Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Aktuelle Desorientierungsanfälle der Grünen

Hadmut
7.4.2015 21:27

Zwei Hinweise zur aktuellen Sinnsuche der Grünen habe ich von Lesern bekommen:

Am 24.4. wollen die Grünen (oder jedenfalls eine Gruppe innerhalb der Grünen) in Berlin die Frage aufwerfen, ob Multi-Kulti gescheitert wäre, und zwar am Beispiel Islam. Einigen scheint da inzwischen doch ein Licht aufgegangen zu sein, dass die derzeitige Politik Grütze ist und sie auch vielen Muslimen schadet, weil sie erzkonservative Islam-Verbände fördert, die ein „Deutungsmonopol” über den Islam beanspruchen (und durchsetzen). Das ist insofern erstaunlich, als es nach meinem Wissensstand im Islam (anders als im Christentum) keine zentrale Kirche und Istanz gibt, die anderen etwas vorschreiben kann. Faktisch wird das aber gefördert.

Die Position der Säkularen Grünen auf Bundes- und Berliner Ebene unterscheidet sich deutlich von der seit Jahren vertretenen Position von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN. Diese offizielle Position fordert, dass “der Islam” Religionsgemeinschaften gründen können soll und dass “Christentum, Judentum und Islam in Deutschland gleichberechtigt” sein müssten, wie es in einem Beschluss der grünen Bundestagsfraktion zur “Gleichstellung des Islam” heißt.

Ob dabei islamische Gemeinschaften aus dem Ausland finanziert und ferngesteuert werden, gegen die Menschenrechte von Mädchen und Frauen, und von gleichgeschlechtlich orientierten Menschen agieren, ist bei dieser formal-bürokratischen Position unerheblich. Alles muss, so diese kulturalistische Position, an dieser “eingewanderten Kultur” akzeptiert werden, so wie das Pendant dieser Position alles (am Islam) pauschal ablehnt. Hier verlangen die Säkularen Grünen eine deutlichere Differenzierung.

Hoppla. Wieder mal ein neues *istisch-Wort gelernt: „kulturalistisch” Die beschimpfen sich auch intern und gegenseitig mit *istisch. Man sollte sich angewöhnen, grüne Politik als »viridistisch« zu bezeichnen (lat. viridis = grün).

Immerhin scheint inzwischen doch wenigstens ein paar der Grünen zu dämmern, dass ihre ideologisch-ignorante Vorgehensweise nur Schlechtes hervorbringt und wirklich gar nichts funktioniert, wie sie behaupten. So eine Art negativer König-Midas-Effekt: Was die Grünen anfassen wird zu Müll.

Würde mich interessieren, ich habe am 24.4. aber schon einen anderen Termin. Vielleicht kann ja jemand hin und dann berichten.

Die zweite Veranstaltung findet am 8. Mai in Halle statt und befasst sich mit der Frage, warum in der Bürgerrechtsbewegung der DDR die Lesben nicht sichtbar wurden: „Das Übersehen-Werden hat Geschichte”

Kennt man die Grünen, weiß man, wie es weitergeht: Es wäre gar nicht der weiße, heterosexuelle, männliche David Hasselhoff gewesen, der die Mauer niedergesungen und die DDR befreit hat, sondern das sei nur Geschichtsfälschung böser, weißer, heterosexueller Männer, die auch dafür sorgten, dass man auf den „Wir-sind-das-Volk”-Bildern und -Filmen immer nur Männer und Frauen zusammen gesehen hat, hach, wie heteronormativ. Man sieht schon vor dem geistigen Auge, wie sie förmlich die Geschichtskorrektur fordern, dass es in Wirklichkeit die Lesben gewesen wären, die die böse, männliche, heterosexuelle DDR niedergerungen und die Menschheit befreit hätten. Nur Lesben können die Welt retten. (Sciencefiles spottet, dass man dabei auch die Rollen der Räuchermännchenschnitzer aus dem Erzgebirge, der Zugschaffner aus Borna und der Indischen Eishockeyspieler, und nicht zu vergessen der Krimtartaren beachten müsse.)

Aber, ach.

So ganz sicher scheinen sie sich da auch nicht mehr zu sein. Aus dem Flyer:

Unter dem Motto „Das Übersehenwerden hat Geschichte“ beschäftigt sich die Tagung daher ausschließlich mit lesbischer Geschichte ab 1970. Beleuchtet werden soll die Entstehung erster Lesbengruppen in den 1970er und 1980er Jahren, deren Werdegang im Rahmen der friedlichen Revolution und der Zeit der Wiedervereinigung. Hierbei wollen wir untersuchen, welche Bedeutung das Engagement von Lesben(gruppen) in dieser Zeit hatte. Waren sie in der Tat nur reine Interessengruppen ohne Interesse an oppositioneller Arbeit oder können Lesbengruppen rückblickend auch als Teile der Bürger_innenbewegung gesehen werden?

Man weiß zwar schon, was rauskommen muss, aber immerhin wird die Sichtweise überhaupt mal erwähnt, dass Lesben eigentlich nichts anderes als eine Lobbygruppe ohne Interesse an Arbeit sind.

Mal sehen, ob sie den Gedanken ertragen können, dass Lesben an der Volksbewegung und dem Fall der Mauer gar keine Rolle spielten und – wie immer – nur von der Arbeit heterosexueller Leute profitierten.

Da kann ich auch nicht hin, aber vielleicht findet sich ja auch da jemand.

Danke für die Hinweise.

47 Kommentare (RSS-Feed)

Schänder-Mainstreaming
7.4.2015 21:40
Kommentarlink

“(Sciencefiles spottet, dass man dabei auch die Rollen der Räuchermännchenschnitzer aus dem Erzgebirge, der Zugschaffner aus Borna und der Indischen Eishockeyspieler, und nicht zu vergessen der Krimtartaren beachten müsse.)”

Und der RusslanddeutschInnen* zur Zeit Katherinas der Großen?

Und was ist mit den RuhrpolInnen*?

Und wenn du schon Krimtataren erwähnst darfst du auch die KrimtatarInnen*** nicht vergessen.

Und was ist mit den LGBTTIITQASSE??? Ich bin empört.


Schänder-Mainstreaming
7.4.2015 21:43
Kommentarlink

Idkfa ..Iddqd..idclip…


Grobi
7.4.2015 22:11
Kommentarlink

>So eine Art negativer König-Midas-Effekt:
>Was die Grünen anfassen wird zu Müll.

lol, da fällt mir spontan wieder Sebastian Krämer ein

https://www.youtube.com/watch?v=xwtj97YXZj4


Teardown
7.4.2015 22:13
Kommentarlink

Es ist wirklich bemitleidenswert wie Lesbenvertreterinnen um Aufmerksamkeit kämpfen. Mangels Verfolgungs- und Vernichtungsgeschichte muss das politische lesbentum feststellen, dass es vollkommen egal war. Es hat die leute nie interessiert, wenn frauen sich gegenseitig angefasst haben, schon immer hatten die höhere Freiheitsgrade.

Jetzt also die wende in der ddr. Jessas…wie armselig. Wie verhält sich eigentlich heterosexualität oder homosexualität zur Demokratie? War demokratischer Aufbruch in der drr irgendwie nach der sexuellen Präferenz gegliedert? Was ist das denn für ein hilfloser Schrei nach Aufmerksamkeit?

Können lesben nicht einfach das machen, was alle Menschen tun? Vor sich hin leben? Wenn ihr Aufmerksamkeit wollt, dann leistet was. “Wir haben festgestellt, dass 6 Prozent der Aktivisten im demokratischen Aufbruch der ddr lesbisch waren, damit waren lesben überrepräsentiert”. Was wäre das denn bei lichte betrachtet für eine hirnrissige Feststellung? Die wollen bald gelobt werden, weil sie frauen anfassen….

wenn ich mir als Historiker die Akteure und Spieler der demokratischen wende angucke, dann gliedere ich bezuggruppen nach vielen soziodemographischen meMerkmalen, aber doch nicht daran, was diese Demokraten im Bett trieben. Der Widerspruch jeder gepämperten Minderheit: Sie wollen Toleranz und Diskriminierungsfrei leben, sobald aber die Gesellschaft eben genau das leistet, und sie im kleinen genauso egalisiert werden wie alle anderen auch, dann kommen die rufe nach neuer Aufmerksamkeit. Jetzt sogar als akzeptanz sexueller Vielfalt! Ich möchte auch mal von allen beglückwünscht und anerkannt werden, dass ich mit frauen schlafe….eieiei


Norbert_G
7.4.2015 22:32
Kommentarlink

“So eine Art negativer König-Midas-Effekt: Was die Grünen anfassen wird zu Müll.”

Hat mich hingeschmissen – einfach köööstlich, dieser Satz!


Jörg
7.4.2015 22:36
Kommentarlink

Hadmut, es gibt Leute, die sind soweit links, die fangen schon wieder rechts an!
Nun, ich erzähle Dir ja da nichts Neues!

Aber was solls, ist aus den frühen Achtzigern.

Ist schon sehr hefftig, wie meine Generation, heutzutage so verstorben wirkt …
So viele ziehen den Allerwertesten ein …


Neo
7.4.2015 22:37
Kommentarlink

@Hadmut:

“Das ist insofern erstaunlich, als es nach meinem Wissensstand im Islam (anders als im Christentum) keine zentrale Kirche und Istanz gibt, die anderen etwas vorschreiben kann.”

Das nette bei unseren muslimischen Freunden ist, daß sehr viele von ihnen aus der Türkei kommen. In der Türkei gibt es nun das “Präsidium für religiöse Angelegenheiten” welches die höchste islamische Autorität der Türkei und gleichzeitig der türkischen Regierung unterstellt ist. Die DITIB (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V.) ist der als gemeinnützig anerkannte Dachverband der türkisch-moslemische Moscheen in Deutschland und wird mehr oder weniger direkt von erwähntem Präsidium für religiöse Angelegenheiten in Ankara gesteuert.

Dann gibt es noch die König-Fahd-Akademie in Bonn-Bad Godesberg mit einer Zweigstelle in Berlin welche von Saudi-Arabien finanziert wird. Wer sich ein wenig mit der speziellen Ausprägung des Islams in Saudi-Arabien beschäftigt wird danach den Beteuerungen absoluter Harmlosigkeit sowie der Treue zum deutschen Grundgesetz eher wenig Glauben schenken.

Was ich damit sagen will:
Wer sich die Mühe macht und Google ein paar Suchanfragen stellt wird recht schnell feststellen, daß der Islam inoffiziell gar nicht so unorganisiert ist wie immer getan wird. Auch tauchen Namen wie z.B. Claudia Roth immer wieder im Zusammenhang mit dem Islam auf, weshalb sie in gewissen Kreisen auch schon Claudia Fatima Roth genannt wurde.


Roland S.
7.4.2015 22:59
Kommentarlink

Ich habe mal Islam sehr intensiv studiert. Am Ende bin ich aber wieder zu einer sehr einfachen Beweisführung gekommen. Islam kann einfach nicht wahr sein, weil sein Gott Allah ein Psychopath ist. Er erschafft die Menschen, stattet sie mit freiem Willen aus und schlussendlich lässt er die Mehrheit für immer in der Hölle schmoren, nur weil sie ihn nicht in der gewünschter Form anhimmeln. In unserer auf Rationalität basierenden Gesellschaft haben solchen sadistischen Götter nichts zu suchen, die gehören in die himmlische Heilanstalt und sollen uns in Ruhe lassen.

Ich habe allerdings nie begriffen, warum Politiker so grosse Mühe haben, das zu erkennen. Schon nach den ersten 60 Seiten des Korans wusste ich, dass Allah ein Fake sein muss.


Dummerjan
7.4.2015 23:00
Kommentarlink

Wäre ja mal interessant zu überprüfen inwiefern man als Atheist den anderen Religionen und Weltanschauungsgemeinschaften gleichgestellt ist.

Kein Atheismus -Lehrstuhl, keine Atheismussteuer vom Staat eingezogen… naja, man ist ja tolerant.


Marc
7.4.2015 23:40
Kommentarlink

Ich bin sehr dafür dass “Christentum, Judentum und Islam in Deutschland gleichberechtigt” sein müssen.

Indem man das Christentum aus unserem Staat rausschneidet und den Kirchen alle Privilegien entzieht.

Raus aus den Rundfunkanstalten, raus aus dem Bildungssystem, raus aus der öffentlichen Gesundheitsversorgung.

Alle christlichen Feiertage umwidmen.

Alle religiös motivierten Verbote abschaffen (Tanzverbot, Blasphemie).

Alle religiös motivierten Privilegien abschaffen (Beschneidung, Berücksichtigung der Kirchensteuer in der Einkommensteuer).

Sollen die sich mal schön alle auf das Betreiben von Seelsorge beschränken. Mit Geld das ihnen Leute freiwillig geben. Versteuertem Geld.


Hadmut
8.4.2015 1:17
Kommentarlink

@Marc:

Ja! Dafür bin ich auch.

Wobei ich durchaus damit einverstanden wäre, jeder „Religion” (bzw. Kirche) da ein, zwei oder meinetwegen auch drei digitale Fernseh- und Radiokanäle zu geben, solange klipp und klar dransteht, dass das nun der religiöse Kanal ist.

Meines Erachtens sollte man aber Kirchenrecht komplett abschaffen und die nach dem Vereinsrecht behandeln.


jck5000
8.4.2015 1:12
Kommentarlink

Ich habe heute meinen 16jährigen Kater beerdigt. Hättest Du jetzt gebloggt, dass irgendeine Genderlesbe für eine freie DDR gestorben wäre, hätte ich das wenigstens irgendwie verstanden. So hingegen finde ich, dass Genderlesben schlicht keine echten Probleme zu haben scheinen. Ich finde den Tod meines Katers zwar sehr traurig, und erzähle das (auch) dem gesamten Internet, ich finde aber nun nicht, dass ich damit ein Problem konstatiere, dem sich irgendwer widmen sollte – also, außer mir. Ich schreibe das auch deswegen, weil es mir dann besser geht. Würde ich allerdings erwarten, dass ich jetzt bemitleidet werde, käme ich mir vor, als hätte ich einen Dachschaden. Wie die Genderlesben.

Sollte hierauf jemand reagieren mit

(a) Anteilnahme: Danke.
(b) Sarkasmus: Gefühlloses Arschloch. Hey, Katzen sind auch Menschen. Wie Genderlesben. Das ist NICHT lustig.


Baywatch
8.4.2015 1:34
Kommentarlink

Die Lesben sind nunmal Geisteskranke, die sonst nichts mit sich anzufangen wissen, als alle mit ihrer Schänder-Ideologie zu nerven und damit zunehmend alle in den Wahnsinn zu treiben. Darunter Nerds, die sexuell so unbedarft sind, dass sie männliche Geschlechtsteil noch als “Schniedel” bezeichnen.

Doch was sollen die Lesben auch sonst machen, wenn sie für die Spinnerei vom Staate dafür voll die fette Knete aufgezwungenen bekommen? Ohne einen heimtückischen politischen Willen dahinter, würde die paar Irren doch niemand stören. Nehmt denen einfach nur die Steuergelder für ihre Schaumschlägerei weg und aus dem Schänder-Wahnsinn ist die Luft raus.


Hadmut
8.4.2015 9:52
Kommentarlink

@Baywatch: Mäßige Deine Worte. Und mach sie vor allem verständlich.

> Die Lesben sind nunmal Geisteskranke,

Alle betrifft das sicherlich nicht. Dass es aber viele betrifft, ist nicht von der Hand zu weisen, das Benehmen vieler Lesben ist zu offensichtlich. Wie so oft stellt sich aber die Frage nach Korrelation und Kausalität.

> Darunter Nerds, die sexuell so unbedarft sind, dass sie männliche Geschlechtsteil noch als “Schniedel” bezeichnen.

Vermag ich nicht nachzuvollziehen.


Schwärmgeist
8.4.2015 8:06
Kommentarlink

Ach, die Grünen. Über die rege ich mich schon lange nicht mehr auf. Blöde Laberkiste von Strickerinnen. Was machen wir jetzt mit Snowden? In den USA drohen ihm absurde 537 Jahre Haft, würden wir ihn aufnehmen? Ich bin sehr für ein Ja, aber Angie ist, wie immer, unentschlossen. Eins ist klar: Sollte die CIA ihn kriegen, dann kann er in der Zelle sterben. Da würde ich an seiner Stelle auch lieber in Moskau bleiben.


Schwärmgeist
8.4.2015 8:42
Kommentarlink

Die Grünen sollten sich endlich mal klar und deutlich von der Ditib distanzieren, die nichts als ein rechtsnationaler Verband ist. Dieser Ayman Mayzek oder wie der heißt ist eine Schande, sogar für die Moslems, die hier leben. Nie wieder Fotos mit diesem Typen! Ich glaube, Angie hat das inzwischen kapiert, nur die Grünen noch nicht.


Schwärmgeist
8.4.2015 9:02
Kommentarlink

Man sollte nun aber auch nicht die Lesben in Sippenhaft nehmen. Ich kenne ein paar Lesben, die echt ganz in Ordnung sind. Daß die nun was mit der Maueröffnung zu tun haben sollen, also, das klingt ein bißchen nach David Hasselhoff, der ja nun auch, wie wir alle wissen, nichts damit zu tun hatte.


thorstenv
8.4.2015 9:21
Kommentarlink

“Mal sehen, ob sie den Gedanken ertragen können, dass Lesben an der Volksbewegung und dem Fall der Mauer gar keine Rolle spielten und – wie immer – nur von der Arbeit heterosexueller Leute profitierten.”

Aha. Lesben sind also z.B. wenn sie arbeitslos werden, von den Sanktionen des JC bei Verweigerung der Arbeit (oder auch nur einer Maßnahme, eines Termins etc.) ausgenommen, weil sie ja nur zum profitieren da sind, nicht zum arbeiten.


Hadmut
8.4.2015 9:49
Kommentarlink

@thorstenv:

> Aha. Lesben sind also z.B. wenn sie arbeitslos werden, von den Sanktionen des JC bei Verweigerung der Arbeit (oder auch nur einer Maßnahme, eines Termins etc.) ausgenommen, weil sie ja nur zum profitieren da sind, nicht zum arbeiten.

Da sind wir schon am richtigen Punkt. Lesben sind nämlich stark überproportional im öffentlichen Dienst verkankert, besonders an Universitäten. Und wenn man sich deren Arbeit – Stichwort Gender Studies – so anschaut, dann machen die da außer Kaffee trinken, ihr (auch sexuelles) Privatleben auszuleben und ihre Lobby zu betreiben, gar nichts. Und das ist nicht nur so, das sehen die auch noch als ihr politisches Programm: Work-Life-Balance für Frauen, Berufsausbildung, Laborarbeit usw. sei nur was für Männer, und deshalb jegliche Leistungs- oder Befähigungsanforderung frauenausgrenzend und diskriminierend.

Dafür sind sie dann unkündbar verbeamtet, bekommen (im Vergleich zur Rente) hohe Pension und sind für’s absolute Nichtstun durchfinanziert bis ins Grab.

Oder anders gesagt: Viele von denen werden trotz permanentem Nichtstun gar nicht erst arbeitslos.


Rainer
8.4.2015 9:41
Kommentarlink

@Marc
>Alle christlichen Feiertage umwidmen.

Es reicht völlig die “christliche Umwidmung” der Feiertage zu entfernen;-)


Benutzername
8.4.2015 10:24
Kommentarlink

“Man sollte sich angewöhnen, grüne Politik als »viridistisch« zu bezeichnen (lat. viridis = grün).”

Klingt gut.
Werde Ich übernehmen.
Ich vermute aber, daß viele es nicht verstehen werden, wenn Ich diese neue Vokabel gebrauche. *seufz* 🙁

Bündnis’90/Die Grünen sollten sich sowieso umbenennen. Grün im Sinne von Umweltschutz oder B’90 im Sinne von Bürgerrechten und Demokratie findet man bei denen sowieso nicht mehr. Vielleicht sollte man “pseudoviridistisch” verwenden um dem Rechnung zu tragen. Sind überhaupt noch Leute aus dem DDR Bündnis’90 in der Partei?¿?


JochenH
8.4.2015 10:49
Kommentarlink

Lesben werden eigentlich nicht diskriminiert. Grund ist, dass ihre Art Sex zu haben niemanden stört. Schaut man sich die einschlägigen Pornoseiten im Internet an, dann werden Lesbenpornos auch gern nachgefragt und zwar deutlich über die Zielgruppe hinaus. Hingegen sind die Praktiken schwuler Männer nicht appetitlich für Jedermann und das führt eben zu den bekannten Vorbehalten gegen diese.

Lesben organisieren sich ganz gut, verankern sich gern in netten, gut besoldeten Stellen und ziehen Genossinnen nach.

Aber als Opfer taugen sie nicht, da niemand gegen sie opponiert.


Zaphod B.
8.4.2015 11:05
Kommentarlink

“Sind überhaupt noch Leute aus dem DDR Bündnis’90 in der Partei?”
Yep! Katrin Göring-Eckardt kommt aus dem Osten, kann nix außer Kirchengesülze und gehört meines Wissens nach zum Vorstand der Pseudovirdisten.

Irgendwie erinnern mich Linke, Grüne und inzwischen auch große Teile der ehemals sozialdemokratischen Partei immer mehr an einen müden Abklatsch von Monty-Pythons “Volksfront von Judäa” bzw. der “judäischen Volksfront” – nur in weniger unterhaltsam und schon lange nicht lustig.


michael
8.4.2015 11:52
Kommentarlink

“viridistisch” ist ismusistisch


Schwärmgeist
8.4.2015 13:14
Kommentarlink

Wenn ich jetzt mal beim Thema Lesben ein bißchen fies sein darf: Mir ist bei Lesben aufgefallen, jetzt mal übertrieben: Da sitzt immer ein 100-Kilo-Apparat mit Kurzhaarschnitt neben einem 50-Kilo-Schwälbchen, gerne mit langen Haaren. Irgeendwie pauken die auch das Mann-Frau-Dings durch. Aber ich habe nichts gegen Lesben. Wollte es nur mal gesagt haben.


Heinz
8.4.2015 13:54
Kommentarlink

> Meines Erachtens sollte man aber Kirchenrecht komplett abschaffen und die nach dem Vereinsrecht behandeln.

Deren Geschäften zufolge müsste man die nach dem Unternehmensrecht behandeln.


Schwärmgeist
8.4.2015 14:59
Kommentarlink

“Katrin Göring-Eckardt”

Ist das richtig geschrieben? Ist ja auch egal. Die Frau labert eh nur Müll. Diese Frau muß nur den Mund aufsperren, dsnn weiß ich, daß das eigentlich nur Unrat sein kann. Dieser Frauen wegen schalte ich kein Politikfernsehen mehr an: ist doch nicht mehr zu ertragen.


CountZero
8.4.2015 15:01
Kommentarlink

>ob Multi-Kulti gescheitert wäre, und zwar am Beispiel Islam. (…)die derzeitige Politik (…) [fördert] erzkonservative Islam-Verbände, die ein „Deutungsmonopol” über den Islam beanspruchen (und durchsetzen)

(Unreflektierte) Voraussetzung für ‘Multi-Kulti’ wie sich viele Grüne das vorgestellt haben ist, dass (deutsches, staatsbürgerliches) Recht und Gesetz, insbesondere Grundrechte der Staatsbürger dieses Landes, mit jeder der Kulturen in der Menge ‘Multi-Kulti’ vereinbar sind. Sonst gäbe es Recht, was für die einen im Lande Geltung hätte, für andere jedoch nicht. Das widerspräche aber dem Rechtsempfinden hierzulande fundamental (Dabei ist mir ist klar, dass es sich bei ‘jeder ist vor dem Gesetz gleich’ um ein Ideal handelt).

Daran sieht man bereits, wie naiv die multi-kulti-Vorstellung ist, da fundamental andere Kulturen halt (auch) fundamental andere Auffassung von Recht und Gesetz haben (können), welche eben nicht auf der aufklärerischen Tradition des Westens(TM) beruhen (und oftmals deren Grundwerte ablehnen). Ansonsten wären es halt nur ‘wenig andere Kulturen’.

Seyran Ates, in ‘Der Multi-Kulti-Irrtum'(2008), legt dar, wie sich die familienclanorientierte Wert- und Moralvorstellungen ‘traditionell’ orientierter Türken- und Kurdengroßfamilien grundsätzlich von aufklärerischen, individuumbezogenen Ideen unterscheidet. Das Leben dreht sich wesentlich um die ‘Ehre der (Groß-)Familie’, wozu vor allem gehört, dass die zugehörigen Frauen bis vor der Ehe jungfräulich (und ‘anständig’) sind und davor Eltern, danach Ehemännern, Eltern und Schwiegereltern zu parieren haben.

Sämtliche Beschmutzungen der Familienehre sind unbedingt zu tilgen, da die Angehörigen des Clans ansonsten (bei anderen Clans) als nicht-durchsetzungsfähig gelten und damit praktisch gar nichts mehr: ihre Töchter und Ehefrauen können ungestraft belästigt werden, weil die Ehemänner und Clanoberhäupter ja nicht in der Lage waren, die Ehre des Clans aufrechtzuerhalten bzw. zu verteidigen. (Anscheinend wird von den Clanoberhäuptern und deren Ehefrauen durchaus von Männern verlangt, ihre Frauen zu züchtigen, um ihren ‘guten Ruf’ nicht zu verlieren…). Aus diesem Ehrbegriff stammt z.B. auch das Verhüllen mit dem Kopftuch (wer keins trägt, ist eine ‘Hure’, vorzugsweise ‘deutsche Hure’, führt inzwischen dazu, dass die deutschen Mädchen in manchen Klassen inzwischen auch Kopftücher tragen möchten, um von den kleinen Kulturbereicherern nicht ständig beleidigt und angetatscht zu werden), Verbote, am Schwimmunterricht oder an Klassenfahrten teilzunehmen etc.

Alle diese Vorstellungen sind oft direkt mit dem Islam/Koran bzw. der Hadith verwoben, obwohl belastbare Suren nur mit viel Interpretation (–> Imame!) die Mehrzahl dieser Verhaltensmuster rechtfertigen. Die Organisationen des ‘politischen Islam’ (DITIB, Milli Görus et al.) vereinnahmen die hier lebenden Muslime für ihre eigenen politischen Ziele.

Mit anderen Gegebenheiten zusammen hat diese ‘Familienehre’-Vorstellung zu Parallelgesellschaften in Deutschland geführt, die auch ein parallel existierendes Rechtssystem aufweisen. Für diejenigen, die in dieser Parallelgesellschaft aufwachsen, ist es nur äußerst schwer möglich, daraus auszusteigen, weil nur wenige Vorbilder existieren (türkische Lehrerinnen ohne Kopftuch könnten eins sein…) und weil die Gegenkräfte riesig sind (–> Ehrenmord).

Soweit Ates, die aus einer transnational-feministischen Position argumentiert.

Nach meiner Ansicht ist es unbedingt nötig von jedem, der in der bundesdeutschen Gesellschaft leben will, ein Bekenntnis zu den aufklärerisch begründeten Grundrechten des Individuums und die Anerkennung des Staates als Träger von Recht und Gesetz abzufordern. Wenn das einer nicht will, ist das natürlich seine Sache. Dann soll er aber nach ‘drüben’ gehen (dh in eine Gesellschaft, die seinen Vorstellungen entspricht). Kinder haben Schulpflicht und nehmen an allen Veranstaltungen (Schwimmunterricht, Klassenfahrten, …) genauso Teil wie alle anderen auch. Das ist oft der einzige Kontaktpunkt zur bundesrepublikanischen Gesellschaft für diese Kinder. Eine Sonderbehandlung wegen ‘kultureller Unterschiede’ findet nicht statt, der politische Kampf gegen die Organisationen des politischen Islam wird aufgenommen.

Keine Ahnung, wann in Deutschland wieder genug Selbstbewußtsein vorhanden ist, um sich nicht von jeder ach-so-selbstbestimmten Kopftuchträgerin und ihren DITIB-Hintermännern an der Nase herumführen zu lassen.


Norbert_G
8.4.2015 15:09
Kommentarlink

Auch bei den zumeist linksgewirkten Studentenwerken kommt Unmut auf:

http://lepenseur-lepenseur.blogspot.de/2015/04/studierendenwerke.html

Einer meiner Lieblingsfußballspieler mit Migrationshintergrund sagte mal: “Hängt die Grünen, solange es noch Bäume gibt.”
(gruene-zitate.de/sprueche-mehmet-scholl/)
Wovon ich mich natürlich mit Betroffenheit, Sorge und Entsetzen distanziere.


Benutzername
8.4.2015 15:12
Kommentarlink

@Zaphod_B:

Stimmt! Die Göring-Eckart hatte Ich vergessen. Ist aber auch die einzige wie mir scheint, die irgendwas in der Partei zu husten hat aus Mitteldeutschland. Der Rest ist doch mit gealterten “Alternativen” aus dem Westen mit Wohlstandsbäuchlein besetzt. Alternativ mit Vorstadthäuschen mit Garten und mit dem SUV zum Ökosupermarkt. Ja ne’ is’ klar. Hauptsache Distinktion des gesetzten Mittelstandes vom Pöbel.

Der Hang zur Zersplitterung linker Gruppen ist ja genau das, was die Pythons so trefflich auf die Schippe nahmen. Jede Splittergruppe für sich ist der Meinung die einzig selig machende Wahrheit zu besitzen und will bestimmt nicht mit den Verrätern der anderen linken Gruppierungen Kompromisse machen. Das wäre Verrat an der reinen wahren einen Lehre! Diese Spalter!


der eine Andreas
8.4.2015 15:23
Kommentarlink

Falls jemand Lust hat auf “grünes” Ausland:
https://www.academics.de/jobs/leiter_m_w_des_regionalbueros_arabischer_naher_osten_111893.html
Leiter/in des Regionalbüros Arabischer Naher Osten (der Heinrich-Böll-Stiftung)
Arbeitsort ist Ramallah.

Das Leit ist verantwortlich u.a. für
“Planung, Steuerung und Implementierung der Projektarbeit sowie konzeptionelle Weiterentwicklung der Stiftungsarbeit in Palästina und Jordanien in Abstimmung mit dem Regionalreferat in Berlin unter Berücksichtigung der Genderorientierten Programmplanung (GOPP)”

Info über das Büro:
http://www.boell.de/de/2008/11/03/buero-arabischer-naher-osten


WikiMANNia
8.4.2015 15:57
Kommentarlink

Das ist insofern erstaunlich, als es nach meinem Wissensstand im Islam (anders als im Christentum) keine zentrale Kirche und Istanz gibt, die anderen etwas vorschreiben kann. Faktisch wird das aber gefördert.

BINGO!

Theologisch gesehen ist das absolut korrekt. Wer sich in Moscheen umsieht, wird keine Beichtstühle finden. Sünden werden Allah direkt gebeichtet (oder manchmal eben auch nicht), da drängt sich keine Kirche und kein Pfaffe dazwischen.

Politisch gesehen ist es nicht ganz korrekt, der Sultan hatte da schon einiges zu melden. So wurde beispielsweise in den Freitagsmoscheen am Freitag seine Botschaft vorgelesen.
Das wird von in Syrien und Irak mit einem Kalifen gerade wieder neu belebt.


Schwärmgeist
8.4.2015 15:57
Kommentarlink

Manchmal sind aber die Maskulisten nicht weniger schrill als die Feministinnen. Frauen das Wahlrecht zu entziehen, die Idee haben wir doch hoffentlich seit 1910 hinter uns. Manchmal glaube ich, es hackt. Ich gehe gerne mit auf dem Weg zur Feminismuskritik, aber “Frauen nicht an die Urne!” finde ich total bescheuert.


thorstenv
8.4.2015 16:00
Kommentarlink

“Lesben sind nämlich stark überproportional im öffentlichen Dienst verkankert, besonders an Universitäten.”

Beweis?


Hadmut
8.4.2015 20:05
Kommentarlink

> Beweis?

Ja liest Du denn mein Blog nicht?


WikiMANNia
8.4.2015 18:00
Kommentarlink

@Neo

…sowie der Treue zum deutschen Grundgesetz eher wenig Glauben schenken.

Es wird immer wieder vergessen, oder auch gar nicht erst verstanden, dass der Einzige, welcher dem deutschen Grundgesetz treu sein muss, der deutsche Staat ist mit all seinen Gliederungen (Regierung, Parlament, Parteien, Justiz, Richter, Polizisten, Bundeswehr, Beamte und so weiter).

Das Grundgesetz beinhaltet Abwehrrechte der in Deutschland lebenden Bürger gegen den Staat. Oft gehörte Floskeln, Bürger oder gar Religionen müssten das Grundgesetz achten, sind an Dummheit nicht zu überbieten, sie dokumentieren jedesmal, der derjenige, der diese Floskeln von sich gibt, keine Ahnung hat, wovon er spricht.

http://de.wikimannia.org/Grundgesetz_für_die_Bundesrepublik_Deutschland


WikiMANNia
8.4.2015 18:05
Kommentarlink

@Neo

Wer sich die Mühe macht und Google ein paar Suchanfragen stellt, wird recht schnell feststellen, daß der Islam inoffiziell gar nicht so unorganisiert ist, wie immer getan wird.

Dem ist so, dazu muss aber gesagt werden, dass dies von deutschen Staat GEFORDERT und GEFÖRDERT wird. Der deutsche Staat mag halt keine unorganisierten Religionen. Deshalb ist beispielsweise auch fast jede Moschee in Deutschland ein Verein.

Der von Ihnen festgestellte Tatbestand ist also als eine Integrationsleistung zu werten.


WikiMANNia
8.4.2015 18:30
Kommentarlink

@Neo

In der Türkei gibt es nun das “Präsidium für religiöse Angelegenheiten” welches die höchste islamische Autorität der Türkei und gleichzeitig der türkischen Regierung unterstellt ist. Die DITIB (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V.) ist der als gemeinnützig anerkannte Dachverband der türkisch-moslemische Moscheen in Deutschland und wird mehr oder weniger direkt von erwähntem Präsidium für religiöse Angelegenheiten in Ankara gesteuert.

Dann gibt es noch die König-Fahd-Akademie in Bonn-Bad Godesberg mit einer Zweigstelle in Berlin welche von Saudi-Arabien finanziert wird.

Um so weise wie Silenos zu werden, glaubte Midas, genüge es, ihn zu fangen. Er stellte ihm eine Falle, indem er einer Waldquelle Wein beimischte, aus der Silenos trank und berauscht einschlief.

Heute glauben viele, wenn sie etwas ergoogelt haben, schon etwas wissen.

Das “Präsidium für religiöse Angelegenheiten” ist eben keine “höchste islamische Autorität”, sondern eine staatliche Autorität. Der Hintergrund ist, dass im von Atatürk gegründeten laizistischen Staat die Religion vom Staat kontrolliert werden sollte. Dazu wurden die religiösen Institutionen zerschlagen und das staatliche “Präsidium für religiöse Angelegenheiten” gegründet.

Die Tatsache, dass der türkische Staat (Staat!, nicht Islam) über DITIB in Deutschland mitregiert, haben meiner Erkenntnis nach erst wenige Menschen begriffen. Die meisten sind davon überzeugt, es mit einer religiösen Autorität zu tun zu haben.

Mit den von Saudi Arabien und arabischen Emiraten finanzierten Institutionen verhält es sich so, dass es sich dabei um modernen Ablasshandel handelt.

Man lebt in den Ländern reich und sorglos, eben auch am Islam vorbei und erkauft sich mit großzügigen Spenden an religiöse Stiftungen ein gutes Gewissen. Die religiösen Stiftungen dort sind also etwa so wie die Grüne Partei hier: moderner Ablasshandel geht so: Du wählst die Grünen und bist dann ein Gutmensch, egal was Du sonst so machst.

Großes schlechtes Gewissen ergibt viele und große Spendensummen, sodass die religiösen Stiftungen gar nicht wissen wohin mit dem vielen Geld. Deshalb werden auch mal ein paar Korane verschenkt oder überdimensionierte Moscheen finanziert.

Wieviel das dann noch mit Religion und religiöser Autorität zu tun hat, mag jeder für sich entscheiden. Etwas mehr an Hintergrundwissen als @Neo sollte man allerdings schon haben.

@Rainer

Es reicht völlig die “christliche Umwidmung” der Feiertage zu entfernen. 😉

Endlich mal einer, der Ahnung von dem hat, wovon er spricht! 😉


Neo
8.4.2015 21:27
Kommentarlink

@WikiMANNia:

Man muß schon reichlich naiv sein um noch an das Märchen von der laizistischen Türkei zu glauben. Das mag von Atatürk vielleicht so geplant gewesen sein, aber von der Türkei eines Mustafa Kemal Atatürk ist heute nichts mehr übrig außer der Legende des Laizismus. Und auch diese Legende wird außer von ein paar naiven Westlern von niemandem mehr geglaubt.

Was in Europa anscheinend die wenigsten zur Kenntnis nehmen ist, daß dem Islam eine Trennung von Staat und Religion wesensfremd ist.

Von Abdullah Gül stammt der Satz:

“Der Islam regelt die weltliche Ordnung. Ich als Moslem glaube daran. In der Türkei gibt es Gesetze, die den Islam unterdrücken, und diese Unterdrückung muss aufgehoben werden.”

Passend dazu noch Zitate von Tayyip Erdogan:

“Gott sei Dank sind wir Anhänger der Scharia.”

“Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind.
Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.”

Die Legende vom moderaten Islam kommentierte Erdogan so:

“Diese Bezeichnungen sind sehr hässlich, es ist anstößig und eine Beleidigung unserer Religion. Es gibt keinen moderaten oder nicht-moderaten Islam. Islam ist Islam und damit hat es sich.”

Das sind keine Zuschreibungen von mir, sondern es handelt sich um Aussagen führender türkischer Politiker. Demnach betrachten jene Politiker die heute in der Türkei an der Macht sind die Einheit von Islam und Staat als höchstes Ziel. Wie man das einfach ausblenden kann wird mir immer unbegreiflich bleiben.


yasar
8.4.2015 21:53
Kommentarlink

Die Kontrolle des türkischen Staates wurde, wie wikimannia schon erwähnte, um sicherzustellen, daß der Staat die Imame und religiösen Autoritäten Kontrollierte und nicht umgekehrt, um die Errungeschaften der Revolution Mustafa Kemal Paschas genannt Atatürk, wie den laiziostischen Staat zu sichern.

Die Gefahr ist aber heutzutage, mit Führern wie Erdogan an der Macht, daß die religiösen Strukturen dazu verwendet werden könnten, die macht zu erhalten.

Man muß vor der DITIB und dem Präsidium für religiöse Angelegenheiten keine Angst haben, aber man sollte trotzdem schauen, welche Politik die betreiben.


WikiMANNia
9.4.2015 0:43
Kommentarlink

@Neo
Sie haben ja schon bewiesen, dass Sie keine Ahnung haben und werfen nun Naivitätsanwürfen um sich. Und Sie beweisen weiter, dass Sie außer Googeln noch das C&P aus PI-News beherrschen.

Wer nicht weiß, dass es in der Türkei einen starken laizistischen einerseits und einen islamischen Anteil andererseits in der Gesellschaft gibt, sollte lieber fein den Mund halten. Beide Gruppen beharken sich und fechten so eine Art Kulturkampf aus.

Nur naive Westler wie Neo können starke Sprüche nicht von Realität unterscheiden.
Es sind auch naive Westler wie Neo, der die Hasspropaganda der Transatlantiker nicht als Hasspropaganda erkennen kann. Für die Leute, die in den USA an der Macht sind, ist die absolute Hegemonie in der Welt das höchste Ziel und sie sind diesem Ziel näher als die sprücheklopfenden Türken. Wie man die Kriege um Öl ausblenden einfach kann, wird mir immer unbegreiflich bleiben.

http://de.wikimannia.org/Staatsterrorismus

@yasar

Man muß vor der DITIB und dem Präsidium für religiöse Angelegenheiten keine Angst haben, aber man sollte trotzdem schauen, welche Politik die betreiben.

So sehe ich das auch. Allerdings muss man in Washington noch dringender hinschauen, welche Politik die da betreiben.


Schwärmgeist
9.4.2015 3:36
Kommentarlink

Ist mir letztlich auch egal. Ich bin bei der Bibel und im Koran nicht weit gekommen, mir fehlte irgendwann jede Ehrgeiz, mir das alles durchzulesen.

In beiden Büchern steht eine Menge Müll.

Wichtig ist doch auch nicht, was drinsteht, sondern wie es ausgelegt wird. Und da sind Imame noch immer sehr buchstabenverhaftet. Sie benutzen auch den Trick, daß Deutsche diese Sprachen, Türkisch oder Arabisch, nicht verstehen. Unter diesem Deckmantel können sie dann ihr übliches frauenfeindliches Zeug loswerden. Und Ungläubige sind eh nur Schweine, tralala.

Für mich gehört der Islam erst dann zu Deutschland, wenn in den Moscheen auch deutsch gepredigt wird. Was ja auch ein Wunsch junger Muslime ist, weil sie diese Sprachen kaum noch verstehen.


Manfred P.
9.4.2015 18:33
Kommentarlink

@Neo

Stimmt schon, es gibt eine Re-Islamisierung. Aber das war bis in die 1980er Jahre NICHT so.

Da haben die Generäle mal eben einen Putsch veranstaltet, wenn einer zu islamisch wurde.


Julian
9.4.2015 20:47
Kommentarlink

Hallo,

das Christentum ist wie alle anderen Religionen in mehrere Teile gespalten – somit kann es keine zentrale Gewalt des Christentums geben. Im Protestantismus gibt es dies nicht. Und da die orthodoxe Kirche ebenfalls in weitere “Splittergruppen” unterteilt ist, gibt es auch dort keine zentrale Gewalt.

Lediglich in der roemisch-katholischen Kirche gibt es mit dem Papst eine religioese sowie (fuer den Vatikan) politische Zentralfigur. Da diese jedoch nicht fuer sich in Anspruch nimmt (und auch gar nicht kann) fuer das gesamte Christentum zu sprechen, gibt es auch dort nur eine zentrale Gewalt fuer diese Splittergruppe/Konfession.

Womit wir beim Islam sind, der ebenfalls verschiedene Ausrichtungen hat. Und in diesen Ausrichtungen gibt es sowas wie “Paepste”. Wie genau die heissen weiss ich nicht.

Also, weder im Christentum noch im Islam gibt es eine zentral Gewalt.

Ein interessanter Vortrag zum Islam:
https://www.youtube.com/watch?v=3Y3RHztJAhQ

Gruesse,
Julian

P.s.: keine Umlaute etc. weil ich in Lateinamerika bin und die Tastatur das nicht hergibt.


Neo
9.4.2015 21:24
Kommentarlink

@.Manfred P:

Ich will ja gar nicht in Abrede stellen, daß es in den 1980er Jahren ganz genau so war, aber das war vor 30 Jahren.

Wer heute noch so tut als hätte die Situation im nahen Osten nichts mit dem Islam zu tun, sollte nicht erwarten in Sachen Nahost als ernstzunehmender Gesprächspartner anerkannt zu werden.


Manfred P.
10.4.2015 12:15
Kommentarlink

@Neo

Na klar. Es war sogar jedesmal bei uns in den Nachrichten, wenn Erdogan einen Vorwand gefunden hat, einen kemalistischen General abzusägen.

Erdogan weiß ganz genau, dass das Militär sein Hauptfeind bei der Islamisierung der Türkei ist, und hat deswegen viele führende kemalistische Befehlshaber abserviert.

Ich gebe Dir Recht; die Türkei islamisiert sich. Aber die laizistische Idee war nicht bloß Träumerei, sondern die Armee hat das bis in die 1990er knallhart durchgesetzt, notfalls halt auch mit Waffengewalt. Das war der Punkt, in dem ich widersprechen wollte.

Atatürk hat ja nicht bloß vom Laizismus geredet, sondern war bei der Beseitigung islamischer Kräfte alles andere als zimperlich. Du weißt schon, was ich meine – ich will nur Godwin’s Law vermeiden. 🙂

Jedenfalls würde ich behaupten, dass die Türkei als NATO-Partner inzwischen unzuverlässig ist.


Neo
12.4.2015 12:41
Kommentarlink

@.Manfred P:

“Ich gebe Dir Recht; die Türkei islamisiert sich. Aber die laizistische Idee war nicht bloß Träumerei, sondern die Armee hat das bis in die 1990er knallhart durchgesetzt, notfalls halt auch mit Waffengewalt. Das war der Punkt, in dem ich widersprechen wollte.”

In dem Sinne, daß Atatürk die Sache mit dem Laizismus durchaus ernst meinte, gebe ich Dir ja Recht, aber was bringt uns das heute?

Meine Kritik war auch weniger auf Dich gemünzt, sondern vor allem auf jene die meinen, daß der Laizismus in der Türkei heute noch eine Rolle spielt. Wenn er ÜBERHAUPT noch eine Rolle spielt, dann diejenige kurz vor dem Exitus zu stehen.

Es geht auch nicht darum, wie dies gerne von gewissen Kreisen behauptet wird, Angst vor dem Islam (die sogenannte Islamophobie) zu haben. Ich habe absolut keine Angst vor dem Islam, ich begreife ihn aber prinzipiell als Gegner.