Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Die “Antideutschen” ?

Hadmut
5.4.2015 10:52

Seltsamer Hinweis.

Ein Leser wies mich gerade darauf hin, dass er beim Rumsurfen auf etwas gestoßen sei, über das er sich gewundert habe. Er habe dabei aber sofort an mein Blog denken müssen, nämlich zu den Hypothesen, dass

  • die Piratenpartei systematisch unterwandert und von innen heraus zerstört wurde, nachdem sie gegen amerikanische Interessen verstieß,
  • Feminismus/Queer/Genderismus eine Art Fortführung der Entnazifizierung ist und Nazi-Ideale, bzw. alles, was zu Nazi-artigem Selbstverständnis führen kann, zertrümmern soll,
  • beides in engem Zusammenhang steht,
  • die Bundesregierung ein zentraler Drahtzieher und Geldgeber ist,
  • die Antifa eine von der Bundesregierung gesteuerte und finanzierte Sabotage- und Schlägertruppe ist

Und dazu verweist er auf eine (mir bisher unbekannte) Webseite namens „Die rote Fahne”, die sich als „sozialistisches Magazin, Begründet 1918 von Karl Liebknecht & Rosa Luxemburg…” bezeichnet. Die Aufmachung stößt mich erst mal ab, erscheint mir so kitschig überzeichnet, dass mir das wie eine Parodie oder False-Flag-Operation vorkommt, überhaupt nicht mein Stil, würde ich nicht lesen. Allerdings habe ich mir ja vorgenommen, jegliche Hinweise und Informationen zu verarbeiten und nicht nach dem ersten Schein zu urteilen, und wer sich mit solchen Themen wie ich beschäftigt, kann sich eben nicht immer nur in der Filterbubble aus Wohlgefallen bewegen. Ab und zu muss man sich auch mit Quellen der Kategore „Da muss ich jetzt durch” befassen. Und wer nicht gräbt, der findet auch nichts.

Gegenstand besagten Hinweises ist ein dreiteiliger Artikel über die „Antideutschen” (Teil 1, Teil 2, Teil 3).

Komischerweise ist bei mir beim Erscheinungsbild der Webseite und dem Titel der Artikel erst mal die Warnlampe „Vorsicht Rechtsextrem-Nazi” angegangen, was aber nicht dazu passt, dass es sich als linkes Magazin ausgibt. Auch der Tonfall wirkt auf mich etwas seltsam.

Aber: Gebe ich mir die gebotene Mühe, enthalte mich einer Wertung anhand der Aufmachung und erlege mir die notwendige Selbstdisziplin auf, dann komme ich zu dem eindeutigen und unweigerlichen Ergebnis, dass ich den Text – zumindest ad hoc – nicht beurteilen kann. Je sorgfältiger ich darüber nachdenke, desto mehr merke ich, dass mir da noch Hintergrundwissen fehlt, um diesen Text auf richtig oder falsch, zutreffend oder Humbug einzustufen.

Also wieder mal das probate Mittel: Frage an die Leser.

Wer kann etwas zur Bewertung dieses Textes beisteuern?


87 Kommentare (RSS-Feed)

Georg
5.4.2015 11:08
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Nun ja, das übliche Geschäft.

Bewegung X wird unterstellt, seit Jahren/Jahrzehnten/der Entstehung von Teilnehmern einer Bewegung Y unterwandert zu sein, die eine verdeckte Agenda verfolgen.
X dient dabei nur als Proxy der Kommunikation der Ziele von Y, weil X Kontakte in Medien/Politik hat. Man streue ein paar Unterstützungs- und Finanzierungsvermutungen ein, die auf den grossen Feind aller – den “Staat”, am würzigsten gar über Geheimdienstbande – zielen und schon hat man seine eine “Wahrheit über X” zurechtgezimmert.

Das Spiel lässt sich eigentlich mit beliebigen Organisationen spielen. Was man davon glauben und gelten lassen kann, ist dann, wie viele politische Überzeugungen, doch eher ein theologisches Problemfeld als ein evidenzbasiert zu erfassendes.


Flo
5.4.2015 11:31
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Dein erster Eindruck ist nicht verkehrt, bei dieser Roten Fahne handelt es sich um eine sehr national angehauchte Variante. Ich halte ihn aber für authentisch, also nicht ‘false Flag’, sondern einen stalinistisch angehauchten Nationalbolschewisten, ein Einzelkämpfer, der wohl über eine ehemalige Funktion in der KPD-Ost die Namensrechte an der Roten Fahne erhalten hat (oder erhalten zu haben glaubt).

‘Antideutsch’ ist dabei kein Propaganda-Begriff, sondern eine Eigenbezeichnung (was immer komisch wirkt, wenn man gegen diese argumentiert und auf Leser stößt, die diesen Begriff noch nie gehört haben, schnell ist man im Ruf, Antifaschismus als Antideutsch zu denunzieren und damit im Nazifahrwasser zu schwimmen).

Zum Hintergrund der Antideutschen kann ich beisteuern, dass diese Strömung sie in den 90ern in der Linken aus ‘antinationalen’ Gruppen entwickelt haben. Kurz gesagt: während sich die Antinationalen gegen jede Art von Nationalismus wenden (also zum Beispiel auch in Israel), wenden sich die Antideutsch gegen das, was sie als deutsches Wesen erkannt zu haben glauben – verteidigen aber zum Beispiel explizit Isreal.

Die Antideutschen sind dabei alles andere als eine einheitliche Strömung, reicht ihr Spektrum doch inzwischen weit über die Linke hinaus, von Linksradikal bis Neokonservativ. Man braucht zur Erklärung dieses Phänomens aber keine Verschwörungstheorien. Auch wenn ich erlebt habe, wie diese Strömung sehr erfolgreich linksradikale Strukturen zerstört haben, war dies für mich immer eher ein Zeichen dafür, dass diese seit der Wende eben im Zerfallsprozess waren. Die die radikale Linke seitdem zunehmend bedeutungslos wurde, haben sie sich einzelne Gruppen neue Betätigungsfelder gesucht, etwa in der Linkspartei (BAK Shalom) oder vermutlich auch bei den Piraten. Letzteres weiß ich aber nicht aus eigenem Erleben, sondern war mein Eindruck von dem, was ich über den Zerfall der Piraten mitbekommen hatte.

Ich bin mir aber sicher, dass die Antideutschen ihre Politik ernst meinen und für sich authentisch verfolgen und nicht ‘fremdgesteuert’ sind.


der eine Andreas
5.4.2015 11:46
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Scheint eine Zusammenfassung zu sein:
http://www.antifaschismus2.de/rechte-strategien/querfront/417-rote-fahne-mit-braunen-streifen

Impressum und whois passen allerdings zusammen.

Weitere Infos:
http://inrur.info/wiki/Stephan_Steins

1992 gab er im Auftrag der KPD Initiative folgendes “Berliner Manifest” heraus: “Konzeptionelle und programmatische Grundlagen zur Rekonstitution der Kommunistischen Partei Deutschlands KPD”
http://rotefahne.eu/ass/dok/Berliner_Manifest_web.pdf

Hier ein Interview “im Namen des Erhabenen” aus 2010:
http://www.muslim-markt.de/interview/2010/steins.htm
“Sozialisten identifizieren heute jenes Imperium, politisch durch die USA geführt, ökonomisch durch das international organisierte Kapital kontrolliert, militärisch im Ausbau der NATO zur globalen Gewalt konstituiert, ideologisch durch die Faschismus-Variante Zionismus geprägt und in seiner Sektion Europa durch eine neue imperiale, kapitalistische und antidemokratische Verfassung (aka Vertrag von Lissabon) an die Macht geputscht. Auch die Auflösung familiärer Strukturen, neuerdings sogar die Leugnung biologisch determinierter Geschlechter, all diese faschistoiden ideologischen Exzesse dienen dazu, den ungeschützten, imperialen Einheitssklaven zu kreieren. Für Sozialisten sind der Schutz der Familie und der Heimat, im Sinne des kulturellen Selbstbestimmungsrechts, eine Selbstverständlichkeit. ”

Hier ein Wiki-Eintrag zu der Band, die er so gut findet:
http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Bandbreite

Xaviar N. findet er auch gut.

9/11 war natürlich ein insider job.

Keine Ahnung, was man davon halten soll.


Fx
5.4.2015 11:58
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Ich sage doch schon immer (auch hier gelegentlich), dass ihr fast alle ein schräges Bild von Linken habt – auch mehrfach mit dem Hinweis auf leider zu dominante Strömungen wie die Antideutschen und Genderisten, welche mit ursprünglichen linken Zielen nichts gemeinsam haben.

Ich hege keinerlei Zweifel daran, dass diese “Rote Fahne” eine linke Seite ist. Ich lese die schon seit Jahren, weil sie meiner Vorstellung von “links” recht weitgehend entspricht.

Ich definiere den Begriff “links” übrigens nicht nach dem heute typischen Irrsinn der angeblich linken Parteien, sondern nach seinen Ursprüngen im Vorfeld der Französischen Revolution. In der Nationalversammlung war die Links-Rechts-Dichotomie nichts anderes, als eine horizontale Projektion der vertikalen Gesellschaftsordnung: rechts saß die reiche herrschende Klasse, damals Adel und Klerus, links die beherrschten Bürger. Ich weise aber auch darauf hin, dass man als Linker nicht automatisch ein Marxist sein muss.


Kai
5.4.2015 12:02
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Der Artikel erscheint gut recherchiert, viele Details mit Quellenangaben und deckt sich mit dem, was ich in den letzten >20 Jahren zu dem Thema direkt mitbekommen habe.
“Antiimperialisten” versus (Antideutsche) “Antifaschisten” – beide Lager reklamieren für sich “links” zu sein – wobei jedoch die Antideutschen darauf bestehen, dass Nationalismus, Militarismus und Kapitalismus explizit nur dann böse bzw kritisierbar sind, wenn auch noch das Label “Deutsch” dran klebt – das Akzeptieren von derartiger Identitätspolitik ist somit eine Voraussetzung dieser Ideologie und die Identifikation anderer/überlappender “Tätergruppen” entlang persönlicher Eigernschaften, wie “weiß” “männlich” “heterosexuell” nur eine konsequente Fortführung dieser Denkweise.


Fx
5.4.2015 12:17
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Übrigen werden Antideutsche (m.E. völlig zurecht) auch vom Verfassungsschutz beobachtet:
http://www.mik.nrw.de/verfassungsschutz/linksextremismus/themenfelder/antideutsch.html

Noch mal zur Roten Fahne. Diese gehört ganz klar der den Antideutschen “gegenüberliegenden” Strömung der Antiimperialisten an. Das ist ein großer Unterschied zu Nationalismus, auch wenn es da zwangsläufige unbeabsichtigte, aber unwesentliche Überschneidungen gibt, wie z.B. die Ablehnung der US-Hegemonie.

Genauso gut könnte man danisch.de als rechtsextrem einstufen, weil hier massive Genderkritik und auch gelegentlich Islamkritik geäußert wird – was natürlich ebenso unsinnig wäre. (Übrigens wurde im ZDF letzte Woche tatsächlich behauptet, Genderkritik sei ein Kennzeichen von “Neurechten”.)

Auch die Rote Fahne kritisiert übrigens Gender! So wird z.B. hier eine Reporterin von RT-Deutsch kritisiert, die sich “in ihren Texten der Diktion der Gender-Religion bedient”.
http://rotefahne.eu/2014/11/liebe-kollegen-von-rt-russia-today-eine-kritik/

Wer sich ein genaueres Bild von der Ausrichtung der RF machen will, dem empfehle ich sehr, dieses Interview mit ihrem Chefredakteur Stephan Steins anzusehen!
https://vimeo.com/86806133


Grobi
5.4.2015 12:24
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Lustigerweise hat Fefe heute auch einen Link zu dem Thema

>[l] Ich muss heute mal eine Ausnahme machen und auf RTdeutsch
>linken. Denn die haben — Popcorn bereit? — eine Sendung
>über die Antideutschen gemacht

https://www.youtube.com/watch?v=Y9g291b7UUg


Fx
5.4.2015 12:24
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Apropos Gender, wenn auch etwas OT:

Nicht Gender-Konform: Grüne verlangen Änderung der Nationalhymne
amr.amronline.de/2015/04/03/nicht-gender-konform-gruene-verlangen-aenderung-der-nationalhymne/

Da ein Leserkommentar zeigt, dass manche den Artikel ernst nehmen, weise ich vorsichtshalber darauf hin, dass AMR ein Satiremagazin ist.


EinInformatiker
5.4.2015 12:25
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Ich weiß nicht, ob ich dazu komme und ob ich mir die “Rote Fahne” antun soll. Wenn dann nur um zur Klärung beizutragen. Es ist bei mir so, dass ich mit den Linken an sich 1977 abgeschlossen habe. Da hatte ich 7 Jahre eigenes Linkssein hinter mir und die infantilen Spartakisten und alle anderen Links-Schattierungen erlebt (KBW, Rote Zellen (ich meine das waren hoch intelligente, aber auch sich für die “Wahren” Haltende) usw.). Aber immer mit Blick auf die Realität wenn ich mich auch ideologischem Verhalten da nicht gänzlich entziehen konnte. Ich weiß wie die “kleinen” Krankenschwestern damals gestaunt haben, auch wenn sie mir widersprochen haben.
Heute weiß ich, dass die damals viel besser lagen als ich mit meinen linken Emotionen. Was auch für die Leiterin der Krankenpflegeschule galt (also die hat nicht gestaunt, sondern mich in Maßen abgebügelt) und für den Leiter usw. Leider kann ich mich bei denen nicht mehr entschuldigen. Damals war halt Protestzeit. Damals legten wir mit die Grundlage für die heutige Katastrophe.
Obwohl ich links hinter mir habe, kann natürlich an diesem “Rote Fahne” Beitrag was dran sein. Allerdings benötige ich diese Beiträge auch dann nicht. Ich weiß mittlerweile (abgesehen von möglichen Verschwörungen) selbst was Sache ist.
Aber was hat es mit Anti-Deutschen auf sich? Nun man kann sich da in Wikipedia tatsächlich einigermaßen objektiv informieren. Klar die Wikipedia wird die “rechten” Elemente bei denen u. U. diffamierend darstellen aber sonst sind die einleitenden Sätze ganz brauchbar.

Ganz objektiv ist es etwas schwierig mit den Antideutschen. Ich würde mich zu denen folgendermaßen abgrenzen. Es mag sein, dass sie die USA zu recht kritisieren. Aber sie machen das aus einer grundsätzlichen antiamerikanischen Position (so wie ich als ich damals links war eben die Dinge auch aus einer grundlegenden Anti-Perspektive beurteilt habe (und daher die kleinen Krankenschwestern meistens mehr Recht hatten), während ich lediglich konkrete Punkte “kritisiere” (soweit ich das überhaupt durchschaue). Die Antideutschen sind somit ebenfalls Ideologen. Natürlich kann man über die konkrete Kritik (an den USA) hinaus umfassendere Erklärungen versuchen. Das überlege ich mir auch (und da könnte sogar der “Rote Fahne” Artikel” was beitragen. Aber ich verarbeite das dann unideologisch, während die “Rote Fahne”-Leute eben Ideologen sind und deshalb grundsätzlich unseriös sind. Ich würde meinen dass man dann besser Nicht-Ideologen zur “Neuen Weltordnung” liest. Die formulieren u. U. teilweise ähnliche Gedanken, aber seriös. Und auch da kann ich nicht beurteilen ob die Recht haben.


lars
5.4.2015 12:27
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Ohne den Artikel gelesen zu haben scheint RT in eine aehnliche Kerbe zu schlagen.
[blockquote]
Prof. Dr. Werner Patzelt von der TU Dresden, Politikwissenschaftler und Inhaber des Lehrstuhls für Politische Systeme und Systemvergleich im Gespräch mit RT Deutsch-Reporter Nicolaj Gericke über die Rolle der extremistischen Antideutschen in linken Strukturen und deren Ursprung.

Dr. Diether Dehm (DIE LINKE) ist Bundestagsabgeordneter und Liedermacher und berichtet von seinen Erfahrungen mit den sogenannten Antideutschen, einer pseudolinken Strömung innerhalb der linken Strukturen. Dehm beschreibt die Positionen der Antideutschen und wie sie sich seit Jahrzehnten linker Diskurse bemächtigen. Im Wesentlichen gehe es darum, der Linken die Schärfe im Kampf gegen das Kapital zu nehmen, so Dehm. Dabei wird gerne von Antisemitismus-Vorwürfen und Gewalt Gebrauch gemacht.

Ken Jebsen betreibt das crowdgefundete Journalismus-Portal http://www.KenFM.de und wird seit vielen Jahren von Antideutschen attackiert. Jebsens Erfahrung mit dieser extremistischen Bewegung schließt nicht nur eine Art Pogromstimmung mit ein, an der sich auch Teile der etablierten linken Presse beteiligen, auch gewatltätige Attacken im Alltag musste Jebsen schon erleben. Der Journalist fordert die linken Organisationen, Parteien und Publikationen auf, in ihren Strukturen aufzuräumen.

https://www.youtube.com/watch?v=Y9g291b7UUg#t=14


Leon I
5.4.2015 12:35
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Mal ohne das selber gesichtet zu haben:

http://www.rtdeutsch.com/15966/gesellschaft/die-anti-deutschen-antifa-oder-doch-pro-fa/

ist aber sicher interessant..


EinInformatiker
5.4.2015 12:46
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Vielleicht noch mal ganz kurz. Es ist durchaus möglich, dass ein weltweiter Plan zu einer neuen Weltordnung im Gange ist. Die Flutung Europas mit sog. Asylanten der Genderismus die Zerstörung der Familie usw. sind ja rational nicht erklärbar. Das zerstört ja die europäischen Gesellschaften und zwar mittels der offiziellen Politik, die einen Eid zum Wohle geschworen hat. Allerdings sehen die “Antideutschen” das vermutlich allenfalls aus ihrer anti-amerikanischen Perspektive und nicht das Faktum als solches. Ich denke, dass sie zwar gegen die USA sind, aber bezüglich der Erwähnung der nackten Fakten ebenfalls in den Anti-Rassismus-Chor einstimmen.

Aber erstens wird man die Verschwörung nicht nachweisen können (es sei denn jemand hat überzeugende Argumente dafür oder dagegen, aber mich haben bisher keine im mathematischen Sinne überzeugen können). Und auch wenn die Verschwörung tatsächlich im Gange ist, was bleibt anderes als sich gegen die konkreten Auswirkungen der Poltik zu wehren wenn man noch was ändern will.


Luc
5.4.2015 12:58
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Interessant dass das gerade an vielen Stellen gleichzeitig hoch kommt. Die RT Deutsch Folge zu den Antideutschen ist sicher ein guter Anfang, will man Zusammenhänge verstehen.

Passt auch in die Piraten-Partei Geschichte, siehe die “Bomber Harris” Aktion im Femen Stil von zwei “Piratinnen” aus dem Berliner Dunstkreis: die waren z.B. Antideutsche.


Fx
5.4.2015 13:04
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In sozialen Medien stelle ich immer wieder fest, dass es eine sehr weitgehende (auch personelle) Überschneidung zwischen Radikal-Feministen, Gender-Queeristen und Antifa-Antideutschen gibt. Und zwar parteiübergreifend von den Piraten über Grüne und SPD bis zur Linkspartei. Diese unterschiedlichen “Aktivisten” bedienen sich auch ganz ähnlicher Methoden, z.B. indem sie mit Vorliebe versuchen, politische Gegner massiv anzugreifen oder mundtot zu machen. Alle genannten Gruppen nutzen die Mittel der “Political Correctness”, der Diffamierung und oft sogar rabiater Aktionen, wie der Androhung oder Ausübung von Gewalt.

Deswegen habe ich auch hier schon mal betont, dass bei Gender- und Feminismuskritk nicht die Linken pauschal der Feind sind. Ich kenne genügend (mehr oder weniger) Linke, die sich gegen alle drei genannten Gruppen richten. Nur haben die in den Medien leider keinerlei Gewicht.

Im Gegenteil: es scheint mir so, als hätte diese Sippschaft inzwischen einen “Marsch durch die Institutionen” angetreten. Was die Feministen betrifft, ist das ja offensichtlich und was die Antideutschen betrifft, wird das hier auch von einer auf diese Gruppe spezialisierten Autorin beschrieben (gegen Ende des Artikels):

Antifa means air raid
http://weeklyworker.co.uk/worker/1051/antifa-means-air-raid/


drehrumbum
5.4.2015 13:05
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Apropos Gender, wenn auch etwas OT:

Nicht Gender-Konform: Grüne verlangen Änderung der Nationalhymne
amr.amronline.de/2015/04/03/nicht-gender-konform-gruene-verlangen-aenderung-der-nationalhymne/

Da ein Leserkommentar zeigt, dass manche den Artikel ernst nehmen, weise ich vorsichtshalber darauf hin, dass AMR ein Satiremagazin ist.

Gibt auch allen Grund dazu, den Artikel ernstzunehmen. Bei der österreichischen Bundeshymne wurden ab Anfang 2012 zwei Textzeilen gendergerechter gemacht (http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96sterreichische_Bundeshymne#Textversionen_der_Bundeshymne).


Fx
5.4.2015 13:13
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@drehrumbum
Stimmt. Gerade im Bereich Gender haben wir es ja auch oft genug erlebt, wie schnell die Satire von der Realität eingeholt oder sogar überholt wird. Insofern würde es mich absolut nicht wundern, wenn die Grünen so etwas fordern würden.


EinInformatiker
5.4.2015 13:13
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Ich persönlich bin ja der Überzeugung, dass die heutigen Zustände (Asyl, Genderismus) also die Verleugnung der Realität (dass man also nicht mehr sagen kann was ist, sondern nur noch was sein soll) in der Tat eine Folge des Nationalsozialismus ist. Allerdings bin ich nicht der Ansicht, dass das der Entnazifizierung dienen soll; (denn die Deutschen waren ja überwiegend nie Nazis, ich habe nie einen kennen gelernt, lediglich Linksfaschisten (Antifa usw.) kann man heute überall in der Öffentlichkeit mit staatlicher Duldung wahrnehmen), sondern gegen Deutschland an sich eingesetzt wird. Die Linken und Grünen haben das innenpolitisch instrumentalisiert. Im Euro ist das außenpolitisch wirksamer denn je. Und alle anderen haben das zumindest übernommen, bzw. selbst kräftig daran mit gearbeitet. Heute ist das jedenfalls die Einheitsauffassung.

Das können die Anti-Deutschen eigentlich nicht so sehen, da sie ja gegen deutschen Nationalismus sind. Nun bin ich zwar nicht Nationalist aber für die Linken und die Anti-Deutschen ist man das natürlich bereits wenn man deutsche Interessen formuliert (es sei denn es geht gegen die USA, dann kann das bei den Anti-Deutschen erlaubt sein). Da das Ideologen sind kann ich das behaupten, ohne sie gelesen zu haben.


Emil
5.4.2015 13:28
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Die Sache ist durchaus real. Bei Heise/Telepolis gibt es auch ein paar antideutsche Autoren wie z.B. Nowak, Hammerschmidt oder Dudek. Außerdem haben sie eigene Hauspostillen wie “Jungle World” oder “Bahamas”. Sie hassen alles, was deutsch ist und beten alles an, was aus den USA oder Israel kommt.

Man kann sie gut an dem Begriff “Querfront” erkennen, der in vielen ihrer Artikel vorkommt. Damit versuchen sie, den Widerstand gegen die US-amerikanische Kriegs- und Finanz-Politik zu diskreditieren.


Hadmut
5.4.2015 13:31
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> Sie hassen alles, was deutsch ist und beten alles an, was aus den USA oder Israel kommt.

Das könnte auch auf Susanne Baer ganz gut passen.


Schänder-Mainstreaming
5.4.2015 13:51
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Rudi Dutschke war auch national eingestellt.

Es gibt sogar russische, schwule Nazis.

Und bei uns in Deutschland läuft jemand wie Anne Helm herum, gleichzeitig aber auch ein halbschwarzer Inder namens Xaviar und der Türke Akif die sich für die Freiheit Deutschlands einsetzten.

Die CDU kriecht den Amis in den Arsch aber Gregor Gysi redet davon das Deutschland besetzt ist.

Und dann noch Putin, absolut prodeutsch, mit 10.000 Atomwaffen und Rohstoffe und Lebenraum ohne Ende …deswegen auch der ganze Ärger. Da läuft für gewisse Leute etwas ganz schön aus dem Ruder.

Vladimir Putin ist doch das perfekte Feindbild für die Genderleute:

Weiß, blond, blauäugig, gesund und fit, sportlich, millitärisch, zelebriert gerne seine Männlichkeit beim Jagen, Angeln und Reiten, dann noch seine grosse Achtung vor dem deutschen Volk, er redet von Volk und Vaterland usw… selbst meine Mutti, politisch Ahnungslos, mag ihn sehr.

Er hat sich gut inszeniert und es geschafft das der Westen immer schlechter aussieht.

Ich habe einen Kumpel der findet Putin gut obwohl er schwul ist.

In den USA sind dagegen viele Schwarze absolut enttäuscht von Obama.

Es gibt nichts was es nicht gibt. Und die Welt ist tatsächlich komplizierter geworden.


Fx
5.4.2015 13:55
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Hier sieht man das Niveau, auf dem sich Antideutsche bewegen. Das ist ein Selbsttest, mit dem man sozusagen ermitteln kann, wie “reinblütig” man ist. Der Macher Justus Wertmüller (auch genannt Wertmullah) vom Magazin “Bahamas” ist ein führender Kopf der Antideutschen.

Bist du antideutsch?
http://www.testedich.de/quiz25/quiz/1216564770/Bist-du-antideutsch


Sherlock Holmes
5.4.2015 13:59
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In der Tat ist es erstaunlich, wie da jemand auf einmal sein Brett vorm Kopf verloren hat und die politischen Gegebenheiten auf einer höheren Ebene überblicken und abstrahieren kann – jenseits von der vorgegebenen zweidimensionalen Spaltung des politisches Spektrums in Links und Rechts.

Das ist sinnvoll. So gibt es in Griechenland es eine funktionierende Koalition, welche nicht länger zulassen will, von der Oligarchie der globalen Hochfinanz weiter ausgeplündert zu werden.

Als früherer Anhänger der Piratenpartei, war ich fassungslos wie dumm die kleinbürgerlichen Nerds sich ohne Widerstand unterwandern und auseinander dividieren haben lassen. Mit der Partei Die Linke wurde diese Methode der Spaltung bereits kurz davor versucht, aber dessen Mitglieder waren sozial kompetent genug, um das nicht zuzulassen.

Mit den Grünen wurde das Selbe wie mit den Piraten früher gemacht. Der einzige Grund warum die Grünen nicht gleich so endeten wie die Piraten, war das im Kalten Krieg diese Partei im Kampf gegen den Ostblock gebraucht wurde. Im Übrigen war zu der Zeit die Antifa noch von der unsichtbaren Hand des Ostblocks gesteuert und trug somit keine Flaggen der Amis und Israelis vor sich her. Ganz im Gegenteil!

Letztendlich braucht es professionalisierte Formen eines zivilgesellschaftlichen Geheimdienstes, um all den negativen Einfluss des tiefen Staates der Oligarchie, bzw. der geostrategischen Interessen der tiefen Staaten auf die Freiheit und Demokratie der Bürger zu verhindern. Wikileaks war nur einer der ersten Schritte in diese Richtung. Da muss mehr und professioneller auf die Beine gestellt werden, insbesondere bei der Abwehr von geheimdienstlichen Operationen gegen die Zivilgesellschaft.


Heinz
5.4.2015 14:21
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Der (von einem Vorposter) verlinkte rt-Beitrag ist wirklich gut:
https://youtu.be/Y9g291b7UUg


Flo
5.4.2015 14:25
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@ EinInformatiker
Antideutsche sind in aller Regel nicht nur pro Israel, sondern auch pro USA. In mindestens einer Strömung, die aus den Antideutschen hervorgegangen sind, wird Anti-Rassismus als Politikfeld abgelehnt. Mitunter wird den USA höchstens vorgeworfen, nicht entschieden genug gegen den islamistischen Terrorismus zur Verteidigung Israels vorzugehen. Antideutsche tauchen auf Demonstrationen mit Israel- und USA-Fahnen auf.


Gedöns
5.4.2015 14:57
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Links (-grün) hat von Anfang an eine unauslöschbare Tendenz zu fortwährenden Spaltungen. Das ergibt sich einfach aus dem Selbstverständnis heraus, eben jeweils die einzig wahren und legitimen Weltenretter zu sein und deshalb (auch intern!) keinen Deut Abweichung von der jeweiligen eigenen Meinung dulden zu können (trotz mancher Toleranzgaukelei mit „Plattformen“ u.ä.), weil das dann logischerweise abgrundtief böse sein muß. Der angestrebte linke (und im Falle der Erringung der Macht dann gesamtgesellschaftliche) monolithische Block lässt sich aber jeweils nur im Rahmen von Diktaturen verwirklichen, weshalb die Geschichte eben so und nicht anders gewesen ist, wie sie war.
Ich sehe da jetzt keinen Anlaß, erklärend wirken zu wollen oder gar irgendeine linke Strömung zu bevorzugen.

Tatsächlich ist es natürlich verwunderlich, wie problemlos und mit tatkräftiger Unterstützung seitens der Medien der Genderismus und Multikulti durchmarschieren. Das liegt dann wohl tatsächlich an gemeinsamen Zielen und Hoffnungen aller linken Strömungen sowie einiger mächtiger transatlantischer ökonomischer Strategen (nicht gleichzusetzen mit den USA): im Kleinen den seiner Identität beraubten, beliebig manipulierbaren Menschen und im großen ein seiner über Jahrhunderte gewachsenen kulturellen Identitäten und Traditionen beraubtes, dann also destabiles und gleichfalls leicht beherrschbares Europa zu schaffen.

Ein gesegnetes Osterfest wünsche ich!


Joe
5.4.2015 15:02
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Antideutsche tauchen auf Demonstrationen mit Israel- und USA-Fahnen auf.

Den Eindruck hatte ich beim Sichten von https://www.youtube.com/watch?v=Y9g291b7UUg (RT Deutsch) ebenfalls.

Mal ganz provokant gesagt: Wenn die Feinde des deutschen Volkes (Antideutsche) also unter Davidstern und Stars & Stripes auftreten, ohne daß sich diese Regierungen davon distanzieren, dann müssen diese sich das zurechnen lassen. Zumal die USA ja gerade in der Bundesrepublik freie Hand hätte, derartigen Mißbrauch ihrer nationalen Symbole sofort zu unterbinden.

Wenn also keinerlei Einschreiten aus der Richtung zu erkennen ist, kann man nur feststellen, daß Deutsche hier mit Gewalt unterdrückt werden und daß die Amerikaner das gutheißen und unterstützen.


Emil
5.4.2015 15:06
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@Sherlock Holmes
> Mit der Partei Die Linke wurde diese Methode der Spaltung bereits kurz davor versucht,
> aber dessen Mitglieder waren sozial kompetent genug, um das nicht zuzulassen.

Die Partei Die Linke hat auch einen antideutschen Flügel, der insbesondere in deren Jugendorganisation Solid sehr aktiv ist (BAK Shalom):

“Plattform gegen Antisemitismus, Antizionismus, Antiamerikanismus und regressiven Antikapitalismus”

http://bak-shalom.de/

Diese Gruppe versucht massiv, die generell internationalistische und pro-palästinestische Haltung der Partei unter dem Label “Kampf gegen den Antisemitismus” zugunsten Israels zu beinflussen.


Schänder-Mainstreaming
5.4.2015 15:13
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@ Flo

Und wie stehen Antideutsche (Germanen) zu Russland (Kiever Rus, Germanen) ? Ja genau…

Herr Putin wird niemals zulassen das anstatt einem weißen Europa ein 500 Millionen großes Tschetschenien entsteht.


Kritikter
5.4.2015 15:23
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@Heinz

Hat Kollege Leitner auch schon verlinkt. Fand ich sehr aufschlussreich, das Video.


Johnny
5.4.2015 15:37
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Fx: der “Selbsttest” ist offensichtliche Ironie, das sollte man erkennen können, wenn man die Hass/Ideologie-Brille mal absetzt.

Das Putingejubel geht auch schon wieder los — und ehrlich, zur Einschätzung muss man nur Jebsen sehen, dann weiß man, dass es Schwachsinn ist.
Der RT-Beitrag war auch super. Am Ende hatte Jebsen ganz vergessen, was er am Anfang gesagt hat. Erst wollten Antideutsche Streit vom Zaun brechen, dann griffen sie ihn und seine Kinder vor’m Supermarkt mit abgebrochenen Bierflaschen an. Schon klar, schon klar.


Schänder-Mainstreaming
5.4.2015 15:57
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“daß Deutsche hier mit Gewalt unterdrückt werden und daß die Amerikaner das gutheißen und unterstützen”

@ Joe

Ja, aber es sind nicht die Amerikaner. Die meisten heißen das nicht mehr gut und Viele haben auch keinen Plan von der Politik und denken sie beschützen uns vor den bösen Russen.

Es ist die Regierung. Und die meisten Amis mögen diese Regierung auch nicht mehr.


Gedöns
5.4.2015 16:48
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Paßt auch im allgemeinen Sinne zum Thema (insbesondere die letzten vier Abschnitte):
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/ein_politisierter_osterstrauss
„Kommunisten, Ökologisten, Faschisten, Islamisten mal nur als extreme Beispiele genannt. Sie verwenden Scheinargumente heute nicht deswegen, weil dadurch Gefahr für Leib und Leben verringert werden könnte oder müsste, wie in der DDR, sondern weil die Offenlegung der wahren Beweggründe eine zu heftige politische Gegenreaktion hervorrufen würde, und ihr Vorhaben schnell zum Scheitern bringen könnte.“
„Die Gender- und Sexualisierungsdebatte zielt auf eine Schwächung der Institution Familie ab, die vom ökologischen Fussabdruck auf den Kapitalismus. Freiheit, so wie wir sie heute definieren, ist sowieso allen ein Ärgernis, weil damit generell Individualität über Kollektivismus gesetzt wird, und unter diesen Umständen aber eine Transformierung der Gesellschaft, wo immer auch hin, nicht möglich ist.“


Gedöns
5.4.2015 16:55
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„Scheinargumente“//
Und Pegida hat da Offenbarungen hervorgezaubert, dass sogar ich häufig selber ins Staunen gekommen bin – die Masken musste man fallen lassen.


Flo
5.4.2015 17:19
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@Schänder-Mainstreaming

Antideutsche gehen weniger von Herkunft aus, als von historischen kulturellen Entwicklungen. Ob irgendwo eine germanische Herkunft bestehen mag, ist ihnen eher egal. Manche sind so weit unter der Losung ‘nie wieder deutscher Sonderweg’ eine aktivere Rolle Deutschlands an der Seite der USA zu fordern. Was durchaus auch eine militärisch aktivere Rolle Deutschlands bedeutet. Diese Strömung ist allerdings wohl eher isoliert von der Linken und wohl auch von anderen Antideutschen. Wenn ich nichts durcheinander bringe ist dies das Bahamas-Spektrum, dass inzwischen weniger unter antideutsch, als vielmehr unter Ideologiekritik läuft. Mit links hat das eher nichts mehr zu tun – es sei denn man versteht z.B. Neokonservative in den USA als links…


Cerberus
5.4.2015 18:13
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Andersdenkende und vor allem, öffentlich (!) anders sprechende, nichtlinksgrüne, wie Ken Jebsen (Künstlername) mit seinen Kindern, werden seit einigen Monaten immer häufiger mitten in Prenzlauer Berg und Berlin-Mitte in Einkaufscentern massiv und sogar mit aufgebrochenen Bierflaschen bedroht. Das wäre vor zwei, drei Jahren in Berlin noch undenkbar gewesen.
Der Jebsen war früher Moderator beim ultralinken Hetzsender Fritz (auch massive deutschenhassend), und er hat ein paar unschöne Fragen gestellt.
Daraufhin wurde er von H.M. Broder massive diffamiert und kalt gestellt.

Berlin wird immer gruseliger.

http://www.youtube.com/watch?v=4JQ7Rzt3YVU


Johnny
5.4.2015 19:20
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Cerberus: Jebsen hat keine unangenehmen Fragen gestellt, sondern erklärt, er wisse, wer den Holocaust erfunden hat. Da kann man ziemlich wenig spindoktorn, das ist recht eindeutig.

Und dass er überhaupt noch lebt bei den täglichen Angriffen auf ihn und seine Kinder vor Supermärkten, ist ein Wunder. Das ganze basiert allerdings allein auf seinen Äußerungen, harte Beweise gibt’s offensichtlich nicht, sonst hätte er sie garantiert genüßlich vorgebracht. Und das, obwohl’s doch so viele Zeugen gibt …

Jebsen, Elsässer und die ganze Gruppe, die, ganz wie Moskau es will, von ganz links nach rennt (aber dabei immer dem Zaren die Treue hält, wer auch immer das gerade sein mag), sind recht durchsichtig.

Glücklicherweise finden sie ihr Publikum primär in den ungebildeten aber umso lauteren Kleinbürgern. Ob die nun “Deutschland den Deutschen” oder “Putin für Deutschland” gröhlen macht wenig Unterschied und beeinflusst die bundesrepublikanische Wirklichkeit kaum. Es scheucht aber den einen oder anderen Journalistendarsteller auf, der gleich das Ende Europas gekommen sieht.

Wer sich bei bei der Betrachtung von irgendwelchen politischen Vorgängen auf Stasi-Mitarbeiter aus Überzeugung wie Dieter Dehm stützt, dem ist ohnehin nicht mehr zu helfen.


Didier
5.4.2015 19:45
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Die Rote Fahne ist:
Erstens seriös, da Sie die Großmutter aller roten Blätter ist, und vor niemand Angst. Am allerwenigsten vor eloquenten NATO-Linken vom Schlage eines bekannten Ex-Ost-Berliner Rechtsanwaltes, der bestimmte Fragen am liebsten auf dem Klo aussitzen tut.

Zweitens eine echte Oppositionszeitung, siehe deren Beiträge zum Dönermord-Komplex. Auch hier keine Berührungsängste, wenn es der Wahrheitsfindung dient.

Mit solchen Kommies kann man arbeiten.


JochenH
5.4.2015 20:57
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Mir fällt gerade heute wieder auf, dass politische Korrektheit für Deutsche nicht gilt. Anlass ist der Brand des als Asylheims vorgesehenen Gebäudes in Tröglitz. Die Brandstifter sind unbekannt, doch man geht von rechten Gewalttätern aus, da im Ort bereits rechte Aktivitäten stark verbreitet sind.

Nun holen viele zum Rundumschlag aus: Beispiel Todenhöfer auf Facebook: “Sarrazin, Rechtsradikalismus und Pegida sind eine schlimme Pest. Sie kämpfen nicht gegen den Untergang des Abendlands. Sie sind sein Untergang. Seit 1990 gab es über 180 Todesopfer durch Rechtsextreme.”

Wenn jemand das Gleiche schreibt gegen Muslims wg. diverser von Ihnen verübten Gewalttaten, dann wäre der Schreiber der Zeilen erledigt. Aber solche Zusammenhänge herzustellen zwischen Demonstranten, einem SPD-Politiker und Straftaten ist salonfähig, wenn es Deutsche betrifft.

Ich kannte bis vor einem Jahr genau diese Argumentation nur von Antideutschen bei den Piraten. Das war durch das sogenannte bombergate eskaliert, als eine Antideutsche zum Jahrestag des Bombardements von Dresden Bomber Harris gedankt hatte, der den Einsatz befehligt hatte.

Aus der folgenden Diskussion wurde klar, dass die Antideutschen JEDE Art von Gewalt gegen Deutsche unterstützen bis zur Ausrottung alles Deutschen. Ich war damals regelrecht geschockt davon, weil es die gleiche Ideologie ist, die im 3. Reich gegen Juden verwandt wurde. Also einfach aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Gruppe Todesurteil akzeptieren.

Ganz so schlimm ist es nicht in der öffentlichen Meinung, aber alles Deutsche steht derzeit unter Naziverdacht.

Die echten Antideutschen sind Extremisten, aber ihr Gedankengut ist eingesickert in die Politik und wird dort in gemäßigterer Form auch praktiziert.

Als vor einiger Zeit Palästinenser in Deutschland eine Synagoge abgebrannt hatten, hat das Gericht kein politisches Motiv erkennen können. Wenn man die Brandstifter von Tröglitz findet, wird das natürlich anders aussehen.

Ach ja, damit ich nicht falsch verstanden werde. Ich bin in jedem Fall gegen Gewalttaten, nur sollten sie gleichermaßen verurteilt werden.


Stannis Baratheon
5.4.2015 21:58
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//Flo

Mit links hat das eher nichts mehr zu tun – es sei denn man versteht z.B. Neokonservative in den USA als links…

Die Neokonservativen sind in ihren Wurzeln Linke. Erst Trotzkisten, später Sozialdemokraten und auch heute ist der freie Markt mehr ein Lippenbekenntniss das Bündnisse mit den Republikanern ermöglicht, ähnlich dazu das Zweckbündnis mit der religiösen Rechten (Religion als zivilisierende “noble lie”; religiös motivierte Unterstützung Israels).

Links sind die nicht. Rechte im Sinne eines europäischen oder amerikanischen Konservativismus aber auch nicht.


Joe
5.4.2015 22:49
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Ja, aber es sind nicht die Amerikaner. Die meisten heißen das nicht mehr gut und Viele haben auch keinen Plan von der Politik und denken sie beschützen uns vor den bösen Russen.

Es ist die Regierung. Und die meisten Amis mögen diese Regierung auch nicht mehr.

So, nun stellen wir uns das einfach umgekehrt mal vor, irgendwelche Heinis rotten sich zusammen und bedrohen Amerikaner in amerikanischen Städten, wie dort üblich mit Knarren und schwenken dabei eifrig schwarz-rot-gold zusammen mit Transparenten, auf denen “Amerika verrecke” bzw. das englische Äquivalent steht.

Wie würde die deutsche Regierung wohl darauf regieren? Wäre da nicht sofort ein Flieger nach Washington gebucht, um auf Knien rutschend, apologisierend beim Führer im Weißen Haus anzutreten?


Manfred P.
5.4.2015 23:15
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Ich habe mir die ersten beiden Teile durchgelesen, auf den dritten habe ich keinen Nerv mehr.

Die Artikel scheinen mir nicht durchgeknallt zu sein, aber sind nicht klar strukturiert.

Als Kernaussagen habe ich folgende Thesen mitgenommen:

1. “Antideutsche” verorten sich selbst im linken Spektrum. Sie sind keine homogene Gruppierung, sondern deren Radikalität variiert. Sie basieren ihren Hass auf alles Deutsche mit auf den Verbrechen des Nazireichs.

Sie gehen ähnlich pauschal vor wie Rechtsradikale und Nazis, die pauschal alle Nicht-Deutschen als minderwertig betrachten und bezeichnen, und große Kulturleistungen anderer Völker leugnen und kleinreden. (Beide sind dämlich, meiner Ansicht nach. )

2. Die Neocons in den USA ziehen ihre Machtpolitik durch, für die sie in den verschiedenen Ländern freundlich gesinnte Regierungen braucht.

3. “Echte” Linke sind gegen (ungezügelten) Kapitalismus, Neoliberalismus und kriegerischen Imperialismus (also militärische Überfälle auf Länder, die einen nicht angeriffen haben).

4. “Echte” Linke stehen somit im Konflikt mit amerikanischen Herrschaftsinteressen, die Neoliberalismus und Präventivkriege durchsetzen wollen.

5. Und nun kommt die Hauptthese. Die “Antideutschen” werden von amerikanischen Herrschaftsinteressen instrumentalisiert, um “echte” Linke mundtot zu machen, indem man sie als “anti-semitisch”, “fremdenfeindlich”, “nationalistisch” etc. brandmarkt, was ja alles No-Go-Zuweisungen sind.

6. Als neues Feindbild soll der “Islamo-Faschismus” konstruiert werden (durchaus ein Begriff, den ich von George W. gehört habe.)

Außenpolitisch ist es sicher ein Interesse der USA, das Ausscheren Deutschlands aus der NATO um jeden Preis zu verhindern. Schließlich kann man so Einfluss nehmen auf die Verwendung der kaum vorhandenen deutschen militärischen Ressourcen.


Tom
5.4.2015 23:27
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Ok Mein Senf. Ich habe die Seiten in der RF teils gelesen teils überflogen. Zum besseren Verständnis möchte ich sagen, dass ich mich vor ca. 15 Jahren mit den Antideutschen herumgeärgert und mir schon damals so meine Gedanken gemacht habe.
Hier meine wichtigsten Punkte:
1. Der Autor ist legit. Kein Rechter
2. Das mit der Finanzierung der Antideutschen haut hin.Als ich mich vor ca. 15 Jahren mit einigen ihrer Hauptfiguren näher befasst habe, bin auch ich auf Verbindungen mit den Neocons gestoßen.
3. Die haben mittlerweile eine Metamorphose hingekriegt, und sich mit den Genderirren zusammengetan. Was ihnen neue Geldquellen und Einfluss erschlossen hat. Eva Herrmann hat das zu spüren bekommen.
4. Es gibt kaum noch eine “echte” Linke. Sondern eine bemühte Staats- oder Stiftungsgesponstere “Kultur”linke, die sozusagen den radikalen Rand des deutschen Konsens verkörpert. Man hat sich wohlig eingerichtet in diversen vom Steuerzahler finanzierten Initiativen gegen rechts oder Schwulenhass etc.
5. Dementsprechend haben sie auch nicht wirklich etwas gegen die Machtverhältnisse, solange sie nicht “deutsch” sind. Analytisches Denken, historisches Bewusstsein geht denen total ab.
6. Sie treiben die deutsche Linke vor sich her, in dem sie immer noch einen draufsetzen, wenn es um Antinationalismus und deutsche Vergangenheit geht. Sie tragen sozusagen einen Gesslerhut vor sicher her, dem sich die anderen immer und immer wieder beugen. Das geht aber auch nur, weil den meisten deutschen Linken nichts mehr geblieben ist, als diese Negatividentität. Sie sind also mehr Symptom als Ursache des linken Niedergangs. Auch wenn sie wohl tatsächlich sowohl zu Wagenknechts als auch zu Lafontaines politischen Niederlagen beigetragen haben.


Stefan S
5.4.2015 23:32
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@fx
>Hier sieht man das Niveau, auf dem sich Antideutsche bewegen. Das ist
>ein Selbsttest, mit dem man sozusagen ermitteln kann, wie “reinblütig”
>man ist. Der Macher Justus Wertmüller

Dieser Selbsttest ist mit Sicherheit nicht von Wertmüller, sondern von Personen, die Wertmüller und seine Politik ablehnen und sich mit diesem “Test” über ihn und sein Umfeld lustig machen möchten.

Das tatsächliche Niveau von Wertmüller kann man eruieren, wenn man seine Artikel liest, die zum Teil unter http://www.redaktion-bahamas.org online zu finden sind. Dort wird einem u.a auffallen, daß Wertmüller/Bahamas und damit ein Teil der Antideutschen Kritik an der Gender Theorie und am Konzept “Definitionsmacht (i.e., wenn eine Frau behauptet, sie sei vergewaltigt worden, dann ist das eine Vergewaltigung gewesen) äußern, weshalb Wertmüller in Teilen der traditionelleren Linken und von Feministinnen als “Sexist” beschimpft wird. Darüber hinaus findet man dort auch eine klare Islamkritik, weshalb manche Linke ihn auch “Rassisten” nennen.

Ich würde Wertmüller irgendwo an der Grenze zwischen linkem und neokonservativen Denken einordnen. Unabhängig davon, ob man seine Überzeugungen teilt, ein niedriges Niveau haben seine Texte mit Sicherheit nicht.


WikiMANNia
5.4.2015 23:42
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@EinInformatiker

Vielleicht noch mal ganz kurz. Es ist durchaus möglich, dass ein weltweiter Plan zu einer neuen Weltordnung im Gange ist. Die Flutung Europas mit sog. Asylanten der Genderismus die Zerstörung der Familie usw. sind ja rational nicht erklärbar. Das zerstört ja die europäischen Gesellschaften und zwar mittels der offiziellen Politik, die einen Eid zum Wohle geschworen hat.

Zum Ersten zerstört Genderismus die Familien nicht nur in Europa, sondern weltweit.
Zum Zweiten sollte man erstmal die Bedeutung des Begriffs “Neue Weltordnung” klären.

http://de.wikimannia.org/Neue_Weltordnung

Ganz neutral betrachtet ist “Neue Weltordnung” ein Begriff, der entscheidende Änderungen der machtpolitischen Ordnung auf internationale Ebene bezeichnet.

Zum Thema Antideutsche hat auch WikiMANNia etwas gesammelt, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
http://de.wikimannia.org/Antideutsche
http://de.wikimannia.org/Nie_wieder_Deutschland!

Man sehe sich nur an, wer dort in der ersten Reihe mit dem Spruchband “Nie wieder Deutschland” läuft und heute stellvertretende Bundestagspräsidentin ist:
http://de.wikimannia.org/Claudia_Roth

Jetzt will ich das nicht im Einzelnen bewerten, aber zu bedenken geben:
Kann sich irgendjemand vorstellen, dass nach dem Muster Antideutsche Bewegung Polen in Warschau demonstrieren würden mit einem Spruchband “Nie wieder Polen!”, sonder Israelis in Jerusalem mit der Parole “Nie wieder Israel!”, oder Amerikaner vor dem Capitol mit “No more USA!”, oder etwa Russen in Moskau mit der Forderung “Nie wieder Russland!”?!??

Kann sich irgendwer so etwas ähnliches vorstellen?
Das macht IMHO die Absurdität der Sache klar.


Leonard
6.4.2015 0:02
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Hier ein leider sehr umfänglich geratener und teils schwer verständlicher lexikalischer Artikel zum Thema “Antideutsche”:

http://kulturkritik.net/begriffe/index.php?lex=antideutsche

Der Schlußabsatz dort lautet:

“Seit dem Irak-Krieg sind die Antideutschen zu einem großen Teil als Bellisten aufgefallen, die sich gegen die Friedensbewegungen und vor allem gegen die Anti-Globalisierungsbewegung wenden (siehe hierzu den Streit in der Zeitschrift konkret). Darin sehen sie Nationalkonservatismus, Antiamerikanismus und Antisemitismus. Sie halten die neuen Weltordnungskriege für ein notwendiges Übel, das quasi als Tribut an die Zukunft einer menschlichen Gesellschaft unumgänglich sei (siehe zu diesem Thema auch Sloterdijk). Für die antideutsche Zeitschrift BAHAMAS handelt es sich beim Golfkriegseinsatz der USA sogar um einen “antifaschistischen Krieg” (siehe hierzu “Paranoia über alles”). Wie das “Pfeifer-Dossier” von Franz Schandl zeigt, haben die inquisitorischen Auswüchse solcher Denke inzwischen den Charakter einer Sekte.”


EinInformatiker
6.4.2015 0:54
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Die sog. Anti-Deutschen sind, selbst wenn sie von den USA verschwörungstheoretisch gesteuert sein sollten (ich nehme an, dass das die Rote Fahne behauptet), völlig uninteressant. Die Politik gegen die Deutschen wird ja nicht von den Anti-Deutschen betrieben, sondern von den deutschen Parteien und Politikern. Deren Politik ist also interessant. Warum sie Politik gegen die Deutschen machen, darüber denke ich zwar oft nach. Aber wenn diese Politik einer Verschwörung (bzw. Zielen die nicht explizit angegeben werden) geschuldet ist, dann ist die deutsche Politik anscheinend direkt eingeweiht.


Fx
6.4.2015 1:09
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@Johnny

Oh, jetzt schalten sich auch Antideutsche und/oder Hasbara-Leute ein. Wenn das mein Blog wäre, würde ich Dir sagen “verp…”.


Fx
6.4.2015 1:22
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Zu der von dem Quoten-Antideutschen eingeworfenen lächerlichen Diffamierung gibt es hier einen Blog-Post, der gerade rückt.

Ken Jebsens “Antisemitismus”
http://tomgard2.blog.de/2014/04/21/ken-jebsens-antisemitismus-18284041/

Was anderes als Diffamierung können die ja nicht, aber zum Glück glaubt denen langsam keiner mehr.

In dem Zusammenhang auch aufschlussreich:

KenFM im Gespräch mit: Sally Perel (Hitlerjunge Salomon)
https://www.youtube.com/watch?v=KhHU_eK233o


Fx
6.4.2015 1:26
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@EinInformatiker: “uninteressant”?

Nein, ganz im Gegenteil.

Siehe mein Kommentar um 13:04.


Manfred P.
6.4.2015 1:32
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@EinInformatiker

Die Verschwörungstheorie geht anders: Nicht die Antideutschen sollen Politik machen, sondern durch Diffamierung und Diskreditierung der anderen Linken zu verhindern, dass “echte” Linke ans Ruder kommen, die Positionen vertreten, die den Amerikanern nicht gefallen.

Mit den augenblicklichen Parteien sind die Amerikaner schließlich glücklich, und sie wollen, dass das so bleibt.

Daher Zersetzung einer möglichen linken Alternative.

Nicht meine Lesart, aber so habe ich den Artikel aus der Roten Fahne verstanden.


Manfred P.
6.4.2015 2:08
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Ein bisschen wirr kommt mir in dem Artikel die Argumentation mit Willy Brandt vor.

Angeblich sei er abgesägt worden, weil er auf eigene Faust die Verständigung mit dem Ostblock gesucht hat.

Guillaume war ein Stasi-Mann – hat also die DDR auf Geheiß der Amerikaner einen Spion eingeschleust, der den Kanzler zu Fall bringt, der den Sowjets nützt?

Klingt mir ziemlich unlogisch.

Außerdem behauptet der Autor, dass Helmut Schmidt auf Geheiß der Amerikaner die Mittelstreckenraketen in Deutschland stationiert habe.

In der Darstellung Schmidts liest sich das völlig anders. Er war es, der die Aufrüstung der Sowjets mit SS-20 kritisch betrachtete. Den Amis war das egal, denn die SS-20 konnten Amerika nicht treffen. Zusammen mit Giscard D’Estaing hat er die Amerikaner überzeugen können, nachzurüsten, aber gleichzeitig Verhandlungen anzubieten.

Das hat er knallhart gegen den innerparteilichen Widerstand durchgezogen, und darüber ist seine Kanzlerschaft zerbrochen.

Helmut Kohl hat dann die Beschlüsse umgesetzt.

Das sind so zwei Sachen, die mir ins Auge gestochen sind, und bei mir den Eindruck erzeugen, dass der Autor ein bisschen wirr ist und seine Gedanken nicht gut sortiert hat.


Schänder-Mainstreaming
6.4.2015 3:30
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@ Joe

Wie gesagt, die Amis mögen “ihre” Regierung auch nicht.

“Wie würde die deutsche Regierung wohl darauf regieren? ”

Es gibt keine deutsche Regierung, höchstens Lakaien der USA.

Cool bleiben, es wird alles gut. Onkel Vladimir macht das schon.

Und die haben eigentlich schon verloren es sei denn wir Deutschen lassen uns gegen Russland aufhetzen, wonach es zum Glück nicht ausieht.


brrr
6.4.2015 4:12
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Ich erkenne mittlerweile Antideutsche innerhalb von Sekunden.
Wie ich hier neulich schon schrieb, ist Wallraff auf eine antideutsche (Caro Lobig) hereingefallen, mit der er für die “Reportage” über Zalando zusammengearbeitet hat:
Ich habe das gesehen, und dachte noch aus Spaß “oh schau, eine Antideutsche”. Kurzes Google hat die Verbindung mit Anne Helm sofort herausgestellt.
Das Ziel dieser Kampagne war deshalb Zalando und nicht Amazon, weil Zalando ein deutsches Unternehmen ist. Amazon als amerikanisches Unternehmen gehört für die “zu den Guten”.

Erkennungsmerkmale:
Antideutsche kleiden sich sehr viel traditioneller bzw. Sexuell aufreizender als andere Linke, welche oft eher übergroßen, geschlechtslosen Säuglingen gleichen, oder in anderer Ausprägung als ungekämmte, ungewaschene Ökotanten auftreten. Die Antideutschen hingegen benutzen ihre Weiblichkeit, um Medienaufmerksamkeit zu erhalten (sex sells). Teilweise sehen sie dabei fast bürgerlich aus, wie fdp-Wähler. Antideutsche tragen fast immer hohe Absätze, anti-Imperialistinnen, Ökos und Emanzen nie. Sie benutzen fast immer Make-Up. Die Tante die den #aufschrei gegen Brüderle herbeigeführt hat, verorte ich aus diesem Grund auch in dieser Ecke, eine Scharnierfunktion zwischen Emanze und Antideutschen.
Antideutsche sind, wie bereits erwähnt, nicht antikapitalistisch.
Antideutsche würden so weit gehen, sich sexuell ausbeuten bzw. vergewaltigen zu lassen, wenn es der Zerstörung dessen dient, was als “Deutsch” betrachtet wird. Bis zu einem gewissen Punkt würden sie problemlos mit dem “Kapital” kooperieren.
Man hüte sich und lasse sich durch ihr bürgerliches Auftreten nicht verwirren!
Ist man ein Gegner (Deutscher), ist man ein Vergewaltiger, kaum geht man auf ihre Avancen ein (Brüderle).
Hat man hingegen eine höhere Position im System (Journalist), die Nutzen verspricht, ist es aus mit Emanzipation und der Umworbene findet in der Antideutschen eine unterwürfige Sexbombe, bis sie ihr Ziel erreicht hat und ihn fallen lässt.
Die Unterwürfigkeit erklärt sich auch daraus, dass es sich bei der Antideutschen ja selbst um eine deutschstämmige handelt, die also gemäß ihrem eigenen Weltbild nichts wert ist, praktisch ihren ganzen Körper rücksichtslos zur Zerstörung des verhassten “Volkskörpers” einsetzt.
Weiterhin benutzen Antideutsche selten Gender-Sprache, außer sie halten sich in Mainstream-linken Kreisen auf. Bisweilen richtigen sie sich teilweise sogar explizit gegen Gendersprache, da das ihren Zielen nicht dienlich ist (will z.B. bei Zalando keiner der Bosse hören).
Antideutsche sind in vielen Beziehungen nicht dogmatisch, sondern anpassungsfähig, wodurch es ihnen oft gelingt, andere Gruppierungen zu unterwandern. Gender ist ihnen schlicht egal, wenn es ihnen dient, reden sie danach, wenn es ihnen nicht nützt, lassen sie es.
Teilweise argumentieren sie genauso vehement gegen den Islam wie manche Rechte, um damit Anschluss an Rechte bzw. besorgte bürgerliche Kreise zu erlangen.
Ein Beispiel für ein antideutsches Buch: “Gegenaufklärung, Alex Gruber, Philipp Lenard (Hg)”. Dem Titel nach erwartet man ein Buch der neuen Rechten. Innen jedoch finden sich fast unlesbare “Aufsätze”, viel verquaster noch, als die der “roten Fahne”.
Brennend radikal und dogmatisch sind sie eigentlich nur, wie hier schon erwähnt wurde, in ihrem Deutschenhass. Doch selbst diesen verstehen sie bisweilen zu verstecken, sie praktizieren eine Öffentlichkeitsarbeit, die man mit der Taqqia der Moslems vergleichen kann, bis sie zum Ziel kommen. Dann tritt ihr wahres Gesicht offen zu Tage.
Konnte man bei Anne Helm gut beobachten: Sie wähnte sich anonym, hat sich das Gesicht maskiert bei ihrer antideutschen Bomber-Aktion. Man hat sie dann nur anhand von Merkmalen wie ihrem Gürtel enttarnt.
Den Antideutschen ist durchaus bewusst, dass sie nicht offen über ihre Ziele sprechen dürfen. Sie verstecken ihre extreme Irrationalität, um nicht sofort entlarvt zu werden. Das macht sie extrem gefährlich.

Wenn man das Gefühl hat, man würde ein Machwerk von Nationalsozialisten (um den Antisemitismus bereinigt) lesen, ist aber irritiert, dass im Bildteil überall rote Sterne abgebildet sind bzw. in wildem Wechsel von Marx die Rede ist, sollte der Antideutschen-Detektor explodieren.
Teile der Antideutschen haben deshalb große Gemeinsamkeiten mit den Nationalsozialisten, weil sie gewissermaßen den letzten Hilter-Befehl (Nero-Befehl, http://de.wikipedia.org/wiki/Nerobefehl) ausführen, in dem Hilter die Zerstörung Deutschlands anordnet, da die Deutschen “seiner nicht würdig” waren. Sie sind sozusagen bis in den Tod noch Hitler-Treu, die Neo-Nazis sind in ihren Augen Verräter.

Ob diese Strömung bewusst herangezüchtet wird, um gezielt linke Gruppierungen zu demontieren, ist sehr schwer zu beantworten. Einiges spricht dagegen:

Die These, dass die Amerikaner hier ihre Finger im Spiel haben, krankt an zwei Punkten:
1. Diese These existierte exakt genauso schon vor 1989, aber da waren die kommunistischen Russen schuld (macht ja auch viel mehr Sinn, die waren ja wirklich links).
2. Wieso sollten die Amerikaner mit diesem Bullshit ihre eigenen Universitäten demontieren, wo ja Studieren für Männer immer unmöglicher wird. Auch den Amerikanern muss doch bewusst sein, dass nur weiße Männer von diesen Unis Datenkraken-Firmen gründen und so ihre Macht sichern.
3. Die Antideutschen sind teilweise auch als Reaktion auf den Antisemitismus der neuen Linken (Anti-Imperialisten) entstanden.

Für die These sprechen Muster, die man auch anders kaum erklären kann:
Genauso werden z.B. die Gegner von TTIP diskreditiert, indem man in den Medien nur jene zur Sprache kommen lässt, sie völlig lächerliche Einwände wie z.B. die schrecklichen “Chlorhühner” vorbringen. Der unbedarfte Radiohörer denkt sofort “wenn das alles ist, was machen die dann so ein Affentheater, alle TTIP-Gegner sind Spinner”.
Man muss sich auch fragen, warum Linke halb Frankfurt anzünden, aber die Medien schweigen dazu, oder sprechen von “Aktivisten”.

Linke sind aufgrund ihres periodisch ins Wahnhafte kippenden Verhältnisses zur Wahrheit, welches schon in der französischen Revolution unübersehbar ans Licht kam, dessen Mechanik ich hier schon öfters beschrieben habe, und ihres schizoiden Bruches mit der Tradition, extrem anfällig für solche Unterwanderungskommandos.
Gemäß des Ansatzes “Um herauszufinden, wer dich beherrscht, finde heraus, wen du nicht kritisieren darfst”, wird Pegida bzw. der konservative Flügel der neuen Rechten vom “System” am Ehesten ernst genommen. Hier finden sich auch die schlüssigsten bzw. derzeit undogmatischsten Erklärungsansätze zur aktuellen Lage, geopolitisch, makroökonomisch, Kulturwissenschaftlich. Hier findet sich auch der wirksamste Widerstand gegen Gender, TTIP und Niedergang von Bildung und Wissenschaft, z.B. die oben schon erwähnte, erstaunliche Erkenntnis, dass die “Neo-Cons” linke bzw. kollektivistische Wurzeln haben, der man vollkommen zustimmen muss.


EinInformatiker
6.4.2015 11:20
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Ich habe den Rote Fahne Artikel immer noch nicht gelesen. Vor allem auch deshalb, weil es interessant ist über Ideologen Vorhersagen zu treffen, ohne sie zu lesen.
Wenn das also von einem linken Ideologen geschrieben ist (und “Rote Fahne” ist eindeutig!, eindeutiger gehts nicht) gilt und müßte folgendes gelten.

– Dogmatische Linke (es gibt wohlgemerkt Leute die sich als links verstehen (Hartmut Krauss z. B.), die teilweise sehr rational und korrekt argumentieren, aber die als Humanisten irrational an die Möglichkeit einer Transkultur glauben) verhalten sich als “Nie wieder Deutschland”. Das muß also auch für den Rote Fahne Verfasser gelten,

– wenn also ein solcher (dogmatischer) Linker den Artikel verfaßt hat, kann es ihm lediglich darum gehen die sog. Anti-Deutschen als USA gesteuerte Kräfte gegen links zu entlarven. Also ein rein ideologisches Anliegen für seine wahre linke Sache, an der die Anti-Deutschen Verräter sind.

Sehe gerade, dass @Manfred P diese Interpretation zu bestätigen scheint. Hatte den Kommentar zuvor noch nicht gelesen.

Wie gesagt, dass die USA etwas steuern (Neue Weltordnung oder wie auch immer), was prinzipiell in einem Bezug zu einigen Hypothesen des Blog-Inhabers steht, ist möglich. Aber mittels Anti-Deutscher haben sie das ja gar nicht nötig. Wenn dann steuern sie die Politik und die Verantwortlichen direkt. Die “Rote Fahne” dürfte also hinsichtlich möglicher USA Einflußnahme keine neuen Erkenntnisse liefern. Und die USA sind sicherlich in einem ganz anderen Sinn dann mit der deutschen Politik zufrieden als der “Rote Fahne” Verfasser es sich vorstellt.


Heinz
6.4.2015 12:03
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@Johnny
Ken Jebsen hat nie, wie du andeuetest, den Holocaust geleugnet (dafür hätte man ihn verurteilt, ist schließlich eine Straftat).
Er hatte lediglich, in einer längeren eMailkonverdation, etwas über das Zusammenspiel von Holocaust und NS-Propaganda geschrieben.

> Als vor einiger Zeit Palästinenser in Deutschland eine Synagoge abgebrannt hatten, hat das Gericht kein politisches Motiv erkennen können.

Quelle (inkl. Gericht und Aktenzeichen, die Gerichtsakten würde ich gerne sehen)?


Harris
6.4.2015 12:22
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Wie Ken Jebsen seinen Antisemitismus pflegt: http://www.youtube.com/watch?v=3yAmMP_9k0k

Immer streng nach Protokoll 😉


Stefan S
6.4.2015 13:09
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Hadmut,

ich glaube Du verrennst Dich da in Sachen. Das ist ein innerlinker Konflikt. Es gibt verschiedene Strömungen in der radikalen Linken; die “Rote Fahne” ist dem sog. “antiimperialistischen” Lager zuzuordnen, die basierend auf den Annahmen des Marxismus-Leninismus den “Imperialismus” des Westens unter der Leitmacht USA als wesentliches Problem ansieht und ziemlich unreflektiert jeden Gegner der USA bzw. des Westens unterstützt und als Vorboten einer kommunistischen Weltrevolution ansieht.

Die “antideutsche” Kritik daran stellt fest, daß die Zivilisation des Westens bzw. der USA ein kleineres Übel gegenüber der “deutschen Ideologie”, die sich z.B. in Nazideutschland oder aktuell im Islamischen Staat zeigt, ist und vermutet, daß die meisten revolutionären Bewegungen eher zu einem Faschismus als zum Kommunismus führen würden. Ein Teil der antideutschen Bewegung ist weiterhin linksradikal, ein anderer Teil ist mittlerweile eher liberal oder neokonservativ geworden.

Gegner der “Antideutschen” ist nicht die Entität Deutschland, sondern die “deutsche Ideologie”, also die Idee einer Volksgemeinschaft, die auf Blut und Boden basiert – völlig egal, ob jetzt Deutsche, Belgier, Schweden oder Palästinenser einer derartigen Ideologie anhängen.


Hadmut
6.4.2015 13:17
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@Stefan S.:

> Hadmut, ich glaube Du verrennst Dich da in Sachen.

Wie denn das? Wenn ich schreibe, dass mich ein Leser auf eine Seite hingewiesen hat, ich dazu sage, dass ich sie nicht einschätzen kann und die Leser nach ihrer Meinung frage – wie soll ich mich denn da in etwas „verrennen” ?


Stefan S
6.4.2015 13:23
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OK, Einwand akzeptiert. Ich hatte das nach einer Meinung fragen fälschlicherweise als rhetorisches Mittel interpretiert. Sorry.


Schwärmgeist
6.4.2015 16:06
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Die Welt ist wahrlich komplizierter geworden. Linksradikale Texte kann ich schon aus rein sprachlichen Gründen nicht lesen. Denn wer verspult schreibt, ist meiner Meinung nach auch verspult im Kopf. Hier kann mal jemand luzide und überzeugend schreiben – ob er richtig liegt, kann ich trotzdem nicht sagen. Der um Zustimmung heischende Duktus, der in den Wissenschaften so gepflegt wird, ganz gleich ob Genderisch durchsetzt oder nicht, sagt mir ebenfalls nicht zu. Manchmal lese ich mir das alles durch, kratze mich ratlos am Kopf und gucke mir dann irgendwelche Dokus über das Universum oder die Teilchenphysik an. Das hat wenigstens weder was mit Politik noch mit Sport zu tun.


Emil
6.4.2015 16:27
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@Stefan S
> Gegner der “Antideutschen” ist nicht die Entität Deutschland, sondern die “deutsche
> Ideologie”, also die Idee einer Volksgemeinschaft, die auf Blut und Boden basiert …

Komm, hör auf, die Antideutschen zu verharmlosen. Die fangen ja schon an auszurasten, wenn unpolitische Fußball-Fans anlässlich der WM mal ‘ne Deutschland-Fahne schwenken. Aber sie selbst laufen mit Israel- und Ami-Fahnen rum und forden die Ausrottung aller Deutschen (“Bomber Harris, do it again!” – “Von der Saar bis an die Neiße, Bomben drauf und weg die Scheiße!”).


Frank
6.4.2015 16:56
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@Manfred P

>In der Darstellung Schmidts…

Ist mir schon klar das Schmidt nicht schreibt: die Amis ham mir dies uns daß befohlen…
Und natürlich haben die ein größeres Intresse daran die BRD mit Pershing 2 und Cruise Missiles zuzustellen als die Deutschen, die zur Zielscheibe werden -denn damit können sie die Russen treffen.
Insofern ist Dein :
Denen kanns egal sein! kein Argument.
Dann könnten Denen 20000 Warschauer Pakt Panzer auch egal sein -die können auchnicht durch den Atlantik schnorcheln.
Das die Ostannäherung ne Schmidtsche Eigenmächtigkeit (sozusagen Schadensminimierung) war kann durchaus sein.


Frank
6.4.2015 17:06
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@Johnny

Die Behauptung von niederem Bildungsniveau beim Meinungsgegner ist Sockenpuppen Grundstandart.


Johnny
6.4.2015 17:41
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Frank: ja, ja, ja, ich weiß doch, ich bin ein Hasbara-Troll, bezahlt vom Weltjudentum, um euch ähh, als Sockenpuppe in die Suppe zu kotzen. Oder sowas, was immer dir oder Fx gefällt.


Frank
6.4.2015 18:47
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@Johnny

Um “uns” in die Suppe zu kotzen fehlt einfach Substanz.


EinInformatiker
6.4.2015 18:53
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Gegner der “Antideutschen” ist nicht die Entität Deutschland, sondern die “deutsche Ideologie”, also die Idee einer Volksgemeinschaft, die auf Blut und Boden basiert

Das würde sie nicht besser machen sondern lediglich besagen, dass sie anscheinend unter Halluzinationen leiden denn gegen welchen Gegner wenden sie sich dann eigentlich? Wo wird denn heute in Deutschland eine Blut-und Bodenideologie vertreten. Wird die etwa von den 95% Systemparteien vertreten, die jede abweichende Äußerung zu Asyl und Zuwanderung als fremdenfeindlich titulieren oder von denen die die Glocken dazu läuten oder Gegen”demonstrationen” organisieren? Wo leben die Anti-Deutschen dann eigentlich? Ich meine ich kenne sie nicht und da sie im Gegensatz zu unseren Politikern einflußlose Ideologen sind, interessieren mich auch nicht.


Stefan S
6.4.2015 22:09
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@EinInformatiker
>Das würde sie nicht besser machen sondern lediglich besagen, dass sie
>anscheinend unter Halluzinationen leiden denn gegen welchen Gegner >wenden sie sich dann eigentlich?

Das ganze ist Anfang der 90er Jahre aufgekommen als einige Leute befürchtet haben, mit der Wiedervereinigung würde das 4. Reich entstehen und kurz darauf dann tatsächlich in Teilen Ostdeutschlands eine neonazistische Jugendkultur entstanden ist, ein paar Jahre später Deutschland wieder einen Krieg in Jugoslawien geführt hat. Läßt sich denke ich nur aus der historischen Situation erklären.

Dann kam irgendwann 9/11, ein Teil der Linken hat das wahlweise für einen “Inside Job” gehalten oder mehr oder weniger offen mit Al-Kaida sympatisiert oder zumindest Verständnis dafür gezeigt etc. Da kam dann der Widerspruch, bestimmte Formen des Islam(ismus) seien ideologisch identisch mit dem Nationalsozialismus und eine klare Positionierung pro USA. Relevanz hat diese Szene hauptsächlich dadurch, daß sie innerhalb der (außerparlamentarischen) Linken Fragen gestellt hat und penetrant bestimmten linken Überzeugungen widersprochen hat. Außerhalb der (radikalen) Linken ist das ganze tatsächlich relativ einflußlos.


EinInformatiker
6.4.2015 23:37
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Ich würde zum Abschluß sagen( lesen muß das wohl nicht mehr): Ein Anti-Deutscher (also der Rote-Fahne-Mann) ideologisiert gegen ideologische Anti-Deutsche und beide Gruppen vertreten im Prinzip dieselbe Anti-Deutsche Ideologie wie sie als antideutsche Politik betrieben wird. Jeder Ideologe diffamiert den anderen irren Ideologen obwohl alle (die USA eingeschlossen) Anti-Deutsche Politik betreiben. Und normale gesunde Menschen werden von den geistesgestörten für verrückt erklärt. Es ist bizarr. Aber ich habe heute eine Stelle gelesen in der es heißt:

Abba Antonius sagte, dass die Zeit kommen wird, in der die Menschen verrückt werden, und wenn sie jemanden sehen, der nicht verrückt ist, dann werden sie sich gegen ihn erheben und sagen: “Du bist derjenige, der verrückt ist, denn du bist nicht wie wir.”

1000-Jahre alte Weisheit. Ich war zwar nie religiös, aber aus biblischen Zeiten sind halt ewige Weisheiten übeliefert. In der Art gibt es nichts besseres. Damals gabs halt keine PC und kein Gender.


GeorgK
7.4.2015 9:25
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@EinInformatiker: Mit “deutscher Ideologie” ist sicherlich nicht der nationalsozialistische Blut- und Bodenkult gemeint (der aber m.E. noch irgendwo bei den Öko-Spinnern nachwirkt), sondern die Philosophie des deutschen Idealismus (Hegel usw.), gegen die sich Marx in seiner Schrift “Die deutsche Ideologie” wandte (http://de.wikipedia.org/wiki/Die_deutsche_Ideologie) und behauptete, Hegel vom Kopf auf die Füße zu stellen. Das hat allerdings alles noch schlimmer gemacht. Den Verdacht, dass irgendetwas mit den deutschen Dichtern und Denkern (einschließlich Marx) nicht stimmt, hege ich auch schon seit längerem.


Fx
7.4.2015 11:16
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@Johnny

Nice try 😉

Du meinst wohl, irgendein Dummer wird schon anbeißen, nachdem Du Deinen Köder “Weltjudentum” ausgelegt hast.

Nein, ich wehre mich ebenso wie Du gegen solche bösartigen antisemitischen Weltjudentum-Verschwörungstheorien!

Das ist das größte Problem mit Euch Antideutschen und Zionisten. Ihr könnt es weder verstehen, noch akzeptieren, dass man ganz sachlich und legitim zwischen Judentum und Zionismus unterscheiden kann. Das eine ist eine Religion und somit Glaubenssache. Das andere ist eine religiös verbrämte nationalistische Staatsideologie.


Johnny
7.4.2015 12:15
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Ne, Fx, anbeißen muss da niemand, das ist immer das Ende der Fahnenstange. Die USA werden vom Judentum kontrolliert etc pp, da landet man immer, wenn man mit bestimmten Leuten diskutiert.
Ich bin weder antideutsch noch Zionist, aber habe mit beidem Schnittmengen, schon allein deshalb, weil ich Israel nicht vernichtet sehen will.


EinInformatiker
7.4.2015 12:29
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@GeorgK

Also ich kenne die Anti-Deutschen nicht. Aber alles was hier kommentiert wurde, spricht dafür dass es sich um Ideologen handelt. Das wird allein schon aus deren Namensgebung deutlich. Zwar könnten sie natürlich auch korrekte Ansätze haben, aber das verbrämt man dann nicht durch ideologische Namensgebung. Ansonsten ist der Gedanke von Marx, dass die herrschenden Gedanken die Gedanken der Herrschenden sind ja wohl korrekt. Das ist auf die Jetztzeit eins zu eins übertragbar. Marx kritisierte damit damals die Herrschenden. Wenn das nun für die Anti-Deutschen gelten soll, dann müßten sie also die Gedanken der heute Herrschenden kritisieren. Die Rote Fahne fühlt sich diesem Prinzip sicher auch verpflichtet. Nur kann das ja nicht sein, denn die Rote Fahne ist sicherlich mit der Politik der Herrschenden vollkommen einverstanden (abgesehen davon, dass Refugees angeblich noch nicht welcome genug sind und die Unterstützung zu niedrig ist) und die Anti-Deutschen werden sicher in dieser Hinsicht auch der deutschen Politik nicht widersprechen. Wo also liegen objekitv die Gegensätze der Linken und Anti-Deutschen zur offiziellen deutschen Polkitik (Ideologie)?


Johnny
7.4.2015 15:14
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@EinInformatiker:
> Nur kann das ja nicht sein, denn die Rote Fahne ist sicherlich mit
> der Politik der Herrschenden vollkommen einverstanden (abgesehen
> davon, dass Refugees angeblich noch nicht welcome genug sind und die
> Unterstützung zu niedrig ist) und die Anti-Deutschen werden sicher
> in dieser Hinsicht auch der deutschen Politik nicht widersprechen.
> Wo also liegen objekitv die Gegensätze der Linken und Anti-Deutschen
> zur offiziellen deutschen Polkitik (Ideologie)?

Das ist das Problem mit Annahmen (“werden sicher […] nicht widersprechen”), allzu häufig sind sie falsch.
http://www.redaktion-bahamas.org/

enthält die Übersicht (und einige Artikel, aber die Headlines dürften reichen, um sich einen Eindruck zu verschaffen) einer der Hautpostillen der “Sekte” (die auch in sich so zersplittert ist, dass es schwer fällt, von einer homogenen Bewegung zu sprechen). Ist auch schön zu lesen, man weiß, dass man es mit linker Theorie zu tun hat, wenn die DIN-A4-Seiten eng beschrieben sind und ohne Bilder daherkommen. Adorno in jedem zweiten Absatz.


Norbert_G
7.4.2015 15:23
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“Komischerweise ist bei mir beim Erscheinungsbild der Webseite und dem Titel der Artikel erst mal die Warnlampe „Vorsicht Rechtsextrem-Nazi” angegangen, was aber nicht dazu passt, dass es sich als linkes Magazin ausgibt. Auch der Tonfall wirkt auf mich etwas seltsam.”

Könnte es sein, daß “wir” nicht mehr wissen, was Linke mal waren?

Am Anfang der sozialistischen Arbeiterbewegung stand die genossenschaftliche Selbstorganisation der Arbeiter, die in freiwilligen Zusammenschlüssen (Einkaufs-, Bau-, Versicherungs-, Bildungsgenossenschaften etc.) eine geistige und materielle Verbesserung der Arbeitskraftanbieter erreichen wollten. Nachdem die sozialistischen Führer auch politische Macht errungen hatten, verlagerten sie diese Aufgaben auf den “Großen Bruder” Staat, wo die Teilmahme dann immer weniger freiwillig wurde (erzungene “Solidarität”), denn politische Korruption ist die Grundbedingung aller Sozialismen und allen Demokratismus.
Diese Korruption hat heute alles staatliche Wirtschaften und Denken zersetzt und eine systemtreue und -konforme Trash-Linke hervorgebracht, wo man nur noch per Lippenbekenntnis “links” ist.
Ein Beispiel ist diese Bionade-Linke, die gerne ein Häuschen “im Grünen” bewohnen, welches sie der Landschaftzersiedelung und dem Landraub an der Natur verdanken, die im SUV zum Biobauern einkaufen kommen und durchweg als Schmarotzer im Staatsdienst ihr Geld verdienen.

Daher kommen machen solche aus der Zeit gefallene Relikte des historischen Links-Seins, wie diese “Rote Fahne”, verdächtig vor.
Ich habe gelegentlich solche Linken kennengelernt, die ich als weitgehend gedanklich redlich erlebte und mit deren religiös-linken Dogmen ich durchaus (wenn auch nicht teilend) umgehen konnte. Solch eine Gruppe ist z.B. auch die marxistisch-reichistische Sekte um den Ahriman-Verlag (Ahriman.com), die eine “freie Sexualität” als Grundbedingung eines freidenkenden Bürgers glaubt.
Was die in ihren “Ketzerbriefen” manchmal an Schutzartikeln zugunsten rechter Organisationen oder Personen schrieb (wo sie immer nur rechtswidrige Ungleichbehandlungen anprangerte), hat auch diese braven Marxissten ins Fadenkreuz der BRD-Antifa gebracht. So durften sie z.B. lange Zeit im Gaede-Hörsaal der Uni Karlsruhe ihre gut besuchten und durchaus wissenschaftlichen Vorträge (als “Bund zur Verbreitung unerwünschter Einsichten”) zu Themen wie Überbevölkerung abhalten, doch als AIDS aufkam und sie ihre radikalen seuchenhygienischen Maßnahmen gegen dessen Verbreitung präsentierten, hat die schwule Trashlinke mittels “Bambule” und Buttersäureanschlägen sie von dort vertreiben können.
Eines der sicheren Merkmale zur Unterscheidung von authentischen zu System-Linken ist die Verwendung von Terror anstelle von Argumenten, ein anderes die staatliche Förderung.

Es gibt viele Renegaten, denen erst in späten Jahren ein Licht aufgegangen ist, daß der “deutsche Imperialismus”, der ihnen nach der totalen Niederlage und der totalen Umerziehung von den Siegern indoktriniert worden war, eine böse Lüge sein könnte.
Einer ist z.B. Klaus Reiner Röhl, der Mitgründer der linken Postille “Konkret” und ehmalige Ehegatte der Ulrike Meinhof (2 Töchter), der heute den nationalen Liberalen zuhause ist.
Ein anderer ist Horst Mahler, dem anläßlich der Verteidigung des wegen einer Lapalie mit rattenhafter Wut angeklagten braunen Barden Frank Rennicke (die “Ketzerbriefe” schrieben dazu auch einen genialen Artikel) ein Licht aufging, daß solche politischen Prozesse eine Folge gültigen Besatzungsrechtes sind und der daraufhin den geglaubten Imperialismus der BRD als Vasallenschuldigkeit erkannte. (Er sitzt heute wegen “Gedankenverbrechen” 12 Jahre BRD-Knast ab.)
Ein weiterer ist Jürgen Elsässer, der ebenfalls wegen des geglaubten BRD-Imperialismus ein Mitbegründer der “Antideutschen” war und dem erst bei der Beschäftigung mit dem Jugoslawienkrieg das gleiche Licht aufging, daß die BRD nur willenloser Erfüllungsgehilfe des US-Imperialismus ist. Heute macht er ein gutes Magazin (compact-online.de) und wegen seiner ausgewogenen Sichtweisen zum Hauptfeind der staatlichen Antifa wurde.

Die Wiederbewaffnung der BRD, der Vietnamkrieg und all die anderen US-Angriffskriege, sowie die scheinbar freiwillige Kolaboration des BRD-Regimes hat die jungen Leute früher eben stark politisiert.
Das durch die Umerziehung in die Hirne gepflanzte Geschichtsbild von der Verworfenheit der eigenen Vorfahren (jede sachliche Widerlegung war – und ist! – verboten oder wird massivst unterdrückt) und der Wille, es nicht wieder zu solcher Katastrophe kommen zu lassen, hat die jungen Menschen früher unheimlich politisiert. Und es waren nicht die Dümmsten und Verkommensten, die lange falschen Ideologien aufsaßen (es gab damals noch kein Internet als große Informationsquelle). Ich finde es besser, man kommt wenigsten im Alter zur Einsicht, als nie. Schlimmer finde ich das eierlose und zombiehafte Wegsehen der heutigen Studenten, wenn die USA die Welt ständig in Brand stecken, ganze Länder zerstören und unsere Politbonzen willfährig mitmachen. Denn dank dem Internet muß heute niemand dumm sterben.
Auch Jesus Christus fand einen reuigen Sünder für wertvoller als die lebenslang Selbstgerechten, die nie etwas sehen und erkennen wollen.
Hier noch ein Hinweis zu einem guten Interview mit Peter Haisenko (www.anderweltonline.com) zur geostrategischen Situation der BRD: http://www.youtube.com/watch?v=PFRhqfEOjXw


Gedöns
7.4.2015 18:13
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@Heinz
„> Als vor einiger Zeit Palästinenser in Deutschland eine Synagoge abgebrannt hatten, hat das Gericht kein politisches Motiv erkennen können.
Quelle (inkl. Gericht und Aktenzeichen, die Gerichtsakten würde ich gerne sehen)?“//
Hier ist eine Quelle („Keine antisemitische Tat“):
http://www.taz.de/!154216/

Zu den Antideutschen habe ich noch das in meinem Archiv gefunden:
https://staseve.wordpress.com/2014/02/21/die-antideutsche-antifa-fordert-gezielte-vergewaltigung-von-deutschen-frauen/
Das wäre also ein Aufruf zu Gewaltverbrechen.

Woanders habe ich noch dies hier gefunden:
„Das deutsche Volk hat die moralische Verpflichtung auszusterben, und zwar subito. Jeder Pole, Russe, Jude, Franzose, Schwarzafrikaner usw. hat genausoviel Rechte, auf deutschem Boden, von dem gesprochen wird, als sei er heilig und gebenedeit, zu leben wie irgendein Deutscher – wenn nicht sogar mehr. Ich habe kein persönliches Schuldgefühl, was die deutsche Vergangenheit angeht, und ich möchte niemandem eins einreden. Historisch aber muß eine Gerechtigkeit erzwungen werden, und wenn so ca. 100 Millionen Asylanten, egal wie arm, krank und kriminell sie sein mögen, aufgenommen und gleichwertig behandelt worden sind, dann darf an einem Kneipentisch ein Besoffener einmal leise seine Überfremdungsbeschwerde führen – aber keinen Tag eher. Die Deutschland-den-Deutschen!-Deutschen, egal ob sie radikal nazistisch wie in Hoyerswerda oder unterschwellig rassistisch auftreten wie z.B. in Saarlouis oder Bielefeld, haben den Rand zu halten und sich nicht zu mopsen. Tun sie es doch, gehören sie – ja doch! – deportiert, an den dunkelsten, kältesten und elendsten Ort, der sich in diesem Universum finden läßt. Dort dürfen sie dann in der Scheiße, die sie im Kopf haben, ersaufen.“
Wiglaf Droste, Redakteur der TAZ, in „Titanic“ 11/91

Hmm, „egal wie kriminell“ und erst nach 100 Millionen aufgenommen Asylanten darf „ein Besoffener einmal leise …“ – vorher und keinen Tag eher also auch kein Staatsanwalt z.B. bei den oben genannten erhofften Vergewaltigungen. Das ist also die Forderung von Strafvereitelung bei Gewaltverbrechen.


Fx
7.4.2015 18:33
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Du Phantast versuchst aber auch ständig, Leuten antisemitische Aussagen unterzujubeln, wo keine sind!

Ja, es gibt diese kruden Verschwörungstheorien. Aber die machen nach meiner reichlichen Erfahrung einen dünnen Bodensatz von weniger als 5% aus, wobei noch die Frage zu stellen ist, welcher Anteil daran von Sockenpuppen, bezahlten Hasbara-Trollen und V-Leuten kommt!

Ich erinnere mich z.B. daran, dass die ehemalige Webseite “Mein Parteibuch” so einen Fall anhand von IP-Adresse der Kommentare dokumentiert hat. Da hat einer bei einem Artikel (der beinhaltete legitime Israel-Kritik) provokative antisemitische Kommentare abgegeben und ein anderer hat sich mit ihm deswegen gefetzt. Beide hatte die selbe IP-Adresse. Nach Fragen?

Und wegen diesem o.g. Bodensatz, den es zugegebenermaßen in vielen gesellschaftlichen Gruppen gibt, gleich die jeweilige Gruppe diffamieren zu wollen, das ist der miese Trick, mit dem Deinesgleichen versucht, legitime Kritik an der radikal-nationalistischen Politik Israels zu delegitimieren. Das ist krank!


Fx
7.4.2015 18:35
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P.S.: Der Kommentar von gerade eben galt natürlich Johnny.


Johnny
7.4.2015 18:35
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Gedöns: da wird aber einiges vermischt, Antideutsche und Antifa haben nur sehr kleine Schnittmengen.
Und das Droste-Zitat traue ich ihm durchaus zu, allerdings ist er u.a. auch Satiriker und das ist in der Titanic.
Zu den Antideutschen kann man ihn aber kaum zählen, der ist Linientreu und schreibt für die Junge Welt. Er mag Deutschland den Tod wünschen, aber nur, damit anschließend das große russische Reich endlich den Frieden bringt, nicht, weil ihm irgendwas an Deutschland inhaltlich missfällt (außer, dass Berlin, nicht Moskau, Hauptstadt ist).


Johnny
7.4.2015 18:51
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Fx:
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Ich erinnere mich z.B. daran, dass die ehemalige Webseite “Mein Parteibuch” so einen Fall anhand von IP-Adresse der Kommentare dokumentiert hat. Da hat einer bei einem Artikel (der beinhaltete legitime Israel-Kritik) provokative antisemitische Kommentare abgegeben und ein anderer hat sich mit ihm deswegen gefetzt. Beide hatte die selbe IP-Adresse. Nach Fragen?
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War das nicht dieser etwas wirre Querfront-Blog? Äh, moment, Zitat: “Was den Deal so signifikant macht, sind dabei weder die Parameter des zukünftigen iranischen Atomprogramms noch die der Aufhebung der gegen das iranische Nuklearprogramm gerichteten Sanktionen, sondern es ist die Beendigung der vom zionistischen Apartheidregime und seiner globalen Lobby durchgesetzten Feindlichkeit des Westens gegenüber dem Iran”

Sag ich ja, das Weltjudentum beherrscht den Westen. Komm mir doch nicht so, das ist zu einfach.

Ob da nun irgendwer eine IP herausgefunden haben will, kann ich nicht beurteilen. Kann sein, dass irgendwer mit Sockenpuppen arbeitet. Dass Du stets und schnell, wenn jemand mal nicht Israel auslöschen will, schlussfolgerst, dass ein Hasbara-Agent am Werk sein muss, outet dich. Deine Lektüre und was Du für “legitime Israelkritik” hälst, auch.


Gedöns
7.4.2015 19:01
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@GeorgK
„sondern die Philosophie des deutschen Idealismus (Hegel usw.), gegen die sich Marx in seiner Schrift “Die deutsche Ideologie” wandte (http://de.wikipedia.org/wiki/Die_deutsche_Ideologie) und behauptete, Hegel vom Kopf auf die Füße zu stellen.“//
Ja, vom „Kopf auf die Füße stellen“, also postulieren, daß das Sein das Bewusstsein bestimmt. Dummerweise hat Marx dann quasi im selben Atemzug die ideologische Bearbeitung der Massen als Hauptaufgabe postuliert, damit die „Theorie zur materiellen Gewalt“ wird. Da bestimmt also dann ein Klassenbewusstsein das revolutionäre Sein – eine Droge, die sich zum Schluß nur noch harte Junkies weiterhin hineinziehen wollten und bis heute wollen …
Tja, auch der Genderismus zielt ganz im Marxschen Sinne auf die Bearbeitung der Massen hin (weshalb davon die Marxisten ja auch angezogen werden, wie die Schmeißfliegen von einem Haufen Scheiße) – und das schon in der Kita. Und um dem ganzen von vornherein auch ein bisschen „Sein“ hinzuzufügen, hat man sich für die hemmungslose Geilheit (in der Kita: „alles ist legitim, was schön krabbelt“ – von wem auch immer ausgeübt …) entschieden – ja, da gibt es wohl nichts, was verfänglicher wäre: Kommunismus diesmal durch die sexuelle Hintertür.
Wird aber genauso scheitern, wie gewisse Hippie-Sekten …


Gedöns
7.4.2015 19:16
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Wird aber genauso scheitern, wie gewisse Hippie-Sekten … //
Sogar Akif Pirincci hat schon eine gegründet:
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/akifikianer_archiv


Schänder-Mainstreaming
7.4.2015 20:28
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“aber nur, damit anschließend das große russische Reich endlich den Frieden bringt, nicht, weil ihm irgendwas an Deutschland inhaltlich missfällt (außer, dass Berlin, nicht Moskau, Hauptstadt ist).”

Der sollte aufpassen was er sich wünscht, es könnte in Erfüllung gehen.

Wir habe zwei Alternativen:

1.

Als scheinsouveräner EU Staat in einer Multikulti und Genderhölle untergehen umgeben von ewigen Schuldkult.

2.

Als autonome Republik in der Eurasischen Föderation unter Russlands wo Zucht und Ordnung, aber auch Freiheit * herrscht und wir respektiert werden

*
In Russland darf man seit ein paar Monaten Waffen auch zur Selbstverteidigung benutzen, in Deutschland nicht.

Wer ist hier Diktator und hat Angst vom Volk? Putin sicher nicht.


Schänder-Mainstreaming
7.4.2015 20:29
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unter Führung Russlands

sollte das heissen.


Fx
7.4.2015 21:40
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Es reicht, Johnny.

Du drehst einem das Wort im Mund um.

Mit solchen Widerlingen kann man nicht diskutieren.


Manfred P.
8.4.2015 16:12
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@Norbert_G

Nachdem die sozialistischen Führer auch politische Macht errungen hatten, verlagerten sie diese Aufgaben auf den “Großen Bruder” Staat, wo die Teilmahme dann immer weniger freiwillig wurde (erzungene “Solidarität”), denn politische Korruption ist die Grundbedingung aller Sozialismen und allen Demokratismus.

Das stimmt nicht. Die Sozialversicherung hat Bismarck 1881 eingeführt, und der war alles mögliche, aber kein Sozialist.


Norbert_G
9.4.2015 10:02
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Das stimmt nicht. Die Sozialversicherung hat Bismarck 1881 eingeführt, und der war alles mögliche, aber kein Sozialist.

Ist bekannt.
Es ging ihm darum, den Sozis die Kontrolle über dieses Machtinstrument (volle Kassen für politische Zwecke zu mißbrauchen) und damit über den Pöbel wegzunehmen. Daß Sozis sofort nach Machtantritt den “Großen Bruder” Staat mästen würden war, ja deren Programm. Somit für micht durchaus verständlich, was Bismarck tat.
ABER – und das wird von Leuten mit Ihrer Argumentation stets übersehen: Er hat nie die Konkurenz, also die freiwillige ständische oder private Altersvorsorge, abgeschafft. Es ging ihm nur darum, daß die Verantwortungslosen, die für Krankheit und Alter nicht vorsorgten, wenigstens eine minimale Absicherung hatten. Sonst wären sie wegen der Rattenfängerei der Sozialisten eine ernste Bedrohung des an sich ziemlich liberalen Staates gewesen.
Zudem war die Pflichtversicherung wirklich minimal und sollte nie pompöser werden, da die Aufgestiegenen sich ja alternativ versichern sollten.
Bismarck wollte mit dieser Maßnahme genau das verhindern, was heute eingetreten ist: die totale Verstaatlichung des ganzen Versicherungswesens. Ich gestehe, ein totales Verbot allers sozialistischen Vereinigungen wäre besser gewesen.

Es ist merkwürdig, wie schlicht binär viele Leute sich die Politik denken, die doch sonst in ihren Berufen ständig mit kompliziertern Gleichgewichtsprozessen und Optimierungen zu tun haben. So sind viele Therapien in der Medizin nichts anderes, als Optimierungen zwischen einem tödlichen Nichtstun oder einen prinzipiell tödlichen Stoff.


Heinz
15.4.2015 18:57
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@Gedöns
Im Artikel steht “Brandsätze auf eine Synagoge geworfen” und nicht “eine Synagoge abgebrannt”.
http://www.taz.de/!154216/
Das ist ja wohl ein wichtiger Unterschied.