Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Der arme Udo Jürgens

Hadmut
17.10.2014 18:03

Gottogott. Das hat der nicht verdient.

Ich habe gerade im ZDF eine Ankündigung gesehen. Udo Jürgens wird 80, und da machen die eine Gala, auf der alles, was sich nicht abhalten ließ, kommt und eines seiner Lieder singt.

Der arme Kerl muss dabeisitzen, mitanschauen, wie ein Lied nach dem anderen von irgendwelchen Heinis vergewaltigt wird, kann sich nicht wehren, und muss obendrein auch noch gute Miene zum bösen Spiel machen und so tun, als würde er sich freuen.

Der arme Udo Jürgens. Nee, das hat der nicht verdient…


24 Kommentare (RSS-Feed)

der eine Andreas
17.10.2014 18:21
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Na ja, soo schlimm wird es nun auch wieder nicht:
http://www.zdf.de/udo-juergens-mitten-im-leben/geburtstagshow-fuer-udo-juergens-35201466.html

keine Cindy aus Marzahn, kein Pocher, … 🙂


Der Stadtfuchs
17.10.2014 18:47
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Doch.


Striesen
17.10.2014 19:29
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Doch, hat er:

“Der Mann ist das Problem

Das ist nun mal die Wahrheit,
Er ist der Fehler im System,
Der Mann
Ist das Problem”

http://www.udojuergens.de/lied/der-mann-ist-das-problem

Nachtragend und aufrechnend wie ich bin, gönne ich ihm das. So.


Heinz
17.10.2014 19:58
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Udo Reiter (erster Intendant des MDR, sollte bei einer Gala geehrt werden) wußte, wie man sich dem entzieht.


quer
17.10.2014 20:53
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Naja, der Udo hat das schon verdient. Und sei es wegen etlicher politischer Zeitgeistliedchen, die er verbrochen hat. Man denke nur an “Tante Emma Laden”. Dort hat er sich zudem noch als Blödmann geortet. Schlimm.


Elli
17.10.2014 22:16
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Der Typ ist doch sowieso so 1960… soll sich in seine Generation zurückscheren!

Solche Typen wie ihn hasse ich! Ihre beknackte stehengebliebene Entwicklung die heutzutage nur Schande und Leid bereitet… bestenfalls ein Femdschämen. Er ist nicht nur zum anekeln sondern gefährlich obsolet.

Das das ÖR so nen Wahnsinn noch zelebriert… zeigt nur das deren Grenzdebilität genauso gefährlich von gestern ist, angesichts neuer aktueller Gefahren und Bedrohungen unserer aktuellen Zeit.

Daher versagen sie auch so Konsiquent an Objektivität um Russland, Ukraine, Syrien, Lybien, Serbien, Iraq, Iran, Georgien, Einwanderungsproblematiken, Fudamentalistische Religionen und BinnenWirtschaft und Ebola.

Klar… wenn man noch geistig in den 1960er Jahren stehen geblieben ist, wo Milch und Honig floss und man selbst sein größter Feind gegen Russland war…


Name
17.10.2014 23:02
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geortet. Ja nee is klar.


Klaus
18.10.2014 1:24
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Er hat sich an die Musikmafia verkauft. Jetzt muß er sehen, was er davon hat.


Bärle
18.10.2014 1:40
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Der Mann ist das Problem – Der Chanson ist schieres Vorurteil. So fällt Mann anderen Männern in den Rücken, damit ein paar Muschis mehr seine Scheibe kaufen.
Dafür ist die Strafe zu seinem 80. noch eine Belohnung. Und ohne Knete geht der lila Pudel eh nicht davon.


Michael
18.10.2014 7:54
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Also dieses Lies ist ja die Höhe. Man stelle sich vor:

Die Frau ist das Problem…

..und man sänge über die Probleme, die entstehen, wenn unkoordiniert an Institutionen gesägt wird.


Emil
18.10.2014 8:55
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@Elli
> Der Typ ist doch sowieso so 1960… soll sich in seine Generation zurückscheren!

Wenn der Typ im Rentnerkanal ZDF auftritt, dann sitzt genau seine Generation vor den Bildschirmen. Besser kann er sein Zielpublikum doch gar nicht ansprechen.

> Solche Typen wie ihn hasse ich! Ihre beknackte stehengebliebene Entwicklung …

Wenn du wirklich beknackte, stehengebliebene Typen sehen willst, musst du dir nur die Rapper und Hip-Hopper in den Musikkanälen für unsere Jugend anschauen. Dagegen betreibt Udo Jürgens anspruchsvolle Kunst.


Horsti
18.10.2014 9:27
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Ob er es verdient hat oder nicht, darüber läßt sich sicherlich streiten.
Ich mag seine Stimme, seinen Sozialkitsch mag ich nicht. Aber ok, er lebt seit Jahrzehnten prima davon, daß die Leute ihm abkaufen, er wäre links. Hat ihm sicher auch das ein oder andere erotische Abenteuer eingebracht.
Die Show gucke ich mir trotzdem nicht an, schaue seit Jahren kein Fern mehr.


varnish the danisch
18.10.2014 12:32
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“Der arme Kerl muss dabeisitzen,”

Wieso muss, vielleicht wollte er?


Leser
18.10.2014 13:32
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Zu diesem dümmlichen Männergebashe kommt zu guter Letzt noch dies hier:

http://www.schlagerplanet.com/news/aktuelle-nachrichten/udo-juergens-fordert-frauenquote-in-der-politik_n4472.html

Dieser Trottel hat sich selbst erledigt.


Hans Georg
18.10.2014 14:58
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Elli
“Der Typ ist doch sowieso so 1960… soll sich in seine Generation zurückscheren!
Solche Typen wie ihn hasse ich! Ihre beknackte stehengebliebene Entwicklung die heutzutage nur Schande und Leid bereitet… bestenfalls ein Femdschämen. Er ist nicht nur zum anekeln sondern gefährlich obsolet. Usw.Usw.”

Weisst du Elli, eigentlich passt du sehr gut in diese Welt des Kalten Krieges der 50er Jahre. Die haben auch so gedacht wie du. Haargenau. Glueckwunsch fuer deinen Altersrassismus und Menschenhass. Ja, du bist die Generation von morgen, ich glaube morgen werden alle ueber 25 dazu genoetigt freiwillig den Suizid zu begehen weil sie zu alt und beknackt geworden sind. Also, bis dann, auf dem Friedhof!


dentix07
18.10.2014 17:24
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Bin beileibe kein Jügens-Fan, aber Lieder wie “Merci Cherie”, “Griechischer Wein”, “17 Jahr, blondes Haar”, “Aber bitte mit Sahne”, “Ein ehrenwertes Haus”, “Mit 66 Jahren”, “Ich war noch niemals in New York” u. a. + z.B. die Titelsongs von “Es war einmal! Der Mensch” (Tausend Jahre sind ein Tag) und den deutschen Tom und Jerry Folgen (Vielen Dank für die Blumen) sind sicher weitaus besser als der sonstige Schlagereinheitsbrei ala Siegel!

Kann mir nicht helfen, aber irgendwie hab’ ich das Gefühl das Lied (Der Mann ist das Problem) ist tatsächlich Satire. Beim offiziellen Video ist am Anfang der Titel schon falsch geschrieben (Prolbem, statt Problem), der angebliche “Luftpirat” sieht aus wie ein Flugkapitän, am Ende (und am Anfang)sitzt wer vorm Klavier und wer hat den Song (auch im Video) geschrieben, ein Mann, + der Anklang klassischer Musik am Ende (Beethoven, Bach?, Männer!)
Dazu die schier aberwitzige Anhäufung von durch “den Mann” verursachten Problemen, die allein durch diese Anhäufung unglaubhaft wirkt, und die Zeile “Doch die Frauen lieben ihn trotzdem”, die, von der Bedeutung und der Art wie sie gesungen ist, der Aussage des Titels widerspricht. (Obendrein noch ‘ne Falschaussage im Text, denn a. war Fukushima kein Super-Gau und ist b. von Naturkräften ausgelöst worden, NICHT “Vom Mann”!)
Ich meine, er hat einfach die üblichen und verbreiteten Femi-vorwürfe aufgegriffen und so konzentriert, daß deren Absurdität erkennbar wird, bloß das merkt man nicht sofort!


quer
18.10.2014 18:00
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@dentix07,
politisch Lied = garstig Lied. Zu solchen dem Zeitgeist hinterherhechelnden Liedchen gehören “Griechischer Wein” (hier sollte Mitleid mit der Freiwilligkeit von auswärtiger Arbeit geheuchelt werden), “Ein ehrenwertes Haus” (um die Deutschen als Spießer vorzuführen und die Auffassung der Grünen von “Familie” zu stärken).

Der mißglückte “Tante Emma Laden” (gegen die Macht der Handelsketten) ging gründlich daneben, d.h., ging nach hinten los. Hier outete sich der Sänger ganz nebenbei auch noch als Blödmann. Wäre ich der Autor/Sänger, dann zöge ich dieses Machwerk aus schierer Selbstachtung zurück und verböte jede weitere Ausstrahlung.

Andere Werke sind durchaus von bleibender Qualität. Aber kleine Teile des Gesammten schädigen dennoch bleibend den Ruf.


Beipflichter
18.10.2014 20:11
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Habe spätestens seit dem Erlernen eines Instruments, verbunden mit persönlich Interesse in Musiktheorie, bzw. etwas Beschäftigung damit, erkannt, welch trivialer, banaler Schmarrn, (simple Kadenzmusik) die ganze U-Musik ist.
(Und durch allmähliches Loslösen von dem Herdenzwang zum typischen bundesdeutschen Pop-Fan-Lolly zu werden)
Sowohl die aggressive, grosskotzig-wichtigtuerische, laute, angeberische, angloamerikanische Rockmusik, als ein Spektrum-Ende, als auch die kitschigen, sentimentalen, platten Schlagertrallalas am anderen, gehen mir schon seit Beginn des „Tren-Alters“ am Südpol vorbei.
Dennoch war mir früher dieser H. Bockelmann noch relativ sympathisch im Vergleich zu den übrigen Schlager-Fuzzis_Innen. – Das aufgrund seiner früher rel. vernünftigen Auslassungen und einer rel. gescheiten Diktion. –
Sollte der indes neuerdings zum Lila Pudel mutiert sein, so kann ich hier nur meine volle Abscheu und Verachtung gegen diesen Zeitgenossen aussprechen.
(Selbst, wenn das keine Sau interessiert)


Action Jackson
20.10.2014 9:49
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Ja, hoffentlich rafft sich der Tom (Angelripper) nochmal auf und performt “Aber bitte mit Sahne”. Das würde den Udo sicher freuen 🙂


Claas
20.10.2014 11:26
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Leute, er ist 80 Jahre alt.

Er war/ist Schlagersänger, nicht Kulturphilosoph, nicht Psychologe.

Was, um alles in der Welt, erwartet Ihr eigentlich?

Ihr wollt doch wohl nicht im Ernst behaupten, dass JEDE Eurer Arbeiten so großartig war, dass sie die Menschheit epochal vorangebracht hätte ??

Also, stellt nicht an Andere Ansprüche, die Ihr selbst sicher auch nicht erfüllen würdet.

Und die Sache mit dem “Mann”, meine Güte, so ein kleiner Aussetzer hier und da unterstreicht doch nur die Qualität von, ja, z.B. “New York”


Dirk S.
20.10.2014 12:20
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@ Emil

> Dagegen betreibt Udo Jürgens anspruchsvolle Kunst.

Nein. Udo Jürgens dürfte diverse Songwriter und Komponisten beschäftigen und spricht ein anders, älteres Publikum an. Wer Udo Jürgens mag, kann mit Eminem oder Manowar nichts anfangen. Andersrum genauso. It’s show-buisness. Und egal was die Künstler öffendlich sagen (oder singen), es muss nicht ihre wirkliche Meinung sein. Die spielen eine Rolle in der Öffendlichkeit, das ist alles. Wobei natürlich Deckungsgleichheit von Meinung und Rolle vieles vereinfacht…

Öffendliche Grüße,

Euer Dirk

PS: Die Teilnahme an seiner eigenen Gala wird ihm finanziell nicht geschadet haben. Eher den Zwangsabgabenzahlern.


kapeter
24.10.2014 12:22
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@Dirk, eben drum. Wenn der da bei der Gala rumsitzt und sich das alles reinzieht, dann hat das schon seine Gründe. Eitelkeit, Nostalgie, $. Er hätte ja auch ablehnen können. Tut er aber nicht.


Fritz
27.10.2014 6:19
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@Dirk
Bildung schadet nicht.
http://de.wikipedia.org/wiki/Udo_J%C3%BCrgens
Herr Bockelmann hat den Grandprix Chanson mit selbstkomponiertem Lied gewonnen, in einer Zeit, als Fernsehen das überragende Massenmedium war.
Hat über 1000 Lieder komponiert und mit diversen bekannten Showgrößen zusammengearbeitet.
Und ja, ich mag die Marshall Mathers Cd und “Immer wieder geht die Sonne auf” hören (aber nicht am gleichen Tag).


Schneeden
1.12.2014 12:01
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Also er war nie Schlagersänger. Er hat eine vollständige klassische Ausbildung und schwankt so zwischne chanson und deutschem pop, auch wenn er einige Schlager geschrieben hat. Witzigerweise hat er zur Zeiten grösserer Geldsorgen überduchschnittlich viele Schlager geschrieben, was für ein Zufall ;).
Manche sind sogar falsch als Schlager schunkellieder verstanden zb griechischer wein(auch wenns argh schmalzig klingt) -scheinbar hört kaum jemand auf die texte lol.

Die Titel komponiert er selbst komplett inklusive Orchester die Texte schreibt er oft mit andere zusammen.
Das Mann lied ist übrigens Satiere, traurig wie man sich so drüber aufregen kann. Aber gut auch die kath. Kirche hatte in den 70 und 80er öfter versucht so manchen titel zu verbieten. Aberr die verstehen eh keine Satiere…

Und nein man kann ihn mögen und trozdem sowohl eminem als auch guns and roses mögen.