Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Sonostar tot?

Hadmut
3.5.2014 23:12

Hmmh. Von allen Smartwatches hat mir bisher nur die Sonostar gefallen und zugesagt (jedenfalls, was man prototypmäßig von ihr zu sehen bekam). Die wollte ich mir kaufen. Tut sich aber nichts mehr. Tot? (Erinnert mich irgendwie an den Venture One, ein Auto, das mir total gefallen hätte. Die haben’s auch nur bis zu ner Webseite und Prototypen-Mockups geschafft, dann hat sie’s zerissen. Finanzkrise USA.)

Ansonsten könnte mir ersatzweise die Mot 360 gefallen, da gibt’s aber auch Gerüchte, dass die noch im Prototypen-Stadium hängen und der avisierte Verkaufsstart nicht zu halten sein – außerdem sehr teuer.


10 Kommentare (RSS-Feed)

Andy
4.5.2014 0:09
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Gerade den alten Autobeitrag gelesen.

Wie hast Du das Problem zwischenzeitlich gelöst gehabt? Gar nicht? Ein Kompromiss?

Wie bist Du in Berlin mobil? Ich habe Berlin als eine Stadt erlebt in der das Autofahren unglaublich anstrengend und nervenaufreibend ist. Und eigentlich bräuchte man ja je nach Wohnlage aucn kein eigenes Auto. Aber auf der anderen Seite, mit dem Berlin-typischen Klientel den ÖPNV teilen, der sicher genauso verdreckt ist wie die Stadt selber, klingt auch nicht sonderlich vergnüglich…


Hadmut
4.5.2014 0:26
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> Wie hast Du das Problem zwischenzeitlich gelöst gehabt? Gar nicht? Ein Kompromiss?

Ich habe mir 2008 ein ganz gewöhnliches Auto gekauft.

> Wie bist Du in Berlin mobil?

Im Normalfall nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln, gelegentlich bei gutem Wetter auch mal mit Fahrrad, zu besonderen Anlässen dann auch mal mit dem Auto.

Die Klientel im ÖPNV ist tatsächlich eine Katastrophe, hängt aber von der Linie ab. Ich finde U1 da viel schlimmer als z. B. U6.

Aber auch Autofahren ist echt übel, weil total verstopft und schwer, Parkplätze zu finden. Ich will’s mal so sagen: In München fahren sie einen sehr bayerischen Dialekt der Straßenverkehrsordnung, in Berlin kennen sie sie nicht. Im Prinzip brauche ich das Auto in Berlin kaum. Es ist aber nicht so, dass ich es gar nicht brauche, und außerhalb Berlins ist man schnell in toter Pampa ohne brauchbaren ÖPNV.

Ich hab’s jetzt aber auch schon ein paarmal gehabt, dass ich bei irgendwelchen Abendveranstaltungen war – was „in” Berlin auch mal 30 km Entfernung bedeuten kann, und dann keinen Bock hatte, mit 2-3 Stunden mit ÖPNV nachts mit besoffenen und streitsuchenden Idioten rumzufahren oder 30 Minuten in einsamen U-Bahnstationen zu warten. Da fahr ich dann mit dem Auto. Aber nur außerhalb der Hauptverkehrszeit.


lda 1
4.5.2014 8:26
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Schon mal überlegt unsere aktuelle Regierung zu mögen? Vielleicht klappts da ja auch damit, daß die nicht mehr lange machen.
Sozusagen die Hadmutsche vollste Vertrauen Variante 😀


Heinz
4.5.2014 8:36
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@ Hadmut
gibts in Berlin kein Car-Sharing?


Hadmut
4.5.2014 9:31
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@Heinz:

> gibts in Berlin kein Car-Sharing?

Doch. Aber erstens nicht so, wie ich es mag. Zweitens werd ich doch deshalb mein Auto nicht auf den Müll werfen oder unter Wert verkaufen.

Sowas würde ich in Erwägung ziehen, wenn ich gerade keines hätte und mir deshalb nun auch keines kaufen würde. Aber eines zu haben und dann wegzuhauen ist unwirtschaftlich.


Karl
4.5.2014 13:28
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Erinnert mich irgendwie and die Automarke Loremo, die auch nicht vom Fleck kam.


Asd
4.5.2014 15:34
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Wofür möchtest du so eine Uhr einsetzen? Für mich gehören diese Uhren zusammen mit Tablets und anderen “Gadgets” zu den unnötigsten Geräten, die im Moment entwickelt werden. Warum? Die Uhren sind immer vom Mobiltelefon abhängig und können nur das, was das Telefon selbst schon erledigt. Mit ein paar Einschränkungen (keine Tastatur..) ein kleines Mobiltelefon am Arm zu tragen, das zum Tethering verwendet werden kann und mit GPS und Mobilfunk seine Position melden kann, das wäre doch was. Vielleicht auch nur mit WLAN, um in einem Gebäude die Position nachvollziehen zu können. Dann noch eine Funktion, um andere Uhrenträger im Gebäude auf sich aufmerksam zu machen (kurze Sofortnachrichten wie ‘Komm kurz zu mir’), vielleicht sogar verknüpft mit Lync oder irgendeinem anderen Programm.

Aber so? Ich hab doch schon ein Mobiltelefon. Selbst so eine Ausnahmesitation wie Sport zählt für mich nicht – gerade wenn ich laufe, ist so ein winziges Display am Arm schwer zu lesen und da ich mein Handy auch dabei haben muss, kann ich auch gleich dort draufschauen.

Das wissen die Hersteller auch, der monströse Akku für Mobilfunk, WLAN und GPS passt nicht in so ein Ding. Das hält sie aber nicht davon ab, Sportler in Werbevideos damit herumrennen zu lassen und hervorzuheben, wie viele Funktionen und noch nie dagewesene Möglichkeiten sowas bietet. Wundert mich dann auch nicht, wenn es früher oder später wieder eingestellt wird oder gar nicht vom Fleck kommt. Am Ende kommt vielleicht tatsächlich Apple und bringt zumindest eine Funktion mit der iWatch, die nicht schon redundant das Handy erfüllen kann. Ideen gäbe es ja genug. Ein dünnes Display mit Touchscreen, das aus der Uhr auf 3″-Größe ausklappt vielleicht.


Hadmut
4.5.2014 15:46
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> Wofür möchtest du so eine Uhr einsetzen?

Um ehrlich zu sein: Es mag sich blöd anhören, aber ich hatte vor, sie mir um das Handgelenk zu binden.

> Für mich gehören diese Uhren zusammen mit Tablets und anderen “Gadgets” zu den unnötigsten Geräten,

Du gestattest, dass ich anderer Meinung bin?

Außerdem bin ich Informatiker. Wir können unser Geld damit verdienen, dass wir Software für unnötige Geräte schreiben.

Davon abgesehen bezahle ich gelegentlich auch Eintritt für Achterbahnfahrten und dergleiche, obwohl das auch unnötig ist. Ich bin nicht so arm, dass ich mich auf das nötigste beschränken müsste.

> Die Uhren sind immer vom Mobiltelefon abhängig und können nur das, was das Telefon selbst schon erledigt.

Wie ich schon sagte und wie der Titel meines Blogs dezent andeutet: Ich bin Informatiker und habe so ein paar Ideen, den Dingern noch was beizubringen. Hätte man Computer immer nur nach dem beurteilt, was sie schon können, hätte es nie Software gegeben.

Ich geb Dir mal so einen kleinen Denkanstoß:

Eines der nützlichsten Dinge, die ich im Urlaub dabei habe, ist mein Garmin GPS-Empfänger (eTrex). Und weißt Du was? Der hat keinen Mobilfunk und kein WLAN. Noch nicht mal eine Verbindung zu meinem Handy. Und trotzdem sowas von nützlich.


Asd
4.5.2014 19:42
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Ich gestatte, dass du anderer Meinung bist – habe ja explizit geschrieben, dass es sich um meine Meinung handelt. Auf die Idee bin ich übrigens nicht gekommen, dass du Software für die Uhr entwickeln könntest, das stimmt 🙂


Andy
5.5.2014 14:53
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Ich denke diese Uhren werden extrem hart und kurz floppen oder eine Weile ein Schattendasein führen bis die Entwickler der Welt soviele nützliche, dem Formfaktor angepasste Dinge ersonnen haben das die sich durchsetzen. Ähnlich wie Smartphones, die ja noch vor dem iPhone ein Nischenprodukt für Freaks waren. Ich sags immer wieder gerne, Apple hat mit dem Ding nix erfunden sondern einfach nur die Fehler und inkonsequenten Designs der existenten WindowsCE / WM Geräte auf Linie gebracht und das Ganze schickt verpackt und vermarktet.

Dann kamen die Entwickler und haben (zusammen mit Marketing und peer pressure) die Bevölkerung davon überzeugt die doch deutlich kompakteren damaligen Dumbphones gegen ein zwar flaches aber doch deutliche größeres und weitaus weniger stabiles Riesengerät auszutauschen.

Dasselbe Problem haben die Smartwatch-Hersteller noch viel mehr IMO. Wer eine normale Uhr trägt und diese auch gerne weitertragen möchte (weil teuer, Modestatement, Statussymbol, Gewohnheit etc.) hat ein Problem. Er muss die SW entweder daneben oder am anderen Arm tragen (sieht beides lächerlich aus) oder sein gewohntes Zeiteisen gegen koreanisch designte großtechnisch-hergestellte sehr einheitliche Geräte austauschen. Das ist ne ziemliche Adoptionshürde.