Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Elektronischer Stromzähler

Hadmut
17.4.2015 9:22

Ganz toll. Seit letztem hab ich auch so einen “intelligenten” Stromzähler im Keller. Ich hab mal gefragt, wie ich denn nun an meine Verbrauchsdaten komme, damit ich Strom sparen kann. Antwort: Haben sie nicht vorgesehen, können die nicht, ich müsste halt jeden Abend in den Keller und den Zähler ablesen. (Ich hab ihnen nicht verraten, dass das so auch mit den alten elektromechanischen ging.)


32 Kommentare (RSS-Feed)

HF
17.4.2015 9:41
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Du sollst ja auch nicht Strom sparen, du sollst diese Aufgabe an den intelligenten Zähler delegieren. Deine Intelligenz ist da nur ein Störfaktor.


Caless
17.4.2015 9:58
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Werner
17.4.2015 10:36
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Was’n das schon wieder für’n hirnloses Zeug?

Durch das Smart Grid sollen Haushalte und Gewerbebetriebe künftig von den schwankenden Preisen an der Strombörse profitieren. Bei einem Überangebot, zum Beispiel wenn viele Wind- und Solaranlagen auf Hochtouren arbeiten, sinken die Preise an der Strombörse; bei einer Unterversorgung steigen sie. Großindustrielle kaufen ihren Strom oft schon jetzt gezielt ein, wenn er besonders billig ist.

Dank intelligenter Messsysteme sollen dies künftig auch Millionen kleine Verbraucher können. Die Anlagen sollen den Stromverbrauch im Minutentakt erfassen und in ebenso kurzen Zeitabständen übermittelt bekommen, wie viel Strom gerade im Netz verfügbar ist.

Und dann? Das hat doch wohl nur dann Sinn, wenn der “Intelligente” Stromzähler die Großverbraucher Waschmaschine, Staubsauger, Fernseher (Rechner?) ebenso im Minutentakt an- und abschalten kann. 😀

(Ja. Kühlschrank bzw. -truhe, ich weiß – da ginge es. Washmaschine und Heizgeräte tatsächlich auch. Aber das ginge eh über das Internet, vom Versorger direkt gesteuert.)

Die Kleinverbraucher könnten Strom dann nicht nur zu Schnäppchenpreisen einkaufen; sofern sie über einen eigenen Speicher verfügen, könnten sie bei steigenden Preisen auch Strom ins Netz speisen und damit gutes Geld verdienen.

Ach neee? Hieß das Mantra der Windenergiegegner nicht immer “Strom läßt sich nicht speichern”? Und jetzt geht es doch, sogar zu Hause? Dein Smartphone verkauft den Inhalt seines Akkus an die Vereinigten Aluminiumwerke, wenn grad mal Engpass ist?

Ich habe eher auch das Gefühl, der “Intelligente” Stromzähler soll im Minutentakt deinen Stromverbrauch zählen, um zu gucken, wann Du wohl zu Hause warst. Ein weiteres Überwachungserät, das wird dann im “Tatort” eingebaut. “Wollen Sie uns erzählen, daß sie um elf zu Hause waren, aber noch nicht einmal das Licht eingeschaltet haben?!” Und evtl. dir einen “durchschnittlichen” Strompreis berechnen – Rechen sie es doch nach, wenn Sie’s nicht glauben.


Claus Thaler
17.4.2015 10:41
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> … damit ich Strom sparen kann.

Die Dinger sind nicht da, um Strom zu sparen, sondern um den Privathaushalten den Strom zu sperren, falls die Stromerzeuger aufgrund der “Energiewende” den Bedarf der Industrie zeitweise nicht mehr decken können.

Der Wäschetrockner kann dann beispielsweise nur noch bei Sonnenschein eingeschaltet werden, oder nachts zwischen 2 und 4, aber nur, wenn der Wind stark genug weht.


Manfred P.
17.4.2015 11:00
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Früher sagte man in Deutschland: “Da wird sich einer in der Führung was dabei gedacht haben.”


Werner
17.4.2015 11:19
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Mir ist grad aufgefallen, was so ein “intelligenter” Stromzähler ohne Geräteanschluß mit Hilfe eines kleinen, eingebauten, netzangesteuerten Thyristors auf jeden Fall tun könnte: Nämlich deinen kompletten Haushalt stromlos machen. “Intelligentes Blackout” könnte man das nennen:

– Du ziehst aus oder zahlst deine Stromrechnung nicht rechtzeitig (oder tust / unterläßt etwas anderes)? Paff!

– Du beziehst (gestaffelt) billigen Strom, mit der entsprechenden Vertragsklausel? Bei Schwankungen im Netz sind Du und deine Mitärmlinge als erste und zweite dran – Lastabwurf (und Anwurf). Das schont die anderen Verbraucher und Systeme. Dankeschön. Nur teurer Strom ist sicherer Strom!

Wer weiß? Da läßt sich bestimmt noch mehr ausdenken.


peter
17.4.2015 11:32
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der Grundversorger kommt so an die Daten, aber DU NICHT 🙂 Klar?


Klaus
17.4.2015 11:51
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Ähm. Zum Strom sparen einfach Geräte ausschalten, alten Kühlschrank durch besseres Modell ersetzen, Waschmaschine nur gut gefüllt laufen lassen etc.

Der Gedanke beim “intelligenten” Stromzähler war ja, dass man Maschinen zu Zeiten laufen läßt, wenn der Stundenpreis gerade günstig ist (erinnert mich an die gute alte Zeit, als man E-Mails erst nach 18 Uhr abgerufen hat, weil der Tarif günstiger war). Ich kann mich allerdings nicht erinnern, irgendwo einen stundenbasierten Stromtarif für Privathaushalte gesehen zu haben.

Außerdem sollten diese smarten Geräte übers Internet ausgelesen werden können. Und auch einen Schalter haben, der den Haushalt mal eben abschalten kann.

Wenn der Zugriffsschutz so gut ist, wie ich es erwarte, haben Hacker demnächst ungeahnte Möglichkeiten 🙂 (siehe “Blackout” von Marc Elsberg) …


Benutzername
17.4.2015 12:04
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Hättest Du denen aber sagen sollen, daß der tolle neue schlaue Stromzähler nicht besser als der alte ist, um sie vorzuführen. Ändert zwar nix, aber man fühlt sich besser.


Stefan Kunze
17.4.2015 12:13
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“If you can’t fight them, join them.”

Alte Weisheit.

Ich war früher auf dem Trip, der Politik und den Stromversorgern das dilettantische Management der “Energiewende” zum Vorwurf zu machen.

Nun gut: von Politkern ist da eh nichts zu erwarten. Null. Die werden immer nur REagieren können und den Entwicklungen wiet hinterherhecheln.

Die Industrie ist also darauf angewiesen, einfach mal loszulegen, und wenn es eben noch KEINE verbindlichen Standards gibt, dann macht eben jeder Stromversorger SEINE Standards, jeder Anbieter von Hardware baut SEINEN smart meter, Ende Gelände.

Ist wie bei Betamax und VHS – Einer Wird Gewinnen!

Hat man erstmal 8 Varianten von smart meter Geräten, hat man wenigstens die Wahl und kann sich für das beste entscheiden, wenn die Standards festgelegt werden.

Auch wenn dieses gesamte Projekt “produktionsmengengesteuerter Verbrauch” _eigentlich_ Irrsinn ist: man könnte es stemmen. Das kann aber halt NUR die Privatwirtschaft, es müßte also zB Stromhändler geben, die das gesamte Management der angebotsabhängigen Strompreise übernehmen und ihren Kunden einen Vorteil bieten können (nämlich ohne Ende billigen Strom, wenn wieder mal Windenergie im Netz ist.).

Gäbe es diese Anbieter eines Tages, wird aus privatem Unternehemertum heraus auch ganz sicher die richtigen Technologien entwickelt, um diese “zufälligen” Strommengen in verwertbare Leistungen umzusetzen. MÖGLICH ist dies alles, man muß nur findigen privaten Unternehmern einige Freiheiten einräumen.

Würd Her Gabriel dies TUN, käme der Energiemarkt sehr sehr schnell ins Rollen. Ruckzuck wätre sigar einige ausländische Firmen mit am Start – wir hätten Wettbewerb, und Wettbewerb fördert Innovation.

Es ist doch gar kein weiter Weg mehr!

Überschüssiger Strom (der so und so produziert wird, und der mit der Zeit auch dank Abschreibungen billiger wird), ist doch eine top Ware!!

Angenommen, die vielen, vielen teilzeitarbeitenden Frauen, die einen Arbeitsweg von 10, 15 km haben, würden auf ein Elektroauto umsteigen und hätten zu Hause ein smart meter, daß spottbilligen Strom immer gleich aufs Ladegerät lenkt – wäre doch geil!

Das einzige, was noch fehlt, ist ein standardisiertes Akkusystem, wo man 3 oder 5 austauschbare Akkus hat, einer steckt im Auto, die restlichen auf der Ladestation. Technisch gesehen ist das ein NULL-Problem. Man könnte es so bauen, daß das Elektrofahrzeug sich (selbstfahrend, auf Knopfdruck!!) an die Akku-Tausch-Station andockt, den leeren Akku rausschiebt und einen vollen dafür reinzieht. Technisch gar kein Thema mehr….wo jetzt Robotertechnik in allen Varianten verfügbar ist und Autos auch längst selbst einparken können.

WARUM macht das keiner??

Es fehlt doch nur an unternehmerischer Freiheit, ohne die eben kleiner was tun kann. Bei uns (D) würden da ja sofort tausend Bürokraten mit 10.000 Sicherheitsvorschriften alles wieder kaputtregulieren.

Selbst wenn es 10 Anbieter von smart grids gäbe, die alle ihr eigenes Tauschakku-System hätten, wäre das in der Marktwirtschaft NUR erstrebenswert! Dann gibt es Konkurrenz, und das senkt die Preise in unnachahmlicher Weise.

Aber nein….wir sind einfach NUR NOCH Tra<ntuten in Deutschland. Dabei wäre das (angesichts unserer Technikkonpetenz und Autotradition) das größte Geschäft, das man sich vorstellen kann….

*seufz*


EinInformatiker
17.4.2015 12:17
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Was es mit “dem Einkaufen des Stroms” auf sich haben soll versteh ich nicht. Ich zahl im Monat im Voraus an die RWE und damit hat sichs. Das mit dem Strom sparen ist Humbug und lediglich der Öko-Ideologie geschuldet. Der Kühlschrank läuft den ganzen Tag. Dass er nichts verbraucht liegt daran, da er A++ ist. Beim Kochen kann man nicht sparen, außer dass man eben normal mit Deckel kocht. Was man allerdings wissen muß ist, dass auch ausgeschaltete Geräte ordentlich fressen kann. Ein Drucker kann wenn er ausgeschaltet ist 20 Watt ziehen und das 24 h, das muß nicht sein. Also von Netz trennen über Leiste. Alles andere ist ideologischer Öko-Kokolores. Ich weiß was ich verbrauche. Dazu reicht mein Verstand so eben aus.


Stefan Kunze
17.4.2015 12:36
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Ich habe noch einen Nachtrag.

Ich ließ mich zum Thema Elektroauto/Eigenstromverwertung beraten.

Die Investitionskosten bei vorhandenem Eigenheim/Carportdach würden sich ungefähr folgendermaßen zusammensetzen.

– Renault Twizy (Einsitzer für Berufspendler) = 7000 Euro

– Solaranlage inkl Panels, Laderegler, Akkuspeicher = 4000 Euro

– Installationskosten = 1000/1500 Euro

– damit könnte man für 12.000 Euro ein Transportsystem haben, das auf Dauer kaum noch Fahrtkosten produziert, zumal es immer überschüssigen Strom gibt, den man ins Netz einspeisen und damit die Kosten wieder einspielen kann. 3 qm Solarmodulfläche zusätzlich kosten nicht viel, und deren Kosten amortisieren sich, weil man mit dem Strom a) seine Akkus lädt und b) Geld verdient.

In Städetn müßten natürlich andere Lösungen gefunden werden, da dort ja die privaten Dachflächen fehlen, um “Strom zu ernten”.

Auf alle Fälle wäre hier für innovative Unternehmer eine Goldgrube vorhanden….aber: wer würde das Geld investieren? Wer würde sich mit den Regulierungsbehörden herumschlagen? Das geht schon los mit den unvermeidlichen TÜV-Abnahmen (für alle technischen Anlagen).

—–

P.S.: Bei CONRAD wird ein Elektro-Nachrüstsatz für den SMART for-two angeboten…Preis: schlappe 17.500 Euro, bloß sind da noch nicht einmal die Einbaukosten eingerechnet!!

DAS ist doch eigentlich blanker Irrsinn. Für 5000 Euro, ok, aber 17.500 Euro??


Heinz
17.4.2015 14:15
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Dabei war das doch der eigentliche Vorteil,
dass man den aktuellen Verbrauch nicht mehr mit der Stoppuhr messen muss, weil der direkt angezeigt wird.

Also sind die “smarten” jetzt ganz offiziell schlechter als die herkömmlichen.


SteffKo
17.4.2015 14:24
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Diese neuen Zähler sind für die Energieversorger ein Segen. Da sie nicht so eine Trägheit besitzen wie die mechanischen,zählen sie auch die Standbyverbräuche der Multimediageräte. Hat mir mal jemand von den Stadtwerken erzählt.


Gerald
17.4.2015 14:34
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Berlin ist halt so cool, nicht? 😉

Laut tolle Features in dieser Stadt. Ich wöllte nicht mit Ihnen Tauschen – trotz des kulturellen Potenzials (und Antipotenzials).

Villeicht hilft ja kurzfristig nen Andrino Hack, der ihnen den Zählstand über ne Cam abließt und kommuliert. 😉

Häck tha PlaNet! 😀


Joe
17.4.2015 15:21
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Diese neuen Zähler sind für die Energieversorger ein Segen. Da sie nicht so eine Trägheit besitzen wie die mechanischen,zählen sie auch die Standbyverbräuche der Multimediageräte. Hat mir mal jemand von den Stadtwerken erzählt.

Und dank Firmware-Updates über Netz hat man überhaupt keine Möglichkeit mehr nachzuprüfen, ob überhaupt korrekt gezählt wird.


Neo
17.4.2015 16:20
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@Stefan Kunze:

“P.S.: Bei CONRAD wird ein Elektro-Nachrüstsatz für den SMART for-two angeboten…Preis: schlappe 17.500 Euro, bloß sind da noch nicht einmal die Einbaukosten eingerechnet!!

DAS ist doch eigentlich blanker Irrsinn. Für 5000 Euro, ok, aber 17.500 Euro??”

Schon mal die Leistungsdaten verglichen?

Der Renault Twizy ist ein leichter Einsitzer (laut Wikipedia 375-389 kg) und selbst der Motor der großen Version bringt die Kiste bei einer Leistung von 13 kW auf höchstens 80 km/h. Demgegenüber bringt der Smart gut das doppelte auf die Waage und der E-Motor soll das Teil bei einer Leistung von 25 kW auf bis zu 100 km/h bringen.

Wobei Elektrofahrzeuge meiner Ansicht nach zumindest derzeit eher in die Richtung der Liebhaberei gehen. Für jemanden der ohnehin nur in der Stadt unterwegs ist und für längere Strecken entweder auf Bahn oder Flugzeug zurückgreift oder (wenn es selten genug vorkommt) auf einen Mietwagen mag das ja noch angehen, aber ansonsten sind E-Fahrzeuge das Geschenk für den der ohnehin schon alles hat.

Zum Thema “Intelligenter Stromzähler”:

Ich habe irgendwie den Verdacht, daß die Dinger in die Kategorie “eine Lösung auf der Suche nach einem Problem” gehören.

“Die Kleinverbraucher könnten Strom dann nicht nur zu Schnäppchenpreisen einkaufen; sofern sie über einen eigenen Speicher verfügen, könnten sie bei steigenden Preisen auch Strom ins Netz speisen und damit gutes Geld verdienen.”

Und wenn die Waschmaschine dann mitten in der Nacht loslegt wird das vor allem in etwas hellhörigen Mietskasernen auf allseitigen Beifall stoßen, nicht wahr? Abgesehen davon, daß man dann, bevor es aus dem Haus geht, noch früh morgens die Wäsche aufhängen darf. Schließlich kann man das Zeug schlecht den ganzen Tag in der Trommel liegen lassen. Auch die meisten anderen Elektrogeräte die man so im Haus hat brauchen den Strom nicht irgendwann wenn gerade mal was da ist, sondern dann wenn sie eben eingeschaltet werden. Ich will auch nicht irgendwann essen wenn der Strom gerade günstig ist, sondern ich will essen wenn ich Hunger habe.

Man könnte jetzt natürlich entgegenhalten, daß Smartmeter ideal für eine Mangelwirtschaft sind. In Zeiten immer weiter steigender Strompreise könnten Verbraucher vielleicht bald darauf angewiesen sein Strom nur noch dann zu verbrauchen wenn er gerade mal “im Angebot” ist.

Derzeit scheint Deutschland ohnehin auf dem Weg in eine Zukunft zu sein in der elektrische Energie für das gemeine Volk schon aus monetären Gründen zur Mangelware wird. Was solls, Kerzenlicht ist ja schließlich viel romantischer und das Leben im Einklang mit der Natur soll ja viel gesünder sein.


Michaela
17.4.2015 16:32
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Als “gelernte” Verschwörungstheoretikerin sehe ich in diesen intelligenten Stromzählern vorrangig die Möglichkeit,

a) meine Aktivitäten zuhause stromtechnisch sekundengenau zu protokollieren und
b) bei “politisch inkorrektem” Verhalten mich aus der Ferne leicht von der Steckdose zu trennen.

Es grüßt die Fachfrau 😉 Michaela


Hadmut
17.4.2015 16:36
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Naja, mir wäre es wichtig gewesen, beim Verlassen der Wohnung deren Stromverbrauch zu sehen, ob das alles aus- und runtergeschaltet ist.


enrico
17.4.2015 16:45
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Selbst wenn der Umrüstsatz “nur” 5k Euro kosten würde: für 5k Euro kaufe ich ca. 3000l Benzin. Bei einem Verbrauch von sagen wir 6 litern (Durchschnitt bei den Smart fortwo benzinern laut spritmonitor) macht das insgesamt 50k km.

Bei 10k km im Jahr (für ein Stadtauto schon recht viel) würde ich damit also 5 jahre umhergurken. Wenn ich den Strom dazurechne, den ich ja ebenfalls mit Umrüstsatz zahlen muss, kommt da noch einmal etwas dazu.

Und nach den 5-6 jahren wird dann ein neuer Akku fällig…

Bei 17k Euro Bausatzkosten brauchen wir gar nicht erst anfangen zu rechnen. Da fängt man dann am Tag des jüngsten Gerichts an, zu sparen…


Benutzername
17.4.2015 17:41
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@Klaus: ” Ich kann mich allerdings nicht erinnern,
irgendwo einen stundenbasierten Stromtarif für Privathaushalte gesehen zu haben.”

Gibt es. Wenn auch etwas primitiv:

Tag- und Nachttarif ab 22 Uhr bis 6 Uhr in der frühe. Der Nachtstrom ist billiger, der Tagstrom etwas teurer. Wurde früher hauptsächlich bei Nachtspeicherheizungen benutzt, die sich nachts aufheizen. Dazu wird ein Stromzähler mit zwei Zählern eingebaut und über das Stromnetz geschaltet.

———————

Smart Meter: Verbraucherschützer wettern gegen intelligente Stromzähler

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Smart-Meter-Verbraucherschuetzer-wettern-gegen-intelligente-Stromzaehler-2611244.html

kostet mehr zu betreiben als sie dem Kunden einspart. Wird dann natürlich über den Strompreis umgelegt. Datenschutz ist ungeklärt. Und die derzeit verbauten Zähler sind wohl nicht geeignet für das von der Regierung gewollte intelligente Stromnetz.

Tolle Sache.
Deutsche Wertarbeit.
Und das Allheilmittel unserer Energieprobleme.


stm
17.4.2015 19:43
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“Smart Meter” und “Smart Grid” waren ja tolle Ideen, um statt der Erzeuger- die Verbraucherseite zu steuern, wenn auch nicht direkt über Abschaltung, sondern über den Preis und “smartes” Zubehör. Der ganze Murks wird, wie die “Energiewende” insgesamt, nicht funktionieren. Selbst bei Großverbrauchern baut man unter 100000 kWh/a die Lastgangzähler aus Kostengründen wieder zurück. Der ganze Mist kostet nur Geld, und die Schwankungen der so genannten “Erneuerbaren” kann man damit auch nicht ausgleichen. PV und Wind sind nicht grundlastfähig, da hilft auch kein “Smart Meter”.


splitcells
17.4.2015 20:52
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Kurzfristig kann es natürlich auch noch dazu
kommen, dass genau wegen der Stromeinspeisung
die Preise steigen. Die Generatoren schaltet man
nicht einfach ab und sagt, so jetzt muss ich nichts
mehr für die Produktion zahlen.

Vor langer Zeit ist mir noch der Gedanke durch den
Kopf gespuckt, dass Angriffe auf IT in der Zukunft
(Smart Grid, Smart House, Elster …) deutlich
zunehmen wird und mehr Erfolge bringen werden.
Die Idee dahinter ist, dass es in der Zukunft schwieriger werden
wird zu erkennen, ob man Geld verliert etc. .
Wenn ich eine Website besuche und deren Javascript Programm
Bitcoins sucht, dann kostet es mich zusätzliche Ressourcen,
was ich aber unter Umständen nicht direkt merke.

Andersgesagt könnte Weglagerei ein neuer Trend schlechthin sein,
die darauf basiert, dass sich keiner für Sicherheit interresiert
(und dann sich wundern, wenn ein andere Gegend den lokalen Markt
massiv stört oder gar vernichtet).

Ein intellegenter Stromzähler wäre wieder eine Komponente
die soetwas ermöglichen könnte. Man kann diesen übernehmen
und ihn dazu bringen Strom teurer zu kaufen (wenn er es billiger
kaufen kann, kann er es natürlich auch teurer kaufen).

Merken die meisten dann wahrscheinlich nicht, da es deutlich
schwerer ist es nachzuvollziehen.


derda
17.4.2015 21:33
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Hi Hadmut,
ich hab mal da was zu dem Thema gemacht. Zu der Zeit war es üblich daß die Zähler ein Powerline-Modem eingebaut hatten. Damit konnte der Kunde seinen Zählerstand in der Wohnung auslesen.


Stefan Kunze
18.4.2015 1:09
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>>Und wenn die Waschmaschine dann mitten in der Nacht loslegt wird das vor allem in etwas hellhörigen Mietskasernen auf allseitigen Beifall stoßen, nicht wahr? Abgesehen davon, daß man dann, bevor es aus dem Haus geht, noch früh morgens die Wäsche aufhängen darf. <<

Mhmmm. Jaja. Klar.

Ist immer wieder ein gerne genommenes Beispiel.

Der Denkfehler dabei ist die sogenannte "Innovationsresistenz".

Wieso um alles in der Welt MUSS eine Waschmaschine so konstruiert sein wie die derzeit üblichen? Gehen wir zum Beispiel nach den USa, dann ist da eine viel größere Trommel, aber die WaMa hat keine eigene Heizung…hmm. Muß ein Warmwasseranschluss dran, sonst geht nix mit 60° Wäsche.

Es gibt noch viele weitere basic questions, die bei der WaMa ungeklärt sind.. Wer hat die langen laufzeiten eigentlich festgelegt? Wieso bruacht die 1,5 h Zeit?? Das ist hochgradig lächerlic, da höchstens ölverschmierte Arbeiterbuxen so lange wiechen müssen.

Normales Alltagszeug ist in 20 min sauber, fertig.

Wo steht das Gesetz, daß man keinesfalls eine flüsterleise WaMa bauen/konstruieren darf? Wieso gibt es kein Unterbausystem, das diese Geräte akustisch von der Umgebung entkoppelt? Wieso wurde noch nicht daran gearbeitet, die Extremschwingungen einer Waschtrommel konstruktiv zu bewältigen – das heißt, abzustellen?

Sollte das einem deutschen Unternehmen wie Bosch oder Siemens nicht gelingen?

Und außerdem: das smart grid soll eben NICHT direkt die Kleinverbraucher schalten. Sondern die Systematik der Technologie besteht darin, daß im Haus eine Akku-Pufferung vorhanden ist. Die Akkubank wird immer dann geladen, wenn Wind und Sonne zu viel powern. Dieser Strom sollte am markt sehr billig sein, also lädt man sein Haus-Akkumodul mit billiogstem Strom.

Daran hängen dann Verbraucher wie Waschmaschine oder Kühlschrank oder Gefriertruhe, die nur sporadisch Strom brauchen. Man kann diese Geräte weiterhin nach Bedarf betreiben, da der billige Strom in Akkus gespeichert ist.

Man hat mir glaubhaft versichert, daß eine Anlage mit 12 qm Solarfläche, einem Laderegler für die Akkubank und den entsprechenden Akkus nicht mehr als 3500 Euro kostet. Dazu noch die Installationskosten, sagen wir: 1000 Euronen, und fertig ist die solargespeiste Akkupufferung für billigen Strom.

Wir könne jetzt alle anfangen zu rechnen, wie lange das dauert, ehe sich diese Anlage amortisiert hat. Aber wir sollten dann fair sein und zugeben, daß sich auch viele andere Ausgaben NICHT amortisieren.

Läßt man die Wirtschaft, die Forschung und findige Techniker nur machen, legt keine Bürokratensteine in den Weg, dann findet Kapital IMMER den richtigen Weg und die richtige Lösung.

Bisher traut sich da noch keiner so recht ran, weil privates Unternehmertum auf unseren regulierten, zugeschnürten Märkten nicht erwünscht ist….


yasar
18.4.2015 8:32
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Das Problem mit den ganzen Smart-Metern ist ja, daß nicht der Kunde, sondern der hersteller/Anbieter bestimmt, welche Daten durch wen “abgelesen” werden können und es überhapt nicht vorgesehen ist, daß der Kunde irgendeine Kontrolle darüber hat, welche Daten da rein und rausgegangen sind. Solche Diskussionen hatte ich schon vor über 15 Jahren mit diversen Smartmeter-Anbietern und offensichtlich ist es immer noch so, daß die Ansicht vorherrscht, daß der Anbieter die Daten aufbereitet und dann diese dem Kunden zur Verfügung stellt (oder auch nicht).


dentix07
18.4.2015 11:59
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@ Stefan Kunze
“Wo steht das Gesetz, daß man keinesfalls eine flüsterleise WaMa bauen/konstruieren darf? Wieso gibt es kein Unterbausystem, das diese Geräte akustisch von der Umgebung entkoppelt? Wieso wurde noch nicht daran gearbeitet, die Extremschwingungen einer Waschtrommel konstruktiv zu bewältigen – das heißt, abzustellen?”
Die heutigen Waschmaschinen sind schon das Ergebnis genau dieser Versuche, und durchaus erfolgreich!
Hast Du mal zugesehen was nach dem eigentlichen Waschen paasiert, wenn die Waschmaschine das Schleudern vorbereitet?
Die läuft an, dreht langsam hoch und unterbricht wenn die Wäsche noch zuviel Unwucht hat. Macht dann mehrere Umdrehungen um die Ladung anders zu verteilen, dreht wieder langsam hoch und unterbricht wenn noch zuviel Unwucht,usw. usw., bis (zwar nicht keine, aber) die Unwucht innerhalb bestimmter Grenzen bleibt und schleudert erst dann durch!
Ich kann mich noch an Waschmaschinen erinnern, die hätte man nie in einer Küche im Unterbau einbauen können, weil sie regelmäßig, spätestens beim Schleudern, durch die Gegend marschierten, heute geht das, und zwar dadurch, daß man davon abgekommen ist die Maschine auf Federfüße zu stellen und stattdessen schon die Trommel schwingend aufhängt. (Verringert auch den Krach!)
Irgendwo gibts halt physikalische und – mindestens genauso wichtig – finanzielle Grenzen! Evtl kann man eine Waschmaschine bauen die fast unhörbar ist und sich überhaupt nicht mehr rührt (außer der Waschtrommel), aber die wäre wahrscheinlich so teuer, daß sie sich ein Normalsterblicher nicht mehr leisten kann!


Grundgesetz
18.4.2015 12:09
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Ihr denkt alle viel zu kompliziert.

1. Firma stellt Stromzähler her, Absatz stagniert, vielleicht Marge der alten Stromzähler wegen mechanischer Bauteile zu gering.

2. Firma entwickelt neues Produkt und Maketing-Abteilung strickt eine Legende.

3. “Freunde” der Politik überzeugen oder schmieren, Legende verbreiten, Geräte als alternativlos für Energiewende darstellen.

4. Weitere Einflußmöglichkeiten suchen, z.B. Redaktionen von Service-Sendungen im Fernsehen kontaktieren.

Das ist aber alles Amateurhaft, der Profi hat Mitarbeiter in den Ministerien und der EU sitzen.


Gästle
18.4.2015 12:50
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@Stefan Kunze: Du hast die Akkumiete vergessen: http://www.renault-preislisten.de/ze-modelle/twizy/

Letztes Jahr gab es auf Malta einen Betrug im großen Stil mittels Smartmeter: http://www.independent.com.mt/articles/2014-02-16/news/sparks-fly-over-smart-meter-theft-scandal-3968892934/ Betrug gab es zwar beim elektro-mechanischen Ferrariszähler auch schon, eine Manipulation ist dort aber eher nachweisbar. Spätestens, wenn das Gerät neu geeicht wird. Wenn in diesen Smartmetern ein normaler Mikrocontroller mit Flash-Programmspeicher sitzt kann man die Firmware fast beliebig oft austauschen ohne Spuren zu hinterlassen.


michael
18.4.2015 13:36
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“Grundgesetz” hat’s erfaßt. Es fehlt nur noch die Tatsache, daß mechanische Zähler einen höheren Eigenverbrauch haben, den die Stromversorger aber selbst zahlen müssen.

Das sieht man auch daran, daß die meisten verbauten Geräte nichts weiter können, als den Verbrauch zu zählen. Nix “Energiewende”. Nur neue Geräte, vom Kunden zu bezahlen, die dem Versorger langfristig noch Energiekosten sparen.


Küstennebel
18.4.2015 19:39
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michael
18.4.2015 13:36
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“Grundgesetz” hat’s erfaßt. Es fehlt nur noch die Tatsache, daß mechanische Zähler einen höheren Eigenverbrauch haben, den die Stromversorger aber selbst zahlen müssen.

Das sieht man auch daran, daß die meisten verbauten Geräte nichts weiter können, als den Verbrauch zu zählen. Nix “Energiewende”. Nur neue Geräte, vom Kunden zu bezahlen, die dem Versorger langfristig noch Energiekosten sparen.

Sehr schwache Argumentation. Seit wann zahlt ein Unternehmer irgendetwas zur Leistungserbringung selbst? Sie glauben wohl auch der Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung sei ein Geschenk der gütigen Unternehmer?

Ich meine das viele das Thema zu sehr technisieren. Es geht um das Geschäft dahinter. Die Dinger versprechen ein Riesendeal zu werden, die Kunden müssen es abnehmen, gerade jetzt durch den politischen Zwang und am Ende ist ein wunderbares Sprungbrett für die Unternehmen einige Rationalisierungen und mehr Kontrolle zu bekommen über das Netz.

Das ganze Gesabbel bezüglich des Kundennutzens oder Umweltgedankens ist meiner Meinung nach eine PR-Ente. Der einzige Nutzen der dauerhaft fürs Unternehmen zählt ist der Gewinn bzw. die Renditesicherheit und die gibts nur selten in Tateinheit mit Umweltschutz. Umweltschutz ist es, das Bestehende zu nutzen bis es ausgelaugt ist und nicht den Bestand wegzuwerfen und zu ersetzen.

Man will die Scheiße verkaufen. Die Hersteller und die Vermieter ergo die Anschlussbetreiber / Stromanbieter. Dafür wandert man ein paar Jahre und trötet lobbyistisch die Ohren der Schalt- und Waltstellen in der Politik zu, möglichst pompös garniert mit Umweltgesabbel.

Aber wie auch beim Glühlampenschwachsinn gehts am Ende nur darum, den Markt für neue Produkte mit sicherem Gewinn reif zu schiessen. Die nicht koschere ESL, die folgende LED und der kommende Quark-Meter wird nur gekauft, wenn der Kunde kein Substitionsprodukt zur Verfügung hat, also ein Monopol läuft. Und dafür hängt Politik mit den Konzernen einfach gemeinsam im Bett.

Die Politik hat ja auch Nutzen davon, die sehen halt das der Laden brummt, wenn neue Produkte kommen und die Infrastruktur aufgewertet wird – im Falle der Quark-Meter aber nur scheinbar. Am Ende werden einzig die Konten der Hersteller und die Konten der Stromkonzerne aufgepumpt, wenn dieser angebliche “Mehrwert” an die Kunden in den Abrechnungen auftaucht.
Da geht jetzt zwischen den Herstellern der übliche Wettbewerb ab, wer diesen Markt für sich erschließt.
Ansonsten warte ich auf die ersten Hacks der Smartmetertechnik. Vielleicht wird der CCC dafür sorgen, das die “Manipulationssicherheit” auf den Prüfstand kommt? 😀

Was solls über die Stromrechnungen werden wir eh schon ausgepresst, was machen ein paar Euro mehr? Einige werden ja auch zu den Nutznießern mit solider PV und / oder EnergieAktien gehören.


michael
18.4.2015 23:46
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@Küstennebel “Sehr schwache Argumentation. Seit wann zahlt ein Unternehmer irgendetwas zur Leistungserbringung selbst?”

Blabla. Natürlich kommt alles Geld irgendwo vom Kunden.

Dennoch ist es ein Unterschied, ob etwas dem Kunden direkt in Rechnung gestellt werden kann, oder ob es der Unternehmer irgenwo ‘reinrechnen muß. Spätestens, wenn man es einsparen kann: oder denkt irgendjemand, daß der Strom günstiger wird, wenn der Eigenverbrauch des Zählers sinkt?