Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Gehen (Computer.(Zeitschriften gerade ihrem Ende zu?

Hadmut
3.5.2014 12:26

Inzwischen bekommt man sie im wahrsten Sinne hinterhergeworfen.

Ich hatte ja schon mehrfach berichtet, dass man Zeitungen an immer mehr Stellen kostenlos bekommt, weil selbst verschenkte Zeitschriften immerhin über die Stückzahlen noch Werbeeinnahmen bringen. In manchen Städten gibt es diese Selbstbedienungszeitungskästen, wo man sich Zeitungen einfach nehmen und Geld einwerfen (oder es auch bleiben lassen) kann. Früher hatte ich mich gewundert, dass man Zeitungen so auslegt, dass sie so leicht geklaut werden können. Bis mir ein Insider sagte, dass es den Verlagen lieber ist, die Zeitungen würden geklaut, als gar nicht genommen. Weil eine nicht genommene Zeitung ein Negativwert ist, die muss man wieder einsammeln und entsorgen, sie bringt aber nichts. Eine geklaute Zeitung zählt unter Umsatz, treibt die Stückzahlen und damit die Werbeeinnahmen nach oben.

So ähnlich läuft es mit den Zeitungen, die man im Flieger geschenkt bekommt. Hauptsache raus das Zeug. Nur fiel mir da schon auf, dass es immer mehr Computerzeitungen sind. Sogar solche, die früher mal so etwas wie einen Ruf hatten. Chip zum Beispiel.

Heute bekomme ich ein Paket. Ich hatte etwas Hard- und Software bestellt. Was liegt da im Karton? Eine Zeitschrift von Chip. Reguläre, aktuelle Ausgabe 05/2014. Unbestellt hinterhergeworfen.

Müssen sie einem das Zeug jetzt schon wie Spam hinterherwerfen, um auf Stückzahlen zu kommen?

Das Ende der Computerblätter? (Gab ja sowieso so eine unüberschaubare Menge ununterscheidbarer Krawallblätter, daran zu erkennen, dass die Titelseiten mit immer mehr Informationen und Schlagzeilen – So richten Sie ihr blablabla ein… – zugepflastert sind.

Oder generell das Ende von Zeitschriften (und meine themenspezifisch selektive Lebensweise gaukelt mir nur vor, dass es hier um Computerzeitschriften ginge?

Ist der Mitnahmeständer beim Flugzeuggate für Zeitschriften das, was das RTL-Dschungelcamp für abgehalfterte C-Promis ist? Und die Beilage im Paket dann das, was danach kommt?


24 Kommentare (RSS-Feed)

bauml
3.5.2014 13:20
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Beim allgemeinen (im Sinne von “für Normalbürger” als Zielgruppe gedacht) Zeitungs-/Zeitschriftenmarkt kenne ich mich nicht wirklich aus. Bei Computerzeitschriften dagegen fällt mir auf, dass diese früher (seht das bitte nicht als “früher war alles besser”-Geheule und ich bitte um Verzeihung, wenn ich die Vergangenheit wahrscheinlich viel zu nostalgisch verkläre) viel mehr Lowlevel-Kram und -Basteleien brachten, die mich wirklich interessierten. Heutzutage nur noch Konsumhaltung in der Themenauswahl der Zeitschriften. Wie man halt irgendeine Software besser benutzt. Statt: wie eine bestimmte Software tief unter der Haube aussieht.

Man vergleiche beispielsweise c’t und PC Magazin damals wie heute.

Wie liebte ich die von 1998 bis 2004 im PC Magazin erschienene PC-Underground-Serie (Hauptautor: Carsten Dachsbacher, manchmal mit Koautorem Nils Pipenbrink und Oliver Kaeferstein), die in die (damals wohl für die Masse – in jedem Fall für mich) esoterische Kunst der Grafikprogrammierung einführte; ich als Schüler habe damals extra in Mathematik-Lexika nachgeschlagen, um den Sinn hinter homogenen Koordinaten und Matrizen zu verstehen. Cool waren auch die 1000-Zeilen- und 1024 Mark für 1024 Bytes (oder so ähnlich) Wettbewerb, die häufig einige Programmiertricks vorstellten.

Ganz viele Zeitschriften (bekanntestes Beispiel: c’t) haben sich immer stärker Richtung Mainstream zugewandt und damit genau weg von meinem Interessenbereich. Ich möchte an dieser Stelle daran erinnern, dass selbst die so geschmähte ComputerBild in den 90er-Jahren eine Rubrik “Profi-Corner” (oder so ähnlicher Name hatte), in der sich auch gelegentlich anspruchsvollere Anleitungen (z. B. zwei längere Serien über HTML- und Javascript-/Java-Programmierung) fanden. Es kann sein, dass die Zeilgruppe der Bastler einfach mit der Zeit zusammengeschrumpft ist (siehe das Schicksal der PC Intern: http://de.wikipedia.org/wiki/PC_Intern), so dass einfach auf Basis dieses Kundenkreises einfach keine Computerzeitschrift mehr wirtschaftlich zu betreiben ist.

Dennoch: wenn sich Computerzeitschriften von meinem Interessenbereich thematisch wegentwickeln, dann brauchen sich die Verlage nicht zu wundern, wenn ich nicht mehr ihre Zeitschriften kaufe.


Han
3.5.2014 13:31
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Ein Ende ist denke ich nicht in Sicht, aber es wird sich am Ende die Qualität, so hoffe ich, durchsetzen.

Die Leute sind nicht mehr bereit ihr Geld für diese Zeitungen mit -So richten Sie ihr XXXXX ein… auszugeben. Insbesondere wo jeden Monat die Zeitschriften jeden Monat fast die gleichen Themen aufgreifen. Wo man sich eine mehr oder mindere Absprache wohl kaum weg denken kann. Auch ist die Mentalität vom Abo weg. Ich kaufe z.B. auch nur noch die Hefte wo ich wirklich informatives für mich rausziehen kann.

Und im Zeitalter der Smartphones und Tablets wird es auf lange Sicht weg vom Papier gehen.


Hanz Moser
3.5.2014 14:39
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>Sogar solche, die früher mal so etwas wie einen Ruf hatten.
>Chip zum Beispiel.

Boah, das ist aber lange her. Ich weiss noch, dass die zu Zeiten des legendaeren Celeron 300A, also um die Jahrtausendwende, die Anleitung veroeffentlicht haben, wie man den totgelegten sync-pin fuer Multiprozessorbetrieb wieder in Betrieb nimmt. Das war noch fuer die Slot1-Variante, also mit Ausbohren der Masseverbindung und Anloeten an einen freien Pin eines Widerstandsnetzwerkes fuer den Pull-up. (Oder verwechsle ich das mit der c’t?)

Danach ging es rapide bergab und vor gefuehlt etwa 10 Jahren war das Ding schon kaum mehr von der ComputerBild zu unterscheiden. Nur Muell und bebilderte Anleitungen fuer irgendwelche Tuning- und Zeitverschwendungsutilities, dazu Halbwahrheiten.

Ich glaube, dass die meisten Zeitschriften sich hin zu leichter Kost und Mainstream entwickelt haben, weil sich auch die grosse Menge der Benutzer dahin entwickelt hat. In den 80ern und fruehen 90ern waren PCs noch etwas fuer Interessierte und Bastler. Ende der 90er war es schon ein Konsumprodukt und heute gehoert es zur Grundausstattung. Dementsprechend ist der Anteil der Leute, die sich fuer Computer selbst interessiert haben, nicht nur fuer ihre moeglichst bequeme Verwendung, kontinuierlich geschrumpft. Und um moeglichst viele Leser anzusprechen haben sich die Magazine versucht daran anzupassen.
Wenn es nicht das war, dann vermutlich die Tatsache, dass jeder Volontaer einen Artikel ueber Tune-Up Utilities 2003 zusammennageln kann, aber nicht darueber, wie DDR-RAM im Detail funktioniert und was RAS, CAS und Konsorten bedeuten.

Ansonsten ack an bauml. Besonders was das nicht mehr Kaufen angeht.


Thomas
3.5.2014 15:35
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Die Computerzeitschriften damals und heute waren und sind immer Mainstreamzeitschriften. Nur hat sich der Mainstream massiv verändert und mit ihm das Themenspektrum Blätter. Momentan verlieren sie gegen das Netz – sie sind halt systembedingt im Nachteil.


Borstie
3.5.2014 15:48
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Hi Gents,

die Frage von Hadmut stelle ich mir auch schon lange.
Vor 20 Jahren habe ich die c’t (wenn ich einer habhaft wurde) verschlungen.
Heute bekomme ich die jeden Monat an meinen Schreibtisch gebracht und gebe sie (wenn mich nicht gerade ein aktueller (Hardware-) Test privat interessiert) unaufgeschlagen, abgezeichnet weiter.

Woran liegt das?

@Hanz Moser: Deine Erklärung ist mir auch schon durch den Kopf gegangen. Aber: müssten nicht zu den vielen Nutzern auch viele Entwickler hinzukommen, die die Nutzer mit “Stoff” versorgen? Wollen diese Entwickler nicht ein anspruchsvolles “Magazin”?
Liegt da meine Fehleinschätzung?


Hadmut
3.5.2014 15:55
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@Borstie:

> Vor 20 Jahren habe ich die c’t (wenn ich einer habhaft wurde) verschlungen.
> Heute bekomme ich die jeden Monat an meinen Schreibtisch gebrach

Dein Interesse an der c’t scheint wirklich sehr gering zu sein oder Du verwechselst sie. Die gibt’s seit ein paar Jahren nicht mehr monatlich, sondern zweiwöchentlich.


Emila
3.5.2014 16:48
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Ich oute mich als c’t Abonnentin und Leserin.

Der Grund warum in der c’t keine tiefgründigen Themen mehr behandelt wird, liegt an der Spezialisierung der IT-Leute. Ich bin PL/SQL (Oracle) Programmiererin. Mit anderen Gebieten der IT habe ich wenig bis nichts zu tun und bin deshalb froh von der c’t etwas Allgemeinbildung zu bekommen.


Heinz
3.5.2014 17:40
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> So richten Sie ihr XXXXX ein…

Sowas bekommt man heute vor allem schon kostenlos im Internet.


Holger
3.5.2014 18:05
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Die c’t habe ich noch nie hinterhergeworfen bekommen (z.B. als Beilage zum Flug).PCWELT, Chip und einige andere, habe ich ewig nicht mehr gekauft. Dfür gibts aber auch jede Menge neue: Mac&i, Android-User usw.
Zwar nicht Zeitschrift aber Buch: Ich vermise aus nostalgischen Gründen die Nickles-Bücher. Kennt die noch jemand? War damals mein Einstieg in die Welt der PCs mit Windows. Es gibt wohl noch eine Webseite, aber die finde ich nicht besonders anziehend.


Hanz Moser
3.5.2014 18:45
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@ Borstie

Ehrlich gesagt sehe ich typische Entwickler als eine ganz andere Klientel an. Die meisten die ich kenne haben mit allgemeinem PC Wissen gar nicht so viel am Hut und auch hardwaremaessig sind die meisten nicht so bewandert. Deren Interesse liegt viel eher speziell im Bereich Softwareentwicklung.
Wenn Autozeitschriften (zumindest die, die man an Kiosken ausliegen sieht) nicht so grottenschlecht waeren, wuerde ich sagen, dass Computerzeitschriften fuer einen Entwickler in etwa das zu sein scheinen, was Auto, Motor und Sport fuer einen Ingenieur in der Kolbenfertigung ist.

Hinzu kommt das, was Emila beschrieben hat: Softwareentwicklung ist ein breites Feld mit vielen Nischen, bei dem vermutlich all zu allgemeine Dinge kaum jemanden interessieren und interessante Dinge Einblick in den jeweiligen Winkel des Fachs voraussetzen.


Klaus
3.5.2014 19:16
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yasar
3.5.2014 19:24
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Also die Chip habe ich bis Mitte der 80er Gelesen danach nur noch sporadisch und weil die Qulität rapide gesunken war, dann gar nicht mehr. die war auch die erste zeitschrift, die ich im Abo hatte.

Ansonsten sind es zwei Effekte, die mir auffallen:

Dadurch, daß inziwschen nicht nur “Leute vom Fach” die Dinger lesen ist das Niveau und die Thematik dem angepaßt.

Weiterhin ist man inzwischen selbst so tief in der Materie drin, daß viele zeitschriften einem nciht mehr so viel Neues berichten können.

Deswegen lese ich die c’t und die ix inzwischen nur noch selektiv. die c’t Hacks, die es inzwischen vierteljährlich gibt, ist läßt mein Bastlerherz wieder höherschlagen, nachdem es ja die elrad schon länger nicht mehr in der ursprünglichen Form gibt. 🙂

lks


Karl
3.5.2014 22:23
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@Hadmut: Bei deutschen PC-Spielezeitschriften sind in der deutschen Wikipedia die Auflagenzahlen vermerkt. Sieht Düster aus.


[…] Müssen sie einem das Zeug jetzt schon wie Spam hinterherwerfen, um auf Stückzahlen zu kommen? […]


Borstie
3.5.2014 23:16
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@ Hadmut: rotfl – Du recht. Ist mir wirklich noch nicht aufgefallen, oder ich habe es schon wieder verdrängt. Wenn die nächste Ausgabe vorbei flattert, werde ich mal drauf achten.
Es zeigt aber wirklich den Grad meines Interesses.

@ all: Ich bin eher allgemeinen in der Produktentwicklung tätig. Die Softwareentwicklung ist da nur ein Teil davon – ein sehr wichtiger natürlich. Gerade deshalb wäre mir eine Zeitschrift die allgemeine Informatik-Themen behandelt sehr willkommen. Ein Blick über den Tellerrand hat noch nie geschadet. Das sollte aber schon etwas über “musst Du dort klicken in Windoof 8 Alder” hinausgehen. Okay, das war jetzt polemisch. Bitte versteht mich nicht falsch. Was ich sagen will: ich halte die c’t immernoch für eine gut gemachte Zeitschrift. Die Produktests zum Beispiel halte ich für gut. Aber die nützen mir nur dann was, wenn ich mir gerade was kaufen will.

Was ich mich frage: Warum konnten sich zu Zeiten als es nur einige wenige Bekloppte gab, die Nachts auf ihren C64 eingedroschen haben, solche Zeitschriften halten? Heute; die interessierte Gemeinde ist mindestens 1000 mal so groß; funktioniert das nicht mehr? Allein am I-Net kann das imo nicht liegen.

Grüßle,
Borstie


jan
4.5.2014 1:49
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Die C’T ist immer noch der Maßstab.
Vielleicht nicht allein als Computer magazin.
Aber ganz sicher als Zugferd.
Ohne dieses Magazin könnte man das portal heise.de wohl nicht in dem Ausmaß betreiben wie es existiert.
Für absolute Profis in allem und jedem, gibts ja immer noch Ix

Und die CT ist hier in der Stadt immer sehr schnell vergriffen.
Ja es sind auch zu oft Themen darin die langweilig sind.
Nur die Redaktion hat ja nicht nur mich als Leser.

Es gibt nur eines: ich würde es der C’T und dem Heise Verlag verbieten Aprilscherze zu schreiben.

Die werden zu oft zu gut in die Realität umgesetzt!


ältester sack
4.5.2014 8:18
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Was hier immer über die c’t gemeckert wird. Klar ist die vom Niveau her gesunken, deshalb liest man als ITler auch die iX, JavaMagazin, … da gitbs doch für jeden Bereich ein eigenes Blatt, sind halt eher unbekannt. Und wer Bastelbeschäftigung braucht, der kauft sich nen Arduino,… und schaut in einschlägige Foren oder liest das Makermag, … alles vorhanden.

Eine Zeitschrift ist doch heute eigentlich völlig unnötig, es gibt zu jedem Kram mehrere passende Foren oder man macht ein eigenes auf. Die Zeiten ändern sich halt auch mal in 30 Jahren.

“Ich und mein C64….” wen interessieren solche “Helden”geschichten? Wer basteln will kann das auch noch heute, da scheint aber schon an der Kompetenz zu scheitern sich die entspr. Kreise zu suchen und sich dort zu tummeln, ist halt doch nicht so viel vorhanden vom eingebildeten Pseudoniveau, wenn es schon daran scheitert. Das meiste Zeug von damals aus diesen Heftchen war doch nix besonderes, Kunststückchen, die haben einen beeindruckt, weil man selber gar keinen Plan hatte oder nicht wusste wo man die Infos dazu herbekommt, heute ist das doch kein Problem mehr.


Joe
4.5.2014 17:09
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Die C’T ist immer noch der Maßstab.

Immer mehr Finanzämter erkennen ein c’t-Abo in der Steuererklärung nicht mehr an, weil sie nicht mehr als “Fachzeitschrift” gilt. Das sagt glaube ich schon einiges aus. Die wird jetzt in der gleichen Kategorie geführt wie Bild der Frau mit den neuesten Diättips. 😉

Die Infos, wie man bspw. ein Smartphone rootet und mit Custom-Firmware versieht, holt man sich heute aus Foren und Wikis. Und genau dort schreiben dann auch die “Journalisten” von sog. “Technikmagazinen” ab. Mit welchem Recht erwarten die, dafür bezahlt zu werden? Werden die Betreiber von und Schreibenden in Technik-Foren und Wikis an den Anzeigeneinnahmen beteiligt? Warum nicht?

Wir sehen hier eigentlich gerade nur das Untergehen einer Schmarotzerbranche. Die Marktwirtschaft optimiert Überflüssiges halt gnadenlos weg. Nicht ohne Grund kommen schon die ersten Rufe nach einer Art Print-GEZ, also staatlich erzwungenen Zwangsabgaben die Zeitungsbranche.


Hadmut
4.5.2014 17:16
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> Immer mehr Finanzämter erkennen ein c’t-Abo in der Steuererklärung nicht mehr an, weil sie nicht mehr als “Fachzeitschrift” gilt.

Noch nie gehört. Wäre interessant, wie das begründet wird.

> Nicht ohne Grund kommen schon die ersten Rufe nach einer Art Print-GEZ, also staatlich erzwungenen Zwangsabgaben die Zeitungsbranche.

Oha. Hast Du da ne Quelle?


Joe
4.5.2014 17:42
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Noch nie gehört. Wäre interessant, wie das begründet wird.

Das habe ich leider nur irgendwo im Usenet aufgeschnappt. Klang aber plausibel.

Oha. Hast Du da ne Quelle?

Gemeint war das “Leistungsschutzrecht”, das ist Dir sicher auch bekannt. Da kamen dann so Forderungen vor wie:

Zahlen sollen in Zukunft nicht nur Portale wie Google, die kostenfrei abrufbare Inhalte systematisch auswerten, sondern jeder gewerbliche Nutzer der Verlagsangebote im Internet. Dabei nannte Keese explizit die schätzungsweise 20 Millionen gewerblich eingesetzten PCs in Deutschland.

und

“Wir sehen, dass die Abonnements von Zeitungen und Zeitschriften in den meisten Unternehmen zurückgehen – das hängt natürlich auch damit zusammen, dass wir so gute Webseiten machen”, begründete Keese die Notwendigkeit einer neuen Zahlungspflicht.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Leistungsschutzrecht-Nicht-nur-Google-soll-zahlen-952766.html


bauml
4.5.2014 22:22
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>> Immer mehr Finanzämter erkennen ein c’t-Abo in der Steuererklärung nicht mehr an, weil sie nicht mehr als “Fachzeitschrift” gilt.

> Noch nie gehört. Wäre interessant, wie das begründet wird.

Siehe http://www.heise.de/ct/hotline/c-t-ist-keine-Fachzeitschrift-320590.html (einfach “c’t finanzamt” gegoogelt). Allerdings bezweifle ich, dass dich diese Begründung zufriedenstellt.


Michi
4.5.2014 23:19
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Ich glaube man gewöhnt sich an die Realität. Letztens fand ich eine im Laden, die hat noch nie einen Computer bedient, eine ältere Dame. Für die ist alles boah-cool-ey-fol-neu. Wenn die ab jetzt regelmässig heise und c’t liest denkt sie in 10 Jahren gleich. Alles kalter Kaffee.


jan
4.5.2014 23:46
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So und wo findet man den nun zb gute Tipps und Anleitungen, bzw how to?
Also online?
Wo gibt es fundierte Hilfe? Wo ist ein guter Punkt um mit der Recherche zu starten?

Sehr oft bei heise.de
Wie finanziert sichbdas? Ganz sicher zuweiten teilen über das Printgeschäft.

Ob die CT ein Fachmagazin ist oder nicht, da lässt sich sicher trefflichdarüber streiten.
Es steht aber auch nichtbFachmagazin auf dem Titelblatt drauf.


Joe
6.5.2014 3:48
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Wo gibt es fundierte Hilfe? Wo ist ein guter Punkt um mit der Recherche zu starten?
Sehr oft bei heise.de

Ganz ehrlich, bei Heise Online habe ich noch nie irgendwas wirklich Nützliches vorgefunden. Alle relevanten Artikel stecken hinter einer Paywall und sind nicht durch Suchmaschinen indiziert. Deren eigene Suchmaschine, die darin suchen kann, ist auf dem technischen Stand von 1994, also Prä-Altavista – ein absolutes Armutszeugnis für einen IT-Verlag.

Falls du den User Generated Content meist: Die Heise-Foren sind eine tolle Sozialstudie über gescheiterte Gesellschaften (failed states). Fachkompetenz findet man dort genausowenig wie bei Wikipedia.