Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Gendersprache

Hadmut
29.4.2015 20:03

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30 Kommentare (RSS-Feed)

Schwärmgeist
29.4.2015 20:49
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Ärgerlich ist, daß die Frau “Studierende” und “Lehrende” für eine geistreiche, empfehlenswerte Alternative hält. So lasset uns fortan von Dozierenden, Tutorierenden, Schreibenden, Lesenden, Arbeitenden, Zu-Fuß-Gehenden, Pilotierenden, Politisierenden und Ministrierenden sprechen, bis uns auch dieses Sprachgebräu zum Halse heraushängt, in seiner Funktion als das Zum-Hals-Heraushängende.


Freigeist
29.4.2015 20:59
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Kennst Du schon ‘Gender, Pseudowissenschaft und der hpd’
https://evidentist.wordpress.com/2015/04/28/gender-pseudowissenschaft-und-der-hpd/


Rechnungsprüfer
29.4.2015 21:57
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Gibt es diesen Müll von Gendersprache eigentlich nur in der deutschen Sprache?


Hadmut
29.4.2015 22:36
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> Gibt es diesen Müll von Gendersprache eigentlich nur in der deutschen Sprache?

Nein.

Im Schwedischen bauen sie viel Mist.

Im Amerikanischen machen auch was, kann mich aber nicht an die Details erinnern (History -> Herstory und sowas)

Auch im Russischen gab’s mal sowas, nur in gegenteiliger Richtung. Im Russischen nämlich wird (angeblich, kann kein Russisch) alles geschlechtsspezifisch angegeben, sogar der Nachname (z. B. Gorbatschowa). Da wollten die Feministinnen, dass sie mit den männlichen Formen angesprochen werden, weil sie in den weiblichen eine Abwertung sahen. Die wollten Traktorist und nicht Traktoristin sein. Einfach immer anders, als es ist.


Jens
29.4.2015 22:16
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Off-topic: Hast Du gestern die Anstalt gesehen? Die war auch ziemlich durchgegendert.


Hadmut
29.4.2015 22:33
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@Jens

> Off-topic: Hast Du gestern die Anstalt gesehen? Die war auch ziemlich durchgegendert.

Siehe aktuellen Blog-Artikel. 😉


Teardown
29.4.2015 22:21
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Das große I in gegendertem “SpielerInnen” sei diskriminierend, weil es an einen Phallus erinnert?

Ansonsten fehlt mir der Neuigkeitswert. Zeigt dieser Kommentar doch, wie vollkommen sinnbefreit die Debatte ist.


feel'n good on a wednesday
30.4.2015 0:54
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Wer keine Probleme hat der schafft sich welche


Teardown
30.4.2015 2:02
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@Hadmut

>>”Die wollten Traktorist und nicht Traktoristin sein. Einfach immer anders, als es ist.”

Achja, das üblich feministische Prinzip:

http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/matilda-kahl-jeden-tag-das-gleiche-outfit-im-buero-a-1031041.html

KarriereSPIEGEL: Männer haben es vergleichsweise einfach mit der Kleiderwahl. Ist das ein Vorteil?

Kahl: Ja, es sei denn, sie arbeiten in der Modebranche. Wenn der Fokus nicht auf dem eigenen Erscheinungsbild liegen soll, ist ein fertiges Business-Outfit sehr hilfreich. Für Frauen ist das etwas komplizierter. Die Gesellschaft setzt uns so unter Druck, dass wir glauben, der Erfolg hänge vom Aussehen ab. Dress for success. Uns wird eingebläut, es gäbe da einen direkten Zusammenhang. Wenn bei Frauen dieselbe minimalistische Garderobe üblich wäre wie bei Männern, könnten sich viele besser auf ihren Job konzentrieren.

—-

Also, wenn Frauen mehr Freiheiten in der Wahl ihrer Businesskleidung haben (Bluse und Rock im Sommer, nur ein schweißfeuchter (!!) männlicher Traum), dann ist das natürlich schlecht. Umgekehrt wenn Männer mehr Freiheiten hätten, dann wäre das wahrscheinlich auch wieder schlecht, da sie ja mehr Auswahl hätten. In der Konstruktion des Opfa-Status sind Feministinnen traumhaft.


phaidros52
30.4.2015 3:34
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@schqärmgeist
da hast du doch glatt die neue Bezeichnung für Frauen vergessen: Menstruierende


Horsti
30.4.2015 4:15
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“Das große I in gegendertem
“SpielerInnen” sei diskriminierend,
weil es an einen Phallus erinnert?”

Allein da auch nur irgendeine Verbindung zu konstruieren, ist einfach nur abgrundtief dämlich. Überall Penisse, selbst im Alphabet, oder wie? Warum regen die sich nicht über das klein geschriebene L auf, das sieht doch genauso aus wie das große I? Oder passen Kleinbuchstaben dann doch nicht ins Schema vom mächtigen Patriarchat?

Das U erinnert mich an eine Vagina, das O an eine weibliche Brust, rabähhh, ich will jetzt gefälligst, daß alle das ab sofort anders schreiben, Lann Hornscheidt bitte übernehmen Sie.


Gerald
30.4.2015 5:33
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@ DIE ANSTALT

Hey Leute ihr seit selber Schuld, wenn ihr Euch so einen pseudointellektuellen Propagandaschrott wie die Anstalt reinzieht! Was glaubt Ihr wo ihr seit? Auf ARTE? Das ist immer noch Propagandakanal Nr.1 und Nr.2 in Deutschland.

Nur weil mit diesem Format ein neue Brainwashanlage für die Intellektuellen in Deutschland erschaffen wurde (clever!), heißt das noch lange nicht, das sie Euch nicht damit Gehirnficken!

Oh… und jetzt bemerkt ihr das “Gender” vorkommt… oh nein! Wer hätte das gedacht! lol Ihr seit so fail mit Eurem scheiß Fernsehglotzen!

Ihr seit so richtig ALT im Denken und starr in Euren Stukturen, das ich euch gar nicht mehr aus solchen Verhaltensmustern rausbewegen könnt wie “Fernseh kucken”… obwohl sich der Wind gedreht hat. Wie Opa und Oma…

Propaganda wirkt immer! Wenn man sich ihr aussetzt! Und ihr zieht es Euch noch freiwillig rein…


Jörg
30.4.2015 5:54
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Hallo zusammen,

und dann schreiben wir: der/die Studierende.
Hut ab vo sovile Schwachsinn!


Lucas
30.4.2015 6:46
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Auch dieser Kommentar ist wesensfalsch, da die Kritik nicht wissenschaftlich stimmt. Du hast ja einmal einen Artikel verlinkt, der von Daniel Scholten (belleslettres.eu) ist. Das ist die communis opinio der Indogermanistik und es ist die einzige Sprachwissenschaft, die zu diesem Thema auch nur irgendetwas wissenschaftliches sagen kann.

Man muss zu dem Thema -in nämlich wissen, dass es nur entwickelt/gebraucht wurde, wenn man ausdrücken wollte, dass etwas ausdrücklich weiblich ist. Es ist kein gegenübergestelltes Paradigma. Das heißt, wenn man die ganze Zeit darauf Wert legen muss, dass jemand in ausführender Position weiblich ist, kommt es zu einer Überbenutzung und Fehldeutung von diesem -in. Das heißt der Feminismus ist selbst schuld daran, dass sie mit der sprachlichen Wirklichkeit des Deutschen nicht mehr zurecht kommen, da ihr überbenutztes System nicht in die Sprache passt. Das merkt man ganz eindeutig daran, dass Frau Merkel zwar Bundeskanzler sein kann, aber Herr Schröder war niemals Bundeskanzlerin.

Zu-Fuß-Gehende ist übrigens falsches Deutsch. Sonst müsste es auch In-den-Arsch-Kriecher geben statt Arschkriecher. Präpositionen fallen bei der Wortbildung weg.


aga80
30.4.2015 8:18
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Meine Güte die Lang-Hornscheidix kommt zumindest mit ihren Alüren wie eine entlaufene aus der Geschlossenen Psychatrie herüber, vielleicht wirkt ja auch nur der Sprachbeitrag so auf mich.


Schwärmgeist
30.4.2015 10:41
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> da hast du doch glatt die neue Bezeichnung für Frauen vergessen: Menstruierende

LOL. Und Gender-Sprachverhunzer sind Ins-Gehirn-geschisssen-bekommen-Habende oder Ohne-Sprachgefühl-aufgewachsen-Seiende. 😉

Grüße,
der Erigierende


Missingno.
30.4.2015 11:23
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Einfach immer anders, als es ist.

So ist es. Fällt (mir) auch extrem bei den Farben blau/rosa auf. Je nachdem was gerade en vogue ist, wird darauf herumgeritten, dass rosa ja die total sexistische Mädchen-Farbe ist, oder eben dass rosa ja eigentlich die Jungen-Farbe ist. Klar kann man das mit Verrenkungen unter einen Hut bringen. Die einfache Erklärung wäre natürlich, dass die Farbe Jungs/Männern schon immer egal war, während die emanzipatorische Leistung darauf abzielte die Jungen-Farbe rosa zur Mädchen-Farbe zu machen. Sie haben’s geschafft und sind damit (natürlich) unzufrieden.


Leonard
30.4.2015 11:46
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An: aga80
Dieser Eindruck ist nicht zufällig entstanden. Denn wir leben seit langem in einer Offenen Anstalt. Und wie in Dürrenmatts “Physikern” die Leitende Ärztin die einzige Irre in der geschlossenen Anstalt ist, so ist es heute der Feminismus, der in der Offenen Anstalt, die diese dekadente, grün angestrichenen Gesellschaft heute ist, eben diese Rolle übernommen hat.


tuka
30.4.2015 12:33
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OT/2-Kommentar: Ich bin gestern zufällig über den Wiki-Eintrag zu den Massai(1) gestoßen. Das interessante bei den Massei ist, dass die eine rein weibliche Sprache haben und eine weibliche Zentralgottheit. Diese weibliche Gottheit hat den Massai alle Rinder der Welt zugesprochen (ach), weshalb alle Nicht-Massai als Viehdiebe angesehen werden.
Im Duktus des Feminismus könnte man also sagen, es handelt sich um eine weiblich dominierte Gesellschaft.

Das interessante ist nun, wie sich diese weibliche Dominanz in der Kultur der Massai auswirkt. Als da wären: Alle die nicht zum eigenen Stamm gehören werden als zu bestrafende Kriminelle betrachtet, Massai sind polygam und vor allem: Frauen haben nix, absolut gar nix zu sagen. Frauen werden wie Gegenstände behandelt. Bis hin zum Sex. Frauen werden an gute Freunde und Nachbarn verborgt und die Ehefrau(en) (erlaubt ist eine Ehefrau pro fünf Rinder) werden dabei nicht gefragt.

Im Gegenzug dazu die männlich dominierten semitischen Religionen (Islam, Judentum, Christen). Frauen haben in diesen Religionen umfassenden Anspruch auf Schutz, der soweit geht das in Afganistan Mütter ihre Söhne zwingen, sich zu protituieren, damit sich die Mutter nicht gefährden muss.

Das ganze heißt für mich: Den Feminismus könnte man als eine religiöse Sekte sehen, deren Ziel die vollständige Unterwerfung der Frau ist.

(1) http://de.wikipedia.org/wiki/Massai


kardamom
30.4.2015 13:32
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/Gebetsmühlenmodus on/

Das Sprachzentrum im Gehirn ist unabhängig von der Grosshirnrinde/Frontallappen. Logik und Vernunft, aber auch Normen, werden in diesen äusseren Bereichen gespeichert und verarbeitet. Das Sprachzentrum als “innen-liegender Bereich” ist vom “rationalen Teil” _un_abhängig.
Und das ist auch sinnvoll, denn nur durch diese Unabhängigkeit ist Sprechenlernen erst möglich. (Denn wer mit Logik an Grammatik herangeht, versteht eventuell die Grammatik; wird sich aber beim Sprechen selbst permanent verhaspeln; denn die Ausnahmeregeln der Grammatik – beispielsweise die Konjugation “starker” Verben – sind keiner rationalen Logik zugänglich.)

Das Sprachzentrum geht nach einer eigenen “Sprachökonomie” – über Jahrtausende evolutionär gebildet.

Beispiel für Sprachökonomie:
“Alle Besucher werden gebeten, das Gebäude zu verlassen!” Sprachzentrum erkennt den Inhalt: “Erstens: Alle raus hier – Zweitens: Die hier Arbeitenden aber nicht.”
“Alle Besucherinnen und Besucher werden gebeten, das Gebäude zu verlassen!” Sprachzentrum erkennt: “Aha, es wird differenziert; das Wesentliche/Wichtige im Satz ist demzufolge nicht das ‘raus-hier’, sondern die Verschiedenheit derer, die raus sollen”. Damit wird aber von eigentlichen Absicht abgelenkt.

Und diese Sprachökonomie werden die Genderistas niemals, niemals umdrehen können. Die ist nämlich stärker, die ist quasi “hart-codiert”.


Schwärmgeist
30.4.2015 14:06
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Ach, das war wirklich das Lann live und in action? Der Clip lief gestern beim Abwaschen nebenher – ich hielt das für Satire, die mir nicht weit genug ging.

“Mitglieder” darf also im Plural so bleiben wie bisher, weil es ein Neutrum ist, “Fußgänger” braucht als Maskulinum aber einen neuen Plural, ach was, gleich ein neues Wort. Sprachforschung für Runaways, für Von-keinerlei-Fachwissen-getrübt-Seiende.


Bärle
30.4.2015 14:26
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Die Frau Kommentarin hat von dem was sie spricht vielleicht Ahnung, aber sie hat keine Ahnung von der deutschen Sprache. Das generische Maskulin ist die grammatikalische Vielzahl und keine männliche Form.
Die Weiber …


Missingno.
30.4.2015 15:54
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Die grammatikalische Vielzahl ist sowieso nicht maskulin sondern feminin – hat schließlich immer den Artikel “die”. Was noch viel schlimmer ist, es gibt keinen Plural ausschließlich für Männer!


peter
30.4.2015 16:32
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Schwärmgeist
30.4.2015 16:47
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> Was noch viel schlimmer ist, es gibt keinen Plural ausschließlich für Männer!

So ist es. Ich fühle mich da diskriminiert. 😉


Schwärmgeist
30.4.2015 16:53
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> https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2015/stuttgarts-gruene-fordern-frauenquote-fuer-strassennamen/

Mit der Idee, künftig, also bei neuen Straßen, Frauen stärker zu würdigen, kann ich mich durchaus anfreunden. Von kostenintensiven Umbenennungsorgien halte ich natürlich gar nichts.

Sofort anfangen könnte man mit der Karl-Marx-Allee. Wie wär’s mit Beate-Uhse-Allee?


Missingno.
30.4.2015 16:54
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In Frage käme Mutter Teresa oder Pumuckl-Autorin Ellis Kaut, letztere ist in Stuttgart geboren.

Wow. Okay, dann sollen die nächsten beiden Straßen eben so benannt werden. Hebt den Prozentsatz von sechs auf wieviel? Oder doch zwei vorhandene Straßen umbenennen? Dann sind es bestimmt gleich 0,01 Prozentpunkte mehr.


Benjamin
1.5.2015 1:58
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Ich sieze auch Männer. #Aufschrei!


DrMichi
1.5.2015 11:58
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Strassennamen sollten einer Logik folgen, sonst findet man wie frau sowieso nichts.

Also z.B. alle Vogelnamen in einem Quartier oder Städte der groben Richtung oder Bäume oder eben Feministen.


Schwärmgeist
1.5.2015 12:55
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Ein Armutszeugnis ist das schon, wenn man bis nach Indien gehen muß, um eine straßennamenwürdige Frau zu finden. In Hamburg gibt es, soweit ich weiß, keine Mahatma-Gandhi-Straße oder eine Martin-Luther-King-Twiete.

Ich glaube übrigens, ganz so heilig war die Mama Teresa gar nicht. Da ist auch nicht alles Gold, was glänzt. http://www.welt.de/vermischtes/article114200253/Die-dunkle-Seite-von-Mutter-Teresa.html .

Schön ist ja immerhin, daß die Stuttgarter Grünen sonst keine Sorgen haben.