Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Feministische Dummheit kontra Intersexuelle

Hadmut
8.11.2014 17:27

Kam gerade ein interessanter Bericht im Ersten unter „W wie wissen”: Eigentlich müsste man Feministen ja als Verbrecher verfolgen. Denn obwohl sie sich ja so gerne als Anwälte der Intersexuellen ausgeben, stehen sich Feminismus und Intersexualität eigentlich diametral und unvereinbar gegenüber.

Es ging um Intersexualität, also Menschen, die mit unklarem oder fehlerhaft ausgebildetem Geschlecht geboren werden. Typisches Beispiel sind Menschen mit männlichen Chromosomen, bei denen die Testosteron-Rezeptoren nicht richtig funktionieren, die also von den Anlagen her ein Mann wären, aber nicht zum Mann werden. Sie hatten auch eine Betroffene, die über ihre Lebensgeschichte erzählte.

Sie haben aber auch erläutert (was ja im Prinzip längst bekannt ist, aber schön, dass sie es nochmal so herausstellen), dass viele Probleme der Intersexuellen darauf beruhen, dass es früher üblich war, solche Kinder einfach in die eine oder andere Richtung zu operieren und einfach als Mädchen oder Junge zu erziehen, ohne ihnen zu sagen, was mit ihnen los ist. Ursache ist eben (vgl. Reimer-Zwillinge), dass man einfach unterstellte, dass das Geschlecht nur anerzogen wäre, und man Menschen einfach zu dem Geschlecht erziehen kann, zu dem man sie operativ verändert hat. Auch in der Sendung wird gesagt, dass das inzwischen längst als falsch bekannt ist, dass diese Ansicht nicht stimmt.

Feminismus beruht aber auf der falschen Ansicht, dass Geschlecht nur anerzogen sei. Also nicht nur auf der als falsch bekannten Ansicht, sondern insbesondere auf der Auffassung, die Intersexuellen soviel Unheil zugefügt hat.

Insofern ist es paradox, dass ausgerechnet die Feministen sich als Verteidiger der Intersexuellen ausgeben, denn tatsächlich beruht der Feminismus elementar auf einer falschen und für Intersexuelle höchst unheilvollen Auffassung, nämlich dass Geschlecht nicht biologisch sondern nur kulturell erzeugt wäre.

Dummerweise reichts bei den Feministen geistig nicht, um den Widerspruch zu kapieren (oder sich daran zu stören), und die Intersexuellen waren bisher auch nicht in der Lage, sich gegen Feminismus zu wehren.

Nachtrag: Link auf die Sendung in der ARD-Mediathek

47 Kommentare (RSS-Feed)

Beifpflicher
8.11.2014 18:03
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Es ist müßig den Feminismus auf innere Inkonsistenzen, Paradoxien und Widersprüchen abzuklopfen, denn er ist ein einziges Konglomerat davon. Da seine infame, narzisstische Intention eine Rosinenpickerei, ene Ver-Sänft-ung der Frau_innen und eine Galeeren-Versklavung der Männer ist, wird jede gerade passende Pseudo-Begründung hergenommen, um seinen Gegnern das Maul zu stopfen. Es ist ihm dabei wurscht, wie abstrus, absurd und widersprüchlich seine „Thesen“ zueinander sind, da es ihm nur um Durchsetzen seiner impertinenten Forderungen geht.
So ist eine der elementaren und dauernd aufscheinenden Paradoxien das mit despotischer Willkür betriebene Hin-und Her-Gespringe zwischen dem Paradigma von angeblicher Gleichheit der Geschlechter und dem der krassen Unterschiede (wobei das männliche, wie zu erwarten, von unheilbarer Inferiorität gezeichnet ist).

So wird einerseits vom Geschlecht als „sozialem Konstrukt“ halluziniert, anderseits mit seltener Gehässigkeit, Häme und Süffisanz die angebliche Minderwertigkeit des Y-Chromosoms diagnostiziert und sein baldiges Verschwinden prognostiziert, oder mit dem Testosteron ein Füllhorn von veritablen Horror-Eigenschaften assoziiert.


iglu
8.11.2014 18:19
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Danke für diesen Kommentar, dass die Hypothese sozial konstruierter Geschlechter Intersexuellen so viel Leid zufügen kann.

Dennoch: Zeigt nicht gerade diese Existenz von Intersexualität, dass es möglicherweise mehr als zwei Geschlechter geben könnte – also Menschen, die weder vollständig Mann, noch Frau sind, sondern irgendwas dazwischen (oder vielleicht sogar etwas ganz anderes)?


Hadmut
8.11.2014 18:30
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@iglu:

> Dennoch: Zeigt nicht gerade diese Existenz von Intersexualität, dass es möglicherweise mehr als zwei Geschlechter geben könnte – also Menschen, die weder vollständig Mann, noch Frau sind, sondern irgendwas dazwischen

Zwei Antworten dazu:

Die erste Antwort ist, dass Intersexualität gerade nicht zeigt, dass Geschlecht kulturell anerzogen ist, denn sonst wären die Leute ja zu Junge oder Mädchen erzogen worden. Es zeigt im Gegenteil gerade, dass es sich nicht erziehen lässt und auch nicht kulturell erzeugt ist. Sonst gäbe es das ja nicht.

Die zweite Antwort ist: Nein, es gibt nicht mehr als zwei Geschlechter. Dass die Ausbildung eines Geschlechts nicht richtig funktioniert (hat), ist ja kein neues Geschlecht. Es ist ja nicht so, dass an der Zeugung eines Menschen nunmehr drei Menschen teilnehmen müssten. Daraus ein neues Geschlecht definieren zu wollen, ist reiner Unfug.

Richtig ist aber, dass es zwischen Mann und Frau nicht nur einen einzelnen Unterschied gibt, sondern da viele Schalter sind, und die Ausprägung eines Geschlechts sehr komplex ist und dabei einiges fehlerhaft ablaufen kann. Es gibt offenbar viele Abstufungen in der Ausbildung zwischen den beiden Geschlechtern, und viele Konstellationen werden als eindeutig (oder unproblematisch) männlich oder weiblich angesehen, während es auch Ausbildungen gibt, die nicht eindeutig und nicht fehlerfrei sind, etwa weil die Ausbildung nur halb funktionierte oder eben Hormonrezeptoren nicht funktionieren. Das macht aber kein neues Geschlecht aus.

Ein neues Geschlecht haben wir dann, wenn irgendwer nachweist, dass Kinder zu zeugen nicht mehr zu zweit geht, sondern drei unterschiedliche Leute daran teilnehmen müssen. (Sowas gab’s tatsächlich mal in einer Folge von Raumschiff Voyager. Bei Raumschiff Enterprise und seinen Ablegern stellt man bemerkenswert häufig gesellschaftliche und gesellschaftskritische Überlegungen an, indem man irgendwo in der Tiefe des Weltraums einfach ein fiktives Volk erfindet, um die Differenzen zur Menschheit exemplarisch zu betrachten.)


George
8.11.2014 18:35
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>Feministen als Verbrecher verfolgen

‘Tschuldigung, Herr Dänisch, das geht so nicht.
Frauen leiden unter Haftstrafen disproportional unzumutbar mehr, man muss da perspektivisch gendergerecht eher auf eine 0%-Quote hinarbeiten:

http://www.washingtonpost.com/posteverything/wp/2014/11/06/we-should-stop-putting-women-in-jail-for-anything/


Hadmut
8.11.2014 18:48
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@George: Wir sind ja schon dabei. Unser feministischer Justizminister Maas will ja gerade den Mordparagraphen umbauen, um die Strafen für Gattenmord an männlichen Gatten drastisch zu reduzieren.


Barbie aus Berlin
8.11.2014 18:57
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Da kann ich dem Beipflichten nur beipflichten. Eine Zusammenfassung von ca der Hälfte dieses Blogs. 😉


Beifpflicher
8.11.2014 19:12
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Biologisches Geschlecht ist primär, kulturell variierende Rollenbilder sekundär. (Sonst gäbe es nicht so viele Analogien über alle Zeiten und Kulturen hinweg.)
Ich denke sogar, dass das Geschlecht nur insofern ein „soziales Konstrukt“ ist, als die Phylogenese des Homo Sapiens in koevolutiver Wechselwirkung, via jeweiliger Rollenbilder die biologisch determinierten Merkmale und Eigenschaften der Geschlechter positiv selektiert hat. Und im Zuge dieser Evolution dürften die biologischen Unterschiede sogar immer prägnanter geworden sein.


Anon
8.11.2014 19:46
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Bei Raumschiff Enterprise und seinen Ablegern stellt man bemerkenswert häufig gesellschaftliche und gesellschaftskritische Überlegungen an, indem man irgendwo in der Tiefe des Weltraums einfach ein fiktives Volk erfindet, um die Differenzen zur Menschheit exemplarisch zu betrachten.

Das ist keine Spezialität von Star Trek. SciFi ist als Prosaform deutlich unterschätzt; als Beispiel sei Der Splitter im Auge Gottes empfohlen. Ansonsten tun sich in Sachen Sozialkritik gerade Stansi?aw Lem und Isaac Asimov hervor.


Owen
8.11.2014 19:59
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>Sowas gab’s tatsächlich mal in einer Folge von Raumschiff Voyager.

bist du dir da sicher?

ich dachte das war in der Serie “Alien Nation”


Hadmut
8.11.2014 20:16
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> bist du dir da sicher?

Ziemlich.

Soweit ich mich erinnere, sind sie auf irgendein freundlich gesonnenes Volk getroffen, das auf den ersten Blick wie freundliche Nachbarn in der Menschheit wirkte, es gab Mann und Frau. Irgendwann kam aber heraus, dass sie da noch ein drittes Geschlecht haben, dessen Angehörige komplett doof gehalten werden, kein Wort sprechen, nur in der Ecke sitzen und im Haushalt gehalten werden, weil sie zur Fortpflanzung eben diesen Dreier brauchen. Es geht nur mit allen drei Geschlechtern zusammen.

Wenn ich mich recht erinnere, sieht Tom Paris das nicht ein und „befreit” eigenmächtig und gegen den ausdrücklichen Befehl Janeways dieses Wesen aus ihrer Gastfamilie, und redet ihm ein, dass es nun frei und gleichberechtigt sei. Es geht aber schief, die Leute aus dem Volk werden stinksauer über die Einmischung und kulturelle Arroganz, die Voyager muss irgendwie abhauen. Dummerweise wird das Wesen (Name weiß ich nicht mehr) des dritten Geschlechts damit auch nicht glücklich, ich glaube, es bringt sich um. Geht irgendwie alles schief und Paris landet degradiert im Knast oder sowas.

Der wesentliche Punkt ist aber, dass sie eben ein drittes Geschlecht haben, und sich dieses eben dadurch qualifiziert, dass es an der Fortpflanzung mitwirken muss, nicht bloß, weil irgendwer gerade mit Mann/Frau unzufrieden ist und andere Kleider tragen möchte.


iglu
8.11.2014 20:18
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@Hadmut

Ich habe nicht behauptet, dass die anderen Geschlechter deswegen sozial anerzogen wären – sie wären ebenso biologisch bedingt. Eine solche Aussage wäre natürlich wohl wissenschaftlicher Unfug.

An deiner Antwort merke ich jedoch, dass du Geschlechter anders definieren würdest als ich. Ich sehe das ein wenig anders: Wenn die Ausprägung nicht eindeutig funktioniert hat, ist haben wir es möglicherweise mit jemandem zu tun, der/die vielleicht weder männlich noch weiblich ist. Wenn ich dich richtig verstehe, willst du definieren:
– männlich: eindeutig männliche Geschlechtsmerkmale und/oder kann mit Frau Nachkommen zeugen
– weiblich: eindeutig weibliche Geschlechtsmerkmale und/oder kann mit Frau Nachkommen zeugen
Dies lässt natürlich Fälle übrig, die sich nicht in dieses Schema einordnen lassen. Dies zeigt, dass das männlich-weiblich-Schema nicht hinreichend überdeckungsvollständig ist. Eine triviale Möglichkeit wäre es, solche Menschen als “drittes Geschlecht” zu definieren (dass dieser und verwandte Begriffe durch Gender & Co gekapert wurden, wollen wir mal beiseite schieben). Allerdings wirkt das für mich eher nach einer “Notlösung”. Ich dagegen definiere “Geschlecht” durch “Ähnlichkeit in Bezug auf geschlechtertypischen Phänotyp”. Hier eine Geschlechter sinnvoll zu identifizieren (z. B. durch sinnvolles Clustering) und die identifizierten Geschlechter auf eine biologisch fundierte Basis zu stellen, wäre also eine Aufgabe für ein medizinisch-biologisches Forschungsprojekt (in dem bitte nur Wissenschaftler und keine Gender-“Forscher” mitarbeiten).

Dass die einzigen *fortpflanzungsfähigen* Geschlechter männlich und weiblich sind, muss ich natürlich ohne Zweifel anerkennen. 🙂


Hadmut
8.11.2014 20:31
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> Dass die einzigen *fortpflanzungsfähigen* Geschlechter männlich und weiblich sind, muss ich natürlich ohne Zweifel anerkennen.

Umgekehrt: Solange zur Fortpflanzung ein Mann und eine Frau genügen (und nichts weiteres gebraucht wird), ist die Zahl der Geschlechter zwei.

Was allerdings zu philosophischen Problemen führt. Denn es gibt inzwischen (gezüchtete, nicht natürlich entstandene) Tierarten, die nicht mehr selbst und ohne Hilfe des Bauern gebähren können und die sich in der Regel auch nicht mehr direkt, sondern über Besamungstechniker begatten. Betrifft zumindest manche Rindersorten, bei denen das Kalb mit dem Flaschenzug rausgezogen werden muss oder nur noch per Kaiserschnitt herausgezogen werden kann.

Da könnte man in gewisser Weise diskutieren, ob der Bauer das dritte Geschlecht zu Kuh und Bulle ist (der allerdings selbst nicht Angehöriger der Art ist).


iglu
8.11.2014 20:18
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Korrektur (Copy & Paste-Fehler):

– weiblich: eindeutig weibliche Geschlechtsmerkmale und/oder kann mit Mann Nachkommen zeugen


C
8.11.2014 20:27
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Hadmut
8.11.2014 20:34
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Oh, ja. Stimmt. Ich hätt schwören können, es wäre Voyager mit Tom Paris gewesen.


michael
8.11.2014 21:25
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Sry, aber gezielt gezüchtete Rindersorten, die nicht mehr alleine kalben können, gibt’s nicht. Wäre ja auch bescheuert…

Tatsächlich ist es ein explizites Zuchtziel (wenn auch nicht das wichtigste), daß Geburten problemlos verlaufen. Schließlich kostet ein Kaiserschnitt ungefähr soviel, wie das Kalb wert ist – und bei Flaschenzügen u.ä. ist das Risiko für Kuh und Kalb recht hoch.

Man kann sagen, daß es da nicht anders als bei Menschen abläuft. Schließlich gibt es da ja auch Hilfsmittel wie Saugglocken oder eben Kaiserschnitte, ohne daß der Arzt damit zum dritten Geschlecht wird.


Hadmut
8.11.2014 21:58
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@michael: Die Rindersorten werden natürlich nicht gezüchtet, um nicht mehr alleine kalben zu können, sondern um möglichst schnell möglichst viel Fleisch zu bilden. Solche Nebeneffekte nimmt man dabei in Kauf.


Svenska
8.11.2014 21:58
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und die Intersexuellen waren bisher auch nicht in der Lage, sich gegen Feminismus zu wehren

Naja, eins der Hauptprobleme mit Intersexualität ist auch, dass es nur sehr wenige betrifft. Du kannst nicht ein paar tausend oder zehntausend Betroffene gegen die (politisch gewollte) marodierende Meute aus hunderttausenden fehlgeleiteten Pseudobetroffenen stellen.

Die mit den richtigen Problemen wollen eigentlich nur ihre Ruhe und ihr Leben leben und haben kein Interesse an großem Geschrei. Bringt ihnen ja doch nichts.


Hank
8.11.2014 22:16
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@Hadmut Bei Voyager gab es die Spezies 8472 und besaß 5 Geschlechter


Hadmut
8.11.2014 22:20
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> Bei Voyager gab es die Spezies 8472 und besaß 5 Geschlechter

Wie konnte ich das vergessen…


Hank
8.11.2014 22:37
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> Wie konnte ich das vergessen…

Ich auch, denn der Doctor bemerkte zum Schluß an, dass er zu gern DABEI wäre, was ja ein Hinweis darauf ist, das die An?ahl der Geschlechter eben auch dieselbe Anzahl an gleichzeitigen Partnern benötigt, wie Du schon oben schriebst.


SwintjeFriss
9.11.2014 0:30
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@Beipflichter

>Es ist müßig den Feminismus auf innere Inkonsistenzen, Paradoxien und Widersprüchen abzuklopfen, denn er ist ein einziges Konglomerat davon. Da seine infame, narzisstische Intention eine Rosinenpickerei, ene Ver-Sänft-ung der Frau_innen und eine Galeeren-Versklavung der Männer ist, wird jede gerade passende Pseudo-Begründung hergenommen, um seinen Gegnern das Maul zu stopfen. Es ist ihm dabei wurscht, wie abstrus, absurd und widersprüchlich seine „Thesen“ zueinander sind, da es ihm nur um Durchsetzen seiner impertinenten Forderungen geht.

Genau diesen Gedanken greifen diese Bilder auf…… http://imgbox.com/g/B5HeuRRrKW


Manfred P.
9.11.2014 2:34
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Ach Leute, wegen Euch mach ich mir jetzt Voyager-Folgen an…


yasar
9.11.2014 9:04
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Apropos Geschlechter im Star-trek-Universum:

http://de.memory-alpha.org/wiki/Geschlecht


yasar
9.11.2014 9:08
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Apropos Rinder die nciht mehr alleine kalben:

Solange es da eine andre Speizies ist, die mithilft, würde ich eher von eienr “Symbiose” als einem dritten Geschlecht reden.

Mensch hilft mit beim Kalben/bei der Fortpflanzng und darf dafür später die Kuh (oder das Kalb) auffressen. 🙂

lks


Owen
9.11.2014 9:38
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>> bist du dir da sicher?
>
> Ziemlich.
>

Ne Ne NE!
Ich habe das jetzt mal überprüft und Du liegst falsch, wikipedia sagt:

“A notable example is that of an Enterprise episode titled “Cogenitor”. In the episode, the Enterprise crews meets a new tri-gendered alien race, and finds out that, according to T’Pol, “tri-gendered reproduction is not uncommon” in the Star Trek galaxy. The “neutral” gender of which the cogenitor is a part produces an enzyme necessary for males and females to reproduce. Despite the crucial function the cogenitor performs, it lives in conditions Tucker believes are akin to slavery. His struggles to get the cogenitor to understand that it can have a more independent life meet with some success, but ultimately the imposition of human, dual-gendered attitudes on the situation merely serve to throw the cogenitor into mental chaos. It ends up committing suicide at the end of the episode.”
http://en.wikipedia.org/wiki/Sexuality_in_Star_Trek#LGBT_in_Star_Trek

das war nicht in Voyager sondern in der neuen enterprise serie.

Ich habe alle StarTrek Episoden von TNG DS9 und VOY mehrmals gesehen und es wäre echt furchtbar wen ich eine vergessen hätte. 😉

Owen


Juergen Sprenger
9.11.2014 11:25
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@Anon

OT: Wem der Splitter im Auge Gottes gefallen hat wird vielleicht auch daran Gefallen finden:

http://de.wikipedia.org/wiki/Roger_MacBride_Allen#Die_Heimgesuchte-Erde-Trilogie

Leider ist der Abschluß der Trilogie seit zwanzig Jahren überfällig.


Manfred P.
9.11.2014 11:54
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@Owen

Wenn ich mich recht entsinne, spielt ENT in einer Zeit, als es die “Prime Directive” noch nicht gab.


RedHead
9.11.2014 12:01
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Interessanter Widerspruch von vielen. So ähnlich sieht es mit der feministischen Haltung zu Transsexualität aus. Feministen meinen es sei eindeutig, dass es sich hierbei um Menschen handelt, die “im falschen Körper” geboren wurden. Folglich haben diese Menschen kein psychisches, sondern ein körperliches Problem und müssten deshalb vom Chirurgen und nicht vom Psychiater behandelt werden. Kann ja sein, ich will mir nicht anmaßen, das zu wissen. Aber wenn man danach fragt, wieso die Hypothese “falscher Körper” gegenüber der Hypothese “psychisches Problem” zu bevorzugen sei (also: womit Feministen rechtfertigen, dies für andere Menschen zu entscheiden und schlauer zu sein als Ärzte und Psychiater), dann bekommt man keine inhaltliche Antwort, sondern wird angefeindet und als Sexist, Rechtsradikaler oder ähnliches beschimpft. Auch hier passt der feministische Standpunkt überhaupt nicht zur Behauptung eines sozial konstruierten Geschlechtes.
Wie soll denn ein Mensch mit männlichen Genitalien, der von klein auf als Mann behandelt wird auf die Idee kommen, sich als Frau zu fühlen und sich entsprechend operieren zu lassen, wenn das Geschlecht anerzogen sein soll und wir den Fall einer psychischen Störung ausschließen? Damit widerlegt die Existenz transsexueller Menschen die feministische Ideologie, was Feministinnen aber nicht davon abhält sich auch als Anwalt Transsexueller aufzuspielen. Ich finde ja den Einsatz gegen die Diskriminierung der Betroffenen gut, aber dazu braucht es nun wirklich nicht diese krude feministische Ideologie.


Emil
9.11.2014 13:44
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@Owen
> das war nicht in Voyager sondern in der neuen enterprise serie.

Genau! “Raumschiff Voyager” ist die Serie mit der weiblichen KapitänIn, die sich mit dem Raumschiff veflogen hat und dann 7 Staffeln lang versucht, wieder nach Hause zu finden. 😉

Wobei wir wieder bei den Themen “Frauen und Technik” und “Frauen beim Militär” und “Frauen als Chef” wären.


tuka
9.11.2014 13:59
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@SwintjeFriss: “Genau diesen Gedanken greifen diese Bilder auf…… http://imgbox.com/g/B5HeuRRrKW

Dem ist nichts mehr hinzufügen. Meine Frau fand Feminismus auch mal gut “man muss doch was für Frauen tun und so ein staatlicher Fond der Frauen hilft, wäre doch auch toll”. Geklickt hat es bei ihr, als ich ihr die Bedeutung erklärt habe:

– Schatz, ab sofort gehst Du arbeiten, ich mache den Haushalt. Aber sieh zu, dass Du genügend verdienst, ich will mein Lebensniveau nicht absenken

– Schatz, mach Dir klar, dass rund 10% meines Einkommens für andere Frauen drauf gehen. Deine Schwestern wollen sich auch was schönes kaufen. Deshalb gibt es für Dich auch nur ein kleines Geburtstagsgeschenk.

– Auf dem Bahnhof. Frage von Frau: “können sie mir mit dem Koffer helfen?” Antwort: “Sie sind doch eine emanzipierte, starke Frau, die keine Hilfe von Männern braucht!”

DAS hilft. Frauen klar machen, dass Feminismus gut für _andere_ Frauen ist.


Hans Georg
9.11.2014 15:16
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Mich erstaunt immer wieder neu, dass du diese Feministen Ernst nimmst.Denen geht es doch gar nicht um Wissenschaft, denen geht es einzig und allein um Macht und dazu wird gelogen und betrogen, dass sich die Balken biegen.Auf solche Luegen darf man gar nicht eingehen, sonst ist man veroren.
Also ich habe mal gelesen, Mao hat diees Problem geloest, in dem er solche Leute weit aufs Land schickt, zum Ackerbau.
Kluge Loesung.


Hadmut
9.11.2014 15:26
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@Hans Georg

> Mich erstaunt immer wieder neu, dass du diese Feministen Ernst nimmst.

Nein, tue ich nicht. Aber das Komplement von Ernst nehmen ist nicht ignorieren.

> Auf solche Luegen darf man gar nicht eingehen, sonst ist man veroren.

Nein. Der Schaden, den sie schon angerichtet haben, beruht darauf, dass zu viele Leute nicht darauf eingegangen sind und sie haben gewähren lassen.

> Also ich habe mal gelesen, Mao hat diees Problem geloest, in dem er solche Leute weit aufs Land schickt, zum Ackerbau.

Ja.

Wäre ich Mao, würde ich genauso handeln. Ich bin aber nicht Mao und kann keine Leute aufs Land schicken. Jedenfalls nicht so, dass sie es auch machen.

Außerdem sind wir hier nicht in Maos China. Es gibt bei uns kein „weit aufs Land” mehr.


dentix07
9.11.2014 15:48
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@ emil
Sorry, aber die Voyager hat sich nicht “verflogen”, sondern wurde über zig Lichtjahrtausende vom “Heimatquadranten” weg geschleudert und versucht nun eine “Abkürzung”, des sonst 70 Jahre dauernden Rückfluges, zu finden. Konnte der Captain nix dafür!

Wens interessiert: Das Thema drei Geschlechter kommt, neben den schon genannten, auch in dem Sci-Fi Roman “Flint von Außenwelt” vor!


CountZero
9.11.2014 17:31
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>Also ich habe mal gelesen, Mao hat diees Problem geloest, in dem er solche Leute weit aufs Land schickt, zum Ackerbau.

“Feministinnen in die Produktion!”

Mein Kampfruf seit Monaten :-9. In meiner dreckigen Phantasie stelle ich mir vor, wie Lann Hornscheidt, Manuela Schwesig, Elisabeth Tuider und Judith Butler einen Bauernhof in der Eifel bewirtschaften müssen… 🙂


Manfred P.
9.11.2014 18:19
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@dentix07

Was aber direkt die Frage aufwirft, ob Janeway nur wegen der Quote Captain der Voyager wurde… 😉


Manfred P.
9.11.2014 18:22
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@CountZero

Die würden sofort nach der Quote schreien und die Männer die Drecksarbeit machen lassen… so wie im richtigen Leben


Mirco
9.11.2014 21:11
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Zu verdrängen eine Folge von der üblen ENT-Serie gesehen zu haben und sie einer anderen Serie zuzuschreiben ist absolut entschuldbar.

Abgesehen davon reagieren Trekkies äußerst aggressiv, wenn man sie korrigieren muss. Einmal habe ich einem Vorsitzenden und seinem Anhang von einem Trekkie-Verein berichtigt, als es um etwas inhaltliches in einem alten Star Trek Film ging. Der war darauf total erboßt und wettete mit mir ein Monatsgehalt darüber das er doch Recht habe. Als ich ihm dann die Referenz dazu zeigte, war er nur still und ich habe nie Geld erhalten. Trekkies sind im Grunde dumme verschrobene Esoteriker, denen man wie Feministen besser aus dem Weg geht. Ein anderesmal bin ich einem Solchen begegnet, der meinte die Technik aus Science-Fictions werde uns nur vorenthalten. Mit solchen Typen dann vielleicht über die Unmöglichkeit der Mondlandung zu diskutieren, ist so schmerzhaft wie mit Kreationisten zu diskutieren. Denen fehlt einfach zu viel Wissen. Die glauben jeden Scheiß.


T.R.E.Lentze
9.11.2014 23:13
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“Feminismus beruht aber auf der falschen Ansicht, dass Geschlecht nur anerzogen sei.”

Das ist definitiv falsch. Es sind die Genderisten, die das behaupten. Gut, die Identitäts-Feministen gehören mit dazu.

Differenzfeministen – unter ihnen ist Antje Schrupp z.Z. recht populär – betonen jedoch gerade die (absolute) Unterschiedlichkeit der Geschlechter. Und zwar nicht im Sinne einer Komplementarität, sondern vielmehr im Sinne einer Überlegenheit des Weibes. Also falsch herum.

Bitte beachten: Der Feminismus kennt verschiedene Spielarten, die sich gleichwohl gut kategorisieren lassen. Siehe hierzu:

http://mann-pass-auf.de/mpaFormenkreis.php


Hadmut
10.11.2014 2:28
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> T.R.E.Lentze:

> Differenzfeministen – unter ihnen ist Antje Schrupp z.Z. recht populär – betonen jedoch gerade die (absolute) Unterschiedlichkeit der Geschlechter.

Aber nicht in Ablehnung von Genderismus, sondern eher in der Auffassung, daran irreparablen Schaden genommen und einen Entschädigungsanspruch gegen die Gesellschaft zu haben. Man sollte sich da aber nicht an der Schrupp orientieren, denn die ist selbst im Feminismus nicht massgeblich. Außerdem blubbert sie selbst für eine Feministin außergewöhnlich dummes Zeug.

Zudem beruhen die derzeitige Politik und die feministischen Forderungen auch kaum auf einem Differenzfeminismus, sondern auf Genderismus. Das politische Thema lautet Gender Mainstreaming. Differenzfeminismus steht nicht auf der Tagesordnung.


CountZero
10.11.2014 9:28
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@.Manfred P
> Was aber direkt die Frage aufwirft, ob Janeway nur wegen der Quote Captain der Voyager wurde…

Worauf Du Dich verlassen kannst! Man braucht sich nur die Crew der Voyager anzuschauen, wo das schlechte Gewissen der Drehbuchautoren und Produzenten um ihre Erbschuld als WHM kaum klarer zu Tage treten könnte.


BRD
10.11.2014 9:35
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Differenzfeminismus war m.E. auch nur eine Durchgangsstation in dem Sinne, dass er in einer verstümmelten Form, für die positive feministische Außendarstellung, genutzt wurde.
Frauen sind: sozialer, gefühlvoller …
Dass Männer dies alles nicht wären und sich deshalb zurückziehen sollten (<- oder zum Teufel gehen, bei extremen Versionen), wurde weggelassen.

@Hadmut „Außerdem blubbert sie selbst für eine Feministin außergewöhnlich dummes Zeug. “

Schrupp macht es aber immerhin so, dass viele sich täuschen lassen und sie für eine nette Frau halten.
Aufklärung tut Not:
http://gedankenweber.wordpress.com/2014/09/23/ein-kommentar-zu-manner-und-feminismus/


T.R.E.Lentze
10.11.2014 11:17
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@ Hadmut: “Das politische Thema lautet Gender Mainstreaming. Differenzfeminismus steht nicht auf der Tagesordnung.”

Das ist an sich richtig.

Daraus sollten wir aber nicht voreilig schließen, daß der Differenzfeminismus (= Frauen seien das eigentliche, wahre, überlebenswertere Geschlecht) nicht untergründig virulent sei. Die politisch gefährlichsten Ideen sind gerade die, welche – zunächst – nicht unmittelbar artikuliert werden.

Es sollte zu denken geben, daß opportunistisch argumentiert wird. Das heißt: Je nach nachdem, wie es günstig ist, wird wahlweise die Gleichheit oder die Verschiedenheit betont. Das gilt oft selbst für die genderistische Diskussion. Und übrigens folgt es auch aus der Meldung, auf die du deinen Artikel begründest. Wir werden hier ständig mit Ungereimtheiten konfrontiert.

Und nochmals zur vermeintlichen Irrelevanz des Differenzfeminismus: Martina Schäfer in ihrem Buch “Die Wolfsfrau im Schafspelz” (Sphinx-Verlag, 2001) weist hin auf die ungeheure Auflagenzahl von Büchern wie “Die Wolfsfrau” von Clarissa Pinkola Estés.

Der Genderismus bzw. Identitätsfeminismus steht nur deswegen so sehr auf der politischen Agenda, weil er zu langweilig und unlogisch ist, um als Bettlektüre zu dienen. Er ist das formale Gerüst, das vom Frauen-sind-besser-Feminismus ausgefüllt wird.


Beipflichter
11.11.2014 20:24
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Feministisches Credo ist ganz leicht in folgenden ironische Sentenz zu giessen:

Es gibt überhaupt keine Geschlechter, das ist alles nur soziales Konstrukt und repressiver Konsens.
Nur das haben die primitiven, retardierten, dumpfbackigen Chromosomen-Krüppel von Männern noch nicht mitgekriegt, oder sie ignorieren es perfide in ihrer sexistischen, patriarchalischen, testosterongefüllten Bösartigkeit


Gast$FF
12.11.2014 1:03
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@CountZero:

“Man braucht sich nur die Crew der Voyager anzuschauen, wo das schlechte Gewissen der Drehbuchautoren und Produzenten um ihre Erbschuld als WHM kaum klarer zu Tage treten könnte.”

Voll zugestimmt. Genau das war damals auch mein allererster Gedanke, als Voyager zum ersten mal über die Röhre flimmerte.

Ansonsten denke ich, dass Kommentator .Manfred P mit

“Was aber direkt die Frage aufwirft, ob Janeway nur wegen der Quote Captain der Voyager wurde…”

eine gänzlich falsche Frage aufwirft. Mal abgesehen davon, dass der Begriff der “Quote” bereits lange vor Gründung der Sternenflotte durch den besser managementkonformen Begriff “Diversity Target” ersetzt wurde, hatten wir diese Fragestellung ja schon Anfang des 21. Jahrhunderts weit hinter uns gelassen. Quote war klar. Viel interessanter ist doch die Frage, wie die Sternenflotte die Position eines Captains dieser Raumschiffklasse und seinen Aufgabenbereich ausgestaltet hatte, damit alle Frauenfördermaßnahmen und Quotendurchsetzungsmaßnahmen nachhaltig wirksam wurden, und die Janeway tatsächlich auch Captain der USS Voyager blieb. Motto: Don’t fix the women, fix the Starfleet. “Work-Life Balance”, “Anwesenheitskultur”, “Erreichbarkeitswahn”, “Social Freezing” und “Kita an Bord” sind da die Schlagworte. Und hatte das Flottenkommando auch die Weisung des Föderationsrats umgesetzt, mittels geeigneter Diversity-Kulturwandelprogramme und Gender-Training für die Offiziere (“… ist militärische Notwendigkeit”, “… können nicht auf 50% der Talente verzichten”, “Fachkräftemangel” usw. usw.) bei der Besatzung die notwendige Akzeptanz für die Captain-Quote herzustellen? Hatte das Flottenkommando dazu den theoretischen Unterbau von McCentauri Consulting und anderen wissenschaftlichen Gender-Beratungsinstituten bereiten lassen?

Das sind doch die entscheidenden Fragen. Ich finde, die Drehbuchautoren der Serie haben da so einiges an Möglichkeiten ausgelassen.


Gast$FF
12.11.2014 1:10
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Nochmal @CountZero:

In meiner dreckigen Phantasie stelle ich mir vor, wie Lann Hornscheidt, Manuela Schwesig, Elisabeth Tuider und Judith Butler einen Bauernhof in der Eifel bewirtschaften müssen…

Pfui, wie schändlich. Ich stelle mir vor, wie sie im Hitzevollschutzanzug in einem chinesischem Stahlwerk am Hochofen das Roheisen abstechen müssen. 😉


CountZero
12.11.2014 10:04
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@Gast$FF:
> “Diversity Target”

Sehrgut! Werde ich mir merken!

> wie sie im Hitzevollschutzanzug in einem chinesischem Stahlwerk

Die ha’m da Hitzeschutzanzüge?? 😀