Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Unter -19 Grad dröhnt’s nicht mehr…

Hadmut
17.10.2014 11:58

Herrje. Soll auf 5000 Meter fliegen und verträgt keine Kälte.


19 Kommentare (RSS-Feed)

Missingno.
17.10.2014 12:38
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Minus 19 Grad? Die kann es in einem strengeren Winter sogar in Deutschland am Boden haben. Aber wahrscheinlich hat man voll auf die globale Erwärmung gesetzt. Könnte man “Luna” nicht mit wärmenden Fell (und Glitzerfolie zur Radar-Streuung) bekleben?


Dr. Azrael Tod
17.10.2014 12:57
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ach das ist doch garnicht so schlimm!

Die Troposphäre wird nur in geringem Maße direkt durch Sonnenstrahlen erwärmt. Der größte Teil der Wärme wird vom Erdboden aufgenommen, weswegen die Lufttemperatur im Schnitt um etwa 6,5 °C pro Kilometer Höhe abnimmt

Macht bei 5000m Höhe ca. 32K Temperaturunterschied.
Bedeutet dass man einigermaßen sicher ist, so lange die Temperatur am Boden nicht unter Zimmertemperatur fällt.

Kann man also prima in allen Ländern einsetzen die typischerweise keine Heizungen in ihre Häuser bauen. Genau die gewünschte Zielgruppe!


Andreas
17.10.2014 13:40
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Mit der Kälte (besonders im Osten) hatten deutsche Armeen schon oft ihre Schwierigkeiten. Schön zu sehen, dass sich manche Dinge nie ändern.


quer
17.10.2014 13:44
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Die BW-Leitung mit ihrer Söldnertruppe hat wohl insgesamt bei der Materialbeschaffung auf “Erderwärmung” gesetzt. Sie folgte damit vertrauensvoll jener Schauspielerin – die derzeit den Bundeskanzler gibt – in ihrer Behauptung, das “Weltklima” bis auf genau 2 Grad justieren zu können. Möglicherweise hätte eine Schadenersatzklage gegen Erika sogar Erfolg. Es stellt sich auch die Frage, ob mit einem solchen Schrott nicht das dort angebrachte Feldzeichen verhöhnt werden soll.


Claus Thaler
17.10.2014 13:56
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Dann müssen sie diese Dinger halt notgedrungen mit von der Leyen bemannen (bzw. befrauen). Unsere Uschi erzeugt genug heiße Luft, damit da selbst bei sibirischen Temperaturen nix gefriert.


maSu
17.10.2014 14:07
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Guckt man zB bei Wikipedia nach “Atmosphärischer Temperaturgradient”, dann steht da: pro Kilometer Höhe nimmt die Temperatur etwa um 6°C ab (Mittelwert, blablub, nehmen wir mal der Einfachheit halber -6°C/km an).

Die arme Drohne soll nur auf 3000m-5000m fliegen.
3km x -6°C/km = -18°C
5km x -6°C/km = -30°C

Labern unsere Medien wieder Dünnpfiff?!

Was meinen die in dem Artikel bitte? -19°C Bodentemperatur oder -19°C Außentemperatur beim Fliegen? Der zuerst genannte Wert macht wenige Sinn, da die -6°C/km nur ein Mittelwert sind, es also zu erheblichen Schwankungen kommen kann und man so ein auch erhebliches Temperaturfenster als Sicherheit bedenken muss. Kann ja nicht sein, dass die Drohne einmal kurz in eine kalte Luftströmung kommt und dann wie ein Stein vom Himmel fällt.
Der zweite Wert macht aber noch weniger Sinn, denn dann könnte die Drohne selbst in Deutschland fast nur im Sommer eingesetzt werden.

Ich tippe also mal darauf, dass unsere Journalisten einfach nur dumm und unpräzise sind und man die Bodentemperatur meint, weil kein Ingenieur mit auch nur einer einzigen Gehirnzelle eine Drohne konstruieren würde, die bei -19°C Außentemperatur abstürzt.
Aber die Ingenieure waren so oder so nicht intelligent:

Auf 3000m haben wir also -18°C höhenbedingten Temperaturabfall. Am Boden haben wir dann -19°C, runden wir mal auf und sagen: Die Drohne hält bis zu -40°C aus. Dann runden wir noch auf -50°C auf, um etwaige Temperaturschwankungen auszuhalten (die -6°C/km sind ein Mittelwert), schließlich soll die Drohne nicht bei einem bei einer Kaltfront plötzlich abstürzen.

Welcher denkende Mensch baut eine Drohne die nur bis -50°C flugfähig ist?! Okay anders gefragt: Welcher denkende Mensch gibt eine solche Drohne in Auftrag?!
War das zufällig zu einer Zeit, in der man glaubte, der Russe wäre jetzt der Gute und man müsste nur noch über dem bösen Moslem in der Wüste fliegen?! Gut und Böse wechselt wohl zu schnell.

Über Deutschland könnte die Drohne auch kaum die 5km Flughöhe erreichen. Denn bei angenommenen -50°C als Belastungsgrenze, -10°C eingeplanter Toleranz, -30°C bedingt durch die Flughöhe, wäre schon bei etwa -10°C Bodentemperatur nur noch mit eingeschränkter Flughöhe zu arbeiten.
-10°C kommt auch in Deutschland vor.
-20°C auch durchaus.

Lange rede kurzer Sinn:
Unsere Bundeswehrdrohnen sind nichts anderes als teure Modellflugzeuge und unsere Bundeswehr ist nichts weiter als ein Modellflugzeugverein.

Nur das sich jeder Fan von Modellflugzeugen schämen würde, so einen Schrott starten zu lassen.

Wurde für diese dumme Fehlinvestition irgendwer entlassen?! Oder machen diese inkompetenten Typen da munter weiter? Erinnert mich an die Bahn, die Temperaturen von über 30°C für unmöglich hält, hatten wir noch nie! Niemals!


Knut
17.10.2014 17:18
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Ich hoffe mal, dass das ein echt deutscher Scherz ist.

Wahrscheinlich hat keiner eine Zulassung für weniger als -19 Grad beantragt. Dann darf man da natürlich auch nicht fliegen.


Noob
17.10.2014 17:41
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Sind die Eurofighter nicht auch Temperaturempfindlich? Die konnten doch nicht bei >30°C oder so fliegen.

PS: Nein, daß war kein Hinweis, daß die Eurifighhter dort funktionieren könnten 😛


Stefan H.
17.10.2014 18:28
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Naja die Drohne bekommt die Probleme ja durch Vereisung und für Enteisung braucht man Energie -> deutlich kürzere Laufzeit.

Find ich jetzt nicht soooo schlimm.


Elli
17.10.2014 22:25
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@ maSu @ Alle Schlaumeier hier

Drohnen sind keine Satliten!!!

Und auch keine U2! Und auch ein Eurofighter!

Was denken sie eingentlich wie hoch eine Drohne fliegen muss! Was macht denn eine (30kg!)Drohne!

Kampf Luft – Luft (derzeit gegen andere Drohnen)
Kamfp Luft – Boden
Nahfeldüberwachung

Schon mal dran gedacht das man mit den Optics einer 30kg Drohne nichts mehr sieht wenn man 5 Kilometer oben ist?!?

Es wäre mal besser sie würden unsere Truppen hier nicht so verunglimpfen! Auch wenn sie derzeit schlecht dastehen, so kämpfen sie doch für uns! Unsere Tuppen haben unseren, auch ihren, Respekt verdient – immerhin geben sie uns ihn bedingungslos!

Schreiben Sie sich das mal hinter Ihre Löffel!


quer
18.10.2014 9:10
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“Unsere Tuppen haben unseren, auch ihren, Respekt verdient – immerhin geben sie uns ihn bedingungslos!”

Früher, als es noch die allgemeine Wehrpflicht gab und ausschließlich Bio-Deutsche für dieses Land die Uniform trugen, da hätte ich diesem Satz ohne Vorbehalt zugestimmt. Jetzt aber haben wir es mit angeworbenen Söldnern zu tun. Darunter nicht wenige, die sich nicht darauf berufen können/wollen, das Land ihrer Väter, ihrer Kultur und Geschichte (jenseits von 12 Jahren) zu verteidigen.

Sowas flößt eher Angst, Mißtrauen, zumindest aber Skepsis aus. “Respekt” ist das am meisten mißbräuchlich angewandte Wort dieser Zeit. Ob solche Truppen tatsächlich “für uns”, für mich kämpfen, wird sich erst noch herausstellen. Anschließend kann man über “Respekt” reden; – wenn sie sich den erworben haben.

“Schreiben Sie sich das mal hinter Ihre Löffel!”


Michael
18.10.2014 9:24
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Nein, das ist schon richtig so. Wie immer können normal denkende Menschen sich nicht in Apparatschniks versetzen. Die denken so.

Muselstan* hat immer genügend heiss, jahrein jahraus. Und bei uns gibt es nur dann Demos, wenn das Pack (egal welches) nicht an den Ranzen friert. Somit sind die -19° vertretbar.

*Da ist klar MENA (Maschrek, Maghreb) gemeint.


Missingno.
18.10.2014 10:54
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Was hat denn die Drohne für eine Bewaffnung? Einen rosa Wattebauschwerfer? Und die verbaute Optik taugt auch nichts? Na dann sollten wir wirklich respektvoller gegenüber der Bummdeswehr sein. Damit sie uns voller Respekt am Hindukusch verteidigen kann.


Heinz
18.10.2014 11:46
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@Elli
> Auch wenn sie derzeit schlecht dastehen

“derzeit” ist gut

> so kämpfen sie doch für uns!

natürlich…

> Unsere Tuppen haben unseren, auch ihren, Respekt verdient

Nein, den müssten sie sich verdienen, sie fordern ihn nur, ähnlich wie die Quotenfrauen “ihren” Teil der Posten fordern.

> immerhin geben sie uns ihn bedingungslos!

nein


welf
18.10.2014 12:58
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@Elli: Wofür “unsere” Truppen kämpfen, bestimmt immer noch die Regierung, und das ist leider nicht immer für uns. Auch geben sie uns nichts bedingungslos, sondern werden dafür bezahlt.


Slartibartfast
19.10.2014 9:49
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Grundsätzlich halte ich es mit maSu:

“Ich tippe also mal darauf, dass unsere Journalisten einfach nur dumm und unpräzise sind ”

Vermutlich ist _irgendein_ Bauteil verbaut, für das der Hersteller nur eine Funktion bis -19 C (am Boden?) garantiert. Das ist vermutlich nicht einmal das Triebwerk oder etwas anders essentielles, sondern eine Status-LED oder was-weiß-ich.
Das schränkt natürlich die Funktion _aller_ Subsysteme auf bis -19 C ein… ob das aber i.A. zu einem Absturz führt oder nur zum potentiellen Ausfall der internen Status-LED?


ein anderer Stefan
19.10.2014 20:45
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Ah ja – n-tv beruft sich auf einen Artikel der “Bild”, wonach die Drohne im Winter nicht fliegen kann. Total seriös, so ne Bild-Meldung. Demnächst berichtet die Bild noch, dass die Bundeswehr ne richtige Armee und UvdL kompetent ist, und alle glaubens.


Dirk S.
20.10.2014 13:03
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Die “Luna” ist ein Kleindrohne und für die taktische Gefechtsfeldaufklärung vorgesehen. Die fliegt eigentlich nur wenige hundert Meter über dem Boden, die Spezifizierung für 5000 Meter bezieht sich dann eigentlich auf Bodenhöhe plus Flughöhe kleiner 5000m über Normal Null. Das dürfte eher mit dem Auftrieb der Tragflächen zusammenhängen als mit der Temperatur. In der Ukraine wird die viellicht auf 1000m über NN eingesetzt, in die Nähe der 5000m war die allenfalls in Afghanistan. Und im Normaleinsatzbereich dürfte die auch nicht sehr nah an die -19°C kommen und bis zum Winter wird die Ukraine-Kriese auch beendet sein. (Schon allein weil DE das russische Gas braucht, hier will keiner wegen der Ukraine frieren. Außerdem ist bis dahin die Krim völlig in Vergessenheit geraten.) Zumal die -19°C-Geschichte wohl eher bedeutet, dass die bis zu dieser Temperatur getestet wurde, kälter kostet schließlich auch mehr Geld, was die BW wohl nicht ausgeben wollte. Ist halt eine Schönwetterdrohne, so wie bei deutschem Militärmaterial es Tradition ist. 😉

Traditionelle Grüße,

Euer Dirk


Stürgel
24.10.2014 10:41
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Die FAZ hat die grundlegenden Probleme zumindestens unterbewusst erkannt: http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/matrialmaengel-bundeswehr-ueberprueft-triebwerke-der-nh90-hubschrauber-13227307.html

Man schaue sich den Titel () der Seite an.