Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

The Stepford Students

Hadmut
6.4.2015 17:42

Schöner böser Artikel über die Dummheit vieler heutiger Studenten, die nicht mehr diskutieren, sondern Diskutierverbote haben wollen und die Bezeichnung Student nicht mehr verdienen (danke für den Hinweis; wem der Titel nichts sagt: Spielt an auf die beiden Spielfilme The Stepford Wifes).

Diese Sorte Dummheit ist der Rohstoff, aus dem heute die meisten Politiker und Journalisten gemacht werden.

50 Kommentare (RSS-Feed)

Frauenhaus - Von Frauen. Für Frauen.
6.4.2015 18:02
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Ich wette hier wird es nur wenige Kommentare zu dem Artikel geben, weil er in Englisch ist.

Das ist wie immer außerordentlich schade, weil der englische Sprachraum was den Feminismus angeht viel aktiver und aktueller ist als der Deutsche


Herrmann
6.4.2015 18:02
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Anne Frank ist eben heute immer noch ein Vorbild.

Mag keiner glauben…

In Deutschland glaubt man auch heute noch das das Problem mit dem 3. Reich die Nazis gewesen wären. Nein. Es war die Fratze des Faschismus. In Russland wird heute auch an den Kampf gegen den Faschismus erinnert, nicht an den Kampf gegen die bösen Nazis. An diesen Unterschied erinnerte Vladimir Putin mal höchst persönlich in einem Interview.

Gegen Faschisten helfen aber nur Kugeln. Das ist leider die Wahrheit.


Alex
6.4.2015 18:17
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Immer im Hinterkopf behalten: die Säuberung der unis von unerwünschten ging von den “Studenten” aus.
Kurz vor den bücherverbrennungen


splitcells
6.4.2015 19:07
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Ich finde es interessant, dass nicht selten Vergleiche mit
der Soviet Union kommen. Ich versuche in letzter Zeit Leuten
zuzuhören (wenn ich zufällig in der Nähe bin und sie sich unter
einandere unterhalten) die relative alt wirken, aber noch arbeiten
(bin selber Student). Zweimal habe ich es bis jetzt gemacht
und prompt kam genau zweimal dieser Vergleich.

Wie ist eigentlich die Entwicklung in anderen Teilen der Erde?
Also Asien, Afrika, Südamerika …

Interessant ist natürlich auch die zukünftige Entwicklung. Laut
dem Artikel hat sich das ganze innerhalb einer Generation geändert.
Dass könnte also innerhalb der nächsten Generation in eine komplett
andere Richtung gehen.


Christian
6.4.2015 19:32
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Das Bild ist auch hier natürlich vielschichtiger. Einmal der Leistungsdruck an den Unis (in den USA plus enormer Verschuldung). Das zunehmend hysterische Umfeld. Wie schräg es an den Unis zugeht. http://www.cuncti.net/haltbar/829-postmoderner-relativismus-an-universitaeten Dass die Studis danach keine Jobwunder erwarten.
http://linhdinhphotos.blogspot.de/2010/12/welcome-to-collapse.html
Wie es also kein Wunder (für mich) ist, dass die Studenten unter der Maske von Toleranz und Fortschritt faschistisch werden, ohne es zu merken oder so zu benennen. https://www.youtube.com/watch?v=HwF9SFaKy6U
Alles in Markenklamotten und mit einem Lächeln.. 😉
Ob mehr dahinter steckt? No sey – aber ich habe mal versucht, es in einem Artikel zusammenzufassen. S. hier:
https://nachrichtenaushinterland.wordpress.com/2015/04/06/das-gefangnis-ix-wir-sind-auf-dem-weg/


Heinz
6.4.2015 19:33
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Kleiner Tippfehler bei: “und die Bezeichnung STudent nicht mehr verdienen”


_Josh
6.4.2015 19:37
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@Herrmann:

Gegen Faschisten helfen aber nur Kugeln. Das ist leider die Wahrheit.

Janee, issklar. Und gegen Moslems. Und gegen Feminazis. Und gegen Alternativmediziner. Und Scientologen. Und gegen das faule Hartz IV-Pack. Und gegen die Juden. Und überhaupt, gegen alle, die Deinen hahnebüchenen Quark nicht teilen, oder besser, einsehen wollen.

Sag’ mal, merkst Du eigentlich noch was?


Schwärmgeist
6.4.2015 19:56
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Wirklich gut geschrieben. War auch eine gute Gelegenheit, mal sein Englisch wieder etwas aufzubessern. Meins ist etwas eingerostet.

Ja, das ist Schwafelismus und Rechthaberismus. “Mein Uterus, äh, meine Utera ist Königin, als Mann bist du Dreck, du hast nicht das Recht dazu, über Abtreibung auch nur nachzudenken!” Ich bin übrigens auch Pro-Choice, aber was soll’s.

Dabei stört es mich umgekehrt ja auch nicht, wenn Frauen mal gegen die Vorhautbeschneidung argumentieren. Da könnte ich ja auch sagen, Mädels davon versteht ihr nichts – aber natürlich darf jede sich so ihre Gedanken machen, warum denn auch nicht. Die einzige, die sich’s getraut hat, war übrigens Bettina Röhl. Amüsante Anekdote der Geschichte. Die kennt ja das RAF-Zeugs aus erster Anschauung und war irgendwann offenbar gründlich genervt.

Diese Schreihälsinnen, die jedes Theaterstück stürmten, in der mal eine Frau in Strapsen auf der Bühne zu sehen war, auch mit durchaus Pro-Frauen-Subtext, gab es in den Neunzigern auch schon. Die gaben sich gar keine Mühe, irgendwas zu verstehen, die warteten nur auf ihre Signalwörter und legten dann los. Damals konnte man sie noch gut ignorieren. Inzwischen sind es leider so viele geworden, da ist Ignorieren wohl keine Option mehr.


Schwärmgeist
6.4.2015 20:10
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Ich habe keine Kinder, aber als Forty-something will ich auchmal mit Selbstkritik anfangen. Es ist unsere, meine Generation, die hier aus falschem guten Willen nicht eingeschritten ist, um diesen Blödsinn rechtzeitig als Blödsinn zu demaskieren.

Ich selbst bin wenigstens ein wackerer Rechtschreibschwafelreformgegner. Diese Reform ist nicht DER, aber EIN Grund für diese sinnlose Argumentenhuberei. Wer keine Kommata mehr setzen kann, dem fliegt alles mögliche durch den Kopf, aber kein geordneter Gedanke, geschweige denn guter Textaufbau mehr. Aber wenn man Einzelkämpfer ist, wird man allzuschnell als Wirrkopf abgetan. Unter Germanisten und Sprachwissenschaftlern, damit meine ich ausdrücklich auch die Frauen, gab es einfach zuwenig Widerstand.


vortex
6.4.2015 20:18
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@Frauenhaus

“Das ist wie immer außerordentlich schade, weil der englische Sprachraum was den Feminismus angeht viel aktiver und aktueller ist als der Deutsche”

Also ich finde Deutschland ist lediglich mehr dröge. Liegt wohl an unserem fehlenden Meinungspluralismus.


Neo
6.4.2015 20:36
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Ein paar Aussagen sind mir besonders aufgefallen.
Da hätten wir zum Beispiel ganz am Anfang die Studentin welche schrieb:
“The idea that in a free society absolutely everything should be open to debate has a detrimental effect on marginalised groups.”

Das ist nichts anderes als der Abgesang auf Rede- und Meinungsfreiheit und darüber heinaus auf eine freie Gesellschaft, da es geradezu ein Kennzeichen einer freien Gesellschaft ist, daß man in ihr über alles diskutieren kann. Wenn Diskussionen über Themen bei denen sich andere unwohl fühlen könnten aus dem öffentlichen Raum verbannt werden sollen bleiben für derartige Diskussionen nur noch geschlossene Klubs.

Dann hätten wir noch jene Studenten: “We have the right to feel comfortable,’ they all said, like a mantra.”

Das ist ein Recht von dem die mir bekannten Verfassungen und auch unser Grundgesetz nichts wissen. Bei genauerem Nachdenken muß man aber feststellen, daß das “Recht sich wohlzufühlen” letztlich das Ende jeglicher öffentlicher Diskussion über jegliches Thema bedeutet. Denn egal welches Thema man nimmt, irgenjemand wird immer dabei sein der sich bei der Diskussion darüber nicht wohlfühlt. Soll heißen: im öffentlichen Raum gibt es nur noch “small talk”, ernsthafte Diskussionen werden in geschlossenen Zirkeln geführt.

“it was that they were so plainly shocked that I could have uttered such things, that I had failed to conform to what they assume to be right, that I had sought to contaminate their campuses and their fragile grey matter with offensive ideas.”

Ursprünglich war es genau das weswegen die Rede- und Meinungsfreiheit eingeführt wurde. Denn Demokratie, lebendige Demokratie, kann nur dort gedeihen wo auch “offensive ideas” diskutiert werden dürfen.

Doch letzten Endes ist das Problem hausgemacht:
“We seem to have nurtured a new generation that believes its self-esteem is more important than everyone else’s liberty.”

Junge Menschen bekommen dieses Gedankengut ja nicht automagisch sobald sie sich bei einer Universität einschreiben. Der Keim für eine derartige Haltung wird oftmals schon in der Kindheit gelegt. In der Schule wird das Pflänzchen dann ordentlich gedüngt und gegossen, und in den Universitäten kommt es zur vollen Reife.

Am Schluss bleibt nur noch ein Satz von Benjamin Franklin:
“Those who would give up essential Liberty to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety.”


Schwärmgeist
6.4.2015 21:44
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@Neo

> Junge Menschen bekommen dieses Gedankengut ja nicht automagisch sobald sie sich bei einer Universität einschreiben. Der Keim für eine derartige Haltung wird oftmals schon in der Kindheit gelegt. In der Schule wird das Pflänzchen dann ordentlich gedüngt und gegossen, und in den Universitäten kommt es zur vollen Reife.

Vermutlich ist dieses Binnen-I, Unterstrich-, Sternchen-Wasauchimmer längst an den Grundschulen angekommen. Die Frauen freut’s, toll, endlich schreibt auchmal ein Junge sowas, ist das denn nicht super? Wenn ich Sohn oder Tochter hätte, dann würde ich da in der Schule anrufen, die Lehrerin sprechen wollen und verlangen, daß meinem Kind nicht so eine TrollettInnensprache beigebracht wird, daß es sich bitte später selbst eine Meinung bilden kann.

Ich glaube, ich kenne inzwischen alle Versuche und Varianten, die deutsche Sprache “gendergerecht” zu gestalten. Keine davon sieht gut aus. Mein Angebot gilt noch immer: Wer eine gute Idee hat, möge sie mitteilen. Man hat bei allem Geschlechtergeschwafel ständig das Gefühl, den Kleinsten, überhaupt allen MenschInnen wird nur noch in die Hose geguckt, aber nicht mehr in die Augen. Das ist keine ideologiefreie Schrift.

Außerdem fordere ich eine Quote für Übergewichtige, die haben nämlich beim Einstellungsgespräch häufig auch nicht viel zu lachen. Und eine Quote für Alkoholiker im Cockpit, für Kosovo-Albanerinnen, für transsexuelle jüdische Palästinenser – Jobvergabe gibt’s demnächst nur noch nach Statistik und nicht nach Qualifikation.


Schwärmgeist
6.4.2015 22:04
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“We have the right to feel comfortable.”

Man hat es ihnen auch zu einfach gemacht. Der Matheunterricht ist heute weithin ein Witz, “Programmieren kann jedeR”, Physik, das ist was für vollbärtige Nerds, die Fakultät sollten wir auchmal aufmischen, im Deutschunterricht werden dauernd Bestnoten für Diktate und Aufsätze verteil, Sitzenbleiben wird abgeschafft, Abitur und Unis für alle – wer wundert sich denn da ernsthaft über solches Anspruchsdenken?

Die stehen doch auch keine Lehre durch, die mogeln sich irgendwie durch, machen irgendwas mit Gender und Medien – paßt schon, hört doch eh keiner zu.

Naja, ein Gutes hat es: Für mich sind die Neuabgänge, die kaum einen Bindestrich richtig setzen können, wenigstens keine ernsthafte Konkurrenz. Die haben höchstens mal “Game of Thrones” gelesen, schreiben das natürlich falsch und halten es für Literatur.


Schwärmgeist
6.4.2015 22:14
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Alle, wirklich alle Lehrer, die ich im Bekanntenkreis habe, von der Hauptschule bis zum Gymnasium, sagen mir: Das ist kein Unterricht mehr. Häufig könne man froh sein, wenn die lieben SuS mal das Handy wegpacken und überhaupt zuhören. Ein Biolehrer wollte mal allen eine Fünf geben, weil wirklich keiner einen Plan hatte, aber er hatte erstens Angst vor den Eltern, die dann anrufen (“Mein Kind ist nicht doof!”), und zweitens vor dem Rektor (“Sie können doch die Kinder nicht so hart rannehmen!”). Das kann man ein- oder zweimal machen, danach kommt dann eineR von den Bildungsministrierenden angereist und guckt sich den Unterricht an. Ich möchte heute kein Lehrer mehr sein, so wie da allenthalben der Unterricht gestört und nicht aufgepaßt wird.

Inklusion, damit will ich gar nicht anfangen. Nützt niemandem, alle wissen es, aber ist politisch gewollt. Es ist ein Jammerspiel. Ohne dieses ganze Bildungsreformgekasper würde ich vielleicht sogar die SPD wählen, aber so? Nee.


Joe
6.4.2015 22:56
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Also ich finde Deutschland ist lediglich mehr dröge. Liegt wohl an unserem fehlenden Meinungspluralismus.

Heise Online macht ja nun jetzt auch das Forum dicht. Gab wohl zuviel Widerspruch beim Thema “Transgender”.


Hadmut
6.4.2015 23:52
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> Heise Online macht ja nun jetzt auch das Forum dicht. Gab wohl zuviel Widerspruch beim Thema “Transgender”.

Was? Wo?


drehrumbum
7.4.2015 0:33
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Emil
7.4.2015 0:44
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@Hadmut – Transgender

http://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Von-Beat-zu-Bea-Transgender-Menschen-in-der-IT-Branche/forum-65475/comment/

Das war im allgemeinen Heise-Forum. Die sind da offenbar etwas empfindlicher als bei Telepolis.


Joe
7.4.2015 1:02
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Was? Wo?

http://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Von-Beat-zu-Bea-Transgender-Menschen-in-der-IT-Branche/Es-reicht/posting-2257962/show/

So fängt’s ja immer an: “Meinungen” nur noch bei unverfänglichen Themen erlaubt. Und irgendwann stellt man die Klicksenke (nichts anderes ist ein “Leser-Forum” schließlich) ganz ab. Mark my words. 😉


no
7.4.2015 1:06
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@Hadmut

Du wirst es sicher schon selbst gegoogelt haben:

https://www.reddit.com/r/de/comments/31keux/es_reicht_heise_schlie%C3%9Ft_forenbereich_zu_einem/

http://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Von-Beat-zu-Bea-Transgender-Menschen-in-der-IT-Branche/forum-65475/comment/

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Von-Beat-zu-Bea-Transgender-Menschen-in-der-IT-Branche-2595257.html

Wow. Das ging auch an mir vorbei. PC allüberall und wenn’s nicht mehr fruchtet eben die Notbremse ziehen (ganz empört natürlich).

Was der Artikel überhaupt an Erkenntnisgewinn beinhalten soll, entzieht sich mir dann noch zusätzlich. Aber das schlägt ja alles in die selbe Kerbe. Da werden Fässer aufgemacht, Probleme erörtert, welche auch beim besten Willen nur Einzelschicksale sind, nicht kategorisiert werden können und _niemals_ auf die Gesellschaft verschuldend wirken sollten.


Neo
7.4.2015 1:33
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@Hadmut:

Es handelt sich um diesen Artikel

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Von-Beat-zu-Bea-Transgender-Menschen-in-der-IT-Branche-2595257.html

Das nette ist, daß man bei gesperrten Kommentaren nicht mehr nachvollziehen kann was daran jetzt so furchtbar war, da man sie ja nicht mehr lesen kann. Und wie allgemein bekannt sein dürfte haben die roten und grünen Kennzeichnungen auch nicht allzuviel über die Qualität eines Kommentars zu sagen.


Gebannter
7.4.2015 1:51
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>> Heise Online macht ja nun jetzt auch das Forum dicht. Gab wohl zuviel Widerspruch beim Thema “Transgender”.

> Was? Wo?

Das Forum wurde geschlossen, wie bei andere Seiten, wenn es um das Thema Ukraine, oder Russland geht.

http://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Von-Beat-zu-Bea-Transgender-Menschen-in-der-IT-Branche/Es-reicht/posting-2257962/show/

Nicht wenige Moderatoren und Autoren sind dort in ihrer sexuellen Identität gestört. Irgendwann musst es ja soweit kommen.


Stefan W.
7.4.2015 2:04
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????????
7.4.2015 6:06
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@Hadmut: Siehe hier (via Fefe)


Heinz
7.4.2015 6:26
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> Was? Wo?

Hier von Leitner:
“Das ist mal echt eine gewaltige Schande hier. Was zur Hölle ist eigentlich los da draußen? Wo kommt dieser ganze Hass her?”
http://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Von-Beat-zu-Bea-Transgender-Menschen-in-der-IT-Branche/Es-reicht/posting-2257962/show/


Heinz
7.4.2015 6:27
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Btw. Heise hatte den Artikel mehrere Tage über das lange Osterwochenende (bis zu dem oben verlinkten Post) als Schlagzeile mit großem Bild auf der Hauptseite.


PurpleRain
7.4.2015 9:35
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> Forum dicht wg. Transgender
Hier: http://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Von-Beat-zu-Bea-Transgender-Menschen-in-der-IT-Branche/Es-reicht/posting-2257962/show/

Ist zwar nur das Forum des einen Artikels gesperrt worden da der zuständige Moderator endlich in’s Osterwochenende gehen wollte, zeigt aber genau die hier besprochene Problematik: Schwierigkeiten beim Meinungsmainstreaming.


JochenH
7.4.2015 10:27
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Die politische Korrektheit hat sich im Diskurs fast völlig durchgesetzt. Abweichende Meinung wird nicht mehr als solche diskutiert, sondern der Abweichler wird gleich diffamiert. Das führt zu Zuständen wie in der DDR, wo eben jeder genau wusste, woran es mangelt, aber das nicht offen sagen durfte wegen Sprach- und Denkverboten.

Das Herumreiten auf Schwulen- und Transthemen hilft diesen Gruppen genau gar nichts, sie werden nur instrumentalisiert, um Sprachverbote durchzusetzen.


CountZero
7.4.2015 10:30
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Bret Stevens schreibts schön: “Students who demand emotional pampering deserve intellectual derision.”

@Schwärmgeist: Zustimmung!
Hierzulande scheint bei Schülern vor allem problematisch zu sein, dass sie vor Leistung (bzw. Bewertung davon) geschützt werden müssen. Dass der Wille dazu zunächst mal im Schüler intrinsisch vorhanden sein muß und ein ‘guter Lehrer’ lediglich Bonus darstellt, wird offenbar heute ausgeblendet. Stattdessen rufen Eltern, Schüler und Zeitgeist den Lehrern zu: ‘Bilde mich!’, so als ob dieses keinerlei Anstrengung auf seiten des Lernenden mehr bedürfe. Kommt wohl davon, wenn man das Prinzip ‘Der Kunde ist König!’ auch auf das Erlangen von Bildung ausweitet.

Mir wird schwarz vor Augen wenn ich sehe, wie dieses Land sich abschafft.


Manfred P.
7.4.2015 11:25
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>Physik, das ist was für vollbärtige Nerds

Ich fühle mich diskriminiert. Ich habe nie Vollbart getragen. Wie kannst Du nur so etwas verletzendes schreiben.

*schluchz*

PS. An der Rechtschreibreform habe ich das Doppel-S nach kurzem Vokal übernommen, da ich das logischer finde.

Als das eingeführt wurde, war meine damalige Freundin Lehramtsstudentin. Ihr habe ich prophezeit, dass auch nach “Vereinfachung” der Regeln weiterhin die Leute zu blöd sein werden, korrekt zu schreiben.

“Fuss” statt “Fuß”, “Russ” statt “Ruß” – tja, ich hab’ es ja gewusst. (Und nicht etwa gewußt.)


Watson
7.4.2015 11:34
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Menschen mit Störung ihrer sexuellen Identität sind bisweilen eine Gefahr für die offene Gesellschaft.

Nicht irgendein IT-Forum und die Piratenpartei wurde mittels denen liquidiert, sondern fast ganz Europa unter den Nazis, dessen deutsche Begründer allesamt schwul und Vegetarier waren.

So war Andreas Lubitz ein heimlicher Homosexueller, wie in den Ermittlungen herausgefunden wurde, doch was die Lügenpresse hierzulande verschweigt. Unter Homosexuellen ist die Suzuidrate generell am Höchsten, auch in einen Land, wie in den Niederlanden, wo sie alles dürfen. Nagut, Kinder zu schänden ist dort noch nicht legal. Homophilität kommt zudem meistens einher mit anderen Verhaltensauffälligkeiten und Geisteskrankheiten. Wir brauchen daher für verantwortungsvolle Risikotätigkeiten einen Blutest der eine solche epigenetische Störung im Gehirn offenlegen kann.

Diesmal hatte man noch Glück im Unglück. Was wäre erst alles passiert wenn Andreas Lubitz sich nicht die Alpen als seinen Tatort ausgesucht hätte, sondern ein Atomkraftwerk?!


Joe
7.4.2015 14:11
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https://www.reddit.com/r/de/comments/31keux/es_reicht_heise_schlie%C3%9Ft_forenbereich_zu_einem/

Zeigt auch wieder recht schön, was für eine üble Echokammer (Echo Chamber) dieses “Reddit” ist. Das passiert überall, wo man “Voting” einführt.

Die Dienste manipulieren dann im Hintergrund die “Likes” und erwecken bei der Zielgruppe den Eindruck, ihre Mitmenschen hätten so abgestimmt.


maSu
7.4.2015 16:28
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Ich habe den Text gelesen und war irritiert: So viel Text für eigentlich so eine kleine Aussage. Er wurde von Feminazis niedergebrüllt – mehrfach in diversen Lebenslagen, mal direkt, mal indirekt. Willkommen im Club.

Merkwürdig: Er fand das bei Studenten “überraschend” … hat er die letzten Jahre unter einem Stein verbracht? Gerade an Universitäten ist linksextremistisches Gedankengut sehr verbreitet – gerade in Fachbereichen, die sich weniger an messbaren Fakten orientieren, also diverse sozial”wissenschaften” usw.


quer
7.4.2015 16:28
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“Es war die Fratze des Faschismus”

@Herrmann,

ein schöner (beschwichtigender) Kinderglaube der Sozialisten. Nee, es war die Fratze des Sozialismus. Und zwar die des Nationalen. Die internationalen Sozialisten (rot, grün, öko) lassen sich bis heute in ihren vergleichbaren Verbrechen nicht von den nationalen Sozialisten (braun) übertreffen.


quer
7.4.2015 16:33
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“Russ” statt “Ruß”

@Manfred P,

es geht noch schöner: “Er wollte etwas gemäßigter leben. Deshalb trank er z.B. Bier oder Wein lieber in Massen” (CH-Scheibsel)


Manfred P.
7.4.2015 16:47
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Mich würde mal interessieren, wo einige Stammkommentatoren bei diesem Test im politischen Spektrum landen würden:

https://www.politicalcompass.org/test/de

Ich habe da so meine Vermutungen, aber interessant wär’s trotzdem.


Herrmann
7.4.2015 18:15
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@ Heiseforum

Die Menschen haben die Schnautze voll! Der Michel erhebt sich endlich… fast schon zu spät, aber er erhebt sich gegendert zu werden, Schwul=cool zu sehen, Tolleranz zu allem aber gegen sich selbst zu sein…

Es reicht. Das Faß ist vollgelaufen und schwappt über…

Und ich finde es Klasse! Daher richtet sich der Hass vieler, auch weniger auf die Symthome (Ausländer, Schwule, Frauen, etc.) sondern auf die wahren Ursachen: Politik, Lügenpressen, Gebäude und mitterweile ganz konkret gegen die richtigen(!) Personen.

Das kann man doof finden. Tut man ja auch. Aber es ist ein notwendiges Übel geworden um zu überleben. Manche begreifen es nur früher und man sehr viel später z.B. die Heiseredaktion.


Hadmut
7.4.2015 18:28
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@Herrmann: Schnauze schreibt man ohne t und Symthome schreibt man Symptome.

> Die Menschen haben die Schnautze voll!

Soweit würde ich Dir noch zustimmen.

> Der Michel erhebt sich endlich…

Kann das vielleicht sein, dass Du ziemlich viele Nazi-Texte liest? Die Rhetorik ist so schwülstig, schlecht und fehlproportioniert wie deren Architektur.

“Der Michel erhebt sich” – wenn ich so’n Scheiß lese, krieg ich echt zuviel.

Wusstest Du eigentlich, dass der Name Michel aus dem Hebräischen kommt?


Joe
7.4.2015 18:50
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Der Michel erhebt sich endlich…

Steile These. Man kann nur nicht wirklich ausschließen, daß exakt solche Sprüche von einem dienstlichen Anheizer stammen. Deshalb mal meine Hypothese dazu:

In Deutschland rührt sich erstmal nichts und niemand. Wenn also der Anschein erweckt wird, es gäbe irgendeinen (tätlichen) Widerstand, dann stehen für mich erstmal die üblichen Dienste samt ihrer V-Leute unter Generalverdacht. Denn meiner Einschätzung nach macht dieser angeblichen “Michel” vielleicht Spaziergänge mit Kerzen, aber er zündet nichts an, legt nichts lahm und macht auch keine sonstigen Dummheiten.

Es gibt Länder, wo der Generalstreik zur regelmäßigen Übung gehört, Deutschland gehört nicht dazu. Das ist für mich einfach nicht plausibel.

Genauso dient m. E. das extremistische Gekloppe in Foren (egal von welcher “Seite”) nur dazu, Meinungsfreiheit im Müll zu ertränken und dem Zensor ein bequemes Argument an die Hand zu liefern, die Sache dichtzumachen.


drehrumbum
7.4.2015 19:34
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Mich würde mal interessieren, wo einige Stammkommentatoren bei diesem Test im politischen Spektrum landen würden:

https://www.politicalcompass.org/test/de

Ich habe da so meine Vermutungen, aber interessant wär’s trotzdem.

@.Manfred P

Falls du mit “Stammkommentatoren” dich auf diesen Blog (statt auf das Heise-Forum) beziehst:

Economic Left/Right: -5.5
Social Libertarian/Authoritarian: -5.23


Manfred P.
7.4.2015 20:39
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@quer

LOL 🙂


Leon
7.4.2015 22:25
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Stepford….

Hm, ja, die Frauen von Stepford…..

Vielleicht ist DAS ja wirklich die Lösung?


CountZero
8.4.2015 8:56
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@.Manfred P:
Wenn auf Wilhelm Reich referenziert wird, gehen bei mir die Alarmglocken an… außerdem habe ich den Eindruck, dass viele Frage/Antwortenkombinationen stereotypisiert sind, will heißen, dass ich viele Antworten aus anderen Gründen gewählt habe, als die Autoren sich nmA gedacht haben, wie ich das meinen täte… passe halt nicht in Schubladen (selberlob) :-).

But here it is:
economic left/right: -1.88
social libertarian/authoritarian: -3.74


Manfred P.
8.4.2015 10:24
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@drehrumbum
@CountZero

Bei mir waren es
economic left/right: -6.63
social libertarian/authoritarian: -3.79

Ich fand das deswegen sehr lustig, weil ich bei meinen Bekannten als “rechts” gelte.

Ich denke, das liegt an meiner harschen Kritik an Feminismus und Frauenquoten, mit der ich nicht hinterm Berg halte.

Ich werte das als ein Indiz, dass es die Mainstream-Medien geschafft haben, Feminismuskritik als “rechts” zu definieren.

Bin auch nur zufällig auf diesen Test gestoßen, und wunderte mich selber, dass ich nach Einschätzung der Tester als linksliberal gelte.


Manfred P.
8.4.2015 10:31
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Aber es stimmt: Überzogene Wirtschaftsliberalität überzeugt mich nicht.

Auch unbeschränkter Freihandel ist nicht überzeugend, denn alle aufsteigenden Industrienationen, und zwar alle, gerade auch die USA, haben den Aufstieg der heimischen Industrie über Protektionismus erreicht.

Erst als die Marktmacht so weit etabliert war, dass die Bedingungen diktiert werden konnten, machten sich diese Länder für den Freihandel stark.

Und man schaue sich an, wie es um die Industrialisierung der USA und GB heute steht. Muss ich noch mehr schreiben?


Flash
8.4.2015 16:38
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@Watson:

Hallo Watson, hier Sherlock Holmes.

WO sind Sie??

Bitte mehr von Ihnen!

Zum Thema dieses Fadens. Das Blog ist offensichtlich mittlerweile über den Zwischenweg der Feminismus-Kritik vollkommen politisiert. Gesellschaftspolitische Themen, auch Bildungspolitik, ziehen mit weitem Abstand die meisten Leser UND die meisten Kommentare.

Da kommt nix anderes ran.

Des weiteren ist, aufgrund der Thematik (Politik, Informatik, Technik), die Frauenquote absolut niedrig. Im Kommentarbereich kommt aller Jubeljahre mal eine Frau daher, wunderselten.

Drittens und letztens zensiert Hadmut so gut wie gar nichts, was irgendwie noch geht.

Im Endeffekt hat damit dieses Blog eine Qualität erreicht, die es in KEINER sogenannten Qualitätszeitung mehr gibt!!

Denn hier, wo es NOCh Meinungsfreiheit gibt, DARF noch diskutiert werden! Hier zieht es die Experten hin! Hier wird niemendem aus politischer Korrektheit der Mund verboten, auch wenn er vermeintlich Verschwörungstheorien anhänht.

Hier wird, wie in der Wissenschaft üblich, anhand von Fakten dikutiert, wird nach Lösungen gesucht, indem Meinung gegen Meinung steht. Hier geht jeder mit mehr Bildung wieder raus, als er reingekommen ist. Fantastisch.

Zum Bleistift wußte ich bisher nicht, daß die Führungsschicht des III. Reiches aus verkappten Schwulen und Vegetariern bestand! (Also aus identitäsgestörten Psychopathen!!)

Aber klar: Ernst Röhm – ein heimlicher Schwuler.
Heinrich Himmler: eine verklemmte Päderastengestalt.

Goebbels: ein zu klein geratener Casanova mit Klumpfuss, der Schauspielerinnen vernaschte.

Hitler: ein Vegetarier, der überhaupt nie einen hochkriegte, nee, er lebte tatsächlich sexlos!! (blieb auch immer bis 4 Uhr morgens auf, schlief bis 11 Uhr, dann stand er aus dem Bett auf, der Loser).

Göring: ein fettgewordener Morphinsüchtiger, der permannet im Alkohol- und Morphiumrausch dahinvegetierte – und Modelleisenbahnen sammelte.

Rudolf Hess: eine Art Voll-Psycho, der weder eine Ehefrau noch Sex hatte, der in einer Art Quasi-Autismus dahinvegetierte.

——————-

Ich könnte noch fortfahren. Nicht eine Person darunter, die nicht total gestört gewesen wäre! Woher kann man das erfahren? Ganz einfach:

Quellenstudium!!

Man lese: Erinnerungen Leni Riefenstahls, dazu die Autobiographie von Albert Speer, dazu die Gefängnistagebücher von Albert Speer aus Spandau (wo er über Jahre hinweg das irre Verhalten aller dortigen Insassen, u.a. eben Hess, kommentierte! geil zu lesen!), als Ergänzung lese man die Tagbücher und Erinnerungen von Traudel Junge (Führers Lieblingssekretärin, blieb fast bis zuletzt im Führerbunker!), und dann weiß man alles über die Interna des Nazi-Regimes.

Denn diese Personen waren im innersten Zirkel der Macht und haben hinter die Kulissen geschaut. Speer war bekanntlich der Ziehsohn von Hitler! Ein Liebling! Und Hitler hat sich Albert Speer außergewühnlich anvertraut.

ABER Albert Speer war NICHT so ein Vollhonk, denn er hatte Frau und Kinder, war also kein Schwuler. Folgerichtig war er der Einzige, der ein halbes Jahr vor dem Untergang den Befehl Hitlers, nun die gesamte deutsche Industrie inklusive aller Kraftwerke(!) zu sabotieren, ignoriert und widerrufen hat! Die wollten ja, daß sogar Talsperrendämme gesprengt werden, die wollten eine verwüstete Fläche hinterlassen, die Verbrecher.

Am Ende ist Albert Speer nochmal zu Hitler in den Bunker und hat ihm die Gefolgschaft aufgekündigt(!), während ein Keitel, ein Jodel, ein Dönitz usw. bis zum Untergang Hitlers Wahnsinn mitgemacht haben….obwohl sie den Wahnsinn ja erkannten! Sie waren aber zu feige, die Vollhonks.

Albert Speer kann, auch dank seineer 20 Jahre in Spandau, als Lichtgestalt der Deutschen gelten, der als einziger(!!) in der Naziregierung Tätiger seine Rolle hinterfragt hat und erkannte, daß er einem Parvenü, einem hergelaufenen Nichts, auf den leim gegangen war. Speer hat alles bereut und seine 20 Jahre in Spandau bewußt abgesessen. Man lese “Spandauer Tagebücher” von ihm. Genial. (wurde alles heimlich von Wärtern rausgeschmuggelt!)


Stefan S
8.4.2015 22:25
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Economic Left/Right: -6.75
Social Libertarian/Authoritarian: -5.08

Ich wurde übrigens auch schon gelegentlich für “rechte” Ansichten kritisiert


Leo
8.4.2015 22:26
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O Gott.

Ich glaub´, ich geh` in den afrikanischen Dschungel.


Manfred P.
8.4.2015 23:32
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@Flash

In der Tat sind die Spandauer Tagebücher sehr lesenswert und auch wirklich gut geschrieben. Ich glaube, ich war 14, als ich sie aus der Stadtbücherei geliehen habe. Das war auf Hinweis eines Freundes aus der Parallelklasse, der die Tagebücher auch gelesen hatte.

Ich müsste die nochmal lesen, über 20 Jahre später, im Lichte meiner dazugewonnenen Lebenserfahrung. Wahrscheinlich wäre es wie ein komplett neues Buch für mich.

Allerdings war Speer auch ein cleverer Hund: Er war tief verstrickt in die Versklavung der europäischen Völker, um Zwangsarbeit in der Rüstungsindustrie zu leisten. Das hat er nicht zugegeben, auf Sauckel abgewälzt, und den reuigen Nazi markiert.

Hätten die Richter gewusst, dass er tatsächlich die Versklavung angeordnet hat, hätte er am Strick gebaumelt, das ist sicher.


Masochist
9.4.2015 18:39
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