, so blöd es auch sein mag; auch die Vorbereitung von Kriminalisierung und weitestgehender Abstrafungsmöglichkeiten Andersdenkender, die Abschaffung der Demokratie also, klingt für mich ausgesprochen interessant, weil ich mit einem Aufmucken der Bürger rechnen muß“)
3. Finanzierung von Feminismus u.ä. durch „Think Tanks“ der Finanzoligarchie ist ja schon längst keine VT mehr …


Joe
21.5.2015 22:53
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Es gibt zumindest eine theoretische Möglichkeit derartige Auswüchse gewaltfrei, im Rahmen der bestehenden Gesetze und ohne direkte Mitwirkung politischer Parteien zu beseitigen.

Korrekt und zwar durch konsequentes Abstoßen von Euro-Devisen.


Juergen Sprenger
22.5.2015 9:32
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@Joe

Nein, durch Gründung einer Aktiengesellschaft, die auch der Mittelschicht die Tricks der Großkonzerne ermöglicht.

Zum Beispiel durch Gewinntransfers in Steueroasen und Umwandlung von Lohneinkommen in Kapitaleinkommen.

Kapitaleinkünfte unterliegen in Deutschland der Abgeltungssteuer und sind nicht sozialversicherungspflichtig.

Wenn Du also Dein Einkommen in einen kleinen Anteil Lohn und einen großen Anteil Kapitaleinkommen aufsplitten könntest, sagen wir mal so 20:80, wie würden sich wohl Deine Abgaben ändern?